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»L 173
Donnerstag den 27. Juli
1899
AMtSiches.
cSanö&rei^ ^banau.
Bekanntmachungen des Königlichen Landrathsamtes.
In der Stallung des Taglö^ners Otto Stichler zu
A.tartohrnAprt ttnh inert? attnenthnet mnrbert. bem Begin.d der Aera L^nb<t war Nözrier, w e nunmehr
ausgebrochen und Gehöstssperre angeordnet worden. Hanau am 25. Juli 1899.
Der Königliche Landrath.
Mili ärchess sind bereit, einer für alle etnzusiehen: wir wisftn, Tokio und Kobe hat man längst auf dieses Ziel hingearbeitet, daß wir die Truppe auf unserer Seite haben." Nach der aber in Peking waren greß: und schwere' Hinderuifie, be- Rückfehr von jenem Mavöver erklärt- Nsgrier dem ihn auf anders der Wtdersian» des alte« Li Hsnx-tschavg, mehr noch dem Bahnhöfe erwartenden General Zurlinden: „Wir wollen der des heute fast allmächtigen D inzlus zu überwinden. Es keine Revision^des Dr,pfaspr»zefics." _ ZurliNKe« wußte, daß heißt, Letzterer sei durch den Prinzen Tsching, den eigentlichen ..... c« Ca^a sr.u Spiritus rector des Bündnißplanes, gewonnen. Wie weit England hint r diesen Machinationen und Verhandlungen Hf, ist noch nicht ganz aufgrkiärt, «'-er zweifellos hat es die Hand im Spiele. Ja Eingeweihte wollen gerade durch diese Vorgänge das iisher so nachgiebige und zurückhaltende Auftreten Englands erklären. Auch Rußland scheint nicht ganz ««unterrichtet zu sein, wenigstens heißt eS in Tokio, daß die russische Regierung unterrichtet sei. Es deutet über-
Jesisteht, eifrigst, aber erfolglos bemüht, seine Kameraden im . Kriegsrathe für eine gemeinsame Aküou zu gewinnen. Erst j vach dem Mißlingen dieser Versuche handelte er auf eigene Faust. Er benutzte feise Inspektionsreisen, um die Divi- ' ftonäte, Brigadiers und Obersten zu den sonderbarsten Be- ^ltll|Iil(I^n(^tCn Oliv uClll «trcilt* ! lehrungru an die Ossizinkorps aufzufordern. Diese Be-
Verloren: Vor ca. 4 Wochen im Wilhelmsbaderhof lehrungen erfolgten in den Raportsälen. Oberst Bertrsnd Haupt Alles immer mehr darauf hin, daß die Periode gegen- ein Dienstbuch,'auf den Namen Ludwig Bratfisch lautend, ^om zchnteu Infanterieregiment in Anrome hielt am 8. Juli Zeitiger Eifersucht und Intriguen vorüber und wirklich ein
Gesunden: Eine Fahrradnummer B. 16383. Ein eine solche Belehrung und wurde hierb i von seinem B igavi-r allgemeine« Eiuocrständmß ü er ben zukünftigen Gang der Musterbuch' ' ^unterstützt. Verband, wurde infolge defien zu Gall'fet ge- Dinge und der Eatwickel«ng Cymas erzielt worden, so daß
' — ...... ~ ■ —" -~i—^‘ *"{ ^ "— <n—^,Wi° ksnut'N das f ^t sich bilsende neue Verhältniß zwischen Japan und
j Sie, ein bisher stets loyaler, korrekter Offizier, Jfrrn China das europäische Einvernehmen ebenso wenig stören Kameraden gegenüber eine solche Sprache führen?" — nach dürfte, als dasjenige zwischen Japan und den Kontineutal- ! einigem Zögern, N4zrier habe dies angeordnet. Nun ver- staaten. Die Kaiserin ist dem Bündniß gewoonen, und ihre ! langte Gallifet von Negrier eine schriftliche Erk ärung. Diese j letzten, scheinbar reformfreundlichen Dekrete werden in Japan fU ziemlich gewnnden aus, konnte aber die Hauptsache nicht auf den Wunsch zurückg'führt, Japan freundll-ch zu er-
V. 7568
v. Schenck.
