Einzelbild herunterladen
 

18*^

4*» 4

Idreffenbm Po-auffchl««.

Amtliches Gegsn Mr Staöt- unö LsnöKreis Hsnsu

Erscheint täglich mit Avsnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

St. 155

Donnerstag den 6. Juli

Sinrückuvg-. gebühr

für Stadt- und Land» kreis Hanau 10 ^ bto 4gespaltenc Garmond- zeile oder deren Raum, für Auswärts 15 ^

Im Reklamentheil die Zeile 20 ^, ffa

AuSwärtS 30 ^

1899

Amtliches

Lsrrökvois ^anau.

Bekanntmachungen des Königlichen LandrathsamteS.

Unter dem Schweinebeslande deS Landwirths Konrad Köhler in Bruchköbel ist die Rothlaufseuche erloschen und die angeordnete GehöftSsperre aufgehoben worden.

Hanau am 6. Juli 1899.

Der Königliche Laudrath.

V. 6900 v. ScheNck.

Bekanntmachung.

Laut Beschluß des Königlichen Landgerichtes vom 8. Juni 1899 ist bei Behinderung des Schiedsmanns und des Stell­vertreters für den Bezirk Hanau Altstadt West an Aus­übung des Schiedsmannsamtes während der Zeit vom 4. Juli bis 5. August d. Js. der Schiedsmann Herr Kaufmann Jean Nicolay hier mit der einstweiligen Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt.

Hanau den 4. Juli 1899.

Der Magistrat.

Bode. 10431

klärt, daß er auf der Seite der Mehrheit deS Reichstages die vereinigten Alkoholbrenner, die Steuerzahlung zu ver­stehe. In einem monarchischen Staat muß auch der Schein weigern. Ja Barcelona ist der DampferSatrustezui* vermieden werden, als ob einseitig daS Jnter.sse der Arbeit- von den Philippinen mit General Rios an Bord, Offizieren geber gesichert wird. In ramentlicher Abstimmung wird der m d Mannschaften angekomm n. Rios hat Interviewern sehr Antrag Mirbach mit 72 gegen 22 Stimmen angenommen, interessante Ausschlüffe über die Zustände in Manila gegeben.

Hieraus folgen Petitionen, welche nach den Kommissious- beschlüssen erledigt werden.

Morgen Donnerstag 11 Uhr: Petitionen und ärztliche Ehrengerichte und Kreisarzt-Vorlage. Schluß 5 Uhr.

Dievstnachrichten aus dem Kreise.

Gefunden: Im Monat Mai oder Juni auf der Naumburg bei Erbstadt eine silberne Herrenremontoiruhr mit verziertem Z fferblatt mit der Nr. 19404. Ein Kontobuch. Ein graues Geldfäckchen mit einem Posteinlieferungsschein auf 400 M-, aus dem Söckchen der Name Hufnagel. 60 Pf. baar.

Verloren: Ein Portemonnaie mit 16 M. Inhalt nebst Kassenschlüsstl.

Hanau am 6. Juli 1899.

Tagesschau

Von der Friedenskonferenz.

Die zweite Kommission versammelte sich gestern zu einer Plenarsitzung und stimmte auf Antrag d-s Vertreters Ru­mäniens, Gesandten Boldiman, dem Autrage des holländischen Vertreters Dr. Asser bei, welcher den Wunsch auNrückt, daß der schweizerische Bundesrath die Initiative zu einer Revision der Genfer Konveution ergreifen möge. Der Bericht Rolins betr. die Revision der Brüffeler Erklärung über die Kriegs­gebräuche wurde angenommen und wird der Konferenz unter­breitet werden. Graf Nigra regte an, Artikel 25 möge auf Bombardements durch Seekräfte Anwendung finden. Rolin sprach über die Umstände, unter welchen die auf die Bom­bardements durch Seestreitkräfle anwendbaren Regeln von denen abweichen müssen, welche Bombardements durch Laud- streitkräfte betriffen. Nach der Besprechung drückte die Kom- miffion den Wunsch aus, daß die Frage de« Regierungen zur weiteren Prüfung überwiesen und auf das Programm einer späteren Konferenz gesitzt werde. Bei der Berathung des

