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Amtliches Argan für Slaöt- nnö Lsnökreis Hanau.

Erscheint täglich mit AVsVrchMe der Sonn- und Feiertage, mit beLetrisrischer Beilage

Rt. 55

Montag den 6. März

1899

Amtliches. c^anö&rew ^anau.

Bekanntmachungen des Königlichen Laudrathsamtes.

Unter dem Pferdebestande der Pferdehändler Mayer und Kaufmann zu Frankfurt a/M., Bergerstraße Nr. 119, ist die Erkrankung an Rotz festgestellt und die Gehöstssperre augeordnet worden.

Hanau am 5. März 1899.

Der Königliche Landrath.

V. 2172 v. Schen ck.

Dicnstnachlichtcn aus dem Kreise.

Gefunden: Ein Spazierstock. Drei neue Hobeleisen. Ein Impf- und ein Geburtslckein.

Verloren: E-n eingeschriebener Brief mit der Adresse: An Herrn S. Glück, Königshütte in Oberschlesien", ent­haltend eine lange goldene Kette (sogen. Kordelsatzon); gegen Belohnung abzugeben.

Hanau am 6. März 1899.

^taötUreiö ^anan.

Bekanutmachuugen des Oberbürgermeisteramtes.

Bekanntmachung.

Nachdem der Baufluchtlinienplan für den Durchbruch NordstraßeSandeldamm auf Grand des Gesetzes vom 2. Juli 1875 förmlich festgestellt ist, liegt derselbe von jetzt an auf dem StattbLuamt II (Langstraße 41) zu Jedermanys Emstcht offen.

Hanau den 1. März 1899.

Der Magistrat.

Bode. 3579

! einbarurg st att stoben werten. Bezüglich des zweiten Vorbe- Innern von 1897 gehörten den Marktkommissionen auch die Halts beruhigte der bayrische Bevollmächtigte Graf Lerchen Mitglieder der Landwirthschaflskammern c

selb die Sorge des Herrn «chaedlcr. Die Abzg. verpaltung leugne nicht, daß an dieser Einrichtung gewisse v. Staudy, Graf Bernst orff, Wassermann und Mängel haften. Sie beständen aber im Wesentlichen in der Hermes gaben der Zustimmung ihrer Parteien Ausdruck.! Handhabung der Instruktion und nicht in der Zusammen- Die alsdann fortgesetzte Berathung des M i l i t ä r e tat s s setzung der Kommission. Nur wenn die Preisfestsetzungen verlief in ter Erörterung einzelner Fragen von zum Theil dw Kommission nach Ansicht der Intendantur entsprechende geringem politischen Jnter- sse. Der Abg. B e b e l erschien j seien, nehme die Intendantur den Preis an. Eine Preis- noch einmal auf dem Plane mit einem gegen die Freie Volks- grenze sei nöthig; ins Belieben der Provisntämter könne sie bühne gerichteten Theatern rbote des Kommandar ten von i nicht gestellt werden. Innerhalb dieser Grenze seien die Altona. Die Sache erledigte sich aber ohne Sensation durch Proviantämter verpflichtet, möglichst billig zu taufen. Jedes de Antwort vom Regierungslische, daß die bezügliche We- i Proviantamt müsse sich aktenmäßig darüber ausweisen, ob es schwerte noch der Prüfung unterliege, daß aber der Kommandant wr-#«»

für das Verbot wchrscheinlich seine Gründe gehabt haben wird.

Eine weitere Reihe Titel werden den Kommissionsanträgen

gemäß angenommen. Abg. Graf Kanitz (koni.) be­gründet die Refolution des Abg. Grafen Bismarck Bohlen be­treffend die Gehaltserhöhung der Zahlmeister und Militärärzte. Abg. Lieber tritt der Resolution entgegen. Man könne nicht eine besondere Klasse herausgreisen. Abg. Hoffmann - Backnang (dt. Vpt.) befürwortet die Resolution

und sordnt

an.

