5. Dezember
Lmnauer Anzeiger
Seite 3
-r. Stiftungsfest.
Am vergangenen Samstag hielt Tunipemev de Hm<u: Moi>>isvk i tnmimm.
der ,1. Hanauer Kutscher-Verein" sein 10. Stiftungsfest im Saalbau „zum deutschen Haus" ab. Unter der bewährten Leitung des Vorsitzenden, Herrn Frz. Fischer, nahm auch dieses Jahr die Festlichkeit einen schönen Verlauf. Der musikalische Theil war der Ulanenkapelle übertragen, welche, wie bekannt, Vorzügliches leistete. Den Löwenautheil hatten die Herren H e r k e r t und Wolf, welche mit ihren komischen Darbietungen zu stürmischer Heiterkeit hinrissen, sodaß ihnen Beifall von Seiten des Publikums in vollstem Maße zu Theil wurde. Am Schlüsse des 1. Theils wurde noch eine Ver- loosung vcranstaltet, die sich durch praktisch gewählte schöne Gewinne auszeichnete. Der 2. Theil des Programms bestand aus einem wohlarrangirten Tänzchen, dem tapfer bis zum frühen Morgen gehuldigt wurde. Küche und Keller des Herrn Heimüller lieferten Vorzügliches. Kurz vor Anbruch des Tages trennte man sich mit dem Bewußtsein, das Stiftungsfest des „1. Hanauer Kutscher-Vereins", wie schon jedes Jahr, in würdiger Weise gefeiert zu haben.
Aus dem Gerichtssaal.
Sitzung der Strafkammer I vom 4. Dezbr.
Vergehen gegen § 286.
Die Händlerin Hirsch aus Frankfurt a. M. hat sich des strafbaren Eigennutzes insofern schuldig gemacht, als sie die ihr ertheilte Erlaubniß zum Ausspielen geringwertiger Gegen-1 stände dadurch überschritt, daß sie Geld auswürfelte. Das Gericht zieht ihre Nothlage mildernd in Betracht und erkennt auf 10 Mk. Geldstrafe.
Fahrlässige Körperverletzung.
Die Russenstcinfabrikanten Schütz u. Sohn von Ostheim sind des Vergehens der fahrlässigen Körperverletzung beschuldigt, begangen dadurch, daß sie auf ihrem in Ostheim gelegenen Betrieb die durch die Gew.-Ord. vorgeschriebenen Sicherheitsmaßregeln außer Acht ließen. Auf dem Werk büßte ein Ziegeleiarbeiter seine linke Hand ein. Nach stundenlanger Beweisaufnahme wird der Termin zwecks gerichtlicher Augenscheinnahme der in Betracht kommenden Oertlichkeiten vertagt.
Milchfälscherin.
Eine, die das Milchpantschen von Grund aus versteht, ist die Ehefrau Kreß von Langenselbold. Dieselbe war etwa zwei Jahre bei dem Pächter des Bruderdiebacher Hofes als Milch- verkäuferin beschäftigt. Sie erhielt jeden Morgen die bestimmten Mengen, welche dem täglichen Bedarf entsprachen und führte sie nach Hanau mit der Kleinbahn. Von da kam die Milch in das bereitstehende Fuhrwerk. Hier wurden nun von der Angeklagten mit der Milch allerlei Prozeduren vorgenommen, die der Milch zu einer für die Abnehmer nicht eben angenehmen Verdünnung verhalfen. Ein Milchführer berichtet, daß er die Angeklagte morgens am Altstädter Markt und in der Langstraße gesehen, wo sie den auf der Vollmilch oben auf stehenden Rahm mit einem Blechgefäß aus den großen Kannen abschöpfte und in ein bereit gehaltenes kleines Kännchen goß. Den Rahm hat sie dann zu ihrem Vortheil bei