intereffante Aufschlüsse über die Zustände in Manila gegeben. Die Amerikaner behandeln die Spanier schlecht, sie wollten nur Hülseleistuug von ihnen annehmen. Die spanische Be­satzung von Baler, die sich den Amerikanern nicht ergeben wollte, sei noch nicht gefallen. Man glaube, sie hätte ihren Befehishsber LaS Morerras ermordet und verweigere deshalb auS Fmcht vor Strafe den Gehorsam. Die Frage der Aus­lösung der spanischen Gefangenen sei Hoffcuagslos, weil die Tagalen wohl wissen, drß die Amerikaner laut Friedensver-

trag verpflichtet find, die Auslösung durchzuführen. Dies spielen sie nun geg n die Amerikarer auS; seine Ueberzeugung sei, daß die Amerikaner schließlich siegen werden. Der DampferJsla de Luzon" bringt demnächst die letzten spanischen Truppen in die Heimath zurück.

Politische und unpolitische Nachrichten.

(,Depeschen-Bureau »Herold).

Berlin, 5. Juli. Der Kaiser ernannte den Prinzen Ruprecht von Bayern, den Erbgroßherzcg von Sachsen- Weimar und den Kronprinzen Konstantin von Griechenland zu Mitgliedrrn des kaiserlichen Jachtklubs.

Berlin, 5. Juli. Die Bitte des Kaisers Nikolaus von Rußland an den Prinzen Georg von Griechenland, Pathe «stelle bei der jüngst geborenen Großfürstin Maria übernehmen zu wollen, wird der Kreuzzeitung zufolge

als ei« erneuter Beweis des Wohlwollens des Zaren gegen-

Stirn 46 b«Mna-r arte, ^6« ^^ db d.mH-«.U« Ä'H b-7»ch,-s. K. 7°. b-haild!«, wmd-^dle Frag- d-r Unv-rl-tzlichk-it kl P-wal. ljtt|$!tl Rreifen kW(41 man in^k Einladung eine Aner- üglnihumS zur See von t-u V-I,°t,m d-r ^"-'»^7 t-wM», str 7° »»h-rig-u @lfo(ge » speisen in d-r

Staaten aufgeworfen. Der russische Vertreter, v. Mariens,

Verwaltung der Insel. Man nimmt au, daß der Prinz

Preußischer Landtag.

Herrenhaus.

(Sitzung vom 5. Juli.)

gab 1° 8* 368en ein« SuJjn« «u« einem ».ief WM rt^ÄrS Rch-°°ch P-.-,«i^ an kn Wenlen kt^ °»d fette «nSemankr, »«|f 4 M b ^ Echutz»Schv° °-,bInd-n =kk schwierig und umständlich es sei, zu einer Losung zu ge-^' - - - - -

lansen, w.lie auf etafllmmise Snnatme r^nen länne. @t'at!6 6t,ulmMtt e schlug deshalb vor, die Frage einer späteren Konferenz zu Eömmerina beaeben.

Berlin, 5. Juli. Der Staatssekretär des Auswärtigen

Amtes, StoatSminister Graf von Bülow, hat sich

«ÄnTÄM

befchlosskne Gesetzentwurf, betr. die Jagdausubung auf eigenem, i ^ben. Der englische Botschafter Paurc fote sprach die Au-

Während seiner Abwesen-

gemeindlich g thciltem Grundbesitz, wird unverändert ange­

nommen

<<.ii ZelSZ » stcht «nS, daß die grase ni*l in kn R-hm-n bet Sonfetenji ; ®8.i1»*-fc,.e «georbnelenMe^eanlette ^6;r. ^», "b|e *w6eWle «cht. Er wünsch-!

Vorlage, bezw. den C h a r f r e i t a g. Hrrr v. Wedel!-

nicht, daß diese Angelegenheit wegen der Vorfrage ausge-

heit wird ihn Nuterstaatsfikretär Freiherr von Richthofen vertreten.

