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für Stadt- und Land« kreis Hanau 10 ^ die 4gespaltene Garmond­zeile oder deren Raum, für Auswärts 15 ^.

Im Reklamentheil die Zeile 20 ^, für Auswärts 30 ^.

Amtliches Organ für Stsöl- unS LanöKreis Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage

Nr. 182

Montag den 7. August

1899

Amtliches. eSanö&ret^ ^anau.

Bekasntmachungen des Königlichen Landrathsamtes.

Wegen Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche fällt der für nächsten Mittwoch den 9. d. Mts. für Butzbach festge­setzte Viehmarkt aus.

In Berkersheim (Kreis Frankfurt a/M.) ist die Maul- und Klaumseuche erloschen.

Hanau am 7. August 1899.

Der Königliche Landrath.

V. 7978/79 I.V.: Graf v. Unruh, Reg.-Affesfor.

Wochen im Dildiz Kiosk eine Verschwörung gegen den Sultan entdeckt worden, die von einem Brigadekommandeur geleitet war. Der Anschlag wurde vereitelt, der General und seine Offiziere sestgevommen und dieselben sind seither ver­schollen.

Wien, 6. August. Trotz des Dementis desWiener

dem Derfertiger zur Ehre zu gereichen, den Besteller mit Be­friedigung zu erfüllen. Das Vereins- und Vorstandsmitglied Herr Fischer gab nach diesem Akte einen Rückblick auf die Geschichte des Vereins? Nach einem weiteren Vortrag der

i Gesangsabtheilung, die an diesem Ab nb gewichtige Proben !ihres Könnens ablegte, sprach noch Frau Bohm au n einen , Festgruß, die Musikkapelle spielte einige Weisen und so war

Fremtenblattes" versichern hiesige diplomatische Kreise, daß a______,r...ir..........

die französische Regierung bin Grafen GoluchowSky bei seiner mittlerweile die Zeit herangerückt, die zum Aufbruch mahnte, Anwesenheit in Paris über die Annäherungsversucke Deutsch- galt es doch, sich noch zu stärken für den bevorstehenden lands und die hierdurch bedingte Reise Delcassö's nach Hauptfesttag.

Petersburg informirt habe. *

Budapest, 6. August.

Gefunden: Ein Taschenmesser. Ein Gebund Schlüssel'. Chotora asiatica vorliegt.

Neutra sind zwei choleraverdächtige Erkrankungen vorge­kommen. Die Regierung entsandte sofort zwei hervorragende Bakteriologen, um zu untersuchen, ob Cholera nostras oder

Der gestrige Sonntag erbrachte am Vormittage, 11 Uhr In Szenitcs im Komitat beginnend, eine

(11 Stück). 2^4 Meter schwarzes Ripsband.

Verloren; Ein Schlüssel und eine dreieckige Schlinke an einem defekten Rirg. Ein Portemonnaie mit 23 Mk.

Zugelaufen; Am 7. Juli d. Js. ein weißer Jagd­hund mit rothbraunen Flecken, mit einem messingbeschlagenen Halsband und einer Steuermarke Nr. 3095 der Stadt Frank­furt a/M.; Empfangnahme bei Heinrich Burkhardt zu Mittel- buchen.

Vom Wasenmeister am 5. d. Mts. eingefangen: Ein weißer glatthaariger Spitz und ein schwarzer langhaariger Spitz, beide m. Geschl. Ein schwarzer Dachshund w. Geschl.

Entflogen: Eine Lachtaube.

Hanau am 7. August 1899.

Budapest, 6. August.

