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Nr. 131

Zugleich

Amtliches Organ für $faöf- und Landkreis Hanau

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Mittwoch den 7. Juni

Amtliches ^artö&rets? ^anau

EinrückungS- gebühr

für Stadt- und Land« kreis Hanau 10 ^ die 4gespaltene Garmond­zeile oder deren Raum, für Auswärts 15 ^

Jm Reklamentheil die Zeile 20 ^, für Auswärts 30 ^.

1899.

Haupt nicht zu. Abg. Bcbel (Soz.) bemerkt, wenn Posadowsky Rechnung und vermied es, bei der hierauf beginnenden Be- keine besseren Patronen,hab^ möge er sich mit seiner Vorlage begraben rQt^nng b(8 Nachtragsetat die SÜdseesiazen, ewschliiß- lasscn. Staatssekretär Graf Posadowsky entgegnet, auch er °

W r T v k wünsche, wie Bebel, daß die Vorlage möglichst bald berathen werde. lich der Sllstnoam chen, ZU leruhrkN, nur erren S eb el

^exannimöC^UIigen X.nriVint^s(IUitCy, « Sie sei aber zu wichtig, um heute nebenbei verhandelt zu werden. Sie und R ich ter konnten sich den harmlosen scherz nicht ver-

^n Frankfurt p M (GutltUtbof) ist lie Maul- sbi übrigens nicht eine Vorlage des Reichsamts des Innern, sondern der sagen, auszurechne«, wie viel von den 25 Mill. Pesetas

und Klamvseuüe ausaebroLen ' und Gehöft verre anaeordnet verbündeten Regierungen. - Nach weiteren Bemerkungen des Wg. auf jeden Eingeborenes der Karo meninseln und auf jeden

unv uuvgrvrvcyrn unu < cyujqputc uugevlvnrt Sattler (ntl.) wird der Nachtragsetat der Budgetkommls lon über-!, v

worden. wiesen. - Es folgt die erste Berathung des Entwurfs der Reichs- dort iebeudcv Eurspaer kommt. Die Sozialdemokraten hatten

Lanau am 6 Juni 1899. schuldenordnung. Nach einer kurzen Begründung durch Staatssekre- indeß etwas Anderes vor. Von den Karolinen und dem

Hanau am 6. Juni 1899.

schuldenordnung.

Nach einer kurzen Begründung durch Staatsfekre-

V. 5678

Der Königliche Landrath, v. Schenck.

; tär v. Thielmann wünscht Abg. S t r o m b e ck (Ctr.), daß im Interesse ' der Bevölkerung höherprozentige Papiere ausgegeben würden, da drei- ' prozentige zu großen Kursschwankungen unterworfen seien. Abg. sRichter stimmt im Allgemeinen zu, ist aber dagegen, daß man etwa . die Regierung ermächtige, auf die Herabsetzung des Zinsfußes dauernd zu verzichten. Abg. Sattler (ntl.) bemerkt, im Interesse der

G e funden: 1 dunk-lblauer Gürtel mit weißem Steuerzahler liege es, nicht hochprozentige Papiere auszugeben sondern 1 , , , . ~vielmehr billiges Geld zu bekommen und das Anwachsen der Zinsenlast

Schloß, 1 weiter Gurttl mit geloem schloß wl. Emaille- emzuschränken. Nach weiteren Bemerkungen des Mg. Strombeck verzitrung, 1 weißer Kinderstiohhut mit blauem Band. ' ~ '

Zugeflogen: 1 Kanarienvogel.

Zugelaufen: 1 getigerter Metzgerhund. Hanau am 7. Juni 1899.

Deutscher Reichstag.

(Sitzung vom 6. Juni.)

Präsident Graf Ballestrem eröffnet die Sitzung um 2 Uhr 20 M.' Vor Eintritt in die Tagesordnung ergreift Staatssekretär v. Bülow das Wort: Ich habe dem hohen Hause mitzutheilen, daß Deutschland mit Spanien einen Staatsvertrag über die Abtretung der Karolinen, der Palaos- und der noch im Besitze von Spanien befindlichen Ma- rianeuinseln abgeschlossen hat. Zur Ausgestaltung der deutschen Be­sitzungen im Großen Ozean wie im Hinblick auf die seit Langem auf den Karolinen bestehenden deutschen Handelsinteressen haben wir es für

j und des Staatssekretärs Thielmann wird die Vorlage der Budgetkom- ' mission überwiesen.

j Nächste Sitzung morgen 1 Uhr.