hiesigen Leuten zu 50 Pfg. pro Liter verkauft, die entrahmte Milch verkaufte sie als Vollmilch weiter, während die Abnehmer in Wirklichkeit Magermilch erhielten. Als nun wieder ein.Mal die Angeklagte einen gar zu ausgiebigen Taufakt an ihrer Milch vorgenommen und man bei einer polizeilichen Revision über 50 pCt. Wasser in ihrer „Milch" fand, wurde sie vom hiesigen Schöffengericht zu einer erheblichen Geldstrafe verurtheilt und dies führte denn auch zur Entdeckung der übrigen Durchstechereien, die sie sich hat zu Schulden kommen lassen. Als ein Mal ein hiesiger Bäcker sich wegen der Minderwerthigkeit der gelieferten Magermilch beklagte, erklärte die Angeklagte, daß dies daher komme, daß auf dem Hof eine Centrifuge zur Aufstellung gelangt sei, wodurch die Magermilch stärker entrahmt werde. Die brächte diese Beschwerde auch bei Herrn Koch auf dem Bruderdiebacher- Hof vor und dieser setzte in Berücksichtigung dessen den Preis der Magermilch auf 8 Pfg. pro Liter herab. Die Angeklagte aber kassirte ruhig 10 Pfg. pro Liter für die Magermilch weiter. Am 1. September vorigen Jahres wurde der Brodpreis von 28 und 55 Pfg. auf 26 und 52 Pfg. pro ganzen und halben Laib herabgesetzt. Die Angeklagte, die für den Bäckern gelieferte Milch teilweise von denselben in Gegenrechnung geliefertes Brod zu verrechnen hatte, ließ von diesem Preisabschlag nichts verlauten, sondern verrechnete Herrn Koch den alten Preis weiter. Ferner hat sie für Eier die für 6 Pfg. geliefert waren, dem Abnehmer 7 Pfg. abgefordert. Die Angeklagte versuchte heute, glauben zu machen, sie habe die Milch von Herrn Koch gekauft und habe damit machen können, was sie wollte. Bon dem ab- geschöpften Rahm will sie die Magermilch nach der Beschwerde der Bäcker verbessert haben u. s. w. Das Gerecht erkannte gegen die Angeklagte wegen Betrug und llnterschlagung in je 2 Fällen auf 3 Monate Gefängniß.
Uerrinsnachrichle«
für Dienstag den 5. Dezember.
Kursiverem: In der Aula der Königl. Akademie- Gemälde-AuS-
Jm Slodiltzeater: Abends 78/« Ubr: Volksvorstellung »Die Ehre , Sch'ufpiel in 4 Akten von H. Sudermann.
Evang. Männer- und Zünglingsverem: Ui ter^altung und Vortrag; Näh- und Flickabend für Jungfrauen (Ea. Vereint bauö).
Kath. Kasino .Eintracht (Vereinslokal: .Goldne Gerste ): Vercms- obeud.
^Kurn5 u J^ccbiflub : »^cdbtPti* Dramatisch-litterarischer Verein „Melpomene" (im Gasthaus .zur Sonne" Reziiatioi sabend.
Kitberverein Hanau: Probe in der R-stanratlon Allemama . Atbleterklub .Germania : Riegenstewmen und Musterriegenarbetten (Restaur tion Wagenbach, Paradep'atz). ,
Verein fß, @(flü ei- und Singvögelzucht: Monalsversammlung m den .3 Rinder»'.
Lpieik. sie im ,H,ss ichen Hof : Generalversammlung.
kUersteigerungs- rte. Kalender für Mittwoch d en 6. Dezember.
Nachmittags 2 Uhr bei fleh ert der beeid Toxa'or und Auktionator Hcrr Fr ßärrlfer im Hause Kanalplatz 7, 1. St., eine Pullhie Nobiliargege,.stände u. a. m. gegen gleich baare Zahlung.
