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Hanauer Anzeiger

14. Dez mder

Nach Ansicht des Redners könnten nur ote von oen Mäußern gegengezeichneten Reden hier behandelt werden. So ver­flüchtigt sich die Miuisteroerantwortlichkeit. (Sehr wahr! links.) Wenn thatsächlich die Minister nur Kabinetsbefehle ausführen, so wäre ein absolutes Regiment besser. Ganz klar sei er sich über die Miuisteroerantwortlichkeit und rote weit dieselbe aufrecht erhalten werde nicht. (Gelächter links.) Der Transvaalkrieg sei im Grunde nur eine Folge der all­gemeinen Durchführung der Goldwährung (Stürmische Heiter­keit links), denn es handle sich um den Besitz der Gold­minen. Er unD seine Freunde seien gern bereit, für das Zustandekommen des Flottengesetzes ihr Mögliches zu thun. Die Agitation für das Flottengesetz sei allerdings nicht so ge­schickt, um überall Erfolg zu haben.

Staatssekretär Graf Posadowsky: Der Vorredner hat so dargestellt, als ob die Politik der Regierung sich im Zickzackkurs bewege, und darin bestehe, daß die Regierung Komplimente macht, theils vor der Sozialdemokratie, theils vor dem Großkapital. Wenn er dabei Bezug nimmt auf die Aufhebung des Verbindungsverbotes, so erinnere ich daran, daß seine Partei früher sagte, sachlich habe das Verbindungs­verbot eigentlich keine Bedeutung. Mit dieser Erklärung hat sie ihren Trumpf aus der Hand gegeben, womit sie jetzt noch spielt. Man kann aber von keiner ehrlichen Regierung ver­langen, daß sie etwas aufrecht erhält, was sie innerlich be- . reits als hinfällig erkannte. (Zustimmung links.) Die Auf- i rechterhaltung eines solchen Verbotes kann keine Kompensation mehr darstellen, denn eine Kompensation muß sachlichen Werth haben. Was aber keinen sachlichen Werth hat, ist keine Kom- . pensation, sondern ein ausgepustetes Ei. Ich stehe innerlich den konservativen Parteien nahe, möchte aber dringend bitten, diese Frage begraben sein zu lassen. So lauge wir eine konstitutionelle Verfassung haben, können wir Gesetze nur mit Majoritäten machen. Wenn wir Majoritäten nicht finden, thun wir unter Umständen sehr klug und weise, die Dinge eine Zeit lang gehen zu lassen, bis der über die Pläne der Regierung unzutreffend informirte Reichstag besser informirt ist. Was das Großkapital betrifft, so scheint die Feindschaft der Konservativen dagegen darauf zu beruhen, daß sie viel­leicht die Rolle, die das Großkapital im wirtschaftlichen Leben zu spielen hat, nicht genug erkannt haben. Uebrigens glaube er, daß das Börsengesetz nicht als Kompliment gegen das Großkapital anzusehen sei, ebensowenig wie das Arbeilswilligen­gesetz, das Umsturzgesetz und der Versuch eines preugiflen Vereinsgesetzes Komplimente gegen die Sozialdemokratie sind. Demnächst wird ein wesentlicher Theil des Zolltarifs dem wirthschaftlichen Ausschuß vorgelegt werden. Bei der Er­örterung desselben im nächsten Winter werden wir reichlich Gelegenheit haben, die Verhältnisse der östlichen Provinzen eingehend zu besprechen. Ich glaube, Herr v. Kardorff und seine Freunde werden sehen, daß wir Verständniß und Wohl­wollen den östlichen Theilen Deutschlands gegenüber haben. Kardorffs Rede erinnerte mich an die Darstellung in einem Journal, wo ein starker Mann für die Regierung verlangt wird, um die Sozialdemokratie zu erwürgen. Ich wünschte, daß dieser starke Mann hier im Hause erschiene (Heiterkeit) und diese Stelle einnehme. Dieser starke Mann würde bald die Erfahrung machen, daß man eine Partei, wenn sie auch der Regierung noch so unsympathisch ist, in einem Rechtsstaate nur behandeln kann auf Grund der bestehenden Gesetze, daß man Gesetze im konstitutionellen Staate nur geben kann mit der Volksvertretung. (Sehr gut! links) Ob es dem starken Mann gelingen wird, bei der gegenwärtigen Stimmung des Hauses Gesetze zu Stande zu bringen, auf Grund deren er die Sozialdemokratie erwürgen kann, ist mir zweifelhaft. (Zu­stimmung links.) Wer sich der Verantwortlichkeit bewußt ist, die die Regierung gegenüber der Volksvertretung hat, sollte nicht beilragen Phantasien auszumalen, die so nicht realisir- bar sind, es mögen Männer sein, und heißen, wie sie wollen, die an diesem Platze stehen. Es kam in den letzten Sessionen wiederholt vor, daß kaiserliche Meinungsäußerungen der Er­örterung unterzogen wurden. In konstitutionellen Staaten ist es ein stillschweigendes oder ausdrückliches Abkommen, bei solchen Erörterungen an der verfassungsmäßig verantwort­lichen Stelle Halt zu machen. Solche Erörterungen können praktischen, Werth nur haben, wenn sich an Allerhöchste Aeußerungen staatsrechtliche Folgerungen knüpfen. Hierfür sind die Rathgeber der Krone unzweifelhaft verantwortlich. Das deutsche Reich ist ein konstitutioneller Staat. Man sollte solche Deduktionen so machen, daß man die Ver­antwortlichkeit der verfassungsmäßigen Stellen in Anspruch nimmt, die Allerhöchste Person aber aus der Debatte läßt, sonst können die Erörterungen leicht ein Gefühl von Miß­stimmung zwischen den Regierungs- und den Volksvertretern eintreten lassen, das nicht geeignet ist, die gemeinsamen Geschäfte und die gemeinsamen Interessen des Vaterlandes zu sördern.

