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AGe auswärtigq ®Na*Rtm mit Man ktreffenben v»ftaufschla^
Die einzeln«
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für Stadt- und Landkreis Hanau 10 ^ die 4gespaltene Garmond- zeile oder deren Raum, für Auswärts 15 ^.
Im Reklamen theil die Zeile 20 ^, für Auswärts 30 ^.
Amtliches Organ für Staöt- unS LsnSKreis Hanau.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Rr. 208
Mittwoch den 6, September
1899
Amtliches cSanö&ret^ jbanau. Bekanntmachungen des Königlichen Landrathsamtes. In Hörstein (Kreis Aizenau) ist die Maul- und Klauenseuche erloschen.
Hanau am 4. September 1899. Der Königliche Landrath. V. 9023 I. V.: Graf v. Unruh, Reg.-Asseffor.
schon vorher die zur Parade hinausfahrende« Fürstlich- vallerie-Brigade (1. Hannov. Drag.-Reg. Nr. 9 und Schlesw.- keiten lebhaft begrüßt worden waren. Der Hofzug ging Holsteinisches Dragoner-Regiment Nr. 13), sowie daS Fuß- mit Dienerschaft und Gepäck weiter nach dem Houptbahnhofe artillerie-Regiment v. Holtzendorff, 1. Rheinisches Nr. 8, Straßburg. , '”' ' ’ ~ ‘ ~ ~ "
endlich die aus dem Feldart.-Regr. Nr. 15 (ohne reitende
Schon längst vor der festgesetzten Paradestunde bewegten Abtheilung) und dem Feldart.-Regt. Nr. 31 bestehende sich ausgedehnte Kolonnen von Wagen und Fußgängern in 15. Feldart.-Brigade; den Schluß der Aufstellung bildete "das Train-Bat. Nr. 15. Im Ganze« standen 30 000 Mann in Parade.
der Richiung drs Paradefeldes. Auf bem Wege hinaus
Dienstnachnchte» aus dem Kreise.
Gefunden: Ein Paar braune Strümpfe. Ein runder und ein viereckiger Griffelköcher. Ein großer Hundemaulkorb. Von der Post hier abgegeben eine Ansichtskarte und eine 3-Pfg.-Marke.
Hanau am 6. September 1899.
konnte der in Straßburg zum ersten Male weilende Fremdling sich überzeugen, daß die Stadt heute das schmückende Beiwort „rounbeifdön* wirk ich verdient. Die Kontraste, die sich aus der kolossalen Entwickelung der neuen mit der Altstadt ergeben, sind von ganz eigenthümlichem Reiz. Die ausgedehnten Universitätsbauten bilden einen Stadtthcil für sich, aus dem die Kuppel der Sternwarte hervorragt; mit der Bibliothek im Verein liefern diese gewaltigen Bauten den
Der erste Vorbeimarsch, den die Leibgendarmerie des Kaisers und der Kaiserin eröffnete, erfolgte bei den Fußtruppen in Kompagniefronten, bei der Kavallerie in Er kadronsfronten, bei der Felder tillerie in Batteriesrovten, beim Train in Zügen, Falles im Schritt. Der Kaiser nahm den Vorbeimarsch an ' einem Punkte, der in etwas schräger Rittung zur Tribüne
lag, auf, sodaß man, zumal die Sonne direkt auf dem Ge- Beweis, daß das Reich es sich angelegen sein läßt, daß ficht der Zuschauer lag, etwas im Schauen beeinträchtigt unter den Anforderungen der militärischen Sicherheit das
Tagesschau.
Äiautf^ou.
Ueber Unruhen im Hinterlande vo« Kioutschou wurden vor einigen Tagen aus englischer Quelle Alarm-Nachrichten verbreitet. In Berlin war an amtlicher Stelle nichts bekannt, was zu derartigen beunruhigenden Meldungen hätte Veranlassung gebin können. Inzwischen ist aus Pekmg nähere Aufklärung erfolgt. Es Hasen keine Unruhen statt- gefunden, es sind keine Chinesen erschossen worden, und unsere Gesandtschaft in Peking hat überhaupt nicht einzugreisen brauchen, geschweige, daß sie in d e Lage gekommen wäre, der chinesischen Regierung ein Ultimatum zu st llen. ES hat nur wieder einmal ein englisches Rschlichten-Büreau geflunkert. Das wird noch ösier Vorkommen, und die deutsche Presse braucht sich dadurch nicht aus der Rahe bringen zu lassen.
