10 April.
Hanauer Anzeiger
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um in der dortigen Agentur sämmtliche Archive, sowie Mar- koffs Popiere unter Siegel zu legen, was in Gegenwart aller Beamten geschah. Der Agent Deprowicz ist heute mit Markoff nach Konstantinopel abgereift und wird sämmtliche Papiere Marksff's durchsehen. Dieses Vorgehen erregt hier großes Aufsehen.
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Ftühjahrs - Abgeor-netsntag des Kreis- Ohl wiedergewählt wurde. Die statutengemäß ausscheidende» Vorstandsmitglieder Herren Ohler, Schmauch und Schrecker werden gleichfalls wieder-, Herr Lehrer Klein- Hans veugewäblt.
Aus Stadt- «nd Landkreis Ha«a«.
Nachdruck unserer Lokalartikel nur mit Quellenangabe .Han. Fn?.* gestattet.
• Die Maittkanalisation. Die „M. N. N." berichten: Die Verhandlungen der Mainuserstaaien über die Fortsetzung der Mainkanalisirung lassen zwar einen dem Unternehmen günstigen Abschluß erhoffen, doch ist eine Vtr- einbarung darüber thatsächlich noch nicht zu Stande gekommen. Die Frage der Kostenvertheilung hängt so enge mit verschiedenen technischen Fragen zusammen, daß nunmehr zunächst über diese größere Klarheit geschaffen «erden soll. Zu diesem Zweck sind gegenwärtig technsiche Vorerhebungen über die verschiedenen Möglichkeiten der Kanalifirungsanlage im Gange. Auch ist der Zusammentritt von Technikern der nächst- betheiligten Staaten in Aussicht genommen, um über die für das Projekt maßgebeuden Grundzüge Berathungen zu pflegen und wenigstens in großen Umrissen die voraussichtlichen Kosten
festzustellen. Aus der großen preußischen Kanalvorlage ergibt sich, daß der preußische Staat ziemlich erhebliche Bei-
Kriegerverbandes Hana«. Unter Vorsitz des Land- tagsabgeordneten Herrn Emil Junghenn wurde gestern Nachmittag im Saalbau zum deutschen Haus der diesjährige Frühjahreabgeordnetentaz abgehalten. In seinem Rückblick auf das verflossene Jahr erwähnte der Herr Vorsitzende die zwei für das Kriegervereinswesen hochwichtigen Begebenheiten, nämlich die mittels Allerhöchsten Erlasses vom 21. Dezember 1898 erfolgte Genehmigung der Statuten des Preußischen Landes-Kriegerverbandes und die Uebernahme des Protektorats über denselben seitens Sr. Maj. des Königs. Sodann berührte der Herr Vor sitzende die bekannten im Reichstage gefallenen Angriffe, die nur dazu beitragen könnten, die Krieger- vereine immer fester zusammenzuschlitßkn, und schloß mit der Aufforderung, Sr. Maj. dem Kaiser und obersten Kriegsherrn ein dreifaches Hurrah auszubringen, bim in begeisterter Weise entsprochen wurde. Eine vorliegende Zusammenstellung der Verbandsvereine ergab, daß die dem Verbände angehörenden 33 Vereine am 1. Januar d. Js. 2507 Mitglieder zählten, gegen das Vorjahr eine Zunahme von 67 Mitgliedern. Die Präsenzliste zeigte, daß 30 Vereine durch 61 Abgeordnete vertreten waren, außerdem wohnten noch 57 andere Mitglieder den Verhandlungen bei. Der Kassirer erstattete den Kassenbericht, worauf ihm auf Antrag der Revisoren Entlastung ertheilt wurde. Der Krieger- und Militär- verein Marköbel hat den Termin für Abhaltung des Ver-
* Statistisches. Im Monat März 1899 wurden in unserer Stadt lebend geboren 83 Kinder, 44 Knaben und 39 Mädchen. — Gestorben sind, mit Ausschluß von 7 Todt- geborenen 49 Personen, 25 männlichen und 24 weiblichen Geschlechts, darunter 8 Ortsfremde. Für die Stadt selbst bleiben 41 und auf 1009 Einwohner und aufs Jahr berechnet kommen 16,6 Todesfälle.