Abg. Motty (Pole) erklärt, die Polen finb, sich ihrer Pflichten gegen das Reich wohl bewußt und ständen der deutschen Einheit wohlwollend gegenüber, sie ver­mißten aber die Erfüllung des königlichen Versprechens, und müßten die Gleichberechtigung ihrer Rationalität verlangen.

Nach persönlichen Bemerkungen des Aög. Sattler und Lieber vertagt das Haus die Weiterberathung auf morgen 12 Uhr.

Schluß 51/» Uhr.

Politische und unpolitische Nachrichten.

Devekchrn-ö ireau Herold.

1 Berlin, 13. D:;br. Gegenüber den Angriffen des kon­servativen Abgeordneten Grafen Limburg-Luirum in der gestrigen Neichstagsfitzung aus die Amtsführung des Reichs­kanzlers Fürsten Hohenlohe erklärt dieNorddeutsche All-

genuine Zerrung" in offiziösem Sperrdruck an der Spitze ihrer heutigen Summer : Die Annahme des Grafen Limburg sei schon deswegen als irrig zurückzuweisen, weil gerade während der Amtsführung des Fürsten Hohenlohe zahlreiche gesetzgeberische und administratorische Maßregeln zur Hebung und Förderung der Landwirihschaft ergriffen worden seien, ^s sei wohl nicht anzunehmen, daß mit der Erklärung des ge­nannten Abgeordneten eine Erschütterung der Stellung des Reichskanzlers beabsichtigt gewesen sei, da die Stellung der Staatsmänner in Preußen und Deutschland von ihtem Ver­hältniß zu einer einzigen Partei nicht abhängt. Auch würde die entgegengesetzte Auffassung gerade den konservativen Grund­sätzen durchaus widersprechen. Andererseits müsse die Be­fürchtung, daß das taktische Verhalten der konservativen Par­tei zu den politischen Fragen durch die Gestaltung ihres Ver­hältnißes zu einzelnen Staatsmännern beeinflußt werden könnte, im Hinblick auf den bewährten Patriotismus dieser Partei weit von der Hand gewiesen werden.

Aas Stadt- und Landkreis Hanau.

N ichdruck ausrer Lokmarckel nur mit Qmllenaiigave Hau Anz " flrft ttet.

Beamtenpersonal-Nachrichten.