Barometerstand
ferner eine aus 12 Mitgliedern gebildete Kommission die erforderlichen Schritte für die Ausschreibung der Wahl anordnen und in die Wege leiten soll. Ebenso wird diese Kommission, welcher voraussichtlich 5 Mitglieder des Magistrats und 7 Mitglieder der Stadtverordneten - Versammlung angehören werden, auch die einlaufenden Meldungen einer Sichtung und Vorprüfung unterziehen. Auch soll bereits eine Einigung darüber getroffen sein, welche Herren in erster Linie für die Wahl in dieser Kommission in Aussicht zu nehmen sind, doch die definitive Wahl erst in der nächsten Sitzung vorgenommen werden. — Eine heftige Detonatio n wurde gestern Vormittag gegen 10 Uhr in der Wolfhager und Holländischen, sowie der unteren Königsstraße vernommen. Die Ursache war eine Gasexplosion in einem Hause der Wolfhager Straße. Als ein Bewohner desselben sich nach dem am südlichen Ende der ersten Etage gelegenen Eckzimmer begab und daselbst beim Oeffnen der Thüre eine brennende Kerze in der Hand trug, erfolgte ein Knall, der Leuchter wurde ihm aus der Hand geschleudert und er selbst an der Hand leicht verletzt. Der Luftdruck war ein so starker, daß die Scheiben eines der beiden Fenster des Gemaches, sowie die des in den Nebenzimmern gelegenen Fensters aus dem Rahmen gedrückt wurden, so daß die Scherben bis auf den gegenüberliegeuden Bürgerfteig flogen. Ebensoweit wurden auch die Gardinenhalter und Rosetten, sowie einige andere, in dem Gemach befindliche Gegenstände geschleudert, während der Rahmen des Fensters zersplittert wurde. In dem darüber gelegenen Stocke wurden an der Wand hängende Gemälde, Spiegel rc. herabgerissen. Zugleich züngelten auch in dem Gemach, in welchem die Explosion erfolgte, die Flammen an den Wänden empor. Da indessen sofort alle verfügbaren Hände hilfreich zugriffen, vermochte das Feuer keinen großen Schaden zu thun, es war vielmehr berei s erstickt, als die Feuerwehr etwa 3 Minuten nach erfolgter Meldung vor dem Hause eintraf. Doch nahmen die Aufräumungsarbeiten noch eine halbe Stunde in Anspruch. Da, wie die Hausbewohner versichern, der Hahn der Gasleitung in dem betreffenden Gemach geschlossen gewesen, liegt nur die Annahme vor, daß eines der Gasrohre, vielleicht das durch die Zimmerdecke führende, einen Defekt gehabt, durch welchen das Gas entströmte. (C. Tgbl.)
Marburg, 4. Dezbr. Eine spontane Kundgebung für die Buren erlebte man gestern Abend im Museumssaal. Die Jügerkapelle konzertirte in ihrer bekannten tüchtigen Weise. Die neunte Nummer war der „Burenmarsch", der sofort noch dreimal wiederholt werden mußte. In die Pausen zwischen den nachfolgenden Stücken klang dann immer wieder der Ruf „Burenmarsch" hinein, während einer unserer eifrigsten Mitbürger sofort eine Tellersammlung für unsere südafrikanischen Freunde veranstaltete, deren Ertrag etwa 40 Mk. betrug. Der begehrte Marsch mußte dann zum fünftenmal gespielt werden — dann wurde einmüthig „Deutschland, Deutschland über alles" angestimmt — der Marsch mußte zum sechstenmal wiederholt werden, und mit einem l kräftigen Kaiserhoch war die Kundgebung zu Ende.
Gietzen, 4. Dezbr. Die seit Frühjahr d. I. gegen den früheren Schlachthausverwalter Julius Möhl dahier im Gang befindliche Untersuchung wegen Verbrechens im Amte hat nunmehr ihren Abschluß dadurch gefunden, daß die Strafkammer des hiesigen Landgerichts durch Beschluß vom 30. November den Beschuldigten außer Verfolgung gesetzt hat, indem durch die geführte Untersuchung sich keine thatsächlichen Anhaltspunkte dafür ergeben haben, daß der Beschuldigte eine strafbare Handlung begangen. Die Kosten des Verfahrens, die namentlich durch die Bücherrevisoren und Erstattung von Gutachten durch Sachverständige zu einem ganz, erheblichen Betrag angewachsen sind, wurden der iLtaatskasse auserlegt.
am 4./12.
