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3 ^ 25 4.

Für auswärts je

Idrtffenbea yostaufschka^

Zugleich

Vir einzelne

Einrücknng»« gebühr

für Stadt- und Land^ kreis Hanau 10 -^ M» 4gespaltme Garmond­zeile oder deren Raum, für Auswärts 15 ^

Im ReklamentheU die Zelle 20 4 fit Auswärts 30 ^.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Kr. 152

Montag den 3. Juli

1899

Amtliches.

^taöt&rew ^anau.

, Wasser, in der höchsten wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, in schütt eine vaterlandslose Sozialdemokratie die Unzufriedenheit s der wärmsten Hingab; an das VUerland. In bin Tagen, und den Klaffenkampf. Aber unsere Smats-Eiurichunge« wo China zerfällt, wo baä e nst weltbeherr fixende Spanien und unsere bürgerliche Gesellschaft haben sich bisher trotz allem ! von. der neu in die Wcltpolitit eivtr etmdm rori amerikanischen säh'g erwiesen, dir zersetzenden Elemente im Z mme zu halten;

BekiMutMachLugek des Oberbürgermeisteramtes. , ------ . t .. .,v- ,?. ---------------

Die diesjährigen Durchschnittsmarktpreise zu Johanni ds. ^on ru Boden geworfen i)t, wo wir in der kritischen Z-si die vergrößerne Gefahr zeitigt schließlich doch energische Ab-

Js. waren folgende:

1. Weizen

ä

100

Kilogramm 16

Mk. 88

ii

ti

1

Hektoliter

13

u

65

2. Roggen

w

100

Kilogramm 15

ii

88

ii

ii

1

Hektoliter

11

M

85

3. Gerste

ti

100

Kilogramm 17

II

94

ii

ii

1

Hektoliter

11

II

83

4. Hafer

ii

100

Kilogramm 16

II

00

ii

ii

1

Hektoliter

7

II

17

5. Kartoffel, ordinäre

it

100

Kilogramm

6

II

63

6. englische

ii

100

ii

11

II

45

7. Welschkorn .

ti

100

ii

16

II

15

8. Roggenstroh

ii

50

ii

1

II

87

9. Haferstroh .

ii

50

ii

1

II

66

10. Gerstenstroh

ii

50

H

1

II

60

11. Heu .

ii

50

ii

2

II

81

12. Buchenscheitholz .

ti

1

Raummeter 11

1!

63

13. Eichenscheitholz

ti

1

ii

7

II

72

14. Tannenscheitholz .

ii

1

ii

8

II

81

Hanau den 3. Juli

1899.

Städtische Polizeiverwaltung.

Der Oberbürgermeister.

I. V.: B o d e.

einer* neuen Theilung der Weltekes Zusammenstößen?, und wehr u d festen Zusammenschluß/ Und so braucht man auch L r ' t innern Ve.hältnisien, ohne einen V rgleich mit

stehen, da sollte es überflüssig sein, immer von neuem »er- andern Staaten, wie Frankreich, Oesterr-ich-Ungern rc. zu > künden zu müssen: uns sichert nur die eigene Kr^st! unsern Gunsten He^anzuziehm/kttnen Grund zur Schwarz-

Die eigene Kraft Hot uns gesichert, und sie wird uns He.et zu schöpfen.

i weiter sichern. Trotz aller Wirrnisse steht das Deutsche Reich i Wir hab n den fester de bronze, den ehernen Fels am Ende des dritten Jahrzehnts seines noch jugendlich n m seres Ksiserthums, Mseres Heeres, gesunder Staats- und Lebens geachtet und gefürch et da; sein poetisches Gewicht Gesellschafts-Eiurichtungen und des deutschen Nationalgefühls. i unter den Mächten hat nichrs ein.ebüßt. Wirthschaftlrch aber' Das gibt Beruhigung ui b Sicherheit; aber nur dann, wenn ^hat unser Vaterland einen Ausschwurg genommen, wie keiner wir weiterbaue» und fortschreiten in jeder Beziehung, wenn i ter europäischen Nebenbuhler. D.r deutsche Außenha del steht wir die deuische Kraft auf der Höhe ihrer Aufgabe holten: ' an zweiter Stelle, gleich hinter dem englisch n, dem der Vor- Zu des Deutschen Reiches und Volkes Wohlfahrt urd Elre!

sprurtz mchierer JahrhuMeete zu gute konmt. Die deutsche^ ---------

CHKb 114-4411$ XOCU/ t CV ^ujumui pv0HL ? Udil uc^ U V

mf des Ausgleichens bet von den Mächten i.r^eSeren Ansprüche aus unsern

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; Industrie hat sich Absatzgebiete in allen Theilen der Erde er

Dicnpnachrichtm aus dem Kreise.

