Einzelbild herunterladen
 

«wweeweatl. Preis:

HshEch 9 M. WMHrl. 4^50^.

WertchLhrlich 3 ^ 25 ^

Mr «nSwärtize O&WwwRtw mit da» betnffeuden Beaufschlag.

Sie einzeln« Hummer kostet

10 *

Si»«k»»GA. S-Kühr

für Stadt- und £«* kreis Hanau 10 ^ He 4gespaltene Garmond- zeile oder deren Raum, für Auswärts 15 4

Im Reklamentheil die Zeile 20 ^, für

Auswärts 30 ^.

Erscheist täglich mit Ass nähme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Nr. 53.

Freitag den 3. März

1899

Amtliches ^taöt&wi# ^anau

Reich eine Gelegenheit nicht ungenützt lassen, sich den Reichs­landen einmal von einer einnehmenderen Seite zu zeigen, als es sonst im Allgemeinen der Fall sei. Für den Antrag Das Ausschreiben vom 18. Januar b. I., P. 593, stimmten die gesammte Linke, der größte Theil bet Reichs- betreffend Auskunft über den Aufenthalt des unter Polizei-partei, namens deren der Abg. v. Tiedemann für die aufsicht stehenden Cigarrenmachers, auch Taglöhner, @uftae! -

Böhm, gent. Traubert, aus Hanau ist erledigt.

Hanau am 25. Februar 1899.

Königliche Polizeidirektion.

P. 1973 I. A.: Dr. Becker, Reg.-Asfiffor.

______ ^anö&rew ^anau.

^ekannlmachuligen des Königlichen Landrsthsamtes.

Unter bem Pferdebestande des Gutsbesitzers Wilhelm Koch auf der Bruderdiebacherhvfmühle ist die Pserdestaupe (Influenza) erloschen.

Hanau am 2. März 1899.

Bewillignng sprach, und die Antisemiten, vom Centrum der Frhr. ». Hertling, insgesammt 91 Stimmen gegen 84. Die Abstimmung war, weil die Beschlußfähigkeitsziffer nicht erreicht wurde, ungültig und wird zu geeigneter Zeit wieder­holt werden. Der Zuschuß von 30,000 Mk. zu den von Prof. Kehrbach herausgegebenenMonumenta Germaniae paedagogica wurde nach warmer Befürwortung ohne Wider­spruch bewilligt.

V. 2092

Der Königliche Landrath, v. Schenck.

Jn Großlrctzenburg ist die Maul- und Klauenseuche erloschen. Die Sperrmaßrigeln sind aufgehoben worden.

Hanau am 3. März 1899.

zur Verfügung ständen, so gäbe es nur zwei Deckungsmög lichkeiten: entweder Schuldenmachen oder Erhöhung der Ein­kommen- und Ergänzungssteuer. Ueberbem habe in den letz­ten Jahren eine so übermäßige Steigerung der Inanspruch­nahme der Eisenbahnüberschüsse für allgemeine Staatszwecke, wie behauptet worden, nicht stattgefunden. Auch seien der Eisenbahnverwaltung gerade in den letzten Jahren von ihren Betriebsüberschüffrn erhebliche Summen für ihre eigenen Zwecke wieder zugeführt worden. So standen der Eisen- bahnverwaltung 180 Mill. mehr als sonst für außeror­dentliche Aufwendungen zur Verfügung, die noch nicht ein­mal völlig aufgebraucht sind. Auch die außerordentlich hohe Dotirung des Extraordinariums mit 9 pCt. der Einnahmen, sowie die Vermehrung der dauernden Ausgaben persönlicher Natur um 50 Millionen gehört hierher. Die Kulturauf- gaben des Stcates machen auch in Zukunft ein Steigen der Ausgaben zur Nothwendigkeit, daher kaun von einer Fixirung des Beitrages der Eisenbahnverwaltung zu den allgemeinen Staattzausgaben auf den jetzigen Betrag keine Rede sein. Die jetzige Blüthe der Industrie sei bei den bestehenden Tarifen erreicht worden; die Höhe dieser Tarife sei daher im Großen und Ganzen mit den wirtschaftlichen Verhält-

V. 2134

Der Königliche Landrath, v. Schenck.

Dicnstiiachlichtln aus dem Kreise.

Gesunden: Ein kleines altes Handkörbchen. Ein Messer mit 2 Klingen und 1 Korkzieher.

Verloren: Gene goldene Herrenuhrkette mit Petschaft ohne Monogramm. Eiu schwarzlederneS Portemonnaie mit ca. 77 M. Inhalt. Zwci goldene Ringe mit je drei Chattung ohne Steine.

Vom Wasenmeister eingefangen: Ein weißer Bernhareinerhund mit gelben Abzeichen, m. Geschl.

Hanau am 3. März 1899.

