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24. März.

Hanauer Anzeiger

Seite 3

satze Kcuntntß zu geben. — Stadtv. Bailly nahm das Wort und wies unter Hervorhebung her Höhe der erforder­lichen Nachverwilligung darauf hin, daß die Körperschaft in Ähnlichen Fällen doch rechtzeitig in Kenntniß gesetzt werden möge. Stadtv. Hossmann weist auf die Verhandlungen in der Kommission hin und nimmt an, daß eine derartige Tleberschreituvg der verwilligten Summe nicht wieder Vor­kommen werde. Der Nachverwllliz««s wird zugestimmt.

Stadt». Schwabe stellt den Antrag, die Sauteputation möge in eine Prüfung der Frage einer Abänderung dts OrtS- fiatutS betr. die Anlage uvd Verändervng von Straßen und Plötzm ««treten, dahingeherd, daß die Anlieger einer neu eröffneten Straße, wenn sie bei Fertigstellung den auf sie entsäuerten Straßenbeitrag infolge Nichtbebauuvg ilrer Grund­stücke nicht leisten, bei deren später eingetretenen Verpflichtung neben dem festgesetzte« Straßenbeitrag auch zu einer ange­messenen Verzinsung von der Fertigstellung der Straße be­ginnend herangezogen werde«.

Zum Schluß werden noch einige Rcchnnngm berlefen und genehmigt.

* Bi-Marcksäulen. Die von der deutschen Studenten­schaft angeregte Errichtung von BismarcksäuliM nimmt den erfreulichen Fortgang, und die schöne Idee findet immer mehr begeisterte N «Hänger. Bereits ist in weit über 100 größeren und kleineren Gemeinden der Gedanke, eine solche Säule zu bauen, ausgenommen worden und in vielen derselben ist die Errichtung schon fest beschlossene Sache. So in Metz, wc sich ein Ausschuß unter dem Vorsitz des Gouverneurs Frei­

Herrn ton Frobm gebildet H°t, in Hsgen, Schierstein, Ktt« ^^ auch'den Wiesen zu oute kommen lä'ßt, um ihm den

an der Rahe, Birnbaum, Lüdenscheid, Düsseldorf, Köln,

Gelseukirchen, HildrSheiw, Godelsberg, Norderney, Moers, Jserlohu und Erfurt. Außerdem ist fast in allen Hochschul- städten der Bau der Säule gesichert. An der ausgeschriebene« Kovkurrevz haben sich etwa 100-0 deutsche Künstler betheiligt. DaS Preisgericht wird am 21. April auf der Wartburg zu- sammeutretm. Am 1. April wird eine Schrift «scheinen, herauszegebm vom AuSschuß der deutschen Studentenschaft, in welcher über die Vorgeschichte und die bisherige Ent­wickelung der Bismarckehrung ausführlich berichtet wird. Der aus dem Verkauf tiefer Schrift erzielte Reingewinn ist zur Unterstützung solcher Gemeinden bestimmt, welche nicht in der Lage sind, die Kosten für eine Säule vollstänoig aus eigenen Mitteln aufzubringen. Bei dieser günstigen Lage der Dinge darf man wohl die berechtigte Hcffnvng hegen, das schon am 1. April nächsten JahreS in zahlreichen Städten die Bismartk- säulen stehen und die flammen zurr Himmel lodern.

* BeiritW-argcbnrtz. Die Aktiengesellschaft I. B rü- ning u. Sohn in Langendiebach erzielte für das am 81. Dezember 1898 schließende erste Gefchälttjahr einen Reinge­winn von Mk. 111435.51. Der Generalversammlung soll die Bertheilung einer 7prszentigen Dividende <70 000 Mk.), die Dotirung des gesetzlichen Refervefonds mit 5571.75 Mk., deS Del-crÄurekoutos mit 75-09 Mk. und als Tavtiömr lie Bertheilung von 10 243 Mk. vorgeschlagen werden.

16 070 Mk sollen auf neue Rechnung zum Vortrag kommen.

