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Vierteljährlich 3 .* 25 ^ G

Mir auswSrtigef

Betreffenben Psstaufschlag.

EinrückungK. gebühr

für Stadt- und Land« kreis Hanau 10 ^ die 4gespaliene Garmond­zeile oder deren Raum, für Auswärts 15 ^

Im Reklamentheil die Zeile 20 ^, für

Auswärts 30 ^.

Die einzeln« stammet kostet 10 *

Nr. 201

Amtliches Organ für Htaöt- unS LanöKrels Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Dienstag den 29. August

1899

Amtlich««.

(-Sattöftreis Äcmmt. Bekanntmachungen des Königlichen Landrathsamtes.

In Dudenhofen (Kreis Offenbach) ist die Maul- and Klauenseuche erloschen.

Hanau am 28. August 1899.

Der Königliche Landrath.

V. 8720 I. V.: Graf v. Unruh, Reg.-Asfissor.

§ta^ttoew ^anau.

BekaMtmachnugeu des Oberbürgermeisteramtes.

Am Mittwoch den 30. August, nachmittags von 4 Uhr ab, findet im unteren Sitzungssaale des Neustädter Rathhauses, Zimmer Nr. 1, öffentliche Sitzung des Gewerbegerichts statt, in welcher Parteien etwaige Strei­tigkeiten, Klagen rc. zur Schlichtung anbringen können.

Hanau den 28. August 1899.

Der Vorsitzende des Gewerbegerichts.

Dr. Gebeschus. 13234

Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung zu Hanau am Donnerstag den 31. August 1899, nachmittags 5 Uhr, im oberen Saale des Rathhauses. Tagesordnung:

1. Auslcosung der nach Ablauf der ersten 2 Jahre aus- scheivenden Stadtverordneten.

2. Aufnahme einer Anleihe von M. 500 000 bei der Kreis­sparkasse zu Wiedenbrück.

3. Jahresbericht des Gaswerks.

4. Besetzung der 2. Steucrblamteustelle und Versetzung verschiedener Beamten.

5. Annahme eines Hilfstechnikers beim Stadtbauamt II.

6. Erhöhung des Gehalts eines Hilfstechnikers von M. 125 auf M. 150 monatlich vom 15./8. 1899 an. (II. A. 26.)

7. Annahme von Hilfskanzlisten beim Sielbauamt und Meldeamt.

8. Herabsetzung der Pflichtstundenzahl des Direktors der gewerblichen Fortbildungsschule und Bewilligung von M. 1500 auf VII H. Titel I, 5 für 1899 zur Be­setzung der sreiwerdenden Stunden.

9. Nachbewilligung von M. 163.50 auf I, 2 für 1899. Vergütung für Reinschriften und Schreibbedarf bei der Oberrealschule, welche in 1898/99 auf Tit. VII, 2 nicht verausgabt wurden.

10. Nachbewilligung von M. 6 auf VII G. Tit. I, 4 für 1899. Reinigung der Räume in der Handelsschule.

11. Betr. Hausanschlußkosten an das Eleknizitätswerk.

12. Nachbewilligung von M. 33 auf VII E. Tit. III, 1 und von M. 5 aus VII E. Tit. III, 4. Reinigung der Räume der Knaben-Volksschule.

13. Nachbewilligung von M. 37.80 auf VII E. Tit. VII, 2 für 1899. Reisekosten für einen Lehrer bei Abhaltung der Lehrprobe.

14. Desgl. von M. 28.70.

15. Verwendung der unter VII, E Tit. VII, 2 für 1899 (Mädchen-Volksschule) aus geworfenen M. 400 bei der Knaben-Volksschule zwecks Einrichtung des HeilkursuS für Stotternde an letzterer Anstalt.

16. Nachbewilligung von M. 266.67 auf VII B, Tit. I, 18 für 1899. Vertretungskosten für eine erkrankte Lehrerin.

17. Nachbewilligung von M. 150 (jährlich v. 1./7. 1899 an) auf VII C, Tit. I, 16 für 1899, Mielhsentschä- digung für einen Lehrer.

18. Einführung des zweiten Nachtrags zum Normaletat für die wissenschaftlichen Lehrer der höheren Mädchenschule vom 1./4. 1899 an.

