Einzelbild herunterladen
 

«SonnementS- Preis:

Jährlich 9 M. OMSHrl. 4^50^

Vierteljährlich 2 «M 25 -A

Für auswärtige Monnenten mit dem betreffmden

Postaufschlag.

Die einzelne stummer kostet 10

Einrückungs» gebühr

für Sladl- und Land­kreis Hanau 10 ^ die 4gespallene Garmond­zeile oder deren Raum, für Auswärts 15 ^

Im Reklamenrheil die Zeile 20 ^, für

Auswärts 30 ^.

Amtliches Organ für KtsSt- unö LsnöKreis Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Nr. 84

Dienstag den 11 April

1899.

hierzu

Amtliche Beilage" Nr. 25

allerdmgs geboten sei, fönte, wenn man weiter nichts wolle, durch eine von Südost nach Nordwest laufende Linie, die

ohre ®efe^ verwirklicht werden." i rwisaen Alterburg (östlich) und Gera (westlich) beginnt und

Die erste Amtsreise des Präsidenten der fran Nrumourg westlich belaffeud in der Gigeud von Sanger- "«e*»*« MM».kiie **"* ^-'-«»« k to^-»-^«^ hausen endet. Das 18. Armeekorps nimmt den südwestlichen

eamn zöfischen Republik nach Äontetimar, der Geburrostadt

Amtliches

; r es Herrn Loubet, hat einen im Allgemeinen sehr befriedigenden

Theil des bisherigen Bezirks deS 11. Ko>ps ein, Hanau,

Verlauf genommen. Herr Loubet hätte es vorgezogen, diesen yntpcu um ganz ^verycizr» «ric« zu jenem; vuyc^eu ^urvu, i Amflug als einfacher Privatmann zu machen, indessen Er- Marburg, überhaupt das frühere Kurhessen unb die zum

Gießen mit ganz Oberhessen treten zu jenem; dagegen Fulda,

^anö^rsi^ ^anau

Bekanntmachungen des Kömalichen Landratbsamtes. Fügungen d r staatlichen Et querte, sowie der hohen Politik 11. Korps geschlagenen Theile von Westfalen verbleiben dem , . mt \R ., & . . führten dazu, daß der Chef der Republik unter Aufgebot d s 11. Korps, das sich jetzt bis über den südwestlichen Theil

Unter dem Pserdebestande des Pachters ^ean K o m auf BOßen amtlichen Apparates reiste. Herr Loubet wurde in j der Provinz Sachsen, die Schwarzburg'schen und die Reuß-

Laumwrescrho! er die Lserdestaupc (^n)uenza) ausgebrochen. Montelimar mit der ganzen Lebhaftigkeit des südlichen Volks-ischen Fürstenthümer erstreckt. Beim 11. Armeekorps in Cassel

Hanau am 10. Apru 99. charakters uab dem vorjchristsmäßigeu militari chm wie zivllen finden wir ebenda die 22. Division, sie hat die 43. Jnfanterie-

Zereu onnl empfangen. Er gab sich persönlich als der ein- ; Bnzade mit dem Regiment Nr. 83 in Cassel, Nr. 82 in

, sache, wenn auch dcm Ran^e nach zer Zeit höchststeheude i Göttingen und die 44. Infanterie-Brigade um dem Regiment

V. 3461

Der Königliche Landrath, v. Schenck.

Dieilstnathrichtm aus dem Kreise.

Gefunden: Ein grauer halbseitiger Strumpf mit 5 Stricknadeln. Ein weißes Taschentuch mit Monogramm. Ein 100-Markfchein. Eine Leiter. Eine Schelle.

Verloren: Eine goldene Uhikctte.

Entflogen: Eine blaue Kropftaube. Eine Luxtaube.

Hanau am 11. April 1899.

> Bürger der Republik, was allen den Kreisen besonders ge-Nr. 02 iu ^ci>».^», ^. lv i fällt, tie an dem zuneomenden autoritativen und repräsen ! Kavallerie-Brigode ist unverändert.

32 in Meiningen, Nr. 167 in Cassel.

Die 22.

