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Im Reklamentheil die Zeile 20 ^, fit «urwärti 30 ^.

Wr. 71

Freitag den 24. März

1899

Amtliches.

^ta^t^rMe ^anau

Ausschreiben

i Fähigkeit der Ostprovinzen Hinweise, so verringere sich, sofern das zutreffe, bei der heutigen Einrichtung doch auch die Belastung, was Die Etatberathung des Herrenhauses wurde gestern, früher nicht der Fall war. Die von der Budgetkommission von dem Grafen Mirbach und Klinckow ström mit vorgeschlagene Resolution, die mit Entschiedenheit die Reform ! einer allgemein politischen Debatte eingeleitet. Der Erstere der Beamtengehälter für abgeschlossen erklärt, wurde ein-

_______ oT_____________D________ Der Erstere der Beamtengehälter für abgeschlossen erklärt, wurde ein-

Am 19. d. Mls. aus zwei verschlossenen Mansarden kam aus seine früheren Aussührungen über das Reichs- stimmig angenommen. Als trotzdem Graf Hutten- Nachschlüßens gestohlen: jWahlrecht zurück und bezeichreie die Beseitigung der ge- Czapski den Finanzminister zu einer Zusage hinsichtlich

zwei Damenremontoiruhren mit Goldrand im Werthe Heimen Stimmabgabe als die für die Zukunft entscheidendste der späteren Wiedereinstellung der gestrichenen Zulage für den von je 18 Mark und 27 Mark an baarem Gelde. : politische Frage. In ähnlicher Richtung besprach der Graf Chefpräsidenten der Oberrechnungskammer provozirte, lehnte Der Thäter fowie die Nummern der Uhren sind unbe-vKlinckowström die Nothwendigkeit einer energischen und Herr von Miguel diese Zusage mit dem Hinweise ab, kannt. _ zielbewußten Abwehr der Sozialdemokratie im Zu- daß der Entschluß, die Gehalteslagen fortan ruhen zu lasten,

Um Nachforschungen und Nachricht wird ergebenst ersucht, fammeuwirken der Behörden und der Gerichte mit der Kirche in erster Reihe für die oberen Stellen Geltung behalten uns den staatserhaltenden Volkskreisen. Der Justizminister; müsse. Beim landwirthschaftlichen Etat regte der Ober- Schön stedt erwiderte darauf, daß der berechtigte Appell'Präsident Fürst Hatzfeldt in Uebereinstimmung mit An-

mittelst Nachschließens gestohlen:

Hanau am 21. März 1899.

Königliche Polizeidirektion.

P. 2793

v. Schenck.

^anÖ&ret# ^anau.

Bekanntmachuvgen de^ Königlichen Landrathsamtes.

des Vorredners nicht sowohl an die Regierung, als an die trägen der schlestschen Landwirthschaftskammer die Ausdehnung bürgerlichen Parteien zu richten sei. Die Justiz werde ihrer der Thätigkeit der Änsiedelungskommission auf Schlesien an,

Pflicht innerhalb der Gesetze gerecht; eine generelle Instruktion indem er für diesen Gedanken einerseits die sozialen Gestchts- an die Staatsanwälte zu erlassen oder gar den Gerichten Punkte geltend machte, die für die Begründung von Bauern- Anweisung für die Richtsprechurg im Widerspruch mit oen steselungen an S-elle der Latifundien sprechen, andererseits ' " ' r' ' " "' . Auch der auf den landwirthschaftlichen Arbeitermanzel hinwies, dem

Den Herren Ortsvorständen bringe ich hiermit meine:; _ , - _ , -

Verfügung vom 24. September 1894, V. 8159, Kreisblatt bestehendes Gesetzen zu geben, muffe er ablchnen. . . .

Nr. 230, betreffend die am 25 d. Mts. fällige Nach- Munster des Innern Freiherr v. b. Recke svrach tm All-!man durch Heranziehung kleiner Kolonisten begegnen konnte.

