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drtrefsmd« P-Kaufschla«,

Rr. 157

Erstes Blatt.

Amtliches Organ für ^fsöf" unö LauSKreis Hanau

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletrisüscher Beilage.

Samstag dcu 8. Juli

Hierzu

Amtliche Beilage" Nr. 48

^arv^reve ^banau

TinrückungD. gebühr

für Stadt- und Land» kreis Hanau 10 ^ Ni ^gespaltene Garmond- zeile oder deren Raum,

Im Reklamentheil die Zeile 20 ^, ffa «uswärt» 30 ^

1899

^Rlfonnfäididlttttä. I erwiesen haben, und sie die Worte, in denen E«. Majestät

«rx. so freundlich waren, mir den Eindruck zu schildern, den

^" bSS L^S dieser Besuch bei Ew. Majestät zurückzelaffkN hat. Loubet.

Ordnung für die Erhebung emer Gemeindesteuer der dem. * 1

j Erwerbe von Grundstücken im Bezirke der Stadt Hanau!

jeder Eigenthumserwerb eines im Stadtbezirke

. , . . _ . f., n . .ta . belesenen Grundstücks innerhalb 4 Wochen nach

Bttanntmachuugen des Konlgllchen Landrathsamtes. -<m Erwerbe dem Magistrat anzuzeigen ist. Die

In Groß-Steinheim (Kreis Offcnbach) ist Klauenseuche erloschen.

Hanau am 6. Juli 1899.

Der Königliche Landrath.

die Maul- und Unterlassung der Anzeige zieht eine Strafe von 330 Mark

V. 6889

v. Schenck.

nach sich.

Hanau den 7. Juli 1899.

Der Magistrat.

Bode.

Regelung der Regentschaft.

Die Geburt einer dritten Tochter scheint den Zaren die Hoffnung, einen Erben zu erhalten, genommen zu haben, denn er beabsichtigt in nächster Zeit einen Ukas zu ver­öffentlichen, um die Regentschaft zu regeln. Allerdings heißt eS darin, es handle sich um dir Festsetzung, falls ein minder­jähriger Nachfolger vorhanden, aber eS ist bezeichnend, daß der Zar zum Regenten seinen Bruder Michael Alexandrowitsch

bestimmt. Es geschieht dies augenscheinlich deshalb, damit

Ueber die Gemeinde Berkersheim (Kreis Frankfurt a/M.), ist infolge der gefahrdrohenden Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche daselbst die Orts- und Gemarkungssperre ver­hängt worden.

Hanau am 6. Juli 1899.

10608 bestimmt. Es geschieht dies augenscheinlich deshalb, damit ^^ im Falle seines Todes keinerlei Verwirrung entsteht und der : jüngste Bruder deS Zare« sofort die Herrschaft übernimmt.

V. 6955

Der Königliche Landrath, v. Schenck.

Der Gutsvorstther Wilhelm Vogelweier von Wil- helmsbaderhof ist vorbehaltlich jederzeitigen Widerrufes zum

Depesche« Wechsel zwischen Kaiser Wilhelm und Loubet.

Der Besuch dis Kaisers auf dem vor Bergen ankernden französischen Schulsch ffJphstöuie" ist Anlaß geworden, für eine lebhafte Sywpathieknndgrbung zwischen dem Kaiser Wilhelm und dem Präsidenten Loubet, die als ein neuer Beweis der guten Beziehungen zwischen den beiden Reichen

Der ältere, der jetzige Cäsarewitsch brusileidend und wird deshalb wohl den Thron entsagen.

Herrschaft übernimmt.

Georg, ist bekanntlich seinen Ansprüchen an

A«S Stadt- und Landkreis Hanau.

Kschdnrck unserer Lokalartikel nur mit QuellenangabeHau. Anz.' gestattet.

):( Gustav Adolf-Verein An Mittwoch den

auzusehtN ist. Außerdem waren für gestern Abend dir 5. d. Mts. Hielt der Hauauer Bezirks-Verein der

Offiziere und einige sechzig Cadetten des französischen Schul- evangelischen Guftav-Adolfstiftung in Rieder-

Schäs-r-i-ulfth-r sür dm Gulibijkk Wilh-lms!°d-rh°s b-Mt ,ch, zJphtzSn!-' mit d-» i-»«,n C°»,ttlN ,u -imm »ittl«u b-I M-rhol-s-t» Z-hnif-st ab. und verpflichtet worden. ' - ~ -

Hanau am 1. Juli 1899.

V. 6662

Der Königliche Landrath, v. Schenck.

