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TdonuementS« PreiS:

Jährlich 9 M.

Liertehahrlich 2 <Ä 25 .&

Für auswärtige Utonnenten mit dem betteffmden

Postaufschlag.-

Die einzelne stummer kostet 10

Amtkiches Organ für Stadt- und LsnöKrers Hanau

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

St. 130

Dienstag den 6 Juni

Amtliches

EinrückungS» gebühr

für Stadt- und Land« kreis Hanau 10 ^ die ^gespaltene Garmond­zeile oder deren Raum, für Auswärts 15 ^

Im Reklamentheil die Zeile 20 ^, für Auswärts 30 ^.

1899.

Ausschreitungen mitgetheilt, wobei die Schwierigkeit der Er- doch nach heftigem Ringen von in der Nähe befindlichen n irtelung und der Beweisiührung dargelegt und im Einzelnm Personen und von Polizeibeamten entwaffner. Unter den r x gezeigt wird, worin vorzugsweise die Ausschreitungen gegen! Anführern bei den Kundgebungen betreibe man die anti-

DtlaNUtMachlUigen oks Komgilchen "WvlütysllMies. Arbeitgeber und drille Peisonin bestehen. Angeführt sind semitischen Deputirten Firmin Faure und Lasies. Man Zu den bis zum heutigen Tage stattgehabten Verpachtungen! Aeußerungen der Hardelskammern über die kommerziellen s versuchte Rochefort, der innerhalb des Weg-platzes stehend LL«^L«..^».^^^^ du tzen Gräben und Folgen der NusschreiiuNr,en. Der zweite Abschnitt handelt^ erkannt wurde, eine Ovation ,u bereiten; Rochefort verließ

cSanö^rets ^anau

der Sras««tz««ge» ;.

Böschungen der Landwege des Kreis Kommunal- von den Ausschskitungen der Arbiitnehwer gegen einaud r, jedoch den Rennplatz. An einer anderen Stelle wU'de eine Verbandes ist der Zuschlag an die Höchstbietenden ertheilt von dem Zwang zum Anschluß an KMlitionen und zur Gegenkundgebung Veranstalter mit ten Rufen:Hoch Loubet! Arbenseinstellung, von dem Urberwachen der Arbeitswilligen, Nieder mit den Pfaffen!" Der Tumult dauerte fort. Ein

worden.

Die Herren Orgeimtiftr ersuche ich die Betheiligten der Arb-itsstätten und Verkehisaulagen durch Streikposten, Polizeioffizier wurde schwer verletzt. Etwa 100 Verhaftungen hiervon in Kenntniß zu sitzen und die Pachtgelder innerhalb von den Zusammenrottangen, von der planmäßigen Organi- wurden vorgenommen. Nach dem Gioßen Preis verließen 14 Tagen event!, im Wrge zwangt weiser' Beitreibung ein-' sation, vom Ueberwahungsdienst, von den Maßregeln ber'Soubd und Dupuy den RennMa Mnter dem Gelei e be­ziehen end

zu lassen. Hanau

an

am

A. 2668

die hiesige Kreis-Konmunal-Kr sie einzahlen

5. Jrni 1899.

Der Königliche Landrath, v. Schenck.

B.hörden, der Arbeitgeber und der Arbeiter ge^en den Terro-! ritkener Garde. Die feindlichen Rufe' wurden durch Gegen- rismus der Äusständig n, von den Treiben der Agitatoren,! kuudgcbung.n übertönt. Die Rückkehr Loubets ins Elysgr von den Klagen aus Arbeiterkreisen über Terrorismus und Erfolgte ohne weitere Zwischenfälle. Loubet bewahrte ange- Verfolgung Arbeitsw lliger nach der B endigung eines Streikes, sichts der Kundgebungen in Auteuil stire Kaltblütigkeit. Be­wegen Nichtbetheiligung an demselben. Der dritte Abschnitt vor er die Tribüne verließ, sagte er, die Kandgebung fei legt d'e Unzulänglichkeit der bestehenden Strafbestimmungen! nicht bestimmt, ihn zu entmuthigen; er halte sie sogar für

Die infolge Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche in Langenselbold unterm 23. v. Mts. ungeordnete Orts' und Eemarkuugssperre ist cufgchobkn worden.

