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Seile 10

Hanauer Anzeiger

26 August.

Die Zurückhaltung von Waffen, welche für Transvaal be­stimmt waren, durch die Portugiesen, hat die Bure» in große Erregung versetzt, und auch die ausweichende und unbestimmte Antwort, welche der Gouverneur von Lourenco Marques auf divlomatische Vorstellungen hin ertheilte, ist wenig geeignet, belustigend zu wirken.

Politische und unpolitische Nachrichten.

(Depeschen-BureauHerold').

Btrlitt, 24. August. Der Kaiser hörte heute Vor- mittrg von 9 Uhr ab den Dortrag deS Kriegsministers von Goßler im Anschluß an De«jeuizen des ChefS deS Militär- KabinetS v»n Hahnke. Zur Frühstückstafel beim Kaiserpaar war der Gesandte Freiherr von Rotheuhahu und Dr. Steubel geloben.

Berlin, 24. August. Wie derPost" über die augenblickliche Lage von einem parlamentarischen Korrespondentes geschrieben wird, ist die Auffaffnug, welche sich im gestrigen Krourath geltend gemacht hat, eine durchaus nüchterne und kühle.Die Kaval-Borlage ist abgelehnt, die Vorlage wird wiederkommen^,, war als Gruud- gedanke festgehalten worden. Dementsprechend ist von einem Wechsel an leitender Stelle keine Rede, wenn auch von dieser der sehr dringende Wunsch geltend gemacht werben sein soll, sich zurückzuzieheu und die Arbeit jüngeren und kräftigere« Schultern anfzuerlezen. Eine Veränderung in der Zusammensetzung deS StaatSministeriumS ist höchstens in einem Reffort wahrscheinlich, welches bei der Berathung der Kanal-Vorlage nicht unmittelbar im Vordergründe stand. Der Geoanke einer Auflösung des Abgeordnetenhauses bezeichnet, daß der Kaiser der Volksvertretung persönlich bei ihrem Aus- einanderzehen seine Ansichten mittheilen wird. Es dürfte also anfangs nächster Woche offizieller Schluß des Landtages mit einer Thronrede stattfinden.In einem Artikel: Verschleppte Krisis schreibt dieRational-Zeitung": Die Anzeichen, welche für eine Beurtheilung über den augenblicklichen Stand der inneren Krisis vorliegen, machen es wahrscheinlich, daß die gestern getroffene Entscheidung noch keine endgültige ist. Wir halten überraschende Wendungen nicht für ausgeschloffen, denn wir haben den Eindruck, daß die Berathungen zwischen dem Kaiser und seinen Ministern nicht zu einer alle Theile be­friedigenden Lösung der daS weitere Vorgehen betreffenden Fragm geführt haben, das vielmehr ein Rest von Zweifeln geblieben ist, welcher neue Entschließungen hervorrufen könnte. Vor der Hand ist nicht abzusehen, wie der gegenwärtigen Regierung die Entschlossenheit und die Fähigkeit zu einem Kampf gegen die Argrar-Konservativen kommen sollte. Deßhalb halten wir eine Nachprüfung der allem Anscheine nach in der gestrigen Sitzung des Konrathes gefaßten Beschlüsse binnen einer etwas kürzerm oder längeren Frist nicht für unwahr­scheinlich.

Berlin, 24. August. DieKreuzzeitung" schreibt: Ueber das Ergebniß des gestrigen Kronrathes ist sicheres noch nicht bekannt geworden. Eine Auflösung des Abgeordnetenhauses scheint aber thatsächlich nicht mehr in Frage zu kommen. Ueber Veränderungen im Staatsministerium verlautet bis­her nichts.

Berlin, 24. August. DerReichs-Anzeigec" ver­öffentlicht die (Ernennung des bisherigen Gesandten in San Jago (Chile) von Treßkow zum Gesandten in BuenoS Ayrts.

Klagensmt, 24. August. Zu der letzten Nacht haben neuerliche Straßes-Demoustratiouen stattgesunden, besonders vor dem Palais. Militär hat heute früh die Ruhe wieder hergestellt.

