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Viertchährlich
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Mr Ottlwfctig^ Sknatittni mit hn letreffenben Vstaufschla»
Die einzeln«
Hummer kostet 10 A
Einrückung». gebühr
für Stabb und Landkreis Hanau 10 ^ die 4gespaltme Garmond- zeile oder deren Raum, für AuswärrS 15 ^
Im Reklamenlheil die Zeile 20 ^, für
Auswärts 30 ^.
Amtliches Organ für Htaöl- unö LanöKreis Hanau
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage
Nr 213
Dienstag den 12. September
1899
Hierzu
Amtliche Beilage" Nr. 58.
Amtliches.
^anö&ret# ^artavu skelanntmachuvgen des Königlichen Landrathsamtes.
Der Metzgermeister Friedrich Wilhelm in Bergen beabsichtigt auf seinem Grundstück Karte 8. Nr. 752/636, Brandoerstcherungs-Nr. 267, in Segen eine Schlächterei einzurichten und zu betreiben.
Es wird dies gemäß § 17 der Gewerbeordnung mit dem Hinzufügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß etwaige Einwendungen gegen diese Anlage innerhalb 14 Tagen im Sekretariat des Kreisausschusses, woselbst auch Zeichnungen und Beschreibungen der Schlächlereianlage einzusehen sind, zu P orokoll erklärt werden können.
Nach Ablauf der Einspruchsfrist können Einwendungen nicht mehr berücksichtigt werden.
Zur Erörterung der rechtzeitig eingegangenen Reklamationen wird Termin auf Dienstag den 26. September 1899, vormittags 9 Uhr, in das oben erwähnte Sekretariat anberaumt.
Die Bethciligten werden zu diesem Termin unter dem Bemerken eingeladen, daß bei ihrem Ausbleiben gleichwohl mit der Erörterung der Einwendungen vorgegangen werden wird.
Hanau am 7. September 1899.
Der Vorsitzende des Kreisausschusses.
daß das Jahr 1900 ein Wendepunkt in ihren Verhältviffen sein wird. Wenn alle diese Leute enttäuscht würden, dann müßte die Enttäuschung eine furchtbare sein. Auch außerhalb Frankreichs ist eine Unzahl von Leuten finanziell am Erfolg der Ausstellung interessier. Die bedeutenden transatlantischen Schifffahrtsgesellschaften rechnen schon jetzt,mit einer außer- ordentlich großen Pussagierliste. Die Ausstellung steht vor
der endgültigen Lösung der Affaire in dir Rue Chabrol beschäftigen. — Es verlautet, die Regieru«; werde, falls die Verurtheilung deS DrepfuS eine endgültige bleiben sollte, nicht eine abermalige Degradation z»lasten, sondern die eiv- scche Streichung aus der Armeeliste veranlassen. Der „Figaro" schreibt: Die Affaire Driyfus wird jetzt für einige Tage in den Zustand deS Schlummers eintreten.
der Thüre. Die Unternehmer sind bereit, einzutreten. Wer- Inzwischen werde sich eine große republtkanische Konzen- den ihnen die Politiker den Weg frei geben?" tration vollziehen. Darum ist es ein vergebliches Unter-
nchmen, daß die Feinde der R'piblik so eilig auf das Kabinet Sturm laufen. Die „Lanterne" schreibt: Ueber den Fall Dr-yfus sowie über den Fall Meicier wird dsS bürgerliche
Politische und Rnpolitische Nachrichten.
(Depeschen-Bureau „Herold)*
Berlin, 11. Septbr. Der Kaiser hörte gestern im Schlosse zu Karlsruhe vor dem Gottesdienst die Verträge des Chefs des Civil-Kabinets von Lucavus und des Staatssekretärs von Bülow. Heute Vo mittag nahm der Kaiser die Verträge des Chefs d's Militär-Kabinets von H hnke und des Chefs
Gericht das letzte Wort sprechev. Dasielbe Blatt schreibt: Am Samstag Morgen seien 3 Richter für den Freispruch gewesln. Die Stimme des Dritten sei erst im letzten Zugen- bl ck für die Verurtheilung gewounen worden. — Clemenceau
A. 3925
v. Schenck.
14028
Ticnstmchrichtcll aus dem Kreise.
