29,. Juli
Harraser MzeiALr
Lerre 3
Unterhaltung mannigfachster Art, wie turnerische Uebungen, Spiele für Damen und Herren, Volksbelustigungen, Militär- konzert, ausgeführt von der hiesigen Jnf.-Kapelle, u. s. w. gesorgt, so daß wir allen Theilnehmern angenehme und vergnügte Stunden in Aussicht stellen können.
* Konzert im deutschen Hans. Im Garten- etablissement zum deutschen Hans gab gestern Abend die Jusauterie.Kaprlle unter ßdtnng W Stabshobsisten Herrn Schmidt ein Konzert, das einen besonderen Reiz noch bot durch die Mitwirkung des Pistonvirtuosen Herrn C. Höhne aus Berlin, der durch sein Auftreten vom vorigen Jahre hier noch in guter Erinnerung stand. Er trug im zweiten Theile des Programms die von Hmtmaun für Psion arrangiite Air-Variä Nr. 7 vor Benot mit künstlerisch vertiefter Fertigkeit vor und überwand mit Leichtigkeit alle Schwieig- keiten, wie sie sich in einzelnen Variationen finden. Die Kapelle des Infanterie-Regiments begleitete in höchst dezenter Weise. Der dritte Theil des Konzertes brächte eine eigene Komposition des Solisten „Slavische Charakter-Fantasie", der gleichfalls starker Beifall gezollt wurde, so daß der Künstler sich zu einigen prächtigen Zugaben, wie der Phantasie über des Koschat'sche Lied „Verlassen bin i" u. a. m , in dankenswerther Weise bereit finden ließ. Die Kapelle des Infanterie-Regiments leistete gleichfalls Vorzügliches, doch wäre ein etwas flotteres Programm sicherlich geeignet gewesen, die Zuhörer noch mehr zu erwärmen. Daß der Erfolg des Abends trotzdem cin unbestrittener war, muß unumwunden zugestanden werden.
* Bahnsteigsperre. Für die an 1. Oktober c'. auf all n Strecken der Kgl. Preußischen u. Großh. Hessischen Eisen- bahndirektion Mainz definitiv einzuführende Bahnsteigsperre werden zur Zeit schon aus den meisten kleineren Ktationen in den Behnhofsgrbaudm größere bauliche Umänderungen vorgenommeu.
* Ein neues Mittel für Kliegenvertilgung. In der jetzigen heißen Jahreszeit gehört oft zu den fte.enSiN KlagtN ber Hausfrauen die Fliegeupla^e und lo dürste es für Viele willkommen sein, ouf einen in den Handel ge- kommenen Apparat zur Fliegenvertilgung, gmannt Hofmanr?s Flikgenstock - Apparat, anfwcrkskN semacht zu werden. Die Handhabung des Apparatcs ist eine kirfache, das Verfahren ein sauberes. Etve Verkaufsstelle b fir det sich in der Drogeu- Handluvg von Jean Bauer in Hanav.
* Sehenswürdigkeiten. „Museum der Wetteraui- schen Gesellschaft" (Altstädter Schloß, eine Stiege hoch): Geöffnet morgen Sonntag vormittags von 11 bis Vsl Uhr. Kindern ohne Begleitung Erwachsener ist der Eintritt nicht gestattet.
* Die städtische Bibliothek ist von Sonntag b« 16. bis eirschließlich Sonntag den 30. Juli geschlossen.
* Das Hahnenkammhaus ist täglich geöffnet.
Für heute. Turngemeinde: Abends von 7^2—9 Uhr: Kürturnen und Vortarnerstunde. -s Errang. Männer- unb Jünglingsverein k Abends 8 Uhr: Unterhaltung und Sparkasse (Evang. Vereinshaus). — Christlicher Arbeiterverein : Abends 8'/, Uhr: Vereinsabend und Mitgliederaufnahme im Dereinslokale „zum Elephanten". — Abends 9 Uhr: Verein „Einigkeit": Vereinsabend „zur großen Krone"; — Verein „Merkur": Mouaieverfammlung; — Kasino „Eintracht" (Vereinslokal „Goldene Gerste"); Vereinsabend;
— Athletenklub „Germania": Abends von 9 -10 Uhr: Der einsabend (KOauration Wagenöach, Paradeplatz). — Fußballklub „Viktoria": Ebenfalls abends von 9—10 Uhr: Verrinsakend im „Schwarzen Bären".
