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Amtliches Organ für Stadt- unS LanöKreis Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

»r. 76

Donnerstag den 30. März

1899

Hierzu

Amtliche Beilage" Nr. 23

Amtliches»

Dicnstnachrichtcn aus dem Kreise.

Gefunden: Ein Portemonnaie mit 5,60 Mk. Inhalt und ein weißes Taschentuch. Ein Theelöffel. Ein großer Hundemaulkorb.

Hanau am 30. März 1899.

Wenn man erwägt, welcher langwierigen Berathungen eS bei diesen und ähnlichen Dingen zwischen den Bun esregie- rungen bedurfte, wie es nöthig war, mit den Parteien zur Verständigung zu gelangen, wie mit Voreiugenommenheiten auszmäumen, wie endlich zwischen Krone und Volksvertretung zu »ermitteln war, ane wenn man bedenkt, daß der Reichs-

Bekanntmachung.

Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 16. November 1895 wird der Handel mit Klaueuvieh im Umher­ziehen im Kreise Offenbach auf Grund des § 56b der Reichs­gewerbeordnung bis zum 1. Mai 1899 hierdurch verboten.

Offenbach den 24. März 1899.

Großherzogliches Kreisamt.

Haas.

Divisionen (21., 22. und 25) nur eine, die 22. Division (Cafsel), während die neu gebilrete 38. Division (Erfurt) Hinzatritt. Bei der 22. Division ändert sich die Zusammen­setzung der Infanterie-Brigaden. Bei der 43. Infanterie- Brigade tritt an Stelle des nunmehr zur 38. Division zählenden 0-* ~>mm «..», «wv wiuii »uu ucucnu, unp uti nciuj»* Infanterie Regiments 95 das aus dem Verbände des 10. sanier, obgleich Minister und Ra he auch ihr vollgerütteltes Armeekorps übernommene Infanterie-Regiment 82 und bei Maß an Arbeit hatten, doch die leitende Kraft darstellte und der 44. ^nfanterir-Brigade für das ebenf-lls der 38. Division die vollendende Hand anlegte, so kann man nicht anders zugetheilte Jnfanterie-Regimevt 94 das Infanterie-Regiment alS die Wirksamkeit des Fürsten Hohenlohe auf das Höchste 167. Die 38. Division setzt sich zusamm-n aus den Jn- temertben. ~ s fanterie Brigaden 46 (Jnfauterie-Regimenier 71 und 95)

Möge es dem 80jrßrigm Strats-ranne rerzönnt sein, in und 83 (Infanterie-Regimenter 94 und 96). Die Jn- ungetrübter Gesur-dhert unt Frische im Dienste deS Kaisers, fanterie-Regimenter 71 und 96 gehörten bisher ziim

zum Wehte des dkuischen Volkes auch fernerhin zu wirken! 4. Armeekorps. Kavallerie ist der 38. Division biS --------- jetzt keine zugewiesen, sosaß das 11. Armeekorps im

Ti- zuranstrge EinthtUung der preutzischen r^"^?^ALL^^ S«L Armeekorps

Maß an Arbeit hatten, doch die leitende Kraft dar stellte und

den Regimentern 11, 47 bezw. 19 und 55.

Das 14.

Zum 80. Geburtstage des Reichskanzlers.

31. März.

Fürst zu Hohenlohe - Schillingsfürst vollendet morgen sein 80. L-benrjrhr uns deg-ht vamil eine Frier, an ter unser Kaiser, die deutschen Dundisfürsterr und das deutsche Volk herzlich theilrehmen aus Dankbarkeit für die Versiertste, die sich der ltiter.be Staatsmann ums Vaterland erwerben tat. Füist Hohenlohe körnte auf eine rühmliche Vergangenheit zmückblicken, er befand sich in den behaglichsten amtlichrn VerhältuissV/ als er am 28. Oktober 1894 d m Rufe des Kaisers folgte und die dornensollev Aemter deS Reichskauz- lers und deS preußischen Minister Präsidenten übernahm. Ncht der Ehrgeiz führte ihn nach Berlin; denn er hatte als bey: rischer Minist«rprästsent, als deutscher Botschafter, als S:att Halter der Reichslande der Ehren ge^ug gesammelt. Nicht materieller Boriheil lockte ihn; denn Fürst Hohenlohe ver­tauschte eine reich ausgestattete Würde mit einer minder be­soldeten. Nur das Pflichtgefühl und die BaterlandSlirbe konnten ikn veranloffen, die verautwortungsschweren Aemter anzunehmen, noch-em er die Schwelle des biblischen Alters längst überschritt!« und ein Reckt auf Muße erlangt hatte. Für die mannigfachen Verwickungkn der Gegenwart war es eine glückliche Fügung, daß ein StastSmsn« wie Fürst Hohen- lohe an die Spitze der preußischen und der Reichsgrschäste berufen wurde.

