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Amtliches Sogan für Stadt- nuS LanSkreis Hanau
Erscheint täglich «M AM««h»e der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Rl. 67
Montag den 20. März
Hierin
„Amtliche Beilage" Nr. 21
Amtliches ^faOf&ret# ^anau.
Bekanntmachungen des Oberbürgenveisteramtes.
Städtische Sparkasse.
Laut Beschluß des Magistrats vom 15. Novbr. e. JS. «nd Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung vom 22. Dezbr. V. Js. wird der Spurmarkenvertehr vom 1. Januar 1899 ab eingestellt.
Die noch in Händen des Publikums befindlichen Spar- marken — rosa und blau — von je 10 Pfennigen können bis zum 1. Juli -s. Js. bet der städt. Sparkasse hier
gegen Empfangnahme des Baarbetrags eingelöst werden.
Nach dem 1. Juli ds. Js. sind diese Eparmarken gültig und werden nicht mehr eingelöst.
Hanau den 6. Januar 1899.
Die Verwaltung der städt. Sparkasse. Jung. Klaere. Eilber.
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490
Dienstnachlichten aus dem Kreise.
Gefunden: Zwei weiße Häukchen. Ein Fäßchen von der Hofbierbrauerei Nicolay, 8 Liter enthaltend. Ein Spa- zierstock.
Entflogen: Eine gelbe und eine blaue Brieftaube.
Hanan am 20. März 1899.
Teutscher Reichstag.
(Sitzung vom 18. März.)
Auf der Tagesordnung stehen sämmtliche EtatSreste aus der 2. Lesung, zunächst der Etat für die Aenderungen vom Militäreiat infolge der Militärvorlage. Die Annahme er-
Provinz Kiel gezeigt. Abc. Friedberg (nl.) befürwortet den Antrag auf Bewilligung d-r 6000 Mark zur Ausbildung altkatholischer Theologen. Abg. v. Bülow-Bosten (srk.) bittet den Minister, für die Mitglieder des HauseS Plätze in den Berliner Kirchen für die Eonntagsgotteidievste zui refeivirtn. Minister Dr. Bosse sagt dieS zu; eS sei aber, zweifelhaft, ob seine in dieser Beziehung zu unternehmenden Schritte von Erfolg sein würden. Adg. Dr. P o rs ch (Centr.) bemerkt, die altkettholtsche Bewegung richte sich gegen die katholische Kirche, und deshalb könne er die geforderte Summe nicht bewilligen. Der Avirag Friedberg-Zedlitz betreffend Bewilligung von 6000 Mk. zur Ausbildung alt- katholischer Theologen wird mit 151 gegen 147 Stimmen abgelehnt. Der Kultusetat wird genehmigt, ebenso daS Etatgesetz. Damit ist die EtatSberathung beendet. ES folgt die 1. Lesung bei Gesetzentwurfes betr. Echutzmaßregilu im Quellgebiet der linksseitigen Ödei zuflüsse in Schlesien. Abg Seydel-Hirschberg (nl.) hofft, daß die Regierung den Gemeinden, die durch die Neberschwemmungen ohnehin schwer getroffen seien, entgegenkommen werde. Minister Frhr. ». H am m e r st ei n bestreitet die Ueberlastung der Gemeinden. DaS Höchste, was die Regierung übernehmen könne, würde die Dritttyeiluug der Lasten sein (Vs für den Sweet, '/, für die Provivz, Vs für die Gemeinde). Bei einer höheren Belastung würde die Rkgierung aus das Zustar bekommen des Gesetze« keinen Werth legen. Miutster Mtquel weist darauf hin, daß eS stch hier um Verbesserungen handele, die den Gemeinden allein zu Gute kämen, und in solchen Fällen sei immer der Grundsatz anerkannt, daß die Gemeinden die Kosten allein tragen sollen. Der Staat thue also ein Uebriges, wenn er 1 /» der Lasten übernehme. Die Vorlage wird an eine besondere 14gliedrige Kommission verwiesen. Die Denkschrift b<tr. die Ausführung deS Gesetze» betr. die Bewilligung von Staatsmitteln zur Beseitigung der im Jahre 1897 her- beigesührttN Hochwasserschäden wird durch Kenntnißnahme für erledigt erklärt. Montag 11 Uhr: Kleine Vorlagen und Petitionen.