Nachdem den Behörden zur

Delegirtensitzung, i für die verschiedene wichtige Anträge zur Berathung Vor­magen. Zunächst wurde Bericht erstattet über die am 1. Juni d. J. ins Leben getretene Ve- bandsstrrbekasse. Es

zeigte sich, daß die Kasse in fortschreitender erfreulicher Ent-

Kenntniß gekommen, daß große Beträge bereits bezahlter ^ ^^ q

KminonS nnoariied-r mbhpr «ränarirt und im Wickelung bkgrch.N ist, Z. Z. 1368 Mrgl'eder zählt und

Coupons ungarischer Staatspopiere wieder präparirt und im

bereits in 4 Fällen die Sterberente im Betrage von je 100

Auslande zur Einlösung gelangen, wurde eine eingehende mf m.a^

Unterluturg elngelelllt. ®an befählet, b«6 ber Staat am Mk,Mszuz-»I-N halst. FSr.mm »öchmUlchm B-str-g von S Ps.

große Beträge geschädigt wurde.

zahlt die Kasse also ein Sterbegeld von 100 Mark. Neu- aufgenommen wurde der ev. Arbeiterverein Botzbach mit 62

Rom, 6. August. Die Regierung entsprach dem Er- Milaliedern

«^^^ÄrÄ °»d M-n°«°-r-i°- Höchst o. M., GrieSheim, Smd-

Arjl M Bihandlvvg dis schwer ertr-rkl-n Ras Mak-»n-n (lngm w höchst a. M., Nrt-rliid-rb-ch, bie chruMch-a Sr-

beitervereine Wiesbaden und Lanau, die eo. Arbeitervereine

abzusenden.

Zürich, 6. August. Am Freitag Abend sind vom

Dem Verband gehören nunmehr an; die

Tagesschau.

Bismarck Denkmal in Tanga (Dentsch-Ostafrika.)

In der soeben eingeti offenen jüngsten Nummer der Deutsch-Oftafrikunischen Zeitung" in Dar-es-Salaam wird über die am 17. Juni abgehaltene Feier der Grundstein­legung des Bismarck-Denk^als in Targa berichtet. Der Platz, auf dem das Denkmal zu stehen kommt, liegt inmitten einer neuen Gartenanlage auf dem schönsten Platz der Sta.t und war lurch Architekt Hofft kunstvoll geschmückt. Hier hatten lämmtl ch- in Tanga anwesenden Europäer neben der eingebornen Bevölkerung Aufstellung genommen, um den Gouverneur Gentralmajor Liebert zu erwarten, der mit mehreren Offizieren und Beamten aus Dar-es-Salaam mit d.m Reictspoftdampser ^Herzog" eintraf. Die Weiherede hielt Bezirksamtmann von St. Paul-Jllaire im Namen der Stadt und des Bezirüs, indem er in kernigen Worten die Gedanken entwickel e, welche die Errichter des Denkmals be­seelen. Nach seinen Worten sangen die Knaben der Gou- verrements'chule unter Begleitung der Kap lle des ^Herzog" die Karsertpune. Hierauf ergriff Ginrralmojsr Liebert das Wort und feierte in einer längeren Ansprache die Verdienste B.smarcks. ^Ebenso wie Bismarck der Grundstein für Deutschlands Einigkeit und Weltmacht geworden, so soll dieser Stein Tanga und die Deutschen aller Länder zur Einigkeit mahnen!" Alsdann weihte der Gouverneur den Grundstein Biemarck als Schöpfer der Kolonie und Deutschlands Welt­politik zum ewigen Andtnk-n. Die Gouvernementsschüler fangen unter Begleitung der Musik dieWacht am Rhein", worauf Bezirksrichter Ziegler die von den meisten Euro­päern der Stadt unterschriebene Stiftungsurkunde verlas und dann in bin Grur dstein einlecte. Bei den nun folgenden drei Hamme>fch agen, deren erste Frau von St. Paul, die Anreger in der Errichtung eines Denkmales, ausführte, sangen die Gouvernementsschüler nochmals einige deutsche Lieder mit Suahelitext, und zum Schlüsse ergriff der Gouverneur noch­mals das Wort zu einem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser, in welches alle Anwes nden begeistert einstimmten. Mit dem Absingen der Kaiserhymne war die Feier beendet. Im wei eren Verlaufe des Tages fanden sich fast sämmtliche Fest- theiluehmer im HotelZum Deutschen Kaiser" zu einem Festtrnnkc. zusammen, welcher sich zugleich zu einem Abschieds- trunke für den (augenblicklich, bereits in Deutschland weilenden) Bezirksamtmann von St. Paul gestaltete.