* IV. Aboer«^me«iskoMzepE irr der „Zentral- Halle". Wie aus dem gestrigen Jnscratevtheil unseres j Blattes zu ersehen ist, wirken in dem am nächsten Montag! Pattfinbenben litten AbomremevtSkonzrrt Wiederum ganz be­deutende Kräfte mit: Fräul. Jenrtz Fischer vom Frankfurter MperuhSÄs und Fräul. Frida Siemens, Pianistin aus Berlin. Fräul. Fischer dürfte ja dem hiesigen PLiblikum so­wohl alS Opern- wie Operettensängerin hinreichend bekannt sein, Fräul. Frida Siemens, welche schon als Kind unter dem Namen Simonson sehr bedeutende TriuniLphe feierte, ist eine der her besten Pianistinnen unserer Zeit. So konzerürte die Künstlerin erst gestern Abend in Frankfurt a. M. mit großem Erfolge, nachdem sie bereits in allen größeren Städten wie Berlin, Dresden, Magdeburg, Breslau diese Triumpihe feierte. Der „Musik- und Theaterwelt^ vom 26. Januar 1899 entnehmen wir nachstehende Kritik: „Der Klavierabmb von Frida Siemens ließ die Vorzüge der junge« Künstleri« im hellsten L chte erscheinen. Die Ueberwindung aller tech vischen Schwierigkeiten drängte sich nicht hersußferdernd vor und ebnete nur der inhaltlichen Klarlegung der Tonwerke auf die uvbemerkbarste und zugleich künstlerisch vornehmste Art den Weg. Ob die Siemeus Bach, Beethoven, Schubert, die Romantiker und virtuosen Modernen spielt, sie bleibt immer die Jnterpretin ihrer ernsten, musikalischen Arbeit, auf welcher ein heller Strahl von Größe und Zukunft ruht. Sie hatte einen großen berechtigten Erfolg/

K. V« Bolksvorlesung. Gestern Abend 8Vi Uhr fand im Stadtttzeater die 5. Volksvorlesung statt. Herr Pfarrer N e ß l e r sprach über den „St. Gotthard und die Gotthardbahu^. Zuerst schilderte er den mächtigen GebirgS- stock und feine Bedeutung als Reiseweg in früheren Zeiten. Dann kam er auf die große Straße und schließlich auf die Bahn und ihre Erbauung eingehender zu reden. Sehr klar wußte Redner die Anlage des Eisenweges zur Vorstellung zu bringen, wofür ihn am Ende seines Dortrags reicher Beisall belohnte.

* Grimdstücksverkauf. Die dem gabt «anten Herrn W. Weinranck gehörenden Grundssücke Römerstraße 9 und altgaffe 18 gingen zum Preise von 105 000 Mk. käuflich an den Bankier Herrn Bacharach über.

* Hufschmiedeprüfung. Am vorigen Samstag fand dahier die erste diesjährige Prüfung für Hufschmiede flott. Derselben hatten sich fünf junge Männer Unterzogen, von genen drei des llxamen bestanden.Z

Strafkammer II. (Sitzung vom 23. März.) Körperverletzung. An einem Novewbersonniag des

_________________________ nochmals auf, das Lokal zu verlaffen, sonst müsse er ein- rorigen JahreS begegneten sich aus einer Straße in Orb zwei schreiten. Die meisten kamen der Aufforderung nach, nur

Gruppen junger Burschen. Bei der einen Gruppe befand sich der Fabrikarbeiter E. sowie sein Kamerad, der Telephovar- beiter H. Bei der andern Gruppe befand sich «in junger Bursche namens U. vnd mit diesem gerieth E. in einen Wort­wechsel. E. fabelte „Du bist vor ein halber Mensch" und U. reagirte darauf mit keineswegs schmeichelhaften Namen. Alsbald hatte U. dafür von dem E. ein paar gehörige Ohr-

feigen empfangen und des letztere« Kamerad der Telephon- Säule fest und war erst nach längerem Bemühen und Er-