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Im Rekismentheil die Zeile 20 4, fit »urwärti 30 4-
1899
und des Trains, welche freiwillig, und Mannschaften der Kavallerie und reitenden Artillerie, welche gemäß ihrer Dienst- verpflichtung im stehenden Heere drei Jahre aktiv gedient haben, dienen der Landwehr ersten Aufgebots nur drei Jahre. Artikel III. Gegenwärtiges Gesetz kommt in Bayern nach näherer Bestimmung des Büudnißvertrags vom 23. November 1871 (Bundesgesetzbl. 1871 S. 9) unter III § 5, in Württemberg nach näherer Bestimmung der Militärkonvention vom 21./25. November 1870 (BundeSgesetzbl. 1870 S. 658) zur Anwendung.
Der Postetat
wurde im Reichstag am Donnerstag in zweiter Berathung erledigt, d. h. eine Anzahl an die Budget-Kommission zurückverwiesene Kapitel derselben. ES handelt sich in diesen Kapiteln um Stellenzulagen von Beamten. Die Kommission hat vorgeschlager, auch den Telegraphenzuleituugsaufsehern solche Zulagen zu gewähren. Das Haus beschließt dem Anträge der Kommission gemäß.
Ein Antrag des Abg. Bassermann (nil.), „die verbündeten Regierungen zu ersuchen, dahin zu wirken, daß bei der veränderten Regelung deS Gehaltes der Postdirektoren eine Schädigung der jetzt im Amte befindlichen Direktoren gegenübter dem früheren System vermieden »erde/ wird ohne Debatte abgelehnt.
Ferner schlägt die Kommission folgende Resolutionen vor: 1) den Reichskanzler zu ersuchen, durch den Etat für 1900 die Gehaltsstufen für die Bmeauosiistenten und Kanzlisteu des Ressorts der Reichspost- und Telegraphenverwaltung, sowie für die Oberpost- und Obertelegraphenassistenten, Post- und Telegraphevassistentcn, Postverwalter anstatt auf 1500, 1700, 1900, 2100, 2300, 2500, 2700, 3000 Mark aus 1500, 1800, 2090, 2200, 2400, 2600, 2800, 3000 Mark fest- zusitzen; 2) den Reichskanzler zu ersuchen, für die gehobenen Postunterbeamtenaufseher auf Bahnhöfen und Posthöfen, Leiter des Packereidienstes, Briefsortirer, Bahnpostschaffner auf den Hauptstrecken, Geldbesteller und Telegraphenleitungsaufseher an Stelle der jetzt in den Etat eingestellten widerruflichen nicht pension,fähigen Stellenzulagen im nächstjährigen Etat besondere etatSmäßige Stellen mit entsprechend erhöhtem Dievsteinkommen vorzusehen.
