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Amtliches Grgan für Staöt- unö LsnöKreis Hsnsu.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Nr 207

Dienstag den 5. September

1899

AMMches- ^faöt&ww ^anau. KekZMtmachungeN des Oberbürgermeisteramtes. Am Mittwoch den 6. Siptcmber 1899, nachmittags von 4 Uhr ab, findet im unteren Sitzungssaale des Neustädter Rathhauses, Zimmer Nr. 1, öffentliche Sitzung des Getverbegerichts statt, in welcher Parteien etwaige Strei- tigteiten, Klagen rc. zur Schlichtung anbringen können.

Sein Nachfolger, Georg Frei Herr von Rheinbaben, diese Veränderungen in den beiden Minifferposten in feiner* entstammt einem uralten Musischen Adelszeschlecht, daS durch lei Zusammenhang mit dem schwebende» Caw pfe um die

Königliche Ksbinets Ordres vom 21. Dezember 1881 und Kaualfrage stches. Die neuen Misister bei Innern und

22. September und 20. Dezember 1882 die preußische An- deS KulinS haben das mit einanber gtmein, daß sie beide erkennung des Rechts zur Führung deS Fresterrstitels er- seus der Besmtknlavsbahn hervorgingen und niemals politischen hielt; die Familie ist egangelifier Konsessiew. Der neue KS perschastk« angehörte«, auch niemals in das Partei- und

Minister wurde am 21. August 1855 als Sohn des Könizl. st

Hanau den 4. September 1869.

Der Vorsitzende des Gewerbegerichts. Dr. GebeschuS.

18664

Bekanntmachung.

Städtisches Elcktiizitätswnl.

Die alljährlich auszusührebde außerordentliche Revision des gesommten KabelnetzeS wird in der Zeit

vom 1. bis iucl. 15. September er.

Frättioustreibu verwickelt waren. Freiherr von Rheinbaben ist Jurist. Er hat in vergleichsweise kurzer Zeit die Stadien ron lern Hilfsarbeiter bei dem Oberpräfi ium in Schleswig-Holstein und dem Vortragenden Rrth im Finsuzministerium bis zum Regierungsprästvium in dem wichtige» Rezierurgsbezirk Düsseldorf, in welchrm er

preußischen Majors und Baiaillovs-KowmandeurS im Leib- Grenatier-Regimk«t (1. Braudenburgisches) Nr. 8 zu Frank­furt a. O. geboren, wo er auch das Gymnasium besuchte, um sich dann dem Studium der Jurisprudenz zu widmen. Bis zum Jahre 1898 ge orte Freiherr ron Rheinbaben dem Fin nz« Ministerium als vorlrog.-nder Rath an, um dann das Re- Freiherr» v. d. Recke'erfetz'e, durchlaufen. Im B-zi ke gierurgsPräsidium in Düffeldorf zu übernehmen. Aus der-iDüsseldsrf sieht man ihn sehr ungern scheiden. Ex-llenz selben Stellung wie sein Vorgänger im Amte ist er nun an Studt ist zlrichfalls Jurist. Als GerichtSoffeffor »urte er die Spitze des Mintsteriums des Innern b-rufen worden. L«ndrath i« Oboruik, später vortragesder Rath im $4ini* Freiherr vou Rheinbale» ist seit dem Jahre 1885 mit H-dwig Jtermm des Ji nern, Rezieruvgkpräsident in Königsberg, Frnin von Liliencron vermähl,; eus der Ehe gingen zwei Unterstaatsskretär bei der Verwaltung von EllaßLochrmgen, Töchter und ein Eo n hervor. Oberp äst.ent von Westfslen. Verhandlungen, welche in

Der bisherig Minister der geistlichen Uvterrichts- und der Zeit feiner Straß^urger Wirksamkeit »it ihm wegen Medizinal Angrlezer Heiter D Dr. Bssseist am 12. Juli 1832 U bernahme der Süllung des UvterstsatssekretariatS im Kultus- in Quedlinburg geboren. Nach cbfohixttm Studium der ministerium gepfiszen wurden, haben sich zerschlagen. Eine R-chis- und Siaarswifferschaften in H idelberg, Halle und i duuervde Eriure-uug an seine Ttätisk.it im Ministerium des

statifindeu.

