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12 April.

Hanauer Anzeiger

Seite 3

Herren vom Centrum folgen iuen. (Beifall.)Abg. Richter Gunsten der Grundbesitzer um 18 Prozent gegen früher öffentlichungen desFigaro" ist noch zu erahnen, daß der

(fr. Vp.): Der Abg. Bach n meinte, waS haben wir für

heraus bekommen. (Beifall.) Niemals glaube ich so sicher zu - Repetitor an der Polytechnischen Schule, Paniere, gegenüber

Interesse, die Einkommensteuer zu schonen? Ist nicht die sein, -allgemeine und nicht Sonderintt reffen zu vertreten wie den Aussagen der Generale Gonse und Roxet erklärte, daß Richtung der Steuerreform daraif hinausgegangen, die Ein- gerade in diesem Falle und Zwar arch gerade die Interessen!'Hadamard niemals eine An'pielung 0' die Schuld desBer-

_______________7.....00..v.... ______________________________- des 'Mittelstandes gewahrt zu haben. (Beifall.) Abg. Dr.! urtheilten gemacht, sondern stets dessen Unschuld betont habe, steuerpflichtigen vo« Staatswegen schärfer heran-^e^gm werden, B a ch e m (Centr.): Ich gebe zu, daß für Herrn Richters Casimier-Perier gibt in seinen Aussagen bereits bekannte ~2. ei i;; Absicht t.. ^4.^--"», --^ Clr.k:^....siru:r- Auffassung eine gewisse Berechtigung vorhanden ist. Aber Thatsachen an. Er sprach von dem Besuch des deutschen Bot- pflichtigen in den Kommunen zu entlassen. Die Kommunen! es irrfft feine Gesammtauffüffung dieser Dmge nicht zu ; wir schafters bei ihm, welcher ihn bat, Deutschland mit dieser An- sind auch dazu in den Stand gesetzt worden, indem ihnen die " ' " J

Gebäudesteuer überwiesen wurde. Die Herren stellen es so

kommensteuer h-ranzuziehen? Aber well eben die Einkommen-

war es die Absicht der Gesetzgebung, diese Einkommeufleuer-

Auffassung eine gewisse Berechtigung vorhanden ist.

Er sprach von dem Besuch des deutschen Bot-

dar, als ob die Hausbesitzer zu Grunde gingen. Das ist eine Uebertreibung. Jetzt findet von selbst eine Entlastung statt. 150 Prozent der Einkommensteuer bedeuten in jedem Jahre eine größere Summe, während 150°/® der Gebäude­steuer dieselbe Summe bedeuten. Der Abg. Bachem meinte ferner, die Kapitalisten müßten die Mehrbelastung tragen, Die Einkommensteuer trifft aber zum großen Theil auch Be­sitzlose. Dauernde bauliche Aufwendungen der Kommunen sind dauernde Meliorationen, dauernde Interessen an diesen hat aber nur der Jmmobiliarumsatz. Es ist daher gerecht­fertigt, die Hausbesitzer präzipual zu belasten. Der Abg. Bachem hat von Mittelstands politik gesvrochen. Dieses Wort ist doch im Laufe der Zeit recht abgehitzt. Gerade diejenigen

sind der Ueberzeugung, Mittelstände mit unserem An- trage zu nutzen. Die Erörterung schließt. Das Haus Ide­

fchliefjt nach den Anträgen der Kommission. Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Präsident v. Kröcher schlägt-vor, dre nächste Sitzung Donnerstag 1 Uhr abzuhalten und aus die Tagesordnung zu setzen: Mittellandkanal-Vorlage. In eine r Erörterung zur Geschäftsordnung bittet Abg. Graf St rachwitz (Centr.), die KanalvorlaZe erst in nächster Woche auf bte Tagesordnung zu stellen, schon mit Rücksicht auf die Denkschrift Gothein, die eingegangen ist Präsident v. Krö cher: Schon vor den Ferien habe ich den 13. April für die Kanalvorlage in Aussicht genommen, die Herren Wien sich darauf eingerichtet. Die Bbgg. Graf Limburg- S tirum (kons.), Stengel (freikons.), Dr. Sattler (natlib), Frhr. ». Heeremann (Cent,.) unterstützen mit

Herren, die dieses Wort immer im Munde führen, sind ofts R>rcksicht auf die Geschäftslage den Vorschlag des Präsidenten.

