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Jtyiiw»nm»i

Nr. 151

Erstes Blatt.

Zugleich

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Samstag des 1. Juli

Amtliches ,4anö&ret0 ^atta-n.

die vorgeschrieberren Lohn Deränderungs Zettel

Tinrückung».

gebühr

für Stadt- und Lasst» kreis Hanau 10 ^ He 4gespaltme Garmond« zeile oder deren Rams, für Auswärts 15 ^

Im Reklamentheil die Zeile 20 ^, fix Auswärts 30 ^.

1899.

Zur Ganhandwerkerbewegung.

Wie die Banhandweek-r, so wollen auch die Bautischler für die Folge umsomehr rechtzeitig einzureich:n, als im die günstigen Baukonjunkturen zu einer allg meinen Lohnbe- Bekanntmachungeu des Königlichen Landrathsamtes. Unterlassungsfall und nach erfolgter Feststellung nicht nur die wegung aurnützen. Für tie Bezirke Weodwg, Moabstund Auf dem Gutleuthof, Frankfurt a/M., ist die Maul-und fehlenden Beiträge, sondern auch die etwaigen Mehrbeträge Charlotte? bürg haben bereits besüließende Versammlungen Klauenseuche erloschen. f °n Krankengeldern von d-m Arbeitgeber zu crs tzen sind. stattgefunden. Andere Stadttheile wrreen folgen.

ew -m 30. Jmi 1899 f« *m PrSsm,. rt to We UM ta der ihr-m! Ein fr«nzöstlch<» Mth-tt üb« die Erwerbung

Der Königliche Landrath. ^0M entsprechenden Klasse befinden, ist daher unerläßlich., der Karolinen

V. 6650 v. Schenck. sLohwVeranderu^ sind aus der Kasse zu haben ' DerEco.wmifte FravtzaiS" bespricht in seiner letzten

, Melchzsit'g wird wiederholt darauf hmgewiesen, daß nach ^^ den Rebe.gang der Karolinen und Marianen auS dem Kranken-Vers.-Gesetz und dresseltlgem Statut i dem spanischen in deutschen Besitz. Da die genannte Seit-'

alle Personen bei diesseitiger Kasse i fäuft in volkswirthschaftlicher Beziehung eine führende Stel-

Taglöhner Georg Bayer in Kesselstadt ist zum Nacht- , . anzumelden find, ilunz in Frankreich behauptet, dürften ihre Ausführungen von

Wächter der Gemeinde K.sselstadt bestellt und verpflichtet solche in einem «rewerbe- oder Handelsoetriw gegen Gehalt, Interesse sein. ES heißt da:Die Abtretung dieser Inseln worden. Lohn oder Naturalbezüge thätig sind, und daß auch Dienst- ist ein weiterer Schritt in dem Merun^arfä und dem

Hanau am 27. Juni 1899. V. 6565 Mädchen anmeldkpflrchtig werden, sobald sie geschäftliche Erwerb strategischer Punkte, dem sich gewisse große Länder

------------------ Verwendung finden. im Jutensse ihrer komnerziellen und militärischen Unter- Verloren: Eine silberne Herreuremontoiruhr, auf dcm Ueber Ntartanmeldepsuchlige unr, sog. berechtigte (freiwillige) nehmunge« zur See hiugtben müssen, wenn sie nicht im l^M-r M das Statut wertere Auskunft _ Kampf um den Welthantel und in den Seekriegen, zu denen

. Schließlich, wn^d noch darauf hm gewiesen, daß dre dieser Kampf führen muß, zurückst.hm woleu Um nicht Unterlassnrg em-r Anmeldung strafbarjft unb daß säumige 9ön Anfang an kampfunfähig zu werden wie das unglückliche ttt Artttrtit ^"tgebir arßrr der zu erwartenden Strafe auch sämmtliche Spanim in seinem Kriege mit den Vereinigten Staaten, jU^auaih Aufwendung'N ZU ersetzen haben, die der Kasse etwa bei Nicht muß man auf den grosen und kleinen Verkehrslinien des Die seit dem Jahre 1880 erschienenen Patentschriften «W-i Uer M-ldung erwachsen (§ 50 des Krankenversich.- Ozeans überall Kohlenftat-onen zur Verfügung haben. Die meisten solcher für den Handel und die Kriegführung auf dem Meere wichtigen Punkte sind schon seit längerer Zeit ! besetzt, schon ehe Deutschland seine Politik der Erweiterung begann und ehe es in den Wettbewerb um den inter- : nationalen Handel eintrat, der Wettbewerb dreht sich haupt- 0377 sächlich um den Export, für den die E Weiterungsbestrebungen ----j gleichsam nur das Präludium waren unb ohne den die drei T ü g 0 s s ch ü tt. bis vier großen Staaten sich nicht auf ihrer Höhe halten