Weisung über die seit dem 1. Oktober v. Fs. fertiggestellten gemeinen seine grundsätzliche Zustimmung zu den Ausführungen In dieser letzteren Beziehung warnte nach den Erfahrungen - ~ - des Grafen Klinckowström aus, betonte aber auch für sein der westlichen Landwirthschaft der Freiherr v. Bemberg

und nutzbar gewordenen Gebäude rc. in Erinnerung. des Grafen Klrnckowstrom aus, Uum« «« ^ ,». '»»-'-" ^»^

Die Barivrrhandluna-n, welche dort nicht Ristort, daß es die Be.,orden an der vollen Pflichterfüllung! vor falschen Hsssnnngeu. . .

mehr gebraucht werden, sind dieser Nachweisung in den Schranken der bestehenden Gesetze nicht fehlen lasten, ist ein bestätigte diesen Zweifel und trat udter voller Aner­be itttsüaen. Er sei in seinen JnsLrnknoncn so weit gegangen, als es nach kennung der hohen Bedeutung, die der angelegten Frage zu-

beizufügen.

Hanau am 21. März 1899.

V. 2845

Der Königliche Landrath, v. Schenck.

In dem Gehöft des Bürgermeisters Haupt in Nieder- rodenbach ist die Schweüierolylaufjeuche erloschen.

Hanau am 24. März 1899.

V. 2896

Der Königliche Landrath, v. Schenck.

Dienstnachrichten aus dem Kreise.

Gesunden: Ein weißer Handschuh, rechter. Eine graue Strumpfmütze. Ein Metzgertuch, weiß mit rothen Streifen. Ein schwerer Hammer.

Verloren: Eine neue Peitsche mit schwarzbraunem Stiel, auf btm Wege von Langendiebach nach Bruchköbel. Ein goldemr Manschettenknopf, beim Fest des Alpenvereins im deutschen Haus.

Zugelaufen: Am 17. d. Mts. ein brauner Dachshund m. Gesch!.; Empfangnahme bei Forstaufseher Schneider zu Wolfgang.

Entlaufen: Ein grauer Wolfsspitz m. Geschl.

Hanau am 24. März 1899.

der gesetzlichen Lage möglich war. Die Zulassung von Sozial-i komme, auch einer zu weit gehenden Tendenz, Den großen demokraten zu städtischen Edrerämtern zu hindern, wie der Grundbesitz zu zerschlagen, entgegen. Es sei traditionelle Redner aus dem Hause wünschte, sei er nicht befugt, und die i hohenzollrrnschr Politik, großen, mittlen und kleinen Gruud- mit geradezu infernalischer Grsch cklichkcit um die gesetzlichen besitz in richtiger Vertheilung neben einander zu erhalten. Hindernisse herumgehenden sozialdemokratischen Flugblätter vor Gegen die Beseitigung des Großgrundbesitzes sprechen politische ihrem Erscheinen zu unterdrücken, fehle die Handhabe., Aon Gesichtspunkte von eminenter Bedeutung, und waS die Selbst- der Linken erklärte der Oberbürgermeister G i e s e-Attona sein Verwaltung und den rationellen Betrieb der Landwirthschaft Einoerständniß mit der Aufforderung zum Zusammenschluß anlange, so sei der Großgrundbesitz immerhin der Pionier gegen die Umsturzbestrebungen. In der Spezialberathung' unserer Landwirthschaft; er fei das Rückgrat für die ganze wurde die Ergänzungssteuer vom Grafen Mirbach zum Agrarvertheilung. Aber darauf allerdings werde es an- Gegenstand von Beschwerden vom Standpunkt der östlichen kommen, dem Osten mehr Menschen und mehr Kapital zuzu- Grundbesttzerinteressen gemacht. Der Vizepräst ent des Staats-: führen, und wenn die Regierung auch dem schlestschen An- ministeriums, FinanzmiNister v. M i q u e l wies bte'e Be- trage insbesondere mit Rücksicht darauf, daß die Anstedelungs- schwerden sowohl in ihren prinzipiellen, wie in ihren that- kommisston wesentlich aus politischen Gründen in's Leben sächlichen Voraussetzungen erfolgreich zurück; insbesondere gerufen sei, und ferner mit Rücksicht ans die erhebliche Mittel, führte er aus, daß die Geiamaulüstung der Provinz Ost- die zu feiner Durchführung erforderlich würden, nicht ohne Preußen an Staatssterer infolge der Steuerreform von 19 Vi Weiteres beitreten könne, so wende sie doch der Frage die auf II Millionen tzerobges indert worden ist. Dazn habe der volle ihr gebührende Aufmerksamkeit zu. Die zum Staat in den letzten Jahren viel extraordinär für Ostpreußen Militäretat eingebrachte Resolution, wonach bei militärischen gethan. Was die Steuerreform für die Entlastung der minder: Proviantankäusen die Notizen der landwirthschaftlichen Zentral- Leistungsfähigen erreicht habe, werde von den fremden Staats- stelle zu Grunde gelegt werden sollen, wurde angenommen. männern und Steuertechnikern, die unsere einschlägigen Ber- Heute setzt das Haus die Elatsberathung fort.