Für morgen. Hanauer Schützenverein: Nachmittags von 2 Uhr: Schießen auf den neuen Scheibenständen. — I. Hanauer Fußballklub 1893; Nachmittags 3 Uhr: Uebungsspiel.
Langendiebach, 28. Juli. Als Tag der Einweihung des hiesigen Kriegerdenkmals, das seiner Vollendung entg zergeht, ist der 3. September in Aussicht genommen. Da auf diesen Tag zugleich auch das 25jährige Jubiläum der Kriegervereinsfahne fällt, ist das ausgestellte Programm ein sehr reichhaltiges geworden. Besonders erfreulich ist es, daß der 23erein für den Sonntag Morgen gemeinsamen Kirchgang ungeordnet hat und für den Nachmittag vor Beginn des Volksfestes um Abhaltung eines Feldgottesdienstes aus dem Denkmalsplatz vorstellig geworden ist.
Niederrodenbach, 28. Juli. Das bereits erwähnte G u st a v A d o l f - F e st der Klaffe Bücherthal findet am Nachmittag des 6. August hierselbst statt. Als Festprediger ist Herr Pfarrer Strobel aus Bornheim gewonnen. Da man in unserer Klaffe der Gustav Adolf-VereinSsache großes Interesse entgegenbringt, so steht zu erwarten, daß es die umwohnenden Gemeinden an reger Betheiligung nicht werden fehlen lassen, w'e auch unsere E nwohner schaft daS Jh'ize thun wird, daS Fest auch äußerlich als folches würdig kenntlich zu machen.
Marktbericht.
* Hana«, 29. Juli. (LebenSmittelpreise.) HAsenfrüchte: Bohnen 30—36 Pfg., Erbsen 30—38 Pfg., Linsen 40-48 Pfg. das Doppelliter; Geflügel: Tauben das Pärchen 70-80 Pfg.; ein aller Hahn 70 bis Pfg.; ein junger Hahn 70 — 80 Pfg.; ein Huhn 60-80 Pfg.; eine Ente 1,50-1,70 Mk.; Fische: gewöhnliche Sorte 25—30 Pfg., bessere Sorte 35-40 Ug., Aal 1—1,10 Mk., Hecht 1,10-1,20 Mk., Ar-sem 60-70 Pfg., Barben 60-70 Pfg., Barsch 50 bis stst 1/2 ^8; Gemüse: Blumenkohl das Stück 40—60 Pfg.; Kopfsalat, das Stück 3-8 Pfg.; Endivien, ^' Stück 3-8 Pfg.; Rettig, das Stück 5-10 Pfg.; Ober-Kohlrabi das Stück 2—5 Pfg.; Wirsing das Stück
10-25 Pfg.; Weißkraut das Stück 10-25 Pfg.; Rothkraut, das Stück 10-25 Pfg.; Sellerie, das Stück 10 Pfg.; Gurken, das Stück 3—30 Pfg.; Gurken, zum Einmachen das Hundert 1,60—3 Mk.; gelbe Rüben das Bund 5—7 Pfg. neue Erbsen, die Portion 20 Pfg.; neue Bohnen, die Portion 8 — 15 Pfg.; Kartoffel 10—12 Pfg. das Doppelliter; Obst: Kirschen, 20—25 Pfg., Stachelbeeren, 20—25 Pfg., Johannist,anben, 20 — 25 Pfg , Trauben, 80 Pfg. bis 1 Mk. das */» kg; Himbeeren, 30—60 Pfg., Heidelbeeren, 8—10 Pfg. das V« Liter; Aepfel, das Stück 3—5 Pfg.; Birnen, das Stück 2—5 Pfg.; Zitronen, daS Stück 8—10 Pfg.; Paradiesäpfel, das Stück 3-6 Pfg.; Verschiedenes; Butter das Pfuub 1,15—1,30 Mk.; Käse, das Stück 4—5 Pfg.; Eier, das Stück 6—8 Pfg.; Zwiebel, das Doppelliter 22-24 Pfg.; Welschkorn, das Doppelliter 24—26 Pfg.; Radieschen, das Bündel 3—5 Pfg.; Weizenmehl, 1. Sorte 20 Pfg., 2. Sorte 18 Pfg., 3. Sorte 16 Pfg., 4. Sorte 14 Pfg. — ^ kg; Stroh 1,90 — 2,10 Mk. und Heu 2,40-2,60 Mk. — 50 kg; Buchenholz, der Meter 11,50 Mk. Tannenholz, der Meter 8,25 Mark.
