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Preis: Jährlich 9 34. fett 4 34 50 4.
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Für auSwärtigq gWwenten mit da» betreffende» P-stauffchl-,.
Die einzelne Vammer kostet 10 4.
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für Scadt- und Landkreis Hanau 10 ^ die ^gespaltene Garmondzeile oder deren Raum, für Auswärts 15 4
Im Reklamentheil die Zeile 20 4, für
Auswärts 30 4
Amtliches Organ für Htsöt- unö Lanökreis Hanau.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Nr. 103
Mittwoch den 3. Mai
1899.
^anöUrei^ ^banau.
Bekauntmachungeu des Königlichen Landrathsamtes.
Zwecks Einbau einer neuen Decke aus dem Landweg
Der englisch russische Chinavertrag
London, 1. Mai. Oberhaus
Auf eine Anfrage
Tagesschau.
Der auswärtige Handel Deutschlands
Nr. 22 (Hanau-Großauheim) ist die Strecke von zweigung des Kinzigheimerweges (am Ostbahvhos) Orte Großauheim für den Fuhrverkehr von heute schließlich Sonnabend den 6. d. Mts. gesperrt.
Hanau den 3. Mai 1899.
Der Königliche Landrath.
V. 4343 I. V.: Schneider, Kreissekretär.
der Ab-
bis biS
zum ein-
Jn Obertshausen — Kreis Offenbach — ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Gehöft und Gemarkungssperre ist angeordnet worden.
Hanau am 1. Mai 1899.
V. 4325
Der Königliche Landrath, v. S ch e n ck.
Dienstnachrichtcu aus dem Kreise.
Gefunden: 38 verschiedene Kettenmuster mit vier Stempel, 1 schwarzer unfertiger Strumpf nebst Garn und 4 Stricknadeln, 1 gelber Langenschtrm in einem Drogenge- schäft hier liegen geblieben.
Zugelaufen: 1 schwarzer Dachshund mit weißer Brust m. Geschl., 1 weißer Foxterrier mit 3 schwarzen Flecken, m. Geschl.
Entflogen: 2 Tauben, eine Nürnberger und ein blauer ströpf-r.
Hanau am 3. Mai 1899.
Rechnungsabschluß
der Hanauer Ortslranlenkasse pro 1898.
a. Einnahmen:
Mk. Pf.
1. Kassenbestaud für den Anfang des Rechnungsjahres (ausschließlich Reservefonds) 87
2. Zinsen von Kapitalien . . . 3600
3. Eintrittsgelder . 8399
4. Gesammibeiträge . 110549
5. Ersatzleistungen Dritter nach dem Kranken-
55
50
63
6.
7.
versicherungSgesetz . . .
Ersatzleistungen Dritter nach dem Unfall- versicherungsgesetz .
Aus verkauften W.rthpapieren und zmück-
1017
533
96
60
8.
9.
gezogenen Kapitalien rc.
Sonstige Einnahmen im Ganzen .
Summe der Einnahmen .
8830
823
b. Ausgaben:
1. Für ärztliche Behandlung
2. Für Arzmi und sonstige Heilmittel
3.
