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Nr. 54

Erstes Blatt

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Amtliches Organ für Htaöt- unö Lauökreis Hanau

Krscheist täglich mit AvsKshme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Amtliches

S1«Stkvsrs «jaemaM..

. Ausschreiben.

Als gestohlen dahier augehalten: Drei junge

Ei«rüS,»,S.

gebühr

für Stadt- und 2a* kreis Hanau 10 ^ * ^gespaltene Garmorch« zelte oder beten Raum, für Auswärts 16 ^

Im Reklamentheil dir Zeile 20 ^, fix «uSwärts 30 ^.

1899

Angriffen auf das Heer einig fühlen. Im Centrum be- sie aber bereit sei, m t den anderen Parteien Schulter an grüßte man die starke Hervorhebung des religiösen Gesichts Schulter für das gemeinsame Vaterland und für die Armee Punktes aus der nationalliberalcn Partei mit ersichtlicher Be- -i»"-^-»-» r«;<- r^oa n«

friedigung, und es war nicht gerade ein Beweis hervorragenden politischen Taktes, daß der Abg. Gröber zur Antwort das

- , . . _ - . , - "llsttge Gespenst des begrabenen Kulturkampfes beschwor, währender

Hühner, zwei davon tm G.steder dunkelölau bis schwarz, das in der Sache selbst - bis auf die Beurtheilung der gegen dritte schwarz und weiß. - Waffe: Deutsche Landhühner ,inen Reservisten wegen seines gerichttichm' Bekenntn.ff.S zur Der rechtmaßrge Elgenthu^er btefer Hühner wolle sich bet Sozialdemokratie verhängten militärischen Strafe - mit dem ber Königlichen Polizeidirektion dayrer, Zimmer Nr. 15,. Vorredner und dem Kriegsminister durchaus übereinstimmte. t"^5^' . ! Der Avg. Bebel griff das Kulturkampfthema begietig auf,

Hanau am 4. März 1899 um durch Verschärfung einer vermeinlltchen Differenz dem

Köntgliche Polrzeldrrektron. : ungewollten Effekt eines Vorstoßes, der sich in dem Zu-

v. S ch e n ck. ; sammenjchluß der staatserhallenden Parteien zeigte, zu para-

^lisiren. Es wurde ihm ni^ von feiner Seite her Gefallen gethan, darauf nochmals anzubeißen, und der Eindruck des

einzutreten. Hiermit schloß die Debatte, sie in einem ganz anderen Sinne bedeutungsvoll geworden ist, als die Sozial- demokraten, als ftcfie begannen, gemeint hatten. Auf der eutiger. Tagesordnung steht das Gesch wegen des bsyerischen Senats beim Reichsmilitärgericht.

P. 2194

^anößrew ^anau

Das Ab geordnetenhaus erledigte in seiner gestri­gen Sitzung das Ordiuarium des Etats der Eiserbahuoer- waitung unverändert unter Ablehnung aller dazu gestellten Aniräge. Beim Titel 1 der Einnahmen aus dem Personen- und Güterverkehr wurde ein Antrag Wetekamp, wonach die Eisenbahnverwaltung gehalten sein sollte, ermäßigte Fahr­karten für Arbeiter mindestens in dem bisherigen Umfange zuzulassen, a b g e l e h n f, nachdem die Redner der beiden konservativen Fraktionen darauf hingewiesen hatten, wie un­zweckmäßig es fei, die Eisenbahnverwaltung in dieser Hinsicht ihrer Bewegungsfreiheit zu berauben. Die weitere Etats- berathuUq drehte sich zumeist um Fragen von minderem Be­lang. Eme Beschwerte über Vernachlässigung der Provinz Pommern seitens der Eisenbahnverwaltung gab dem Minister der öffentlichen Arbeiten Gelegenheit zu dem Hin- weile, ö«ß für die Provinz Pommern mehr als 3 Millionen

F'^k°^ seiner Angriffe blieb ««beeinträchtigt. Er trat denn Bekanntmachungen ief> ^röNtguchtN ^anßialhsamlts. guch den Rückzug an, iulem er zugab, sich inNebendingen"