Gefunden: Ein kleines rothes Portemonnaie mit einigen Pfennigen. Ein rothes Schild mit der Aufschrift „Cigarren". Mehrere Handkäse.
Verloren: Ein Gebund Schlüssel (6 Stück).
Hanau am 12. September 1899.
schreibt: Aus Rennes Heimkehr ende Freunde versichern mir, d.s Generalstabes Grafen »(bluffen entgegen. ’ ’ ^ß gewiffe Generale mehrere Tage vor dem Urtheil erk.ärten,
Gerlit?, 11. S pt^r. Die Berathungm des Bundes-! daß Drey us m emem Müua ge^^ Korsika Mter- raths werden, wie die,,Kreuzzeitung" meldet, gegen Ende dieses "^ ^1^ <^ hatten sie Kenr.tniß erlangen können, beror Monats wieder ausgenommen. Der Bmd-Srath wird das U ttzetl gefproäen war? Es hat al>o ein Hard.-l
zunächst mit den geschäftliche« Beschlüssen, Veländerungen Nattgefunben, um dem Unichuleizen ta§ sieben auf Kosten im PersoriLlbeftande, mit der Neubildung der einzelnen Aus-i ^wer Ehre zu lasse^
schüsse u. f. w. zu besassen haben. Das Plenum wird sich^ Paris, 11. Seplbr. ^^rhel) des Mm lermms in erster Linie mit den Äusführungs-Bestimmu'-pen zu dem ^dm gest rn und heute wiederholte Besprechungen über blaut 1. Januar 1900 in Kraft tretenden neuen Jnvaliritäts- durch die V-rurtyeiluug Driysus' geschsffene Lage statt. Die Versicherungsgesttz zu beschäftigen haben, das neue Veisicherungs- ^^^ ^ wovon elnzelne Blatter wiff
marken bedingt, deren Herstellung bereits in die Wege ge=: n ^L°rr n^ " ^^ vo.Handen zu fein, vielmehr ist man leitet ist en-schloffen, die Konstgaenz aus der Zweideutigkelt des Ur-
Berlitt, 11. Septbr. Ein B-i ichterstatter will erfahren i^UJ.^ Kneg^gerichls ö» ziehen und Dr.yfus sobald als haben, roß der Oberpräsident von Hannover, Graf Stolberg, möglich m Frechezu >ttz n. ^er »^eupS nnd das das Ob rprästdium in Potsdam an Stelle des verstorbenen ^Journal des ietats' verangen nt ^V-n heutigen leit v»n Aachendach übernehmen werde. Für Hannover sei der "^ kAn me Begna iguvg ^aeyluS durch den Prausenten Direkior im Ministerium des Innern, von Bitter, zum Ober- *er Republik. Ein solcher Guadenakt entspricht Mch weder Präsidenten ernannt worden. Das Obeiprästvium soll vorerst! ^" Wünschen Dr-ysas, noch den Absichten de^> Mmlueriums, Herrn von Bö-.icher ar-gebeten worden sein, der aber abgi-^-lmeyr stellt sich die S,tu.tlon, >« mau^Elass'g erfahrt, letnt habe und es vorziehe, in Magdeburg zu bleiben. Die für die R.gierung fotgenvermaßen dar. Nach A.nkcl 4 des Stauung dieser Angaben bleibt atzuwa ter. Geschis oom ö. Juni 187d genießt ein zu längerer Ge-
Berlin, 11. Septbr. In einer Reche nou Blättern ist sänZNitzhaft Verurtheckter^ ier die Strafe in einem Zellen- davon die Rede, deß innerhalb der Staats Regierung die Ab- öesangnlfl verbüßt, die Verguustigurg, lag d-e ^Ctrusdauer
Der „Temps" und das
Tagesscharr
Von -cr Pariser Weltausstellung.
Ueber die Bedeutung, die die Pa iser Weltausftrllung für
Handel und Industrie in Frankreich hat, und über den gegenwärtigen Stand der Vorbereitungen wird einem englischen Blatt aus PariS geschrieben: „Es ist unmöglich, auch nur eine annähernde Idee davon zu geben, was die Pariser Weltausstillung für Frankreich bedeutet. Man denke einmal
sicht bestehe, den Landtag bereits vor Weihnachten einzu^erufen. D ese Nachricht entbehrt, wie die „Norddeutsche Allgemein; Zeitung" aus zuverlässiger Quelle erfährt j^der Begründung. Insbesondere liegt dem neuen Minister deS Innern die Absicht, dem Staatsmimstcrium etwas derartiges vorzuschlagen, vollkommen fein.