folgt dcbatlelos gemäß den Vorschlägen der Budgetkommission. — Nur bei dem Titel „Kasernenveubau in Allenstein^ bemerkt Abg. v. Q u e i s (kons.), er wolle der Heeresverwaltung an'S Herz legen, bei Belegung von Garnisonen möglichst! -
kleine Orte zu berücksichtigen. — Generalmajor von Boeck Artikel I 3 1. Der Artikel I. des Gesetzes, betreffend ^«uieniinui. v. v c • • i e i o 11 matyr uo« cen Plan erwidert, der Kriegsminister habe ja erklärt, in Zukunft noch , deutschen Heere«, vom 3. August her Personalreform folgende Mittheilungen: Für die Beamten
mehr als bisher die kleinen Orte berücksichtigen zu wollen.: 3 (Reichs-Gesetzbl. 1893 S. 213) bleibt mit den durch werden zwei von einander streng geschiedene Laufbahnen er-
Gerade in Ostpreußen seien übrigens in den letzten Jahren Gesetz vom 28. Juni 1896 (ReichS-Gesetzbl. 1896 S. öffnet; die mittlere und die höhere. Die höhere umfast Post- viele kleine Garnisonen errichtet werben. — Weiter werden bestimmten Aenterungen bis zum 30. «September 1899 Assessor, Postivspektor, Direktor, Postrath u. s. f.; zur mitt- meist debattelos genehmigt die übrigen kleinen Spezial-EiatS.' / \ Oktober 1899 ab wird die Frie- leren gehören Subalternbeamten. Die Bewerber sür die höhere
— Beim Etat Bankwesen plaidirt Abg. Ricker t (frs. Pp.) densprasenzstärke des deutschen Heeres al» Jahresdurchschnitt,- p - - - - ----- -
für endliche Anshebung des Kantion-wesevs bei den Reichs- allmählich derart erhöht, daß sie im Laufe bei Rech- gymnastumS oder einer Oberrealschule beizubrimen. Sie wer- bankbeamten. Endlich werden die Matrikularbeiträge geneh- ^03 .^ahl von 495 500 Gemeinen^ Ge- i ten zunächst im Post- und Telegraphendienst auSgebildet:
‘t = dann haben sie ein mehrjähriges Studium durchzumachen, nach
Tagesschan.
Das Militärgesetz hat nach den Beschlüssen in dritter Berathung, abgesehen von den Resolutionen, folgende» Wort-
Staatssekretär v. Podbiel 8 ki macht über den Plan
werden zwei von einander streng geschiedene Laufbahnen er-
osseffor, Postivspektor, Direktor, Postrath u. s. f.; zur mitt-
Laufbahn haben das Reisezeugniß eine- Gymnasiums, Real- gymnastum« oder einer Oberrealschule beizubrinaen. Sie wer-
migt und das Etatsgesetz angenommen. — Nunmehr steht ^^" und Obergefreiten erreicht und in dieser Höhe bis aus der TaglS-Ordnung die erneute Abstimmung über die ^^ 3^- ^^ ^04 bestehen bleibt. An der Friedens- Resolution Prinz Carolath betr. den Reichszu- Präsenzstärke siud die BundeSstaaten mit eigener Militärver- schuß zu den Kosten eines Goethedenkmal, in Straßburg. "?"ung ,nach Maßgabe der Bevölkerungsziffer betheiligt. Die Abstimmung wird durch den Hammelsprung vorgenommen. ^^jähe ig-Freiwilligen kommen auf die Friedent Präsenz«
— 79 Abgeordnete stimmen mit Nein, 75 mit Ja. Das nicht in Anrechnung. In offenen Unterosfinerstellen Haus ist also beschlußfähig. — Die Sitzung w rd um 3 Uhr dürfen Gemeive nicht verpflegt werden. § 3. In Ver-
10 Min. geschlossen und die nächste Sitzung auf 3»/, Uhr anbc- bindung mit der durch § 2 bezeichneten Erhöhung der Frie-
raumt mit der Tages-Ordnung: Anleihegesetz zum Etat in dknspräsenzstärke ist die Zabl der vorhandenen Formationen
2. Lesung, desgl. Schuldeatilgungkgesitz und Antrag, betr. vermehren, daß am Schluffe des Rechnungsjahres 1902
Einstellung eines gegen den Abg. S t a d t h a g e n schweben- destehen: den Strafverfahrens. — Zweite Sitzung um 3*/, Uhr. — Das Anleihegesetz wird debaiteloS genehmigt. Beim Schulden- tilgungsgesetz entsteht ebenfalls keine Debatte. Hiermit ist die 2. Lesung deS EtalS und dem dazu gehörigen Gesetze erledigt. — Es folgt der Bericht der Geschäftsordnungskommission über den Antrag A g st e r betr. Einstellung eines gegen Stadthagen schwebenl en Strafverfahrens. — Gemäß dem Bor- schlage der Kommission erklärt daS HauS den Antrag als , . . ...,„..a.„
durch Beschluß vom 15. Dezember v. J. bereits erledigt. — Formationen Inbegriffen, welche zur Erhaltung und Weiler- Nächste Sitzung: Montag 1 Uhr. TageS-Ordnung: 3. Le- ÄL
jung des Etats.
bei
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der Infanterie .