. . , , f Waren auch

gemeinsamen Fest auf dieHohenzollern" eingeladen. Der! der unbeständigen Witterung wegen die auswärtigen Fest- Wortlaut der Depesche des Kaisers, welche sich in sym-!gäste diesmal weniger zahlreich zur Theilnahme etugetroffen pathischen Worten über die Eindrücke ausläßt, die er bei wie sonst, so war doch die Betheiligung an der Festfeiec

seinem Bisrche auf derJphigänie" von der Besatzung seitens der Gemeinde« deS Kirchspieles Niedermittlau um so

------------------------------------------------------ empfangt» hat, ist folgender; Bergen, 6. Juli. Au reger u»d freudiger. Festlich geschmückt begrüßten Häuser ^MmflttrtrfiTliWftt nnä form ßrrtfr ! den P ästdenten der Republik. Ich hatte das Vergnügen,! und Straßen die eintretenden Festgäste, und das Gotteshaus * ! auf dem Schulschiff »Jphigsnie" die jungen französischen. konnte kaum die Feiernden alle in sich auf«ehmen. Der

©olbaibeiter Friedrich HeN vcn Kestelstadt ist zum!Mariresoldaten iu sehen, deren militärische Haltung, würdig'Festgottesdierst begarn um 10 Ujr, in dem der Ortsgeist- ihres edlen Vaterlandes, mir eimn lebhaften Eindrrck ge-gliche, Pfarrer Sauer, die Liturgie und Pfarrer Herchen- macht hat. Ich hebe mich als Seemann und Kamerad r ö d er aus E ckenh eim die Festpredigt hielt. In kräftigen Herzlich g freut über den freundlichen Empfang, der mir durch Worten schilderte der Re »er die Nöthe« unserer evangel. die Kommandanten, die Lffiziere und die Mannschaft be-! Glaubensgeuessen in der Zerstreuung, die er alS ehemaliger reitet worden ist. Ich schätze mich glücklich, Herr Präsident,' Tiaspcrapfairer zur Genüge kennen gelernt hat, und be- daß günstige Umsiärde wir erlaubt haben, dieJphigänie"! geisterte mit Eifer und Liebe zur werkthätigen Hilfe und zur und Ihre liebenswürdigen Landsleute zu besuchen. Wilhelm. Mitarbeit an dem Weeke des Gustav-Adolf-Verein-. Dem- Der Inhalt der Antwort des Präsid.nten Loubet, die im1 nächst erstattete der Vorsitzende den üblichen Jahresbericht. Ton nicht weniger herzlich gehalten ist, wie das Telezraum Nach Schluß des Gottesdienstes hielt der Verein seiue Gene- t"* ®««-*« f«"*-*. m" - *a 7 ^-" M" -L. nn^r.k,^ ralversammlung ab, bei der sämmtliche 10 Zweigvereine des

Todtenbeschauer der Gemeinde Äiffelftebt bestellt und ver­pflichtet worden.

H°"°° 4- 2°'' 1899

V. 6802

«MaöWrgw ^banau.

Bekknutwachvogen des Oberbörgermeisteramtes.

Bekanntmachung.

Der von d,m JohannisttrchPlatz nach dir Hain- straße längs den SchustöfiN führlude Weg wird von heute " au bis auf Weiteres für den Verkehr geschlessin.

Havav den 8. Juli 1899.

Der Magistrat.

deS Kaisers, lautet; Parts, 7. Juli. An Se. Majestät

Kaiser Wilhelm von Deutschland, König von Preuße«. H------^.^.l.^ ^».^ ^.. Z^............... ------ jBergen. Ich bin aus das angenehmste berührt ron dem Nur der Zweigverein Windecken war unvertreten. Der - Telegramm, welches Ew. Kaiserliche Majestät auS Anlaß Vorsitzende begrüßte die erschienenen Theilnehmer, berichtete

Hauauer Bezirks durch ihre Abgeordneten vertreten waren.

Bode.

FerrMetsn

Von Eduard Sudrow.

(Nachdru^

des Besuchrs an Bord deS Säulschiff.sJprigäuie" an

Vorsitzende begrüßte die erschienenen Theilnehmer, berichtete

über die Thätigkeit des Vorstandes im ablaufende« Bereins-

10611 mich gesandt haben. Ich beeile mich, meinm Dark auszu- jahre und legte der Versammlung seine Vorschläge zur Be- sprechen, für d^e Ehre, welche Ew. M^j stät unserer Marine rathurg und Beschlußfassung vor. Die stirer unterstützte«

erboten.)

Man hört in heißen Sommermonaten vielfach Klagen t über die sogenannte ^Saure-Gurken-Zeit"; besonders sind es die geplanten Zeitungsschreiber, denen es an Stoff fehlt, die aber ihren Lesern ein für allemal interessante Unterhaltung schuldig sind. Da wird denn manchmal ein fistelndes,

pikantes Histörchen erfunden, das der Phantasie und der In­telligenz derZeilenschinder", wie man die zsilenweise