19. Nachbewilligung von M. 184.65 auf I, 2 für 1899 (aus Vorjahren). Reparaturen der Feuermeldeanlage.

20. Nachbewilligung von M. 177.47 auf I, 2 für 1899 (aus Vorjahren) zur Begleichung einer Rechnung deS ElektrizitätSwerkes.

21. Nachbewilligung vo« M. 1392 aus E. 0. Tit. II, 3 für 1899. Erstattung an die vereinigten städtischen Armenstistungen für Grundstücke, welche im Tausch an die Firma Hochreuther übergegangen sind.

22. Nachbewilligung von M. 150 auf VI C, 3c für 1899. Beschaffung zweier Aichkolben.

23. Delegirung zur 24. Versammlung des Deutschen Vereins dekorirt und war seit etwa 2 Jahren S natsprästdent in für öffentliche Gesundheitspflege zu Nürnberg am 13., Caffel. Oberlandesgerichrsrath Geheimer Justizrath Vüstwff 14., 15. und 16. September 1899. ~

24. Betr. Grundstückstausch mit B rnhard Reich.,...^... . ^..^, ^^ ^us^ci^isiyiy, j.oiu

25. Rechnung der städrtichen Sparkusse zur F ststellung der Appellationsgrrichtsrath in Paderborn und" 1879 Oberlandes Rechnung und zur Eutlüsteng des Rechnungsführers. ^--r^»--«^ -- rc t n=- ------- '""" - -^

orden 4. Klaffe, später wurde er mit rer 3. Klaffe desselben Ordens nebst Schleife dekorirt und zum Geheimen Justizrath ernannt. Landgerichttpröfident Geheimer Oberjustizrath Schultheiß in Marburg wurde schon zu Beginn der 60er Jahre Obergerichtsrath in Caffel und 1867 Nppellations- gerichtsrath. 1869 wurde er KreisgerichtSdirektor, erhielt 1872 den Rochen Adlerorden 4. Klsffe und übei nahm 1875 j eine Rattzsstelle beim Obertribunal. 1879 im Herbst siedelte Gefunden: Zwei Nickeluh,ketten mit 3 gelben Münzen 6:8 Landgerichrspräsiömt und Geheimer Oberjustizrath nach mit den Bildnissen der drei Kaiser. | ^'bmg über. H er erhielt er noch 1881 den Rothen Adler-

Verloren: Ein goldener Ohrring. Ein Damenporte-

U n 4V4 Uhr Sitzung des Rechnnngsprüfnngs Ausschusses, dazu Punkt 25 vorstehender Tagesordnung.

Hanau den 26. August 1899.

Der Stadtverordk-eten-Vorsteher.

Canthal.

13280

monra e mit ca. 50 Mk.

Zugelaufen: Ein stachelhaariger Hühnerhund, braun mit weißen Flecken, m. Geichl.

Zugeflogen: Ein Kanarienvogel.

Hanau am 29. August 1899.

WAs Mam- M^H Ear»ÄS^eiK HKKM?.» HMdrnÄ «userer LskalartM sur mit QueLeLangsSs »Hau Luz/ gestattet

Aus dem Gerichtssaal.

Sitzung der Ferienstrafkammer vom 28. August.

Körperverletzung.

Am 17. Mai d I- saßen in einer Wirthschaft in Stufen au mehrere Gäste, die sich über die Geschäfte der Handwerker in Stufen au

. . . mittagsfinnben zog ein aufcheineud schweres Gewitter heran,

Wagner Geilmg stgte dem Bauer Seipel, er verstände von derartigen ^ sich jedoch hier nicht entlud. Aus liukswa-nischen Orten Geschäften nichts und als Seipel gereizt erwiderte, nannte ihn der

andere einen «Simpelme-er". Seipel erwiderte auf diese Titulatur ^gegen melden unsre Koirespondenteu, . daselbst durch ......... " ' -......das Unwetter schwerer Schaden augenchtet wurde. Es liegen

unterhielten und dabei schließlich in Streitigleilen geriethen. Der

auch nicht gerade in gewählten Ausdrücken und die Sache spitzte sich immer mehr zu, Geiling ergriff ein Porzellanfeuerzeug und drohte, es dem Seipel auf den Kops schlagen, stellte es aber wieder hin. Darauf fielen ncch einige gereizte Redensarten und schließlich nahm Seipel sein Bierglas und schlug es dem Geiling auf den Kops, wo­mit die .Unterhaltung" ihr Ende erreicht hatte. Seipel erhält für diese Bekräftigung seiner Ansicht 14 Tage Gefängniß.