Osnabrück, 11. Septbr. Gestern Nachmittag ging hier und in der benachbarten westfälischen Gegend ein heftiges
um ein Viertel verkürzt wird. Da.ch eine einfache administrative Vuordnung kann die Jnternirunz Dreysas' auf der Teufelsinsel als Zellenbaft angerechnet werden, sodaß seine zehnjährige Festungshaft, wovon ohnehin fünf Jahre verbüßt sind, um weitere zweieinhalb gekürzt wird und nur noch ein Viertel der Gesammtprafe ab.mbüßen bleibt. Nan bestimmt aber fernerhin Artikel 2 des Gesetzes vom 14. Aug.
1885, daß ein Gefangener, der sich gut führte, nach Ver- büßung der Hälfte der Strafe bedingungsweise freigelassen werden soll. Da Dreyius bereits drei Viertel der Strafe verbüßt und sich selbst nach Angabe seiner Folterer im früheren Kolonialministeriem gut geführt hat, ist seine
Unwetter ni der, bestehend in teteuteliden Niederschlä. en,
an das Jahr 1889. Da stiemten nahezu 30 Million in Hagel und Gewitter. Auf dem Lande wurde» arge Ver- Besucher nach Paris^ Sanzumilche Unternehmer glauben, toßputt£ eH anpe-icht-t.
an das Jahr 1889.
-p ,-^ - —,— ------- ^ ------ - 1 Osnabrück 11. Septbr. Auf einen P rsonenzug arf ruyeren ^otonlatmlnlsieru>m gm £e|^V 9«, l™'
der letzten Ausstellung wurden 50 Millionen Pfund von den der Strecke Osnabrück Bielefeld wurde ein Attentat ver- M° tige Fleilastung eine nothwendige admmtftratlve Konse-
deß sich im nächsten Jahre diese Zahl ver oppeln wird. Bü
Fremden in Paris ausgegebeu. Die Einnahmen der Theater sucht, indem Steine auf den Bahnkörper gelegt wurden. Ein W des unsren Urtheils des zweit n Kriegsgerichl^ Zu- m——‘ —^ k;« ' 7 r » ö gleich wird dadurch die jurfftische und moralische Wllkang
vermehrten sich um über 50 Prozent und die französischen Unfall wurde verhütet.
Etfenbahl en durften sich eines ungehmeren Gewinnes rühmen. Lemb-rg, 11. Septbr. D« ^^«um.^^pcuu.,^» „Frankreich", sagt ein begeisterter französt'cher Journalist, Berlins entlietz w'gm des Urtheils imDriysus Prozeß sämmt- „hat die fremden Mächte geladen, um nächstes Jahr in n^ französische Beamten.
Paris den Fortschritt der Menschheit während des letzten- ~ -
Iah-Hund rts zu feiern. Es bat 100 Mill. Frar cS ausge-! geben, um seine Gäste zu empfangen. Es sagt: Kommt in, unser Haus und Ihr werdet willkommen sein." Mittler-1 weile machen die Vorbereitungen zum Empfang der ausländischen Gäste Riescnfortsch itte. Die Behauptung, daß Frankreich nur den Fcrtschritt der Menschheit feiern^will, ist _____________________ ________
nicht so ganz wörtlich zu nehmen. Die Franzosen sind gute sitzenden deS Kriegsgerichtes in RenneS, Obersten Jouaust Geschäftsleute und geben ihr Geld nicht wie Wasser auS, um seinen Dank abgestattet für seine Haltung während des Dreyfus- den Triumph der Wissenschaft und den Fortschritt der Kunst Prozesses.