Bekanntmachung.

Unter Bezugnahme aus unsere Bekanntmachung vom 16. November 189» wird der Handel mit Klauenvieh im Umher­ziehen im Kreise Offenbach aus Grund des § 56b der Reichs­gewerbeordnung bis zum 1. April 1899 hierdurch verboten.

Offenbach den 28. Februar 1899.

Großherzogliches Kreisamt.

J. V.: Hölztnger.

Alsdann ging das Haus zum Militär-Etat über. Einige Beschwerden des Abg. L i n g e n s über ungenügende religiöse Fürsorge für die katholischen Mannschaften begegnete der Kriegsminister v. Goßler mit dem Nachweise, daß die Katholiken in der Armee hinsichtlich der finanziellen Aufwen­dungen für ihre kirchlichen Bedürfnisse gegenüber den Pro­testanten sogar bevorzugt sind. DerKirchenbesuch werde nicht beschränkt; über diese Frage, ob der Knchinbisuch obligatorisch zu machen sei, seien Erhebungen vorgenommen worden, deren Ergebniß noch nicht vorliege. Der Abg. Bassermcknn nahm sich der Wünsche an, die in gewerblichen Kreisen be-! wendige und nützliche Tarifherabsetzungen nicht ausgeschlossen, züglich der Befähigung gewerblicher Schulen zur Ertheilung aber es müsse Vorsicht geübt werde«, namentlich gegenüber des Zeugnisses für den einjährigen Dienst gehegt worden, i nicht nothwendigen und solchen Tarif-Herabsetzungen, welche nur Der Kriegsminister wies demgegenüber darauf hin,^einzelnen Interessenten zu Gute kommen würden. Der daß das Berechtigungswesin seiner endgültigen Neuordnung! Minister nimmt es als sein verfassungsmäßiges Recht und erst durch die weitere praktische Entwickelung eutgegengeführt seine verfassungsmäßige Pflicht in Anspruch, vom finanziellen werden könne. Hierauf kam eine längere Rede des Herrn f Standpunkte bei der Verwaltung der Eisenbahnen mitzu- Bebel, die den Club der Harmlosen und ähnliche sevfa- s wirken; eine allzusehr in die Details sich erstreckende Kontrole tionelle Zeitungsstoffe gegen den Offizierstand auszubeuien der Eisenbahnverwaltung verbiete sich indessen um deswillen, versuchte und an einer Reihe einzelner Fälle die Militärjustiz weil dem Finauzminrfter die Möglichkeit fehle, eine so große, als eine ungleiche gegenüber den Offizieren und Gemeinen vornehmlich technische Verwaltung, wie die des Eisenbasn- argriff. Daran schloffen sich die Mishandluugsfälle undBe-> Wesens, zu übersehen. Der Minister erklärt es für eine fdp inerten darüber, daß die militärischen Behörden die sozial-reine Legende, wenn davon gesprochen werde, daß der Finanz- drmokratische Gesinnung Untergebener nicht ignoriren. Der minister eine entscheidende Einwirkung auf die Verwendung Kriegsminister v. Goßler ging auf das vorgebrachte Ma-; der dem Minister der öffentlichen Arbetten zur Verfügung terial, so weit es ihm bekannt war, ein und erlöuteite inS- gestellten Mittel in Anspruch nehme. Eine vollständige

besondere, indem er die Angaben des Vorredners in wesent- Trennung beider Refforts sei unmöglich, aber auch nicht

lichrn Punkten berichtigte, den BegnadigungsfaT Brüsewitz, nöthig, da beide R-fforts sich immer leicht und bequem Der» ben in den Zeitung« n besprochenen Fall dr s Rittmeisters Graf ständigt hätten. Beide trachten übereinstimmend darnach, den

Stolbcrg und den Fall disziplinarischer Bestrafrng eines Staatsbahubetrieb in der dem Gemeinwohl förderlichsten

Reserve-Unteroffiziers, der sich vor Gericht, angeblich unter Weise auszugestalten. Der nunmehr das Wort ergreifende Eid, als Sozialdemokrat bekannt hatte. Bezüglich des letz- - ....... - . .

tertn stellte der Minister fest, daß die Aussage vor der Ver-

Bissen des Landes vereinbar. Für die Zukunft seien noth

___ Bekanntmachung.

Der Bürstenhändler Daniel Rehm II. hat seinen von dem unterfertigten Amte unterm 19. Januar l. Js., sub Nr. 304 des Verzeichnisses, zum Handel mit Bürsten, Schruppern, Kokosmatten, xolzwaaren, Schwämmen, Fenster­leder und Seilerwaaren ausgestellten Wandergewerbefchein verloren.

