Einzelbild herunterladen
 

WonuementS« Preis:

Jährlich 9 M.

DMährl. 4 M. 50 & Vierteljährlich 2 «Ä 25 ^.

Für auswärtige

Abonnenten mit dem Betreffenben Postaufschlag.

Die einzelne Stummer kostet 10

Amtliches Organ für Hlaök- unö LanöKreis Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Einrückungs» gebühr

für Stadt- und Land« kreis Hanau 10 ^ bw ^gespaltene Garmond­zeile oder deren Raum, für Auswärts 15 ^.

Im Reklamentheil die Zeile 20 ^, für

Auswärts 30 ^.

M. 129

Montag den 5 Juni

1899.

ww

Amtliche Beilage" Nr. 41.

Amtliches ^taöt&rete ^anau.

Oek-umtmüchungen des Oberbürgermeisteramtes.

Bekanntmachung.

Bei ter Stadtverwaltung ist alsbald die Stelle lines Hilsskanzlisten mit einem Gehalt von jährlich 900 Mk. ouf monatliche Kündigung zu besetzen. Im Kanzleidienst erfahre- e Bewerber mit guter Handschrift wollen sich baldigst bei uns melden.

Hanau den 2. Juni 1899.

Der Magistrat.

Pannot. 8755

Dienstnachrichtcn aus dem Kreise.

Gefunden: 1 grauer Futtersack, 2 Schawelle am Samstag auf dem Wochenmarkt stehen geblieben, 1 Damen- Sonnenschirm, 1 Schulranzen nebst Bücher mit dem Namen Zeitz, 1 gold. Trauring ohne Z ichen.

Verloren; 4 Loche der Kgl. Pnuü. Klasfenlotterie Nr. 123925, 80 408, 205 804 und 124 357, letzteres mit dem Einsatz gezogen, 1 silberne Dimenuhr, 1 Damen- Sonnenschirm.

Entlaufen: 1 Schäferhund, brar n, m. Geschl., 1 junger gekreister Hund (Dogge) mit neuem Mavlkorb, auf den Namen Cäsar hörend, m. Geschl.

Hanau am 5. Juni 1899.

Ueberzeugung von der Nothwendigkeit jener Vorschläge daß eine über das ganze Reich sich erstreckende Organisation festhalte und in späterer Zeit auf die Frage zurückgreifen bestehe. Der Staatssekretär stellte dann den erschienenen Herren

würde.

vor, daß es im Interesse des einzelnen Beauten lieze, sich

Der soeben veröffentlichteEntwarf eines G.s tzes zum diesem Wunsche anzvpassen, uno deutet an, daß, falls man Schutze des gewerblichen Arbeits-Verhältuiffes" stellt sich d:r Verfügung, die er eriass-n, nicht genügen zu können glaube, demnach keinesfalls als etwas völlig N ues dar, das allein schon am Montag für die Betr-ffenden, und z rar auch für in einerveränderten Kursrichtung" der verbündeten Re- die, die beim heutigen V.rbandstag als R dner dagegen aufs giernngen, inantisozialen St ömungen" 0)er wie die treten würden, eine Antwort erfolgen werde, lie den Be- gegnerischen Phrasen sonst noch lauten mögen, seine Er- treffenden gewP nicht angenehm sein werde. Er führte

Erwerbung neuer Kolonien

klärung fände. Vielmehr erscheint derselbe als Ausdruck eines längst schon mit völliger Klarheit erkannten Bedürf­nisses, das sich von T'g zu Tage lauter und dringender ankündigt.

Infolge der vermehrten Erfahrung n und des erweiterten Bedürfniss s geht der Entwurf freiiky anderseits über den Rahmen der Vorschläge von 1890 doch auch wesentlich hinaus. Selbständige und allgemeinere Bedeutung gewinnt derselbe vor allem dadurch, daß er den Geltungsbereich der neuen Bestimmungen bedeutend ausdehnt. Künftighin soll nicht nur die Freiheit der unter die Gewerbe Ordnung fallenden Ar- bcits- oder Dienst-Verhältnisse gegen rechtswidrige Beein trächtiguog geschützt, sondern ein gleicher Schutz auch allen Arbeit?- ocer Diensi-V rhältnissen in den der Landes-Ver- theidigung, der öffentlichen Sicherheit, dem öffentlichen Ver­kehr oder der öffentlichen Gesundheits-Pflege dienenden Be­trieben des Reiches, der Bundesstaaten oder der Kom­munen sowie in allen Eisenbahn-Unternehmungen gewährt werden.

