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Hanauer Anzeiger

26. Oktober

für Mißverhältnisse nicht bestehen könne. Die Diplomatie der jüngsten Zeit, die die Diplomatie des ganzen Kabinets ge­wesen sei (Beifall), sei die gewesen, daß von Anfang an kein Zweifel über das anzestrebte Ziel, die befolgten Methoden und den Entschluß, diese durch zuführen, bestehen konnte. Ich denke, ich habe Recht daran gethan, in der erwähnten Rede der Transvaalregierung halbamtlich eine Warnung zu er­theilen, daß kein weiteres hinhaltendes Verfahren geduldet würde. Es sei unnöthig, auf die Reden gewisser irischer Nationalisten zu erwidern, deren ganzes Verhalten durch die Feindschaft gegen England eingegeben sei, oder auf die Reden gewisser Radikaler, die eine Partei des Friedens um jeden Preis seien. Es gebe schlimmere Dinge als der Krieg. (Bei­fall.) Die Interessen und die Ehre keiner Nation seien ge­borgen, wenn sie nicht bereit sei, in letzter Instanz zum Kriege zu schreiten. (Beifall.) Die Gewundenheit der Politik Transvaals sei nur zu verstehen auf Grund der Annahme, daß der Krieg von Anfang an unvermeidlich gewesen, und vom ersten bis letzten Augenblick es nie daran gedacht, irgend etwas zu bewilligen, was gleichen Rechten für alle Weißen ähnlich sei, oder irgend welche Art der Anerkennung der Suprematie Englands zu gewähren. Da England nie bereit gewesen, auf seine Ansprüche zu verzichten, sei der Konflikt unvermeidlich gewesen. (Hört, hört!) Zweifellos würde Krüger gern den unvermeidlichen Kampf hinausgeschoben haben, bis England mit anderen schwierigen und verwickelten Fragen zu schaffen gehabt hätte. Infolge der Politik Krüger's sei Eng­land genöthigt worden, eine Expedition über das Meer zu senden, wie sie nie von einem anderen Volke der Welt aus­gesandt worden. Transvaal sei zu einem bewaffneten Lager geworden. Hätte der Stand der Dinge, wie er in der letzten Zeit war, fortgedauert, so wäre England gezwungen gewesen, sich gegen ein etwaiges Ultimatum, das zu irgendwelcher Zeit überreicht werden konnte, durch die Unterhaltung von 25,000 Mann in den südafrikanischen Kolonien zu sichern. Es sei das Gerede gegangen von dem Untergänge des britischen Reiches, auch das tausendjährige Reich werde kommen, aber das werde Engla ld nicht veranlassen, seine Politik zu ändern. (Beifall). Man habe auch gesagt, es sei unmöglich, daß ein germanisches Volk ein anderes germanisches Volk in Unter­werfung halte. Glaube irgend Jemand, daß England sich weigern werde, anderen zu geben, was es für sich selbst fordere, das heißt Gleichheit der Rechte für die Holländer in Transvaal, die den Engländern verweigert worden sei?

Das Haus nahm schließlich die Appropiationsbill mir 224 gegen 28 Simmen an.

England und Transvaal.

