Einzelbild herunterladen
 

Monuement».

Preis:

Jährlich 9 <H.

Halbjahrl. 4 ^M ^4.

Vierteljährlich 2 «* 25 ^.

Für auswärtige Abonnenten mit dem betreffenden

Postaufschlag.

f Die einzelne Nummer kostet

10

Amtliches Grgun für $taöf~ unö LsnöKreis Hsnau

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Einrückungs- gebühr

für Stadt- und Land­kreis Hanau 10 ^ die ^gespaltene Garmond- zeile oder deren Raum, für Auswärts 15 ^.

Im Reklamentheil die Zeile 20 ^, für

Auswärts 30 ^.

Nr. 125

Mittwoch den 31. Mai

1899.

Lagesschütt.

Auszeichnung des Kaisers von China durch Kaiser Wilhelm.

Peking, 30. Mai. Der deutsche Gesandte, Freiherr v. H yking, wurde heute vom Kaiser in Audienz empfangen und überreichte demselben den Schwarzen Adlerorden und für die Kaiserin-Wittwe zwei in der Berliner Königlichen Porzellan- manufaktur tzergcstelle Giraudolen.

Schiffstaufe.

An diesem Donnerstag (1. Juni) Mittag 12 Uhr wird in Gegenwart des Kaisers das LinienschiffErsatz König Wilhelm" getauft werden und von seiner Helling auf der Germania-Werft ablaufen. In fertigem Zustande w'rd das dem TypKaiser Friedrich III." angehörende gepanzerte Schiff 11130 Tonnen Gewicht, bei 115 m Länge, 20,4 m Breite und 7,85 m Tiefgang haben. Die Bewaffnung wird nur aus Schnelllade- und Maschinen-Kanonen sowie fünf Unterwasser- und einem Heck Torpedorohr bestehen. In den beiden Hauptthürmen werden je 224 cm und in kleinern Panzerthürmen und Kasematten 1815 cm Schnelllade- Kanonen stehen. Außerdem sind Geschütz-Ausstellungen für 12 8,8 cm Schnilllade Kanonen, 123,7 en^ Maschinen Gewehre vorhanden. Die drei Schrauben des Schiffes wer­den Maschinen von mehr als 13 000 Pserdekräften treibe», wodurch 18 Knoten Fahrt erreicht werden sollen. Bei der Feier werden auch zugegen sein: der Großherzog und die

deutschen Volkes über die Vorgänge in Apia nur durch volle Erhaltung unserer vertraglichen Rechte gehoben werden kann." Den letzten Verhandlungs-Gegenstand bildete ein Antrag der Abtheilung Tilsit über beschleunigten Ausbau der deutschen Flotte. Der Antrag wurde ohre Debatte einstimmig in folgender Fassung angenommen:Die Deutsche Kolonial- Gesellschüst dankt drr Reich sregierung und dem Reichstage für den beschlossenen Ausbau der deutschen Flctte. Sie ver­traut, daß die Reichsregierung auf Beschleunigung im Aus'

von Bayern die Aussichten der preußischen Karalvotloge ver- bessern, da sie zeigen, welchen Werth mau auch außerhalb Preußens in Deutschland auf das Zustandekommen des

Planes legt.

Schlechte Ernte in Rußland.

Nachrichten aus Odessa konstatiren, daß die Aussichten der Ernte im Süden Rußlands in diesem Jahre sehr un­günstig sind. Sowohl aus Bessarabi n, wie aus dem

Ödessaer Bezirk wird berichtet. Laß alle Arten von Getreide, Früh- und Wintersaat, sehr schlecht gerathen sind. In der

kau der deutschen Flotte bedacht sein wird, damit dieselbe, von ^errewe,

baldigst eine der Bedeut mg unserer kolonialen und Handels- ^^ und ^imer.aat, sehr schlecht gtrathen sind. ZN der B-zi-hungm -°i!p-ch-»d- M-r!- erkalt. Sie «maltet «an! $'0i.^,'tl?V t'» ^» ^ E d-r ata Weitungen unb Ottigr-ppm, daß sie in d* Mftlge| J*'* ? t?lf?.*?" pl Ä"' ,? Maitation Jör j nes Z^el -mir 1-7? * Sultertrauter nnb fast flanj nerBrann, fobag b.e Hmi.