Bukarest, 24. August. Infolge des Ausbruches der Pest in Astrachan wurde die rumänisch-russische Grenze ge­sperrt und ei« starker Militär-Cordon aafg'fieUt.

Aber über dem Stummen erwacht lauter unermeßlicher Jammer." Die gebeugt, selbst schon verwiltwete Schwieger­tochter und die blühenden Enkel, der Fürst und die Freunde, ganz Deutschland und die ganze gesittete Welt sie alle vereinigten sich in tiefer Trauer. Sie alle sahen noch ein­mal das unvergleichliche Leben an ihrem geistigen Auge vor­überziehen, dies Leben, das hundert Leben in sich zu begreifen, dasdas Menschenleben" schlechthin zu spiegeln schien: den schwärmenden Jüngling mit der Feuerseele, den leidenschaftlich Liebenden, den mit titanischer Kraft schaffenden Mann, den sicheren hohen Geistesfürsten, den Dichter und Denker. Und all' dies vielfache und ungeheure Ringen und Streben, Lieben und Leiden, Erkennen und Schaffen war Ausgelaufen in die leisen Worte:Mehr Licht!" So hatten die Götter ihrem Lieblinge auch das gegeben, daß noch, bevor er die Lippen für immer schloß, sein schwärmender Geist das Wort seines Lebens aussprach.

Vermischtes.

Ei« Volk der Riese«. Kapitän Welby, der^ eben auf der Rückfahrt vm einer Forschungsreise durch Abessinien und die Regionen im Südwesten dieses Landes in Kairo ge­landet ist, erzählt von einem Volk von Riesen, das er tm Innern des Landes fa«d. Der Stamm der Tirkana be­steht aus Leuten, die durchschnittlich sieben Fuß hoch sind. Sie haben lanzes Haar, das biS zur Taille reicht und ein filzartizeS Aussehe« hat. Sie tragen ihr Haar unten auf­gestülpt^ sodaß es ihnen gleichzeitig als Korb für Heine Gegenstände dienen kann. Geld und Edelmetalle gibt es bei ihnen nicht. Perlen, Salz und Eisenstäbe werden als Zahlung angenommen.

Volkswirtysch östlicher Theil.

Nr. Hana«, 25. August. (Börsen-Wochenbe- richt.) Die politischen Bedenken, welche in der letzten Zeit zu betonen waren, bestehen noch immer und sind vielleicht durch die mehrfachen Unruhen in Oesterreich und die Ver­zögerung in der Lösung der Schwierigkeiten der inneren Politik Preußens noch gewachsen.

Dagegen haben sich die Befürchtungen betreffs des Geld­markts in den letzten Tagen etwas abgeschwächt und das hat wenigstens für einzelne Theile des Marktes wieder einiges Interesse heroorgecufm. Hier sind zunächst die amerikanischen Werthe zu nennen, welche infolge kräftiger Anregung von New-Aork und London auS, sich bedeutend befestigen konnten. Dann kommen die Eisen- und Kohlenwerthe in Betracht, welche durch günstige Berichte auS den Produklionsg!biete» gestützt werden. A«H die Bankwerthe liegen nicht ungünstig, weil man, wohl mit Recht annimmt, das erste Halbjahr habe ihnen sehr günstige Erträge geliefert.

Matt liegen nach wie vor die festverzinslichen Papiere. Die hinter unS liegende Konvertirungeperiode hat diesen Werthen, unsere ersten deutschen Staatspapiere nicht ausge­nommen, sehr viel von ihrer Bliebtheit geraubt, so daß Neu- aulaze« nur spärlich darin vorgenommen werden und jedes größere Angebot unfehlbar Kursrückgang hervorruft. Werden einmal die Aussichten auf dem Gebiete der Industrie sich verdüstern, dann erst wird das Publikum wieder seine Zu­flucht zu diesem Gebiete nehmen.