zu feiern. Für die Millionen, die sich im nächsten Jahre Paris, 11. Septbr. Aus RenneS wird gemeldet, daß ..-,....• ... v~r- u-,-a- -:- ., - - . ■ ■
über PariS ergießen dürsten, werden auch entsprechende An- wähiesd der Dauer deS Dreufus-ProreffeS rund 10 Millionen Juli von 11 bis 1 Uhr geöffnet. »te wurde in der Zert forderungen gest llt werden. Es wäre für beide Theile gut, - - * ' ~ ...... " “"^ 1ÖÜQ “^ — —
wenn daS Gelingen der Ausstellung von 1900 nicht durch Unruhen in Frankreich in Frage gestillt werden wird; gut für die Besucher, die aus allen Welttheilin kommen werden; gut für die Pariser, deren enorme Einsätze auf dem Spiel stehen. Ein Mißlingen der Ausstellung würde der wirih- schaft iche Ruin zahlloser Franzosen sein. Auf den Aus- stellungSgründe« sind ganze Arbeiterheere mit der Errichtung der kolosialen St baute beschäftigt, welche die Bewunderung der ganzen Welt erreg n werden. Ueberall wird der Grund
Der Vetroleum-Grubenbesitzer bt8 U theils nicht beeinträchtigt, sodaß die Revisionsbe- ^er ^krroieumvsruoenokptzer ., 7 ( .._= ^.«rnä K-in^na« n-rli^-n künn-n.
Lemberg, 11. Septbr. Bei P'uhow stießen zwei Züge zusammen. Em Passagier wurde schwer, sieben leichter ver-
wundet.
Bttdapest, 11. Septbr. Auf dem Mikolzer Maröver- felde schlug der Blitz in ein Z lt. Vier Soldaten wurden gelöstes, zehn verwum et.
Paris, 11. Seplbr.
General Mercier hat dem Vor-
Paris, 11. Septbr. Aus Rennes wird gemeldet, daß
zu neuen Unternehmungen in kleinem oder größerem Stil gelegt. Der kleine Arbeiter und der Millionär sehen mit denselben Erwartungen dem kommenden Jahre entgegen. Handelsleute, die nichts mehr zu verlieren haben, glauben fest,
mühurgen seitens Driyfus nicht an Eindruck verlieren können. Ob der morgige Ministerrath bereits die entsprechende Ent- schiitung trifft, oder sie b:s nach dem Urtheil des Resistous- raths vertagt, bleibt abzuwarten. (Frkf. Zig.)
Aus Etadt- ««v Landkreis HsKSU.
Kachdruck unserer Lokalurtike! mir mit QueLea-us-Ke .H«n Ak^' gestattet.
Stadtbibliothek zu Hanau.
Beritt pro 1898/99.
Die städtische Bibliothek war in dem abgelaufenen Jahre wie bisher pbm Mittwoch, Samstag und Sonntag mit Ausnahme der hohen Festtage und einer 14tä§igen Pause im
vom 1. April 1898 bis 31. März 1899 von 7770 Per-
Worte telegravhirt worden sind. t— — -r------- . -
Marseille, 11. Septbr. Seit drei Tagen herrscht in fönen besucht, die 11646 Bande entliehen.
der Umgebung ein furchtbarer Waldbrand. Derselbe hat sich bereits auf 20 Äil.meter ausgedehnt. Soldaten und die gesummte Feuerwehr von Marseille sind an Olt und Stelle, um deS Ft«erS Herr zu werden, leider bis jetzt ohne Erfolg.
Nachklänge zur Affaire Drehsus.
Paris, 11. Septbr. Morgiv wird ein Ministerrath unter Vorsitz deS Piäfidente« Loubet, der erst nach demselben wieder nach Rambouillet zmückkehrt, abgehalten. Die Regierung wird sich, wie verlautet, mit den juristischen Folgen deS Spruches deS Renner Kriegsgerichts sowie ferner mit
Verlorcn wurde kein Buch, trotzdem daß auch von den
dem Bibliothekar nicht bekannten Personen keinerlei Bürgschaft verlangt wurde. $5» ■' k^d ^
Die von der städtischen Lesegesellschaft statutengemäß an die Stadtbibliothek übergezangenen Bücher, desgleichen die auS städtischen Mitteln im Betrage von 548 Mk. neu an -schafften Werke, — unter Letzteren ein Ksuversations-Lexikon von Meyer, — wurden der Stadtbibliothek emverlcibt. Letztere um fußt zur Zit ca. 15 000 Bände.
Als Geschenke gingen ein:
1. Bon Herrn Professor Dr. v. B ü n g e n e r seine Schrift: Das LandlrankeuhauS zu Hanau.