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Amtliches Organ für StsSt- unö LanöKreis Harmu.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Nr. 184

Mittwoch den 9. August

1899

Amtlich-s.

Ste-rHtkrksis ^artaru Bekanntmachungen des Oberbürgermeisteramte-. Bekanntmachung.

Durch Beschluß vom 11. Juli ds. JS. erhält der Zu­fuhrweg vom Anheim« weg nach der Annastraße den Namen Oberweg".

Hanau den 5. August 1899.

Der Magistrat.

Bode.

12263

Ausschneiden.

Am 4. August cr., abends gegen 6 Uhr, wurde auf der Oberurseler Chaussee der Bierbrauer und Küfer Winter-

Kein beraubt und ihm mehrere Stiche beigebracht. , ,

Geraubt wurde ihm ein Portemonnaie mit 5,40 Mark Kabü ets von Hahnke. ,

Inhalt, sowie 2 roth und weiß gelupfte Taschentücher mit' Sttlilt, 8. Sngnft. ginanjminifter Dr. von Miguel - ' - - -ö r - ist wieder noch Berlin zuruckg-kchrt.

Berlin, 8. August. Aus London wird derVoss.

weißen Streifen rundum, ein Berliner, worin sich eine grüne Tirolerhose mit breiten Streifen, ein Trikothemd und ein I _ : . _ ,. c ,

Maßstab befand -Zeitung" telegraphnt: Obnohl der Kaiser der Einladung,!

Der eine der Thäter ist nach den eingestellten Ermitie- ^ Königin von England zu besuchen, folgen wird, ist der' lungen ein Georg Mivius, auch Monios, ßlb. am Tech der Abreise noch nM Die Ankunft

3./7. 1879 zu Durn evtl. Forchheim in Obersrank-n - "t- Kaisers m England hängt davon ab, ob er die Kömgin Bay rn. Derselbe trug einen dunklen Anzug, weißen, alten ^ dbrcrse nach Balmoral oder nach ihrer Ruükehr Strohhut und hatte keimn H-mdenkragen an. -von dort besuchen wirb In letzterem Fall- »md- der-

Die Persönlichkeiten der biiben anderen Thäter konnten Kchs-l Etft ^ach der Mitte res .-cvember in Minder ein-; bisher nicht f'stgestellt werden. Sie waren Beide bekleidet mit, !

dunkl-m Anzug, ohne Hemdenkrogen und trug der Eine ^e Xrt,?r m"^« «V3^

Sommermütze mit geradem Schirm, während der Andere mit m°ltm.rit^m^^ ^'"^^ am 3^9 ^or0K 9 W.: dunklem Hui bekleidet war. Der Größere dieser Beiden hatte ^u$ ^!e ^intjier von M gml und Thielen sind zu der. schwarzes Schnurrbärtchen und konnte etwa 22 Jahre alt 8^ eingeladin und kehren von Lvitmund a-roald nach

fein.

Es wird um schleunige Recherche auf Backsteinsabriken, Herbergen rc. nach den Thätern erlucht. Im Ermirtelungs- falle wird um Verhasturg urd Nachricht hierher gebeten.

Homburg v. d. H. den 5. August 1899.

Polizeiverwaltung.

Ticnstnachrichtcn aus dem Kreise.

Gefunden: Am 5. d. Mts. im Schloßgarten ein

schwarzes Portemonnaie mit 1 M. Inhalt. ! Handels Kongresses in Philadelphia schreibt die Kölnische D^kPfUS VOt DtM sirregsgörtcht M N-NN-S.

Verlor en: Eine goldene Kravattennadel mit drei weißenZeitung: Die Auffassung dieser Handelskammern werdet Paris, 8. August. Privatdepeschen aus Rennes ist zu Steinen. j von wichtigen Handelsfirmen und hochangesehenen Jndu-! entnehmen, daß Präsrd nt Jouauft im Allgemeinen Dreyfus

Vom Wasenmeister am 9. d. Mts. eingefangen: striellen nicht getheilt. Diese gingen im Gegentheil von her wenig günstig gesinnt scheint. Es wird betont, daß Jouaust Ein weißer Spitz mit eirem N ckeihalsband und Schloß, m.! Annahme aus, daß man die Einladung des Handel» Museums nicht direckt unfreundlich, aber sehr scharf und energisch zu Geschl. Ein schwarzer Bastard mit vier we ßen Pfoten und in Philadelphia zur Beschickung des internationalen Handels- Dreyfus spreche und bei seiner Fragestellung auffallend häufig

weißer Brust, m. Geschl. Eine gelbe Dcgge mit einem Halsband mit unleserlichem Namen.

Hanan am 9. August 1899.

Politisch- rrnd Unpolitische Nachrichten,

(Depeschen-BureauHerold").

Berlin, 8. August. Wie aus Wilhelmehöhe gemeldet wird, empfing der Kaiser heute früh den Feldjäger-Ober­leutnant, Freiherr» von Stromblck, welcher einen eigen­händigen Brief der Königin von England an den Kaiser überbrachte. Die Königin hatte bekanntlich den Freiherrn von Strombeck in OLborue empfangen. Derselbe berichtet, daß das Befinden und Aussehen der Königin ganz vortreff­lich sei.