Unter Hinweis auf die Bestimmungen im Artikel 80. geirrt zu haben, und sich emphatisch dagegen verwahrte, daß Nr. 1 und 2 der Anweisung vom 31. August 1894,Zu- er die Armee oder deren Leitung hätte angreifen oder für unb Abgänge bei der Einkommen- und Ergänzungssteuer die von ihm behaupteten Vorkommnisse verantwortlich machen betr.", veranlasse ich die girren Bürgermeister und Guts- wollen. Dies hinderte ihn indeß nicht, wieder mit der B,- vorsteher, die Einksmmen- U«d Ergänzungsstttter- schuldigung zu schließen, oaß in der Armee mit verschiedenem Z«- und Abgangslisten für das.II. Halbjahr 1898/99 Maße gemessen werde. Der Kriegsminister v. Goßler bis spStestens den 20. d. Mts. an mich einzureichen. i wics dies entschieden zurück. Er rechnete Herrn Bebel noch-

Die Liften sind nach den diesseits geprüften und vervoll- mals die nicht nebensächlichen, sondern sehr »eseutlichen Jrr- ständigten Auszügen aus den Zu- und Abgauzskontrollen' thümer vor, die ihm gestern wieder in seinen thatsächlichen aufzustellen und mit den Belägerr, welche gehörig geordnet! Angaben untergelaufen sind, und kenn-nchnete dann treffend und geheftet sein müssen, zu versehen. ! seine Manier, Arf.ageu zu stellen, nicht aus Interesse für

^ Hierbei ist' der Erlaß des Herrn Finanzminisiers vom-die Armee und um Auskunft zu erhalten, sonveru um...........ül^^ ^^ o^^^u^^^ur^

Febr. 1893 zu beachten, wonach die Listen in den Gewöhne genaue Kenntniß noch vor der Beantwortung der!vorkämen, so liege dies in der Gesetzgebung unb in der Na- meinde-(Guts-)B?zirken getrennt ttckch ben Steuern: Fragen thatsächliche Darstellungen zu geben, die der Wahrheit 4w h^ @^Ae- mm« f«h#ffw x« ciwMitSiÄ ga m. einerseits von physischen Personen mit Jahreseinkommen von nicht entsprechen, aber in der einseitigen Mittheilung der so-

Mark an Staatsbeihilfen zum Bau ooa Kleinbahnen bewilligt worden sind, und daß dadurch, sowie infolge sonstiger Förde­rung durch die Staatsbehörde nunmehr gerade in der Provinz Pommern die Kleinbahnen eine alle übrigen Landestheile weit übertreffende Entwickelung erlangt haben. Wenn Beschwerden wegen deß langsamen Ganges des Kouzessisusverfahrens öfters

nicht mehr als 3000 M., andererseits von physischen Per­sonen mit höherem Einkommen anzulegen sind.

Ich bemerke hierbei, daß in die Abgangslisten auch die im Berufungsvei fahren entstandenen Ermäßigungen und Freistellungen ausgenommen werden müssen.

In denjenigen Gemeinden und Gutsbezirken, in welchen keine Zu- und Abgänge an Einkommen- und Ergänzungs- steuer vorgekommen sind, wollen die Herren Gemeinde- und Gutsvorsteher Fehlanzeige erstatten.

Hanau am 2. März 1899.

Der Vorsitzende

der Einkommensteuer-Veranlagungskommission für den Landkreis Hanau.

J.St. 1042 J. V.: vr. Becker, Reg.-Assessor.

Die durch meine Bekanntmachung vom 27. v. Mts. A. 863 zwecks Vornahme einer Stempel-Revision unge­ordnete Einreichung der Protokolle und Verträge über Ver­käufe, Verpachtung von Grundstücken rc. ist, da die Revision ausgesetzt ist, nicht erforderlich.

Hanau am 2. März 1899.

