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Hummer kostet

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Jährlich 9 A.

-MjShrl. 4^50* vierteljährlich

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Für auswärtig«;

Momenten mit dem betreffenden Pofiaufschla-.

EinrückungS» gebühr

für Stadt- und Land­kreis Hanau 10 ^ die ^gespaltene Garmond­zeile oder deren Raum, für Auswärts 15 ^.

Im Reklameniheil die Zeile 20 ^, für Auswärts 30 ^.

Amtliches Grgsn für Stadt- und LanSKreis Vaugu

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Nr. 97

Mittwoch den 26. April

1899.

Hi«r«

Amtliche Beilage" Nr. 30.

Amtliches

^taM^ew |)anau»

Der am 6. Juni 1862 zu Diez a. d. Lahn geborene geisteskranke Schuhmacher Emil Jung, welcher von dem Stadt Magistrat zu Würzburg am 21. v. Mts. übernommen wurde, ist pestern Abend zwischen 9 und 10 Uhr aus dem hiesigen Lankkrankenhans, wo er vorübergehend bis zu seiner Ueberführung in die Irren-Heilanstalt nach Haina von dem hiesigen Magistrat-Armen-Amt unter gebracht war, entsprungen. Jung ist von mittelgroßer Statur, untersetzt, hat sehr dicken Kopf und trägt Anstalttkleider. Dieselben bestehen aus weiß und blau gestreifter Hose und Jaquet und ledernen Haus­schuhen. Kopfbedeckung trug er nicht.

Es wird um Nachforschung nach p. Jung, Anhaltungim Betretungsfalle und um sofortige Mittheilung hierher gebeten.

Hanau am 26. April 1899.

Königliche Polizeidirektion.

J. B.: Becker Regierungsasstssor.

Das Infanterie-Regiment Nr. 166 wird am 28. und 29. April und vorn 1. bis 6. Mai er. Schießen mit scharfen Patronen auf dem großen Exerzierplatz Schußrichtung Eisenbahnübergang nördlich Nordbahuyof Fallbachblücke abhalten.

Das Schießen wird jedesmal um 1 Uhr nachmittags be­ginnen und um 7 Uhr nachmittags beende! sein.

Das Gelände ArbeiterhäuserScheibenwacheChaussee HanauLangendiebachRevßerhofEisenbahn in Höhe des Kinzigbetmertofs, unter besonderer Absperrung des Faßwe:es Reußeihof Chaussee RoßdorfHanau wird durch Sicher- Heitsposten abgesperrt und darf nährend des Schießens nidjt betreten werden.

Den Weisungen der Sicherheitsposten ist unbedingt Folge zu leisten.

Die Herren Ortsvorstände Wollen dies unter dem be­sonderen Hinweis darauf, daß aus Gründen der Sicherheit das Zuschauen verboten ist, sofort veröffentlichen lassen.

Hanau am 26. April 1899.

Königliche Polizeidirektion.

M. 1680 I. A.: Dr. Becker, Reg.-Assessor.

LsKriSsts«.

III. Aboancinentskoilzert des Oratorien- vereins.

Hanau, 26. April.

Zum Schluß der Konzertsaiion überraschte uns der Oratorier- verein noch mit einem Konzert, das zu den wohlgelungenften der bisherigen musikalischen Darb einngen gezählt werden darf. Auf die Bedeutung des Oratorienvereins für unsere musikalisches Leben ist au dieser Stelle schon oft hingewieien worden. Ihm ist eS zu danken, daß viele Werke großen Stils in einer ihnen würdigen Weise aufgefühit werden konnten, der Sinn für das Edle in der Musik wachgerufen und gepflegt wurde. Am gestrigen Abend vereinigte sich nun alles, um die Auf­führung zu einer interessanten zu gestalten. Alte und neue Meister starden auf dem Programm und übten mit ihren herrlichen Weisen großen Zauber auf die Zuhörer aus; der solistische Theil lag in bewährten Händen. Mit der vorzüg­lich gelungenen Wiedergabe der Ouvwtu.e für OrchesterEme feste Burg^ von Raff wurde das Konzert eröffnet, dem das von den Herren W m u t h-Hanau und K k l-Straßburg gesungene Duett ausIsrael in Egypten" von Händel folgte. un|ev einheimischer^ Künstler Herr Waßmuth brächte hierbei seine vorzüglichen Stimmmittel wiederum zur besten Geltung, m Herrn Krükl, der an das Hoftheater in Coburg verpflichtet ist, lernten wir einen jungen Solisten kennen, dessen prächtige Baritonstimme und Vortragsweise äußerst sympathisch berührten. Eine schöne Leistung des sich in vorzüglicher Verfassung be- findenden Chors waren feie drei Brahms',chen Chöre a capella ^«Op ^'^^ mete Herzgedanken",Dein Herziein mild undWaldesnacht".^ Der Vortrag bewies tüchtige Schulung uns Verständniß volle Hingabe aller Mitwirkenden.

§taöt&wi0 ^anau.

BekanntAachungen des Oberbürgermeisteramtes.