Preußischer Landtag

Abgeordnetenhaus.

(Sitzung vom 6. Juni.)

Das Haus nahm in dritter Lesung unverändert den Staatsver­trag zwischen Preußen und Württemberg über die Aufhebung der Flößerei auf dem Neckar 2C-, sowie den Gesetzentwurf betreffend die Aufhebung der Flößerei auf den preußischen Antheilen rc. an. Es folgte die erste Berathung des Gesetzentwurfs betreffend die Ver­setzung der richterlichen Beamten in den Ruhestand. Der Justiz­minister begründet die Vorlage. Dieselbe bezwecke, den älteren Richtern, welchen die Einarbeitung in das Bürgerliche Gesetzbuch unsere Pflicht gehalten, dafür Sorge "zu tragen, daß diese Inselgruppen Schwierigkeiten bereiten könnte, den Uebertritt in den Ruhestand zu bei einem Besitzwechsel für Deutschland nicht verloren gingen. Das mit erleichtern. Die untere Altersgrenze ist mit 65 Jahren gewählt, der königlich spanischen Regierung am 12. Februar d. J. getroffene Ab-' weil nur ältere Richter in Frage kommen können Die Regierung kommen lautet in deutscher Uebersetzung wie folgt: Die kaiserlich deutsche wollte keinen Druck auf diese alte Herren auSüben, sondern zur Pen- Regrerung und die königlich spanische Regierung sind über folgende sionirung ist die Zustimmung der Betreffenden erforderlich. Der Vor- Punkte übereingekommen: 1. Spanien wird an Deutschland die anschlag der finanziellen Folgen des Gesetzes belauft sich auf Mark

Karolineuinseln mit den Palaos und Marianen, Guam au8ge= 3,500,000. Abg. Munckel (freis. Volksp.) erkennt das Wohl-

nommen, gegen eine auf 25 Millionen Pesetas festgesetzte Geld- wollen der Regierung für die älteren Richter an, aber die untere

entschädigung abtreten. 2. Deutschland wird dem spanischen Altersgrenze sei zu hoch gestellt. Abg. Posse ls beantragt lleber-

Handel und den spanischen landwirthschaftlichen Unternehmungen auf Weisung an eine besondere Kommission von 14 Mitgliedern» Abg.

den Karolinen, Palaos und Marianen die gleiche Behandlung und die Kr ause-Waldenburg hält die Kommissionsberathung -«LÄhrlich. gleichen Erleichterungen gewähren, welche es dem deutschen Handel dort Abg. Kolisch schlägt vor, neben dem 65. Lebensjahre auch eine gewähren wird und wird auf den genannten Inseln den spanischen reli- 40jährige Dienstzeit znr Beantragung auf Ruhegehalt fakultativ,in giösen Ordensgesellschaften gleiche Rechte und die gleichen Freiheiten ge- r währen wie den deutschen religiösen Ordensgesellschaften. 3. Spanien wird ein Kohlendepot für die Kriegs- und Handelsmarine in dem Karo- linenarchipel, ein gleiches in dem Palaos- und ein drittes in bem Marianen- archipel errichten und in Kriegszeiten behalten können. 4. Dieses Ab­kommen soll sobald als möglich der durch die Gesetze der beiden Länder vorgeschriebenen verfassungsmäßigen Zustimmung unterbreitet und soll ,