Die Militär-

den Ankauf aus erster Hqnd gefördert habe, Sie werden

von den Kommissaren des Kriegsministeriums auf das Ein­

gehcndüe tontoliit. An der weiteren Debatte betherligten

sich die Abgg. Szmula, Oertel und Herold. Eine Reihe Titel wird bewilligt. Abg. Jakobskötter (ks.) wünscht im Interesse des Handwerks Eiusch^aukuug und Einziehung der Militärhandwerker. Gereralleutrant Heeringen erklärt, die Armee könne solche Dienstleistungen unzweifelhaft nicht entbehren. Wie weit man dem Wunsche

für die Oberroßärzte Offisiersrang; er werde des Vorredners nachrukommen im Stande fei, könne nur der

Parlamentarisches.

Das Gesetz über die Einrichtung eines bayerischen Senats beim R e ich sm i l itär Heri ch te wurde in der vorgestrigen Reichstagssitzung nach kurzer Debatte in erster und zweiter Berothm g ohne Widerspruch ange­nommen. Während der Freiherr ». H ertling dem Ge­setze lückhaltlos zustimmte, hatte allerdings eine kleine Gruppe bayerischer Centrumsmitglieder unter Führung des Abg. Schaedler einige Voibchalte zu machen, die sich auf die Mitwirkung Bayerns bei etwaigen Aenderungen des Gesetzes und auf die grundsätzliche Wahrung des bayrischen Reservat- rechts bezogen. Zu dem ersten Punkte gab der Rkichskauzür Fürst zu Hohenlohe die Erklärung ab, daß spätere Aenderungen des auf Vereinbarurg mit Bayern bernhenden Gesetzes selbstverständlich ebenfalls nicht obre eine solche Per-

dieses Thema im Reichstag bei jeder Gelegenheit wiederholen. Versuch lehren. Im weiteren Verlauf der Debatte treten Abg. Paaschr (nat.-lib.) schlicht sich den Ausführungen Graf Roon (kons.) Namens der Kommission und Abg. des Abg. Lieber an, ebtn'o die Abgg. Müller- Sa^au und Frege (kons.) für die Erhaltung der kleinen Garnisonen Werner (Res.-Pait.), Letzterer tritt für die Resolution ein. im wirthschaftlichen Interesse ein. Kriegsminister von Abg. v. Kardorfs (Rp.) bedauert, daß das Parlament Goßler erklärt, er theile den Standpunkt des Vorredners

sich mit den Gehaltsfragen der Beamten zu befassen habe.: und kenne den Vortheil der kleinen Garnisonen. Im klebrigen

Redner sei gegen die Resolution und bittet Uebergang zur seien in letzter Zeit eine Reihe solcher errichtet worden. Tagesordnung. Abg. Graf Kanitz (kons.) er klärt, seine Natürlich seien sie kostspieliger wegen der besonderen Schieß- Partei habe sich zur Einbringung der Resolution entschlossen, stände u. s. w. Wenn die Herren noch mehr kleine Garni- ohne ui>f die rasche Erledigung derselben zu dringen. Redner sonen haben wollten, möchten sie nur mehr Truppen be- empfiehlt die Annahme der Resolution. Die Resolution wird willigen. Eine Reihe weiterer Kapital wird den Kom- gegm die Stimmen der Konservativen abgelehnt. Eine missionsanträgen gemäß angenommen. Abg. Pauli Reihe weiterer Titel wird darauf bewilligt. Bei dem Titel (fraktionslos) wünscht Besserstellung der einzelnen militärischen Mannschaften" empfiehlt der Abg. Gröber (Ctr.) die Hülfsbeamten bezw. der Hülfsschreiber in den verschiedenen

Besserstellung der Kapellmeister. Generalmajor Boek er-. kör iglichen Instituten (z. B. der Pulverfabrik bei Hanan rc.)

