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^«rww Unreiner-

29. September.

Titse, wurde aber in glücklicher Weise erhellen. Kopf und Arme stetsten in den Schutimassen, aber die Beine waren frei gehl eben, «n) er trat so lange an einen erreichbaren Balken, bis Feuerwehrleute ihn draußen hörten und ihn aus seiner Lage befreiten. Außer einer leichten Stirn wunde und einer Verletzung am Hinterkopf kam er ohne Schaden davon. Er wurde gerade heranszeschafft, als seine Mutter kam und sich an der Leiche 1 eines VaterS eine erschütternde Szene ab-

«<S» Lt«V^ «N0 Nttnvtrrw ^ptt««r.. Afftä.'de und ein Kunde habe ihr bivfbcp bemerkt, ihr Name

nschdruck unserer Satalarttfe mr mit Quellen«us«de „H«u. «ins/ we de mit großen Fragezeichen im Aat: genannt. Es sei ihr

gestattet.

Aus dem Gerichtssaal.

Sitzung des Schwurgerichts vom 28. Septbr. ~

Senner und M o rlo ck.Z Z

Ueber b-n Meineidsfall wird heute mit dem Verhör der

spielte. Feuerwehrleute kröche« unter großer Grfahr, so weit Zeuge« begonn n, von w:lch.-s die meisten bisj nigen sind, es giug, in die Trümmer hinein, aber ihren Rufen a«t- welche der Szene im „rothen Ochsen" in Pforzhei« anwohnten. wo.tete kein LrbesSzeichm, als laS deS Stuben. AuS dem Morlock war, nachdem er in Pforzheim anlangte, in die SeHtr, der in beiden Geschaffen ebenfalls ««gestürzt ist, Sophienstraßr Nr. 8 gegan en, um dortse bft Opific uS a«S-

rettete sich der Arbeiter Joh. Heines; nach der Katastrophe, die ihn unbeschädigt li ß wartete er noch de» Nachsturz ab und entkam dann durch ein Feuster. Sofort nach dem Un­glück eilte die gesammte Feuerwehr heran, ebenso wurde die Reserve-Feuerwehr alarmict. Die UnglückSstelle il durch eine zahlreiche Schutzmann schrft, darunter berittene Polizisten, ab- gesperrt, wird aber von dichten Menschevmeffen belagert. Die AufräumnvgSarbeiten schreiten, da Nichstürze za be­fürchten flub, nur lang am vorwärts. Die Hintermauern sind derartig auSgebozen, daß die anstoßende Bildhauerwerk- stätte des Herrn Morst polizeilich geschloffen werben mußte. Um 8 Uhr abends wurden die Feuerwehr! ute ab gelöst und 30 Z-mmerleate traten an ih-e Stelle. Die Reste des Ge­bäudes sehen gefahrdrohend aus, die schwere« eiserne« Anker sind herausgeriffen, von der rechtseitigen Wand steht nur noch der kleinere Theil, ferner ist das TreppenhanS stehen ge­blieben, die durch einen Lichthof in zwei Theile getrennte Rückwand wird eingeriffen werden müssen, wenn sie nicht von selbst fällt. Im Laufe d-s Rachmittrgs und AbendS er­schienen auf der Unglücksstelle die Verwan tea der Ver­schütteten, herzzerreißend um ihre Männer und Vater weh­klagend.

Münche«, 28. Septbr. Der Landtag wurde heute Nachmittag 2 Uhr durch den Prinzregenten mit einer Thro«-

findig zu machen, hatte denselben jedoch nicht asg troff n und kehrte dann im „rothe» Ochsen" ein. Ueber die Vo gänge

gelungen, in Pforzheim eine Uute iuchung von sich abzu- wenden und dadurch alles v rdächtige Material an sich zu ; bekommen. Es werde nicht behauptet, daß sie lauter Schund­waare gehabt, zweifellos habe sie auch gute Waare gehabt, aber d'e schlechte habe das Amt nicht passirt. Als sie auch über Pest rchiffbruch gelitten, sei dies daS Motiv geworden, ein Mittel zu finden, um die Hindernisse zu umzehe«. Ein Geschäftskunde schreibe ihr mit dürren Worten, sie habe ihm Waare mit falscher Punze geliefert und da habe die Ange­klagte, von der bezeugt werde, daß sie sehr eingeschränkt ge­lebt habe, zwei Mal die kostspielige Reise nach Wien unter­nommen, um diese Sache auS der Welt zu schaffen. Schließ-