® 1 A s tyrere dem Hunger werden prereg-geben sein. Zud.m sind

Bon der Friedenskonferenz. ! enorme Mengen von Insekten zum Vorschein gekommen, welche

DasVadeiland" »eiöffentlicht den russischen Schiede- in Cherson die Früchte, in den Provinzen, Kew, Charkow, gerichts-Entwurf in seiner ursprünglichen Fassung, gegen die Wslhyn-en und Podolien die jungen Triebe der Zuck.rrübe er jetzt nur einige formelle Aenderungen aufweise. Er eut-, auffressen, tält außer der prinzipiellen Verpflichtung der Staaten, vor jeder Kriegserklärung die guten Dienste oler Vermittlung

Neue aufsehenerregende Enthüllungen im

Dreyfus Prozeß

ÄÄ N LLLÄÄ » ^m^? ^ ^ w r d-r muchätzlichm An-rk-MMg d-S Schi»Sg.,M °lr>l?s-, w°--° s,° -u,M^ na^umeta u», daß bet eines MIN-lz, beffen Anw-°dm, m ben grasen und B°rI°-I-r bet Staati*®»

tegung intet nationaler SK.IUMm oMigalori* sein so«, *9^ noch eingriente 'Bestimmungen über das Schi-dSz-rltliv-r-

G,-ih-,z°g<u von Bnbm, d-- G-n-ml°Seist d-r'Km-ll-rl-, D«"' D.m s-n-mImMaU-M»!«-!st in d-r ^ ' " ^" 1 * "* * * M

Freiherr von 8te, und zahlreiche hohe Offiziere von Heer und fS^tzung der erien Kommnuon der in-i Le -loeraz tnqe-

Marine. Die Ehrenwache stellt beim Stapettauf baS LS«.1* der eine Eralchranl-n, werterer Mjiungen in der.... ...........-y... v,.«...

bataillon. Sämmtliche Schiffe, Marinetheile und Bildung?- ^^ewichtN^^w.ll^daß^jede^stM me^ Vermehrung der G^^al Otis beabsichtigt ^dru Feldzug auch während der Anstalten senden Abordnungen.

Der Krieg auf den Philippinen.

Aus Manila wird demNew-Dork ^ralb* gemel et:

Effektmnarke von Heer und d^ue nur bis zur ^öhe des Rx^nze-t mit der möglichsten Energie fortzusetzen. ' General gegenwaitig schon von einem der Staaten errichten Maximal- g^tm hält eine rasche Erledigung davon abhängig, daß 6 t rih Präsidenten des ^"^^ gestattet sein soll, ^n der nämlichen Sitzung hat m6n die arbeitenden Klassen in Ausübung ihrer Thätigkeit

hat am Samstag unter dem Vorsitze ihres Präsidenten, des England einen Verzickt auf die weitere Verwendung des - --- - - -- - - - - -

Herzog-Regerten Jchann Albrecht von Mecklenburg, ihre Dum-Dumgeschoffes abgelehnt.

Hauptversammlung abgehalten. Die Deutsche Kolonial-Ge- sellschast hat jetzt über 30,000 Mitglieder. Seit der letzten Haupt^ersamMung hatli^^ di/kolonialen Be-^ Bayern über den Mitülland-Kanal geäußert. Auf dem Be- gründet ift.^ Ja einer spateren Periode halt Lawton^ eine

strebungen im deutschen Volke immer mehr anerkannt werden.! grüßuugsfest der Hauptversammlung des Vereins für die ^ p^nmaMe Bese^

Aus der reichhalt gen Tagesordnung ist zunächst die auf die! Hebung d-r Fluß- und Kanal-sch'fffahit in Batzun, die in b s zur An-t-unung ber^ n Ä ^

Somoafrace bezügliche Resolution bemerkenswerth, die auf! Ulm tagte, sagte er unter anheim;Gott sei Dank, wir gebracht. Uece. den bereits geme.deten Ueberfall von Es-