Die 22. Feld-Artillerie-

tativen Austseten des Herrn fiaure Anstoß nehmen zu sollen Brigade in Cassel hat Regiment Nr. 11 ebenda, Nr. 47 in gemeint hatten und nun die RepuKik beglückwünschen, daß sie Fulda. Die neue 38. Division in Erfurt hat die 76. Jv- zu den mehrtmonischen" Gepflogenheiten der Sera Ca not! fonterie-Brigade ebenda mit 'Regiment Nr. 71 in Erfurt,

zurückkehre. Die von mancher Gene erwartetegroße" Rede-i Nr. 95 in Gotha, die 83. Infanterie-Brigade in Erfurt mit kundgebung des Präsidenten in Montkliwar blieb aus, obwohl Regiment Nr. 94 in Weimar, Nr. 96 in Gera, die 38. i das ton der Stadt rhrem illustren Soyne zu Ehren veran-i Feldartillerie-Brigade in Erfurt mit b-iren Regimentern N .

: oas ton Der «ravt ryrem nimnen toogne zu legren veran- Feldartillerie-Brigade in Erfurt mit b-iren Regimentern N'.

i staltete Sänket ein: passende Gelegenheit zu einem rhetorischen 19 und 55 ebenda. Jäger- und Train-Bataillon Nr. 11

Tagesscham

Sensationseffckt gegeben hatte. Herr Loubet beschränkie sich! bleiben unverändert. Das neue Pionier-Bataillon Nr. 21 i auf die Ablegrwg eines kurzgefaßten, schmucklosen republikanisch- steht in Münden. (C. T.)

Hanauer Kleinbahnen, Akt.-Ges. Die Divi-

Tht^onfolge in Kobnra-Gotha. Gotha, 10. liberalen Glaudensbekenntnsies uno unterließ insbesondere * .

April. Bei Eröffnung d-s Landtages verlas Stoaisminister so'.gsältigst jede Airspielung auf dieAffaire". Diese Unter- deude für da:, am 31, Dezember 1898 beendete Geschäfts

v. Strenge ein an ihn vom Herzog von Connaugbi gerichie- lassano mag hier und da als Enttäuschung empfunden sein, jähr wird vvlaut sichtlich 5*/< pCt. betraget .

tes Schreiben, welches lautet: Nach dem allzufrüben" Heim- jedenfalls hat Herr Loubet dadurch vermieden, dem gegen-f * Vom Chirurgen - Kongreß. In der dritten - wärtigen ausnahmsweise kritischen Stadium des Problems! Sitzung des diesjährigen Chirurgen Kongreß rief Herr Prof.

irgend wie zu präjudiziren, wie denn überhaupt sein Be-i v. B üngn er-Hanau die Mitglieder der deutschen Gesell-. streben offensichttich darauf geht, alle verbindenden Gesichts-!schaft für Chirurgie zu einer Sammeljorschung über Punkte in Den Vordergrund -u stellen, die trerne; ben aber!die Entstehung von Geschwülsten im Auschluß oder wenn das nicht geht, an V'erletzuv«-en auf.

gang des Erbprinzen von Sachsev-Koburg und Gotha und zufolge des bedingten Verzichts des Prinzen von Wales für fich und seine Nachkommen auf las Erbfolgerecht in den Her- zogthümern Sachscn-Koburg und Gotha, bin ich nach dem Hauszesetz der nächste, zur Thronfolge bestimmte Aznat des Herzogshauses. Als solcher bin ich und mein Haus bereit, unsere Pflichten gegen Die uns angestammten Herzogthümer von Sachsen-Koburg und Gotha zu erfüllen. Ich ermächti e Nils StüVl;- Htttd KttttdErsW <HaU6R, Sie, von meiner vorstehenden Erklärung geeigneten Gebrauch Nachdruck unserer Lokalartiker nur mit OneLenangaLeHau p-nr.* gestattet.

* Kirchenkollekterr. Die im Jahre 1898 im Konsi-

nach Möglichkeit abzuschwächen

gan; aus dem Spiel zu lassen.

zu machen.