ratifizier werden, sobald diese Bestimmungen vorliegen. Gleichzeitig ist 14gliedrige Kommission. Es folgt die Berathung des Antrags über die wechselseitige Gewährung der Konventionaltarife eine Ver- Kolisch, welcher die Regierung arffordert, baldmöglichst einen Gc- ständigung mit Spanien zustande gekommen, wie sie den Wünschen und setzenIwurf vorzulegen, wodurch den Siädtcn und Landgemeinden in Interessen des deutschen und des spanischen Handels entspricht. Sobald der Provinz Posen eine der Einwohnerzahl und Steuerleistung cnt- die Cortes den Verkauf der genannten Inselgruppen genehmigt haben, sprechende Vertretung auf dem Kreistage eingeräumt wird. Abg. werden wir diesem hohen Hause.sofort die erforderliche Vorlage zur Be-Kolisch begründet seinen Antrag. Das einzige AbhültSmittel sei schlußfasfung unterbreiten und wird dem Hause mit aller Auskunft zu-' die Einführung der Kreisordnung auch in Posen. Minister v. d. gleich Gelegenheit zur vollen fachlichen Prüfung gegeben werden. Mit Recke glaubt gegenwärtig nicht, die Kreisordnung zur Einführung Rücksicht hierauf und angesichts der Thatsache, daß die getroffenen Ver- empfehlen zu können, weil es die nationalen Gegensätze in der Be- cinbarungen in diesem Augenblicke einem fremden Parlamente zur Be-, völkerung zur Zeit nicht für angezeigt erscheinen lassen. Die Regie- rathung vorliegen, würde die kaiserliche Regierung auch aus Gründen ruug werde, wenn die Zeit gekommen sei, selbst die Vorlage ein­her internationalen Kurtoisie es mit Dank anerkennen, wenn das hohe bringen. Redner empfiehlt Uebergang zur Tagesordnung. Abg. Haus von einer weiteren Besprechung zur Zeit noch Abstand nehmen Le wald schlägt vor, den Antrag Kolisch an eine Kommission für würde. (Beifall.) DaS Hans tritt hierauf in die Tagesordnug ein: das Kor munalbeamtengesetz zu verweisen. Nach weiterer Debatte Berathung des Nachtragsetats. Graf Oriola (ntl.) beklagt, daß die wird der Antrag an eine besondere Kommissien von 14 Mitgliedern Nachtragsetats von Jahr zu Jahr wüchsen. Die Lösung der Ent- verwiesen. schädigungssrage für die Gebr. Denhardt entspreche nicht den Intentionen der Mehrheit des Reichstages. Redner wünscht eine Verbesserung der Fernsprechverbindnngcn mit Paris und der Schweiz, sowie auf dem platten Lande, Abg. Lieber (Ctr.) beklagt gleichfalls, daß ein Nach­tragsetat nöthig geworden sei. Die Limeskommission für die römisch­germanische Alterthumsforschung dürfe nicht zu einer dauernden Reichs­einrichtung werden. Die Entschädigung der Gebr. Denhardt sei ein Trinkgeld, das der Ehre und Würde des Reiches nicht entspreche.

Redner rühmt schließlich die Thätigkeit des Reichstagsbibliothekars. Abg. _____ _

Bebel (Soz.) bemerkt, die Nachtragsforderung für die Schutzgebiete ^g^j^^ Mittheilung zeige, wie werthlos unsere Kolonieu seien. Er wolle von einer aus- ' . . . benachbart« N Süds« Inselgruppen

fuhrlichen Erörterung des Karolinenabkommens gegenwärtig abiehen, , . ; " " r f A

wohl er nicht geneigt sei, in Dingen, die das allgemeine Interesse der etrgeleitet. Die Vorlesung bei Unter rem 12.^>ebruar mit

Bevölkerung so nahe berühren, politische Kurtoisie gelten zu lassen. Redner Spanien getretenen Abkommens begleitete der Staatssekretär kommt dann auf die Vorlage znm Schutze des geiverblichen Arbeitsve^ s ^j^ bxx Bemerkung, zur Ausgestaltung der deutschen Be­hältnisses z» sprechen. Graf Posadowsky erklärt er wolle sich cn in dr Südsee wie im Hinblick auf die Interessen, durch die Rede BÄels nicht verleiten lassen, jetzt im gleichen Tone zu I 8 J k