Zugelaufen: Ein schwarz und weiß gi flectier Hund, rufen und antwortete auf d ssen Vorhalt: Hanau am 27. Juli 1899. ",r Bisher stets Inn-Jer. Dritter
Tagesschau
Kommt der Zar nach Mainz?
Die „N. Hess. Voksbl." schreiben: Die Zeitungen durch- entkräften, daß Nögrier verlangt hatte, dafür Stimmung zu läuft eben die "Mittheilung, daß im Monat August in Wies- mach n, deß numittelbar nach dem Renneser Prozeß die baden eine Zusammenkunft zwischen unserem Kaiser und dem Armee ihre Prärogative eigenmächtig wahre. Nögrier erfuhr Zaren statifinden solle. Wir sind in der Lage, diese Nach- erst heute Morgen, da er die Nacht im Bahnmaggon zuge- richt als auf Er fiadung beruhend zu bezeichnn. Der Zar Kracht hatte, von der gegen ihn gefaßtes Entschließung der wird schon wegen der Seelenmessen für den verstorbenen Groß-, Regierung. Wenn auch aus Paris beruhigend hinzugefügt fürsten-Thronfolger im Monat August Rußland bestimmt nicht >ird, das Vorgehen 9?ephr stehe vereinzelt da, da die Detlefs en. Der Besuch der russischen Majestäten war nach übrigen Mitglieder des Obersten K.iegsrathes zu wiederholten den früheren Dispositiomn frühestens für Ende September, Mfen sämmtlich erklärt hätten, daß sie beabstätigten, sich mit größerer Wahrscheinlichkeit aber für den Monat Oktober ausschließlich der nationalen Vertheidigung zu widmen und vorgesehen und ist bis jetzt noch nicht bekannt gewordrn, f keine Po.itik zu treiben, so kann man sich doch ungefähr vor daß hierin eine Abänderung geplant sei.' — Die Meldung stellen, welchen Einfluß das Beispiel dieses hohen und nicht von der Ankunft Kaiser Wilhelms in Mainz wird von di ser i mehr jungen Offiziers aus die gewiß n cht bü n gesäten Hitz- Richtigst llurg nicht berührt. Immerhin ab:r gilt auch sie köpfe unter seinen Kameraden ausüben muß. Ein so ungestüm en den Fesseln der Disziplin zerrendes Osfizierkorps unter das Gesetz und den Willen der Regierung zu bringen,
auf den Wunsch zurückg-führt, Japan freundlich zu er
scheinen. Ob es zu einem Bündnisse kommt, bleibt ab- zuwarten.
Richtigst llnrg richt berührt., noch nicht als unbedingt zutreffend.
Die Kohlenpreise
werten in diesem Winter beispiellos hohe sein. Die Notirungen für den kommenden Herbst lcsstn Preiserhöhungen auch im Dktailverkaus erwarten. Da auch die Koakspreise gestiegen sind, so wird die Ofenheizung in dusem Jahre mehr Geld tosten als bisher und, wenn gar ein strenger Winter kommen sollte, ein gewaltiges Loch in den Geldbeutel
dürfte selbst dem gesürchteten Kriegsminister Gallifet sehr schwer fallen. In Paris scheinen die verantwortlie' en Männer angesichts dieser bedenklichen Anzeichen und der oer» trächtigen Bewegung, die gerade jetzt in orleanistischen Kreisen bemerkt wird, ihre Wachsau ke t zu verdoppeln.
Zur Gefchäftslage in den Vereinigten Staaten.
„Drn? Review" führt in ihrem Wochenberichte aus, daß sich kein Stillstand in der V^rkehrseutwickelung zeige. Die
reißen. Wer den nöthigen Raum zur V.rsügung hat, thut gut, die Kohlen möglichst j-tzt schon tinzukausln, schon im . . - - -
September dürften sie theu er sein. Si vis pacem, para Streiks hätten cufzehört und die Befürchtungen we en eines
Politischs und nnpotttischr Nachrichten.