daselbst berichte« die Zeugen ziemlich übereinstimmend wie lich sei denn doch daS Gebäude zusammengebrochen, als Kohn zu

folgt: Morlock kam schon stark betrauten in die Wirthschaft, wo er wegen seines auffälligen Benehmens alsbald die all­gemeine Aufmerksamkeit erregte. Er bestellte Wei«, bezechte sich noch mehr und die Gäste machten sich über seine Gebecden und ungereimten Redens arte« lustig. Er fragte bann nach dem Meh und dieser kam nach einiger Zeit auch in sie Wirth­schaft. Bekannte hatten ihn gerufen und gesagt, im „rothen Ochsen" sei ein Freund, den er 15 Jahre nicht zesehm habe, er kenne ihn von Müach:« her. Ja der W.rthschaft setzte sich Meh zu Morlock und nun begann Letzterer alles mögliche Zeug durcheinander zu reden. Morlock rief, setzen Sie sich

Gedlitzka kam mb sich beschwerte, er habe ihm Waare mit falscher Punze geliefert, was dies r sich zunächst verbeten habe. Red­ner erinnert an das Vor'ommniß im Wiener Pävzirnngs- amt und fährt fort, daß darauf in ca. 80 Geschäften Nach- suchnngeu gehalten und daß in 11 oder 12 Geschäften Waaren mit falschem Stempel gefunden wurden und daß gerade die- nur solche Geschäfte waren, die mit der Ange­klagten in Verbindung gestanden. In allen Aussagen sei das gemeinsam, daß biS 1895 die Waaren mit der Post ge­liefert wurden, dann aber die Angeklagte die Waare selbst gebracht habe. Für die Abnehm-r habe dies kein Bedenken

zu uns her, es kommt auf 50 Mk. n cht an; er hatte Wein gehabt, weil die Punze darauf war, sie hätten allerdings

und Gräser vor sich stehen und im Metz zum Mittrinkeu ein, was dieser aber ablehnte. D«auf sagte Morlock, er habe hier einen Brief, den solle Meh mit Ja oder N in beant­worten. Er komme direkt von Frau Seaver und M:H solle es ihren Verwandten zu L ebe thun, die seien sehr reich, er bekomme, was er verlangen würde. Morlock sprach dann von der Reise nach Wien und bemerkte, das waren doch nur

nicht ahnen können, daß sie falich war. Ferner, daß den Zeugen das ö'tere Kommen der Angeklagten ausgefallen und daß sie die Waare gleich witgebracht habe. Redner erwähnt das Verhältniß zu Geolitzka und erinnert daran, daß die den Kunden nicht p isse de Waare an das dortige Lager zurück ssing. Dies sp tle eine große Rolle, weil es dazu diene, den Lauf der Waare zu verdunkeln. Wieder auf den Füll Kohn

gemacht, wobei er mit der Hand gestikulirt». L tztereS soll rede eröffnet, welch: zunächst darauf hinweist, daß trotz d r sich auf den Stempel bkzogen haben. W.iter sprach er von gesteigerten Ausgaben das Budget ohne außerordentliche 600 Mk. und die Reise sei der Muse werth. Morlock war

Galanterie- und Reparaturwagen, sie haben doch auch nichts kommend, bemerkt der Staa Sanwatt, allein die- schon müsse