Un gewüth licher Käufer.

Der Bauer Sepan zu Poppenhausen kam zu dem Metzger Köhler daselbst, um mit ihm über den Ankauf von Dünser zu verhandeln. Zwischen Käufer und Verkämer entspann sich während der Unter­handlung ein Streit, der schließlich von Seiten des Sepan in Thät­lichkeiten ausartete. Er trat die Ehefrau Köhler mit Füßen und räumte dann das Feld, ober nur, um in das nächstgelegene Wirths­haus zu gehen, um sich wahrscheinlich noch etwas Kourage anzu- trinken, denn er kehrte wieder nnd sctzie das Skandaliren in ver-

stärktem Maaße fort. Dem Köhler sowohl als seiner Ehefrau rückte Noth ein seit 3 Jahren an Siechtdum leidender Greis ge- er mit einem Lattenstück auf den Leib, damit Schläae austheilend, rettet werd n. Da auch die Telephonleitung durch Blitzschlag von denen auch der Heine Enkel der Köhler ichen Eheleute etwas

bekam. Das Schöffenaericht zu Weyhers hatte den Sepan zu zwei Zerstört war, mußten dt- Feuerwehren, zu ^ügesherm* und Monaten und einer Woche Gejängniß verurtheilt; seine Berufung Oberrodcn Mittelst Feuerrettern nqumit werden. Beide

Wehren erschienen rasch auf der Brandstelle mußten sich

hiergegen wird verworfen.

Unangen ebme Gäste.

.m L"SL"^N,L^:^ WM»« ^^t- baranf M.U« b«

Hamburger daselbst ein, unter dem Vorgeben, sie hätten eine Arbeit i drohenden Weiterverbrettuvg des geroautgen ?yeuet8 Einhalt in Langenselbold übernommen und wollten eine Zeit lang da bleiben.! zu gebieten. Die Abgebrannten sind zum Glücke meist oer- Die erste Zeche bezZslten sie, die weitere blieben sie schuldig Mictbleute in dem angebrannten Wohn-

M SÄÄ 55Ät SS ft*^« -x«

burger ohne Weiteres abermals einquartieren, wurde aber abge- Die Feuerwihr unserer Nachbargemeinbe strlederrodtN wiesen mit dem Bemerken, er solle erst die alte Schuld bezahlen, tonnte sich diesmal am Rettungswerke nicht betheiligen, weil Dieses brächte den Jäger, übrigens ein gewaltthätiger, vielfach vor- ber elektrische Strahl fast gleichzeitig auch die isolirt stehenden bestrafter Mensch, so in Wutb, deß er ein ganz furchtbares Geschrei \.« k«v«7.« ^n^^^NL rr>->ich,nbacki

anfing und dw zusammengelaufenen Leute dadurch in Angst und Oekonomiegekande des dortigen Landwirths Reichenbach Schrecken versetzte, daß er schrie, er werde heute Nacht dem Haw- entzündet und die Wehr vollauf in Anspruch genommen burger sein Haus anstecken, das müsse noch brennen. Wegen der hatte. Sämmtliche Gebäude mit gefüllter Scheune Bedrohung erkält der Angeklagte 4 Monate Gefängniß, wegen beS mib ben Stallunaen wurden 0 om Feuer vernichtet. 2ÄSÄ? letztere als durch die Untersuchungs« ^ g«Stück Großvieh kamen 3 in den Flammen um^ Der W 0~ - - - ~ ....... entstände«e Brandschaden ist sehr bedeutend.