In London herrscht noch immer Ungewißheit über den weiteren Verlauf der Kämpfe bei Glencoe. Amtliche Nach­richten über die entscheidenden Ereignisse sollen noch nicht vor­liegen. Unter diesen Umständen wird die Erklärung des Unter- staatssekretärs des Krieges Wpndham im Parlament als un­günstiges Symptom aufgefaßt und sie drückt die Begeisterung erheblich herab. Die Anzeichen mehren sich auch, daß der Siegesjubel der Engländer voreilig gewesen ist und daß das mehrlagige heiße Ringen bei Glencoe noch keineswegs zu ihren Gunsten entschieden ist. Nach den bisher vorliegenden Nach­richten steht soviel fest, daß die Buren nach wie vor Glencoe umringen und die englischen Truppen bereits zur Räumung Dundees mit Hinterlassung ihrer Verwundeten und zum Zu­rückweichen aus ihrem Lager bei Glencoe zu der südlich davon gelegenen Bahnstation Glencoe Junktion (an der Abzweigung der Seitenbahn nach Dundee von der Hauptlinie Ladysmith- Neweastle) gezwungen haben. Kurz zusammengefaßt be­stätigen alle neueren Depeschen den Eindruck, daß die Lage auf dem Kriegsschauplatz in Natal sich folgendermaßen ge­staltet hat: Während verhältnismäßig kleine Abtheilungen der Buren sich zunächst bei Glencoe, dann bei Elandslaagte den weit stärkeren britischen Truppen entgegen tellten und letztere festhielten, hat die Hauptmacht der Buren, nachdem die Egenbahnverbindung zwischen Glencoe und Ladysmith durch Sprengung der eisernen Eisenbahnbrücke bei Wischbank end­gültig unterbrochen war, die Umgehung und Einschließung der brilischen Truppen vollendet, sodaß jetzt General Aale bei Glencoe Junktion mit 3503 Mann, General White in Ladys- mith mit 8003 Mann, ohne mit einander in Verbindung treten zu können, von den Buren eingeschlossen sind. Die Stellung General Aales, der vor der Uebermacht der Buren unter Joubert erst Dundee, darauf auch Glencoe und sein bisheriges Lager daselbst aufgeben und sich, wie erwähnt, süd­lich nach Glencoe Junktion konzentriern mußte, scheint eine sehr prekäre zu sein. Um so weniger glaubwürdig klingt die heutige Meldung der „Daily Mail" aus Kapstadt, wonach General Aule am Dienstag die Vereinigung mit General White etwas nördlich von Ladysmith bewirkt hätte.

Das englische Kriegsamt erhielt Telegramme von General Wyite, datirt aus Ladysmith von Dienstag Abend 9 Uhr: Eine gestern hier eingegangene Meldung ergab, daß die Buren in beträchtlicher Zahl und in ausnehmend starker Stellung westlich der Hauptstraße von Ladysmith nach Dundee sich fest­gesetzt haben. Ich erhielt ebenso die Nachricht, daß unsere Truppen in Dunsee, die früher von General Symons, jetzt nach Laoysmith zurückgehen auf dem Wege über Beith und die Thäler von Wischbank und des Sonntagsflusses und heute im Sonntagsflußthal eintreffen sollten. Ich zog mit einer starken Kolonne aus, um die Bewegung Aales z>a decken. Der Feind wurde etwa sieben Meilen 0011 Ladysmith entdeckt in einer von Natur aus- nepmend starken Stellung westlich der Straße. Als der Feind unsere Vorbereitungen sah, eröffnete er das Feuer aus ernem Geschütz mit großer Präzision. Unsere Artillerie er­widerte bald und brächte bas Geschütz zum Schweigen. Unsere

Truppen wurden sodann beordert, einen Höhenzug zu besetzen, parallel zu der Stellung des Feindes, aber näher an der Straße. Ich beschränkte mich, den Feind genügend zu engagiren und somit zu verhindern, gegen Aales Truppen etwas zu unternehmen. Gegen 2 Uhr war das Feuer im Wesentlichen beendet.

Weitere Berichte vom Kriegsschauplatze lauten wie folgt:

Paris, 2 >. Oktbr. Es hat sich hier ein Comits, ge­bildet, welches für die Unabhängigkeit der beiden südafrikanischen Republiken mit allen Kräften eintreten will. Oberst Monteil ist General-Vertreter des Comites.

Pckkis, 25. Oktbr. Die Regierung sandte einen Offizier nach dem Kriegsschauplatz in Südafrika ab, um die englischen Operationen zu verfolgen.