Bekanntmachung.

jestät den deutschen Kaiser vorgetragen und damit eine so ! grobe Taktlosigkeit begangen, daß sie selbst die gelbe Presse darüber nicht in Schutz zu nehmen wagt.

In der ganzen Welt wird es nicht so tragisch genommen,

Die °°» Schmiedeeile« h-r,ust-°md- -NnMedigu««'" ftf * ÄflS?w6WY L°"» .'" des Grimmdentmals lall in öffenllichec Auölchreibung ^fn V^W- . ^°^--^ "L ^Z1^ Znb ^JrflöBe geöen vergeben werden dre Disziplin keine großen Seltenheiten. Wie seltsam mmhet

B-Smmnge-, Zeichnung und M°I-ri°l»us,ug l egen wir«' f !f'. *',£n ^E" * ®=nfro18 heute an b-i d« »M-r,-ich»«m aml3|t.Ue. - Ruchhaus, P8 j°?'"d'- R»ckd-st-d-r°ug m di- V-M-Ih »er- !&-» Uhr, für >mNm1m «Xt wi, warbst B->-inigt°u ®wm --»im Begriff-ft-d, sich eiu sAmdes Angebote mi, °.r «uffchrt - »«ried.gmz G.imm- H-°- »°« -u>°k°I«-° B-gnff-^ D>-Mauni-

d-nkm-I" - v-rschl-ff-u bis i-ngsl-us zum Eröffauugbt-rmtu >u* Ä?--- Kri-gsch ft-» mag besser £, W M -b-r SamKaa den 29 d Mts . Vormittaas 11 Ukr. auch nicht nach unserm Maßstab meflm. Dre Prahlhansereren -einzmeic^r sind * Ö 9 ^des Herrn Coghlan waren aber doch zu stark, da sie jede

I Die Eröffnung eingegangener Angebote findet um obige Rücksicht auf eine Nation, mit der die Vereinigten Staaten ! Zeit im Beisein etwa erschienener Bieter im Zimmer Nr. 24 m '^°^kn leben, außer Ach. ließen. ^^ ,-,:U^e Ruch - ^ mußte erwar ten, daß der übereifrige Dschredner zur Ord-

statt.

Hanau den 15. April 1899.

Stadtbauamt I.

Thyriot.

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Nachtisch-Reden

bilden Äst eine heitere, angenehme Unterhaltung und gehören Einschreiten der amerikanischen Regierung gegen die taktlose

so zu dem schönsten Theile eines Festes, zumal wenn der unvermeidliche Toast auf die Damen von einem witzigen Kopfe zum Nachtisch ausgebracht wird. Etwas anderes ist es mit politsichen Banketten, wenn die Männer unter sich sind und in gehobener Stimmung Kampfesmmh und Parteisucht prahlerisch zu Worte kommen. Da ereignen sich dann leicht die schönster! Taktlosigkeiten und Ent­gleisungen.

Eine solche Erscheinung beschäftigt augenblicklich die

i Blätter beider Wetten. Der K-pitän des amerikanischen dem Tisch des Hauses liegen Instrumente zur Betäubung Kriegsschiff sRaleigh", Coghlan mit Namen, hat nach (Hammer, Maske), die der hiesige Thierschutzverein zur Ver- seiner Rückkehr von dem Kriegsschauplätze vor Manila in fügung gestellt hat. . Abg. Vielhaben begründet den einem New-Dorker Club eine Erzählung von Reibungen zim Antrag, der im Wesentlichen verlangt, daß beim Schlachten ! Besten gegeben, die zwischen amerikanischen und deutschen aller Thiere, ausgenommen dem Federvieh, die Betäubung der See-Offizieren während der Blockade bei den Philippinen Blutentziehnng vorausgeben soll und daß die Schlachtungen vorgekommen sein soll, und zwar soll der Admiral Dewcy nur von durchaus kundigen Personen ausgeführt werdm sollen ! Mit Krieg gegen die deutschen Schiffe gedroht haben. Der und zwar in dem Publikum unzugänglichen Räumen. Redner ! ganze VorfM würde, selbst wenn er sich in ähnlicher Weise; weist auf die vielfach vorkommrnde Tierquälerei bei den -wirklich zugetragen hätte, schon deshalb keine Bedeutung Schlachtungen hin. Im Auslande habe man längst ver- haben, weil er Jahr uns Tag zurückliegt und ein gutes künftigere Gesetzesbestimmungen. Dielhaben geht auf die ; Einvernehmen zwischen den deutschen und den amerikanischen jüdischen Schächtungsvorschristen ein. Einsichtige Jaden gäben ! Schiffen nicht zu verhindern vermochte. Kapitän Cog lan zu, daß diese Vorschriften keinen idealen Grund hätten, aber I hat aber auch noch in der sehr vorgerückten Stimmung, in e-n Mittel bildeten, um die Juden eng und fest aneinander der er sich offenbar befand, ein Spottlieo auf Seine Ma- zu halten. Der Präsident bittet, bei der großen Un-

Später Bereinigte sich der Chor mit Herrn Hormann - Frankfurt (Teuoriolo) zur Wiedergabe desSonnengesanzs" aus Tivel's sich durch edle Melodik anszeichnenden Oratorium Frar.Mcus". Herr Hormann ist dem hiesigen Konzert- publikum ein bekannter und geschätzter Künstler, deffen Auf­treten stets, wie auch gestern, mit Juterlffe begegnet werden wird. Das Programm brächte auch noch die liebenswürdige und anmuthende Stimmung athmende Thieriot'sche Komposition Am Traunsee" für Baritovsslo und Frauenchor, die Herrn Krükl wiederum Gelegmhrit gab, seine sympathische Bariton- stimme zur besten G-ltung zu bringen.