gelegenheit nicht in Verbindung zu bringen. Bezüglich der Mittheilung eines geheimen Schriftstückes an das Kriegsgericht sagt Casimir-Perrier: General Meicier habe ihm gesagt, daß das SchriftstückCette Canaille de v." dem Kriegsgericht vorgelegt wurde. Mercier habe ihm diese Aeußerung vor der Verurthe hing gethan und nicht gesagt, daß die Mittheilung des Schriftstückes auf die Richter allein beschränkt bleiben müsse. Casimir Perier führte weiter aus: Der deutsche Bot­schafter kam am 1. Januar 1894 zum Ministerpräsidenten Dupuy mit einer Depesche deS Fürsten Hohenlohe und bat Dupvy, Hm eine Unterredung mit dem Präsidenten der Re­publik zu verschaffen, da die Dkpesche ihn auffordere, über die Frage mit mir persönlich zu unterhandeln. Die Unterredung fand am Mittwoch Nachmittag 1 Uhr statt. In der be­treffenden Depesche wurde an den Präsidenten der Republik und an Herrn Casimir Perier persönlich die Frage gestellt,

falsche Freunde des Mittelstandes. (Widerspruch rechts unsf A!»g. Graf Str-achwitz Centr.) zieht sttnmAntrag zurück, warum die deutsche Botschaft von den Blättern in die Affaue Nächste Sitzung: Dounerfiag 1 Uhr; Mittelland-Kanal- Drcysns verwickelt werde. Wenn sie dies nicht sei, verlange man ein formelles Dementi. Nachdem ich die Depesche ge­lesen hatte, bemerkte ich dem deutschen Botschafter, daß sein Schritt etwas ungewöhnlich sei, da ich ein unverantwortliches Staatsoberhaupt wäre, und daß es normaler wäre, mit den Paxis, 11. April. DerFigaro" veröffentlicht heute verantworlichen Ministern oder mit dem Ministerpräsidenten die wichtigsten Aussagen Castmir-Periers, des Generals'zu verhandeln. Aber da an meine Loyalität als Privatmann G allifet und des Kriegsschuüehrer- Painleve. Hiernach be- apellirt worden sei, so hätte man es nicht mehr mit einer tu nbete General Gallifet vor dem Kassationshofe, daß er von diploviatischen Affaire, sondern mit einer Frage der Loyalität dein GeftändnisskN des Dreyfus keine Kenntniß gehabt habe, zu thun. Unter diesen Umständen solle der Botschafter Alles wissen. Ich sagte darauf, daß ein Schriftstück in der Bot­schaft gefunden worden sei. Der Botschafter erwiderte, daß ihm dies nicht möglich erscheine, da man daselbst wohl viel Schriftstücke erhalte, daß aber kein wichtiges Schriftstück da­selbst entwendet sein könnte. Ich erwiderte, daß auch wir dies glauben, daß wir das Schriftstück nicht für wichtig halten,

im Centrum-) Ich glaube, wir vertreten mit unserem Stand- i

punkt die wahren Juteressen des Mittelstandes. (Leifall Verlage. Schluß 2 Uhr. links. Widerspruch rechts.) Abg. Dr. Bachem (Centr.);;

Unsere Stellung zu diesen Fragen liegt seit Jahren fest und

hat die Billigung weiter Kreise gesunden. Wenn die Ein-' kommensteuer gestiegen, so liegt das an der Vermehrung der Einkommeufteuerpflichtigen. Ein Ziel der Kommunalsteuer- reform war die Erleichterung des Grundbesitzes. Das ist nicht geschehen, sondern er ist ohne ersichtlichen sozial­politischen Grund um 17 Millionen mehr belastet worden.

Zur DrehfussMire.