Frankfurter Kurse am 1

8. Auaust

am 24. August

SV^/e Preuß. Konsols

99.75

99.10

89.20

88.40

Oesterr. Goldrente

100.35

100.15

Kreditaktien

242 50

240.

Staatsbahnaktien

149.90

149.

4°/o Ungar. Goldrente

99.10

98.95

5/ Italiener Rente

93.10

92.70

3% Portugieser

23.50

24.50

Diskonto-Comm.-Anth.

195.30

195.30

Berliner Handelsgesellschaft

169.50

169.50

Laurahütte

264.50

264.60

Harpener Bergbau

197.60

196.75

4®/o Spanier

60.45

59.30

* Berliner Getreid-markt.Bericht. Auf den Termin-Mäckteu Norramerikas und Englands hat sich in­zwischen eine Aufwartsbewegung der Preise vollzogen, denen sich die Märkte deS europäischen Festlandes nicht avschloffm. Diese stehen unter dem Einflüsse der eigenen überwiegend guten Ernten und zeigen für Importgeschäfte der etwas vcr- theuerten Auslandswaare keine Neigung. Der WitterungS- umschlag in Deutschland, der llebergan? zu kühlerm, windigem unb regnerischem W-tter hat die Erntearbeiten wohl etwas gehemmt, hat aber für die Bearbeitung des BadenS zur Herbstsaat sein Gutes gehabt. Die Laudzufuhreu haben sich langsam gemehrt und deuten in Posen, Mecklenburg, Pommern und Sachsen auf eine große Ernte; auch in Ost- und West­preußen übertreffen die Erträge dir Erwartungen: allgemein fallen das schöne Korn und das hohe Gewicht auf. AuS diesen Gründen neigte die Preisbildung im Gegensatz zum Auslande zum Rückgänge. An kleinern Provinz - Märkten waren die Preise geringem Angebot gegenüber empfindlich; für Berliner LieferungShandel gab Weizen infolge sächsischen Angebotes etwa 2 Mk. nach. Roggen wurde durch die Partei der Hochtreiberei unterstützt, welche auf September-Lieferungen für hiesige Mühlen fußte. Hafer war für nahe Lieferung angeboten und schwächer. Mais vermochte auf Grund hoher Ernteschätzungen in Amerika den vorwöchigen Stand nicht zu behaupten. Nach privaten Ermittelungen kosteten zuletzt 20 Ztr: Weizen 155,25 Mk., Roggen 145,00 Mk., (Futter-) Gerste 128,00134,00 Mk., Hafer 144 00 Mk.

Aus aller Welt.

Denkmal für das 3. Garde Regiment zu Fuß. Fast alle Trupp entheile, welche am 18. August 1870 bet St. Pivat-la-Montagne um den Sieg gerungen, haben jetzt ihren an jenem Tage gefallenen Kameraden ein Denkmal auf der Wahlstatt gesetzt oder sind dabei es zu thun. Nur dem dritten Garde-Regiment zu Fuß fehlte bis zum heutigen, Tage ein solches, trotzdem es sich mit gutem Recht rühmen^ kann, daß gerade seine Mitwirkung nicht zum wenigsten zur Wegnahme des so zäho vertheidigten Dorfes beigetragen hat. Seinen ruhmvoll gefallenen Kämpfern zur Ehre beabsichtigt jetzt das Regiment aus dem Schlachtfelde ein Denkmal zu errichten und fordert hiermit alle alten Kameraden, welche je unter seinen Fahnen gestanden haben, auf, sich durch Beiträge an der Errichtung zu betheiligen. Alle Spender werden seiner Zeit zur Theilnahme an der Enthüllung, welche für den 18. August 1900 in Aussicht genommen ist, aufgefordert werden, auch wird beabsichtigt, denselben Fahrpreisermäßigung zur Hin- und Rückfahrt nach Metz zu erwirken. Beiträge und Anfragen wird freundlichst gebeten zu richten an;Drittes Garde-Regiment zu Fuß (Denkmals-Angelegenheit), Berlin SO. 33*, auch müßte die eigene Adresse auf Briefen und Geldsendungen recht deutlich vermerkt sein, da nur dann mit Sicherheit darauf gerechnet werden kann, daß alle Spender die Mittheilung über den Fortgang der Denkmals-Augelegen- Heit und die Enthüllung rechtzeitig erhalten. Ein Platz für das Denkmal ist bereits angekauft worden, und zwar an der Stelle, wo das II. Bataillon des Regiments, welches mit 16 Offizieren, 42 Unteroffizieren und 471 Mann die höchsten Verluste aller bei St. Privat kämpfenden Truppen hatte, in daS Dorf eindrang. Wie an jenem 18. August 1870 in ernster, todtgeweihter Stunde Offiziere und Mannschaften wetteiferten in der Hingabe für König und Vaterland, so mögen jetzt die alten Kameraden mit den jüngeren sich ver­

