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Hanauer Anzeiger
y. Oktober
Marktberichte.
^rantfert a. M., 2. Oktober. Amtliche Notirung der Stee martt-Preise. Zum Verkauf standen: 420 Ochsen, 33 Bullen, 700 Kühe und Färsen, (Stiere und Rinder), 271 Kälber, 558 Schafe um Hämmel und 1678 Schweine. Bezahlt wurde für 100 Pfd. Schlacht gewicht: Ochsen: a. vollfleischige, auSgemästete höchsten Schlacht Werths bis zu 6 Jahren Mk. 68-71, b junae fleischige, nicht amc gemästete und ältere ausgemöstete Mk. 64—67, c. mäßig genährt, junge, gut genährte ältere Mk. 60—63, d. gering genährte jeder Alters Mk. 00—00. Bullen: a. vollfleischige höchsten Schlachtwerthet Mk. 55—57, b. mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere Mk. 50—53 c. gering genährte Mk. —.—. Kühe und Färsen: (Stier, und Rinder): a. vsllfleischige, ausgemästete Färsen (Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwerthes Mk. 62 —64, b. vollfleischige, ansge mästete Kübe höchsten Schlachtwerthes bis zu 7 Jahren E. 57 dir 59, c. ältere auSgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jünger, Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) Mk. 45—49 d mäßig ge nährte Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) Mk. 36 —40 s gering genährte Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) Mk. 32—36. Be zahlt wurde für 1 Pfund Schlachtgewicht: Kälber: a. feinste Mast (Vollm. Mast) und beste Saugkälber 76—80 Pf., b. mittlere Mast und gute Saugkälber 71—74 Pf., c. geringe Saugkälber 58 bis 62 Ps., d. ältere gering genährte Kälber (Fresser) —.— Pf. Schafe: a. Mastlömuer und jüngere Masthämmel 60—62 Pf., b. älter, Masthämmel 50 - 54 Ps, c. mäßig genährte Hämmel und Schaf, (Merzschafe) 00—00 Ps. Schweine: a. vollfleischige der feinerer Massen und deren Kreuzungen im Alter bis zu l1/« Jahren 55 Pf, b fleischige 54 Psg., c. gering entwickelte, sowie Sauen ut b Eber 00—00 Pf., d. ausländische Schweine (unter Angabe dei Herkunst) —.— Ps. Bezahlt wurde für 1 Pfund Lebendgewichi: Kälber a. 46—48 Pfg, b. 42—44 Pfg, Schweine a. 43—44 Pfg — Aus Oesterreich standen 124 Ochsen 'zum Verkauf. Gcschäft gut. Ueberstard unbedeutend
Frautfarr a. M., 2. Oktober. Es notiren je nach Qualität: Westen, hiesiger und Wetterauer Mk. 16—16.25, kurhessische' Ulf 16.15-16.25, La Plata Mk. 16.75—17.75, russischer Mk. 17.50 bis 18.50, Redwinler Mk. 17.50—17.75, KansaS MH 17 50-18. Roggen, diesiger, Mk. 15.25-15.50, Pfälzer Mk. 17.75—18 russischer Mk. 16—16 25. Gerste, hiesige Mk. 17.-17.50, Pfälzer Mk. 17.75 bis 18, fränkische Mk. 17.60—18, Riedgerste Mk. 17.5 >—18 Hafer, bien^ci Mk 14—14 25, bayerischer Mk. 14-14.50, russisch-i Mk. 14—15, Mais mixed Mk. 10 35—10.50 Laolala Mk. 10.25 bis 10 50 Alles per luO Kilo netto effektiv loco hier. — Me^i unverändert sist. Es notirt nach Qualität: Weizenmehl hiesige« Re 0 Mk. 25—25.50, feinere Marken Mk. 28—28.50, Nr. 1 Mk. 24 bis 2410, feinere Marken Mk 25—25.5', Rr. ! Mk. 21—23.50, seiner. Marken Mk. 24—24.50, Nr. 3 Mk. 21—21.50, feiner. Marter Mk. 22—22.50, Nr. 4 Mk. 19—19.50, feinere Marken Mk. 19,50—20, Roggenmeyt, hiesiges Str. U Mk. 24 75—25 25 Dir. 1 Mk. 22.25—22 75, Nr. 2 Mk. 16.50-17. Alles per 100 Kilo inkl. Sack wco hier. — Futterartikel anhaltend starke Nachfrage und fest im Preise. Es notiren: Weizenichalen Mk. 4.55—4.65, Weizeickieu Mt. 4.65—4.75, Roggenkleie Mk. 5.45—5.55, Futtermehl Mk. 6.25—7.25, Biertreder, getrocknet Pkk. 5.15 —5.20 je nat Qualität. Alles per 50 Kilo netto effektiv loco hier
Gemeinnütziges
Wie werden Hühner rasch und gut gemästet?