Transvaal.
Der Gesandte der Transvaal-Republik für Europa, Dr. Leyds, beiläufig bemerkt, ein in seiner Art ebenso schneidiger Draufgänger, wie auf der englischen Seite der Kolonialminister Chamberlain, läßt in einer Reihe von Blättern eine Aeußerung des Präsidenten Krüger verbreiten, wonach dieser den Krieg in Südafrika für unvermeidlich hält. Es ist nicht ausgeschlossen, daß Krüger in einem Briefe an L yds etwas Derartiges geagt hat. Ob aber die Veröffentlichung dieses Ausspruches im gezenn artigen Zeitpunkt für die Beurtheilung der Buren-Polirik günstig wirkt, ist eine andere Frag». Die Engländer erhalten dadurch Gelegenheit, auf das Bestehen einer burischen Kuerspartei mit Dr. Leyds an der Spitze Hin- zuweien und die Verantwortlichkeit für den Ausbruch von
geistige Leben nicht verkümmert. Keine Summe scheint zu hoch genesen zu sein, um nach dieser Richtung Gutes
und Großes zu wirken.
Im Allgemeinen wird sicher
Niemand geneigt sein, das in Straßburg besprochene Französisch für mustergillig zu erklären, in diesen Tagen der Küiseranwescnhett aber hört man viel Elegantes und Schönes
wurde. Die Fürstlichkeiten, eine starke Suite, die demschen und die Militärattaches von Amerika, Chile, Großbritannien, Japan, Italien, Oesterreich, Rußland, Schweden und der Türkei bilottm die Umgebung des Kaisers, auch der Wazen der Gemahlin des Statthalters Fürsten Hoheulohe hielt in der Nähe. Als der Kaiser persönlich sein Honnover cheS
Ulanen-Regiment Nr. 13, bei dem Generaloberst Graf Walder-
neben dem Einheimischen. Treibt schon die Neugier die see cotoyirte und Oberftallmeister Graf Wedel eingetreten war, Grenzncchbarn, herüber zu kommen, um den Kaiser zu sehen,
vorführte, begrüßte ihn die Zuschauermeuge abermals lebhaft.
besten energievolle Persönlichkeit ihnen in so hohem Grade___, ... ______ö _____________...___...___M7..3„O___
imponirt, so lock: die Truppenschau die Franzosen nicht vin- Baden führten das Königl. Sächsische 6. Jufanterie-Reziment der. Alle Gasihöse sind übersüllt und noch in der Nicht ' - — -
und heute früh mitten zahllose Spätkommende abgewiese» ____, „ „ _______, .... _______ I... ___________o________
werden; doch liefen sie sich nicht adschrecken und nahmen Großherzog Friedrich von Bade« (Rhein.) Nr. 7 vorbei, mit bescheidenstem Quatrier in den Nachbarorten vorlieb, um s Prinz Albrecht hatte als Inspekteur der 3. Armeeinspektion der Parade beiwohnen zu können. Unverhüllt gaben dtedaS Königs Ulanen-Reziment, Graf Haseler das zu seinem Franzosen schon beim Ausmarsch der Truppen zum Parade- Korps gehörige Dragoner-Regimeat cotoyirt, der Statthalter seid ihre Bewunderung über die stramme Haltung und das das Dragoner-Regiment Nr. 13 vorkeizeführt. Das Publikum gute Aussehen der Regimenter Ausdruck, und bei der Parade' folgte mit lebhaftem Interesse dem militärischen Schauspiel selbst ließen sie — eine durchaus fremde Erscheinung für fund schien den schmucken Jägern zu Pferde, die mit dem deutsche Zuschauer — einzelne Truppenteile nicht passiren, Husaren-Regiment Nr. 9 den Vorbeimarsch ausführten, be- ohne ihnen lauten Applaus zu spenden. Viele französische• sondere Sympathien zu widmen. Noch einmal setzten sich die Zeitungen haben Berichterstatter hier, auch französische Ojfi- Fürstlichkeiten an die Spitze ihrer Regimenter, beim zweiten ziere sind zugegen. Man hat sie veranlaßt, sich an einen Vorbeimarsch, der bei der Infanterie in RegimentSkolonnen, dazu autoristrten Herrn um Auskunft zu wenden, der natür--bei der Kavallerie und dem Feld-Artillerie-Regiment von lich in liebenswürdiger Weise seine Mission erfüllt. sHoltzendorff im Galopp, bei der 15. Felt-Artillerie-Brigade
