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Zugleich U

Amtliches Organ Mr Htaöt- unö LsnSkreis Hanau

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Nr. 228

Freitag den 29. September

Si«rück«,g».

gebühr

für Stadt- und Land« kreis Hanau 10 ^ bi« 4gespaltene Garmond- zeile oder beten Raum,

Im Reklamen theil die Zeile 20 ^, für Auswärts 30 ^.

1899

AmMchrs. ^ta^torsie ^anau.

Bekkuutmachuugeu des Oberbürgermeisteramtes.

Bekanntmachung.

Die Lieferung von 300 oo ebm Packlagesteinen zum Ausbau . r Akademie-^^ . . , .

der Augnstastraße zw. ^^^^trafie soll vergeben werben.

24500 an den Wahlen betheiligt, fast 4000 mehr als bei und den RegierungS-PeLstdenien van BischoffLhausen in d n Harptwahle» im vorigen Jahre, und dadurch verhütet, Mindev.

daß das znölste von den 23 sächsischen Re chstagsmandaten s Berlin, 28. Septbr. Wie dieNationul-Zeitung" in die Hand der Sozialdemckraten gekommen ist. DaS ist hört, ist die Ernennung dcs Herrn V ctor Schoultz zum um so erfreulicher, als die Zahlen der fozialdemckratischen landwirthschaftlichen Atlach« in Petersburg thatsächlich Stimmen bekunden, daß die sozialistische Biwegu«g seither erfaßt.

weitere Fortschritte gemacht hatte. Wieder einmal hat sich semit gezeigt, was bei reger Wahlbetreiligurg und pflicht­treuem Zusammenhalten der bürgerlichen Parteien zu er­reichen ist.

erfolgt.

Verdingungsunterlagen liegen auf dem Stadtbauamt II in den Vormittagsstunden von 1012*/, Uhr zur Einsicht auf. ,,, _ » ,

Angebote sind bis zum Montag den 9. n. Mts., PalUifche Uttd NnpoUttfcke Nachrichten, vormittags 11 Uhr, ebendaselbst versieg'lt mit der Auf- Berlin, 28. Septbr. Der Kaiser begrüßte am schrist:Luserung von Packlagesteinen" abzugeben, zu welcher Dienstag Nackmittag nach der Arkunft auf der Rhede von Zeit bie|tlben im Beisein etwa erschienener Bieter geöffnet ~

Berlin, 28. Septbr.

Der Kaiser begrüßte am

Berlin, 28. Septbr. Die heutige Stadtoero'dueten- Versammlung hat beschlossen, dem Bürgermeister Kirschner für seine der Stadt Berlin geleistete« außerordentliche» Dienste einen Extrabetreg von 12,000 Mark zu gewähren. Der Magistrat wurde «sucht, der Bewilligung dieser Summe zuzustimmen.

Berlin, 28. Septbr. Zu der Blutthat in der Luisen- straße wird r och gemeldet, daß der Set über derselben, der

15 Jahre alte ArbeitSbursche Franz Weg««, bereits verhaftet

Danzig zunächst die Besatzung deS aus Ostasien heimge- Jahre alte ArbeitSbursche Franz Weg««, bereits verhaftet kchrten großen KreuzersKaistl" und bisichtigte hierauf den- l^ vltd die Tbat eingeftarbin hat. Er hat seiner Groß- felben. Abent s hörte d« Ka>s« an Bord d«Hohenzollern" - mutier, der er schwere Setzungen beibrachte, 6000 M-ik den Vortrag des Admirals Küster. Gtstern Morgen wolnte '« Werthpapieren nnb 100 Mark in baar geraubt.

der Monarch von 71/» bis 101/, Uh der Juipiziruvg des dem Gelde begab er sich zu einem Machen, wo er mit KreuzersKaiser" durch den Admiral Küster bei und hörte seinem Reichthum renommirte. Dem Nädche» kam bieg ver­spät« auf der Fahrt von Dansig nach Rominten die Vor- Mächtig vor und veranlaßte seine Serboftung. Von einer träge des Ch'ss des Milrtär-Kabiueis, von Hohuke, und anderen Seite wurde gemeldet, daß We-ner einen Mil­des Staatsftkreiärs des Reichsmarineamtes, Komre-Almiral schuldige« habe, Wegner soll aber bei seinem Verhör erkärt Wächter der Gemeinde Oberrodeubach bestellt und verpflichtet Tirpitz.

worden. | Berlin, 28. Septbr.