G« meral Parrss habe ihm nach der Degradation den pein-

Darum ist doch nicht herum zu kommen. Die Verhält- - G« meral Parrss habe ihm nach der Degradation den pein- nisse Berlins können nicht maßgebend sein; denn Berlin i lid jen Eindruck derselben geschildert und gesagt, daß Dreyfus hat sich durch eine verkehrte Wohnungspolitik das Mieths- nicht aufgehört habe, seine Unschuld zu betheuern. Gallifet kasernensystem zugezogen, wo nur Kapitalisten Hausbesitzer i gib t bann Auskunft über P cquart, der ein-braver Offizier sein könneu. Eine Spaltung in einer Partei kommt gewiß, and» unfähig sei, eine schlechte Handlung zu begehen. Von nicht so schnell, aber es war doch merkwürdig, daß der Abg. i Ejt erhazy lagt General Gallifet, daß seine Beziehungen zu Rehling so ganz aus unserm Herzen sprach uab ach meine, - den Militär-AttaHHs Allen bekannt gewesen seien. Dann er- er hat eine Reihe von konservativen Freunden hinter sich, Zäh lt Gallifet von einem Besuche des früheren englischen Militär- weun auch vielleicht hinter dem Frhrn. von Dobrneck mehr! Attckches, General Talbot, welcher von Egypten zurückkehrte. stehen. (Beifall.) Abg. Rehling (konf.): Von einem Derselbe sagte zu mir: Herr General, in welch traurige An-

Riß in unserer Partei kann noch nicht die Rede sein, wenn gelegenheit sind Sie jetzt verwickelt unb fügte hinzu :

ich hier die Wünsche der westlichen Landwirthe zum Aus-Ich werde von der Dreyfus Sache nicht sprechen. Ich

druck brächte. Die Herren aus dem Osten sind uns immer habe ihn während meines sechsjährigen Aufenthalts in Frank-

bereitwillig entgegengekommen. Daß die Realsteuern nicht reich kennen gelernt, aber es setzt mich in erstaunen, daß

Jch werde von der Dreyfus Sache nicht sprechen. Ich

und daß weder die Regierung noch ich selbst die Botschaft in die Affaire hineinzögen, da durchaus nicht feß gestellt worden sei, daß die Uebermittlang des Schriftstückes verlangt wurde und daß wir sie nicht verantwortlich machten für das, was sie erhielt, ebenso wie wir nicht verantwortlich sein könnten für Papiere, die men uns bringe, aber daß es genüge, daß man in einer fremden Botschaft ein Dokument fand, von dem man glaubt, daß es von einem französischen Offizier

in demselben Grade steigen können, wie die Persovalsteuern,^ der Major Esterhazy sich noch in Freiheit befindet. Wir herrühre, um die Schuld desselben festzustellen. Da liegt in der Natur der Steuerobjekte begründet. Der At!- Militärattaches wußten alle vollkommen daß Esterhazy für aber der Botschafter darauf bestand, daß die deutsche Bot- k«H 4^ f4«YY«M^ wA^iti "skT ^nftm Auf rtfwrttMtftt^fm * ^>1m A'hpv Attcpt ^stMipnhf^/w^ftiTT^f^ 9TlYpe*/ ff«f#rtt mArhp Kiaä f ^HZ^j ist ßitJCt f$tegOnjcf)f?n Note Gllä blUt ®ftcl gc6td(§t werde, bemerkte ich, daß sich diese Note nicht allein auf die deutsche Botschaft, sondern aus alle übrigen Botschaften und Gesandtschaften in Paris beziehen müßte, die sich um so leichter getroffen fühlen könvten, wenn nur eine Macht aus dem Spiel gesetzt. ES werde nicht meine Sache sein, fönt ern die des Ministerpräsideaten, diese Note abzufassen. Diese Note könnte sich nach meiner Ansicht nicht wesentlich von den früheren in diesem Sinne erlassenen Noten unterscheiden, da man sonst nach Unterschieden in der Form suchen würde, was Anlaß zu neuen Erörterungen bieten könnte. Ich versicherte dem Bot- | schafter eine neue Zusammenkunft mit dem Ministerpräsidenten

trag, den ich stellen wollte, geht dahin, auf administrativem f ein oder zwei Tausendfremtbillets Alles/ liefern würde, was .Wege zu verhüten, daß eine Belastung der Realsteuern über. wir vom Kriegsministerium direkt nicht haben könnten." eine gewisse Grenze hinaus eintritt. Leider ging es in der | Kommission etwas schnell. Von einer Spaltung samt nicht die Rede sein. (Beifall.) Abg. Wallb recht (nailib): In Hannover liegen die Verhältnisse für die Hausbesitzer nicht so günstig wie in Berlin, dort haben sie schwer an den Gebäudesteuern zu tragen. Eine Erleichterung ist gerecht­fertigt. Abg. Richter (fr. Vp ): Der Mehrrverth der Ge­bäude rc., der mit den Jahren von selbst eintritt, ist doch auf die Aufwendungen der Gemeinden für Straßen, Kanali- fation rc. zurückzuführen. Wenn man die GebEUdefteuer jährlich veranlagte, würde man das erkennen. Herr.Bachem rechnet eine Mehrbelastung des Grundbesitzes heraus; es gelingt ihm das aber nur, weil er die früher staatliche, jetzt den Gemeinden übeewieseue Grund- und Gebäudesteuer mit» rechnet. Ich kann nur eine Verbesserung der Lasten zu