Der Paradeplatz der schon zu französischer Zeit als Exer-: im Trab erfolgte. Nach der Kritik begrüßten der König von zierplatz benutzt wurde, zu verschiedenen Zeiten aber bedeutend - Württemberg und der Großherzog von Baden ihre Regi- erweitert worden ist, liegt in ziemlich reizvoller Gegend bei; menter; der Kaiser hatte ein Gleiches bei seinem Ulanen- Musau und wird nach einem nahe befindlichen Festungswerk Regiment Nr. 13 schon beim Abreiten der Fronten gethan. „Polygon" genannt. Heute war der Schwarzwald, der sonst! An der Spitze seines Ulanen-Regiments verließ der Kaiser wenigstens nach der einen Seite des Platzes einen wirksamen auch das Paradefeld, während die Truppen nach ihren Quar- landschastlichen Abschluß bildet, so verschleiert, daß er nur in tieren abrückten, aus denen sie morgen den Marsch zum
Auch der König von Württemberg und der Großherzog von
Nr. 105 resp, das 8. Württemberg. Jaf.-Rrgt. Nr. 126
Großherzog Friedrich von Baden uud daS Ulanen-Regiment
Feinds ligkeiten von sich abzuschieben. Dem Präsidenten Krüger ., , „ .„ , , w ,
?-,Iö»lich tarn -S faum eroün«t (dp, wenn man ihn als « i ^ ?? n Um’l|,m 'k^"."^ T"r?m 'TS ^°" "”*”"■ ......_____ . .
d,r t.k8«iB£I> Mta9 «Met len Surre H,NM 3«4 Smzm- und P-rad,platz dianm, st das t „ -
„Polygon" indeß sehr geeignet. Der Boden ist mit guter eine zurück nach der Stadt und durch Straßburgs enge
Dann ritt der Kaiser durch daS Spalier der Kriegerver-
fiellen versucht.
Die Kaiser-Manöver.
fester Grasnarbe bedeckt und bietet so Holt, ohne zu hart zu Gosse« mit den prächtigen alten Giebeln zum Kaiserpalast, sein; für gutes Sprengen hatte der Himmel in den letzten Stallmeister und Sattelmeister eröffneten den Zug, es Tagen gesorgt. Manche guten Leute sind der Ansicht, eine folgten die Leibgendarmen des Kaisers, alles ausgesuchte Parade biete genau das gleiche Bild wie die andere. Sie stattliche Vizewachtmeister, und die Leibgarde der Kaiserin.
Siratzburg i. E., 4. Septbr. Das Wetter war heute!
noch schöner und heißer als gestern. Während die Truppen haben gewiß insofern Recht, als die Leistungen der Truppen Die Lkibtrompete^ führten den silberbesranzten und bestickten zur Parate ausrückten und die Vereine mit ihren Fahren! wohl nie wesentlich von einander abweichen; immerhin'Behang an ihren Instrumenten. Das Musikkorps der avfmorfchirlen, durchströmten riesige Menschenmengen die s wirken Oertlichkeit, Wetter, Nebenumstände und nicht zuletzt Königs-Ulanen kam nun, voran der Paukenist auf einem Straßen. Viele Fremde sind eingetroffen, viele Famitien aus Zufälligkeiten so sehrz auf das Gesammtbild ein, daß dieses riesigen Braunen. Mit gezogenem Säbel der Kaiser, freund- den umliegenden Stätten, denn trotzdem der Kaiser nicht häufig genug davon beeinträchtigt wird. Ein im Moment lich dankend für Hurrahruf und Tücherschwenkeo, halb hinter selten hier ist, hat doch eine Parade über das Armeekorps des Vorbeimarsches schlepp werdender Flügelmann, ein'ge ihm der Großherzog von Baden und Generaloberst Graf seit langer Zeit hier nicht stattgefunden; und besonders zahl- stürzende Pferde thun der Tüchtigkeit der Truppe sicherlich Waldersee, die Herren der Suite, unter ihnen der Earl of reich ist die Landbevölkirang ve, treten, die