D ckaugsmittel «bgegliche« ist und daß außerdem auS den dabei so berauscht, daß er nicht mezr stehen konnte, den Meh Erübrignngen der Jrhre 1896 and 1897 erhebliche Vet äze verwechselte er schließlich mit andern Personen und seinen zu Abschreibungen und für einmalige außerordentliche Staais-! Brief mußte er wieder m'tnetzmea, da Meh die Annahme des- ausgaben verwendet werden können. Die Thronrede kündigt selben verweigerte. Er sagte, diejenigen, die etwas von ihm sodann verschiedese Gesetzentwürfe an, darunter solche be- wollten, sollten selbst kommen. Morlock bemelkt hierauf, treffend den weiteren Ausbau der Staatseisenbahnen, die Aus- daraus gehe hervor, daß er albernes Z mg gerebet habe, denn brettung des Lokalbahsuetzes und die Herstellung von Woh- er habe in Heidelberg nicht einmal mehr so viel Geld ge- nungen für das niedere Eisenbahnpersonal. Duich ein be- habt, um sich ein Zascklrgsbillitt zu lö en. Hierauf wild die soaderes Gesetz wird den Inhabern von Pfandbrrefeu der Beweisaufnahme geschloffen und nach der Verlesung der Bayrischen LandwirthschaftSbauk daS Vorrecht vor allen an- Schuldsrage beginnt der StaatSanwa't sein Plaidou-r. Nach derea Koskursgläabigern in Ansehung der Befriedigung aaS ein'gen einleitenden Bemerkunzen fü)ti derselbe aus, daß die den Hypotheken der Bask gewährt werde«. Andere Gesetz- Sache vor dem Kgl. Landgerichte in Hanau zur Verhandlung entwürfe stehe« im Zusammenhang mit dem Inkrafttreten des konme, sei ein reiner Zufall und dem Umstände zu verdanken, Bürgerlichen Gesetzbuches. Ferner wirb angeküntizt eine daß die Avgeklagt: im Jahre 1896 «ach H mau verzogea Revision deSvergg-setzeS, ein Gesetzentwurf über die ärztliche wäre, die Hmauer Industrie sei ohne Schulo daran. Es SiandeSorduung unb Ehrengericht-ordnung, ein Gesetzentwurf liege ihm fern, auf die Pforzheimer Industrie einen Stein zu

genügen, dir Augeklog'e zu überfüttert, weil die in Frage stehende Kiste noch unberührt war, die die falsch punzirte Waare enthielt und foKar die Faktura noch obenauf lag. Was die Angaben mit dem Ramschwaaren-Ageuten betrifft, so sei dies ebenfalls unvahischrinltch. Di.ser müßte dann gerade die 12 Geschäftskunden der Angeklagt-n getroffen hab « und es müßte der U tersachung möglich gew s n hüt, Spuren desselben zu treffm, das sei eben der so häufig auf- tretende „große Unbekannte". Zu alledem komme hinza, daß sie stets sofort auf tie Zurücknahme der Waa e und aus Ersatzleistangen eingegangen s-.i, obwohl sie sich damals schon in sehr beschränkten Verhältnissen befuaden habe, daß echt purste Oehichen an stark minserhallizen Herzen sich befän­den und hierzu die Aussage zweier Zeugen aus dem G schüft vorlägen, welche bekundeten, daß oi s bei S nner gemacht murse. Redner erinnert an die bei dem weitaus größten Taeil der Goldpuvze sich befin enden gleichen charakteristijchen Merkmale, ebenso wie bei den Silberwaaren. Sie habe am Schmuggel nichts Auffälliges gefunden, das gehe daraus her, vor, daß sie an Figdor lajrieb, „was nicht punzirungSfähig fei, gebende sie über Salzdurg zu schmuzgeln". Die Ein-

über Pferdeversicherung und erbliche Mehrfordernngen für ver- werfe«, und er w.ife deshalb darauf hin, daß es immer nur schiede«: Theile dck Bu'gets. Die Thronrede gedenkt der, Seuner'sch: Waare gewesen, die mit diesem Merkmal behaftet verheereuden Ueberschwrmmungen und des WohlthitizkeitS gewesen, eS handle sich um ein entartetes Reis an dem sonst labung Gedlitzka's, bei ihnen zu wohnen, habe sie nur abge

sinnes, der sich dabei in weiten Kreisen gezeigt hat und kündigt so blühenden Baum. Der Zeuge Landau, der über die Ua- lehnt, um ihr schmugglerisches Treiben zu verhüllen. 1895

auch staatliche Hülfe für die Geschä igten an. Zum Schlaffe zuverlässigkeit des fester PuvzirunzLamtes habe ötrncmiien einen Wilhelm Müller-Stempel arg (fertigen, sei gar keine " _' _ ' * ' " r _ _ " “ ' " f ‘ j Veranlassung mehr gewesen, sie habe da schon gar keine Ge-

wird dir gesegnete Ernte dieses Jahres, die rege gut® cktung sein wollen, gebe ihm Veranlassung, darauf hinzuweise«, daß

des Verkehrs, der Aufschwung von Handel und Industrie, sowie die gute Lr;e des GesammthaushaltS betont urd der Mansch auSzesp ochen, daß die Segnnazen eines dauernden Friedens auch fernerhin uns bewahrt bleiben.