Ernannt: der Forstmeister Jordan zu Hersfeld und der Oberförster Jung zu Neuenstein zu Forstamtsanwällen, letzterer für den periodischen Gerichtstag zu Rabaldshausen, der Referendar Dr. Roßbach zum Gerichtsassessor, der außerordentliche Pfarrer Volkwein zum Gehülfen des Pfarrers Schäfer zu Hochstadt,

der Sanitäts-Sergeant Braun und der Unteroffiffer Rübner zu Schutzmännern bei der Polizeidirektion zu Caffel bezw. Hanau.

Versetzt der Amtsrichter Thomaszik von Wanfried an das Amtsgericht zu Schinalkalden,

die Gerichtsschreiber, Sekretäre Sommerfeld zu Caffel an das Amtsgericht zu Frankenberg, Danzenroth von Frankenberg an das Amtsgericht zu Caffel,

der Gerichtsdiener Bake zu Schwarzenfels an das Amts­gerichts zu Homberg i. H.,

der Förster Both von Anzesahr nach Hof Netz und Zech von da nach Anzesahr.

Pentionirt: der Gerichtsschreiber, Kanzleirath v. Schutz­bar genannt Milchling zu Fulda,

der Gerichtsvollzieher I b e l s h ä us e r zu Marburg.

*

Für die durch Hochwaffer Geschädigten in

Bayern. Auf Veranlassung des Kgl. Landraths Herrn 10. d. M. wurden aus dem Bureau eines Elektrotechnikers: v. Schenck wurde im Landkreise Hanau eine Sammlung Ein Ohmeter für direkte Ablesung von Widerständen, gez. für die durch Hochwasser geschädigten Bewohner bayerischer Hartmann u. Braun Nr. 94, Werth 250 Mk., ein aperiodi- Landestheile eingeleitet. Diese Sammlung ergab den Betrag' scher Akkumulatorenprüfer, Werth 40 Mk., ein Taschen- non 1583 Mk. 40 Pf., der an die Kgl. Seehandlungskasse . Voltmeter, Werth 15 Mk., eine silberne Herren-Remonioiruhr in Berlin abgeführt worden ist. ' mit Sprungdeckel, Werth 15 Mk., entwendet. Al.

* Für die Buren. Dem Vorsttzenden des Zweig-

vercins vom Rothen Kreuz zu Hanau, Herrn Oberbürger­meister Dr. Gebeschus, wurden zum Besten der verwun­deten und kranken Buren seitens des Vorstandes der I. Hanauer Karnevals-Gesellschaft 21,80 Mk., gesammelt in dem am 10. d. Bits. in der Centralhalle stattgehabten Konzert, von dem Stammtisch Scharfes Eck, Brauerei Kaiser", 20 Mk., sowie dem Hanauer Krirgerverein 50 Mk. übergeben. Diese Be­träge werden mit weiter eingegangenen 65 Mk. an die König­liche Haupt-Seehandlungskasse in Berlin abgeführt werden.

* Bran-steuer. Die Brandsteuer für das Jahr 1900 ist durch Beschluß des Landes-Ausschusses vom 16. November d. J. auf 18 Pfg. für je 100 Mk. des Umlagekapitals fest-

gesetzt worden ist. Die Brandsteuer beträgt hiernach

1000

für. je

Mk. der Versicherungssumme

in Bauartklasse 1

Mk.

90 Pf.

, H 1

26

IK 1

62

, IV 1

98

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52

Die Mitteldeutsche Vodenkreoit Anstatt in

sehen läßt, am 18. d. M. 5 Millionen Mark ihrer 4 pCt.