arbeitet H., gefeilte sich hinzu und sekurdirte dem E. mit dem zuzeknoppten Taschenmesser, das er dem U in das Gesicht schlug und um «in Haar dessen Auge getroffen hKtte. U. trug eine gehörige Wunde an der Stirn davon. E. «nd H. sind der gemeinschaftlichen gefährlichen Körperverletzung ange- llagt und Ersterer erhält 3 Wochen, Letzterer 3 Monate Ge­fängniß. — Der Mühlgraben. Heiß brannte tie Sommersonue auf die Fluren und trocknete Bäche uvd ließ Flüsse langsamer und träger ihren Lauf vollziehen. Auch der Herbst bracht« darin keine Besserung und der Himmel zeigte ewig lange mit dem segenspendeuden Naß zum großen Aerger nub Verdruß aller Städtebewohner, denen dir Wasserleitung den Dienst versagen wollte, zum Verdruß aber auch des Müllers W. in Romsthal, dessen Mühle von dem Mühl­graben der auch an dem Anwesen des Müllers M. vorbei- fiitßt, gespeist wird, und dessen träger Lauf das Mühlrad nicht mehr drehen wollte. Zu alledem speist t er Mühlgraben such noch die oberhalb der Mühle liegenden Wiesen mit seinem Maß und dem wollte der Müller steuern uitb das begehrte Wasser nur für seine Zwecke nutzbar machen. Also begab er sich an -einem schönen Herbstmorgen mit feiner Schipp« auf

der Schulter, nach der Stelle, wo der Mühlgraben seine

Weg zn verlegen und diese Stelle grenzt gerade an das An­wesen des Keglers M. Und nun starck der Müller da und

schüttete Sand und Rasen in den Mühlbach, da wo er auf ziehung habe das Gericht erwogen, daß die Feierabendstunden Abwege geräth und dm Wiesen zuwandert, um ihn mit dem von der Polizei emgcführt sind zur Aufrechterhaltung der volle«"iLauf nach seiner Mühle zu lenken. Aber auf einmal Ordnung. Wenn dem Widerstand entgegengesetzt werte, so besam der eifrig grabende Müller von ungefähr einen Stoß sei dies ein unerlaubter Zustand und damit die Polizei be-

und te selben Augenblick purzelte er in den Mühlgraben.

Der rücksichtslose Störenfried war der Ziegler M., der es dem Müller schon unzählige Male verboten hatte, von sein er Böschung aus Grund abzuheLen, um den Mühlgraben einzu- dämmen. Natürlich war des Müllers nächste Sorge die, so­bald uls möglich betet unfreiwilligen Bade zu entrinnen, die zweite aber, dem Ziegler seinen losen Streich gehörig heim- zuzahlrn. Und das that er denn auch gründlich. Als er wieder auf den Seine« stand, da schwang er seine Schippe und diese sauste mit aller Wucht auf den Ziegler nieder, in­folge einer raschen ?Vcnduug desselben glücklicherweise nur auf die Schulter, unsanften sie ihn nach seiner eigenen Aussage wohl -den Schädel gespalten hätte. Durch die Vehemenz des Schlages waren ihm die -Kleidungsstücke auf der Schrllter durchgeschnitten und der scharfkantige Theil der Schippe hatte auch noch die SckMltrr erfaßt. Der -erboste Müller hotte auch noch zum zweiten Schlage aus, aber damit wurde es nichts, den« dem Ziegler gelang es, die Schippe zu erfassen. Durch das Hin- und Herzerren des Müllers machte aber der Zieg­ler unfreiwillige Bekanntschaft rnt dem Mühlgraben, den er nun mit feiner eigenen Persönlichkeit ausfüllte. Der Müller schleifte