Dagegen wird die Braugasse und die Straße von Letzterer bis zur Wiesenmühle in Langenselbold für Klauenvieh bis auf Weiteres gesperrt.

Hanau am 5. Juni 1899.

V. 5622

Der Königliche Landrath, v. Schenck.

SI^HM^erS ^anaxu

BekanntMachMgen des ObÄürgermeisteramtes.

Bekanntmachung.

Die Luferung des diesjährigen Bedarfs an Brenn­material für die gesäum te städtische Verwaltung i; cl. Schulen, und zwar zirka

12

80

1

3

20

Mtr. Buchenscheitholz Ia., Tannensch'itho'z Ia, Waggon engl. Anthracitko.lrn,

w v

7

Nußkohlen II., gewaschene meinte Kohlen (halb Nußkohlen, Ofenbrand),

Stück, halb

meliite Kohlrn Letztere, sowie 12 Waggon von den gewaschenen Kohlm sind auf Abruf

werden

zu liefern

zur Submissien gebracht. Argebote mit Preis-,

vui, vtjvnvti» vit unjjuiu»^ u,itu vt» -puiuyv^pyt» xuu utx. eine glückliche Sache. Bei dem Tumult erhielt der Polizei- Gewerbeordnung, der »»anwendbar ist, wenn nicht die Er-! osfizier Grillieri eine schwere Verletzung des Kopfes, langung günstiger Lohn- und Arbeitsbedingungen bezweckt Loubet ließ ihm die sofortige Verleihung dis Kreuzes der wird, unanwendbar ist, wenn nicht zum Anschluß an Ver- Ehrenlegion melden. Nach der Rückkehr ius Elysör empfirg Loubet vcrschudme politische Persönlichkeiten, die ge-

dar, besonders die Unzuläagl chkeit des Paragraphen 153 der

langung günstiger Lohn- und Arbeitsbedingungen bezweckt

abredungen oder zur Befolgung solcher genöthigt werden sollte, »«anwendbar bei Ausschreitungen, die erst nach Be-, endigung eines Ausstandcs begangen werden und wenn eine, Verabredung nicht vorlag. Ferner wird die Unzula glichkeit^ der Bestimmungen des Strafgesetzbuches ausrinandergesitzt, die Verfolgungen der Streikausschreilungen scheitern häufig mangels öcs erforderlichen Strafautrages. Ferner sei das geltende Strafrecht unzulänglich gegenüber den Einschüchterungen der Arbeitswilligen durch größere Menschenansammlungen. Die Deuischrrft^tsl ein umfangreiches Aktenstück von über 100 Seiten.

Die Auflösung des Verbandes Deutscher Post und Delegraphen Unterbeamten

wurde vorgestern in der Schlußsitzung des diesjährigen Ver­bands tages endgiltig vollzogen. Bereits am Samstag Abend war die Auflösung durch Zettelabstimmung ausgesprochen mit 18 gegen 13 Stimmen, während zwei Z ttel unziltig waren, Dieses Resultat wurde jedoch, wie dasKl. Journal" be­richtet, angefochten mit b.m Hinweise d nauf, daß nur eine; Dreivurtel-Majorität aller Delegirten die Auflösung erklären! könne; außerdem hatte nachweislich ein Gast zu Unrecht sich an dcr Abstimmung betheiligt. Infolgedessen wurde gestern eine Debatte über diesen Punkt eröffnet. Nach längerer Aus^

angabe für die Kohlen und für die Fracht einschließlich der! spräche forderte der Vorsitze»de Ftchnert die Delegrrten auf, Lieferung an Ort und Stelle mit Bezeichnung der Zeche, so- i von einer Zettelabstimmung abzuse^erl und möglichst emmamug wie für Hol; wolle man schriftlich und versiegelt bis zum durch Erheben von den Platzen zu b^kansen, daß der ver«

Mittwoch den 21. Juni 1899, mittags 12 Uhr,

aus dem Rathhaus abgeben.