Der Königliche Landrath, v. Schenck.

tur der Sache; wenn indessen die Interessenten sich durch die zunächst zuständigen Instanzen beschwert glaubten, sollten sie

nicht entsprechen, aber in der einseitigen Mittheilung der fo^ , u o____,_,____D______..,

zialvemokratischen^Presse verbreitet werden. Noch näher ging nur- Getrost beim^MiEer der öffentlichen"ArHten vorstellig der Freiherr o. Stumm auf die Zuverlässigkeit der vom wetten und dürften eitler wohlwollenden Prüfung ihrer An- Abg. Bebel gewohnheitsmäßig amgrftellten Behauptungen liegen gewiß sein. Nachdem der Minister noch den Ungrund ein. Daß er dabei, einekürzliche Veröffentlichung deS sozial- mehrerer, vom Abg. Goldschmidt auaeführten Fälle, be-

Jn der Stallung des Weichenstellers Jgnaz Herzog in Kahl a/M. ist die Maul- und Klauenseuche erloschen und die Gehöftssperre wieder aufgehoben worden.

Hanau am 2. März 1899.

Der Königliche Landrath.

V. 2072

v. Schenck.

In Ossenheim bei Friedberg ist die Maul- und Klauen­seuche ausgebrochcn und sind die erforderlichen Sperrmaßregeln angeordnet worden.

Hanau am 3. März 1899.

Der Königliche Landrath.

V. 2133 v. Schenck.

Parlamentarisches.

Im Reichstage knüpften sich gestern bei der weiteren Be­rathung des Militär-Etats noch längere Debatten an die vorgestrige Rede des Abg. Bebel und die darauf ertherlte Antwort des Kriegsministers. Dieser letzteren trat der nationalliberale Abg. Dr. Paasche in allen Punkten ent­schieden bei. Die energische Art, mit der sich dieser Redner gegen die Untergrabung der Zucht und Ordnung und zumal auch der Religiosität durch die Sozialdemokratie wandte, fand .... ,,--------------,_,o

lebhaften Beifall; aus dieser Linie konnte die überwiegende die Erklärung abgab, daß die CentrumSpartei zwar noch Mehrheit deS Hauses sich gegenüber den sozialdemokratischen Forderungen bezüglich der Kongregationen u. s. w. habe, daß

demokratischen Parteiblattes erwähnend, von durch denVor­wärts" gestohlenen Briefen sprach, rief einen Zwischenfall hervor, in dem wieder der freisinnige $i^prafitent Schmidt den Sozialdemokratin entgegenzutreten hatte. Die Herren ver­langten nämlich nichts weniger, als daß der Präsident für dtNVorwärts" mit einem Ordnungsrufe einspringe, was Herr Schmidt trotz der Erklärung deS Herrn Singer, daß drei Redakteure desVorwärts" Mitglieder des Hauses seien, natürlich mit Entschiedenheit ablehnte. Indem man das nicht mehr haltbareMaterial" unvermerkt fallen ließ, zog man sich auf den einen Fall des Elbinger Reservisten zurück, in dem, wie gejagt, getheilte Auffassungen her- für ist'Samstag, 11. Mär/ ins Auge gefaßt und als Lokal vorgetteterr waren. Der Abg. Stadthagen forderte die Aula der Oberrealschule vorgesehen. Als Vortragender ist die Mrtthnlung der Versüzung, auf Grund deren das Herr Maler C. W eidmanu-Lübeck, ein überzeugungs- Bekenntniß zur Sozialdemokratie in der Armee treuer Anhänger der KoloniÄbewegung, gewonnen worden, strafbar sei, worauf v« Seiten der Militärverwaltung er-- * Die C-rnic-li«s - Ausstellung in der Aula der