Krankengelder;
a) an Mitglieder
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
Lord Kimverleys betr. das letzte Abkommen mit Ruß- ^ *m ^!^ Vierteljahr 1899 eine Höhe erreicht w:e nie land erwiderte Lord Salisbury; Ich bin nicht ganz sicher, 3aDOr* -^^ Ennuhr belief sich cuf 90.3 Millionen Doppel- ob ich in Uebereinstimmung mit der russischen Regt rung ^ntner gegen 87,7 im Jahre 1898^ 78,6 im Ja,re 1897,
handle, wenn ich hier auf diese Angelegenheit eingehe, ich konnte dvs nicht feststellen, doch denke ich, sobald der Wortlaut vorliegt, ihn aus den Tisch des Hauses legen zu können. Die allgemeine Tendenz des Abkommens ist, daß es ein Eisenbahnabkommen betr. unsere beiderseitigen Operationsgebiete in China darstellt. England verpflichtet sich, den Bahnbau nördlich der großen Mauer durch die Engländer oder Andere weder zu unternehmen noch zu ermuthigen. Rußland unte zieht sich genau der gleichen Bestimmung bezüglich des Aangtse-Beckens. Einige genauere Bestimmungen gelten der nach Niutschwang zu erbauenden Bahn, die namentlich den Streitgegenstand gebildet hat. Es liegt mir sehr daran, daß eS nicht den Anschein gewinne, als ob ich einzelnen Bestimmungen des Abkommens eine übertriebene Wichtigkeit bei- legte, aber ich lege dem Umstand eine sehr große Wichtigkeit bei, daß das Abkommen unterzeichnet ist, weil mir das als Zeichen guter Gesinnung zwischen den beiden Regierungen erscheint, die sehr zu wünschen ist. Was noch mehr zu wünschen ist, ist, daß zwischen Rußland und England gute Gesinnungen allmählich heranwachsen mögen. Das Abkommen wird von Werth sein, indem eS die Möglichkeit einer Kollision zwischen den beiden Regierungen in jenem fernen Welttheil verhütet. Es ist daher ein Pfand für ein künftiges Einverständniß für lange Zeit. Ich hoffe, daß es zu künftigen Abmachungen über andere Gegenstände führen wird. (Beifall.) — Unterhaus. Balfonr erklärt, der allgemeine
Zwtck deS AbkommenS mit Rußland sei, dafür zu sorgen, daß Großbritannien den Eisenbahnunternehmungen Rußlands
i 69,5 im Jahre 1896 und 56,5 im Jahre 1895. Die Ausfuhr belief sich auf 70,1 Millionen Doppelzentner gegen 68,9 im Jahre 1898, 60,7 im Jahre 1897, 58,7 im Jahre 1896 und 50,7 im Jahre 1895. Läßt man die Ein- und
die Ausfuhr von Edelmetallen, tie für den eigentlichen Waarenhandel keine Bedeutung haben, weg, so ergibt sich für die Einfuhr ein Werth »on 1222,3 Millionen Mark gegen 1221,0 Millionen im Jahre 1898 1111,7 im Jahre 1897, 1058,8 im Jahre 1896 und 939,0 Millionen im Jahre 1895. Der Werth der Ausfuhr betrug 941,9 Millionen Mark gegen 905,2 im Jahre 1898, 827,2 im Jahre 1897, 854,4 Millionen im Jahre 1896 und 758,9 Mill. im Jahre 1895.
Die deutsche Tiefsee-Expedition
ist nach fast einjähriger Abwesenheit am Samstag Abend wieder in Cuxhaven eingetroffen. Zum Empfang der Theil- nehmer war unter andern der Staatssekretär des Innern, Graf v. Posadowsky, anwesend. Vom Kaiser traf folgendes Telegramm ein: „Ich heiße die Mitglieder der Tief- see-Expedition auf der „Baldivia" herzlich willkommen und spreche denselben Meine Auerkennung und Freude aus über die reiche wissenschaftliche Ausbeute, welche sie hereingebracht haben. Bedeutsame Unternehmungen zu fördern, gereicht Mir zu umso größerer Genugthuung, je mehr die Männer, die sie leiten, sich ihrer Aufgabe so vollkommen gewachsen zeigen, wie im vorliegenden Fülle. Wilhelm I. R.*
Organisation des Mittelstandes.