$ er Abschluß eines Lieferungsvertrages wird ausbe- dungen.

Hanau den 5. Juni 1899.

ban» sich auflöse. Sämmtliche Delegirtr erho'en sich urd

Der Magistrat. Dr. Geb eschus.

8816

Bekanntmachung.

Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 16. November 1898 wird der Handel mit Klauenvieh im Umher- ziehen im Kreise Sffenbach auf Grund des § 56b der Reichs- gewerbeordnunz bis zum 1. August 1899 hierdurch verboten.

Offenbach den 31. Mai 1899.

Großherzogliches Kreisamt.

Haas.

DieHnachrichten aus dem Kreise.

Gefunden: 1 silbernes Brac lett mit einem Herz und Glücksschwein, 1 Milchkanne; am 3. d. Mts. auf der Hanauer Landstraße zu Fechenheim ein mit Hafer gefüllter Futterbeutel von braunem Segeltuch und Ledrrbesatz, gez. L. Sch.; Empfangnahme bei dem Herrn Bürgermeister zu Fechenheim, 1 Brille, 1 neuer Huntemaulkorb.

Verloren: I blaue Pferdedecke.

Hanau am 6. Juni 1899.

bau it war die Auflösung vollzogen.

Rüstungen Japans.

Nach einer aus London kommenden Meldung wird in dortigen diplomatischen Kreisen auf die für die Entwickelung der Dinge in Ostasien bedeutsame Thatsachen hingewiesen, daß in Tokio, nebst der so twährenden V-rstärkung der Flotte, auch eine große Vermehrung der Landarmee beschlossen wurde. Laut Verordnung des Kaisers soll das Heer bis 1905 auf 300 000 Kombattanten gebracht werben, wobei eine Ver­stärkung der Artillerie in großem Maßstabe erfolgen soll. Ferner werden alle strategischen Punkte an den Küsten stark und nrch neuestem System befestigt. Es gehe aus allen diesen Maßnahmen bei vor, daß Japan sich auf eine wichtige Rolle im weiteren Verlauf der chimsischen Frage oorbereite, | ein Verhalten, das schon jetzt in London und, wie man wohl: überzeugt s-in dürfe, auch in Petersburg ernste Beachtung finde.

Demonstration gegen Loubet.

kommen waren, ihre Sympathien und ihren Unwillen über die Vorfälle in Auteuil auszudrücken. DmKöln. Zig." berichtet ein Augenzeuge über den Vorgang in Auteuil;