Hanau am 23. September 1899. Korreipondenz" veiöffeutlicht folgende Erk.äruug: Ja letzt r bau-Einsturz werden heute väh«e Einzelheilen bekannt.

werden.

Haua« den 26. September 1899. Stattbauamt II.

Leers.

15122

Ticiistnalhlilhtcn aus dem Kreise. _

Karl Peter II. von Oberrodeubach ist zum Nacht-

Die irtnifter teileBerliner

haben, er habe die That ganz allein verübt.

Mit

Köln, 28. Siptbr. U-ber den gestern gemeldeten Neu-

Tagesschau.

Eine Reichstags Ersatzwahl

Zeit finden sich in mehreren liberalen und konservativen Blättern allerlei Ar geben über das Verhalte« einzelner Minister zu der KanelF-age vrd zu verschiedenen damit in

An dem Hause Nr. 10 der Wolsstraße, schräg gegenüber dem Konserv torium, hatte der Architekt Jaseph Jansen für die Tkppiäfirua Hartmann u. Sarck ein großes vierköckigcS Hintergebäude als Lagerhaus errichtet und ratzezu vollendet; eben wurde die letzte Hand angelegt. Es war um die Zeit, in welcher nach der Mittagspause die Arbeit wieder zu be-

RetasStags Vpsntzwüyt. Zusammrnharg siebenten Maß' egeln der Siaats-Regieruvg,

In Pure hat der entfdeibmbe Gang der Reichstags- besonders in Betreff des Voigeheus gegen die politische« Be- , wähl stolißtsur den. Das cmiliefe Ergebniß liegt noch nicht ernten. Wir können auf das Sefismmttfie versich rv, daß vor. Die bisherigen Zühlungen von priotter,Seite simmen olle diese Mitthelrngln jeder tlatsächlicken Grundlage evt- tatm uberein, daß ier Artiseu it Letze genahlt und fein behren. Irgendwelche Uneinigstihn irnerhalb deS §taets- ,i vm gufuuiuicuium u»v »««^ umm ।m, «u u*»** sozialdeuokratiicher Widerpart Fräßdors im Hintertreffen ge- Ministeriums bestehen in keiner Weise, wie tern auch eile mit sich reißend. Zwei Monteure der ElektrizitätS-Gesell- Hhben ist. Dieser Wahlaukgang ist irseferv bewerkemwerth, Ministir für die in Rede st,her den Maßregln die gleiche schaft Weiter u. Co. wollt n eben den Bau betreten, konnten als die Antiieuitev vcr wenigen Mcnaten beretS feilst die Veravtwerturg traten. Die in ben ZeiturgkN hierüber mrt- aber noch rechtzeitig zur Seite springe«. In der ersten Hoffrurg auf Bthorptrvg des WohlkreiseS aufgegeben getheilt:n Einzelheiten sind völlig unzmreff nd.

heilen. Den Nur schlag harten diesmal die Freisinnige« zu, Bcvlitt, 28. S,P br.uetet vc ctit^ui g ciniyti' neu uuutit» cicuDtiitu wüten öiunaicuic, vc puyti »w geben, die im ersten Wahlgcng 1825 Stimmen ausbrechten, höhaer VernaltungSöwt« erfährt dieNational Zki ung^ Handlancer befdaftigt und zwar AUertz und dessen Sohn, währind die Sozialdl«ckraev 11571 urd die Antsemilln Folgendes: Der Regierungtz'Präsident von Oertzen- 10 662 Ctimmin erbie ten. An die Niederweijurg der Sigmaringen, von dem es hieß, er ne;be als Nechscl^er des Cozialdkwok«t>« war doher nur in dem Felle zu ientr, H«rn von Bitt r Direktor im Miniserium des Jrnern daß die freisinnigen baß Gros ihrer Stimmen dem Antilkwiten w«den, wird als Regierurgs-Präsident räch Düsseldorf ver- zuführte«. DaS ist nach AmweiS der Z ffer« g schetzen, f^tzt werden. Zum Regi«urgs Präsidenten in Posen toll der «t d der Ar.trfimit hat donit nicht nur bin Vor'pr ung der vortrcgende Ruih im Ministerium des Innern, Geheimer EoziaUewokrott« von 900 Ctiumen eirgebolt, sondern euch Ober-Regierungkrath von Hcllenffcr befnmmt fein. AlS vrch ein Mehr von etwa einem halb« Tavseud Srmmengünstige« Direktor im Ministerium des Innern rennt man erzielt Ir Sxesowmt bok,n sich von 30400> l«n e wa j-tzt den Reginuuxspräsidentkn von Dew'tz in Eriurt