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Kavallerie Feldartillerie. Fußartillerie. Pionieren Berkehrstruppen
dem Train . .
. . 625 Bataillone, . . 482 Eskadrons, . . 574 Batterien,
In den 482 EskadronS für die
. 38
. 26
. 11
. 23
Kavallerie
Bataillone, Bataillone, Bataillone, Bataillone.
sin) diejenigen
Ablegung der Prüfung als Postreferendar und Assessor gelangen sie bei Gelegenheit in die höheren Stellen. Schlägt der zweite Versuch der Postafsifsorprüfuug fehl, so haben sie aus dem höheren Postdienst auSzuscheiden. Für die Bewerber der mittleren Carriöre ist erforderlich das Zeugniß der Untersekunda eines GymvastumS, Realgymnasium« oder einer Ober- Realschule, »der einer dieser gleichwerthigen Schule. Nach vier Jabren ist die Affistenttn-Prüfunz abzulegev. DieetatS- mäßige Anstellung als Assistent oder Postverwalter erfolgt sogleich auf Lebenszeit. Besonders tüchtige Assistenten sönnen nach Ablegung einer SekretärSprüfvng in Postfekretär-, Ober- postsekretär-, OberpostdirektionSsekretär, oder gleiche Stellungen einrücken. Den bereits in der mittleren Laufbahn Befindlichen werden unter bestimmten Voraussetzungen die Sekretärsstellen zugänglich gemacht werden. Mit Rücksicht auf die Geschäftslage enthalte ich mich weiteren Aeußerungen.
Die Resolutionen werbe« angenommen.
bildung der Spezialtruppe der Jäger zu Pferde (Meldereiter) erforderlich sind. § 4. In den einzelnen Rechnungsjahren unterliegt die Erhöhung der Friedenspräfenzstärke nach Maßgabe des 8 2 diese« Gesetzes und die Bertheilung jener Erhöhung auf die einzelnen Waffengattungen, ebenso wie die Zahl der Stellen sür Osfiziere, Aerzte, Beamte und Anter- osfiziere der Feststellung durch den ReichshaushaltSetat. Artikel II. Für die Zeit vom 1. April 1899 bis zum 31. n - . _ -'------------ März 1904 gilt bezüglich der Dienstpflicht Folgendes: Die
? 1 ?" 3\ Berathung des KultusetatS. — Bestimmungen der 88 1, 2 und 4 des Artikels II des Ge- e ;1 E ken veulicheu Ausführungen setzeS, betreffend die FriedenSpräsenzstärke deS deutschen Heeres, h"te, die Land- vom 3. August 1893 (ReichS-Gesetzbl. 1893 S. 233) blei- Ll n ^^"^'Holstein hätten kein Interesse ben in Kraft. Der 8 3 erhält folgende Fassung: § 3.
r d c Entwickelung des landwirthschaftlichen Instituts der Mannschaften der Fußtruppen, der fahrenden Feldarttllerie
Schluß 33/* Uhr.
Preutzischer Landtag Abgeordnetenhaus.
(Sitzung vom 18. März.)
Am Ministertische: Minister Dr. Bosse und Kommifsariev.
Pslittsche uns «nPolitifche Nachrichten.
(Depeschen-Vureau.Herold'.)
Berlin, 19. März. Dem „Berliner Tageblatt* wird auS Wien gemeldet: Gestern zirkalirte hier ein Gerücht, das schon wiederholt aufgetaucht ist. ES hieß, der präsumtive Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand habe sich mit der ältesten Tochter deS Erzherzogs Friedrich, KorpSkommandant in Preßburg, verlobt. Diese« Gerücht wirb jedoch in Hofkreisen alS unbegründet bezeichnet. ES sei überhaupt jetzt von einer Verlobung deS Erzherzogs keine Rede.
Berlin, 19. März. Dem „Kleinen Journal* wird aus Paris gemeldet: In KaffationShofSkreisen verlautet, daß daS Urtheil in der Dreyf»Sreviston zu Gunsten DreyfuS laute. Der Prozeß drehe sich nur noch um die Frage, ob