Gefunden: Ein Thorschlüsse! und ein rother Kinder- sonnenschirm; Empfangnahme bei dem Herrn Gutsvorsteher zu Pulverfabrik. Ein kleines M-sser mit drei K lugen. Ein Paar graue Damen Trikothandschuhe.

Verloren: Zwei Trauringe, gez. K. F. und M. R. Ein gelbgraues Umhangetuch.

Hanau am 3. Juli 1899.

Eine Zeitbetrachtung.

Wie sehr die im Rechte waren, die an die Friedms- Konferenz im Haag keine allzu großen Erwartungen knüpften, zeigt sich immer mehr. Wenn auch das Unternehmen des Zaren nicht ohne jeden E-folg bleib« n wird, so^e doch die Hauptsache: die Abrüstungsfrag-, als gescheitert anzusehm sein. Ob unsere Kinder und Kindeskinder einen dauernd g - sicherte« Frieden erleben, mag dah'ngestellt bleiben. Einst­weilen noch ruht die sicherste Bürgschaft für den Frieden in der besten Rüsturg in Stahl u d Eff n, zu Lande und zu

LsmWHtSM.

Die Zukunft des deutschen Münucr- Gesauges.

Von Theobald Rehbaum, Königl. Musikdirektor.

Veranlaßt durch die Theilnahuie, die unser Kaiser den Be­strebungen der deutschen Männergesang-Vereine entgegenbringt, macht sich in letzter Zeit innerhalb dieser Ver­eine eine lebhafte Bewegung bemerkbar. Wenn bisher Preis- und Weitsingen derselben stottfanden, so geschah das zumeist in engerem Kreise, man bli«b mehr unter sich. Nun aber wollen sich unsere Männerchöre auf ein höheres, weiterhin sichtbares Podium stellen, sie möchten nicht mehr, hinter den großen gemischten Chören der Musikfeste, gcwifier maßen als Chöre zweiter Klasse betrachtet werden, sie wollen den Anspruch erheben, daß ihre öffentlichen Darbietungen nicht als Dilrttanteu- Vergnügen, sondern als vollwerthige künstlerische Leistungen zu gelten haben. Diese Absicht ist so löblich, daß man un­sern Männerchören hierzu nur ein herzlichesGlückauf!" zu- rufen kann. Aber mit dem guten Willen ist es nicht allein gethan er muß auch in Thaten umgesetzt werden. Es ist nun der Zweck dieser Zeilen, zu untersuchen, ob und aus welchen W-gen es den Mänr.erges'ng-Vereinen möglich sein wird, ein höher gestecktes Ziel zu erreichen.

Zuerst miß es fieilch ausgesprochen werden, daß dem Maunergestvg genau ebenso wie dem drei- oder vier- stemmigen Franengesang von Natur aus gewisse Schranken gesetzt sind, die diese beiden engeren Etimmgruppen getrennt MU« derselben künstlerischen Wirkung kommen lassen, wie

Busammensügqug zum gemischten Chor (Sopran, v £ ^or ""d Baß). Es sind zwei Gründe, auS denen dieser Mangel heivorgeht. Erstens der geringere Tonumfang,