Ferner ist der Umfang der strafbaren Handlungen wesent­lich erweitert worden. Während bisher nur die rurch A- - Wendung widerrechtlicher Mittel geübte oder versuchte Nöthigung zur Theilnahme an Verabredungen, welche der E.la-gung günstigerer Lohn- und Arbeits-Bedingungen dicnen, strossällig war, soll in Zukunft auch j der strafbar werden, der wider­rechtliche Mittel anwendet, um entweder Arbeitgeber zur Ent­lassung von Arbeitern, ober Arbeiter zur Niederlegung der Arbeit zu bestimmen. Diese Erweiterung ist sehr Wichtig; denn bisher fehlten in zahlreichen Fällen, wo offenbar terro­ristische Vergewaltigung vorlag, dennoch die Voraussetzungen der Strafbarkeit nach § 153.

Weiterhin soll nicht bloß der Zwang zur Koalition, sondern auch die zwangsweise Hinderung einer solchen ö-- kämpft werden; das Koalnionsrecht empfängt damit stärkere Garantien als früher. Von besonderem Werthe ist es so-

In der Thronrede zur Eröffnung der spanischen Cortes (2. Juni) ist ein deutsch-spanisches Abkommen angekündigt worden, dem zufolge Spanien d:n Rest seines Kolonialbesitzes im fernen Osten, nämlich die Karolinen-, Palau- und Marianen Inseln an Deutschlar d verkauft. Das ist eine höchst erfreu!'che «vd überraschende Kunde, überraschend zu­meist für diejenigen deutschen Kreise, welche unter mancherlei Tadel gegen die Haltung der deutschen Regierung während des spanisch-amerckanischln Krieges unb kurz nach demselben immer wieder beklagt-n, daß unsere Ko'onial-Jnteressen zu kurz kämen und nicht genügend wahrgenommen würden. Es war offenbar eine lange stille diplomatische Thätigkcit erforder­lich, um einen solch n Erfolg zu erzielen, der die cite Hoff­nung, daß wir doch noch einmal in den Besitz der einst vom Fürsten Bismarck vergeblich für Deutschland in Anspruch gc- _________________, ____, . , ,

nommenen Karolinen kommen würden, noch weit nbertnfft. Mxich-s oder eines Bur desstaares gefährdet oder eine gen eine

Das V.rkauss-Objeit stellt den Rest des spanischen Gefahr für Menschenleben o er Eigenthum herbeigesührt Kolonialreichs in der E üdsee dar, dessen We:th für baS wn^en x^n, erhöhte Strafen und zwar Zuchthaus-Strafen Mutterland natürlich nach dem Verluste der Philippinen stark ^ Aussicht genommen.

vermindert worden war. Der Entsch', diesen Rest zu ver- f Der Entwurf ist in sein r maßvollen, Licht und Schalten ävßern und alle Kräfte nach dem schweren Unglück des ver- zwischen Arbeitgebern und Arbeitern gleich r ertheilet bin uud ' ' ~ M die Koalitions-Freiheit nachdrücklich sichernden Art von allen

erwerbsihätigm Kreisen unseres Volkes als Sache eigensten

dann, daß für geschäftsmäßige Agitatoren und Rädelsführer Strafverschärfungen vorgesehen ftnb. Wie dringend geboten es erscheint, dem vergiftenden Treiben dieser Elemente mit nachdrücklicher Schärfe inigeginzutreten, haben die E-sahrangen der letzten Jahre t ur zu deutlich gelehrt. Endlich werden für Strek-Ausschreitungen, durch welche dir Sicherheit des

gangeren Jahres auf das Mutterland «u korzentrirea, ist durchaus begreistich und klug; hoffentlich wird er von den Cortes gebilligt werden.