5./12.
770
760
760
740
mittags 12 Uhr Sehr trocken Beständig Schön Veränderlich
Regen (Wind)
Viel Regen Sturm
770
760
750
740
730
720
720
,710
710
Wetterbericht.
Voraussichtliche Witterung: Im Norden vorwiegend trübes Wetter mit zcitweiscn Niedcrschlägen, im Süden zunächst wechselnde Bewölkung und Morgennebel.
Aus der Provinz und Nachborgebieten.
x Caffcl, 4. Dezbr. Wie s. Z. berichtet, wurde in der Nacht vom 29. auf den 30. Juni d. J. der Metzgermeister A. Heiser aus Buffzen (Kreis Holzminden) von Ziegeleiarbeitern überfallen und derartig mißhandelt, daß er am folgenden Tage im Landkrankenhaus dahier verschied. Als die Thäter wurden die Arbeiter Christoph Bernhard aus Ellenberg, Konrad Stieglitz aus Obervorschütz, Johann Ruth aus Wilbich und Adam Schmidt aus Obervorschütz ermittelt. Dieselben erschienen dieserhalb angeklagt heute vor der I. Strafkammer kgl. Landgerichtes. Der Thatbestand ergab sich kurz wie folgt: Heiser befand sich zur fragl. Zeit als Kurgast in der Goßmann'schen Naturheilanstalt auf Wilhelmshöhe. An dem betr. Tage hatte er sich von dort entfernt mit dem Bemerken, man möge sich nicht ängstigen, wenn er nicht am Abend zurück wäre, er beabsichtige, seine Familie besuchsweise zu überraschen. Auf dem Wege zum Bahnhöfe verirrte sich H. und kam zunächst nach Elgershausen, wo er in einer Wirthschaft 4—5 Glas Bier trank. In der Absicht, wieder nach Wilhelmshöhe zurückzukehren, verirrte H. sich aufs Neue und kam in die Gegend von Niederzwehren. Hier versuchte er in einer Ziegelei Obdach zu erhalten, als ihn vor derselben die Angeklagten antrafen, welche angetrunken von einem Verlobungsschmanß kamen. Wie sie behaupten, haben sie den H. für einen Strolch gehalten und in dieser Annahme sich berechtigt erachtet, ohne Weiteres in der brutalsten Weise mi einem Riemen, einem Eisenstein rc. auf ihn einzuschlagen, bis er besinnungslos niederstürzte. Dann haben sie ihn in die Fabrik-Küche geschleift, angeblich um nach Waffen bei ihm zu forschen, seine Taschen durchsucht. Ein Portemonnaie mit 254 Mk. nahmen sie an sich, den besinnungslosen H. warfen sie wieder auf die Straße. Ziegelmeister K. überraschte dann am frühen Morgen die brutalen Gesellen beim Geldzählen. Sie behaupteten, sie hätten das Geld zum Bürgermeisteramt bringen wollen. K. sorgte nun für die Ueberführung des Ueberfallenen nach dem Landkrankenhause und die Festnahme der Attentäter. Durch ärztliche Sachverständige wurde festgestellt, daß H. Finnenblasen im Gehirn hatte, die täglich seinen Tod herbeiführen konnten. Die Mißhandlungen haben allerdings zu einer Beschleunigung dieses Ausgangs mitgewirkt. Das Urtheil lautet gegen den Hauptattentäter Bernhardt auf 1 Jahr 3 Monate Gefängniß, die Anderen wegen Betheiligung 1 Monat Gefängniß, nur Schmidt wurde freigesprochen, da ihm die Theilnahme nicht nachzuweisen war.