Der Herner Ausstand

Do rt find vielfach st bst den -nällschen Wettbewerb aus beut. ^ «,.., ,. ^w^ ... «u .^ «.«gen gelbe geMagen. Trotzdem die deutsche Auswanderung im das Land der rothen Erde gewesen ist, haben wnder einmal Laufe der Jahrzehnte Millionen unserer Landsleute alsKultur-stinm erschütternden Einblick in die Arbeiiskämpfc der Geaen- dunger" andern Landern geliefert hat, zählt das Deutsche wart gewährt. Maßlose Ausschreitungen sind von den Aus- Reich j-tzt 54 Millionen Einwohner, die jährlich um rund ständigen verübt : Die Albsttswillizen würd n mißhandelt 800 000 wachsen. Deutschland hat 16 Millionen Seelen und mit Gewa't vou der Arbeit abgehalten; Beamte und mehr als Frankreich, das ihm roch vor einem Merschenalter Polizistm, denen die schwere Aufgabe oblag, die Ordnung an Bevölkern»gszaht ungefähr gleich ww, aber aus eigener aufrecht zu erhalten, wurden mit Hohn und Spott über- Kraft eine Vermehrung der Nation schon längst nicht mehr schüttet und hinterlistig Überfällen. Da hm der Augenblick, ju rregr bringt. «odie Flinte schießt und der Säbel haut", und fünfzehn

Die deutschen Reichrfinanzen und die der Emzelstaaten Arbeiter löthetm mit ihrem Blut das Straßenpflaster. Trotz- sind im günstigsten ZustS" de, bte Leb nsbedinzungen unseres bim tobte der Aufruhr weiter und s tzte den f>iedlicken Büraer

Volkes habiN sich außerordentlich ^-i/'t, die Lage gerade der untern arbeitenden Klassen ist wesentlich gehoben; der St verdruck ist in Deutschland geringer als in ante n Ländern, im letzten Jahrzehnt st^d b.t uns krine nenne- swerthen Steuer-ErhShungen roegekommen; unsere Staatsschuld b trägt noch nicht den zwölften Theil der französt ch m. Auf fokalem Gebiete, zum Schutze und zur Wohlfahrt der Arbeiter, hat das junge Teutsche Reich Leistungen aufzuweisen, w'e in der großartigen Arbeiter Veisicheiung gegen Krankheit, Unfall, Alter und Invalidität nicht entfernt ein anderer Staat. Unsere Beamten, Offiziere rc. sind weit höher besoldet, haben e ne bessere Stellung m d bieten ein festere Stütze des Staates als anerwärts. Genua, wir haben wohl Grund zur Zu- srievenheit.

Freilich ist auch bei uns das innete politische Leben viel fach geschwächt durch Partttwesen, durch Kleinlichkeit und Selbstsucht; vielleicht noch mehr als anderswo wühlen im Deutichen Reiche umstürlerische El-mente den Boden auf und

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der den Männer- und Grauer -C ören (m sich) zur Verfügung sieht. Er beträgt bei b n Ersteren etwa zwei Oktaven und eine Quarte. Junerhalb dieser Schranken können sich vier selbstständige Stimmen (im polyphonen Satz) natürlich nicht mit derselben künstlerischen Freiheit bewegen, wie es die vier Stimmen des gemischten Chores zu thun vermögen, die zu­sammen einen Spielraum von etwa drei Oktaven und einer Quarte haben. Jeder Komponist, der den V rsuch gemacht hat, ritte Fuge nur für Männerstimmen zu schreiben, weiß daaon zu erzählen. Die stimmen hindern, reiben, durch­kreuzen sich allenthalben, so daß sie fast aufhören, sich in­dividuell bemerkbar zu machen, wie es im gemischten Chor ja in schönster Weise möglich ist. Und dazu kommt noch als zweites die geringe musikalische F a r b e n w i r k u n g des reinen Männergesanges er hat nur die zwei Farben Tenor und Baß auf seiner Palette, es fehlt ihm der Gegensatz der Frauenstimmen und die Menge der Kombinationen, die aus der Mischung der Männei- und Frauenregister zn erzirlen ist. Immer wird dem reinen Mänergesang (wie auch dem teinen Frauengesang) eine gewisse Monotonie anhasten, die beide nur befähigt, in kürzeren Tonstücken eine Wirkung zu erzielen. Beide so eng begrenzte Gruppen sind daher mit zwingender innerer Nothwendigkeit in erster Linie aus die Pflege des Chor-Liede S angewiesen. Nun da nun unsere Männerchöre im besten Sinne aus dem Volk, aus dem tüchtigen, knnfifreundlichcu deutschen Bürgerstande hn- vorgehen, so ruhen auch im deutschen Volksliede und in den köstlichen Schätzen des d-utschkn Männergesangs, die ihm verwandt sind, die besten Wurzeln ihrer Kraft. Da um kann der Fachmusiker die goldenen Worte, die unser Kaiser den Männergesaug-Vereinen in Cafsel kürzlich zu- gerufen hat, nur mit voller Freude und im ganzen Umfange zustimmend begrüßen. Ausdehnung in die Tiefe, statt in die Breite, das Streben nach dem Möglichen und Erreich-