widert, die Wünsche der Mustkdirigenten takten im Wesent- Die Resolrtion wird abgelehnt. Im weiteren Verlauf der lichen schon Berücksichtigung gefunden. Die Heeresverwaltung Debatte legt Generalmajor Boeck dar, daß die gegenwärtig sei bereit, die kleineren Wünsche des Vorredners in wohl- in Gebrauch befindliche Platzpatrone an Güte und Billigkeit wollende Erwägung zu ziehen. Der Titel wbb hierauf be- von keiner neuer fundenen Platzpattone übertreffen werde. Die willigt. Abg. Herold (Ctr.) empfiehlt den direkten Ver- Heranziehung von Privatpulversabriken für den Militärbedarf k hr der Proviantämter mit den Produzenten. Abg. sei aus mehreren Gründen nothwendig. Die Militärver- Oertel (kons.) schlicht sich dem Vorredner an und klagr, waltnng werde durch dieselben in keiner Weise übervortheilt. daß die Proviantämter zu niebrige Preise zahlten, auf die Der Rest der fortdauernden Ausgaben des Militäretats wird Preise einwirkten und so die Landwirthschaft ichwcr schädigten, genehmigt. Montag Fortsitzung; vorher 3. Lesung der Das fei um so weniger gerechtfertigt, als die Landwirthschafr Vorlage betr. die Errichtung eines bayrischen Senats beim den größten Theil der Heereslar en trage. Generalleutnant Reichsmilitärgerichtshof in Berlin. Schluß 6V1 Uhr.

Heeringen erklärt, die Militärverwaltung stehe den- * * *

Wünschen des Vorredners sympathisch gegenüber, aber die Die am Samstag vom Abgeordnetenhause zu Ende finanziellen Rücksichten dürften nicht außer Acht gelassen geführte Berathung deS Extraordinariums der Eisen­werden. Nach Verfügung des preußischen Ministers des dahnverwaltung gab einigen zwanzig Rednern Gelegen-

LsrriArtsir.

Huttens letzte Tage.

Ein Hinweis auf sein vaterländisches Wirken.

(Schluß.)

In den heftigen Angriffen seiner vernichtenden Anklage­schrift gegen den Herzog Ulrich von Württemberg, der ihm einen Vetter in meuchlerischem Ueberfall^avs eifersüchtiger Wallung erschlagen, zeigte sich die ganze Schärfe und leiden­schaftliche Kraft von Huttens nie ruhender Feder; sein Witz machte ihn als einen der gewandt-sten Mitarkeiter an den satirischen Briefen der Dunkelmänner" gefürchtet und be- rühwt. Von einer weiteren Reise zurückgekehrt, die ihn zum Zweck der Vollendung seiner Studien und Wanderer- Mission ein zweites Mal nach Italien geführt, finden wir den auch in Kriegsgeschäften schon bewährten tapferen Ritter in Augsburg von der Hand Meximilians mit dem Dichter­kranze geschmückt, in angesehener Lebensstellung und anscheinend aus der Höhe des Glücks.Auch er träumte einmal den Traum eines einfach menschlichen Daseins in den friedlichen Schranken der Natur und der Sitte . . . ." sagt Strauß in der Lebensbeschreibung Ulrichs von Hütten. Andere Zeiten brachen herein und beeinflußten auch die verhältnißmäßig ruhig dahinzielende Lausbahn Huttens. Die Kaiserwahl, nach Maximilians Tod aus dessen Enkel Cail gelei kt, wurde besonders durch Franz von Eickingens kräftigen Einfluß gefördert und durch den Erzbischof Albrecht von Mainz lebhaft unterstützt. Diese große Veränderung ließ Hütten Vieles von der Zukunft erwarten. Von römischer Seite harte man der Wahl Carl V.