ginnen pflegt, als plötzlich das Gebäude warkte, die Vorder­front zufammevsank und noch innen fiel, tun rechten Flügel

Berlin, 28. S,p br.

Etage, die bereits fertig war, befanden sich keine Leute, auf

Ueber dre Besetzung einiger den anderen Stockwerken warm Stulkaieure, Be putz« und

Wilms, Ltbensdott, Stephan Z-ud« und diffen Sohn Bal-

FeniUetsn

VII. internationaler Gcographcnkongrcß.

Berlin, 27. Septbr. Der 7 internationale Geo­graph«-Kongreß wurde heute Vormittag 101/* Uhr im Ab- geordnetenhause eröffnet. Der Sitzungssaal und die Tribünen waren übet füllt. Zwischen bltzende« Uniformen und schwarzen Fracks sieht man leuchtende Damentoiletten. Am BrndesrathLtische sitzen die Ehrenpräsidenten des Kon­gresies, die Minister, das diplomatische Korps, die Spitzen der Staats- und städtischen Behörden. Priuzregent Albrecht als Protektor des Kougnsies hieß die Er­schienenen Namens des Kaisers willkommen, dankte, daß ihm die Ehre geworden, zum Protektor des Kongresses ge­wählt zu werden, und wünscht, der Kongreß möge die mannigfaltigen bedeutungsvellen Gebiete der Wiffenschast weiter dem und der Kenntniß des Erdballs im Jnteresie aller ker weiteren Vorschub leisten. Sodann ergriff der Reichskanzler das Wort und begrüßte die Versamm­lung. Er dankte Namens der Reichsregierung, daß der deutsche Boden für den Kongreß gewählt sei. DaS Reich sei stets bemüht gewesen, der ihm von seinem erhabenen Begründer zugewiesenen Aufgabe der Wohlfahrt des deut­schen Volkes in der Förderung der Güter und Gabe» deS FriedenS ai$ auf geographischem Gebiete gerecht zu werden. Redner führt verschiedene geographische Unternehmungen in allen Theilen des Erdballs an, woran daS Reich sich betheiligt hat, nnd betont namentlich die Verdienste der Marine um die Tiefseeforschungen. Redner weist auf die Reichsinstitute hin, welche der Förderung der Wissenschaft gelten, namentlich die Seewarte in Hambu-g, die physi­kalisch-technische Reichsanstalt und die Erdbebeustation in

Straßburg i. E. Der Re chskanzler lenkt die Ävfmerk- samkeit auf die Hauptaufgabe des Kongresses, die Erfor­schung des Südpolargebietes, und betont, das die hier ge­troffenen Abmachungen ein langes internationales Zu­sammenwirken verbürgen, das wie der Wiffenschast nament­lich auch der friedlichen Anräherung der Nationen bei den Werken der Kultur und der Zivilisation dient. Der Kultus­minister Studt wies auf das Interesse der Unterrichts­verwaltung an den Bestrebungen des Kongresses hin und gedachte Alexander v. Humboldts, Leopold Buchs und Karl Ritters, welche die Erdkunde in Preußen entwickelt ten. Die preußische Regierung erkannte die Bedeutung der geo- grophi chen Wissenschaft an uub förderte nicht nur die Forschungsreisen, sie schuf euch Professuren für Geographie. Redner verbreitet sich über die einzelnen Aufgaben der Geo­graphie. Der wichtigste Gesichtspur kt sei aber der Werth der internationalen Arbeitsgemeinschaft. Somit habe auch dieser Kongreß eine über den Rahmen der anderen Kon- gresie hin ausgehende Bedeutung. Die preußische Regierung wünsche den Arbeiten den glücklichsten Erfolg, widme ihnen die größte Aufmeiksamknt und nehme dankbar die etwa gegebenen Anregungen auf. Bürgermeister Kirschner begrüßt die Versammlung Namens der Stadt Berlin, welche die Tagung hier als Anerkennung für die Leistungen der Mitbürger, nämlich der deutschen Gesellschaft für Erd künde, ausehe. Er wünscht dem Kongreß gutes Gelingen und daß allen Anwesenden Berlin gefalle.

