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Amtliches Organ für StaSl- unS Landkreis Tanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage

Nr. 192

Freitag den 18 August

1899

E

CD

AmMches ^anö&r-et^ ^anaxt.

Bekanntmachungen des Königlichen Landrathsamtes

An der evangelischen Volksschule zu Langenseldold ist eine neugegrün'ete Rektorstelle zu besetzen.

Das Grundgehalt der Stelle beträgt 1200 Mk., die Rektorzulage 600 Mk., der Einheitssatz der Alterszulagen 150 Mk. und die Miethsentschädigung 400 Mk.

Geeignete Bewerber, welche lie Prüfung für das Rektor­amt bestanden haben, wollen ihre Meldungen unter Beifügung' der erforderlichen Zeugnisse binnen 3 Wochen an dea Schul- vorstand zu Händen des Unterzeichneten einreichen.

Hanau am 11. August 1899.

Namens des Schulvorstandes Der Königliche Landrath.

V. 8118 I. V.: Graf v. Unruh, Reg.-Nffessor.

Gefunden: Am 12. d. Mts. ein goldener Kneifer mit Etuis mit der Aufsch'ift: Hugo Lanz, Optiker der Augen Heilanstalt Hagen i/W. Ein weißes Kettchen mit zwei kleinen Schlüsselchen.

Verloren: Ein grau und rother Häkelbeutel auf der Straße von Wilhelmsbro nach K sseistadt. Ein dreitheiliger Griff Haften mit Inhalt. Ein weiß.s Battistraschentuch, g z.

Zugelaufen: Ein weißer Fox'errier mit schwarzen und gelben Flecken; Empfang! azme bi Waldschütz Michael Maisch VIII. zu Mitrelbuchen. Em kleiner brauner Dachs­hund w. Geschl.

Zu geflogen: Ein Kanarienvogel.

Aus er Mecier sind noch vier andere Kriegsminister als Zeugen aufgetreten und haben mehr oder weniger b.stimmt für die Schul- des Srp'us gesprochen. Aber mit was für geradezu läppi chen Beweismtteln! Bela rich'e Hotel-Ge- sp äche und ähnlicher Klatsch. Die Herr« n mögen ganz brave Soldaten sein, aber nicht mit U recht hatte Zola schon vor Jahr und Tag den General Me cer einen Schwachkopf ge­nannt. Alle fünf gaben sich den A rschein, an ernste Ver­wickelungen mit Deutschland zu glauben, wenn es nicht bei der »abgeurtheilten Sache" lliebe. Wie thöricht daS war, sieht jetzt alle Welt, da das ganze Geheimvosster wirklich keinen Schuß Pulver werth ist.

Dreyfutz vor dem Kriegsgericht

Vom Wazenmeister am 17.d. Mts. eingefangen: ^ Rennes.

An der evangelischen Volksschule zu Bischo'sheim ist eine mit Küchendienst verbund-ue SftuiftiUe zu besetzen.

Das Grundgehalt d r Stille beträgt neben freier Woh­nung 1200 Mk., der Einheitssatz der Alterszulagen 150 Mk. und die Kiicheudienstoergütung 100 Mk.

Bewerber wollen ihre Meldunzsgesuche ne6ü Zeugnissen

Ein schwarzer Pudel m. Geschl. Am 18. d. Mts ein schwarzer Dachshund m. Geschl. und ein schwarzer Pinscher m. Geschl.

Hanau am 18. August 1899.

Renries, 17. August. Die S tzung des Kriegsgerichts

Linnen 14 Togen dem Herrn Lokalschulinspektor Ganß in Bischofeheink einr-ichen.

Hanau am 17. Auguu 1899.

Namens des Schulvorstandes Der Königliche Landrath.

V. 8373 I. V.: Graf v. Unruh, Reg.-Ass ssor.

Pfarrer

Französische Kriegsminister in Rennes.