Berlin, 8. August. Der Kaiser hörte heute auf Schloß Wilhelmshöhe den Vorirag des Chefs des Militär­

Regierung in solcher Sprache abgefaßt ist, daß die Annahme desselben seitens der Buren Regierung unmöglich wird.

Brüssel, 8. August. Ja der Kammer verlas heute der Ministerpräsident eine Erklärung des KabimtS, worin er versicherte, tas neue Kabinet werde wie sein Vorgänger in katholischem Sinne regieren und eine Wahlvorlage ein bringen, welche die Proportional-Wahlen als Grundlage habe. Van den Peereboom begrüßte mit einigen Worten das neue Kabinet und versichute eS der Freund chast aller Mit­glieder des früheren Kabinets. Wir werden einig bleiben Berlin zurück j und unsere Nachfolger können auf unS zahlen. Der fozia-

Köln, 8. August. Sie Meng d,« »iM-dm-r««- ^ortete ®m«« st-lb-l°d»im an di- R-gI-r°-g General-Anzeiger, laß die Krankheit des opeillten Weih- ^'-0--8-, od sie geneigt iei.eme W.hl-Vorl.geemzubringcu,

bischofs Dr. Schmitz soweit vorgeschritten sei, daß eine, Heilung »Möglich erscheine, wird uns von den den Weih-!

bischof behandelnden Aerzten a s unwahr bezeichnet und hivzu- gesügt, daß des Allgemeinbefinden befriedigend sei.

Köl«, 8. August. Gegenüber der ablehnenden Haltung

Verdacht, mit dem Attentäter in Verbindung gestanden zu ! haben, seines Postens enthoben. Der Attachö leugnet kate- mehre-er Handelskammern und des Geheimen Kommerzien--Lyrisch jede Schuld.

raths von den Zypen zur Beschickung eines internationalen' - . - - . - . - . - . -

tages unbedingt aunehmen müsse, schon aus dem Grunde, weil die dort ermöglichte Aussprache zwischen amerikanischen und deutschen Vertretern deS HandelsKaudes nur zur Zrr- streuung von Mißverständnissen dieucn und dazu beitragen könne, die handelspolitisches Beziehungen zwischen beiden Staaten günstiger zu gestalten.

Wien, 8. August. Die Neue Freie Presse bespricht die Ordensverlethurg an Delcassg und sagt, diese Auszeichnung drücke der Reise unvnkmular einen politischen Stempel auf. Man dürfe in der OrdenS-Verleihung einen Beweis er­blicken, daß die Gerüchte von einer Abkühlung der srauzösisch- russischen Beziehungen unbegründet sind. Falls infolge der deutsch-französischen Höflichkeiten Mißverständnisse entstanden sein sollten, so wären dieselben durch Delcasss's Anwesenheit nunmehr behoben.

Amstetda», 8. August. Der in Holland in Umlauf gesetzte Ausruf an das britische Volk zur Vermeidung eines Krieges zwischen England und dem Trausvaalstaate zählt bereits mehrere tausend Unterschriften.

London, 8. August. Die über die Transvaal-Ange­legenheit hier vv! herrschende Meinurg ist, daß die Antwort der Buren-Regierung auf den Vorschlag Chamberlains negativ leutete, da das betreffende Telegramm an die Transvial-

womit die Proportion al-Wahlerr eingeführt würden.

Bukarest, 8. August. Der Dolmetscher und Attachö dlr serbijchrn Gesandtschaft, Swilcozsiz, wurde unter dem

FerriUetsn.

Aus hessischen Städten:

Das neue Hanan.

Von Viktor Hertel Kesselstadt-Philippsruhe.

^Nachdruck verbotene

II.

Am Nordbahnhof und dem Stationsgebäude der Klein­bahn vo'üb< , die Sonntags zumal viele B.ssucher nach Rückingen und Hütt ngesäß, zur romantisch gelegenen Ronneburg hinaus 'ut, eine stattliche burgartige Villa an der Kinzig zur Seite lassend, das gegenüberliegendeOpernhaus", ein im einfachsten R-naissare fiil gehaltenes Landhaus, beiläufig musternd, ge­langt man über die neue Lamboybrücke, von der au3 mau einen sehr schönen B ick auf die Ktuziz zu beiden Seiten gt= vießt und die schöne Umgebung eines VtllensitzeS am Flusse oberhalb betrachten kann, wie weitere auch in der Ufer­straße im Entstthen sind. Diekrumme" Krnzig, so genannt, weil sie hier in einem weiten Bogm den Stadttheil an den türkischen Gärten umfließt, wo wir gleichfalls, wie in der Hain- straße, neben einigen Fabrikgebäuden viele freundlich gelegene Villen finden, haben wir hier verlvffm, um urs zur Hain­straße stadteinwöris zu wenden. Hinter dem Sanyos und an mehreren Gärten vorbei fließend, von beiden Seiten von Gebüsch umrahmt und an dem linken Ufer noch von den Kronen hoher Bäume Überhängen, gewährt der Flußlauf hier ein anmuthaolleS Bild und empfiehlt sich von dem Sandhof auS auch eine Bootfahrt bis zum Wehr. Wer die Hainstraße durchschreitet, wird die schön n Hntaten, ben Schloßpark, die einladende Ramsaystraß« und verschtedeue stattliche Bauten zur Seite deS WegeS mit Wohlgefallen betrachten. Bom Schloßgarten aus führt der muntere Laus eine» Abflusse» der