Antrag der Abtheilung Bochum ohne Diskussion beschlossen1 wissen ja alle, daß der deutsche Kaiser ein warmer Freund caluvte fugen wir hinzu, daß die Tagale» eine Friedens- wurde?und zwar im 'Worlaute:Die Deutsche Kolonial-s der Wasserstraßen ist. Es ist auch bekannt, daß im Land- staM gchsM yatten und «^ dre gelandeten ^ssziere und Gesellschaft spricht dem Staatssekretär v. Lüiow ihre dank- tage Verhandlungen über Kanälbante« schweben. Die Kom- M^nschafttn eme mördeniche ^alve abgaben. Der amen- bare Zustimmurg zu der Erklärung aus, daß die Er Haltung mission hat zwar die Vorlage abgelehnt, aber die Kommission Un.jche Dampfer k^yrte nach J.o-Jlo zurück, auf die Mcl- XrSgJmü^ in ®lmoa eire ,aiio°°lt ist i- nicht >°s Pi-n»m, ,md wir mürben ane, bog di- «« »°° dem B«qal »neben Puppen n-ch «catame Ehrensache sei. Sie" verleiht dieser Zustimmung umso lieber Schwierigkeiten beseitigt werden möchten. Es ist nicht entsandt.

Ausdruck, als der tiefe Unwille allex patriotischen Kreise des unwahrscheinlich, daß die Ausführungen des Prinzen Ludwig

Die Deutsche Kolonial, Gesellschaft

kräftig schützt und die orgauisirteu Streit kcäftr unaufhörlich

; angreift.Wir werden durch unsere Ak.ion überall drn Jn- ; surgenten beweisen, daß ihr Glaube, wir könnten während In bemerkenswerter Weise hat sich Prinz Ludwig von der Regenzeit oder im Gebirge nicht Kcieg führen, unbe-

Mittelland-Kanal.

FEWstsn.

Erfinder und Erfindungen in Amerita.

Von Wilhelm Thal.

(Nachdruck verboten.)

Wohl jeder Mensch hat sich schon einmal in seinem Leben die Frage vorgelegt:Was könnte ich wohl erfinden, um ein reicher Mann zu werder?" Es ist statistisch bew esen, daß Wu Jahrhundert so v el Erfindungen aufzuweisen hat, als das uusri.e, und fast immer sind eS die kleinen, oft nur durch Zufall erz'elten Entdeckungen, die ihren Erfinder zu Ehre und Reichthum verholst., haben. Ein Gegenstand, der der übrigen Menschheit als unbedeutend erscheint, wird eine Quelle glänzenden Wohlstandes für den, der daraus Nutzen zn ziehen weiß. Betrachten wir nur einige dieser Erfindungen, die auf den ersten Blick wmn auch nicht nutzlos so doch herzlich unbede itend erscheinen. Eine Bäuerin, welche Eier auf den Markt brächte, kam nie am Bestimmungsorte an, ohne einige zerbrochen zu haben. Sie mochte noch so vorsichtig zu Markte gehen, das Rut eln dcs Wagens und das Hin-und Heischwanken der.be verur­sachten ihr regelmäßig einen mehr oder weniger großen Schaden. E-nes Tages kam sie auf ein sehr einfaches Mittel, diesem Uebe'.stande abzuhelfen, sie legte die Eier in Kasten, die mit Pappe in einzelne Fächer getheilt wa-en Diese Idee, bre sie patentiren ließ, krachte ihr mehr Geld ein, als sie je mit Eiern verdient hätte. Die Bäuerin es war eine schlaue Amerikanerin fa'rizute schließlich nur noch derartige Pappkästen, verkaufte dieselben und wurde reich dabei.

Ein Bauer aus dem Staate Maine gecieth in Verzweiflung wenn er sah, wieviel Stiefel seine fünf Jungen zerrissen und wie bald das Schuhzeug derselben aufgebracht war.

Wie tem abhelsen? Er ließ die Stiefel mit Kupfe stücke be­schlagen, befand sich fest wohl dabei, nahm ein Patent auf deutete seine Erfindung aus und verdiente dann eine halbe Mill on Dollars.