mdeit wurde, daß der vom Jahre 1894 stammende Miss- i^l Zeicheu-Akasewie erfreute sich im Laufe dieser WoKe Nisterialerlaß in gewissen Zeiträumen ^ur allgemeinen Kennt- eine» sehr rege B-iuchrs nicht allein von Seiten der hiesigen niß gebracht werde und im Jahre 1897 vom Reichsanzeiger Ginwon,er, sonde-n auch dm auswärts. Daß der veistsr- veröff-ntlicht worden sei. Das Focit der Verhandlung bene Künstler auch tu £eu Kreisen der arbeitenden Bevölke- wurve wie folgt gebogen: Die Abgg. v. Tiedemann undi rung hschaeachtet und velehrt, dafür spricht der Souutags- Gmf Kl in ckow stroem stellten fest, daß das dürftige undBesuche So bksichtfften am irrten Sonntag allein nahe an nicht einmal zutriffende Beschwerdematerial, das als Aus- 800 Personen die Ausstellung und f^santt bet Besuch an heute eines ganzen Jadres aus der Verwaltung eines so Wochkstagen zwiichm 3400. S-Ib't bei zeitweiser Ueber- großen Körpers wie des deutschen Heeres, von den Sozial- ~ ~

demokraten beigebracht werden konnte, der beste Beweis ber tadellosen Haltung des deutschen Offizierkorps in seiner All­gemeinheit sei. Die erkärmlich kleinliche ur.d unwahrhastige Art der sozialdemokratischen Angriffe gegen die Armee wurde vom Abg. Stöcker in vortrefflicher Weise dadurch ins Licht gestellt, daß er diesen Angriffen die Leistungen und die Be­deutung bei deutschen Hecres, der vollendetsten Einrichtung die wir überhaupt besitzen, gegenübe. stellte und insbesondere hervorhob, daß unser Heer sich vor aßen anders Armeen durch den Geist der Kameradschaft zwischen Vorgesetzten und Untergebenen und durch ernste Pflichterfüllung ohne renom mistische Ueberhebavg auszeichve. Graf Oriola versicherte, daß der Abg. Paasche im Sinne der vationallcheralen Partei gesprochen habe, und richtete an die ZentrumSpartei einen warmen Appell, nicht die Gegensätze hervorzukehren, sondern sich mit den Parteien zur Rechten und zur Linken zum Schutze der sittlichen Güter der Nation gegen den Umsturz zusammen- zuschließen, worauf der Abg. Groeber seine vorherigen Äeußrrungen erläuterte und gewissermaßen entschuldigte und

treffend die Löhnungsverhältnisse der Werkst ätter-Arbeiter, nachgewiesen hatte, wurde die Fortsetzung der Verhandlung aus heute Vormittag 11 Uhr vertagt.

Aus Stadt- und Landkreis Hanau.

Nachdruck unserer Lokalartikel nur mit Quellenangabe »Han. ^n?." ____ ____ -gestattet. ;

* Kolonialpolitischer Vortrag. Wir machen be-

reitS heute darauf aufmerksam, daß die deutsche Kolonial- gesellschaft hier einen Vortragsabend arrangiren wird. Hier-

füllsn^ ?er Ausstellung herrschte an Sonntag eine geradezu

Die heutige Nnwwer umfaßt außer dem UnterhaltungSblatt 16 Seiten.

pietätvolle Ruhe und Ordnung unter den Besucher«. Morgen Sonntag ist der letzte Ausstellungstag; geöffnet von 912 vna 2-6 Uhr.

* Stadtth/ater. Morre's prächtiges, gesundes und hier besonders beliebtes VolksstückS'Nullerl" geht morgen mit Herrn Hille der ja schon als Wurzelsepp-seine be­sondere Begabung für Dialekt-Rollen erwiesen hat als Nullerl in Szene. ES sind außerdem noch die Damen Krause, Jüngling und Köller und die Herren Lin- zen, Gehrmann, Stieler, Taube hervorragend be­schäftigt. Die nächste Rolle von Dir. Iaritz wird am Mittwoch der Röcknitz inGlück im Winkel" sein und Dir. Oppmar spielt kurz darauf den Onkel Christian in Max Drey-rsIn Behandlung".

* Stiftungsfest. Das morgen stattfindende 12. Stif- tungSfest deö Kaufmännischen VereinS beginnt um 5 Uhr nachmittags; Saalöffnung 4Vt Uhr.

Abonnementskonzert-Centtalhalle. In Jnsera- tentheile der heutigen Nummer befindet sich das Programm deS 5. Abonuementskonzertes, das nächsten Montag in der Centralhalle abgehalten wird.