tata TSid W.« ^ . ®« d-- ta^ b« B°-st-°d d.S E.mr°,°.r-«--
mchi -nd-r- Nationen wm Wt°,r,pr°ch «mulitge, und d-b i f" S""m Wä”»1«« «-»--i-tr-tb-ud-r 8.riM nah« an-,r-rt-t,S Ruhlnud hiustchttich des U-nF«°B,ck-ui di°'b->- zm°»»unutst.r Dr. °°« Mi,»--»«,., st unch di- gleichen Derpfliebtuugen eingehe. Der volle Wortlaut der 8^-df -f"f, ^ ' 8 ® n 0“ £l °“ beä M ittel ,t audeS Abkommens weide fifart nach Eiugang dem Hause vorgelegt «»»^"d b-sproch-u -°-d-u. Der zmauMmste, b-w»,- daß werden. Er enthalte besondere Vereinbarungen zum Schutze ^- -ittang'l eeneS^ 'eiten ,iluianon!nech!u,tes^zom Theel d'. der Nintickrrnno.Eikentinbn. liiteisotl.l bhnmb.ilntn erkläre, d.it den'lge Nothta.c eeS l etttelllandeS orero.r> hebe. Die
der Niutschwang-Eisenbahn. (Beifall.) Chamberlain erklärt, das
Oberkommissariat von Südafrika habe eine von mehr als 21000 britischen Unterthanen in Transvaal unterzeichnete Bittschrift an die Königin der englischen Regierung eingesandt. Die Bittschrift klagte über den angeblichen Druck und die ungerechte Beha..d!uug, darunter über die Ausschließung vom
Wahlrecht. Der Regierung, fügte Chamberlain hinzu, sei
Bildung der Centralvereine fand den vollen Beifall deS Ministers, der die Vorstands-Mitglieder ermähnte, unbekümmert um links und rechts auf dieser Bahn fortzuschreiten. Wenn erst der Mittelstand eine Macht im Staate gewordm sei, dann würden alle Parteien mit ihm rechnen müssen, und da-
ran hapere es. Der Staat wolle gerne helfen, aber gegen
auch keiner von dem Zustande, wie der, der zu der Ueber: iur ^" Mittelstand thun.
. Er glaube, wenn man die Stellung,1 Der f-zialdemokratische „Weltfeiertag"
. 188842 85 reichung geführt hat.
i hie Englanv bezüglich Transvaals einnimmt, berücksichtige, ist auch diesmal ganz gehörig inS Wasser gefallen. Von einer
17089 10 könne darüber, daß die Entgegennahme der Bittschrift ange-
. 10832
. 51547
b) an Angehörige der Mitglieder nach § 7 Absatz 2 deS Gesetzes
Unterstützungen an Wöchnerinnen .
Sterbegelder .
Kur- und Verpflegungskosten an Krankenanstalten i
Ersatzleistungen für gewährte Krankenunterstützung nach dem Krankenversicherungsgesetz Zurückgezahlte Beiträge und Eintrittsgelder Für Kapitalanlagen (Ankauf von Werlh- papieren rc.), Anlagen bei Sparkassen rc.
Verwaltungsausgaben:
a) persönliche .
b) sächliche .
Sonstige Ausgaben . . . •_
1319
4146
2760
11880
1730
176
15627
8408
1958
1359
12. Summe der Ausgaben
c. Abschluß:
Summe der Einnahmen Summe der Ausgaben .