Berlin, 5. Juli. Der Prozeß Landauer hatte bekünnt- lich mit der Verurtheilung des Angeklagten Landauer zu sechs Monaten Gefängniß geendet. Landauer hatte, um die Befreiung Zielens au8 d m Zuchthause zu erwirken, gegen den Polizei Kommissar Gottschalk schwere Beschuldigungen er­hoben, die sich in der Verhandlung als unwahr herausstellten. Landauer hatte gegen das U theil Revision eingelegt. Die­selbe wurde jetzt vom Reichsgericht verworfen.

Wien, 5. Juli. Die Ost ratsche Rundschau meldet

Piesdorf beantragt als Referent der II. Kommission un- EVXS7LK

veränderte Annahme der Abgeordnetenhaus-Beschlüsse. Herr ^den w-rde, hal.e sie vielmehr für sehr Wichtig und bean-i v. Die st erklärt, aus Vaterlandsliebe und aus anererbter SJ ® LS? S nf ttüJfi 2t Liebe zum Charsreitag gegen die Vorlage stimmen zu müssen. ^Ae Vertreter, ^ sich den Ausführnngen

Er habe lange Jahre in katholischen Gegenden gewohnt, aber Vertreter Schnm

nirgend habe er einen Unterschied zwischen der protestantiichm

und der katholischen Feier des Tazes «efunden. Oberkon- ^Aeworfene ^rage nicht als o^che angesehen, w^che m den ^ ^oycneeoc, vap ver vor _

sisiorialrath Dr. Barkhausen empfiehlt die Annahme ' reichsdeutschm Evangelischen," d» !.. 1cm ^^^

Abgeordnetenhausbeschlüsse. Minister Dr. Bosse legt ^?JJ fV^ Niemeudorf Sommeraufenthalt genommen hatte, wegen seines

Verwahrung ein gegen den außerhalb des Hauses erhobenen Sr2,VcA ^ mit Deutsch-nationalen den Rath gegeben habe,

ÄnütoKn6^ Se Ä^ "»*««*«' " «"--»IMS an «t.

ftimntung, nnb wir -rr-Ich:», »a8 wir non «nfaug5 mit ber i^'K""? m, "etÄ^lieÄ^bMSaus'«^ Brüssel, 6. Juli. Ju d-r h-uch-u sr-chi würd- in

Vorlage erreichen wollten. Damit schließt die Debatte. Die ^1'^7^ Annahme derselben schließt, aber durchaus nicht m ^^ Landhaus- deS Premierministers Bandenpeereboom, in Vorlage wird unverändert nach den Beschlüssen des Abge-^A" ^ die Sbgmwar^Kouferevz m die berühmten vlämischen Sammlungen desselben

ordnetenhauses angenommen. Es folgt der Antrdg^^ ^ ^.^ u^owmiger, als Me ^^ Scheiben zertrümmert.

Mirbach. Das Haus spricht seine Befriedigung darüber i ^eMm nicht m der La^^^^^^ die Faffsde der katholischen Erzichungs-An-

«us, daß die Staatsregierung im BuudeSrathe für die Vor-! 5^^ Frankreichs, Englands und Rußlands machten ^^ von Saint Louis bis zur Höhe von 2 Metern mit läge eines Ges-tz-s zum Schutze des gewerblichen Arbcits- ^ebalte. W * Schließlich griff eine Bande von 200 Burschen

Verhältnisses an den Reichstag eingetreten ist. Das Haus; A^,,^ X:ÄL M Sr^n nn^Ls ^nl alm^iH r Itinctt Wagen der elektrischen Bahn in der Rue Royale an erwartet, daß die Staatsregierung unentwegt an dem im Richte und Pflichten d.r Neutralen auf daS Programm etna ^^ demolirten ihn durch einen Hazel von großen Pflaster- aenonnten ®ef.fcentmntf eiiiaetiömmmpn PSfrmhnittift s,stbnlten ^^^ Konferenz zu sitzen. -Leinen. Die Insassen schützten sich durch Ausheben der