Mainwsfferwärme gestern Abend 18 Grad.
Aus der Provinz und vKu NsHbarsshieLLV.
Bad Orb, 29. Juli. In unserem Orte soll nun gleichfalls die eliktrische Btleuchtung zur Einführung kommen. Im Prinzip geruhmigten die Stadtverordneten das Anxebot eirer Frankfurter Firma, die die Konzession auf 50 Jahre verlangt, dagegen aber die Leitung von Wächtersbach nach Orb sowohl der Stadt wie jedem Einzelnen frei ins Haus legt und für die Brennstunde 2*/, Pfg. berechnet.
Schlächtern, 28, Juli. Am 22. Juli er. v runglückte der Hülfsbremser H inrich Koch von Hütten auf der Strecke Schlächtern-Stemau. Derselbe erlitt Quetschungen an beid n Beinen. Es mußte ihm, nachdem er ins h esige Kr-isk arken- haus gebracht worden, b:r vordere Theil d-s rechten Fuß s abgenommen werden. — Daß es auch billige Häuser gibt, zeigt folgender Fall. Am 25. d. Mts. wurde auf dem hiesigen Amtsgericht das den Erb n des Schuhmachers Ph ll pp Lotz von Wallroth gehörige Anwesen, besteheuv i« Wohnhauß mit Hofraum, Scheune und Hausgarien, zwangsweise ^versteigert. Lrtzt- und Meistbiet-nder blieb Handelsmann Abraham Rothschild von Schlächtern mit einem G^ot von 32 Mk., in Worten „zwei und dreißig Markj". Rothschild ist somit auch Haus igenthümer in Wrllroth.
Hersfeld, 28. Juli. In letzter Zeit sind hier wieder holt Ladendiebstähle Vorgekommen, die meist von noch im schulpflichtig-« Alter stehenden Knaben ausgeführt wo den sind. In einigen Fällen ist es auch gelungen, die jugendlichen Diebe zu erwischen. Einer derselben hatte sich dieser- halb vor dem Schöffengericht zu verantworten, seine Mutter war gleichzeitig der Hehlerei ar geklagt. Der Junge hatte bei einem hiesigen Kaufmann zwei 2 Mk.-Stücke aus der Lader - koffe entwendet und nachher, nachdem man bereits Verdacht auf ihn geworfen hatte, sogar die Dreistigkeit gehabt haben, mit demselben Gelde eine Schuld, die seine Mutter bei dem betreffenden Kaufmann hatte, bezahlen zu wallen.. Das Schöffengericht verurtheilte den Dieb zu 5 Tagen Gefängniß, die Mutter wurde von der Anklage der Hehlerei freigesprochen.
Beckerhagen, 28. Juli. Eines plötzlichen Todes starb hier ein Ackermanrn aus Oedelsheim vor dem hiesigen Amtsgericht. Derselbe war, da er kränklich war, im Wagen gekommen, um im Gericht sein Testament zu machen. Als er aus dem Wagen ste'gen wollte, fiel er um und war todt. Es wurden zwar in jeder Weise Wiederbelebungsversuche gemacht, jedoch ohne Erfolg. Bemerkerswerth ist bei dem Vorfall noch der Umstand, daß der Mann ein Testament machen wollte, daS seine Schwester zu zwei Drittel und eins seiner Kinder zu einem Drittel als Erbe bei Vermögens einsetzen sollte, während die anderen Kinder leer ausgegangen wären. So machte jedoch der Tod einen Strich durch den Plan, der, wie man sagt, von der Schwester ausgegangen war.