Von den Gestorbenen waren:
M sich, »ap der preußische Staat ztemlch erhtblrche Bei- bardsfestes auf den L. Juli d. J. festgesetzt und die Vorhäfen von Serie der Jnter! ssenten zur Bedingung der Durch- bereitungen hierzu bereits getroffen. Infolge dessen konnte fuhrung des^nlernehmens gemacht hat, und es läßt sich ver->auch eine um die Verlegung dieses Termins ersuchende Ein- muthen, daß ähnliche Beihilfen auch am Mam die voraus- gäbe des Kriegervereins Heldenbergev, der gleichfalls sein setzung fürdie Fortsetzung der Kanal,sirung bilden werden/ 25jähriges Stiftungsfest auf den 2. Juli angefetzt hat, nicht was natur ich einem raschen Abschluß der Verhandlungen berücksichtigt werden. Zum Abgeordnetentage des deutschen
Jahr Jahren
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akuter Entzündung der Respirationsorgane starken 6 Personen (darunter 2 an den Folgen der Influenza), an chronischer nicht tuberkulöser Erkrankung derselben 2 und an Luu-
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keineswegs förderlich ist.
« m , _, _ Kriegerbuudes, der am 16. Juli in Osnabrück stattfindet,
• B-Lsstz««g. Dre Beisetzung des verstorbenen Fürsten wurde Herr E. Junghenn seitens des Verbandes delegirt Karl von Jsenburg - Birstein erfolgt in Böhmen, in Schloß ^d als dessen Stellvertreter Herr v. B u t t l a r - Hanau Schlacken werth. 'gewählt. — Der Herbstabgeordnetentag soll in Dörnig-
Ka«--strEP. In den ehemals zum Fürstenthum heim abgehalten werden. Die offizielle Gewinnliste der Jsenburg-Birstein gehöreuden Ortschaften des Amtsgerichts-' ersten 'Gesellschaftslotterie des Preußischen Landes-Krieger- bezirks Langenselbsld, nämlich Langenselbold, Langendiebach, Verbandes ergab, daß von 26 Verbandsvereinen, die Loose Ravolzhausen, Rückingen, Hüttengesäß unb Neuwiedermus/ bezogen haben, 20 Vereine Gewinne erhielten. Den Vertrieb sind aus Anlaß das Ablebens Sr. Durchlaucht des Fürsten der Jahrbücher wird auch diesmal wieder der Verband über- Karl von Jsenburg-Birstein auf die Dauer von acht Tagen nehmen. Eine längere Debatte entspann sich sodann über öffentliche Lustbarkeiten untersagt. i die beabsichtigte Gründung eines Regierungsbezirks-Verbandes.
* Berfetzt. Amtsgerichtssekretär Jakmbi ist von Witzen-Der Kreis-Kriegerband Hanau wird seine schon früher hausen nach Windeckm versetzt worden. präzistrts Stellungnahme auch künftig beibehalten bezw. sich
* Gplsdißie Sollen im Bezirl DeA ll. ApMSS« abwartrud verhalten. Nachdem der Herr Vorsitzende seiner ikEps. Apolda, Kaiserliches Postamt, Landbrsesträger, 700 Freude über die in echt kameradschaftlichem Geiste stattge- Mk. Gehalt und 144 Mk. Wshnungsgeldzuschuß jährlich. —fundene Abwickelung der TagsZordnung Ausdruck gegeben Cassel, Polizei-Direktion, Schutzmann, W00 Mk. Remune- —^ «M
rattern, freie Dienstkleidung, sowie nach endgiltiger Anstellung 180 Mk. WohnlWgsgeldzuschuß jährlich. — Eltville, Magistrat, 2 Feldhüter, 750 Mk. jährlich. — Enkheim, Gemeinde behörde, Flurschütze, 150 Mk. jährlich. — Langenselbold, Gemeinde-Vorstand, 4 Nachtwächter je 450 Mk. jährlich. — Echierstein (Rhein), Bürgermeister-Amt, Feldhütar^ 550 Mk. jährlich.