Hältnisse studiren, geradezu mit Staunen anerkannt. Wenn

Graf Mirbach auf das Sinken der wirtkschaftlichen L istungs- * *

Ferrilletsn.

lacerische Baß" von Koschat und «Wenn Zweie sich gut sind" von Kremser kamen natürlich und wahr, unter besonderer Beachtung dynamischer Werthe zur Geltung. Der Beifall war nach jeder Chornummer herzlich, gestaltete sich aber um so herzlicher, als zwei simple Volkslieder: «In der Ferue" und Aenuchen von Tharau" doi Silcher den Kehlen der Sänger entströmten, von deren ersteres, durch die oerständnißoolle Schattiruug und feine Abtönung in dem Vorträge wahrhafte Befriedigung gewährte. Aus dem Programm der Konzerte des Weins'schen Gesangvereins haben wir diese einfachen, aber ansprechenden Lieder noch n i e vermißt, wodurch er sich in der Pflege des Volksgesangs verdienstlich z-igt.

Mit den solistischen Blühen hatte der Weins'sche Gesang­verein einen glücklichen Griff gtthan. Es muß anerkannt werden und es ist der Kritik eine ancenehme Pflicht zu be­tören, daß der konzertg-bende V-rein solistische Kräfte von besonderer Bedeutung eugagirt, um auch in den solistischen Darbietungen selbst verwöhnte Ansprüche zu befriedigen.

Die Sängerin, Frl. Emma Hitler, bestritt den voka- listischen Theil und es gelang ihr, bei sämmtlichen Vorträgen die Aufmerksamkeit in hohem Maße auf sich zu lenken. Durch k en Vortrag: Rezitativ und Arie «Leise, leise, fromme Weise" von C. M. v. Weber und verichredenm kleinen Liedern von Brahr-s, Slpffardt nnd Reinecke bekundete Frl. E. Hrller, daß sie eine vortre flich geschulte Sopranistin ist. Das schöne, in den töchsten Lagen ansprechende Organ, die Innigkeit und Wärme im Vortrag, He sinngemäße und klare Deklamation brachten der Küi ftlerin einen glänzenden Erfolg.

Der zweite Solist des Abends war Herr Max S ch warz aus Frankfurt a. M., der durch seine Klaviervorträge; Sonata quaci una Fantasia in Cis-moll, op 27 Nr.

Etüde in des-dur und «Ungarische Rhapsodie" von Franz Liszt an dem Erfolg des Abends herrorragend partizipirte. Die ganz außerordentliche Technik, die tiefe Auffassung und

II. Abolincmcnts-Konzeit des Weins'schm Gesangvereins.

ß Hanan, 24. März.