Auf der andern Seite gerügt ein Blick auf die Karle, um zu zeigen, welchen Werth die neue EeWerbung für die Abrundung unsers Kolonialbesitzes in der Südsee hat. Karolinen-, Marianer-, Palau-, Marschall-Juseln, Bismarck- ^.^ _ ----------- - -. ,- -

Archipel und Neu-Guinea bilden eine g schlossere Gruppe, und Telegraphen-Unterbeamten durch Staatsfekretar außerdem ist der Zuwachs zu unserm alten Besitzstände dort von Poddielski.^

voch deshalb von besonderer Wich igkeit, weil es sich um be- (____________, ' * ' _

re t3 kultivirte Inseln handelt, die zum Theil mit b ssern ^ Vertreter des Verbandes deutscher Post- nrd Trlegraphen- Häfen ausgerüstet sind, als. uns bisher zur Verfügung ynterbeamt-n in Audienz empfangen.

standen. Die vier Unterbeamten waren vo« der besonneneren

Lebens Jnterkss-s energisch zu vertreten.

T a g e s s ch a u.

Empfang von Vertretern dentscher Post- und

von Podvielski.

Staatssekretär von Podbielski hat Samstag Nachmittag

namer tlich denen, die F imilie haben, vor Augen, daß es ihnen doch gewiß ncht fatal sein würde, wenn sie plötzlich von Ber­lin nachNimmersatt" versetzt würden. Nachdem der Staats­sekretär seine Ausführungen beendet hatte, entließ er die Unt.rbeamtcn.

Der Verband deutscher Post- und Telegraphen- Unterbeamten

ist Samstag in Berlin zu ferem 2. und voraussichtlich letzten Verbandstag zusammengetreten. Zu demselben sind Vertreter aus Hamburg, Lupzig, Wilhelmshaven, Köln, Liegnitz, Frank- suit a. M. und anderen Orten erschienen. Auch der gemaß- regelte frühere Vorsitz nde des Hamburger Bezirks hatte sich kingkfauden. Dem Geschästsbeiicht zufolge hat der Verband au sich eine recht ersprießliche Thätigkeit entfaltet.

Unter d m Eindruck der oben geschilderten Audienz seiner Vertreter bei dem Staatssekretär Dr. v. Podbielski beschloß der Verb ndstag die Auflösung des Verbandes. Das angesammklte Kapital soll nach Maßgabe der Einzahlungen auf die einzelnen Oberpostdirektionen vertheilt werden; man erhofft, daß sich die Mitglieder der einzelnen Direktionsbezirke zu den vom Staatssekretär gebilligten Kassen zusammenschließen werden. Dies: Kassen würden in den übertriebenen Summen einen sehr reachtenswertheu Grundstock finden. Dem bis­herigen Vorstand wurde Entlastung erteilt.

Politisch- und unpolitische Nachrichten.

(Deveschen-BureauHerold').

Berlin, 4. Juni. Nach -Madrider Meldungen zahlt Deutschland für die von Spanien abgetretene Insel­gruppe 25 Millio en Pesetas, gleich 18b/t Millionen Mark, räumt Spanien Meistbegünstigung im Handelsverkehr ein, sichert Achtung vor den spanischen reizlosen Gebräuchen zu und gewährt das Recht, eventuell Kabcl und Kohlenstationen anzulegen. Die ripublikanischen spanischen Blätter kritistren das Abkommen scharf, weil nicht die vorherige Zustimmung der Co.-tes eingeholt worden sei, müssen aber selbst aner­kennen, daß die Inseln j tzt für Spant n zieml ch werthlos sind. Die mona-chistische Presse ist mit dem Verkauf einver­standen. Gleichzeitig meldur, wie demStrikter Tageblatt" aus Madrid telegrophirt wird, die dortigen Blätter, daß im Zusammenhänge mit dem deutsch-spanischen Süchec-Veitrage die rsm deuttch-n Handel längst dringend gewünschte Ver­ständigung bezüglich Gewährung gegenseitiger Konventional­tarife zustande g kommen ist. Die spanische Pr-sse tröstet sich unter solchen Umständen über den geringen von Deutsch­land für die erworbenen Inseln zu zahlenden Preis und hofft auf Kompensationen bei den Handelsverträgen, speziell bei den Positionen: Wein, Orangen und Südfrüchte, welche Spanien vornehmlich nach Deutschland exportirt.