In den weitesten Kreisen lenscht vor ollem das Der trauen, daß unsere auswärtige Politik keinen b ffern Hauben anvertreut werden konnte. Die diplomotische Schule des Fürsten Biswarck, reiche Erfahrungen, eine außergeuöhnliche Kenntniß der Geschichte und der tritenden Staatsmänner, ein

Wir haben kürzlich einige Mitheilungen aus der kaiser- Armceko ps ist um die 39. Division (Colmar) verstärkt lichen Kabinetsordre über die neue Einteilung der Armee- worden. Btt den alten Divisionen des Armeekorps (28 korps veröffentlicht und lassen heute den Inhalt der Ordre' und 29) sind keine Veränderungen eingetreten. Die neue in ausführlicherer Wiedergabe folgen: Beim Gardekorps (390 Division ist sehr schwach. Sie besteht aus der 82. treten keine Veränderungen ein, auch richt bei der Feldartillerie/Infanterie-Brigade (Jäger-Brigade) mit den Jäger-Bataillonen da die neue Organisation der Feldartillerie allgemein erst 4> 8/ 10# 14 und der 84. Infanterie Brigade (Jufanterie- vom 1. Oktober dieses Jahres in's L ben tritt. Ebenso- i Regie-enter 167 und 170), zu je 2 Bataillonen, so daß wenig erleiden Veränderungen das 2., 3., 5. bis 9., 13., diese schwächste Division des ganzen deutschen Heeres insge- 15., 16. und 17. Ko ps. "Das 1. Armeekorps besteht zu-'sammt nur 8 Bataillone zählt. Kavallerie besitzt sie bis auf künftig aus der 1. Division (Königsberg), der 2. Divisiion Weiteres auch keine. Dagegen ist ihr das Feldartillerie- (Justerburg), deren Stab bisher ebenfalls in Königsberg lag, j Regiment 66 zugewiesen. An FeldariiSerie besitzt das KorpS und der 37. Division (Allenstew). Die erste Division sitzt «och die Feldartillerie-Brigaden 28 und 29 mit den Re- sich zusammen aus der 1. und 4. Jnfauteric-Brizade (bisher ! gimeniecu 14, 50 bezw. 30 und 76. Die Gesammtstärke 1., 2. und 72. Infanterie-Brigade), der ersten ^Kavallerie-j des Arueekmps ist von 28 Bataillonen auf 32 Bataillone B igade (bisher 1. und 37.) und der 1. Feldartillerie-Brigade und von 23 Feldbatterien auf 30 Feldbatterien gewachsen, mit den Artillerie-Regimentern 16 und 52. Die 2. Division - Das neu ausgestellte 18. Armeekorps (Frankfurt a. M.) hat wird gebildet aus der 1. und 4. Infanterie-Brigade (bisher ^4 in der Zusammensetzung der ihm überwiesenen Divisionen 1., 2. und 75.) der 2. Kaoallern-Zrigade und der 2. Feld- (21 und 25) nicht vermindert, was Infanterie und Kavallerie artillerie-Brigade mit den Regimentern 1 und 37. ~