. . . )) Seligeustadt, 28. August. Der heutige Kirchweih-

der des Verbrechens gegen § 176 des R.-Sir-G.-B- beschuldigt ist. mai§ anibe afafn 2 Uhr durch ein schweres Gewitter Derselbe erhält 8 Monate Gefängniß. In der Strafsache gegen n.6Rr* m^rtr» Nnmetter nereiniaten sich über

einen hiesigen Barbier wegen desselben Verbrechens wird der Termin empfindlich gestört. Mehrere Unwetter vereinigten sich über ' - - - - - unserer Stadt mit solcher Geschwindigkeit, daß die zahlreichen

Buden besitzet ihre auSgelegten Vei kaufsartikel vor dem herein- brechenden Regenstarme k-um z« bergen vermochten. Der Blitz schlug in die Behausung des BautechnikerS Herrn Trautmann, ohne größeren Schaden anzurichten. Die Familie war mit einigen Nachbarskindern im offenen Wohnzimmer vereint, als der Blitz durch das Zimmer fuhr. Vor Schreck stürzten die Kinder zu Boden, erlitten aber keinen weiteren Schaden. In der Stallung des HolzwaarenhändlerS Herrn Georg Krouenberger erschlug der Blitz ein werthvolles, zum Glücke versichertes Pferd. Der 20jährige Sohn Kronenbergers, welcher das Pferd einen Augenblick vorher vor dem Unwetter geschützt hatte und sich noch im Stalle befand, stürzte betäubt zusammen, erholte sich aber bald

Unter Ausschluß der Oeffen tlichk eit wird gegen den Dienstknecht Hamburger von Windecken verhandelt,

verlegt, da eine Zeugin krank ist.

* Personalien. Ueber die höheren Justizbeamten deS Casseler Oberländer gerichtsbezirk, die in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden sind und von denen einige üser ein Menschenalter hindurch als Richter in unserer Pivoinz tlätig gewesen sind, liegen folgende biographische Notizen vor! Oberlaudesgirichts-SinatSpräflöint Dr. Rumpf war mehrere Jahre Stadtgerichtssikretär in Frankfurt a. M., wurde 1867 dort Stadtamtmann und 1879 AmtSgerichtsrath. Im Früh jahr 1882 erfolgte seine Ernennung zum Rath beim dortigen Landgericht, 1885 beim OberlandeSgericht. Im Frühjahr siedelte er als Landgerichtsdirektor nach Wiesbaden über, wurde im Sommer 1891 mit dem rothen Adlerorden 4. Klaffe

wurde 1856 Ass ssor, 1860 Preisrichter in Otzlau, 1864 Stadtrichter in Breslau, 1866 Stadtgericht-rth, 1875

gerichtkrath in Csff.l. Er erhielt 1883 bm rothen Adler­

erben 3. Klaffe mit der Schleife, die 2. Klaffe desselben

Ordens mit Eichenlaub (1888) w d später den Kroneuorsen

2. Klaffe mit dem Stern. Landgerichts-irektor Müller in Sessel begarn seine richterliche Xr6tigt.it als Kreisrichter in Cafsel, wurde 1871 Kieisgerichtsdinktor in Bergen a. R., 1874 in Hanau und 1879 LaudgerichtSdireltor in Caffel, wo er 1891 zum Geheimen Jostizrach ernannt wurde. Er ist Ritter des Rothen Adlerordens 3. Klaffe mit der Schleife. Landgerichtsrath Vogt in Caffel ist weit über 30 Jahre hin'urch ausschlirßlich inCassrl im Richteramte thätig gewsen. Er war schon zu Beginn der 60er Jahre Obergerichtsaff ssor in Cissel, wurde hier 1867 Kreisrichter, 1868 KreiSgerichis- > rath und 1879 Landgerichtsrath. Er ist seit 1887 mit dem Rotben Adlerorden dekorirt.

* Unwetternachrichten» Ju den gestrigen Nrch-

urs nachstehende Berichte vor:

8 DudeNhofeN im Rodgau, 28. August. Abermals wurde unsere Gemeinde von einem bedeutenden Brand­unglück heim gesucht. Während des schweren Gewitters, welches heute Nachmittag um 2 Uhr den Rodgau überzog, schlug nämlich der Blitz bei der Postagentur in eine Scheune welche sofort in hellen Flammen stand. Das Feuer ver­breitete sich mit rasender Geschwindigkeit über noch fünf weitere, mit dem überreichen Erntesegen angefüllte Scheunen und zahlreiche andere Oekonomiegebäude und verwandelte alle innerhalb kurzer Zeit in einen Trümmerhaufen. Aus einem stark angebrannten Wohnhaus konnte nur mit äußerster

aber bei dem herrschenden Wassermangel der Rodaubach