Gallifet erkärt dann, daß er von dem strengen Vorgehen

gegen Picquart sehr überrascht wurde. General Zurlinden habe versprochen, zu seinen Gunsten zu interve uiren. Der

frühere Minister resident auf Madagaskar, Laroche,, theilt mit, daß sein Ordonanzoffizier Duprat vom Hauptmann Freystätter Folgendes gehört habe: Diese Kanaille Dreyfirs hat dem Auslande Festung?plane aus der Gegend von Nizja geliefert Dtshalb haben wir ihn vermtheilt. Ferner erzählt Laroche,

im August vorigen Jahres habe er eine Unterredung -mit dem AdNiral Duperr« gehabt. Dieser habe ihm mitgecheilt, daß k r_________

er vor Kurzem mit dem Erzherzog -.Ludwig Viktor, einem zu, und wenige Tage später ließ mir der Botschafter sagen, Bruder des Kaisers von Oesterreich, gesprocheu habe. Der i daß der Zwischenfall als erledigt angesehen werden könnte. Erzherzog habe ihm gesagt, er wisse bestimmt.und er gebe Auf die Frage des Präsidenten Löw, ob der Botschafter im sein Ehrenwort, daß die deutsche Regierung nicht te geringsten Laufe dieser Unterredung oder später erklärt habe, daß die B/ziehungen zu Dreyfus gehabt habe. Aus den Mrigen Ver- deutsche Regierung niemals Beziehungen mit Dreyfus hatte,

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ganzer orte pietus. Und mit welcher Lebendigkeit, mit welchem Sinn für das Charakteristische und für die mo­mentane Bewegung, mit welcher Wahrheit im Detail sind all diese hundert und tausend Dinge geschildert. Wir wenden fast ein wenig an unseren Menzel erinnert Doch ist Hokusai keineswegs als ein konsequenter Realist zu begreifen. Zu seinem Bilde gehören noch snoere Eigenschaften, vor allem sein Geist. Er hat einmal zehn Männer bei der Arbeit, das große Schriftzeichen für das WortKo", d. h. kindliche Liebe, zu putzen, gezeichnet, ein drolliger Gedanke, der mit der reizendsten Abwechselung und voll lebendigen Humors durch­geführt ist Dann aber besitzt Hokusai jene ganze bestechende Grazie seines Volkes. Jener junge Held, der bereit, feinem Vater in den Tod zu folgen, an einer Säule lehnt (aus demEhon Kokat") wie ritterlich, wie jugendlich am muthig, wie nobel ist diese Gestalt. Zu dem Schönsten ge­hört dann die in den Mangwa veröffentlichte Figur der aus einem Fische dahinschwebenden Göttin ber Grazie, Kuanon, in der ein Stück Botticellt'schen Geistes lebt. Endlich i,t auf den Reichthum seiner Phantasie hinzuweisen, U- sich in hundert und aber hundert Erfindungen noch immer nrcht aus- gibt. Viele seiner besten Eigenschaften sind in seinem zweiten Hauptwerke, den berühmten 36 Ansichten des Fudsch^yrma vereinigt, in denen jener heilige Berg, der die Landschaft von Aeddo beherrscht, in den mannigfaltigsten Formen erscheint. Hier überragt er die Wolken, dort schimmert er durch dichte Schneeflocken, da sehen wir ihn durch die Maschen emes Netzes, dort erblicken wir sein zitterndes Spiegelbild im Wasser; Sonne und Mond, Nacht und Tag, Nebel und Regen müssen dazu dienen, sein heiliges Bild seltsam zu ver­schönen, und mit dem Künstler werden auch wir dieses sonder­baren und doch zauberhaften Bildes nie müde.