Unteroffiziere für Kiautschou. ^ön^en, da ier Verkauf ihrer invustri-Leu Plödukte nach

Die Inspektion der Mariue-Jrs nterie in Kiel 6eabM=, qS? bemüht n^ ^Sk ^T^w

Hißt zum 1. Oktober für die Stammkompagnien d-s 3. 6^1 sich ««4Deutschland aus diesem Grund-

bataillons eire Anzahl Ke.pitvlonten Gefreite o'^er jüngere s d tff nfrR*prn^ * ^ ?*!surren

p ÄfpHpr Untirosfifine einzusiellen. Ein g'ößerer Theil der Unter '

---ofniure rtrt «nbe Jeb u«; 1900 n^ ta^ W -Än 8t»lfi« Sl^er. Bekanntmachung. MÄÄttÄW

Da der Schlußbestimmung des § 10 unseres Kassen- Jnnrmgswesen. > sich der bedeutendste Kampf zwischen den europäischen, asta-

statuts, betr. - ..... - -

die Anmeldung von Lohn Veränderungen,

Dienstuachlichten aus dem Kreise

Deckel den Namen A. Fischer. Ein Kindersonnenschnm. Hanau am 1. Juli 1899.

über ti; von dem Kaiser l chen Pater,tamte zu Berlin in den

sämmtlichen 89 Patentklagen ertheilten Patente sönnen I in dem Sekretariate der Handelskammer (Ztadtschloß h-e,selbst) an Werktagen von 9V212*/8 Uhr voi mittags und von 35 Uhr nachmittags von Jedermann unentgeltlich eingesehen werden. I

Um auswärts wohnenden Interessenten Gc legenheit zu geben, sich über ertheilte Pateute zu unterrichten,1 gibt daS Sekretariat einzelne Nummern der Patentschriften auf kürzere Zeit auch leihweise ab.

8920

Hanau den 1. Juli 1899.

Die Handelskammer.

Canthal.

Gejitzes)

Hanau, 20. Ap il 1899.

Der Vorstand der Hanauer OrtskrankenKasse.

Müller,

Vorsitzender.

ri^~ ...... i» ^^*- Die Inselgruppe,

es soeben erworben hat, gibt der Nation die

Jnnungswesen [ .....

Tie Meldungen, daß die Gesellenansschüsse der Innungen tfichen und amerikanischen Großmächten abspielen wird.

............ _ , _ zum größten Theil in die Hände der Sozialdemokratin ge-^Dann wird Deutschland durch den Besitz der Karolinen und nicht von allen Arbeitgebern die nöthige Beachtung "geschenkt langen, mehren sich. So haben auch im Geseller ausschuß der Marianen durch dir Entwickelurg seiner Haudelsschifffahrt wird und es sich sehr häufig erst nach Krankmeldung eines BäckerinnungGermania" in Berlin nunmehr die Sozial- gefördert, deren Aufschwung mit dem Betrieb eines Welt- Mitgliedcs herausstellt, daß dasselbe in eine Höh re Klasse berrofreten das Heft in der Hand. Die Gegner hätten in Exporthandels Hrnd in Hand gehen weß, da der Verkauf gehört, als für welche es seither Beiträge gezahlt hat, richten Anbetracht der Aussichtslosigkeit ihrer Bemühungen sogar da- und die Beförderung von Waaren eng miteinauder verbunden wir hiermit an alle Arbeitgeber das dringende Ersuchen, rauf verzichtet, eigene Kandidaten oufznstellen. sind. Die großen Schifffahrtslinien werden im Stillen Ozean

Kleines Jeuilleton.

Aus Kunst und Lebeir.

Allerlei. Der Sommer kam, auf West und Süd zeigt meist die Wetterfahne, buntfarbig schon im Felde blü^t der Mohn und die Cyane. Rings duftet Floras Königin, die schöne, stolze Rose, und doch, wie stimmt vrs trüb zu Sinn die neueste Falb-Prozuos'. - - Da les' ich trüben Angesichts die neusten Falbschen Blätter, auch mit dem Juli wird es nichts, ganz faul stehr's mit dem Wetter, es soll der Sommer weit und breit, so hat man angenommen geneigt sein, in der Hundktagß- zeit noch auf den Hund zu kommen. Wenn Jemand eine Reise flut, mag er sich danach richten unb aus bie Hundk tagS Sonneugluth von vornherein verzichten; wenn Jemand eine Reise thut, ob später oder früher, dann trag er außer Stock und Hut den Winter- überzieher. --Das Fernglas überlaß er nur daheim dem Hausve: weser, von Fernsicht gibts ja keine Spur, __ warum also die Gläser? Der Himm l trüb, die Straße naß, wünscht er ein GlaS indessen, soll er das Grog- und Kognak-Glas beileibe nicht vergessen! Wenn Jemand eine Reise thut und trübe tagt der Morgen, dann soll er ja mit gutem Muth für Unterhaltung sorgen. Er mag dem Wirthe vom Hotel auf alle Fälle bta^en, daß dieser schlimmstenfalls bestell' den dritten Mann zum Skaten I--Und will er doch als kühner Mann noch einen Amflug wagen, zieh' er die Wasser­stiefeln an, sonst spürt er Unbehagen. Er wandert schließlich, naß wie'« Fisch, durch triefende Gebüsche, der Regen fällt, die Luft ist frisch, das nennt man Sommerfrische! Wenn Jemand eine Reise thut