Grundrentenbriefe, Reihe Ils, zum Kurse von 99 pEt. zur öffentlichen Zeichnung auf. Diese Grundrentenbriefe bieten insofern eine ganz besondere Sicherheit, als die von der An­stalt erworbenen Grundrenten, welche die Unterlagen für die Grundrentenbriefe bilden, allen den betreffenden Grundstücken aufhafienden Hypotheken im Range vorgehen müssen. Von der Fürstl. Reuß. Regierung ist diesen Grundrentenbriefen daher auch der Charakter der Mündelmäßigkeit beigelegt

Greiz ^3fi wie die Bekanntmachung im Jnseratenrheile er-1 Zwecke besonders geschmückt und ausgestattet war, die Auf- ' führung derFestspie le aus dem Feldzuge

geführt. Die vorgeführten Scenen waren in 4 Abtheilungen

worden. Bei dem verhältnißmäßig niedrigen Zeichnungskurse I gruppirt. Die 6 Bilder der ersten Abtheilung veranschau-

ist anzunehmen, daß das fragliche Papier vielen Anklang lichen zunächst die Geschehnisse vor und mit Beginn des Krieges, finden wird, zumal für die Abnahme eine ganz besondere Er-) Sie beginnen mit der Darstellung der für den Krieg ent-

leichterung dadurch geschaffen ist, daß sich die Einzahlungen auf drei Termine Derweilen und bis weit in das nächste Jahr: hinein erstrecken. Anmeldungen werden in Hanau bei dem Bankhause Gebr. Stern entgegengenommen.

* Streikposten. Der Maurer Heinrich Hübner von Langenselbold stand hierselbst nach Ausbruch des Maurer­streiks jeden Tag Streikposten. Als solcher paßte er den arbeitswilligen Maurern auf und als er eines Morgens eines ihm bekannten Lehrlings ansichtig wurde, erkundigte er sich bei diesem, wer denn alles in seinem Geschäfte arbeite. Der Lehrling nannte hierauf den Maurer B. von Lieblos und sobald H. dies hörte, erklärte er dem Lehrling, derselbe solle dem B. sagen, einen Gruß von ihm, und wenn er ihn kriege, mache er ihn kalt. Das hat dem H. eine Anklage wegen Vergehen gegen § 153 der G:w.-Ord., nämlich einen arbeite willigen Maurer durch Drohungen zum Beitritt zum Streik zu bestimmen versucht zu haben, eingetragen, wegen dessen er

sich gestern vor dem Schöffengericht zu verantworten hatte« Er will nur geäußert haben, wenn er den B. kriege, mache er ihmwarm". Das Gericht erkannte auf einen Tag Ge­fängniß.!

V Vom Saalbauverein. Die zehn Gesellschafter des Saalbauvereins hatten polizeiliche Strafmandate in Höhe von je 30 Mk. erhalten wegen Uebertretung der Polizeiver- ordnungen vom 13. Oktober 1891 bezw. derjenigen vom 31. Oktober 1889. In dem Gebäude des Saalbaues hatten baulich: Veränderungen stattgefunden und war hiernach noch nicht die definitive behördliche Abnahme erfolgt; trotzdem wurden vom 7. zum 8. und vom 8. zuin 9. Oktober darin Festlichkeiten von Seiten zweier Vereine abgehalten, wozu überdies auch die polizeiliche Erlaubniß wegen der fehlenden Schlußabnahme des Baues versagt war. Die 10 Bestraften beantragten gerichtliche Entscheidung, die gestern vor dem Schöffeug:richt zum Austrag gelangte. Der mitbeschuldigte Wirth brächte zu seiner Entschuldigung vor. er habe den ab­schlägigen Bescheid der Polizeibehörde auf das eingereichte Gesuch zur Gestattung der Lustbarkeiten so spät erhalten, daß er nach den getroffenen Vorbereitungen unmöglich mehr den Vereinen die Absage hätte zukommen lassen können, zuvor sei er der sicheren Erwartung gewesen, die Genehm gung treffe ein, weil es sich nur noch um eine formelle Schlußabnahme des Baus gehandelt habe. Die übrigen Beschuldigten sagten das Gleiche mit dem Hinzufügeu, daß sie die Benutzung des Saales auch gar nicht hätten verhindern können, da derselbe an den Wirth vermuthet sei. Das Gericht setzte die Strafe gegen den Wirth auf 20 Mk. fest unter Berücksichtigung des Umstandes, daß dieser in einer gewissen Zwangslage gehan­delt, die drei Geschäftsführer, welche selbst erklärt hatten, daß sie den Verein nach innen und außen vertreten, erhielten je 10 Mk. Geldstrafe, weil diese ebenfalls verantwortlich zu machen seien, daß vor der erfolgten Schlußabnahme die Fest­lichkeiten stattfandem Die übrigen Angeklagten wurden frei­gesprochen.