Frarrkfurt a. M., 28. Jüt. Heute Mittag g ze« 1 Uhr gib der frühere Spezereihändler Burkhar^t auf seine Frau, mit der er schon seit längerer Zeit in Unfrieden lebte, zwei Rcoolverschüffe ab, welche die Frau in den rechte« Unterarm und in den Rücken trafeu. Der Attentäter richtete dann die Waffe auch gegen die auf die Hilferufe der Frau herbei eilenden Personen, ohne jedoch zu treffen. Hierauf schoß Bu-ckhardt sich selbst in die Magengegend. Er sowie seine Frau wurden schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht, wo der Attentäter inzwischen gestorben ist.
Langenfchwalbach, 28. 3alt Kronprinzessin-Wittwe Stephanie von Oesterreich ist heute Vormittag 9 Uhr 41 Min. zu mehrwöchigem Kurgebrauche hier eingetroffen und in der Dkpendrnce des Hotels „Alleesaal", Villa Grebert, ^gestiegen. Die hohe Frau kam über München nach Wiesbaden, wo sie heute Morgen 8 Uhr 17 Min. eintraf und alsbald nach hier mit der Bahn we'ter fuhr. In Begleitung b?r K onprirzessin bifinden sich die Hofdame Gräfin Sz-cher y', Oberhosmeifter Graf Bellegarde und der Leibarzt Dr. Geiger.
Groff-Zteinheim, 27. Juli. Unser Stärtchen rüstet sich, um öaS nächsten Sonntag hier statfiadeude Gau- Turufest des RodgauganeS würdig zu feiern. Auf dem Festplatzr herrscht sehr reg s Leben. Gegenwärtig ist man mit tem Plauiren les Festplatzes und der Wege, sowie mit dem Aufstillen der verschied.nm Turngeräthe, Schcubudeu rc. beschäftigt. Der Fes platz selbst ist sehr schön gelegen. Zwischen hohen, mächtigen Bassltfieiufliesen eiugeschloff-n, bietet sich auf der offenen Seite ein wunderschönes Panorama mit Ausblick nach dem oorübeiz'ehrndett Hollenbach und Thal, sowie Mainßrom und Speffsrt im Hiutergruude. Hrffwtlich macht der Himmel zu den Festtagen ein freundliches Gesicht, damit die viele Arbeit und Mühe nicht umsonst gewesen ist.
® Mainflingen, 28. Juli. Die Roggerernie ist längs des unteren Maingebietes und des aufleßenden Rodgau s nahezu beendet. In einzelnen Gemeinden laufen die Ernieferien der Volksschulen schon morgen ab. Das Ernteergebniß ist je nach Lage und Bodenbeschaffenheit sehr verschieden, allenthalben aber mindestens befriedigend. Im leichteren Boden sind die Aehren sehr gut ausgebildet und voll schwerer und mehlreicher Körner. Langes und ki ästiges Stroh entwickelte sich namentlich dort, wo geringere Lagerungen eintreten. In unserer Nachbargemeir.de Z llhansen ist beispielsweise ein Kornsegen zu verzeichnen, wie sich eines solchen selbst die ältesten Bewohner nicht zu entsinnen vermögm. Diejenigen Laudwirthe, welche im Herbste allzufrüh die Kornäcker zu bestellen pflegen, machten Hmer weniger günstige Erfahrungen. Als geeignetste Zeit zur Ausssat gilt bei erfahrenen Landwirt-eu der November. — Der Hafer steht ausgezeichnet und verspricht einen vollen Ertrag. Weizen und Gerst», die man früher in unserer Umgebung zuweilen anbaute, sind fast ganz verschwunden. — Die Kartoffelstauden berechtigen in ihrer Ueppigkeit nach Menge und Güte eine Ernte, wie seit Jahren nicht.