2. Kavallerie-Brigade (Dragoner 10 und Ulanen 8) tauscht ihre Nummer mit der 37. Kavall rie-Brigadr (Ulanen 12 und Dragoner 11.) Zur 37. Division treten über die In­fanterie-Brigaden 3 und 75, ferner die 37. Kavallerie-Brigade und das Frldartillerie-Reg'ment 73. Der Verband der bis-

herigen 1. Feldartillene-Brigade ist für das 1. Armeekorps ausgeiöst. Das Armeekorps zahlt künftig 33 Bataillone (batunter 1 Jäger-Balaillor), 30 Schwadronen, 32 Balte-

ruhig abmä endes Urtheil bei entschloffener Thotkraft und festem Willen rechtfertigen in hohem Maße dieses Berti anen, das man überall, nnv nicht am winigstm in Südbeutschland der deutschen Politik ertgegenbringt. Daß unsere Beziehungen zu Rußland wieder gebeffert, daß die Rechte .ter deutschen Gläubiger bei dem griechi ch türkischen Friedensschluß so nach- drück-ich wahrgenomwen sind, ist in erster Reihe das Ver­dienst kes Fürsten Hohenlohe, ebenso wie es ihm nächst tem Kaiser hauptsächlich zu verdanken ist, daß wir in ©Pasten, den für unsere wirthschaftliche Entwicklung so uothwenrigen Stützpunkt von China auf friedlichem Wege erlangt haben. WaS man aber dem Fürsten Hohenlohe nicht hoch genug an­rechnen kann, ist, daß er der Hanpiträzer der auf die Er-- Haltung des Weltfriedens gerichteten Bestrebungen ist, unter dessen Schutze Handel und Wandel erfreulich gedeihen.

Die glückliche und versöhnende Hand deS greisen Staats­mannes zeigt sich auch in der innern Politik. Fürst Hohen- lohe liebt nicht Kampf und Streit. In den Parlamenten nimmt er verhältnißmäßig selten las Wort und dann meist nur zu kurzen Erklärungen. Aber fein der unmittelbaren Oeffentlichkeit entzogenes Schaffe» ist um so regsamer und erfolgreicher. Er versteht es meisterhaft, gesetzgeberische Weike, bei betten zahllose Schwier igkeitm zu überwinken und hundett- fältige Meinungen in ein Strombett zu leiten sind, schließ­lich unter Dach zu bringen. Es sei nur erinnert an das gewaltige Werk deS Bürgerlichen Gesetzbuches, an d«S Hand- werks-Organisationszesetz, wo es verschieteuartige Einrichtungm Nord- und SüddeulschtandS zu oerichmclzen galt, au ba§ |

Dagegen ist ihr das Feldartillerie-

Die betrifft. Die beiden neuen Feldartillerie-Brigaden (21 und 25) bestehen aus den Regimentern 27, 63 bezw. 25 und 61. Die Gesammtstärke des Korps beziffert sich auf 28 Bataillone, 20 Schwadronen, 24 Batterien, ein Fußartillerie-Re- kiment (Nr. 3), ein Pionier-Bataillon (11) und ein Train- Bataillon (25).

Lagesschau

Die jüngsten Erfolge der amerikanischen Konkurrenz gegen die englische Industrie haben

rien, 1 Fußanillerie-Regiment, 2 Pionier-Bataillone, 1 Train ...

Bataillon. Es ist gegen früher lediglich eine Vermehrung: jenseits des Kanals eine etwas melancholische Stimmung rr- um 7 Feld-Batterien eh getreten. Das 4. Armeekorps wird: zeugt. Es fällt der öffentlichen Meinung Englands nicht gebildet aus der 7. Division (Magdeburg) und der 8. Division ganz leicht, sich bei der Thatsache zu beruhigen, daß nicht nur (Halle). Bei der 7. Division setzt sich die 13. Infanterie- die amerikanische Maschinenbruindustrie Auftrag- zur Lieferung Brigade zusammen wie bisher, dagegen scheidet bei der 14. von Lokomotiven für englische Bahnen einheimst sondern daß Jnfanterie-Brigede das Infanterie-Regiment 93 aus, und sitzt auch eine amerikanische Firma den Zuschlag für die dtffür tritt das Infanterie-Regiment 165, welches bisher zum ; Brücke über den Atsarafluß erhalten hst, weil sie den Bau 10. Armeekorps gehört, zu der genannten Brigade über.! in sieben Wochen herstellen zu können erklärte, wofür die Die 8. Division, deren , Stäbeguartür bisher Erfurt war, englischen Firmen den Zeitraum ton sieben Monaten bean- zukünftig aber Halle, behält zwar die Nummer ihrer alten: spruchten. England muß es mit Fertigstellung der Eisen- Infanterie Brigaden, jedoch setzt sich nunmehr die 15. In- bahnvnbindung nach dem Sudan jedenfalls äußerst eilig fanterie-Brigade (früher besllhmd aus den Infanterie-Regi- haben, da sonst wohl der Brückenbau über den Atbara der meutern 71 und 96) aus den Regimentern 36 »nd 93 zu- eigenen Industrie statt der amerikanischen Konkurrenz zuge-