An allen Hecken, Rändern und Mauern, ja auch an Steinhaufen, stehen als Unkraut die für Garten und Feld so unerwünschten Nesseln; diese Pflanzen mit ihrem Samen bieten ein außerordentliches Mastfutter in getrocknetem Zustande dar. Die dürren Blätter und Samen sind, zu Pulver gestoßen, mit Roggenmehl und Kleie unter Zuguß von Wirthschaftswasser oder dem Abguß von geschälten, gekochten Kartoffeln zu einem Teig zu kneten. Aus dem Teig werden handliche Nudeln hergestellt, die entweder durch Stopfung oder Vorwerfung in Brocken zum Verzehren gelangen. Nebenbei ist jeden Tag den Thieren dreimal etwas Hafer vorzuwerfen. Gesunde Thiere werden bei diesem Futter in drei Wochen überraschend fett. Das Fleisch ist zart, aber dabei kräftig und wohlschmekend. Das Sammeln der Nesseln ist mit Mühe nicht verknüpft, ebenso wenig deren Trocknung.
Litterarisches.
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uns immer, wenn wir die überaus praktischen Tongerschen Taschen-Albums zu Gesicht bekommen, und sie scheinen auch anderen Leuten zu gefallen, sonst läge uns nicht z. B. vom 1. Bündchen schon die 3. Auflage innerhalb eines Jahres vor. — Ist es der vorzügliche Inhalt, die reizende äußere Ausstattung oder nimmt das bequeme Taschenformat, hoffen Vortheile augenscheinlich sind, für die Albums so sehr ein? Wahrscheinlich Alles dieses zusammen. — Jedenfalls hat sich die Sammlung, trotz der Hochflut) der musikalischen Neuheiten Bahn gebrochen und das will etwas heißen.
Drahtnachrichten des Hanauer Anzeiger.
Berlin, 3. Oktober. Das Kais er paar trifft am Donnerstag Mittag von Rominten aus in Elbing zum Besuch Kadinens ein. Von dort erfolgt die Rückfahrt Freitag Vormittag 10 Uhr nach Elbing.
Hamburg, 3. Oktober. Als der gestern Abend von Norden kommende Zug mit Rekruten in den Klosterthorbahnhof eingelaufen war, stiegen viele Rekruten gegen den Befehl des kommandirenden Offizieres aus und blieben auf dein ersten Geleise stehen. Gleich darauf lief ein Zug von Blance- nese ein und fuhr in die Menge hinein. 3 Rekruten wurden getödtet, etwa 30 erlitten zum Theil schwere Verletzungen.
Paris, 3. Oktbr. In diplomatischen Kreisen verlautet, daß zwischen den Kanzleien Rußlands, Deutschlands und Frankreichs augenblicklich U n t e r h a n d l u n g e n über den südafrikanischen Krieg im Gange sind. Sobald die Feindseligkeiten begonnen und die Buren ihren Sieg errungen haben, werden die Mächte England ihre Vermittelung aufdrängen.
London, 3. Oktbr. Die Regierung wird beim Zusammentritt des Parlaments einen Kredit von 10 Millionen Pfund Sterling verlangen und hofft, daß die Liberalen wenigstens ihre Opposition nicht soweit treiben werden, daß sie sich weigern, diese Summe zu bewilligen.