PoNttsche und nnpolittsche Nachrichten.

(»Depeschen-BureauHerold).

6 August. Der Berliner Berichterstatter des /Daily Telegraph" erfährt, Kaiser Wilhelm werde wahr- scheinlich Ende September oder Anfang Oktober nach Eng- sein ""d möglicherweise von der Kaiserin begleitet

Berlin, 6. August. DerLokalanzeiger" meldet aus Konstantinopel; Wie jetzt bekannt wird, ist vor einigen

Zi°°tt°IHH°,st I» Z-em-tt der K°°sm°°st »«m und zwei S,"^,^** "T ?£±Ä

Fiiheer -dg-Mrzi Ti.I.lden warm sofort lobt. Ferner ist j?°^d. H., Fr,.db-rg, ® H Oto ein Dr. Herz ms Pari, »-M T!tz-nl-nb-rs- and -in ^s^-. d.,L h d^Lft b^

Sg-nstm °°S Gens bei G-mp-In der S^^W«^ ^Mo^ dem Varntz des Berb-nd-va-stM-

°6Mwlet.r'1«'»hlLtX^ . . den zu bilden. Der Antra, wurde angenommen unb sechs

Brüssel, 6. ansuft <as neue Krönet wud am Mjr.zjxdn (3 aus Frankfurt, 1 aus Wiesbaden, 1 aus Dienstag den Pt°Miwnal-Wa,l,-,-d-Entwmf der Kammer »,,^,/.,,,. »^^ f5, ... ..,,«..',.,,

vorlegen und nach biffen Annahme die Kammer sofort auf-

lösen.

Darustadt, 1 aus Friedberg) für den Ausschuß gewählt. Der Verein Frankfurt hatte fernerhin den Antrag gestellt,

der mittelrheinische Verband möge gleichfalls wie der basische

R-nn^ 6 Surf Sr*» wirb w«-m 6 Uh- ^ wtaüZ^Znb ^S«»m dH auä dem Gefängniß in das Vestibül des LycumS fl^Mipii/; ^entronrf, betreffend Schutz des gewerblichen Arbeit?verhält- bevor noch Jemand Einlaß gesund-n und im Vertheidiger-^.-.^ ^.nehmen. Auch dieser Antrag fand Ane ahne. Die zmimer den Beginn der Verhandlung erwarten. Tre tz^^^^x Resolution lautet;Die Evangelischen Arbeiter- S.adt ist von Fremden unerfüllt. Nu^ den Strumen herrsch. reine des Mittklrbeiniscken Verbandes halten die bestehenden

ein ungewöhnliches Treiben.

vereine des Mittelrheinischen Verbandes halten die bestehenden

Bestimmungen der Gewerbeordnung und des Strafgesetzbuches

W.W, 6 Ä ®ie «Ant her tta.-, ^7^^« KTbS^

96 ?n aU ?:Una£n$R^L a ^^f0^ Anwendung nach beiden Seiten, für vollständig genügend, adsich.igr und zu Gunsten seires Bru.ers ^richael ai s eett: Dieselben vermtheilen zwar entschi-den jeden Terrorismus von Thron verzichten nolle,^ und daß Drlcastö deshalb na^; aiheitne^mern wie von Arbeitgebern, erblicken aber in der Petersburg komme, um om Zaren davon zu überzeugen, daß V^^z^ng der betreffenden Bestimmurgen der Gewerbe- die Abdankung eine Abtrunnigkeit gegenüber Frankreich bedeute, g^vung, wie solche in der Gesetzvorlage zum Schutze der

wird in hiesigen Hofkreisen als eine frivole Erfindung be­

zeichnet.

AM Stadt- ?md Landkreis Harra^

Hochdruck unserer Lokalartikel rmr mit QueLenarrzabeHau. SfeV gestattet.