Es werden in dieser Zeit sämmtliche Kabelstrecken auf

^^k^Ze» nechemander ausgeichaltet werden, was w»r hiermit Bxz^ wurde er 1858 Gu cktssss ss r. Von 1861 biS 1868 Innern bietet die von ihm und Exrllenz Braunbehrens war er als g, estich Stcllerß Roßluffcher Komwerrektor und bearbeitete Duauflage deS bekannte« Brauchilschen Kommen- 194.09 Konsistorialafftffor in Roßls thätig, trat 1868 in den preußischen' tars zu den VeiWaltungSreformzesetzen. Beide neuen Mirifter 1 " i Staetsdier st zurück. 1872 wurde er zum Oberpläfidiaüath sird konservativ, ohne jedoch extrem agrarischen o^er klerikale« in Hannover ernannt. 1876 a s Vortragender Rath in das Neigungen z« fröhner. Sie sind durchweg die Männer, die Kultusministerium, 1878 in gleicher Stellung in das Staats-! Autorität der Etaatsregieru-g nach innen wie aufj-n auf daS * ministerium berufen, wurde er 1881 zum Direktor, 1889 znm i Kräftigste zu wahren und e>sprießlich an der Aufgabe mitzu-

Gefunden: Eine Cigarren^pitze. Ein Paar Militär-, u,terstaatssekre är im Rtichsamt des Jinern ernennt. Als arbeiten, unter Äbfteßung extremer unb mehr dewagoischer , L!.^ jm ^ibruar 1890 der StaMrath zur Vorbereiiung der Ar-

weißer Rü,ch-. Ein kleiner gelber Kinderschuh. Eine wasserdichte Pferdedecke.

Verloren: Eine silberne Herrenremontoiruhr mit Gold­

rand und Kette. Ein blauer Kneifer mit Schnur.

Entflogen: Ein Kanariervsgcl. Hanau am 5. September 1899.

zur Kenntniß bringen.

Die Direktion.

J. V.: S ch l a g e t e r.

Dienstnachrichten ans dem Kreise

Handschuhe, gez. v. K. Ein weißer Kinderstrohhut mit breiter

beiterschutzges tz.ebung berufen wurde, fungirte Dr. Boffe als Stratsstkretär bei d.wselb r. Ein Jahr später wurde er Staatssekretär des Re chs-Just-zamtS ur d übernahm am 23. März 1892 an ©t He des zn'öckzetreter es Ministers Grafen v. Z-dl-tz-Dütz chter has preußische Unterrichts- ur-d Kultusmiuisteiium.

Dr. Boffes Nach'osg-r, Wi kl. G H. Rath Konrad

R ch ungeu die staals-rhaltend-v Elemente um die kaiserliche Etaudarte zu sammt In.

Berlin, 4. Septber. Zu dem Minisierwechsel schreiben dieNeuesten Nachrichten": Der Wechsel grade in diesen bessert Ministerien habe ohne Zweifel politische Tragweite

nnb den neuen Ministern, welche das Amt in sch verer Züt übernehmen, gehe j, der Ruf von Energie und Geschick »o aui«, daß indeff n ein politischer oder wirch'thätlicher

Studt, der bisherige Obe-prastdeut von Westfalen, wurde ______7

im Jahre 1838 geboren, ist al;s gegenwärtig 61 Jshre alt.! stündlich. Nach der ^Poft" dürfte eS nicht unwalrscheinlich

DkröHVI, tt, ^cpivi. ^ci y^muisun^ti^ti. wu^i v^ Er trat, wie über ihn berietet wird, 1858 in den Staats- sein, daß die mit der Lersuffans nicht in Einklaog zu

sannt; Kultusminister Dr. Bosse ist gemäß seinem dienst, wurde 1865 Gerrchtscsseffor und als fo'ier 1867 in bringende Wirkung, welche der Minister des Innern von