zu Gunsten des französischen Königs entgegengewirtt. Jetzt schien der Zeitpunkt gekommen, den jungen Kaiser in d.e Bahn dem deutschen Lande dienlicher Reformen zu lenken. Die Bedeutung Luthers, dessen Leipziger Disputation mit Eck ihm erst als Mönchsgezänk erschienen, hatte Hurten in zwischen erkannt; er wußte Sickingen für Luthers Sache und da Jener persönlich bedroht schien, zu seinem Schutze zu be­stimmen; den ihm gebotenen Aufenthalt auf der Ebernburg nahm indessen Luther nicht an. Burg Steckelbeig, der heimische Stammsitz, wurde in dieser Zeit die Werkstatt Huttens, von der aus er seine Flugblätter eifrig verbreiten, ji wo er sie selbst im Druck vervielfältigen konnte. Noch befand er sich in dem zwar ungebundrnen Dienstverhältniß zum Mainzer Erzbischof, der ihm ein freies Wort, selbst ein gesährlicheS gestatten mochte, doch hatte ihn diejer vom Hofe entfernt und nun war er genöthigt, bei Albrechts Abhängigkeit von Rom auch duse Fessel ganz zu brechen. Frei und pr eisgegeben warf er der römischen Tyrannu, die er bekämpfte, offenen Visirs den Handschuh hin im sicheren Gesühl gerechter Sache. Der Erz- bischof schonte ihn noch und Hütten gelang es, der Verfolgung in seiner Freunde festen Burgen Trotz zu bieten. In den nächsten Jahren zumeist an Sickingens Seite weilend, machte ihn kein Anschlag seiner Feinde auf Freiheit undPeben zittern und nur mehr zum Lieblinge des Volks, dem die Wahrheit feiner flammenden Worte, in d/r Kraft ihrer deutschen Laute hinausgerufen, zündend ein Helles Feuer des Verständnisses weckte. DieKlag und Vermahnung" an die römische Curie, die erste seiner deutsch geschriebrneu Kampf- und Wtv theidigurgsschiiften, zeigt die ganze kernhafte, treuberzige Art dcutsct er Ausdrucksweise. Das deutsche Volk findet er von allen ausländischen Mißbrauchen bedrückt; er hofft noch auf eine Abwehr vor römijcher Gewalt durch Kaiser Carl.

UeberaH zeigt sich, sein warmes Empfinden für das allgemeine Beste, dem er sich opfert Die Verschiedenheit der An­schauungen und die Zurückhaltung Luthers trennte diesen von dem vorwärts stürmenden Feuergeiste Hutiens, den der Kaiser übrigens gewähren ließ. Das Verhängniß dieses Zwiespalts, dem Hütten wie Sickingen im Widerstände erliegen mußten, ließ das Werk, das sie begonnen, unvollenset. Einer späteren Zeit sollte es vorbehalten sein, dasselbe zu nationaler Einheit weiter auszubauen. H.

Frankfurter Theater-Stepertotr.

Opernhaus. Dienstag, den 7. März:Der flie­gende Holläoder". Gew. Preise. Mittwoch, 8 ; Sechstes Abonnemevtskonzert unter Mitwirkung des t. k. Hofopern- dttektors Gustar Mahler aus Wien, sowie des F-l. Hedwig Schocko, unter Leitung des Herrn Kap-llmeisierS Or. Rettm- berg. Ksvzert Preise. Donnerstag, 9.;Die Kintgin von Saba". Gew. Preise. Freitag, 10.:Der Z-geuner- oaron". Ermäßigte Preise. Samstag, 11.:Der Frei­schütz". Gkw. Preise. Sonntag, 12., nachmittags 31/» Uhr:Der Vogrluäwdl-l". Erwäß. Preise. Abends 7 Uhr: Zum ersten Male:Matteo Falcone". Große Preise.

Schauspielhaus. Dienstag, den 7. März:Der Hüttenbesitzkr". Gew. Preise. Mittwoch, 8.;Dir Be­freiten".Sittliche Forderung".Abfchieo vom Regiment". Die Lore". Gew. Preise. Donnerstag, 9.:Clavi .o". Hierauf:Der zerbrocheve Krug". Gr. Preise. Freitag, 10.;Die Räuber". Gr. Preise. Samstag, 11.;Oer Kaufmann von Venedig". Große Preise. Sonntag, 12., nachmittags 3'/, Uhr:Im weißen Rößl". Kleine Preise. Abends 7 Uhr:Fuhrmann Henschtt". Gew. Pr. Mon­tag, 13.:Der Vozrlhändler". Gew. Preise.