Die Festrede hielt der Präsident der Geographischen Gesellschaft in Berlin, Frhr. v. Richthofen, welcher in umfangreicher Weise die bisherigen Errungenschaften der geographis i en Wisievschrft darlegte und sich eingehend über die Ausgaben des Kongnffcs verbreitete. Nach der mit lautem Beifall angenommenen Rede RichthofeuS dankte zu nächst der Vizepräsident der kaiserlich russischen geographischen

thasar, ferner Vogel und Christ, im Kcll« die Herputzer Heimich Reisen, Peter Bodeubach und Jos. Jenck. Zwei von ihnen, die Verputzer Vogel und Christ, beide verheirathete Leute, hat man als Leichen herausgeholt, die anderen liegen alle roch unter den Trümmer« begraben. Die beide« Leichen wiesen schwere Verletzungen auf; Kopf und Beine waren zer- quitscht. Der 13jährige Sohn deS geiödt ten Dozel hatte seinem Vater das Mittagsod oebreck'; er stürzte mt in die

Gesell chast in Pelereburz, Geh. Rath »f emen o ®, in fean zöstscher Sprache für den fieuudliche« Empfang. Hierauf er­griff der Prästreut der Royil G ogreph cal Society in Lon­don, Sir Siemens Markham, in englischer Sprache das Wort uxb brächte im Namen Englands den Dark für die ben Mitgliedern bei Kongresses beretete Aufnahme zum Ausdruck. Nachdem der Präfi»«t v. Richthofeu beide« Rednern für ihre Worte gedankt hatte, hielt Sir M a rk ha m- Loridon als Präfideut d,s permanenten Bureeui des letzten KonzreffeS eixe Ansprache, in welcher er sich über die Ergeb­nisse der letzte« Konzr,sie verbreitete, die Verdienste Deutsch­land?, ranentlich der Gesellschaft für Erdkunde, um die Förderang der geogrophische« Wiffenschast b.toute und den Wursch für das beste Gedeihen und Geli»g-n der Arbeit.» bei Kongresfts aus drückte. Schließlich legt Markham ben bis­her innegehabten Vorsitz nieder und übergab benfelten v. Richthofen. Dieser übernahm benftlben und verlas ein Telegramm an den Kaiser, welches solgevdermaße« lautet:

An Seine Majestät dem Kaiser und Körig. Romiuten. Der 7. internationale G,ographerkongreß, dessen Mitglieder sich aus allen Kulturländer« in der deutschen Reichsharpt- stadt versammelt haben, bittet Ew. Majestät, seinen ti-f- empfunbenen faxt auSsprechen z« dürfen für den aller- gräbigfttn Willkommensgruß, ben Ew. Majestät ihm durch den Mund seines erlauchten Protektors lei der heutigen Eröffnungfltzung habe« entbieten lassen. Unter der Aegite des huldvollste« JuteresieS Ew. Majestät hofft der Kon­greß sein die Rationen harmonisch verbiudeudeS Werk ge­deihlich zu fördern. Der Prästdeut des KonzreffeS : Frhr. ». Richthofe».^

DaS Telegramm wurde vo» alle» Anwesende» jebelnd ausgenommen und sodann einstimmig tas vom P äüdente« vorgkschlageue Sure an angenommen. Nach halbstündiger