Ansuchen von seinem Amte unter Belessurg des Titels die allgemeine Verwatung üvernommen. 1868 wurde er der Ricke auf die Abgeordneten, welche zugleich Vecwaltungk- und RargeS eines Staatsministers, sowie unter Verleihung Lardrath des Kreises Oboruik. Herr Studt kam 1876 als hamte sink, versr chte, den unmittelbaren Anstoß za seiner

der Krone zum Großkreuz drs Rotten Adlerordeus mit Eichen- Hilfsarbeiter in das Mmisterium ees Jsnerv, 1880 wurde Demission gegeben hat. DieGermania" glaubt den neuen

laub entbunden. Ob erpräside«t Studt (West-!er zum Geheimen RevierunMaih und vorrragerd-n Rrth im> Miaister Freiberrn von Rh-inbaben Vertrauen entgegen* falev) ist zum S t a ats w i nist er und Kultusminister Ministerium des Innern ernannt. Zum R gier um? präsidertm! bringen zu können, aber auch von ihm muffe man erst ernannt worden. Der Minister des Innern, in KömgsberA wurde Herr Siu t im I hre 1883 ernannt. Thaten abwarten, welche die auf ihn gesetzten Hoffnungen v. d. Recke, ist gemäß feinem Ansuchen von seinem Im Jahre 1887 wurde er KaiserULer Nnterstastssekretär in rechifertigm.

Amte unter Belastung des Titels und RangeS eineS Siaats-!Elsiß Lothringen, und 1889 erhielt er die Berufang als Ober-i «Benenn, 4. Septbr. Der General-Ausstavd Ministers, sowie unter Verleihung dr8 GroßkreuzeS des Rothen prefioent der Piosinz Westfalen. In diesem Amte ist er bis der englischen Matrose« droht heute auf all n Schiffen Eng- Adlerordens mit Eichenlaub, entb und en. Regierung?- zu seiner Berufung als Kultusminister geblieben. Exc lleuz! lards auszubrechen. Dersrlbe ist das Werk des Syndikats präsident Frtzr. v. Rheinbaben (Düffeldorf) istStudt wurde in weiteren Kreisen bei Gelegerheit deS Berg-^xr englischitn Matrosen und wird, wenn er zum Ausbruch zum Staatsminister und Minister deS J«nern arbeiterstreikS besannt. Bei der neulichm Eröffnung des Dort- kommen sollte, für England von den größten und weit-

Rücktritt der Minister Boffe und V. d. Necke.

Berlin, 4. Septbr. Der ^Staatsanzeiger" wacht be-

Sy^em-Wech'el ooUftänblg ousgeschloff n sei, sei s-Ibstver-

zum Geheimen Regierunzmaih und vorrrager dm Rath im z Mivisier Freiberrn von Rhkinbabtn Vertrauen entgegen* tuisterium des Innern ernannt. Zum Silier um ? Präsidenten! bringen zu können, aber auch von ihm muffe man erst

wund-Ems-Kanals war er zugegen, wie er tenn auch öfter grhevdüen Folgen sein.

I Oporto, 4. Sepibr. Die Lage ist unverändert. General

ernannt morden. wuud-Ems-Kanals war er zuge«en, wie er tenn auch öfter grheudren Folgen sein.

chvstsv Wilhelm Eberhard Freiherr von der Recke Gelegenheit hatte, mit dem Msuarchen in Berührung zui Oporto, 4. Sepibr. Die Lage ist unverändert. General von der Horst wurde am 2. April 1847 zu Berlin als kommen, der, soviel man weiß, Herrn Studt als auSgezech-iUlmada, welcher die hiesigen Truppen kommaudire« soll, ist Sohn des früheren Ministerialdirektors und Wirklichen Ge- ineten VerwaltunAskeamten schätzt. In jaiiftische« uud Ver- - .......' "

Heimen Ober-Regierungs-Rathes von der Recke geboren. Er walturgskreisen ist Herr Stmt bejonders dadurch bekannt i besuchte hier das Königliche Wilhelms Gywuasiam, das er mit geworden, daß er gemeinsam mit dem Unterstaalssekrrtär im i dem Zeugniß der Reffe verließ, vm sich dem Studium der Ministerium dc» Innern, Excellenz Braunbehrens, eine sehr Rechte zu widmen. Schon mit 20 Jahre« erfolgte seine Er- geschätzte Ansgabe der Vclwülmngsreformgesetze vrran- nennung zum Auskultator; 1869 wurde er Gerichtsreferendar, galtet tat. ein Jahr später bei Ausbruch des Krieges trat er als Avamagcur beim 2. Dragoner Regiment ein. Im September PoMische N«d K«p0lttrsche RachrLchtM.