die Uatersuchung den österreichischen BehSiden das beste Zeug­niß habe widerfahren lassen, es sei bewiesen, daß nicht das minseste Schlechte das Punsirungsamt paaren könne. In

schäßsoerbirnmug mit diesem mehr gehabt. Daß daS Post­buch von 1895 verschwunden, sei für ihn kein Z ifaH, auch nicht, daß der Fleck von fremder Tinte im Kopirvuch auf der

Pest beginne ja auch die untersuchemzSführende Thätigkeit, verdächtigen Stell: sich befinde und deß aus diesem zwei Er erinnere ba*an, daß die Angeklagte vom J hre 1894 83 älter falten. Sie sei bemüht gewesen, den Meh auf ihre Anstäade üher Austände gehabt, daß sie da Veranlassung ge- Seite zu ziehen und habe dadurch den Morlock durch seine nommen, ürer Pest zu schicken und sich darüber bei ihren Dummheit in ihr Schicksal verkettet. Dieser habe sich durch Kaud-n entschuldigte. Arer hier begännen ji auch bild die feine Trunkenbe t als kein oeeigneter Bote für derartige deli-

Pause h-elt P.osffs-r Dr. Cyum einen längeren Vortrag über die Erpebmff: derdeutschen Ti e fse e - Ex p ed i t io u mit der „Valdivia", worauf der Fürst von Monako (der im kinigl.che» Schlöffe auf Emlndung des Kaiser- Wohnung genommen hat — d. Red.) in französischer Sprache über seine diesjährige Exp edition in den ostgrön- ländische« Gewässer« unter lautem Beifall berichtete. Der Präsident banste beide« Redner«. Darauf wurde die Sitzung geschloffen. Heute Nachmittag finden Gr«ppev- fitzungen statt.

Aus dem RciHc der Eifindungm.^

Technischer Brief von Jnzenieur Lothar Maclsen.

Nachdruck verböte«.^

Hochofengrse. — Neue Heiz- und Beleuchtung«- mittet. — Metrische Konukmaße. — Eine neue Farbenpresse. — PatentklosetS. — Praktische Ver. werthung der Exkremente. — Fruchtpresse. — SpirituS- garkocher. — Die Nützlichkeit kleiner Erfindungen.

An keiner TageSerscheijUNg sind wir mehr in der Lage dea Fortschritt saierer Zeit zu bemerken, als in der rapide« Eatwicklung der Technik. Sie ist gewiffecmaße« der Maß­stab für unsere nervöse, schaelllebmbe Zeit, denn in ihrer V:rv)llks«ma«nz reifen die gewaltigsten Anforservnze« unserer verfeinerten und vrrwöhntea Kultur.

Von den bisher so gut mit garnicht beachtete« Materialien finden heute die Nebespropukte der Hochöfen eine ganz be­sondere Beachtung. Von der Verwcndusz der Eisenschlacke zu b;n verschiedensten g'w:rblich:n Zwecke« haben wir bereit­in einem der letzten Briefe gesprochen. H:«te wollen wir uns ein wenig mit den bei der Eisenschmelzaag entweichenden Gasen, die bisher absolut gar keine Bereutang für ben Fach­mann hatten, beschönigen. Seitdem die letzten offenen Hoch­öfen von der Bildstäche verschwunden sind, ist man auch

