13 Oktober
Hanauer Anzeiger
Seite 5
Mo»,kn«r MenftmMchen. Hausfrau: „ möchte ich aber alle Ihre Zeugnisse lesen!"
Stellesuchendes Dienstmädchen: „Gott, müssen Madame viel Zeit haben!"
Böser Zufall. Dichterling (zu einem Bekannten): „Auf die Rezensionen darf man nichts geben! Auch meine Gedichte hat die Kritik'zufällig auffällig abfällig beurtheilt."
Drahtnachrichten des Hanauer Anzeiger.
Wien, 15. Oktbr. Der bekannte Geograph und Afrika- weisende Dr. Oscar' Baumann, bet seit mehreren' Pagen in einem hiesigen Sanatorium mit dem Tode rang, ist gestern Abend 8 Uhr gestorben.
Berlin, 13. Oktbr. Der „Lokal-Anzeiger" meldet aus Kopenhagest: Wie englische Blätter melden, soll der Zar bei seinem jüngsten Aufenthalt in Därmstadt sich einer gefichrlichen Operation am Gehirn "unterzogen haben, uw ein Geschwür entfernen zu'lassen. — Die Nachricht wird von competenter Stelle als völlig grundlos bezeichnet.
England und Transvaal.
Die Feindseligkeiten find in vollem Gange. Depeschen berichten uns darüber wie folgt:
Haag, 13. Oktbr. Ein hiesiges Blatt veröffentlicht
eine Korrespondenz, nach welcher die holländische Regierungbei bald aber wieder zurückgewichen sein, der russischen, französischen und deutschen Regierung Schritte
gethan habe, um dieselben zu veranlassen, die Vermittelung zur Schlichtung des Konfliktes zwischen' England und Traus- Daal zu übernehmen. Rußland habe abschlägig geantwortet unter dem Hinweis, daß ein Krieg Transvaals mit England -er russischen Politik nicht im Wege stehe.' Frankreich habe gleichlautend geantwortet. Es erklärte, je mehr Verwickelungen England sich zuziehe, desto besser sei es. Nur Kaiser Wilhelm soll sich bereit erklärt haben, einzugreisen. Er habe in- -eß darauf hingewiesen, daß dazu noch nicht der geeignete Moment gekommen sei.
Amsterdam, 13. Oktbr. Die Preise der Lebensmittel in Johannesburg und Pretoria steigert täglich. Die arbeiten- den Klassen leiden ganz besonders darunter.
Paris, 13. Oktbr. Zwischen Murawiew und DelcaD sollen Vereinbarungen in Bezug auf den südafrikanischen Krieg verabredet worden sein, über welchen mit Deutschland bereits eine Verständigung erzielt worden wäre, welche auch Asien betreffe.
Paris, 13. Oktbr. Der „Matin" erhält aus London
eine Zuschrift, wonach sich unter der Munition, welche für. i Südafrika bestimmt ist, auch eine große Anzahl Dum-Dum- Geschosse befinden. stadt besetzten 3000 Buren das Bogwani-Gebirge und
Loudou, 13. Oktbr. Nach Meldungen aus Lourenco .M Marques sollen die Buren unter die Pfeiler der Eiseitbahnbrücke von Komati-Poort Minen gelegt haben. Nach '' einer Privatmeldung aus Pketotia sagte General Joubert: Was
das Dynamit als Kriegstnittel bedeutet wird die Welt bald genug erfahren. -
London, 13. Oktbr. In Kapstadt wird eine starke Brigade aus Marinetruppen formikt.
London, 13. Oktbr. Offiziös wird gemeldet, daß für das' sichere Geleit des"'britischen Agenten' Greene duVch den Freistaat nach Kapstadt Mreinbakstngen' getroffen würden.—" Unter den Diplomaten, welche gestern das auswärtige Amt
besuchten, befanden sich der portugiesische Gesandte und Baron Eckärdtstein von der deutschen Botschaft.
London, 12. Oktbr. Mehrere Blätter melden, daß Capilüü' Hätriston, der britische Consul beim König von Abessyniew sich demnächst von Narseille aus nach Mch'ynien Anschissen wird.' Derselbe ist der Ueberbringer werthvoller Geschenke der Königin Victoria an Negus Menelik. Er wird denselben einlaben, der Königin einen Besuch zu machen, wenn er im nächsten Jahre nach Paris Zur Weltausstellung kommt.
London, 13. Oktbr. Aus Ladysmith wird telegraphirt: Die Engkander haben sich in der Vertheidigungslinie Ladysmith- Dundee aufgestellt. Man befürchtet dort eine doppelte UW- gehüng dieser Linie. New-Castle scheint gestern von den Buren noch nicht definitiv besetzt worden zU sein: Ein Kommando von 200 Mann' soll in die Stadt eingerückt,
London, 13. Oktbr.
Nach einer Meldung aus
Kimberley rückten die Truppen des Oranje-Freistaates bis auf drei englische Meilen an die Stadt heran. Der EiM- । bahnverkehr nach dem Norden ist eingestellt.
London, 13. Oktbr. Wie verlautet, geht, der englische: Feldzugsplan einstweilen dahin, nur den Buren-Einfällen entgegen zu treten und das Einbrechen in Transvaal zu verschieben, bis die Armee stark genug ist, Pretoria und Blömfontein einzunehmen.