Ktnzrg bis zur Vo.pan, an welcher er als westlicher Stad- graben vorbeifließt und der Promeusde vor dem Frankfurter Thor folgt, wo die Anstalten deS katholischen Kranken­hauses, die in Kürze noch durch Hinzunahme weiterer Grand- stücke eine Erweiterung erfahren werdm, im frischen Grün der Bäume hervor treten; hier kehrt auch noch das kürzlich erbaute evangelische Vereinshaus seine ernste Front dem Dasserlauf und der schö.'.glpflegten Anlage zu, welche sich hier bedeutend erweitert. Auch die alten Friedhöfe sind zum großen Theil mit neuen Aupflrazungen und landschaft- l chem Sch nuck vns-hen und zu wahren Gärten umgewandelt worden. Das einsame, der Kinzig naheliegende recht p«tt- ltch auSschauende Diakoniff nhaus, das der Krankenpfl'ge von evangelischer Seite her bestimmt ist, wird wahrscheinlich dem­nächst noch eine Kleinkinderbewahranstalt zur Nachbarin er haltm, deren luftig-sonnige Räume der Heranbildung der Kleinen ebenso zu Stätten kommen werden, wie der ihnen zu überlassende Tummelplatz im Freien. »Lasset dir Kindlein zu uns komme»!" sprach der weise Lehrer und Wohlthäter der Mensch best einst. Und unsere bürgerliche Gesellschaft möze immer dies Wort beherzigen im Siane einer gedeihliche« per- und GeisteSpflege der jungen, sich oft recht selbst über'assek-en Welt, He der Verwahrlosung nur allzu leicht anheimsällt, wo elter liche Zucht und Aufsicht fehlt. Bewahren wir die Herze« der Kinder rein, erziehen wir sie zur Ordnung und Sitte nud der Keim deS Guten, in der jungen Seele Hervorzerufen, wird sich weiter entwickeln. Au dem Kanalthor an gelaugt, wo in früherer Zeit noch der kleine Main" seinen Einfluß in die Stadt, der bis zum Heumarkt reichte, suchte, sehen wir den bisher verfolgten Stadt­graben in hoch ausgemauertrm Becken dem kleinen Main zuströmen, in den sich auch die schwache Fluth des die Ost- und Südseite der inneren Stadt bei der neuen Anlage um- spülendm Rinnsals, von der Kinzig herkommend, ergießt.

Durch ein in niedrigen Verhältnissen ausgeführtes Maschinen» Haus, das hier neu erstanden, im Volksmund heißt es Raub­thierhaus, wird ein Theil der großartigen stästischen Siel­anlage mit Hochwasserverschluß anschaulich, die unter bedeu­tenden finanziellen Opfern und mit Aufwand großer Mühen innerhalb d:r letzten Jahre in verdienstlichster Weise durchgeführt worden ist und in sanitärer Beziehung, für die Velbeff-rung der WohnungSverhältnisse von segens­reichem Einfluß sein wird. Die Kanalleitung ist unter­halb der Kesselstädter Chaussee bis zur Hellerbrücke und dort weit in den Main geführt. Verläßt man diesen Punkt und richtet nun den Weg in das Innere der Stadt, so wird man einen seitlichen Anbau deS Postamtes gewahr, das nun für längere Zeit den Bedürfnissen des Verkehrs wohl genügen dürfte. Zu Herrn von Stephans Zeit wäre wohl auch dafür noch ein imposanter Neubau in Hanau errichtet worden! Verkehr! Ja, wie steht es nun eigentlich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Hanau ? Wo bleiben in einer doch schon sehr entwickelten Stadt die Straßenbahnen? Weite Entferuungen sind zurückzulegen, um zum Ostbahnhof und von der Südseite der Stadt nach der Nordbahn zu gelangen. PhilippsruheKesselstadt mit seinen nahen Beziehungen zu Hanau hat auch das lebhafte Bedürfniß nach einer bequemen Verbindung. Weitere Punkte, für den Fußzanger schwer z« erreichen, die Uianenkaserve, Forsthan», Steinheim liege» schon in dem Bereiche, wo es statt eines SpaziergangS eines Marsches bedarf, um hin- und zurückzngelaugeu. Nun, trösten wir aus über das noch nicht erreichte Ziel besserer Verbindaag mit diesen Orten mit der Hoffnung auf baldige Aenderung. Ei« Elektrizitätswerk ist von der Stadt errichtet worden, und damit stehen wir auch vor der Lösimg dieser VerkehrSfrage, die so in befriedigenderer Weise erledigt werden dürfte, alS durch vorgängige Ein­richtung von Pferdebahnen. Wenn erst die im magischen