(«Depeschen-Bureau «Herold).
Berlin, 26. Juli. Finanzminister Dr. Miguel hat in Ems am Abend vor seiner Abreis- den Oberpräsidenten j von Hlsf.n-Nassru, Grafen Zedlitz, zu sich als Gast ge« , ladi N. Bei seiner Abreise ei klärte Herr von Miguel, dessen bisherige Kur nur 18 Tage gedauert hat, daß er im nächsten Jahre Ems wieder besuch.n wolle.
Berlin, 26. Juli. Die Steinmetz-Innung hat in ihrer gestrigen Versammlung beschlossen, die Forderung der Gesellen, betreff nb die achtstündige Arbeitszeit und 70 Pfennige Stundenlohn, abzu lehnen.
Berlin, 26. Juli. Heute Mittag fand in der Kapelle der russischen Botschaft ein Trauergottesdienst für i ben verstorbentn Großfürsten-Thronfolger statt. Anwesend waren Vertreter der Diplomatie, darunter Staatssikcetär Posadowsky, die Generalität, Abordnungen des Alexander- RegimentS und des zweiten Garde-Dragoner-Regiments.
Geestemünde, 26. Juli. Der st anzösische Kreuzer
bellum und wer BiUipe Wivte, Heizung haben will,
kaufe
Kohlen, so l^nge es heiß ist.
Der häusliche Zwist der französischen Sozialdemokratie
soll auf einem allgemeinen Parteikongreß zum Austrage gelangen. Wahrscheinlicher aber dürfte es sein, daß er auf dem Kongresse erst , recht zu Heller Flamme entbrennt. Wenigstens läßt darauf die Heftigkeit schließen, womit einstweilen über das Konferenzprogramm zwischen den verschiedenen Richtungen gestritten wird. Die Gruppen Baillant und Guesde wollen die Tagesordnung auf die „Frage Millerand" beschränken, d. h. einen Beschluß darüber herbeiführen, ob ein Genosse korrekterweise in einem Bourgeois- kabinet, wie jenes von Waldeck-Rousseau gebildete, sitzen kann, während Herr Jamös dir Gesammtheit der gegenwärtig den französischen Umsturzparteien zu empfehlenden Taktik in das Bereich der Konferenzverhandlungen gezogen wissen will. Das heißt, auch auf der angestrebten Konferenz wird her Gegensatz zwischen den Sozialdemokratin der milderen Tonart, welche es nicht für einen Verrath an den Parteiprinzipien halten, in bourgeoiSstaatliche Ehren- und Verwaltungsämter einzurücken, und den Genossen der schärferen Tonart, welche dem bestehende« Regime den Krieg bis aufs Messer geschworen haben, zum Ausbruch kommen.
Die Maßregelung des Generals Nvgrier
Der vom französischen Ministerrath in den Ruhestand versetzte General Nö,stier hat allen Unbotmäßigkeiten, die in sttzter Zeit von französischen Offizieren gemeldet wurden, die Krone aufgesetzt. Das Verschulden, das Nög'ler nun mit seiner Enthebung von dem Posten als Mitglied des Obersten Kriegsraths büßen muß, b, steht in einem mündlich ertheilten , Tagesbefehl, der die Haltung der Regierung in der Drepfus- Affaire auf das Schärfste tadelt. Näheres wird hierüber wie folgt berichtet: Schon am 17. September 1898 machte sich Nögrier durch folgende Rede bemerkbar: „Die obersten
Jbis ist heute Morgen nach England abgegangen.