antworten, da er sich die Patronen nicht aus dem Laufe ziehen lassen, die Deutschland seit Langem aus den Karollnen habe, sei Je wolle, die er bei der Berathung der Vorlage gegen diese Herren anzu- ReichsregittUNg darauf bedacht gewesen, b.iy diese Inselgruppe wenden gedenke. Das Publikum möge zunächst eingehend die Denk-^^ ^ufo öneS BesitzwkchselS Deutschland nicht verloren ginge. V^fs_^u der Vorlage prüfen. Die Vorlage solle die Auswuchs der, sobald die Cortes den Verkauf genehmigt haben würden,

b« Set.rag d-m R-«ch-I°g. sofort ä..r «°Ich'°bl-N°n- tritt den Aussührnngen Bebels bezüglich der Kolonialpolitik entgegen.! unterbreitet werden, und es werde durch aurglevlgste ÄUS- Auf Anregung des Abg. Bernstor ff (Rpt.) theilt Unterstaats-^^,kEe zur sorgfältigen Prüfung Gelegenheit geboten sein. Richthofen mit, daß das internationale Abkommen über,^^ RgxkNcht darauf, daß die Angelegenheit im Augenblicke die Erhöhung der vranntwcinzölle in den Kolonien zu Stande ge-. f « '/ £ «prntliiittn »nrlieae würde

kommen sei. Abg. Richter bemängelt die Höhe des Nachtragsetats, einem fremden Parlamente zur Berathung vorliege, wu.ve kritisirt kurz das Karolinen-Abkommen und nennt den Preis für die die Regierung es aus Gründen internationaler Kurtolste mit Inselgruppen exorbitant. Abg. Werne r (fraktionslos) hält die Ent-! Dg^k anerkennen, wenn der Reichstag zur Zeit von liner schädigung der Gebrüder Denhard für ungenügend. Abg. Lenzmann ker Anaeleaenbkit Abstand näbme. Das Haus,

(fr. Vpt.) sagt, die vvrgeschlägene Entschädigung halte das richtige Maß ^sprech^g ver ÄNge

mue. Ein rechtlicher Anspruch stehe den Gebrüdern Deuhardt über- das die Mittheilung Mit Le.fall ausnahm, tliig diesem TrUNscye

das Gesetz aufzimehmcn. Der Justizminister drückt seine Freude aus, daß der Entwurf allgemein freundliche Ausnahme ge­funden habe. Die Einzelheiten werden in der Kommission besprochen werden können. Abg. Krause-Königsberg hat gegen die Kom- wissi-msberathurg nichts einzuwenden. Man solle finanzielle Gründe nicht zu stark auf die Begrenzung der Wohlthaten des Gesetzes ein- wirken lassen. Die Vorlage geht hierauf an eine besondere

Hierauf vertagt sich das Hans auf morgen 1 Uhr. Tagesord­nung : Kleinere Vorlagen Schluß gegen 5 Uhr,

T a gesfch au

Parlamentarisches.

Die erste Sitzung, die der Reichstag nach den Ferien abhielt, wurde vom Staatssekretär v. Bülow mit der er- i über die Erwerbung der

., ^nube , Mit Rücksicht daraus, daß die Angelegenheit im Augenblicke

bemängelt die^Höhe des Nachtragsetats, | einem fremden Parlamente zur Berathung vorliege, würde

Nachtragsrtat sprang Herr Bebel gewaltsam auf das Gesetz zum Schutz deS gewerblichen A-britsvcrhältuisses über, und die forcirte Erregtheit, mit der er, an seinen Worten fast er­stickend, gegen dasSchavdges tz" loszog, ließ nur allzu deutlich die Absicht erkevuen: die Vorlage zu etwas aufzu- banschen, was sie zur Enttäuschung der sozialdemokratischen Agitatoren nicht geworden ist. Je mehr der Abg. Bebel sich küustlich erhitzte, um so kühler lehnte der Staatssekretär Graf Posadowsky es ab, auf diese Erörterung einzugehen undsich die Patronen aus dem Laufe ziehen zu lassen". Es sei dringend zu wünschen, daß zunächst die Denkschrift in den weitesten Kreisen der Bevölkerung studirt werde, damit man sich überzeuge, daß es sich um nichts Anderes handle, als Auswüchse der Koalitionsfreiheit zu treffen, die kein geordnetes Staatswesen dulden könne. Aller­dings sei es der dringende Wunsch der verbündeten Re­gierungen und des Reichskanzlers, daß die General­berathung des Gesetzentwurfs so bald wie

möalich herbeigeführt werde. Hiermit sozialdemokratische Aktion für gestern entgleist, und mit dem Herr Bebel sich zurückzog: Bei Philipp! uns wieder! erntete einen Heiterkeitsersolg.