89 bracht sei, Mn Zweifel bestehen. Ferner erklärte Chamberlain, daß die Regierung ßui Cypern vorbehaltlich der Ge-
31 nehmigung durch die Louvomr Regierunq mit dem öfter
i reichischen Lloyd einen vorläufigen Vertrag für den Postdienst 10 zwischen Cypern und Egypien, der avi 1. Juni beginnen soll, — jabgeschlosseu hrbe. Die Regierung sei mit der Prüfung des 75 Vertrag« beschäftigt. Brodrick erklärte, man habe keine Ver
wirklichen Arbeitsruhe war, trotz aller Resolutionen und Ver- sammlungs-Beschlüsse, nur in wenigen Betrieben die Rede. In Bnlin hat d r G werkschafts-Ausschuß um nach außenhin den Schein einer großen Betheiligung am Maifest zu erwecken, ungefähr 30 Versammlungen am Vormittag verau- staltet, die meistenteils dürftig besucht waren. Vereinzelt gelang ks durch die Vereinigung von 10 bis 18 Gewerk chafien zu einer einzigen Gruppen-Verjammlung, einen etwas stärkeren Besuch zu erzielen. Auch für die Lane-Ägitation, welche des
, anlassung gehabt, die Anwesenheit von Delegirten der Süd
60 afrikanischen Republik auf der Friedenskonferenz zu bean-, verunglückten AgrarprogrammeS wegen zu den SchmerzenS- I standen, da der Vorschlag, solche^einzuladen, nicht gemacht kindern der Partei zählt, sollte der 1. Mai nutzbar gemacht werden. Eine Anzahl von Genossen wurde auf die Dörfer
30! sei. (Heiterkeit.) Der Lord des Schatzes, Hicks Brach, er- 72 klärt, es sei nicht möglich gewesen, die von Cecil Rhodes gemachten Vorschläge bezüglich der Eisenbahngarantie anzunehmen;
29 <benso habe RhodeS auf die von der Regierung gemachten ; Gegenvorschläge nicht eingehen können. Balfour erklärte, es
26 hätten keine vertraulichen Verhandlungen mit den katholischen
34 Behörden in London und Rom zwecks beiderseitiger Er-
geschickt, um die Bauern für die Sozialdemokratie einzufangen. Viel Glück weiden sie damit kaum gehabt haben; auch die Wirkung der speziell auf die Landbevölkerung zugeschnittenen Mai-Zeitungen dürste die sozialistischen Macher enttäuschen.
Mrücht« »er lverhei,«»«.
Im JahreS-Beiichte deS Fadrtl-JnspcktorS für daS Herzog- thnm Gotha findet sich folgende Stelle: „Die Aeußerung: -------------- _ r------------ <, . ................, „Mit meinen älteren Arbeitern stehe i» in sehr gutem Verbildet aus Petersburg: Die zwischen England und Rußland hältniß, sie sind tüchtig, fleißig, haben Interesse am Geschäft abgeschlossene Vereinbarung über China hat nicht die gorm; nnb bilden einen bewährte» Stamm, aber umso schlimmer einer Konvention, sondern besteht in einer Note, von der. steht e» mit den Jung-Arbeitern^, habe ich öfters zu Dnplikate zwischen Murawiew und dem englischen Botschafter, hören bekommen.' Ein Fabrik-Besitzer beklagte diesen Zustand Scott ausgetauscht wurden. In der Einleitung der Note ' ' «>-^
6 63 wird erklärt, daß beide Länder übereingekommen sind, die Integrität und Unabhängigkeit ChinaS aufrechtzuerhalten. Die
56 j nennung von vorschriftsmäßig beglaubigten Gesandten mit 188836^28 anerkannter diplomatischer Stellung stattgefunden. — Reuter
. 128842 85
. 128836 22
Ergibt für den Schluß des RechnungS-
jahreS einen Kassenbestand von ü. Bestand des Reservefonds 31. Dezbr. 1898 .
am
. 97887 86 Note, die kurz ist, enthält keine Bezugnahme auf die Einfluß- Nach dem vorjährigen Abschluß betrug | sparen, sondern trifft Vorkehrung gegen einen etwaigen In-
der Reservefonds . . . 91091_46 tereffengegensatz über den AuSbau der Eisenbahnen in der
6796 40 Mandschurei und am Uangtse-Klang.
Mithin mehr gegen da» Vorjahr Hanau, 25. April 1898.
6998 Müller, Vorsitzender.
umso mehr, weil er keine Möglichkeit einsah, aus dem Nachwuchs seinen altbewährten, aber nach und nach schwächer wer- denden Arbeiterstamm zu ergänzen." Der Fabrik Inspektor für das Herzogthum Meiningen schreibt in seinem Bericht; „3jt den industrierricheu Bezirken ist wiederholt van den Fabrik Leitern Klage über die zunehmende uNbot - Mäßigkeit der jüngeren Arbeiter gesührt worden, die in einem Falle bis zur Verhöhnung deS Arbeitgebers in der O e s f e n t l i ch k e i t auSgeartet ist.