Noch immer gibt es bei uns Leute, die die japanische Kunst als eine Art Jndianerkunst, die Beschäftigung mit rhr

als eine -lächerliche Mode betrachten unv verspotten. Vielleicht tragen diese Zeilen dazu bei, den einen oder anderen Spötter nachdenklich zu machen und ihn zu einer näheren Beschäfti­gung mit dieser fremdartigen Schönheit zu veranlassen. Seit Gouse, Anderson, Gorcourt, Bing, Brin-ckmann, Fenollosa hat sich ja eine ganze Litteratur über die japanische Kunst geblldet und erst in neuester Zeit hat einer ihrer vorzüg­lichsten Kenner, W. v. Seydlitz, bei Gerhard Kühtmann in Dresden ein in Dxt und Jllastratisn ausgezeichnetes Werk über dieGeschichte des japanischen Farbenhotzschnittes" ver­öffentlicht, das um deS Reichthumes seines Inhaltes, der Klarheit der Darstellung und der Ruhe seines Urtheils für die Einführung in das Verständniß der japanischen Kunst vorzüglich zu empfehlen ist. Hier wird man auch die jüngsten Ansichten über Hokusai finden. Schon eine Art Bindeglied zwischen O-ccident und Orient, bildet er vielleicht den letzten Höhepunkt einer Kunst, die jetzt dem Verfalle gewecht scheint. Wer sich aber in seiner fremdartigen Welt vertieft, der wird auch für sie das Wort giltig finden, mit dem Lessing seinen Nathan den Weisen" einführte:Introite, nam et hic Dei sunt Tretet ein, auch hier sind Götter.

Aus Kunst und Leben.

H Die außerordentliche Delegirten Versamm lung deutscher Bühnrn Angehöriger am 30. März hat den Central-Ausschuß dieser Körperschaft beauftragt, der nächsten Delegirtenversammlung eine erschöpfend ausgearbeitete Vorlage zur Gründung einer selbständigen Genossen- schafts-Agentur zu machen. Nachdem der der vorgen.

führung gelangen, da sich auch bei den deutschen Bühnenoor- ständen die Anschauung geltend gemacht hat, daß eine der­artige Anstalt nicht gut gleichzeitig den verschiedenen Interessen beider Körp-rschaften dienen könne. Die genossenschaftliche Agentur wird auf zu verausgabende Antheilscheine begründet sein, die Verzinsung der wohl ausschließlich in Bühnenkreisen unterzubringenoen Antheilscheine wird von der Genossenschaft auf eine Reihe von Jahren hinaus garautirt sein. Ein Gedeihen des solchergestalt aus der eigenen Initiative der Bühnenangehörigen erstehendeu Unternehmens dürfte mit Sicherheit zu erwarten sein nud viel dazu beitragen können, nach und nach größere Ordnung und Festigkeit in die viel­fach zerfahrenen Verhältnisse des deutschen Theaters zu bringen.

Ein Sonderling. Zu Petit-Sacconex (Genf) starb jüngst ein 80 Jahre alter Greis, der sehr zurückgezogen ge­lebt und Niemand um sich gehabt hatte, als eine 70jährige Haushälterin und elf Katzen. Bei der Aufnahme des In­ventars fanden die Beamten in einem Schränk ein Häufchen Aktien und Obligationen, die einen Werth von 435,000 Franks repräsentiren, außerdem in drei Portemonnaies 16,000 Franks in Gold und Noten. Ein Testament fehlte. Der Verstorbene galt als sehr wohlthätig.

Richter Lynch. Aus New Dork, 27. März: Schon wieder haben zehn Neger, und zwar an demselben Tage, durch Lynchgerichte ihr Leben lassen müssen; ihrer sieben in Arkansas und drei in Miffiffippi, wo zur besseren Jlustra- tion der amerikanischen Zivilisation undKulturmission" zur Abwechslung abermals ein sogenannter Raffenkrieg droht. Rassenkrieg bedeutet hier, wenn die Unthaten eines Negers von dessen weißen Nachbarn an der ganzen Sippe des

Delegirten Versammlung vorgelezene Antrag:eine Agentur _

in Gemeinschaft mit dem Bühnenverein zu gründen", durch schwarzen Unholds in der Weise heimgesucht werden, daß wo­ben Rücktritt des letzteren hinfällig geworden ist, wird somit möglich Keiner übrig bleibt.

nun die ursprüngliche Absicht der Genossenschaft zur AuS-