! und auch den übrigen Vorstandsmitgliedern, insbesondere dem ^Schriftführer Herrn Gehrt für die thatkräftige Mitarbeit än der Erledigung der Vereinsgeschäfte Dank gezollt, schlo er mit einem dreifachen Hoch auf das weitere Blühen un Gedeihen des Verbandes den Abgeordnetentag.
* AlPenversirr. Die nächste SektionSversammlung findet morgen Abend 9 Uhr im ^Bürgervercin" statt. In derselben wird Herr Louis Schütt einen Vertrag halten * Wom Chirurgen- Kongreß. In bet zweiten über: ^Jn den Dolomiten der Bella- und Rosengarten-
Sitzung des ChirurgeN'Kovgrrsils, welcher vom 4.- 8. April grnppe".
in Berlin tagte, sprach Herr Prof. v. Büng«e r- Hanau * Christlicher Arbeiterverein. In der am Samstag über die Knochen- und Geler.ktuberkulose im vorderen Ab- abgchaltenen Hauptversammlung konnte bei Erstattung der schnitt des Beckeminges. Er gab an der Hand der spär- Jahresberichts ein erfreuliches Erstarken des Vereins kovsta- lichen in der Litteratur niedergelegten, sowie seiner' eigene« litt werben. Das hier in Hanau abzuhaltende diesjährige im Honauer Landkrankenhause gesammelten Beobachtun^kn einen VerLandSfest der mittelrheinischen evaugelifcheu Arbeitervereine Ueberbll-ck über das bis jetzt noch fast unbekannte Krankheits-wird an den hitsigm Verein große Anforderungen stellen, bild. Dabei hob er die Besonderheiten desselben hervor, Zeigte,' In der vorgeLavvteu Hauptversammlung wurde beschlossen, wie man sich vor diagnostischen Irrthümern schktzen könnefals Termin für die Abhaltung des Festes Sonntag den 6. nvd gab die erforderlichen Fingerzeige für die B-Harcklung August beim Berbandsvorstand in Borschleg zu bringen. Die des Leidens. ' Vorstaudswahl ergab, daß zum 1. Vorsitzenden Herr Lehrer
* Christlicher Arbeiterverein. In der am Samstag
genschwindsucht 11. Je 2 Kinder starken an akuter Erkrankung tes Magen-Dai mkanals und an Hirnhautentzünduuz und je eins an Fur«rkulose, Kiärrpsen und an eitriger Nabel- entzündung. An Herzleiden starken 4 Personen, 3 an Schlag- anfall, 2 an Gelenkrheumatismus und je eine an Nierenleiden, Herzlähmung, Blinddarmentzündung, RückenmarkS- leiden, Blutvergiftung, Blasenentzündung und Wocheubett- fieber. Nicht burd) Krankheit bedingt war der Tod in 7 Fällen: 2 Leute starken an Altersschwäche, 2 kleine Kinder an LebenSschwäche, 2 Personen verunglückten und eine Person beendete ihr Leben durch Selbstmord. Dr. Zeh.
* A«sgeKrüt. In den Schaufenstern der Blumen- Handlung I. L. Jaeger Söhne, Krämerstraße 23 (Hotel Riesen), sind einige prachtvolle Kränze für die Beisetzung Weil. Sr. Dmchlaucht des Fürsten Carl von Jseuburg- Birstein ausgestellt.