ihn zum Uebevfluß auch noch an das andere Ufer

und würde

den -Kegler wahrlich auch sobald noch nicht haben entrinnen

lassen, wenn Nicht gerade eine aus der Kirche

kommende

Bäuerin ihren Weg an dem SchauMtz vorbei genommen hätte, was denn wohl veranlaßt-, aufzuyören und sich seiner Wege zu trotterr, womit das Reukontre am Mühlbach sein -Ende erreicht hatte. Das erste Nachspiel fand am Schöffen­gericht in Salmünster statt und dieses Verurtheilt? den Müller zu 14 Tagen Gefängniß. Infolge seiner Berufung beschäf- -tigt sich auch die Strafkammer mit dieser Dorfidylle, hält je- dsch das erste Urtheil für angemessen und erkennt auf Ver­werfung der Berufung- — Beleidigung. Wenn einer hartnäckig sein Ziel verfolgt, so ist es der Schneider St. zu Dsrnigheim. Trotz unzähliger gerichtlicher Strafen wirft er nun dem.Landwirth I. daselbst seit Jahr und Tag vor, er (3-) habe in einer Priratklazesache gegen?hn einen falschen Eid geleistet. Er hatte auch eine Meineidsanzeige bei der Staatsanwaltschaft gegen I. gemacht, von dieser wurde je­doch Las Verfahren bald wieder eingestellt. Auf Postkarten wirft St. eS dem J. öffentlich vor, auf der Straße ruft er es ihm zu, im Wirthshaus tönt es dem I. ins Ohr, und wohin»er sich nur wendet. Frühere Geldstrafen gegen St. haben nichts gefruchtet, weshalb das Schöffengericht es in einem nsuerlichm Verfahren mit einer fünfwötzentlichen Ge- fänguißstrafe versuchte, den St. einmal zum Schweigen zu bringen. Dagegen hat er Berufung eingelegt und behauptet, mit seiner Beschuldigung nur die Wahrheit zu sprechen. Dabei erlaubt er sich Ausfälle gegen die Staatsanwaltschaft und sein Benehmen gegen das Gericht läßt an Höflichkeit ebenfalls so viel zu wünschen übrig, daß das Gericht neben der Verwerfung der Berufung auch auf eine sofort zu ver­büßende Haftstrafe von 3 Tagen wegen Ungebühr vor Ge-

richt erkennt.

Nach der Feierabendstunde. Am

Tage des Kirchweihfestes zu Erbstadt saßen in einer dortigen Wirthschaft, welche wegen der Baufälligkeit ihrer Lokalitäten zur Abhaltung von Tanzmusik keine Erlaubniß bekommen hatte und demzufolge zur gewöhnlichen Stunde (um 11 Uhr) Feierabend hatte, nach 11 Uhr noch mehrere Gäste, welche, als der Gendarm kam und Feierabend bot, noch Bier vor sich stehen hatten. Die Gäste äußerten, sie wollten ihr Bier erst austrinken, worauf der Gendarm die Wirthschaft verließ mit dem Ermähnen an die Gäste, sie sollten austrinken und sich dann fortbegeben, er werde wiederkommen. Der Gen- darm kam um halb zwölf Uhr wieder und forderte die Gäste

die Landwirthe K. und G. Hüben sitzen und K. meinte trotzig „er sei doch keine Kuh und wolle sein Bier nicht auf einmal auStrinfen.* Der Gendarm wurde nun ungeduldig,

zog die Uhr hervor und sagte, es sei längst Zeit, schon 1/sl2 und zog den K. am Aermel. Dieser wurde nun erst recht störrisch und weigerte sich sortzugehen, hielt sich, all der Gendarm ihn mit Gewalt hinausbringen wollte, an der

regung großen Aufsitzens hinaukznbringen. Am Tische hatte er noch gesagt, der Gendarm solle ihn einfach aufschreiben, sonst habe er ihm nichts zu thun. G. soll im Hausflur den Gendarmen am Arme gefaßt haben, um ibn zu verhindern, den Ä. hinauSzubringen. Das Schöffen­gericht zu Windecken hatte die beiden Angeklagte« von der Beschuldigung deS Widerstandes freigesprochen, wogegen der Amtsanwalt Berufung rivlegte. H., von dem weiter nichts erwiesen ist, als daß er zu dem Gendarmen sagte, „er solle den K. gehen leffen*, wird auch von der Strafkammer freigesprochen, das Urtheil gegen K. jedoch — dessen Vertheidigung darin bestand, daß er bestritt, daß der Gendarm sich in rechtmäßiger Ausübung seines Amtes be­fand, derselbe hätte ihn einfach aufichreiben und dann sitzen lassen müssen — wird aufgehoben und derselbe zu 20 Mk. Geldstrafe und in die Kosten des Verfahrens verurtheilt. Die Begründung des Urtheils wollen wir zu Nutz und Frommen solcher Leute, welche in ähnlicher Situation wie der Angeklagte K. vielleicht derselben Meinung sein könvten wie dieser, hier kurz mittheilm : Der Angeklagte K. habe, nachdem von dem Gendarmen wiederholt Feierabend gebeten war, sich der Entfernung durch denselben durch Festhalten an der Säule urd Sträuben widersetzt. Damit habe er Widerstand geleistet. Es frag« sich nun, ob der Gerdarm sich in recht­mäßiger Ausübung seines Amtes befunben und in dieser Bc-

