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Avonuement».

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Vierteljährlich

. Für auiroärtige Monnenten mit dem betreffenben

Postaufschlag.

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Die einzelne stummer kostet

Nmkkichss Organ für Sta-t- unö XanÖRrcis Hausn

Einrück,ipgS.

gebühr

für Sladl- und Land­kreis Hanau 10 ^ die Igefpgltenr Garmond­zeile ober deren Raum, für Auswärrs 15 ^.

Im Reklammiheil die Zeile 20 ^, für Auswärrs 30 ^.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiextsge, mit beÜetristischer Beilage

Nr 189

Dienstag tat 15 August

1899

AmMches 0taöt&rei0 ^attan.

Haus erwiderte. Hierauf erfolgte die Besichtigung des Dinkmals. Der Kaiser nahm fobann Aufstellung vor demselben,

Ma^r^ ^amu. Verloren: Am 12. d. Mts ein schwarzer Spitzen- j>suf der Volbeimarsch d^x

Es wird zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß die u^a^rtr8'0^tfi?Ä^®Ä 8 ^°^n Regiments und der 1800 Mann starken Waldeckschen

" - «ne schwarze Arbeitstasche nebst Wsitentäschcheu. _ Kriege, vereine erfolgte. Nach Schluß der Feier kchrten die

Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften nach dem Schlosse zurück. In der Ansprache, welche der Fürst bei der Denk-

Bataillons des 83

neuen Ab äldungen der als gleichwerthig anerkannten aus-: ländischen Prüfungszeichkn für Handfeuerwaffen jetzt herge-! stellt find. Die Direktion der Reichsdruckerei nimmt Be­stellungen auf die Tafeln entgegen. Der Preis stellt sich auf 30 Pf. für das Exemplar einschließlich der Verpackungskosten; Porto oder sonstige Befördern«gskosten fallen den Bestellern zur Last.

Hanau am 10. August 1899.

Königliche Polizeidirektion.

P. 7133 I. V.: Graf o. Unruh, Reg.-Affessor.

Vom Wasenmeister am 14. d. Mts. eingefangen: Ein schwarzer Dachshund mit Steuermarke Nr 87; am 15. d. Mts. ein schwarzer Spitz mit weißen Flecken, beide m. Geschl.

Hanau am 15. August 1899.

Johann Adam Bechthold von Ravolzhausen ist zum Schweinehirt, Nachtwächter und Wasenmeister der Gemeinde Ravolzhausen bestellt und verpflichtet worden.

malsenthüllung en den Kaiser richtete,, barste er demselben in seinem Name« und in dem seines Poik.s. Deutscher Sinn und deutsche Treue seien stets waldccki che Art gewesen, und schon sein Vater habe Deutschlands Einheit unter Preußens Führung gewollt. Er gelobte aufs Neue: !Wir Wardecker wollen treu stehen zu Kaiser und Reich. ^Se. Majestät der Kaiser lebe lob I" Der Kaiser antwortete, - inbem er in' die Rampe des Kaiserzeltes trat, er sage dem Der Kaiser in Arolsen. ! Fürsten und Vo ke herzlichen Dank und in der u berzeupung,

Cafsel, 14. August. Der Kaeser ist heute morgen um ^d die Gesinnung des Vuteis des Fürsten noch bestehen

10 Uhr 50 Min. noch Aiolsen zur Der kmolsenthüllung und weiter g-pfl-gt werden, ruse er:Der ^urst und fein

mit dem Oberpräsidenten Grafen Z,dl tz-T ützschler und dem Haus Hurrah. Hieraus legten die Herrichar^en Kranze

kommandirenden General ab^ereist. Seine Ankunft dort ?^ Denkmol nreder. Um 2 Uhr fand tm -rchioß Galatafel

fand um 121/s Uhr statt. An der Stadikiche begrüßte _ Bügermetster Trainer den Kai er. Die Feier leitete der aus gereinigten Roggen und Hafer frei Magazinhof den Gesangvereinen Arolsen, Coibech und Mengeringhausen

^artMrete ^anaxu

Bekauntmachungen des Königlichen Landrathsamtes.