Prris, 25. Oktbr. Dr. Leyds erklärte einem Redakteur der „Patrie", die Buren seien fest entschlossen, bis zum letzten Athemzuge für ihre Freiheit zu kämpfen. Ihr Wahlspruch laute: Tod oder Freiheit. Dr. Leyds drückte die Zuversicht aus, daß die Großmächte die Republik unterstützen werden und warnte vor den aus englischer Quelle stammenden Be­richten.

starte, 25. Oktbr. Von Dr. Leyds nahestehender Seite wird versichert, die Westgrenze des Oranjestaates und Trans­vaals würden gut genug vertheidigt sein, um ein englisches Umstellungs-Manöver, welches nach der Landung neuer eng­lischer Truppen vielleicht versucht werden könnte, zu verhindern. Die Buren haben aus ihren Fehlern gelernt und manche Dis­positionen sind abgeändert worden.

London, 25. Oktbr. Wie verlautet, empfing General White die Weisung, in Defensive zu verharren, bis er durch mehrere Regimenter, die in Durban Ende der nächste Woche eintreffen werden, Verstärkung erhalten habe.

London, 25. Oktbr. Aus Oranje-River wird gemeldet, der Ort Klipdam wurde von den Buren genommen. Der britische Resident, sein Adjunkt und sein Bureaubeamter wurden gefangen genommen.

London, 25. Oktbr. Man hält hier für wahrscheinlich, daß Glencoe und Dundee bereits in den Händen der Feinde sich befinden.

London, 25. Oktbr. Nach Privatmeldungen aus Kap­stadt bestätigt es sich, daß General Aule eine schwere Nieder­lage erlitten hat.

London, 25. Oktbr. „Daily Mail" veröffentlicht ein Telegramm, wonach General White sich mit General Aule vereinigt hat. Eine große Schlacht zwischen den vereinigten Engländern und den vereinigten Buren bei Ladysmith steht bevor.

London, 25. Oktbr. Ein Telegramm aus Simla be­richtet, daß ein Regiment eingeborener Truppen und eine englische Batterie unter dem Befehl eines Oberst nach der nördlichen Grenze abgegangen seien, weil dort ein Aufruhr unter den Eingeborenen herrscht.

London, 25. Oktbr. „Daily Telegraph" berichtet aus New-Aork, die Frage der Mobilisirung der amerikanischen Flotte werde augenblicklich in New-Aork erörtert. Das Blatt sagt, die Gerüchte von einer bevorstehenden Mobilisirung seien wahr­scheinlich dadurch hervorgerufen, weil von einer Intervention der europäischen Mächte im südafrikanischen Kriege die Reoe sei.

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London, 25. Oktbr. Das gestrige Gefecht des Generals White bei Rietfontein, unweit Ladysmith, war etwas blutiger, als die offizielle Depesche von heute Nacht vermuthen ließ. Der heutigen offiziellen Liste zufolge wurden ein Offizier ge- tödtet, sechs Offiziere verwendet, 12 Soldaten getödtet, 87 Soldaten verwandet. 3 Soldaten wurden vermißt. Heute wurde eine Liste von Offizieren, die in Gefangenschaft der Buren sein sollen, veröffentlicht. Diese nennt einen Ober­leutnant, einen Major, einen Hauptmann der 18er Husaren sowie einen Hauptmann und fünf Leutnants der Dubliner Füsiliere. — Ein vorstehende Nachricht ergänzendes Tele­gramm lautet: ^