Ziehung habe das Gericht erwogen, daß die Feierabendstunden

rechtigt, mit Gewalt einzuschreiten. Dies Recht müsse der Polizei gewahrt bleiben, sonst sei ihr die Ausübung ihrer Pflicht, für die Aufrechterhaltvng der öffentlichen Ordnung zu sorgen, nicht möglich. Der Angeklagte sei deshalb wegen Widerstands zu bestrafen, jedoch habe das Gericht mildernde 'Umstände angenommen mit Rücksicht auf das hohe Alter und die bisherige Nubestraftheit des Angellagten fönte die Ge- rin ssögigkeit des Widerstandes und deshalb auf Geldstrafe ersannt.

Für heute. Stadttheater in Hanau: Benefiz für Herrn Ernst Hille: „Bartel Turaser", Drama in 3 Akten von Phil ipp Langmann; Anfang 7 Uhr. — Verein für gemeip- nützi ge Zweckes Abe»ds 7 Uhr: Generalversammlung im Der- eins lokal, Franksurterstraße 16. — Männerabtheilung der Tun lgemeinde: Abends von 7—8 Uhr: Turnen. — Evai rz. Männer- and Jünglingsoerein: Abends 8 Uhr: Uvte rhaltrmgSabend (Evang. Vereinshaus). — Turn- n. Fechtllub: Abends von 8—10 Uhr: Fechte». — Abends 9 Nhr: Freie Vereinigung Hanauer Radfahrer: Zu­sammenkunft im „Römischen Kaiser^; — Radfahrer­verein: Hanauer Radsport 1895; Vereinsabend im Gast­haus „zum deutschen HauS^; — Verein für Homöo­pathie und Naturheilkuude in der „großen Krone*: Vereins- abeab; — „I. Hanauer Fußballklub 1893*; Versammlung im „Restaurant Kippert*; — Hanauer Schützenverein; Zimmer­stutzen schießen. — Athletenklub „Germania*: 9—10 Uhr: Riegenfftemmen, 10-11 Uhr: Ringen der 1., 2. und 3. Klasse (Restauration Wagenbach, Paradeplatz).

„Für MSktzen. Lanlwirthschaftkicher KceiSverein Ha­nau: Nachmittags 2 Uhr: Berftmmlung im Gasthaus uu« goldnen Löw:n* dahier.

Aus der Provinz und den Nachdargebieten.

Cüfsel, 24. März. In der Fräse der berechtigten Er­hebung der BezirkSsteuern feiten» der Stadt Caffel von den einzelnen Censite», hat der Bezirksausschuß in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, daß die Stadt Caffel die Bezirkssteuer in ihrer Form uicht zutreffend erhoben habe, da bei der Ver- schiedevarrigkcit der Höhe der Steuerarten auch eine demge­mäß- Abstufung der Bezirkssteuer hätte stattsinden müssen. Die Realsteuern wußten also stärker herangezogen werden, alS tte Einkommensteuer.

Schiffsb-richt.

Hamburg, 21. März. Der Davtpfer „Cheruskia* von der Hamburg-Amerika-Linie ist vorgester« in St. Tbomas ein «troffen

Drahtnachrichten des „Han. Anz."

Berlin, 24. März. Der italienische Botschafter Graf Lanza hatte gestern Abend ein Diner veranstaltet, an welchem auch der Kaiser theilvahm.

Berlin, 24. März. Bei dem Reichskanzler Fürsten Hohmlohe fand gestern Abend ein Gesellschaftsabend statt, zu welchem Einladungen an Beamte und hohe Offiziere er­gangen waren.

Berlin, 24. März. Von dem Auditeur der päpstlichen Nuntiatur wird der Vossischen Zeitung gemeldet, die aus München verbreitete Nachricht, wonach in den Kreisen der dortigen Nuntiatur verlaute, man glaube, daß Verhandlungen schwebten zwischen Petersburg und Rom wegen Einladung deS Papstes zur Friedens-Konferenz, ist total erfunden.

Berlin, 24. März. Aus Christiania meldet das Ber­liner Tageblatt: der Kronprinz-Regent ist gestern Abend ab­gereist. Er wurde von der Bevölkerung vielfach recht leb­haft begrüßt. Der heutige Empfang in Stockholm wird sich wahrscheinlich zu einer großen Demonstration gestalten.