Unter ten aufregenden Ver^ä g n, die sich in te letzten T'-giN während d s Dr y'us-Prousse in Re nes ab ? p eit hab n, ist für uns der inteieffan ehe die Be undvug des frühern Kri gministers Mrrcier, daß F entreiß am 6. Januar 1895 nur einen F nger breit vom Kri ge mit Deutschland entfernt gcw sen sei. Zu W ihnachten 1894 war der Hauptnann Dr-yus aug n Verra es vom Kriegsgericht

Nachdem die Maul- unb Klauensruche in Wachenbucheu v rarty r.» ma-^er.. ^te ^aq-r Pr-si fing an, u b<ui u.e sich weiter verbreitet hat, wird über die genannte Gemeinde Ichast in Parts in vo^l^sler Wnie anzu.re se-, a>s die Orts- und Gemarkungssperre verhängt. dr j ntge etilte^ an re Di Hfus mtluanste t -hermniss^ ner-

Das Durchtreiber, von Wiederkäuern und Schweinen durch das Sperrgebiet ist verboten und die Ausführung von Thieren dieser Arten aus demselben nur aus G und eines Zeugnisses eines approbirten Thierarztes und nur zum Zw.cke sofortiger Abjchlachtung nach eingeholter polizeilicher Erlaubniß gestattet.

Die Herren 'OrtZvorstände wollen Vorstehendes ortsüblich bekannt machen.

Hanau am 17. August 1899.

Der Könialiche Landrath.

V. 8369 J. V.: Graf v. U tt r u h, Reg.-Affeffor.

rathen ha^e. Der deutsche Bot'chafter Graf ster rth-elt den Auftrag, im N men des deutschen Ka-'ers den Piäst- berten der R publik, Casimir Perier, zum E-nichreiten gegen di-s s T e ben zu neta; lass n, lo daß tit e miniiterielle E klärung d e fal'chen G rüchte, ab ob Boisrast tu die »Affaire" ve w ckelt sei, bementiren sollte. Die Unterre-

^tadt&rew ^anau.

Krlsuutmachllngeu des Oberbürgermeisteramtes.

wurde, nach en »Fr. N.", 6'/, Uw e öffnet. Roget setzte seine Zeugenaussage fort. Er wirft P cqjart vor, zur Ueber- wachung Hcn,ys und der Frau Payj Geld ausgegeben zu haben, und beschuldigt ihn, ohne ordnungsmäßiges Mandat und ohne vorärgige Mittheilung an den Mirrster gehande t zu haben. Rag t verurteilt dann das P.ivatlebn Ester- Lazys, erklärt aber, Est rha-y sei nach feiner Ansicht daS Opfer niederirächiiger Verfolgungen. Roget erwähnt den Z-visch'rfall CheneCi in Bel'ort und wirst P cgusrt vor, daß er fälschlich eine Spion ffeire Orenelli fonfiinirte und einen falschen Quemlli h.be onhaften lassen. Das In ivi- duum, das Pcqmrt zu diesem Behufe ve wandte, war that­sächlich zu d ei Jahren Gefängniß verurtheilt worden und zwar nachdem Picqmrt den Richtern ge eime Schriftstücke mitgeiheeli hatte. Ro.et beste t darauf, daß Drehfus sich in ver ch-edenen Bureaus zu schaff n machte um sich Infor­mationen über die Mobilisat on zu verschaffen. D>eyus sei nur einmal zur Probe mit fit tu n Arbeiten beauftragt wor­den. Auf he jrage von Demange äuß rt sich Roget über die Rolle du Patys u d spricht von dessen Maßnahmen be« hr fs W rrnun Euerharys vor dem gegen ihn in Vorbe­reitung begriff nen Fei zuge und erinnert an die verschiedenen Briefe »Sxeranza", von denen Roget glaubt, du P«ty sei, wenn nicht der Urh-ber, wenigstens der Anstifter. Obgleich er kein Freund der ,Ei mr chung von du Patp zu Gunsten EsterharpS sei, erblicke er darin nicht Tadelnswerthes, du Patp h elt aber Esterhazy für unschuldig. Roget weiß nichts von den Schritten Eberhazys bei einem Agenten, um von die em eine Erklärung zu erhalten, kaß er in der Affaire Drrylus urbttheiligt sei. Hier bedauert Demange die Ab­wesenheit La-oris, der an den Zeugen nützliche F ogen hätte