Die Ereignisse,

deren Schauplatz in den letzten Tagen

bim tobte der Aufruhr weiter und s tzte den fnedlichen Bürger in Furcht und Schreckn, bis schließlich Militär herbeigeholt

wurde, das die Ruhe wiedriherstellte.

Die Sozialdemokratie sucht nachzuweisen, daß sie mit dem Ausstande nichts zu thun habe. In ihren Bläit.rn wird dem unüberlegten Vorgehen der Nichtorganisirten" die Ver­antwortung für die Ausschreitungen in die Schuhe geschoben. Ob das ler Wahrheit entspricht, w'rb die Untersuchung er­geben. Jedenfalls ist die Sozialdemokratie mitschuldig. Wer den Zündstoff aufhäuft, ist für die Explosion verantwortlich, auch wenn er nicht selbst die Fackel hineinschleudert! Es mag wahr sein, daß d e sozialdemokrotischen Führer von dem Ausstande abriethen, weil er schlecht vorbereit-t und deshalb aussichtslos war; «der schw rl ch wäre eS zu d.n Ausschreitungen gekommen, wenn nicht die L-hre der Bebel und Liebknecht den fangen Burschen die Köpfe verdreht hätte. Oser wird etwa nicht von den Sozialdemokraten den Streikenden stets das Recht zuzeschrieben, ihren Willen den Arbeitswilligen mit allen

b'n en, verf ändiges Au'geben des Haschms nach Blen»uugs tff Eten (sie doch nur bei einem gering musikalisch gebildeten Publikum verfangen, bei Kennern aber das Gezemheil der gewellten Wirkung erzielen) mit einem Worte: Umkehr I muß für die Zvkanft das Losungswort der meisten unserer Männergesang-Veieine sein Gott sei Dank nicht aller, da ja viele unter der Leitung tüchtiger, berufener Dirigenten längst auf dem rechten Wege sind.

Alle menschliche T^ängkeit ist in fortwährender Be­wegung ; ist sie das nicht, so trocknet sie ein, veraltet, stirbt ab. Aber nicht immer ist diese Bewegung als Fortschritt zu betrachten: die Wege, die sie einschlägt, sind oft nur Irr­wege, die nach einiger Zeit zum Ausgangspunkt zurückkehren. Freilich so lange die Acschweisung dauert, halten die An­hänger bei selben sie für wirklichen Fortschritt, und wer den Se tensprmrg aus besserer Ueberzeugurg nicht mitmachen will, wird alsZuröckbleibender^ gar noch verhöhnt. Wäre jede Beweguna in den Künsten ein Fortschritt, so würden Barockzeit und R coco ü be r der Zeit der Hochrenaissance, Bernint über Mich-l Angela und Waiteau über Tizian stehen. Auch unser deutscher Männergesang will nun nicht still stehen, er glaubt lange genuggeliedertafelt" zu haben, er strebt nach Höserem, nach einer Autdchnung seiner bis­herigen naiüilictzen Grenzen. Aber wie schon zu Anfang be­merkt, ist es mit dem Willen allein nicht gethan: um höheren Preis zu gewinnen, muß man einen höreren Einsatz wagen. Kann sich aber die Mehrzahl unserer Männergesanz-Vereine dazu eutschliißeu? Leider muß diese F-age mit einem Ncin^ beantwortet werden. Mit dem alten bescheidenen Material, mit dem man eine freundliche grüne Laube, ein Sommerhäuschrn avsiühren konnte, will man Paläste bauen I ohne Gleichniß gesprochen: Sänger ohne jede oder ohne hinreichende musikalische Vorbildung wollen schwierige, komplizirte Werke, die weit über ihr Können gehen, zu Gehör