* Grotzfeuer. Aus Rückingen wird uns berichtet, daß daselbst heule Morgen durch ein Großfeuer die Dampf­mühle von S ch ö n m e y e r und Baum ann eingeäschert wurde. Der Schaden ist groß. Beträchtliche Vorräthe von Mehl sind vernichtet. Als Ursache des Brandes wird Selbst­entzündung angenommen.

* Diebstähle. Am 9. d. M. wurden zwischen 6 und 9 Uhr abends von einem Speditionswagen eine Holzkiste,

schwer, enthaltend Leuchter, gestohlen.

Am

Als Worüber

des letztgenannten Diebstahls kommt in Betracht der Kauf­

mann und Ingenieur Karl Friedrich Wilhelm Beutels- pacher, geb. am 26. Januar 1858 zu Laupheim in Württem­berg, der bei seinem Chef auch noch ein anderes Andenken in Gestalt eines unbeglichenen Geld-Vorschusses hinterlassen hat.

* Marktpreise. Im Monat November 1899 be­trug in Hanau der Durchschnittspreis für 100 kg Weizen Mk. 15.50, Roggen Mk. 15., Gerste Mk. 17.25, Hafer Mk. 14., Erbsen (gelbe) zum Kochen Mk. 26.50, Speise- Bohnen (weiße), Mk. 23., Linsen Mk. 40., Eßkartoffeln Mk. 4.30, Richtstroh Mk. 3.93, Krummstroh Mk. 2.95, Heu Mk. 5.96, Rindfleisch im Großhandel Mk. 122; für 1 kg Rindfleisch im Kleinhandel von der Keule Mk. 1.44, vom

Bauche Mk. 1.25, Schweinefleisch Mk. 1.55, Kalbfleisch Mk. 1.25, Hammelfleisch Mk. 1.10, Speck (geräuchert) Mk. 2.02, EßbUtter Mk.. 2.28.

& Fechenheim, 11. Dezbr. In vier großen Vor­stellungen am Samstag, Sonntag und gestrigen Abende ver- anstaltete der hiesige KriegervereinAlemannia" unter persön­licher Leitung des Herrn Direktor Fiori aus München in der ' Turnhalle des Turnvereins, deren geräumige-ne zu dem

h

187071." Dieselbe gestaltete sich zu einer großaitigen patriotischen Kundgebung. In 28 lebenden Bildern, die durch Dichtungen, deklamirt von Herrn Lehrer v. Kaitz, unterein­ander verbunden waren, und welche die Kapelle der 168er entsprechend begleitete, wurde den zahlreichen Zuschauern ge­treu jene ruhmreiche Zeit des hl. Kampfes um Deutschlands Ehre und seine lang erhoffte endlich erwachte Einigung vor-

, scheidend gewesenen Scene der Begegnung Kaiser Wilhelms mit Graf Benedetti auf der Promenade zu Ems und zeigen weiter das farbenprächtige allegorische BildGermanias Wacht am Rhein", die helle Begeisterung nach erfolgter Kriegser­klärung, das freudige Eilen der Reserve sowie der Freiwilligen unter die Waffen, den Abschied oes Kriegers und endlich die Fürsorge für die Verwundeten, für welche Mitglieder der Frauenvereine Verbandmittel geschäftig vorbereiten. Die zweite Abtheilung, welche die ersten Erfolge des großen Krieges zuc Darstellung bringt, ist besonders reich an ergreifenden un» rührenden Scenen. So sehen wir den heldenhaften Sieg^ bei Wörth an der Leiche des französischen Generals Douah sein mitleidsvoller Blick, sein stilles Gebet machen uns de» edlen Kronprinzen doppelt lieb und werth. Ein weitere» j Bild führt uns in eine einfache Bauernstube, wo eben da» sorgsame Mütterchen für ihren einzigen Sohn, ihre Stütze i1 i ihrem Wittwenstande, ein Feldpostpacket versiegeln will, wäyrctt