Der Ausschuß der preußischen Aerzteksmmern

hat sich in seiner letzten Sitzung mit der Meoizinalr-sorm storialbezirk Cassel erhobenen Kirchenkoll^kien für bedürftige beschäftigt und kam dabei zu folgender Kritik des kürzlich dem Gemeinden zur Bestreitung von Kirchen- und Pfarrhausbau- Landtage zugegangenen Gesetzentwurfs über die Dienststellung kosten haben einen Ertrag von 25 056 Mk. 17 Pf. und die der Kreisärzte:Der Ausschuß ist einstimmig der Ansicht, für andere kirchliche und Wohlthätigkeitszwecke erhobenen daß der Gesetzentwurf in der Form, wie er dem Landtage Kollekten haben 26 646 Mk. 33 Pf. Ergebniß gehabt.

vorgelegt wurde, werthlos und unannehmbar sei, nur geeignet, i * Militärisches. Die künftigen Bezirke des 4. und die noth würdige Umgestaltung deS preußischen Medizinalw-sens 11. Armeekorps und d-s neuen 18. Armeekorps, mit Gmeral- zu vereiteln, oder koch auf unbestimmte Zeit binauszuschieben. kommando Fr-rnkfurt a. M. ergeben sich in folgender Weise. Eine Erhöhung der Besoldung der Medizinalbeamten, die Das 4. und 11. Armeekorps sind in ihren Bezirken Getrennt

* Festschrift. Aus Anlaß der im Herbst v. I. statt-

gehabten ^eier des 25jährigen Bestehens ihres Unternehmens hat die Elekirizitäts-Aktien-Gesellschaft vorm. Schuckert u. Cie., Nürnberg, eine prachtvoll ausgestattete Festschrift heraasge- geben, tie eine Gesammtansicht der neuen Werke I, II, III, und des alten Werkes in Nüinberg, 20 Ansichten der Nürn­berger Werkstätten, die Photographien der Begründer der Firma, sowie reichen textlichen Inhalt enthält.

* Umsatzsteuer für Mühlenbetriebe. Der Ver­band kleiner Müller der Regierungsbezirke Hildesheim, Erfurt und Cassel hat in einer Eingabe an den Reichskanzler ge­beten, die Steuerstaffel erst bei einer Jabresverarbeitung von 20,000 Centner Getreide in Wirksamkeit treten zu lassen und bei Produktionsmengen, die unter genanntem Quantum liegen, von einer Staffelsteuer abzusehen bezw. es bei dem jetzigen

FeuMstsn.

28. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie.

Berlin, 10. April.

In der Vormittagssitzung am Samstag wurde mit den Einzelvorträgen fortgefahren. Dr. v. M an e goldt-Dresden sprach über Knorpelübertragung in den Kehlkopf zur Heilung schwerer Verengerungen und Lücken. Solche ent­stehen durch tuberkulöse oder metische Geschwüre, sowie nach operativer Abtragung von Geschwülsten. Es ist ihm an mehreren Patienten, von denen einer vorgestellt wird, ge- lunlen, Rippenknorpel, der sammt der Beinhüut entnommen wurde, in den Kehlkopf einzupflanzen und dadurch Heilung der Kehlkopfwunde und bessere Stimmbildung zu erzielen. Prof. Kr au se-Alton« berichtzt über eine nach eingehenden anatomischen Studien gewonnene neue Art btr operativen Behandllttig schwerer HinterhauptSnervenschmer­zen. Er empfiehlt, sämmtliche Aeste des in Betrachts kom­menden Nerven, die in ihrem Umlauf und in ihrer starke zahlreiche Verschiedenheiten zeigen, herauszunehmen, indem man von der Endausbreitung der Nerven ihrem Verlaus nach der Wurzel zu folgt. Prof. G a r r 6 Rostock spricht über Nerven- wiederstellung als Ursache rückfälliger Nervenschmerzen im Gebiet deS Gesichtsnerven nach vorangegangemr stuck- weiser Herausnahme dieses. Dr. König jan.-Berlm geP auf die mikroskopischen Verhältnisse gewiffer seltenen Geschwülste im Knochenmarke (Angio-sarcome) ein. Dr. Borchardt- Berlin berichtet über das Sarkom der F u ß wurze t- knochen. Dr. MostBreslau bespricht die Anordnung der Lymphgefäße am Magen, die vermittelst der Einspritzung

von Farbmiichungen sichtbar gemacht wurden, und ihre Be- ziedunqen zur Verbreitung des Krebses in der Umgebung an der Hand einer Reihe derartiger Präparae. Prof. Kraske- Freiburg hat den seltenen Fall von mehrfachen krebsigen Verengerungen des Darmes neben bestehendem Krebs des Magens beobachtet und vürsucht eine Erklärung des Zusammenhrnges beider Erkrankungen zu geben. Dr.