P.-C. Grotz-Umstadt, 28. Juli. Judem wir auf die Annorc- der Ir-b tläums-Provinzial-Gew erbe- Lusftellung zu Groß-Umstadt im Jnseratenthstl der heutigen Nkimmer ciufmelksam mach-n, weisen wir darauf hin, daß während der Dauer der Ausstellung (30. Juli bis 17. September) auf allen Bahnstrecken der Eisrubahudirek- tisn Mainz, sowie cuf der Main-Neckarbahn und den unter ihrer Verwaltung stehenden Bahnstrecken, und auf bett Bahnen der Süddeutschen Eisenbahn-Gesellschaf t auf eirfacheFZH-karte (I.-III. Klaffe) freie Rückfahrt gewährt wir», w.'nn die Rück. cise an demselben Tage geschieht, un^ die Fahrkarte den Stempel kes Ausstellnuas- td iliet’ä trägt.
Worms, 28. Juli. Die Maske herunter, Herr Schiller! Unter dieser Urberschrift schreibt die demokratische „Wormser Volksz-itunz" in ihrer heutigen Nummer: „AugistchtS her noch imm-r fortdauernd.'« Verhimmrluug des Herrn Lch.ll. scheu wir uns veranlaßt, noch Einiges zuc Sprache zu hingen, dcs den Nebel, der so geschickt um dir Persönlichkeit des hcffisch.n Schul-„MLnyrerL" geb.llt w r'a, etn wmig zcrstrmen soll. Wi. empfehlen auch der „Franks. Ztg." liefen Artikel zum Abdruck und bemerken, daß wir eventuell gerichtlich mit deu vollen Namen diruen werden. AlS Schillers zweiter Sohn in der Osersekansa saß, hatte er aU Lehrer in der Geschichte He rn Dr. S., damals noch "cc sstst jetzt Lehrer am Gymnasium zu F. Nun war der junge Schiller ein, gelinde gesamt, sehr mäßiger Schüler. Herr Dr. S., nicht nur ein Mann von tüchtigen Kenntnissen, sondern auch gewiffenhaft und etzrliw, trug nun einst beim Lieiteljahrsschluffe dem jungen Schiller die Note „theilweise genügend (fünf)" in die Ceusurliste ein. Die Note war nach bester U-öerzeUtUvg gegeben uns jedrvfalls den Leistungen genau entsprechend. Allein waS geschah? Herr Schiller schlug entsetzlichen Lärm, schalt Herrn Dr. S. töchlig auS, daß er seinem Sohne eine Note gegeben, die er nicht verdiene und veranlaßte ihn, den Fünfer in einen Dreier („im ganzen rut") zu verwandeln. DaS ist die Schule, iu der die Dett- weiler groß geworden sind! Kein Wunder, w nn Herr Schiller lie Aufmerksamkeit deS großen Publikums abzulenken sich bemüht. Aber trotz aller Künste soll die Wahrheit doch suS Lichi! Nun einiges zur Charakteristik Schillers als Examinator. Ein älterer Student in Gießen, der bei Schiller Acc.ß müßen wollte, warf sich mit allem Eifer auf die Pädagogik. Er wir darin vollkommen sattelst und hat selbst m-hrere schwächere Kauvidaten mit b.stem Erfolge gerade in diesem Fache „eingepaukt". Als er zu Herrn Schiller ini Examen hm, geschah daS Unglaubliche: er st l durch. Nun ist es ja nicht schwer, auch einen gut Vorbrreiteten zu Fall zu bringen, wenn der Examinator ei darauf anlegt. Hier aber hat sich H rr Schiller nicht enib'ö'-et, soweit zu gehen, daß c'r dem Kandidaten faktische Thatsachen einfach ableugnete. (Selbst die Frage, die Antwort und Zeugen bei Vorfalls sind wir auzugeber bereit). Daß er gegen den Prüfling ein nNjüustigeS Bo u theil hegte, kann eus Aenßerungen, die er vor dem Examen gethan, bkwt'sen werden. DaS betraf den j tzige« Gymnasiallehrer Dr. R. in L. Wir wiederholen, ogß wir zur Nennung der vollen Namen bereit sind! Wie la-!ge soll Her; ß Schiller noch die MärtyrermaSke tragen?"
Aschaffenhurg, 28. Juli. Die Genickstarre ist im benachbartcn Damm unter den Kindern auSgebrochen und