und will im Seebad baden, dann thut nach Falb die Vorsicht gut, sonst hat man leicht den Schaden, man kann nach des Gelehrten Satz nur feuchte Kühle wittern, drum soll man gleich mit Pelzbe­satz den Bade-Anzuz füttern. Der Juli wird ganz rauh fürwehr, so hat Herr Falb geschrieben, indeß, ein Trost ist immerrar dem Reisenden geblieben. Nicht immer ist, was prophezeit, auch wirklich rin­get, off. n, also nur keine Aengstlichkrit wir woll'n daS Beste hoffen! Daß uns Frau Sonne nicht ver­läßt, das woll'n wir ernstlich meinen; in Hanau ist ja Rad fahr fest, da muß sie freundlich scheinen, und strahlen muß sie licht und klar am blauen Himmelsbogen, kommt frisch und froh die Radler- s ch a ar in diese Stadt gezogen. All Heil! Euch fiohgemutken Reih'n! Ihr sollt als liebe Gäste von Herzen uns willkommen sein zum großm Rabfahrfeste. Wo froh das Herz und frisch der Mutb da ist die Aussicht immer gut I

Gesang und Hygiene. Man war bisher gewohnt, das Singen als eine physiologische Leistung anzusehen, die zwar, wie alle körperlichen Vorgänge, auf anatomischer Unter­lage beruht, die aber in ihrer Wirkung ausschließlich einen künstlerischen und ästhetischen Genuß heroorbringen sollte. Wie nun der Stabsarzt Barlh in Köslin in einer Abhand­lung auseiuaudersetzt, kommt dem Singen daneben auch ein hoher gesundheitlicher Werth zu. Das Singen vertieft näm­lich die Athembewegungen, erhöht die Aufnahmefähigkeit der Lunge für Luft und kräftigt die Muskeln. Durch Vermeh­rung dsS GaSwechsels und Erhöhung der Wossera«sscheidung wird der Gesammtstoffwechsel gesteigert. Appetit und Durst- gefühl nehmen zu; die auSgiebigen Bewegungen deS Zwe-ch- felles und der Bauchwand unterstützen die Verdauung. Auf die Entwicklung deS KehikopfeS selbst, auf Nase und Rachen

wirkt das Singen sehr günstig; das Gehör wird schärfer. Die Beziehungen des Sinzens zur allgemeinen Gesundheit sind so mannigfaltige und glücklich-, daß das Singen als Schutzmittel gegen chronische Langenkrankheiten betrachtet wer­den kaun. Aber auch d?r Arzt kann von dieser Wahrnehmung in der Behandlung der Herzkrankheiten, der Bleichsucht als Ersatz der pneumatischen Therapie erfolgreichen Gebrauch machen.

Daß auch ein Bitnenstich eine tödtliche Wirkung auSüben kann, lehrt ein in Bozen vorgekommener Fall. Der 48jährige J-chan« Oelgartner, der weitbekannteBauer im Wald", wurde beim Einfangen eines Bienenschwarms von einer Biene unterhalb des Augrs gestochen. Sein Begleiter, der rasch Wasser holte, um nasse Aufschläge auf die rapid anschwellende Stelle zu legen, fand bei der Rückkehr den Mann bereits bewußtlos. Derselbe verschied im Verlauf einer Viertelstunde.

Der Knabe am Nest.

Knabe, ich bitte dich, so sehr ich kann; Rühre mein kleines Nest nicht an!

O steh nicht mit deinen Blicken hin! ES liegen ja meine Kinder drin. Die werden erschrecken und ängstlich schrei«, Wenn du schaust mit den großen Augen hinein.

Wohl sähe der Knabe das N stchen gern; Doch stand er behutsam still von fern.

Da kam der arme Vogel zur Ruh', Flog hin und deckte die Kleinen zu Und sah so freundlich dm Knaben an: Hab Dauk, deß du ihnen kein Leid gethan!*

Die heutige Nummer umfaßt außer dem Unterhaltungsblatt 16 Seiten.