Cassel, 3. Dezbr. Wie bereits erwähnt, wurde am Donnerstag Abend eine vertrauliche Besprechung in der viel erörterten Angelegenheit wegen der Neuwahl eines Oberbürgermeisters im Saale des „Casseler Hof" abgehalten. Es nahmen auf ergangene Einladung daran die Mitglieder des Magistrats und die Stadtverordneten theil, wie man hört im Ganzen 46 Personen. Die Verhandlungen, welche der Vorsitzende der Stadtverordneten, Herr Kommerzienrath Pfeiffer, leitete, dauerten von halb 9 Uhr bis gegen 11 Uhr. Wie schon hieraus zu ersehen, fand also in der so überaus wichtigen Angelegenheit ein sehr lebhafter Gedankenaustausch statt. Nicht nur die gesetzlichen Bestimmungen, das Wahlverfahren rc. wurden erörtert, auch die in Betracht kommenden Verhältnisse, einige der in den nächsten Jahren voraussichtlich zur Vorlage gelangenden kommunalen Projekte und Aufgaben wurden in den Kreis der Bettachtung gezogen und die Personen frage ebenfalls gestreift. Der Antrag des Magistrats ging dahin, das Anfangsgehalt aus 13 500 Mark und den Wohnungs- geldzuschuß auf 1500 Mark, beides pensionsberechtigt, zu normiren. Gegen die Form dieses Vorschlags wurden, wie man hört, verschiedene Einwendungen erhoben und schließlich kam die Versammlung überein, das Gehalt, einschließlich Wohnungsgeldzuschuß, auf 15,000 Mark festzusetzen und zwar mit voller Pensionsberechtigung. Weiter einigte man sich dahin, daß, wie wohl kaum anders erwartet werden konnte, ein öffentliches Ausschreiben für die Stelle erfolgen soll und daß
Vermischtes.
Kleine Nachrichten. N ür nher g. Die Hundefuhrwerke 140 an der Zahl, werden demnächst hier verschwinden. Ein diesbezügliches Verbot wird in Kürze erlassen — Memel. An der Südmole strandete das Rigaer Segelschiff ",Bravo". Die Besatzung von 10 Mann wird vermißt und ist wahrscheinlich ertrunken. -ras schiff ist vollständeg zerschellt. - Passau. Durch einen vorzeitig losaegangenen Dynamilschuß wurden bei einer Felsiprengung in Buchberg (bei Hohenau) 2 Arbeiter gelobtet, 4 andere verletzt. Von den Letzteren ist einer bereits gestorben - Zwei- b rücken. Auf dem Wege nach Altneim wurden 2 Personen durch das Umstürzen eines Wagens gcrodtet. —- Erfurt Der Zimmer-mann Speigler geneth in die Kreissäge und zerschnitt sich dabei den rechten Unterarm. Der Schwerverletzte fand im kath. Krankenhause Aufnahme. - KrefeId/ Bei dem Spielen zweier hiesiger Lehrlinge mit einer Tajchcnvistole drang einem bei selben eine Kugel in den Unterlid ; die Wunde führte den Tod des Verletzten herbei. — o o i h Von zusammengewachsenen Zwillingen wurde eine Arbeiterfrau zu Loitz in Pommern entbunden. Die Kinder, zwei Knaben, waren genau wie die „fiamtiihlen Zwillinge" zusammengewachsen. Die sonst völlig entwickelten jungen Weltbürger starben kurz nach der Geburt.
Ein araitcnhafter Raubmord wurde aus der Chaussee zwischen den Dörfern Stavica und Lopuchowo bei Posen an dem Fleischer-meister Risto aus Schocken verübt. Als die Familie Ristos mitten in der Arbeit war, kam plötzlich das Fuhrwerk R.'s vor dem Hause vorgefahren. Da sich der Meister nicht auf demselben befand, so glaubte man zunächst, das Pferd sei durchgegangen und habe den Meister vom Wagen abgeworfen. Man machte sich sofort auf die Suche und fand den Meister schließlich auf der genannten Strecke ermordet auf. Der Kopf war anscheinend durch Hammerschläge zertrümmert, sodaß das Gehirn herausgetreten war. R. wär zum Diehverkaus gewesen nnd hatte den Erlös