honorirten Mitarbeiter der großen Zeitungen in arger Verkennung ihrer unleugbaren Verdienste---benamset, alle Ehre macht. Am Erde des Jahrhunderts müssen wir ja das Zeitungswesen in Berlin und im ganzen Reiche von völlig anderen Gesichtspunkten auS beurtheilen, als vor 4 ober 5 Drcennien, in den Zeiten, da in der Litteraturdas junge Deutschland" florirte und auch Gustav Freitag sein klassisches LustspielDie Journalisten" erscheinen ließ. Heute sind die Zeitungen fast alle mehr oder weniger GeschäftS- vlatter, diejenigen, welche politische Parteien vertreten, ver- schwinden fast ganz hinter der großen Anzahl der parteilosen Blatter oder derer, die vorgeben, regierungsfienndlich zu sein, ^m Staate aber weder Nutzen bringen noch bringen können, o u u» v ®erlintt Tageszeitungen hauen sich ja in des Lettartiklln ganz gründlich herum, aber eS liegen dann doch fast immer aktuelle politische Interessen vor.Ueber den Parteien stehen lautet der Wahlspruch kluger und berechnender Vnleger, ob es auch ein Wahrsp.uch ist, möchte ich heute nicht entscheiden. Jedenfalls wird die Rechnung bei dem Ge- schäst gefunden, es kann immer mit hochachtungsvollem Danke

von Neuem quittirt werden. Und neben der Parteilosigkeit der Blätter ist es ihreAnnoncmjagd", die ihnen am deut­lichsten den geschäftlichen StempU anfbiicft. Roch aber brauchen wir auch aus diesem Gebiet nicht zu verzagen: Es gibt Gott sei Dank noch zahlreiche Litteraten, Publizisten großen Stils, die nach den Worten ihres großen Vorgängers Gutzkow" (aus dem 3. Akt des TrauerspielsUritl Ncosta") sich selber keinen Meineid schwören, die freudig und siegesgewiß der Kraft des Geistes vertrauen und gleich ihrem glänzenden Vorkämpfer, dem ersten bedeutungsvollen Journa-

es spielen immer noch mehr als ein Dutzend erzähle ich Ihnen das nächste Mal.

listen

Deutschlands, stolz bekennen:

Die Ueberzeugung ist des Mannes Ehre, Ein golden Fließ, das keines Fürsten Hand Und kein Kapitel um die Brust ihm hängt. Die Ueberzeugung ist des Kriegers Fahne, Mit der er fallend nie unrühmlich fällt. Der Aermste selbst, verloren in der Masse, Erwirbt durch Ueberzeugung sich den Adel, Ein Wappen, das er selbst zerbricht und schändet, Wenn er zum Lügner seiner Meinung wird.'

In den lktzten Jahren nun hat man in den Tagen sommerlicher Gluth derSauren-Gurkm-Zeit" keine allzu schlimmen oder berechtigten Vorwürfe machen können^. Die Räder der gewaltigen politischen Maschine dürfen Heuer nie­mals stillestehn, aber auch auf künstlerischen Gebieten und besonders in den Theatern der Reichshauptstadt herrscht noch viel Leben. Auch das Lokale in den Blättern kommt zu seinem Recht, wenn auch hier wohl der größte Stillstand zu verzeichnen ist.

Die Herren Minister und Staatssekretäre haben großen- theilS noch keine Ferienreise angetreten. UebrigenS läßt sichS in Berlin auch im Juli und August aushalten, wenn nur das nöthige Kleingeld da ist, um die Freuden der Weltstadt und die landschaftlichen Schönheiten der Mark genieße« zu können. Davon und von der Sommersaison der Berliner Theater

Aus Kunst und Leben.

Ibsens Zukunftspläne. Ein dänisches Mitglied des iu Christiania kürzlich abgehaltenen nordischen Journalisten- Kongreffes hat Henrik Ibsen ein Besuch abgestatt t. Ueber die Pläne des DichterS hat nun der Besucher folgendes er- erfahreu: Ibsen arbeitet augenblicklich an einem neuen Werk, das er im Herbst zu beenden hofft. Es sei jedoch nicht, äußerte der Dichter, geeignet, anläßlich der Einweihung deS neuen Theaters in Christiania aufgeführt zu werden. Ibsen sagte ferner, er habe die Absicht, seine Erinnerungen zu ver­öffentlichen, zwar nicht aufgegeben, aber es falle ihm ziemlich schwer, sich der objektiven DarstellungSform zu bedienen. Augenblicklich sei er mit der neuen Ausgabe seiner sämmtlichen Werke stark b.schästigt. In dieser Ausgabe würden mehrere bisher nicht gedruckte Gedichte veröffentlicht werden.

Et«- Einladung aus Belgien ist dieser Tage nach Deutschland gekommen; Eine Einladung an die Deutschen Turner zur Theilnahme an dem 25. vuudeSturnfest deS belgischen TurnerbundeS, welches am 15. bis 17. Juli d. J. in Gent stattfindet. Außer den belgischen Turnern nehmen Musterriegen aus Deutschland, Frankreich, sogar biS aus Algier, Holland, England und Luxemburg an dem Turn­fest Theil, dem als Vertreter der DeMschen Turnerschaft der stellvertretende Vorsitzende, Professor Dr. Hahn-Hamburg, und der Geschäftsführer, Professor Dr. Rühl- Stettin bei­wohnen werden.

Die heutige stummer umfaßt außer dem Nuterhattungsblatt 14 Seiten.