London, 3. Oktbr. Heute ist wider Erwarten kein Minister rath, auch ist keiner für diese Woche in Aussicht genommen. Es verlautet, falls nicht die Buren die Feindseligkeiten beginnen, werde von englischer Seite kein entscheidender Schritt erfolgen, bis eine genügend starke Truppen- macht an der Grenze von Ratal versammelt sein werde. Das sei aber erst Mitte Oktober möglich.
London, 3. Oktbr. Pall Mall Gazette veröffentlicht aus Johannesburg folgende pessimistische Meldung: Die Buren haben Alles vorbereitet, um die nach Rhodesia führende Eisenbahn zu zerstören. Die Lage der englischen Truppen ist sehr kritisch. Thatsächlich besteht eine mangelhafte Organisation. Wenn nicht bald Verstärkung eintrifft, ist eine Niederlage unvermeidlich. In dem Telegramm wird noch hinzugefügt, daß in der ganzen Kapkolonie offenkundig Verrath getrieben wird.
London, 3. Oktbr. Aus Johannesburg wird gemeldet, daß die Telegraphen-Verbindung zwischen Johannesburg und Natal zerstört ist. — Die Times melden aus Mafeking: Die Waffen werden erst im letzten Augenblick an die Bevölkerung vertheilt werden. Die Unruhe unter derselben ist sehr groß, da die Buren große Truppenmassen an der Grenze ansammeln.
London, 3. Oktbr. „Daily Mail" meldet aus Cap- stadt, daß der Beginn der Feindseligkeiten für nächsten Freitag erwartet wird. Dagegen berichtet ein Telegramm des „Bureau Dalziel", daß die Buren die Feindseligkeiten an der Grenze bereits begonnen hätten. Englische Truppen, welche an der Grenze von Natal aufgestellt waren, sollen in das Innere Natals zurückgedrängt worden sein. Die Engländer haben augenblicklich nur 4500 Mann an der
Grenze und erwarten Verstärkung von Seiten des Generals White. Derselbe befindet sich an der Spitze von 8000 Mann. Bis dahin werden sich die Engländer defensiv verhalten.
London, 3. Oktbr. Aus sicherer Quelle verlautet, daß die Buren in Natal ein gedrungen und die Hauptplätze besetzt haben. Auch während des ganzen gestrigen Tages ist kein einziges Telegramm aus Transvaal an die englische Regierung eingelaufen. Man schließt daraus, daß die Transvaal-Regierung alle Verbindungsleitungen abgeschnitten hat.
h_______ M Schiffsbericht.
Hamburg, 29. Septbr. Der Dampfer „Sophie Rick- mers" von der Hamburg - Amerika - Linie ist vorgestern in Montreal eingetroffen.
Bremen, 29. Septbr. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Lahn" ist vorgestern in New-Iork eingetroffen.
London, 29. Septbr. Der Union - Dampfer „Scot" ist auf der Ausreise vorgestern in Kapstadt eingetroffen.
AdmeMt^EiMW.
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Todesanzeige
Heute Morgen verschied sanft nach langem schweren Leiden unser lieber Vater, Grossvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager, Onkel,
Herr Carl Weishaupt
im Alter von 62 Jahren.
Stuttgart, Hanau,
15463
3. Oktober 1899.
Im Namen der tränenden Hinterbliebenen
Emilie Krieg geb. Weishaupt.
Hofrath Dr. Krieg und Kinder«
Die Beerdigung findet Donnerstag, 5. Oktober, vormittags 11 Uhr, von der Leichenhalle des Hanauer Friedhofes aus statt.
Zu dem am 4. Oktober, abends 7'/, Uhr im Gasthaus „Zur großen Krone" beginnenden Stemtchyglll-siiekttlslls werden Anmeldungen vom Wirth des betr. Gasthauses entgegen genommen. f 15409 Der Sstnotachygraphen-Belcin ä ^ Hanau.
Impfung.
Ich impfe am Donnerstag den 5. Oktober, nachmittags 3 Uhr.
15442 Dr. Bergmann.
Häher Repfelioeia.
J. Amrhein,
15460 Reuwirthshaus.