auf den Gedanken gekommen, tie enlwe chmdm G-se züc H iz- und Leuchtzwecke zu benutzm. Die Mündung deS OfenS wird durch eine Klappe v:rschloff:n, vor weich r sich eine Röhre befind t, die sich in eine Art KavalisatisnSsy'tkm verzweigt, dar zu einzelnen Keffeln und Heizöfen führt. G wö nlitz werden j tzt durch diese GaSh izung alle mit den Hochöfen in Verbindung stehenden Fabrikräamlichkeiten ge­heizt und beleuchtet, so daß für Wärme und Licht ' absolut nichts von der Betriebsleitung suSgegebeazu werden braucht. Die GaSmenge, die ein Hochofen spendet, in dem zugleich etwa 40 Tonnen Eisen geschmolzen werden, beträgt 61440 000 Kubikmeter, wenn man nun noch in Betracht zieht, daß aus diesen Gasen durch künstliches Absorbiren beträchtliche Mengen von Theer und Ammo«iak gewonnen werde«, so ist das Maß des gewonnenen Gases um so erstaunlicher, da mit dem Qaavtum eines Hochofens etwa eine Stadt von 300 000 Einwohnern zugleich gut versorgt werden könnt:, von den Nebenprodukten, unter denen an dieser Stelle ganz besonders sich maschinell hoch geschätzte Oele befinden, will ich ein anderes Mal reden.

Während diese neue Verwerthung der Hochöfen namentlich in England unb Schottland zuerst in ihrer ganzen Bedeutung gewürdigt worden ist, kam Deutschland erst langsam «ach. In Deutschland beschäftigt man sich lieber mit Kleinigkeiten und sucht namentlich jetzt den Amerikanern gegenüber den nationalen Standpunkt herauSzubeißeu.

So ist gerade in Bezug auf die Maßeinheiten neuerdings vom Verein deutscher Ingenieure in Berlin angeregt warben, auch das metrische System für die KonuS- bshrun;en d r Spiralbohrer einzaführen. Diese Anregung ist in Uebereinstimmung mit verschiedenen größeren Maschinen- bauaastalten geäußert worden, da es von den verschiedensten Seiten als unliebsam empfunden wird, daß für den deutschen Maschinenbau theilweise daS herrschende amerikanische System

gelten soll; aus praktischen uno lechntfch-n Grünsen zugleich will man sich hiervon befreien und einen eigenen heutigen Loh erkonus in Gemäßheit des in Deutschland geltenden Dezimalsystems einführen. Die neue Karsiabelle für die Konasspiialbohrer wird einheitlich in dem Verhältniß von 1: 20 herzest, llt werden, und so dem bei uns gebräuchlichen Metermaß angrpaßt werden, daß trotzdem in den kleineren Nummern eine Verwendung der bisherig-n Werkzeuge auch unter dem neuen System nicht ausgeschlossen sein dürfte.

Doch nicht nur in der Werkzeugmaschinenfabrikation sucht man unaufhaltsam vorwärts zu schreiten, sondern auch aus dem Gebiete des Buchdruckwesens. So ist jetzt eine Ma­schine für Farbendruck, die ganz Unglaublichts leisten soll, von einem russischen Ingenieur in St. Petersburg er­funden worden, deren praktische Verwerthung bireitS von einer Gesellschaft in die Hand genommen ist, die die neue Erfindung zur Herstellung farbiger Illustrationen für Zeitungen und Bücher gebrauchen will. Während bisher beim Farben­druck die verschiedenen Farben nacheinander augetragen werden mußten, und man mit der nächsten Farbenschicht warten mußte, bis die vorhergehende erst trocken geworden war, so werden jetzt sämmtliche Farben des zu vervielfältigenden Bildes durch eine einzige Zylinderdrehung gedruckt, und zwar werden so viele einzelne Platten auf der Zylinderob erstäche angebracht, als Farben zur Herstellung des Bildes nothwendig sind. Alle diese einzelnen Platten kommen nun nacheinander durch einen komplizirten Mechanismus und einer einzelnen Walze, der Komposttionswalze, in Berührung auf welche sie ihre farbige Zeichnungen abdrucken, und erst von dieser letzten Walze komml ba8 nunmehr fertig gestellte Bild auf das Pa­pier. Die bisherigen Ergebnisse sollen höchst vollkommen sein, unbeschadet der Menge und Mannigfaltigkeit der zur An­wendung gelangenden Farben, so daß die weitere Entwicklung deS Farbendruckes, also auch der Reklame und deS PiakateS,