26. deutscher Gaftwirthstag.

war die der Ruf, sehen wir

332 Ber­

Der deutsche Gastwirthsverband, der zur Zeit eine mit gegen 25 000 Mitgliedern umfaßt, trat vorgestern in Dresden zusammen. Viele Häuser der Stadt haben fest-

lichen Schmuck angelegt, der Verein Dresdener Wirthe, an dessen Spitze der bekannte Hotelier Herold steht, hat eine Festzeitung herausgegeben, welche die herbeigeeilten Delegirten und Gäste begrüßt. Das Ehrenpräsidium des Gastwirths- tages hat der Oberbürgermeister Geh. Finanzrath Beutler übernommen. Die Behörden in Dresden und Umgebung werden, soweit sich das bis jetzt übersetzen läßt, den Gast- wirthen soviel wie möglich entgrg «kommen. Vorgestern Abind fand der Empfang der Delegirten im RestaurantZu den drei Raben" statt, wo sich das Empfaugsönreau he­bt findet. Die Bevollmächtigten des Verbandes traten gestern zu einer Konferenz im KonzerthausZoologischer ©arten* zusammen. Die eigentlicher Verhandlungen werden heute oder morgen in Tivoli geführt werden. Dort ist auch die Ausstellung der Schülerorbeite« der Fach- und Fortbildungs­schulen deS Deutschen Gastwirths-Verbandes. Am 9. Juni soll eine Extrafahrt nach der sächsischen Schweiz angetreten werden. Die Wichtigkeit der diesmaligen Tagung erhellt aus den zahlreich vorliegenden Anträgen. Es wird zunächst Stellungnahme gegen die Polizeioeiordnung, nach welcher Personen unter 16 Jahren nicht an öffentlichen Tanzlustbar­keiten theilnehmen dürfen, verlangt. Der Verein Zwickau fordert die Konzessionirung des Flaschenbierhandels. Bei den Ministerien will man dahin vorstellig werden, daß die Her- gabe von Sälen für Wahlversammlungen, gleichviel welcher Partei, nicht zur Veranlassung für einen Militär-Boykott ge­macht werde. Ein weiterer Antrag zielt daraus hin, die Tanzbelustigungen nicht von einer jedesmaligen Genehmigung abhängig zu machen. Ferner wird verlangt: Herbeiführung der Aichung der Branntwein- und Spiritusfässer, Ent­schädigung der Gasthofsbesttzer bezw. Pächter für ihre Auf­wendungen und Erwerbsschädigung bei Ausführung des Vieh- seuchengesetzes durch die Reichs- und Landesbehörde, eine Ein­gabe an den Reichstag, betreffend die reichsgesetzliche Regelung der Polizeistunde, Erlaß eines Gesetzes, wonach künftig in den Stadt- und Kreisausschüssen Gastwirthe (möglichst Vor­standsmitglieder des betreffenden OrtsvereinS) als Sachver­ständige in Konzessionsangelegenheiten Sitz und Stimme er­halten, Stellungnahme gegen die Ertheilung von Massen- konzrssionen und Regelung des sogenannten Dertretersystems, Berathung über die Forderungen der Gastwirthsgehülfen

ti. s. w.

Aus Kiautschou.

DieNachrichten aus Kiautschou" vom 1. Mai berichteten über einen neuen Zusammenstoß deutscher Soldaten mit Chinesen in der deutschen Zone, bei dem ei zu Blutver­gießen gekommen ist. Der Vorfall spielte sich danach folgender­maßen ab: Die Bewohner des Dorfes Yang-tsia-tsun, das etwa 15 Kilometer hinter Litzun, aber noch auf deutschem Gebiete liegt, hatten die Vermissungsarbeiten des Gouver«