Letpzig, 26. Juli. In Löbtau sind seit gestern weitere
ES's"" k-«-°st»i>i-l°s S-°---t-°. D>- Ä >I»H--" °°° P,«„rbu»g. 26. 3uli. H-Ut- Miutg s-nd ,» d« »'S™ *»**SÄ «i ^.^ M-- P-->-K-ch«-l- bte Seife» ant b=8 ®.ob >uslen= «ä = = ,n « »? «. “ >, i6 ??^ m.„ ?.K «t«6™ibialomot'toen Satreter, die G-n->MSt unb die Spitz,n der 6 612 315 Äushels. ES wird hersorgeho.en, deß Ue Far > r tt.niih.t^.h.» Der Sar und die Krokriüiüeir dobett den
„; o"^''P Civilbchörden. Der Zar und die Großfürsten lobm den
'” 1° S* OMUtuaten um ®meIta an M°- '^ ) ^ ,,„lcr VoranttM her G-Wchk-U
bringen wurden, wenn bte Rente ungünstig ausfallen würd,. " J s 7 Die Bankckaringumsätz? stiegen in der abzelausenen Woche in Newyork um 55 pCt. und in 13 anderen großen Städten
um 36 pCt.
Erzfrinde in Deutsch Südwest Afrika.
Die mehrst chen von fachmännischer Seite angefielltcn Untersuchungen über die Rentabilität der Kupfererzlager in Deutsch Südwestafriks haben schon längst die Aufmerksamkeit interessirter Kreise auf sich gezogen, und es steht daher bie Bildung einer Kupfer- und Eisenbahn Gesellschaft nahe bevor. Es hande t sich wesentlich um die Erschließung der Otavi- und TsvMip-Mineu, von denen besonders die letztere viel verspricht. Es wäre erwünscht, daß das deutsche Kapital sich diese Gelegenheit nicht wieder entgehen ließe, wie dies seinerzeit mit bezng auf die Au findung und Ausbeutung des Guano geschehen ist.
China und Japan.
zur Gruft.
Kiew, 26. Juli. B-i der Revision der hiesigen Rerchs- bank-Stelle wuroen drei gefälschte Checks über 160,940 Rubel entdeckt. Der Fälscher ist ein flüchtiger Beamter der Kreis-Rentri in Berditschew.
AsrK «tadt- ÄNd LanÄkKkis HaNK«. ^«Ädruck nnierek ßetalsrttfei -mr Mir Ltneüessus^e »Har-. ? nz. gestattet.
Neamtenperfo«al-Nachrichterr.
Ernannt: der außerordentliche Pfaerer Eisenberg zum
Pfarrer zu Renda, _ „, _ t
bet Lmtrichtcr Dr. Habicht zu Cassel zum Landge-
richtsrath, ,, „ ,. . _
der -totSmäßige Gerichtssch-eibergehu se Assistent Frank bei dem Amtsgericht zu Ccfsrl zum Gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht zu Schwarzerfels.
Versetzt: der »trafaustaitS S-krrlar Köppen zu Ziegen«
Die chinesischen G sandten Liutuntso und Chingkwan sind
in Tokio mit ganz euställigen Ehren empfangen worden unb । or-i-y». -“ n 'T T " » -^ o—
nun stellt sich heraus, daß ihre angebliche HandelskommiisioniHain an die Strafanstalt zu ^aardrucken.
E» als tin D,<kmart,l im ben Wl>» -m-r «Man,/ B-rlieh-n: ben R-4>«°nw-llm »nb So area Dr pr. einige behaupten eines Offersto- undDefensivbündnisses, war.!Harnter, Israel und Dr jur. Wo^ler zu Eass-r der Letzterrs dürste zu weit gegangen sein, aber fest steht, daß die Charakür als Juftizraty,
chino japanischen Beziehungen eine wesentliche Aenderung be- i dem Zimrrer Polier Rasch zu Crumbach das Allgemeine reits erlitten haben, ' und zwar im Sinne einer langsamen; Ehrrnzeicke».
vb-r steti en Annäherung, welche von dem Besuche des Mar-^ Pensiomrt: der StrafanstaliSaufseher Rosenstock zu quis Jto in China herdatirend, jetzt einem endgültigen i Cosiel, vom 1. Oktober d. I. ab.
^Bündniß entgegenzureisen scheint. In Dokohama wie in'
Verliehen: den RechtSanwälten und Notaren Dr. jur.