Bekanntmachung.

Das Königliche Proviantamt in Hanau tauft jetzt schon direkt von Landwirthen gesunden, trockene« und gut

Hanau am 5. August 1899.

V. 7723

Hierauf legten die Herrschaften Kränze

Tagesschau.

Wege» Spionage verhaftet.

Hanau. I gebildete Sängerchor mit der Festhymne ein. Die Festrede

Einsendung einer ungeschmeichelten Probe von reichlich hielt Hofreth Dr. v. Mo»hlmann. Nach der S.fiitigvng

*/i Liier ist erfordeilich. , ! des Denkmals durch den Kaiser und ide fürstliche Familie

Zur schn'llen Abfertigung wird es wesentlich beitragen, Waldecks findet ein Parademarsch des dritten Bataillons wenn das Getreide zu einem gleichmäßigen Gewicht eingesackt der 83 er und der Wald» ck ch n Kriegerve, eine, hieran wird. -anschließend eine Rundfahrt durch die Streuen der Stadt

Den Produzenten wird in jeder dienstlich zulässigen Weise und Diener im Schlosse statt. Die Wieverankunft in entgegen gekommen, auch werden auf Wunsch der Verkäufer Wi belmr Lobe erfolgt heute, 6 Uhr abends. , _ . . _ ,

Magazinsäcke, jedoch unfraukirt, zur Verfügung gestellt. Die^ Arolsen, 14. August. Kurz nach 1 Uhr begann auf % 1^ s"ne Pension bis Juni

Abfuhr von der Bahn, welche 6 Pf. pro Zentner kostet, dem glä» zerd geschmückten Festplatze gegerü-er dem Residenz- Brüssel bring««. Lerwickelt m bie Angelegeaheit ist wird auf Wunsch und für Rechnung des Verkäufers über- Hoffe dre Frier der Erfüllung des Denkmals für Kaiser !* ^'n ^ursfer Przikrtzer, der ebenfalls verhaftet wurde, «ommen. Wilhelm I. Nachdem die Allerhöchsten und Höchsten Herr- Auen wurden an die irsn^o eiche, wahrscheinlich auch an

Bei Bahnsendungen ist die Adresse: Proviantamt Hanau schaften im Kaiserzelt versammelt waren, trrg ein Länzerchor ^^ ntts sche Re^eeeung ve kautr.

Bahnhof Nord. i Beeldovens HymneDie Himmel rühmen" vor, worauf! Der Zentralverband der Hans- nnd Grund»

Die Neue freie Preffe ei fährt, daß gestern in Wien ein hoher Staattbeamter w«g-n Spionage verhaftet wurde. Es ist dies August von Mosetig, der Oberrevident der Staats-

bahnen im Eisenbahnwtnistcrium. Er entwendete die auf die Mobilisirung bezügliLm, im Eisenbahnministerivm liegenden Akten, die er an Ritur von Przibowortki verkaufte. Dieser

Bahnhof Nord.

Jede weitere Auskunft wird bereitwilligst von nannten Amte mündlich wie schriftlich ertheilt.

-Beeldovens HymneDie Himmel rühmen" vor, worauf i dem ge- Geheimrath Dr. v. Moehlmann im Namen des Komitees

die Festrede hielt. Redner führte aus, daß das ganze Land hat am Donnerstag in Elbe,selb ü er die Einrichtung des - freudig am Feste theiluchme und dankbar sei für das M eths'ostrvkis verhandelt. Sodann beschloß der D rbands- s Erscheineu des Kaisers. Auf ein vom Fürsten nach ein- tag, b vor we.tere Schritte zur Ibihte ung be« Hypoihrken- !geholter Genehmigung des Kaisers gegebenes Zeichen fiel bauk^ej.tzes ergr ff-n nerben, zunächst die Wirkungen des s hierauf die Hülle des Denkmals. In demselben Augenblicke HypolMkenbankgesitzes abzuwarten. De. Antrag, fen Vorstand Konrad Rumpf von Roßdors ist zum Ortepolizeidiener gab eine Batterie des Artillerie-Regiments Nr. 11 Salut- d s ZentrsIve.Landes zu ermächtign, bei <8iürdung von schüffe ab, während das in Arolsen aarni oniiende 3. Bataillon Pfandbriesämtern zu dem erfo beil d)en B triebrfonds Dar- des Infanterie-Regiments Nr. 83 das Gewehr präs-nttrte letzen aus den ähneln des Zentralv.rbandeS zu gewähren und sämmtliche Glocken der Stadt mit Geläute eirfi len. oder sonstwie zur Beschcffmz der Geldmittel b-izutragen, Der Fürst brächte ein Hoch auf den Kaiser aus, welches wurde mit 251 gegen 188 Stimmen abgelehnt. Die Ab- dieser mit dreimaligem Hmrab auf den Früst-n und f in tTeilung sitz ng, bie bi- »ich juiq he» Bruforderun ei zu er-