Er habe lange Jahre in katholischen Gegenden gewohnt, aber.

aus Hohenelbe, daß der dortige Bezirks-Hauptmann einem

der in dem benachbarten

genannten Gesetzentwurf eingenommenen Standpunkt festhalten

wirb. Berichterstatter Hrrr Dr. v. Levetzow empfiehlt die unveränderte Annahme des Antrages. Graf Mirbach: Die betreffende Vorlage bezweckte, drn von Außen her in die Streiks hinein getragenen Terrorismus zu bekämpfen. Diese Streiter erschüttern die Lage der Industrie, und dadurch wird zuletzt der Arbeiter doch wieder in Mitleidenschaft gezogen. Es handelt sich dabei also mehr um das Wehe, als um das Wohl der Arbeiter. Die politische Lage sei ja schon seit langem unerfreulich; um so erfreulicher sei es seinen Freunden, für die Regierung hier eintreten zu können. Oberbüger- meifter Becker-Köln: Die Mehrzahl meiner Freunde billigt dre Tendenz des Gesetzentwurfs. Alle meine Freunde sind aber der Ansicht, daß für den Antrag z. Zt. ein Bedürfniß nicht vorliegt. Wir sind daher nicht in der Lage für den Antrag zu stimmen. Minister Brefeld erklärt, daß die Regierung erfreut sei durch die ihr vom Hause zu Theil gewordene Unterstützung. Die Regierung wird jedenfalls an ihrer Vorlage festhalten. Professor Dr. Schmoller er-

steinen. Die Jusassen schützten sich durch Aufheben der Sitzpolster, sodaß nur der Führer des Wagens eine Neue Tumulte werden aus Reus, Alicante, Barcelona Handwunde erhielt. Die Polizei zersprengte schließlich die

Neue Tumulte in Spanien.

und Billanubla gemeldet. Ja Reus attakirte die Menge nach Bande.

Abhaltung einer Versammiurg das Montjuich-Kloster der PckVis, 5. Juli. Gestern starb hier der Grheim- Padres Nariffas mit einem Steinhagel unter den Rufen: Agert Guenne, der im Aufträge HenryS die gefälschten ^Nieder mit Polavirja",Es lebe die Republik* und steckten Polizei Noten vom Jahre 1894 an Dreyfus gerichtet hat. die Schilderhäuser und Zollhäuser in Brand. Ein Wirth'

Abhaltung einer Versammiurg das Montjuich-Kloster der

wurde von einem Leutnant der Kavallerie, mit dem er eine Auseinandersetzung hatte, erschaffen. In Alicante, wo die Läden geschlossen sind, wurden ebenfalls die Zollhäuser in Brand gesteckt, ein Zollbeamter schoß seinen Revolver ab und traf eine Frau. In Barcelona gährt es weiter, das dortige Mönchkloster wurde mit Petroleum begossen, um es in Brand zu stecken. In Valencia versuchten Weiber Barrikaden zu baue«. In Villanubla machte die Menge einen Sturm auf die Stadtbehörden. Gleichzeitig regen sich nun auch die Car-

A«r Stadt- und Landkreis Hanan.

Nachdruck unserer Lokalarttkel um mit Quellenangabe »Hau. Auz.' gestattet.

* Verliehen. Dem Gerichts kaffm - Rendanten Karl Hauebeck in Hanau wurde der Charakter als ^Rechnungs- rath", dem GerichtSfikretäc Stock in Fulda der Charakter alsKanzleirath" verliehen.

listen. Don Carlos will nach Durchsetzung der neuen U ^ Steuern ein Manifest veröffeuttichen; in Badajoz beschloffeu stand.

* In den Ruhestand. Nach derMagdeb. 3fg/ tritt der Wirkliche Geheime Ober - RegierungSrath LüderS im Handelsministerium am 1. Januar 1900 in den Ruhe-