Für h«rte. Kunstverein: In der Aula der Königl. Zeichmakademie: Gemäldeausstellung; geöffnet von 10—5 Uhr. — Stadttheater in Hanau: Gastspiel des Opern-Ensembles: ^Die RegimentSiochter*, Komische Oper in 2 Akten; Anfang 7 Uhr. — Evang. Männer- und JünglingSverein: Abends 8 Uhr: Gesang (Evang. Vereinshaus); — Turn- u. Fechtklub; Abends von 8—10 Uhr: Turnen der Herrenabtheilung. — Verein der Briefmarkensammler: AbendS 81/» Uhr; Zusammenkunft im Vereinslokale ^Restaurant Mohr". — Abends 9 Uhr; Vereinigte Gesangvereine: Probe für das Volkskonzert im ^Deutschen Haus"; — Klub ^Amicitia": Vereinsabend im ^Deutschen Haus"; — Stenographeu- Verein Stolze Schreyt VereinSabend in der ^Sonne"; — Freiwillige Feuerwehr, 4. Komp.: Zusammenkunft im ^.Römischen Kaiser"; 5. Komp.: Zusammenkunft in der Restauration ^Allemania"; Brandwache und RettungskorpS in der Brauerei Kaiser. — Erste Hanauer Karnevalgesellschaft: AbendS^9^/, Uhr; Monatsversammlung im ^Deutschen HauS".
Füp morgen. Verein der Gastwirthe für Stadt- und Landkreis Hanau: Nachmittags 4 Uhr: Generalversammlung in der ^Schwedischen Krone".
Ueber die Unsicherheit der Heilungsaussicht eines Anfalles, so führte er weiter aus, sind innere Mediziner und Chirurgen einig. In Fällen, in denen das Befinden auf längere Zeit stark gestört ist oder in denen die Entzündung nach gewisser Zeit, etwa fünf Tagen, nicht zmückgeht, muß operirt werde». Zwei verschiedene Eingriffe kommen dabei in Betracht. Em- mol die ungefährliche Entleerung des Eiters, die aber nicht immer zur Dauerheilnng führt, zweitens die völlige Entfernung des Wurmfortsatzes, die allerdings etwas gefährlicher, dafür aber von endgültiger Wirkung ist. Aus großer Erfahrung empfiehlt Dr. Sonnenburg das letzte Vorgehm, wenn die nothwendige Einrichtung zur Operation vorhanden ist. Von großer Bedeutung ist dabei die richtige Nachbehandlung, die in einer trichterförmigen Ausstopfung und sehr breiter Freilegung der Wunde besteht. Die Nothwendigkeit der Eingriffe M sogenannten freien Zwischenraum außerhalb der Anfälle hangt von den besonderen Beschwerden und Verhältnissen des einzelnen Falles ab. Die Sonnenburg'schen Anschauungen stehen im Mittelpunkte der folgenden Erörterungen: Dr. Rie e- Britz berichtet über einige Fälle, bei denen es im Verlalss der Blinddarmentzündung zu einer Nierenerkrankung, wahrschem- lich im ursächlichen Zusammenhang zu jener kam; Prosesto^ D ü h r ß e n-Berlin spricht über gleichzeitige Erkrankimg des Wurmfortsatzes und der weiblichen Beckenorgane. Dr. K a r e w s k i-Berlin über einige klinische Einzelheiten der Blinddarmentzündung. Prof. Gußenbauer-Wicn st-lagt als Namen der Erkrankung den von Nothnagel zuerst gebrauchten Ausdruck „Skolicoiditis^ vor. Prof. Rotter- Berlin glaubt, daß nach den heutigen Ausführungen Dr. Sonnenburgs sein Standpunkt zur Operation nicht sehr verschieden von dem der meisten deutschen Chirurgen mehr ist. Er selbst meint, daß der Kliniker nur im Stande ist, zwischen einer umschriebenen und allgemeinen Erkrankung des Bauchfelles, ausgehend von der Entzündung deS Wurmfortsatzes,