desselben JahreS bereits wurde er zum Leutnant befördert- tDeprschen-Bur^«« .Herold"

und D tblicb zunächst auch nach dem Ende des Feldzuges im: Berlin, 4. Septber. Der Oberbürgermeister von Polen, akrioen Heeresdienste. 1873 trat er jedoch els Gerichts- Witting, ist am Samstag aus der Durchreise nach Posen asfiffor wi-der zur Justiz über, der er in dieser Stellung noch vom Finanzministkr von Miquck empfangen worden. Die ein Jahr angehörte, um dann aus dem Richterstande auszu-iNational-Zeitung" meint, man werde in der Annahme nicht scheiden und sich dem Verwaltuvgrdierste der ReichSlaude zu- fehl gehen, daß es sich um erneute Besprechungen über »er­theilen zu lassen. In den Jahr-n von 1874 biS 1877 ar-j schieden« umsaffende Maßregeln handelt, welche die S aatS- beitete er als Hilfsarbeiter beim Bezirkspräfidium in Koimar Reziernvg in Ausführung ihres Kultur- und WtrchschaftS- unb als Kreisaffessor in Mülhausen i. E. 1877 ersolzte ProMmmS für die Ostprovinzm plant.

dann seine Ernennung zum Laudrath deS Kreises Eckernsörde;! Beelitt, 4. September Zum Mnisterwech'el lassen fi^ 1881 wurde er in daS Ministerium d.s Inner« berufen, wo>ieBerliner Polinschen Nachr? wie folgt aus: Nach er biS 1887 verblieb, von 1882 ab in der Stellung eine« unseren Erkundigungen hatte der Kuliu minister Dr. Bos se§ Geheimen RegierungsratheS und Vortragenden Rattzes. 1887 mit Rückicht aus sein Nervmlelden schon f it längerer Zeit übernahm von der Recke daS Regierungsprüstdium in Königs- den Rücktritt gewünscht. Wir hören ferner, daß St. M. je* Hera, 1889 das Regierungspräsidinm in Düffeldorf, ««d »o« stät der Kaiser über eine anderweite Verwendung deS Frel- dieser Slelluug wurde er 1895 alt Minißer des Innern an Herrn v. d. Recke im Höhe en StaatSdrenste, welche d.ffen Stelle des aus dem Amte scheidenden Minister v. Koeller Wünschen wohl in besonderem Maße entsprechen linste, Der- - .. . . - . . . .

na^ Berlin berufen. sügurg triffen wird. W,r brauchen nicht zu sagen, daß ist. Sodann wird ein gewisser Ceruuschi v.rnommen.

hier eingetragen. Die königliche Commission wird heute Abend Liffabon wieder verlaffm.

Alexandri«, 4. Septbr. Hier sind neuerdings mehrere

$eftfalle vorgekommen.

Tu«is, 4. S'pibr. Die am Hafen befindlichen großen Magazine wurden des NachtS durch eine Feuersbrunst zerstört. Der Schare« beläuft sich auf mehr als 20

Millionen. , ~,

Newysdk, 4. Septbr. DaS gelbe Fieber ist wiederum im Staate Loaisiana ausgebiochen. Ja New- OrleanS wurden 40 Fälle koustatirt, von denen mehrere tödtlich verlaufen sind.

Dredrsus vor dem Kriegsgericht in Rennes.

Ren«es, 4. Septbr. In der heutigen Sitzung des Kriegsgerichts, die um 61/» Uhr eröffnet wurde, beendigte zunächst Major Hart wann unter Ausschluß der O-ffmt- lichkeit seine Zeugenaussage. Die öffentliche Sitzung begann um 71/* Uhr"mit der Verlesung deS Demisstonsbriefes des vor einigen Tagen als Zeuge vernommene« Hauptmanns Brugöre, der bekanntlich in einem Briefe sich in heftiger Weise über die Zustände im fravzösilche« Heere geäußert hatte n*b infolgedessen als Offizier der Landwehr abgesetzt worden