Gtstern Abend veranstaltete der Weins'sche Gesangverein in der Centralholle sein 2. Abonnemerts-Konzert. Wenn genannter Verein sich seither durch seine gediegenen Vor- N äge in den Kor zelten den Ruf eines tüchtigen Vereins zu erringen gewußt hat, so war das gestrige 2. Abonnements- Konzert nicht wenig dazu angethan, diesen Ruf urd Ruhm fester zu begründen. Die Vorzüglichkeit der gesanglichen Vorträge stellte dem Verein wieder das beste Zeugniß aus und bewies von neuem das schon lft anerkannte Körnen m d Streben. Der stimmliche Wohrklang, die Korrektheit und Deutlichkeit der Aussprache und das verßär dnißvolle Ab­tönen der Vorträge machtin btm £itigelten, wie den AuL- führenden Ehre. Bus den herzlichen Beifallsbezeugungen mag der Verein ersehtn haben, daß er sich durch Fleiß und Beharrlichktit unter der sachkur digen Leitung des Herrn Müller aus Flarlfnrt a. M. in hohe Achtung zu sitzen ver- sianden hat.

Der Chor: ^Jm Walde" mit Hörnerbegleituug von Herbeck leitete das Konzert ein, und es wurde durch die frische und packende Komposition ein beachtenswerther Erfolg erzielt. Auch der Cchnberi'sche:Seiftträer* a. d. Drama: Rosamvnde kam sicher, präcis und abgestuft zum Vertrag. Die Begleitung dieses Chores durch 3 Hörner vnd 3 Posaunen machte den besten Eindruck. Die übrigen Lieder: «Die Lotosblume" von Schumann, «Phillis mein Kind" von Baselt, die der Verein auf Verlangen wiederholte, sowie «Der

der auS den Vorträgen sprechende Geist zeigten uns den wahren Künstler. Beide Solisten mußten sich infolge der Beifallsspmden za Zugaben verstehen.

Möge der reichlich gespendete Applaus seitens der Zu­hörer ben Solisten und den Sängern als der Ausdruck herz­licher Dankbarkeit und Anerkennung gelten.

Die Klavierbegleitung der Sologesänge besorgte Frl. Edelgarde G e r l a ch aus Frankfurt a. M. Es wußte sich diese Dame in angemeffener Weise ihrer Aufgabe za entledigen.

Vermischte Nachrichten.

Der Ursprung amerikanischer Millisnenver. mögen. Es dürfte kaum etwas interessanteres geben, alS den Lauf jener breiten Ströme Goldes, die im Lande der Dollarfürsten so zahlreich fließen, rückwärts bis zu ihrem oft mehr als bescheidenen Anfänge zu verfolgen,_ um zu sehen, durch welches Wunder oft ein einzelnes Goldstück in zwei ober drei Generationen zu Millionen anwachsen konnte. Die «Wiege" des kolossalsten V-rmögens, das überhaupt existirt der Rcckefellerschen Millionen, von denen John de Rocke- feller allein achthundert besitzt, war eine kleine Farm, auf der vor noch nicht 50 Jahren der Knabe, dem es bestimmt war, der reichste Mann der Welt zu werden, emsig mit dem Pflug hantnte. Als er dann in späteren Jahren die Stel­lung eines Buchhalters mit 200 Mark im Monat bekleidete, kam er sich schon ror, wie ein halber Krösus. Die Pe- treleunquellen aber, aus denen ihm las Gold stromweise zufließen sollte, schwebten ihm nicht einmal in seinen kühnsten Träumen vor. Heute bringt ihm jede halbe Stunde mehr ein, als er zu jener Zeit im ganzen Jahr verdiente. Die Geburtsstätte" der vierhundert Millionen Dollars, die das Vermögen der Familie Astor ausmachen, war ein kleiner Bau