Wien, 4. Juni. Die Arbeiter-Demonstration in der Ringstraße verlief infolge Massen Aufgebots der Poli­zei, welche absolut keine Ansammlungen duldete, ruhig. Der Arbeiterführer Daszinski wurde verhaftet, aber nach seiner Legitimation auf freien Fuß gesetzt.

' Wien 4. Juni. Nachdem die von den Sozialdemo- kraten geplante Versammlung im Musikoereins-Saale behörd­lich verboten ist, fordert die Arbeiterzeitung die Arbeiter auf, einen einstunbigen Korso aus der Straße abzuhalten. Die Polizei trifft umsaffende Maßregeln zur Verhütung von

Demonstrationen.

Wien, 4. Juni. Die in der Druckerei derDresdener Zeitung" n Dresden herausgegebene Flugschrift: Der Ernst der Ultras entarten Gefahr, ist in Oesterreich verboten worden.

Wie verlautet, begeben sich die

Die vier Unterbeamten waren vou der besonneneren Wir dürfen daher den Vertrag mit Recht als das Er- $^aforität des Berliner Bezirks des Verbandes über den " r Kopf des Verbandsvorsitzenden hinweg gewählt und mit dem

Auftrag betraut worden, den Versuch zu machen, de zwischen dem Postunterbeamtenverbande und der Postverwaltung ent- - Budapest, 4 Jum. ,

standene Spannung auf gütlichem Wege berzulegen. Ueber ungarffchen Mmrster erst am Mittwoch nach Wren. d-n Verlauf der Audienz verlautet noch Folgendes: Der- Budapest, 4. Jum. Der' Pra,rsent des Abgcordneten- Staatssekretär empfing seine Beamten sehr liebenswürdig, ließ! Hauses, Perczel, hat dem Redakteur desMagyar Hirlap , aber über seine Wünsche und Absichten keinerlei Zweifel. In: Al-xander Fenyoe, fime Ze u gen gesandt, um für die Ver- länaerer Ausführung setzte er den Herren auseinander, daß - öffentlichung eines beleldigenden .lrtikeis, betitelt. ^Perczel &» ^Ä ^ H««^ S -« ^ÄÄ für b,8

gebniß einer weitausschauendm Politik bstra^ten, die nun wohl arch von den Kurzsichtigsten verstanden werden wird und dazu beitragen mag, die Uebereifrigen zu zügeln.

Schutz des Arbelts-Veehültniffes

Bereits die im Jahre 1890 dem Reichstage vorgelegte Novelle zur Gewerbe-Ordnung, das sogenannte Arbeiter­schutz Gesetz forderte einen verstärkten Schutz gegen den Mißbrauch des gewerblichen Koalitionsrechtes durch wesent­liche Erweiterung und Verschärfung des Paragraphen 153 der Gewerbe Ordnung. Die b: t effenben r" ' Vorschläge gelangten zwar damals nicht zur Annahme, troliren.

1 B ».> » <«« 91.16 auWufm Bn-mlMM I» 86er. Haag, 4. Jum. Der R-d°N,-»z«,ch>ch sur dar Mnbmmaä- feim unb boS Staffenroefen einer folgen Sireinigung ju ton. Strebs Jerrit nahm du §8 7 bis 13 bei rajjll^en gelangten aor oamm, ,.r Am-dm-, >°°N--n. Z-d-m ^ b,e ®^Ä\^ÄWflÄ ^S Ä ~'»Ä

ble^e^S^egtenns aber Hej dmch.lh-m B,»--wichtig »bg-°-dn-t- V!°!°n, in einer SnkrpeUation

noch während der dritten L-sung erklären, daß sie an