zu unterscheiden. Die anatomische Einzelunterscheidung nach Ssnnenburg sei klinisch kaum in allen Fällen durchzuführ en. Auch sei -die Herausnahme des Wurmfortsatzes im Anfälle der KranHeit nicht jedesmal angezeigt, sondern nur dann, wenn sie Ohne besondere Schwierigkeiten geschehen kann. Dr. Kümmelk-Hamburg ist gleichfalls der Meinung, daß man vor dem Eingriffe nach den Zeichm allein den anatomisch zu Grunde liegenden Vorgang nicht vcllständig übersetzen kann. Er operirt in den lcichtrn Fällen nicht, in den Mittelschweren Fällen erst beim Wiederansteigen des Fiebers, bei allgemeiner Bauchfellentzündung stets und sofort. Von maßgebendster Bedeutung aber für die Beurtheilung des Falles ist der Puls. Prof. R e h n-Frankfurt steht durchaus auf dem Standpunkt Sonnenburgs, wenn auch vielleicht die meisten Chirurgen nicht auf diesem Standpunkt stehe». Auch Prof. Rose-Berlin will bei akut heftig einsetzenden Erkrankungen sofort operirt wiffen. Prof. KoerteBerlin meint auch, daß Dr. Sonnen- burg mit der Operation nicht mehr so früh wie früher bei der Hand ist. Auch er will abwarten, bis Eiter nachgewiesen ist, und der Wurmfortsatz soll im ersten Anfall nicht etwa regelmäßig herauSgenommen werden. Prof. v. Eif e ls b erg- Königsberg liefert einen Beitrag zur Entstehung von Kothfisteln. Pros. Jordan-Heidelberg berichtet über einen Fall, in welchem sich im Anschluß an eine akut an 8 einer Blinddarmentzündung entstandene Bauchfellentzündung sich eine chronische eitrige Natur herauSbildete. Zum Schluß entwickelt noch Prof. Sprenge l-Braunschweig seinen Standpunkt zur Operation, die stattfinden soll bei anhaltendem Schmerz oder erst wenn Puls oder Eigenwärme schlechter werden. Zum Präsidenten des nächstjährigen Kongresses wurde Prof. v. Berg m an »-Berlin gewählt.
Versteigerangs- & Berpachinngs- rc. Kalender
für Dienstag den 11. April.
Vormittags von lOVi Uhr ab sollin durch des beeid. Taxator und Auktionator Herrn W. Zeuner im Auftrag des Herrn Oberamtmanns F. Schwarz auf dem Kinzigheimer Hofe 1 Chaise, 1 Halbverdeck, 1 Jagdwagen, 3 alte Milchwagen u. a. m. gegen gleich baare Zahlung versteigert werden.
8 Dörnigheim, 10. April. Eine von sozialdemokratischer Seite für gestern Nachmittag dahier einberufene Volksversammlung, in welcher zu dem Frankfurter Drauerstreik Stellung genommen werden sollte, dirfiel der polizeilichen Auflösung, da sie nicht rorschritsgemaß angemeldet worden war.
® Langendiebach, 10. April. Der wegen Vergehen m Sinne des § 174 Str. G.B. flüchtig gegangene junge Lehrer von hier wurde in der Schweiz verhaftet.
V KilianAädten, 10. April. In den Abendstunden hört man in der Nähe deS Heilig«waldes an den Ufern der Nibder häufiger einige H,lle Pfiffe, die ohne Zweifel Laute eineS Fischotters sind. Diese Annahme scheint um so gerecht- ertigter, als Herr Loch man» von Eichen ein solches Thier m Fischgarn fing, ohne dasselbe tötten zu körnen. Die Fischereipächter sollten eifrigst bemüht sein, diese unliebsamen Gäste baldmöglichst zu vertilgen.
© Erbstadt, 9. April. Der in Gießen wegen der wohlbekannten Affaire zu '/, Jahr Gefängniß verurtheilte Graf LciningewWesterburg zu Jlbenfladt hat mit der gegen dieses Urtheil eingelegten Berufung keinen Erfolg gehabt, indem diese verworfen wurde. Genannter ist gegenwärtig auf Reisen, deren Ziel hier unbekannt ist.
Ausder Provinz und den Nachbargebieten.
-I-"Heldenbergen, 8. April. Am Vormittag, Nachmittag und Abend des 5. d. M. brach auf dem Bodenraum deS hiesigen Bäckermeisters Greyer Feuer aus, das jedesmal — trotz deS heftigen Windes — sofort gelöscht werden konnte. In größere Aufregung geriethen jedoch unsere Einwohner, als am folgenden Tage in der Scheune des Genannte« wiederum Feuer entstand. Trotzdem die hiesige Feuerwehr