Die Ankunft Loubets erfolgte um 2 Uhr 45 Minuten. Der Präsident war noch am Fuße der Ehrentribüne, als, wie ein Augenzeuge berichtet, plötzlich auf dem Sattelplatz die Rufe:Panama!" das zum Stichwort der Gegner Loubets gewordene Wort, sowieRücktritt l Hoch die Armee!" be­gleitet von heftigem Pfeifen, ertönten, worauf ebenso schrell die R^fe:Hoch Loubet!" antworteten. Die Menge theilte sich in zwei Lager, die gegeneinander sich anfchricen, heftig zurückgedrängt von herbcieilei d n Schutzleuten. Da er­kletterte plötzlich ein Herr, der spät-r als Baron Christiani, Enkel des gleichnamigen Generals unter dem Kaiserreiche, festzestellt wurde, die Ehrentribüne und führte von der Brüstung aas einen Schlag gegen ten Präsidenten mit einem Stock, der nach einer Meldung den Hut des Prä­sidenten traf, nach einer anderen Darstellung von Loubet parirt wur:e. Das steigerte den Tumult auf seinen Höhe­punkt. Es entstand rasch eine Schlägerei. Der Angreifer wurde sofort fest genommen, gerieth dann unter lie tobende Menge und wurde blutüberströmt und mit zerrissen n Kleidern abgesührt. Loubet und die Mehrzahl der Mi- nlstcr zogen sich irs Innere der Tribüne zurück, während Dvpvy blieb und Befehle an die Polizei ertheilte, die rück­sichtslos eingiiff und zahlreiche Verhaftungen vor- nahm. Hierbei wurde ein Polizei-Kommissar schwer durch Stockschläge versitzt. Unter den Knüppel­helden wurden insbesondere die Grafen Castellani, de Dion und Rochechouart genannt. Die Frau des L.tztern, die Tochter eines amerikanischen Millionärs Gould, nahm ebenfalls an den Kundgebungen an der Spche einer Schaar junger Royalisten Theil. Madame Torntelli, die Gemahlin des italienischen Botschafters, der bei Ausbruch der Schlägerei auf dem Sattelplatze war, entging durch Glück einem Stockhibe. Schließlich gelang es der Polizei, Herr der Lage zu werden und die Ruhe herzustellen. Die anwesenden Fremden bereiteten, entrüstet über die skanda­lösen Vorgänge, Loubet eine Beifallskundgebrn g. Auf dem Rückwege soll eS zu neuen feindlichen Kundgebungen der Antirevisionisten gekommen sein. Von den Verhafteten hat die Polizei 130 in Gewahrsam behalten, darunter die Grafen Dion und Rochechouart, sowie den Führer der

Tagesscharr.

Denkschrift

Die dem Reichstage zugegangene Denkschrift zu dem Ent­wurf des Gesttzes zum Schrtze deS gewerblichen Arbeitk- verhältnisses enthält drei Abschnitte. Im ersten werden die V-richte der Ober-Staatsanwaltschaften und Polizeibehörden über die Häufigkeit und die Schwere der vorgekommenen

Antisemiten, Guörin, den Schildknopp-n Drumoi ts.

Paris, 5. Juni. Bei der gestrigen Kundgebung in Auteuil schlug Graf Christiani mit einem Stock- Präsident Loubet und Ministerpräsidevt Dupny be- Hiebe Loubets Hut ein. Es heißt, LoubetS Wagen gaben sich Sonntag Nachmittag zu dem Wettrennen in sei mit Eiern bemorsen worden und das Gefolge ge- Auteuil Unteiwegs wurden sie von der Menge achtungs- troffen. Sicherem Anscheine nach ist die Kundgebung in voll begrüßt dagegen fand bei der Ankunft in Auteuil eine; auteuil das Werk einer kleinen Gruppe der royalistischen h e f t i g e K u n d g e b u n g statt. Die Rufe:Panama! Jugend und einiger Antisemiten; als Erkennunzszeichen Nieder mit Loubet! Es lebe die Armee!" untermischt mit wurde eine Nelke getragen. Das eigentlrche anwesende Publr- den RufenEs lebe Loubet!" wurden laut. Die Kund-1 kum versuchte eine Gegenknndgebiing, wurde jedoch von den aebuna wurde auegesührt von einem Komitee der Pa- Royrlisten und Antisemittn zurückgedrängt und konnte nur t r i s t e n l i a a das sich hinter der Prästdententribüne zu- von Weitem dem Präsidenten Beifallskundgebungen vcran- sammengedrängt hatte und Hochrufe auf die Armee und. stalten. Auf den Tribünen und dem Rasen wu den L ° ub et D^roul^de ausbrachte während zahlreiche Personen mit Hoch-wirkliche Ovat onen dargebracht. Das Benehmen des Grafen * K an der Kundgebung Christiani, der Mitglied der Gesellschaft für Hinderniß-

tl eilnehmcnde Personen wollten die Präsidententribüne stürmen; rennen ist, rief lebhafte Erregung und großen Unwrllen her- eine derselben, Graf Christiani, eilte, einen Stock vor. - Dupuy sagte zu den Komrtec-Muglr d-rn derGesell- schwingend, aus die Tribüne Loubets zu; er wurde je- schaft für Hindernißrenven: Wenn ich meinen grimmigsten