Männer in leuch- keinen Eintrag, aber sie trüben den Eindruck und bringen Lousdale in seiner englischen rothen Uniform, die riesenhafte tend rothen Westen und schwarzen Jacken, Frauen und nebenbei den armen Kcmpagric-, Schwadron- oder Batterie-! Bärenmütze auf dem Harpt. Auf die Standarten der Reiter- Mädchen mit bunten seidenen Schürzen und Brusttücher«. Chef fast zur Verzweiflung. Heute ereignete sich, so viel zu regimenter folgten die Schwadronen der Köuigs-Ulauen, die Unter Glockenläuten und den Salutschüff n der Forts lies bemerken war, kein irgend störent er Zmischenfoll; Alles Fahneu-Kompagnie mit der RegimentSmusik und die Eekörender Kaiserzug kurz noch 9^2 Uhr auf Bahnhof Neudors ein, verlief genau programmmäßig und hat sicher die Zufriedenbeit Schwadron der blauen Rheinischen Husaren, gleichfalls mit wo der Statthalter Fürst zu Hoheulohe Langeuburz in der des obersten Kriegsherrn gefunden. Punkt 10 Uhr traf der! ihrem Musikkorps. Wiederum läuteten die Glocken der Stadt, Uniform seines Dragoner Regiments mit den Gererals- Kaiser auf dem Paradeseide ein, beim Borbeireiten an der! und die gelbe Kaiserstandarte stieg aus der ziegelgedeckten abzeichen sich zum Empfang eingesunden hatte. Der Kaiser, Tribüne sehr lebhaft begrüßt. Dos Abreiten der Fronten er- Kuppel des Kaiserpalastes empor, als Se. Moj stät um der über der Uniform seiner Königs-Ulanen daS Band des folgte in der üblichen Weise beim ersten Treffen vom recht,n, 2 Uhr vor demselben Halt machte und die Standarten und Schwarzen Adlerordens trug, begrüßte den Statthalter und beim zweiten vom linken Flügel auS. Es standen iv Parade Fahnen abbringen ließ. Ein fa.bengtänzendes Bild in die anderen Herren und küßte den Damen die Hand. Die-im ersten Treffen die 30. Division (Generalleutnant Stocher) lichter Mittagsonne, dazu die schmetternden Klänge der Erbprinzessin trug Trauer um ihren verstorbenen Bruder, und die 31. (zufammengestellte) Division, diese letztere besteht Präsentirmärsche, im weiten Halbkreis vor dem Palast die den Erbprinzen von Sachsen Kobmg. Die Herrschaften f auS der 61. und 62. Infanterie- und der 4. Fußartillrrie-, festlich gestimmte Menge. Seitlich neben dem Hauptportal durchschritten daS hübsche Empfangszelt und Se. Majestät Brigade (Fußartillerie-Regiment Nr. 10 und Fußartillerie- hatte eine Ehrevkompagnie Aufstellurg genommen, zusammen- bestieg mit dem Fürsten eine vierspännige Hofiquipage, um, Bataillon Nr. 13), sowie die Pioniere des 15. Armcekorps.' gesetzt auS sämmtlichen Jnfavterie-Truppeutheilen des X V. eSkortirt von einer Schwadron deS 2. Rheinischen Husaren- Im zweiten Triffen stand die zum Manöver gebildete Ka- Korps. Nach dem Vorbeimarsch der erwähnten Begleittruppen Regiments Nr. 9 unter Rittmeister Freiherr» von Uslar- vallerie-Division B, gebildet aus der 31. Kavalleriebrigade fuhr der Großherzog in sein Quartier im „Hotel de Paris^, Gleichen, noch dem Polygon zu fahren, eS folgten die mit- (3. Schlesisches Dragoner-Regiment Nr. 15 und 2. Rhein, der Kaiser ritt die Rampe des Palastes hinaus, stieg hier eingeir offenen Herren des Hauptquartiers uud der militärischen Husaren-Regiment Nr. 9), die 16. Kavallerie-Brigade (Ulanen- ab und begab sich in seine Gemächer.
Umgebung. Nicht enden wollende Hochrufe deS Spalter Regiment Großherzog Friedrich von Baden, Rheini cheS bildenden Publikums geleiteten den Kaiser, wie denn auch Nr. 7 und Königs-Ulanen-Regiment) ferner die 33. Ka-