W i l m 8 -Leipzig spricht sodann über Mischgeschwülste der Niere. Die im Kindesalter beobachteten Nierengeschwülste sind hinsichtlich ihrer Entstehung und ihres Baues roch sehr strittig. Nach den genaurn evtwicklungsgeschichtlichen Forsch ungen Wilms, die auf die Entstehung der Geschwülste auch im Allgcmeinen ein gutes Licht zu werfen scheinen, handelt es sich bei-der Anwesenheit von allerlei Gewebsformen, die sich auch in diesen N erengeschwülsien finden, wie Fettgewebe, Muskelgew-be, Knorpelgewebe u. dergl., immer um eine Ab­leitung aus der schon bei der frühesten Entwicklung des Eies sich einstellenden Scheidung der Keimgewebe. Ob die Ver- sprengung solcher Keime inmitten von Geweben anderer Natur allein schon zur Entwicklurg von Geschwülsten führen kann, ist noch nicht mit Sicherheit festgestellt. Zur Behand­lung verschiedener Gelenk- und MuLkelrntzündangen, rheumat., gichtischer Gliederschmerzen hatProf. Krau se-Altona eine Einrichtung zusammenstellen lassen, welche mittelst er­hitzter Luft dieselben bekämpft. Es sind Kapseln mit Asbest überzogen, in welche Luft eintritt, welche durch irgend eine Lampe, (Gas, Petroleum oder dergleichm) erwärmt worden ist. Die Erfolge waren im Allgemeinen recht günstige, in einzelnen Fällen überraschend gute, dagegen wiederum in anderen Fällen (etwa ein Drittel der Fälle) versagte dies Verfahren, dem von anderer Seite eine übertrieben hohe Be­deutung zugemessen wird, vollkommen. Zu demselben Gegen­stand bemerkt Pros. B ier-Greifswald, der dieselbe Behand- lungNveise schon seit dem Jahre 1891 und wohl als Erster

gepflegt hat, daß er sich diese Einrichtungen noch viel ein­facher aus Holzkisten mit Wasserglas überzogen bergestellt habe. Bei dieser Behandlungsweise harrdle es sich ebenso wie bei der von ihm eingeführten örtlichen S t a u u n g s- blutüberfüllung in erster Linie wahrscheinlich um die Wirkung der Blutüberfüllaug, nicht etwa des Schwitzens. Die Behandlung mit Stauung zeitige nicht so hervorragend bei tuberkulösen wie bei chronischen Gelenkrheumatismm die besten Erfolge. Dr. Braun-Altona hat mikroskopische Untersuchungen angeheilter Hautlappen, die nach der Krause- schen Methode gebildet waren, vorgenommen und festgesüllt, daß gerade die wesentlichsten Bestandtheile, die zur Dauer- auheilung der aufgelegten Hautlappen nothwendig find, elastische und FasergeWebrurstsffe, erhalten bleiben. Es folgen Mittheilungen zur Nierenchirurgie. Prof. K r ö n l e i n- Zürich zeigt ein Präparat einer Niere mit flüssig- keitshaltigen Höhlen, die durch glückliche Operationen bei einer schwangeren Frau entfernt wurde. Prof. Jordan- Heidelberg gibt Erklärungen über die Entstehung Dort Eite­rn ngen in der Nachbarschaft der Niere. Die frische Eiterung deS Zellgewebes neben der Niere beruht auf einer Keimverschleppnnz durch das Blut, die, wie bei den frischen eitrigen Knochenerkrankungen vor sich geht, als deren Eingangspforte Mandelentzündungen, Furunkel und dergleichen bekanntermaßen anzusehen sind. Da die Gefäße der Nieren- fetikapfel in unmittelbarer Verbindung mit den Gefäßen der Nierenkapsel stehen, so könnte man ein Uebergreifen von der Niere aus das umgebene Gewebe auf diesem Wege an­nehmen. Es kommen nach Jordans Beobachtungen auf dem Wege der Keimverschleppung Einzelherde von Eiterung in der Niere vor, die ein so bestimmtes Bild geben, daß sie erkannt werden können, und durch frühzeitiges Angreifen solcher Herde kann man einer Eiterung in der Umgebung vorbeugen. Dr. Müller-Hamburg weist einen von Lauen-