tung -wisch-n Casimir Ptzrier und Graf Münster fa b in den töfhafien Formen statt, der Präsid-nt terief sich auf die Unverantuo-lliäkut u d Machtiostgk-it seiner Stellung ols Etaais-Ob«r aipt und ve suchte mit E folg auf das Mini­sterium Dupuy im Sinne des b rechii ten teutsren Ve- langend einzuai ken. Die Ang'l genh >t wurde so beige!egt, daß eine efi, öfe Note eine f ühere Erklä ung wtberboi e, wonach seine der freab n Botschaften u it d m Dreyfus- Prozeß ktwas zu ih n habe. richten können. Roget entgegnete Demange, für einen Un*

Genrral Meicie hat daraus eine K iegsg-fahr gemocht ichul igen wäre der Schritt Ere-ba ys bei dem Agenten A.

und den Richt rn in R nn s gelchilrerk, w e die G n-^ale fonbrbtr gewesen. Demange macht verschiedene Bemerkungen

Bekanntmachung.

Eine Anzahl betbti i^ter Handwerker hat bei mir Errichtung euer Zwangsinnung für alle Di-je« igen, welche in der Stadt Hanau das Schi einer- und Glaserhandwerk als stehendes Gewerbe selbst ständig betreiben, gleichviel, ob dies ibm mit Hilfskräften arbeiten aber nicht, beantragt. j Münster, w<nn das Mir ist rium n'chs zum Schuhe des Wr- U^.;H

Ich ha^e daher auf Grund d>s § 100 Abjatz 1 der titbrä Seiner M« jsi ät gegen blöde Arge ff. getvan hätte, Radi unz erst vorgenommen sein sann, nachdem das »Petit

Retchspewerbeordrung in der Fassung des Gesetzes nom 26. xj^t e nmat abberui n worden, fonbem auf und stk mte Bleu" sich nicht mehr in den Händen P cquaits befand.

Juli 1897 (R.-G.-Bl. &. 663) den Heirn Oberbürgeimerster Zeit in U taub gegangen, d. b. man bättf sich mit der mi dein b.vj« uivmu,

( ebeschus zu Hanau zu meinem Kommissar zur Fm mder Bekundung eines ti loriüti'ch-n Zelwü fnisses begnügt. Genaues bekannt.

Eimittlung, ob die Mehrheit der betherligten Handwerker imi Z^r Gegenlatz zu Leider hat Ps ier in Re, nes die i Bezirk der geplanten Zwanasinnuna der Einführung des'«------- h^^ <- ^ - ^ ----------> -^ - <- - >- - -'

Bezirk der geplanten Zwangsinuuug der Einführung Beitriitszwavgs zustimmr, bestillt. (A. II. 9002.)

Cassel am 8. August 1899.

Der Regierungs-Präsident.' I. V.: Fliedner.

Bekanntmachung.

Die Aeußerungen für oder gegen die Errichtung

die

einer

im Kriegsminist ri m eine N-cht larg vor einem deutschen hinsicttlich des w$dit Bleu" urd betreffs der an btr Unter

U berfaU geeitert hätten Ja Wohrheit hat Nieoar.d in fürft dieses Stückes fesnestellt n Radirung. Roget gibt zu, Deutschland an Kri g gebaut, und wah fßtinliß wäre Graf daß die Radirung bezwecken konnte, das »Petit Bleu" ver­

bärtig zu machen. Demange betont ten Umstand, Laß die

Roget erwidert: Außer der Radirunz selb» sei iim nichts

. W NN aber der Fäl cher Picquart kom- ; promittiren wollte, würde er gefolgt haben, daß die Fälschung Sache richtig dargestellt und heroorgetzob n, daß btr früh re erbtest wurde. Die FällLn- g sei aber erst gelegentlich seiner Kriessmtnifler sie auserordentlich anfgtbaufßt habe. Wie (Rozets) Enqn te evtd-ckt worden. General Roget erklärt Me-cier zu seinen Uebertreibungen gekommen ist, iegruft sich darauf, rom Gericht, welches Esterhazy aburt^eitte, und von leicht. Indem er die damalige politische Situation als ge- diesem selbst erfahren zu haben, daß ihm 600,000 Francs fährlich dar stellte, plädozstte er auf wildernde Ua-stände für an n baten seien, um sich als den Urheber des Bordereaus zu sich selber, der zu den Hanptichulvigen an der ganzen Der bekenren. Demcvge weist nach, wenn Esterhazy A ent der wirrung zählt. Er hat, wie er s.lbst runmehr er räumen Familie Drey us gew sen wäre,:te er nicht wiederholentlich mußte, die grobe Gesetzwrvrig^it b-gang-n, den ersten Richt«r«! Dinge g-schrieben, welche die Sache des Derurtäeilten bloß-