semmn und die 16. Jnfanterie-B;ipode (früher bestiheud aus wendet worden sein würde. Aber allerdings, wo gleichsam

ten Jnfenterie R gimentern 36 m d 72) aus d.n Regimentern Gefahr im Verzüge waltet, bleiben wirthschaftliche Momente 72 und 153. Bei der Kavallerie des Armeekorps ändert sich außer Spiel. Selbst wenn die englische Industrie durch so-

nichts. Während dagegen bishcr des KoipS nur eine Feld- lidere und akkuratere Arbeit den Zeitunterschied zu ihren

artillerie-Brigade (4.) mit den Regimentern 4 und 19 auf- Gunsten mehr als ausgleichen würde, könnte das doch nicht wies, ist jetzt der 7. Division die 7. Feldartillene-Brigade für die Folgen entschädigen, welche entstehen müßten, wenn mit den Regimentern 4 und 40, der 8. Division die 8. Feld- die Brücke in dem Augenblicke, wo sie zur Benutzung von artillcrie Brigade mit den Regimentern 74 und 75 zugetheilt. Truppen und KriegstranSporten benöthigt würde, noch nicht Das Armeekorps zählt jetzt 22 Infanterie-Bataillone gegen furkn'onirte. Im letzten Grunde liegt der Erfolg der ameri- 28 Bataillone früher und 24 Feldbatterien anstatt der bis- lauischen Konkurrenz allerdings in der schon oft hervorzr- herigen 23. Sonst weist die Zusammensetzung keine Der- 1 ebenen Schwerfälligkeit und Unfähigkeit der englischen In- änderungen auf, als daß der Stab der 8. und 15. Jn> beftrie, sich den veränderten Zeitumständen rechtzeitig anzu- fanterie-Brigade von Erfurt nech Halle, derjenige der 8. possev. Die englischen Konsulatsberichte werden nicht müde, Kavallerie-Brigade ebenfalls.von Erfurt nach Halle verlegt diese Mängrl der einheimischen Geschästsgebahrung als wtch- werden. Beim 10. Armeekorps verändert sich die Zusammen- tigste Ursache des Rückganges der englischen Weltmarktstellung setzung der 39. Infanterie-Brigade. Zu derselben zählten immer und immer wieder heroorzuheben. Aber eine ungleich bisher die Regimenter 79 und 82, während an Stelle des drastischere Sprache führt doch der Import amerikanijcher letzteren, das künftig zum 11. Armeekorps zählt, das In- Röhren nach Glasgow, amerikanischer Schienen und Loko- santeric-Regiment 164 tritt. An Stelle der 10. Feldartilleiie- Motiven nach Eugland und Indien, sowie amerikanischer Brigade mit den Regimentern 10 und 26 treten die Feld- Brückenkonstruktionen nach dem Sudan.

artillerie-Brigoden 19 und 20 mit den Regimentern 26 und Eine furchtbar schwere Anklage gegen das 62 bezw. 10 und 46. Der Stand der Jnfanterie-Baiaillove amerikanische Büchsenfleisch kommt uns aus Amerika des Armeekorps reduzüt sich von 28 auf 23. Der Stand selbst. DieAllg. Fleischer-Ztg.^ schreibt: Alles, was bis-

Eine furchtbar schwere Anklage gegen das

Militär Strafgerichts-Versahren, bei dem jener Zwiespalt noch der Feldbatterie dagegen erhöht sich von 23 auf 26. Das her über die schlechte Beschaffenheit und unsaubere Zubereitung schärfer und in politisch grundsätzlicher Art heroortrat. ' H. Armeekorps behält bekanntlich von seinen bisherigen 3 des Büchfenfleisches verlautete, wird dadurch in den Schatten

Die heutige Nummer umfaßt außer dem Unterhaltungsblatt 12 Seiten.