Hanau am 12. August 1899. Der Königliche Landrath.

V. 8157 I. V.: Graf v. Unruh, Reg.-Assessor.

der Gemeinde Roßdorf bestellt und verpflichtet worden.

Hanau am 5. August 1899.

Der Königliche Landrath.

V. 7602 I. B.: Graf v. Unruh, Reg.-Affessor.

femUeten.

Goethe in seinen Beziehungen zu Hanau und der Wetterauischen Gesellschaft.

Ein Hinweis auf die beversiebende Feier am 28. August von V. Hertel.

In dem reichbewegten Leben Goethes, das sich wechselnd in den Regionen hochgesteigerten Schaffens auf dem Gebiete der schören Wiffcnschasten, der Kunst und der Poesie, in den Pflichten und Obliegenheiten ! es Stactswannes und des be­rathenden Freundes eines edelgesinnten Fürsten, wie in viel- feitig organisatorischen Aufgaben der Kultur des Landes und der Pflege des Gemeinwohls bewegte, sind es gewissermaßen die Ruhepurkte desselben in denen sei« vielbeschäftigler Geist sich periodisch mit Naturkunde, mit Untersuchungen über organische Gesetz- und anorganische Verbindungen, mit Dingen verschiedener Art befaßte, in denen er daS Geheim- vißvolle oft scharfsinnig zu ergründen, daS Zusammengehörige: sinnreich zu verbinden suchte unb verstand. Goethes große Liebe zur Nmur ließ ihn das Kleinste beachten und vor seinem Auge gewann auch dtS Unbedeutende als ein Theil des großen Weltganzen immer noch ein« Bet eutung, die ihn nach Ursachen forschen und Wirkaugen ergründen ließ. DaS naturwiffevschastliche Interesse daS er sich bis in fein hohes Alter hineist bewahrte, die Freude an immer weiterem Grkruv«» ursächlichen Zusammenhanges und der Wirkung elementarer Kräfte und eigenthümlicher Natur­erscheinungen bethätigt sich in mannigfachen Beweisen einer ernsten Forschung und Beobachtung. Die Beschäfligttvg mit den Gesetzen der. Favbeubildung, chemische nud phtzsikalische Versuche-und Erfahrungen, 'phrenolozische Studien, Alles das in den Bereich seiner Studien gezogen, bereicherte sein Wissen nnb half hier und dort ein System für die weitere Forschung

aufzubauen. Es ist sehr kennze chner d für diese Richrung, daß Goethe sich mit der in Hanau im Jahre 1808 begna­deten Wetterauischen Gesellschaft bald in näherer Verbindung und in lebhaftem Jute rffei-austausch fand, nachdem schon aorher ein kurzer Briefwechsel zw schen ihm und dem alS Historiograph der Emwicklurg Hanaus im Anfänge des Jahrhunderts nicht genug bekannten und gewürdigrv K. C. von Leonhard angekrüpft worden war, bet sich auf einen Beitrag Goethes zu eir em Tabellen - Werk, bezw. einem Handbuch der Mineralogie bezog, welches dem «uternehmenden Sinne Leonhards sein Erscheiren verdankte, wie vieles Verdienstliche einzig nur seiner Dhaikrast und