Zwangßinnuiig für das Schreiner- und Glaser-Hrndwerk über Dr-ylus geheime Aiknpücke zusuck-n zu lass«», weil die stillen loi men. Roget erwiderte: Auf Esterhazy ist nichts rm Bezirk ter Stadt Hanau sind bei mir entw.der schriftlich Schuldbeweise nicht ausriichten, und eines dieser Aktenstücke, i zu geben. Dann sich gegen Dreyfus wendend, fügt Roget )UM 3 ^pnfpmftpr S uft 2 pif rinnt PtrtPti t 1 ~ k P rdkf

bis zum 2. September d. Js. oder mündlich in der Zeit vom August bis 2. September d. Js., werktäglich in der Zeit von 10 bis 12^2 Uhr vormittags, im Rathhaus, Zimmer abzu^eben.

einen B.richt des berüchtigten Paty de Clam, sogar nach- hinzu, wern er des Veriaths angeklagt wäre, den er nicht tiäglich vernicht«t. j degangen hat, fände er Argumente, sich zu vertheidigen.

Casimir Pösier legte am 15. Januar 1895 die Präsident- (Lärm im Saale.) Roget ruft aus: Warum leugnet er die

schaft nieder. In Frankeich selbst wurde bisher vielfach ge- klarsten Divge? Demange erwidert lächelnd: Ach! Drey-

fordere hierdurch olle Handwerker, welche im Bezirk glaubt, daß er diesen arffälligeu Entsch hauptsächlich unter fu8 erhebt sich und erklärt mit kräftiger Stimme, er habe

Der Stadt Hanau das Schreiner- oder Glaser-Handwerk ve reiden, zur Abgabe ihrer Erklärung mit dem Bemerken auf, » ,,?^.'°^^ E-tlärungen, welche erkennen lassen, ob der ? n ?^'"UA der Zwangsinnung zustimmt oder ÄdÄ unb ba6 na^ Ablauf des obigen Zei,Punktes eingehende E.klarungen unberücksichtigt bleiben.

Hanau den 17. August 1899.

dem Ein'rucke deS Schrittes des Grafen Münster gesoßt hätte. Man weiß jetzt, daß die Vorgänge am 6. J muar 1895 nur einen unter vielen Umständen bildeten, die dem

damaligen Pi äsidevten die Ueberzeugung verschafften, daß er die Machtlosigkeit seiner Stellung nicht länger mit senem ehrlichen politi^en Gewiffen vereinigen könne. Er wurde

Der Kommissar, vr. .G e b e s ch u s. Oberbürgermeister.

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niemals auf der Karte irgend einen Kouzentrations- oder Mobllisaiionsplnn gezeichuet. Er habe niemals Kenntniß ge­habt ran dem Pla« der Konzentration oder Vrrtheilung der Skrei kräfte über die Departements. Es handle sich darum, sich zu verständigen über das, was man versteht, die Konzen­tration in ihren großen Linien zu kennen und zwar die Korzentration in allen Departements. Ich versichere, ruft

Über die wichtigsten Staats-Angelegenheiten von den Ministern _... , ___, --,-

im Unklar«» gelassen, von dem Dreylus-Proziffe, den Geietz- j Dreyfus aus, daß ich nicht in den Einzelheiten den Konzen- widrigkeiten des KrstgsministerS Meiner rc. erfuhr er kaum tratiovSplan kanute. WaS die Thatsachen betrifft, von denen mehr alS ein gewöhnlicher Zeitungslefer. 'man gestern sprach, so ist auch nicht eine genau richtig. Es