Besonderes Interesse erweckte die Lim ert'sche Komposition Szenen aus Sudermanns Johannes" für 3 Solostimmen und Orchester.

Die Komposition behandelt 2 Szenen aus Sudermanns historisch-biblischer TragödieJohannes" und zwar die 8. Szene d;s IV., und die 8. Szene des V. Aktes. Beide Szenen stehen in inniger Beziehung zu einander. Der Kom­ponist hat dementsprechend seinem Werke zwei Ausschriften ge­geben: 1. Theil: Die Botschaft Johannes des Täufers an Christus, 2. Theil: Christi Antwort. Aus den erklärenden und erläuternden Vorbemerkungen, die zum besseren Verständ­niß jedem Konzertbesucher eingehändigt wurden, will der Kom­ponist die Stellung und dramatische Bedeutung der Szenen in der Tragödie kennzeichnen, um seinen Absichten näher zu kommen. Es fei diesen Auszeichnungen das Folgende ent­nommen:

Die in dem Werke auftretenben Personen sind Johannes der Täufer und seine heilen Jünger Amarja und Manasse. Die erste der beiden Szenen versetzt uns in den GefLneniß- Hof einer galliläischen Stadt, woselbst Johannes im Gefäng­niß gehalten wurde. Dem Johannes wurde der Verkehr mit seinen Jüngern gestattet, die sich jedoch wieder von ihm trennen, weil sie ihn in seiner Misston nicht verstehen. Nur

nung gerufen werde.

Dies ist denn auch sofort geschehen. Seine Vorgesetzte : Behörde schritt disziplinarisch gegen ihn ein, und der Staats- feLetär Hay sprach dem deutschen Vertreter die lebhafte ! Mißbilligung des Benehmens Coghlaus aus. Damit ist die ! Angelegenheit für uns t riefe tgt. Das ungewöhnlich prompte

N«chtisch-Rede scheint zugleich zu beweisen, daß größere Dis­ziplin bei Den Truppen zu Wasser und zu Lande für er­forderlich erachtet wird.

Deutscher Reichstag.

(Sitzung vom 25. April.)

Tagesordnung: Berathung des Antrages Liebermann und Genossen, betreffend Berauben der Schiachtthiere. Auf

Im Auslande habe man längst ver- . Vielhaben geht auf die

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zwei seiner Jünger wollen nicht do« ihm lassen und in der Unterredung mit diesen, dir anhebt mit den Worten:So setzet euch zu mir. Es wird Nacht und ich bin müde", führt uns die Musik ein.

Ja dcm zweiten Theil der Komposition versetzt uns der Dichter in einen Saal im Palaste des Königs Hei ödes, wo­selbst der römische Legat Vitellius bewirthet wird. Die Tochter d^s Füist^n, Salome, tanzt vor Herooes und seinem hohen Gaste. Herodes verspricht ihr, was sie fordern werde. Sie bittet um das Haupt Johannes des Täufers. Johannes wird vorgeführt und ihm sein Todesurthcil verkündet. Er nimmt die Mittheilung ruhig und gefaßt auf. Aber seine Seele bangt um die Botschaft, die ihm seine Jünger von Christo bringen sollen, und er bittet um eine Frist, deren Gewährung in Salomes Hand gelegt ist.

Noch ehe es zu einer Demüthigung kommt, drängen die zurücktthrenttn Jünger auf den Kerkermeister ein und werden vorgetassen. Und hier empfängt Johannes, im Angesicht des Toses, Die Antwort durch den Mund des Amarja. Hier setzt der II. Theil der Komposition ein: die Antwoct Jesu, die sich zu einer Unterhaltung zwischen Johannes und den betsen Jüngern, Amarja und Manasse gestaltet und in dem tief ergreifenden Schlußmonolog des Johannes ausgeht.

Die Komposition selbst zeugt von heroorragmder Be­gabung der Komponisten, Der in dem interessanten, nicht ge­ringe Anforderungen an die Ausführenden stellenden Werke Die dankbaren Anregungen des Textes sthr geschickt ausge- beutet und die jewnligen Situationen aufs trefflichste gemalt hat. Es finden sich in der Arbeit Stellen von erhabener Schönheit. Besonders ergreifend sind die Wehmuth und Schmerz empfindenden Augenblicke des Johannes gezeichnet, durch die Trennung von seinen Jüngern und die Ungewiß­heit, ob die Nachricht aus dem Munde des Messias zur rechten Zeit eintreffen werde, veranlaßt. Auch die int 2.