einigen z»r Schaffung eines würdigen Denkmals auf der heißumstrittenen Höhe von St. Privat. So wird das Denkmal ein Wahrzeichen treuer deutscher Kameradschaft sein auf blutgetränkter, glorreich errungener Erde. An des Reiches Westgrenze stehend, werde es den Feinden eine Warnung, den kommenden Geschlechtern aber eine Mahnung, in Treue festzastehen zu Kaiser und Reich, zu wahren und zu erhalte«, was die Väter mit ihrem Blute erstritten haben.

Ueber die Heldenthat eines weiblichen Arztes unter Indianern erhalte« die Allgemeinen wissenschaft­lichen Berichte eine interessante Mittheilung aus New-Dork. Unter den Moqui-Jndianem im Staate Arizona herrschen seit einiger Zeit die Pocken mit so bedrohlicher Heftigkeit, daß die Vernichtung des ganzen Stammes befürchtet wird. Nun hat sich eine junge Aerztin, Miß Dr. Mary Mac Kee, mit ihrer ganzen Kenntniß und Energie der Bekämpfung der Epidemie unter den Indianern gewidmet, nur unterstützt von einem Landwirth, der von der Regierung der Vereinigten Staaten zur Unterweisung der Indianer im Ackerbau abzesandt wurde. Der weibliche Arzt hat bereits alle der Heilkunde zur Ver­fügung stehenden Verfahren angewandt, um eine weitere Ber- breitung der Pocken unter den Indianern zu verhindern, sie hat die Gesunden geimpft, die Hütten ausgeräuchert, die Gegenstände von Kranken und Verstorbenen verbrannt und damit keine leichte Aufgabe erfüllt. Die Indianer hängen an dem Glauben, daß die Krankheit von einem en G ifte aus- gehe und nur durch Gesang und andere Ceremonie« bekämpft werden könne. Miß Mac Kee h elt sich nicht lange mit den Versuchen, die Indianer von diesem Glauben zu bekehren auf, sondern ließ mit Erlaubniß des Regierungsbeamten den ganzen Stamm versammeln, um an jedem einzelnen die Impfung vorzauehmen. Die Indianer widersetzten sich auch nicht, hielten das Ganze vielmehr für einen Scherz. Das Aus- räucheru ihrer Hütten dagegen nahmen sie schon mit Mißver- grögen entgegen, und die Unzufriedenheit erreichte ihren Höhe­punkt, als die fremde Frau Kleider, Betten und Hansgeräthe der an Blattern Verstorbenen in die Flammen warf. Die Hinterbliebenen sahen sich um das erhoffte Erbe gebracht und erhoben gegen einen so eigenmächtige« und für sie unoerständ- licheu Eingriff heftigen Widerspruch. Dennoch ließ sich die furchtlose Dame nicht beirren und brächte es wirklich dahin, daß in 2 von den 7 Moqui-Dörfern alle Hütten einer gründ­lichen Reinigung und Räucherung unterworfen und alle Be­wohner geimpft wurden. Die anderen Dörfer hatten nun von diesem Vorgänge gehört, und als Miß Mac Kee mit ihrem Begleiter in dem dritten Dorfe ihr nützliches Werk be­ginnen wollte, wurde ihr von dem Häuptling bedeutet, daß sie nicht eingelassen werden würde. Er sagte, seine Leute wären bereit, jede Medicin einzunehmen, die ihnen Miß Mac Kee verschreiben würde, aber sie ließen wedw ihr Haus- geräth verbrennen, noch ihren Frauen und Kindern den Arm verkratzen. Alle Erktärungen über die wohlthätige Wirkung dieser Maßnahmen blieben nutzlos, auch die Warnung, daß ohne sie der ganze Stamm untergeben müßte, traf auf tau'e Ohren. Aber die Aerztin war nicht gesonnen, ihr erfolgreich begonnenes Werk im Stich zu lassen, und entschlossen, die Indianer auch gegen ihren Willen zu retten, veranlaßte sie, durch den Agenten der Regierung telegraphisch Truppen auS Washington zu requiriren, um einen Druck auf die Indianer auszuüben. Der Sekretär des Kriegsamtes gab den Befehl, sofort von Fort Wingate auS eine Kompagnie zum Schutze für Miß Doktor zu senden, damit sie ihren Anordnungen Gehör zu verschaffen vermöchte. Die Regierung hat ihre Zu­stimmung geäußert, daß Miß Mac Kee jeden Moqui-Jndianer impfen dürfe, auch wenn sie mit einer noch größeren Truppen- macht zur Unterstützung kommen müßte. Eine Zwangs­impfung in so vollkommendster Bedeutung deS Wortes ist vielleicht noch niemals dagewesen.