Einer der glücklichsten Erfinder von Kleinigkeiten war Grandall. Er fabrizirte Spielzeuge und seine Spezialität waren die sozen.Gedulds-, oder Frage- und Antwortfpiele." Als er eines Abends nach Hause kam, brächte er seiner k einen Tochter einige Stückchen Holz mit. Das Kind amüsirte sich den ganzen Abend damit/ indem es wie mit Dominosteinea daraus Häuser und Schlösser baute. Gran'all sah ihr auf­merksam' zu. Plötzlich schlug er sich vor die Stirn. 9c harte eben ein neues Sp el entdeckt, jene Holzstücke die unter den verschiedensten Namen: Verwandlungsbaukosten, Alphabet- kasten u. s. w. die Reise um die Welt machten. Grankall wurde ein Millionär und sein Name ist in den Vereinigten Staaten populär.

Eines be: einträglichsten Spielzeuge war der K.eisel, der mit einer Schnur aufgezogen wird. Der Erfinder verdiente ein ungeheures Ve-.möz-n/ Der kleine Radkreisel mit Musik drang nach einiger Zeit durch, war aber auch sehr einträglich.

Man hat mit bett kleimn Fete n Bronze, welche zum Festhalten von Brieffchasten bleuen, in Amerika ein kolossales Geschäft gemacht, und Niemand kam darauf, daß der Erfinder dabei nur einen Gegenstano kopirte, der bei den alten Römern schon vor 20 Jahrhunderten Gebrauch war.

Ueberhaupt ist das Sprichwort, daß rs nichts ncUeS unter der Sonne giebt, nirgends zutreffender, als anf dem Gebiete der Erfindung. Neunmal aus zehnmal erfindet man nicht, sondern findet wieder. Die Sicherheitsnadel, die heut bei allen Damen in Gebrauch ist, war den Römern schon vor unserer Zeitrechnung bekannt, ein Amerikaner hat sich ihrer erinnert und diese Erinnerung hat ihm 500000 Dollars ein gebracht.

Ein Anderer hat das F-schbein des Corsets durch Puten- und Hühne:federn ers tzt. Er hat sein Patent für 500 000 Dollars v.rk uft.

Ein Franzose hat an Stelle des Handschuhknopfes den sogenannten Wuschelverschluß gesetzt und ist dadurch ein reicher Mann geworden, dagegen verdankt man einem Ameri­kaner der metallischen Verschluß der Flaschen als Ersatz des Pfropfens, auch der Lorgnon, dessen Feder mit einer kleinen Koiklage vtisehen ist, verdankt man Onkel Sam, und ein anderer Nwkee hat sich eine Rente von 20 000 Mark jähr­lich mit der Zitronenpresse aus Glas vershasst, die heute in den Vereinigten Staaten anstatt dar eisernen Presst im Ge­brauch ist.

In Chicago hat ein bei der Fabrikation der Constrvenbüchsen angeftellter Arkeitrr ein Verfahren erfunden, diese Büch'en ohne Messer nvt einem einsamen Drrcke zu öffnen. Das HauS Armour bestellte ihm auf einen Schlag 500 000 Stück, und er ist jetzt ein reicher Moim. Das automatische Tintenfaß, das der Feder fortwährend dieselbe Quantität Tirte liefert, ist kürzlich patentirt worden, tinb zwar um den Preis von 2 Millionen Mark.

Eire der merkwürdigsten Erfiniungen, die in den letzten Jahren gemacht wurden, verdankt man einem Traume. Ein Ingenieur und Mechaniker, namens Springer, beschäftigte sich mit der Konstmkrion eines Hemmschuhes, der die Fahrt eines Wagens aus einem Abhang automatisch aufhalten sollte, und zwar derart, daß der Kutscher den Wagen zum Stillstand bringen konnte, indem er ganz einfach am Zügel deS Pferdes zieht. Er träumte, daß er über eine steile Küste fuhr, die nach einem Thalkeffel hin abfiel und einen solchen Hemmschuh zur Verfügung hatte. Der im Traum geschaute Mechanismus trat ihm so klar vor Augen, daß er beim Erwachen sich genau daran erinnerte, sofort zeichnete er ihn, legte sich dann wieder