besttzervereine Deutschlands

dem Publikum zu unta bauen anfange, r^ach m.uner riegrti- mation fragen; doch gibt vieijährige Neigung unb Beotzach- tung wohl einiges Recht, in einer Spzäre mtzuwirken, wo ein j der auch mit d'M geringsten B iirag vollkömmen ist." Er fährt fori:Um manches Mißverständnrß zu vermeiden, sollte ich freilich vor allen Dingen e klä.en, daß meine Art, die Gegen stände der Natur ar z-sehen und zu bei andeln, von dem Ganzen zu dem Emz-lnev, vom Total Eint ruck zur Be­obachtung ihr Theile fortschreitet, und daß ich mir dabei recht nost bewußt bin, nie diese Art der Natuifoischaug, so ßut als die entgegengefeV4*, gemisstn Eigenheiten, ja wohl gar gewissen Voiuitheilen unterworfen sei. So

Einsicht zuzuschreiben ist, was er zum Besten der dernng

der Wissenschaft, der Landes- und Naturkunde theils allein erblicke, wo andere "schon eine succ-ssve sehen; daß ich in

geslehe ich ge,n, daß ich da roch rft simultane Wiikangen

hervor gerufen, theils mit begründet und zu befestigen gewußt, manchem G st in das andere für ein Conglomerat, für ein Mit diesem Manne, ron Goethe hoch g'schätzt, ersparn sich aus Trümmern Zasammengefüh tes und Zusammeug-bsckenes nun ein häufiger und zuweilen sehr reger Verkehr. Folgen halten, ein auf Porphyrweise aus eirer hete ogentn Masse in wir einmal der Darstellung, die L-o, hard selbst in seinem sich selbst GesLie enes unb Getrennt s und sodann durch umfangreichen Werke:AuS unserer Zeit in meinem Leben"

gegeben hat, die sehr unterhaltend und fiffelnb gehalten ist in der ausführlichen Beschreibung aller nur möglichen Bor kommnisse jener Epoche, so sehen wir Go-theS bideutendeu Einfluß auf eine vielsoch durch gelehrte Mänrer geistig an geregte Gesellschaft hervortreten, mit deren Zwirn er sich eins wußte. Goethe schreibt im Beginn der Beziehungen zu Leorhard

Consolidotion Frstgehol eues zu flauen glavbe. Hieraus folgt, daß miine E.kärungsart sich mehr zur cheaischen, als zur mechanischen hinneigt."--(Wie bescheiden und liebinswmdig führt Goeihe sich hier ein, auf seine em­pirische Kenntniß wie entschuldigend verweisend, dem Kreise Gleichstreber dcr alS ein auch noch Lernbegieriger arznge- hören). Den für daS mineralogiftte Taschenbuch L-outzards bestimmtenBemerkungen" zu f,üherlm Äuffc^e GoetheS begleitete folgender Inhalt eines Blätickens;Beikommerdrm

u. a. am 12. Oktober 1807 an diesen Folgendes:Es war mir sehr angenehm, daß mein Aufsatz zur rechten Zeit ankam u. s. w. Unter Ihrer Anleitung tritt jene Hefne Schrift nunmehr vor ein anderes Publikum, vor daS w i ssen- s ch aff t l i ch o, da sie früher nur bestimmt war allgemeines Jntrreffe zu erregen und gewisse Gegenstände vor den Augev der Kenner unb Nichlkenmr -in «iner,»bequemeren Ordnnug ..... _ ... ...... . ___ ___

bis sie bisher, mehr ober weniger b.kannt, betrachtet wurden. j ouS> Aulaß einer-ersten Ankvöpfuvg. Bald sollte. laS »Bavd Virlleicht könnte man, da ich mich in einem neuen Fach mit ein engeres werden. (Fonf. f.)

wüafche ich eine gute A fnahme. Vielleicht »a^ ich eS, daS räch sie Jahr deutl-cher apszu^rechen, wsS mir in An­gelegenheiten der vnorga, ischen Regionen daS Herz schwer mecht urd worauf ich bis jetzt «ur Undente« konnte."-- kp Goethe in frkupdschaszliSem Auitqysch. mit. Leonhard