Ergriffener Postdefrandant. Der Postassistent Friedrich Müller aus Elbing. der nach Unterschlagung von 6380 M. amtlicher Gelder flüchtig geworden war, ist in Nidden auf der Kurischen Nehrung ergriffen worden. Der Defraudant hielt sich seit etwa vierzehn Tagen in Schwarz­ort bei Memel auf, wo er in einem dortigen Hotel unter dem Namen eines Hilfslehrers Krüger aus Frankfurt a. O. Wohnung genommen hatte. Nachdem er von einem dort auf Urlaub befindlichen Postbeamten erkannt worden war, flüchtete er unter Zurücklassung seines Reisegepäcks in die nahe gelegenen Wälder und gelangte schließlich zu Fuß nach Nidden, um hier von seinem Geschick ereilt zu werden. In seinem Besitz wurde noch ein Baarbetrag von 3694 M. vorgefunden.

Eine heitere Episode, in deren Mittelpunkt der Prinz von Wales steht, wird aus Marienbad berichtet. Der Prinz soupirte unlängst mit einigen Freunden im Restaurant Delphin. Da kam ein vierjähriges Mädchen, das sich von sein n Eltern verlaufen hatte, zu seinem Tisch und zeigte ihm voll Stolz ein Korallenarmband, das es gerade zum Ges renk erhalten hatte. Der Prinz nahm die Kleine auf seinen Schooß liebkoste sie und ließ Näschereien für sie bringen. Die geängstigte Mutter, die das Kind üb-rall gesucht hatte, fand es auf den Knieen des Prinzen in einem anscheinend sehr vertraulichen Gespräch mit dem englischen Thronfolger.

Ein fkechrr Diebftnhl wurde auf dem Karlsruher Bahnhöfe verübt. DerSchwarzwälder Bote" berichtet hie­rüber: Mit dem Schnellzug; von Baden-Baden trafen zwei Damen hier ein, die ihr Gepäck und ihr Geldtäschchen einem Dieastmann, der sie begleitete, Übergaben. Plötzlich wurde dem Dienstmann von Hirtenher das an seiner Seite hängende Geldtäschchen abgeschnitten und entwendet. ES enthielt 30,000 Mark. Der Dieb, der noch gesehen wurde, jedoch in dem Gedränge rasch verschwand, konnte noch nicht aus­findig gemacht werden.