London, 13. Oktbr. Die Blätter melden, daß die englische Regierung von heute ab die Censur über alle aus , Natal kommenden Telegramme verhängt hat. Dieselbe Maßregel wird wahrscheinlich auch über.Kapstadt verhängt werden.
London, 13. Oktbr. „Daily Telegraph" meldet aus ; Durban: M bestätigt sich, daß die Buren aus Charlestown ’ und New-Castle marschiren und daß sie Laings Nek und Jngögo besetzt haben.
j London, 13. Oktbr. „Daily Telegraph" meldet aus Kapstadt : Die Buren des Oranje-Freistaates hätten Harrismith
verlassen, um die Grenze zu überschreiten.
London, 13. Oktbr. Nach einer Meldung aus Kap-
führen dort Schanzen auf, die mit schweren Geschützen besetzt werden.
London, 13. Oktbr. Die vom Lord-Major eingeleitete Subskription zur Unterstützung der nach Kapstadt Geflüchteten beträgt bereits 150 000 Pfd. Sterling.
London, 13. Oktbr. Der Führer der Afritander-Partei der Mp-Kolonie berief den BündesTfoNgreß ein und sandte an den Präsidenten Krüger ein GluckwüNsch-Telegraimw
London, 13. Oktbr. In Pretoria "ist das Ständrecht proklamirt worden. Das Kap-Parlament hat ffch'vKiagi.
Pretoria, 13. Oktbr. Man erwärwt füff heute oder morgen die Proklamirung des Belagerungszustandes nicht nur für Pretoria, sondern auch für sämmtliche Plätze Transvaals. — Der Wortlaut des Ultimatums, welches am vergangenen Montag dem britischen Vertreter Greene überreicht worden ist, wurde an den Mauern von Pretoria angeschlagen und gleichzeitig Befehl gegeben, daß das Ultimatum auch in'den anderen Städten der beiden Republiken angeschlagen werde.
Das Recht der Frau
Es '-wird in unserer Zeit gar viel über Recht und > Pflichten- der Frau gestritten; was dem Einen erstrebens- werth scheint, ist dem Andern verwerflich. Ein Recht aber, das Recht, Leiterin der Häuslichkeit zu sein, wird der Frau widerspruchslos zuetkannt und wie aus jedem Rechte erwachsen chr auch aus diesem: Pflichten. Sie muß es verstehen, ihre Häuslichkeit schön und gemüthlich zu gestalten und sie mit rechter Sparsamkeit einzurichten. Ein Haupterforderniß dabei ist natürlich, die rechten , zu kennen für Alles, was in Gebrauch kommen füll. So wären ihr die Gasapparate aus der ältrenommirten Fabrik von Junker & Ruh aufs ■ Wärmste zu empfehlen, da sie sich-, wie allgemein anerkannt, als vorzüglich und sparsam vor allen Anderen bewährt haben. Die Junker u. Ruh-Gasapparate sind vom Stadt. Gaswerk in H a n a u praktisch ausprobirt und als außerordentlich sparsam brennend empfohlen worden. 15851
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Der durchschlagende Erfolg, deu die Apotheker E. Hammexschmidt's Rattenwürste (D. R.-P. 95277) als Massenmordmittel laut den zahlreichen von Privaten, Behörden bzw. Verwaltungen freiwillig eingeschickten warmen Anerkennungen beweisen, veranlaßt in jüngster Zeit die Konkurrenz zu Nachahmungen. Um sich vor minderwerthigen Präparaten zu schützen, achte man streng darauf, daß die Umwickelungen deu Vermerk tragen:
Deutsches Reichs-Patent 95277 (G.-M.-S 76024) und weise unechte Waaren zurück.
ZMWMßrMliW.
Im Wege her Zwangsvollstreckung sollen die im Grundbuche von Hanau, Band VIII, Artikel 461 auf den Namen des Ketten- fabrikanten, jetzigen Kohlenhändlers Gustav Adolf Schröder in Hanau eingetragenen, in der Gemarkung Hanau belegenen Grundstücke
Abth. I Nr. 1 L 241/107, Wohnhaus Lei- menstraße Nr. 7, 1 ar 74 qm,
Nr. 2 L 106 Hausgarten 1 ar 97 qm am 3. November 1899, vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht — an Gerichtsstelle — Marktplatz 18, Zimmer Nr. 14 versteigert werden.
Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird
am 9. November 1899, vormittags 9 Uhr, an Gerichtsstelle verkündet werden.
j5anau den 2. September 1899. 14234
Königl. Amtsgericht, Abth. 2».
Bekanntmachung.
Das Konkursverfahren über das Vermögen der Firma Kohlhepp & Ihm zu Hanau ist durch rechtskräftig bestätigten Zwangs- vergleich beenbigt und wird deshalb aufgehoben. 16078
Hanau den 11. Oktober 1899.
Königliches Amtsgericht, Abth. 2b.
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Zum 1. Januar 1900 ist die Stelle des Hauswart neu zu besetzen. Mit derselben ist ein Gehalt von 1000 Mark nebst freier Dienstwohnung verbunden. Geeignete Bewerber mit Zivilversorgungsberechtigung wollen ihre Meldungen unter Beifügung von Zeugnissen und eines selbstgeschriebenen Lebens- laufes bis nun 1. November d. J. einreichen.
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