Lindorr, 26. Oktbr. Die vorgestrige Schlacht bei Rietfontein, bei der die Engländer 12 Todte und 59 Ver­wundere hatten, war überaus erbittert, da die Buren sehr stark und in fester Stellung waren. Eine ganze Schwadron der 18. Husaren mit 7 Offizieren und dem kommandirenden Obersten Möller wurden gefangen genommen. Nach einem Telegramm aus Ladysmith, welches vom Sonntag datirt ist, werden aus Glencoe noch bedeutend heißere Kämpfe gemeldet. Das sei nur ein weiterer Beweis, daß General Aule eine schwere Niederlage erlitten hat. Ueber die Kämpfe um Kim- berley wird gemeldet, daß, trotzdem die Engländer Ende voriger Woche wiederum gesiegt haben, die Stadt von""allen Leiten eingeschossen und von jeder Bahnverbindung abge- schnitten ist. — Nach einem Telegramm aus Kapstadt ist die Kugel aus der Wunde des Generals Symons herausge- zogen worden. Der General befindet sich wohl. — Ver­schiedene englisch: Blätter behaupten, daß die Zahl der Buren­truppen in Natal 30 000 Mann betrage. Das ist offenbar übertrieben, um die englischen Schlappen als unvermeidlich hinzustellen. — In Portsmouth traf eine Ordre ein, mit Ueberzeit an der Fertigstellung der Reserveschiffe zu arbeiten. Die Arbeiten werden Tag und Nacht fortgesetzt.

Link>Stt, 21. Oktbr. Die Meldungen über die Kriegs- Operationen in Natal liegen nur äußerst spärlich vor. Das Gefecht, welches in Rietfontein zwischen dem General Wyite uno den Oeanjeburen stattgefunsen hat, scheint ziemlich ernst gewesen zu sein. Man berichtet von 19 Tosten und 98

Verwundeten auf Seiten der Engländer. Darunter soll sich auch ein Oberst befinden. Man nimmt an, daß die Generale White und Aule ihre Streitkräfte vereinigt hatten. Die „World" bringt hierzu ein Telegramm, daß bei diesem Ge­fechte der Oberst des Regimentes, Cloucester, gefallen ist und außerdem 20 Offiziere getödtet oder verwundet worden seien.

London, 26. Oktbr. Ein Spezial-Korrespondent des „Standard", der in die Gefangenschaft der Buren gerathen war, aber während der Schlacht bei Elandslaagte entfliehen konnte, erklärt, unter den Buren befänden sich eine große Anzahl englischer Unterthanen holländischer Abstammung aus der Kap-Kolonie.

London, 26. Oktbr. Die bei Elandslaagte geschlagenen Burentruppen bestanden meist anS Johannesburgern. Dieses Kontigent halten die Buren für das beste ihrer Armee.

London, 26. Oktbr. Der „Times"-Korrespondent be­richtet aus Mafeking unter bent gestrigen Tage, der Buren- General Cronje habe einen Brief an den Obersten Baden- Powell gerichtet, worin er sich wegen des Angriffes einer Ambulanz, welcher irrthümlicherweise geschehen sei, entschuldigt und den Austausch von Verwundeten vorschlägt'

London, 26. Oktbr. Der „Times"-Korrespondent meldet, daß der Platz Mafeking in den nächsten Tagen von den Buren bombardirt werden wird. Der Oberst Baden-Powell hat den Austausch von Gefangenen angenommen. Weiter be­richtet derselbe Korrespondent, daß der Buren-General Cronje eine Anzahl seiner Truppen zurückgezogen habe. Man glaubt, daß diese Truppen anderweit verwerthet werdon sollen. Mög­licherweise sei es aber auch nur eine Kriegslist, um die Truppen des Obersten Baden-Powell ins offene Feld zu locken.

London, 26. Oktbr. Die Blätter drücken ihre Ver­wunderung darüber aus, daß das Kriegsdepartement jetzt erst die Gefangennahme einer Abtheilung der 16. Husaren durch die Buren bestätigt.

London, 26. Oktbr. Ein in Natal eingelaufenes Telegramm aus Durban berichtet, daß bei der Ankunft der gefangenen Buren in Ladysmith auch drei Fahnen der­selben, welche bei Elandslaagte erbeutet wurden, eingebracht worden sind.