8. Verbandstag mittelrheinischer evan­gelischer Arbeitervereine.

Arbeitswilligen jetzt vorliegt, eine bedenkliche Bedroh ing der freiheitlichen Rechte der Arbeiter und eine Gefahr für unser ganzes Volksleben, insofern dadurch die Liebe zu Vater­land und Monarchie für weite Volkskreise erschwert wird. Deshalb erklären die Evangelischen Arbeitervereine des Mittelrheinischen Verbandes sich entschieden gegen die sogenannte Zuchttzausvorlage und fordern dagegen volle Koalitionsfreiheit der Arbeiter!" Sodann hatte der Offenbacher Verein verschiedene Anträge in Betreff der Vabandsstei belasse gefüllt, die im Sinne der An-

Den bereits iu diesem Jahre zahlreich dahier abgehaltenen ha ft','a(r Erledigung fanden. Hiermit war die Tagesordnung Tagungen größerer Verbände schloß sich gestern daS Verbands- - Die Verhandlunren leitete der Verbandsvorsitzende,

fest der evangelischen Arbeitervereine des Mittelrheins a«. Pfarrer Sch m id t-^öchst a. M. In,wischen waren Don Fern und Nah waren die VerbandSvereine theilweise verschiedene Vereine des Ve.bandeS eingetroff-n, die sich im mit erklecklicher Mitglnderzahl herbeigeeilt, um auch hier in Gartenetadliffemcnts des Gasthauss zum Elephanten sammelten Hanau Zeugniß für ihre große Sache abzulegen, zu bekun- #Rb R0R bjer ou§ fatlb bann ber gemeinschastliche Gang zum den, daß für die gemeinsamen Ziele:Emporentwicklung deS

F-stgolttsdr-nst in der Johanniskirche

statt. DaS schöne Gotteshaus war in seinen weilen Räumen gut besetzt. Dre Festpredigt hatte in liebenswürdiger Weise Herr Pfarrer La mb e r t übernommen. Unter Zugrunde­legung der Worte der hl. Schrift im Eo. Joh. Kap. 4, VerS 34:Meine Sprise ist die, daß ich thue den Willen deß, der mich gesandt hat, und vollende sein Werk" baute derselbe eine die von Fern und Nah herbeigekommenen Be­sucher iu hohem Grade feffelnde, in der Form herrlich ge- akademischer Festakt ' vorgesehen worden war. Diese Feier S^?^

eröffnete He Gefongsabthnlung des Vereins mit einem exakt und mit warmem Herzen der Sache gegenübersteht. vorgetragenenChor, worauf der Vorsitzende deS Ver-lnS Herrs ' * hndlgt-m Gottesdienst begaben sich die Vereine in Lehrer Ohl eine Ansprache hielt, die mit einem dreifachen>^ordr-etem Zuge, voran die Kapelle deS Infanterie-Regiments I vnd dann folgend der Radfahrer-Verein Hanau von 1898 mit reizend geschmückten Rädern, nach dem Gartenetabliffement

Arbeitcrstaudks unter dem Geiste der Gottesfurcht, K'äftigung unseres rationalen Bewußtseins, Versöhnung zwischen den angeblich feindlichen Gewalten des Kapitals und der Arbeit" noch taufende von Herzen frisch und froh schlagen. Mit dem | Verbandsfeste hatte der hiesige dem mittelrheinischen Verbände angehörerde christliche Arbeiterverein das Fest feiner

Fahnenweihe

vereint, für das am Samstag Abend als Vorfeier im Vereinslokale (Gasthaus zum Elephanten) ein sogenannter

Hoch auf Se. Majestät den Kaiser endete. Nun folgte der Weiheakt. Herr Lehrer Klein Hans sprach einleitend

prächtige, auf den Festakt bezügliche Worte, worauf die Bürg erbräu", woselbst eine Hülle der Fahne fiel und unS ein wahres Meisterwerk aus »zum ^urgervr ' ' ' c

dem Gebiete der Fahnenpickeret vor Augen treten ließ. Y-xr» l c t m f ,

Heroorgegangen aus dem Atelier des Herrn de Groot e stattfand, die den herrlichsten und erhebendsten Verlauf nahm, dahier, ist dieses Erzeugniß heimischen Kunstsinnes geeignet, Wer ein Herz für eine große Sache hat, nicht von Vor-