London, 26. Oktbr. Aus Kapstadt wird gemeldet, daß der Resident der Stadt Mazeru abgereist ist, um mit den Führern der Basutos zu berathen. Die Proklamation des Präsidenten des Oranje-Freistaates, Stein, zirkulirt auf geheime Weise unter den Basuto-Häuptlingen. Die Buren stellen^ darin die letzten Gefechte bei Glencoe und Elandslaagte als Siege ihrer Truppen dar.

Das Bürgerliche Gesetzbuch, vir.

Die Haftung der Gastwirthe.

Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch unterliegen den be­sondern Vorschriften über die Haftung lediglich Gastwirthe, die gewerbsmäßig Fremde zur Beherbergung aufnehmen. Es fallen also hierunter nicht Kaffeewirthe, Restaurateure und Stallwirthe wegen der bei ihnen eingestellten Thiere und Wagen, auch nicht Vermiether von möblieren Zimmern, In­haber öffentlicher Badeanstalten rc.

Die Haftung des Gastwirths erstreckt sich nur auf die Sachen, die von dem Gaste eingebracht werden. Der Gast­wirth hat dem Gaste allen Schaden zu ersetzen, den der Gast, sei es durch Leute des Gastwirths oder durch andere Gäste oder durch Dritte oder durch einen nicht als höhere Gewalt anzusehenden Zufall an den eingebrachten Sachen erleidet. Der Gastwirth wird jedoch von der Haftung befreit, wenn er beweist, daß der Schade von dem Gaste, einem Begleiter des Gastes oder einer Person, welche der Gast bei sich ausge­nommen hat, verursacht worden oder durch die Beschaffenheit der Sachen oder durch höhere Gewalt entstanden ist. Hier­nach erleichtert das neue Recht die Haftung des Gastwirths; denn nach dem geltenden Rechte ist der Gastwirth nur dann nicht haftpflichtig, wenn der Gast den Verlust oder die Be­schädigung der Sachen nicht bloß „verursacht", sondern „ver­schuldet" hat.

Die wesentlichste Milderung erfährt jedoch die Haftung des Gastwirths bei Werthsachen. Nach dem geltenden Recht haftet der Wirth für die von dem Gaste eingebrachten Werth - sachen in derselben Weise und unter denselben Voraussetzungen wie für andere Gegenstände. Hiergegen haben sich die Gast­wirthe mit besonderem Nachdruck und mit Erfolg gewandt. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch tritt nämlich eine unbe­schränkte Haftung für Geld, Werthpapieren und Kostbarkeiten nur bann ein, wenn der Wirth die Werthsachen in Kenntniß ihrer Eigenschaft als solche zur besonderen Bewahrung über­nimmt ober weniger die Aufbewahrung ablehnt oder wenn nachweislich der Schade von ihm ober seinen Leuten ver­schuldet wird. Liegt keiner dieser Fälle vor, so soll die Haf­tung der Gastwirthe ffür^ Werthsachen auf höchstens 1000 Mk. belaufen. Durch diese Fassung dürfte gleichzeitig den Inter­essen der Reisenden und der Gastwirthe gedient sein. Die Reisenden können sich sichern, indem sie ihre Werthsachen dem Wirthe zur Aufbewahrung übergeben; und der Wirth kann dann geeignete Vorsichts-Maßregeln ergreifen, um sich gegen den Verlust der Sachen zu schützen.

s Der Ersatz-Anspruch des Gastes erlischt, wenn der Gast nicht unverzüglich, b. h. nachdem er den Verlust oder die Beschädigung erfahren hat, dem Gastwirthe Anzeige erstattet. Trotz der Unterlassung der Anzeige bleibt jedoch dem Gaste sein Ersatz-Anspruch gewahrt, wenn er die Sachen dem Wirthe ausdrücklich zur Aufbewahrung übergeben hatte. In diesem Falle bedarf der Wirth der Anzeige nicht, da er, wenn er die Sachen aufbewahrt hat, auch nach längerer Zeit in der Lage sein muß, die Angaben des Gastes auf ihre Richtigkeit zu prüfen.