Demselben wurde aus Ansuchen heute ein Duplikat- Wandergewerbeschern ertheilt und wird deshalb der zu Verlust

nehmung geschehen ist unter Umständen, die dem Soldaten nach Maßgabe der besehenden Vorschriften die Pflicht aufer- legt hätten, zu erklären, die Aussage sei ihm verboten. Die Militärbehörde sei zum Einschreiten dadurch veranlaßt wor, den, daß die sozaildemokratische Priffe jene Aussage auszu- bcutin begann. Auf die Schlußausführungen des Abg. Bebel erwiderte er, so lange er an seiner Stelle stehe, werde Alles geschehen, um den Einfluß der Sozialdemokiatie aus der Ar-

!Minister der öffentlichen Arbeiten bemerkte zu­nächst in einer Richtigstellung, er habe nur bedingungsweise davon gesprochen, daß die Eisenbahnverwaltung an der Grenze

ihrer Leistungsfähigkeit angelangt sei. Im Ruhrrevier seien im vergangenen Winter täglich 18 000 Güterwagen allein für Kohlen und Erze gestellt worden; 18 000 hätten schon vorher für diesen Zweck bereüstehen müssen. Der Erweite-

rung der Rangirbahnhöfe stehen große Schwierigkeiten in den örtlichen Verhältnissen entgegen, unb es bildet eine ernste Frage der Eisenbahnverwaltung, wie sie den Verkehr bei weiterem

gegangene Schein jür ungültig erklärt. Bergzabern den 25. Februar 1899. Kgl. Bezirksamt.

J. V.: Dr. Hahn.

3389

Parlamentarisches.

Im Reichstage stieß gestern der vom Abg. Prinzen Schönaich-Carolath beantragte Reichsbeitrag für ein Straßdur ger Goethe-Denkmal bei der weiteren Berathung des Etats für LaS ReichSamt des Innern auf eine starke Opposition im Centrum und aus der Rechten. Die Abg. Fritzen, Graf Limburg-Stirum und Graf Roon gaben der Meinung Ausdruck, daß das Reich keine Veranlassung habe, zu einem Denkmal, das das Reichsland selbst sich setzen könne, etwas beizusteuern, »ud der letztge­nannte Redner fügte noch daS weitere, wohl nicht ganz glücklich gewählte Argument hinzu, daß Geelhe in Straßburg noch nichr der berühmte Dichter gewesen sei. Hiergegen wurde

mee fern zu halten. In Bezug auf das Hazardspiel wurde Ansteigen derselben bewältigen soll. Die Frage werde dem- vom Minister die bereits in der Kommission gegebene Er- i - - - -

k.ärung wiederholt, daß. seitens der Kommandobehörde nach langen. Die letzthin verlauteten "Beschwerden braun- dkm Willen Sr. Majestät des Kaisers Alles geschehe, um die schweigischer Eisenbahnintereffenteu aulaugend, erklärte der schwebende Untersuchung zu erleichtern. Das Hazardspiel unter! Minister, daß er in dem zur Beschwerde Anlaß gebenden den Offizieren habe erheblich abgenommen; gegenüber verein-' Spezialsalle durch das Kleinbahngesetz gebunden gewesen sei, zelten.beklagenikwerthen Vorkommnissen dürfe man nicht bie, im übrigen verständige er sich mit der braunschweigischm Re- ! unerhörten Versuchungen außer Acht lassen, die an uuer- gierung durchaus ohne Schwierigkeit. Allerdings erhebe die fahrene junge Offiziere herantreten. Heute wird die Be- Stadt Brauuschweig sehr weitgehende Ansprüche an die Eisev- rathung sortgesitzt. dahnvcrwattung, welche längere Verhandlungen erforderlich

Der Präsident Graf B a l l e st r e m unterzog sichmit machten, ebenso wie dies aus analoger Verauloffunt mit den Bedauern" der Pflicht, die evangelischen Mitglieder des Hauses preußischen Städten der Fall sei. Von den hierauf folgende« gegtn die vorher üb eierte Bemerkung feines Parteigenossen Ausführungen der Redner aus de« Hause veranlagten die Lingens, daß die deutschen Protestanten nicht tolerant seien, nachträglich in Schutz zu nehmen.

nächst bei Einbringung der Kanaloorlage zur Erörterung ge­langen. Die letzthin verlauteten Beschwerden braun-

*

* Bei der gestrigen Fortsetzung der Generaldeb rtte deS

Darlegungen der »ationalliberalen Wortführer ». E n und Dr. van der Borght den Vizepräsidenr.

des Staatsministeriums zu einer Replik, die, mehrfach an das bereits mitzetheilte Expofä anknüpfend, ins- AbgeordnetenhauseS über den Eisenbahnelat plaitirte besondere betonte, daß in den Bestrebungen der Regierung als erster Redner Abg. v. Arnim für Anlegung von!wegen Ermäßigung der Gütertarife keine Stockung einge- Schleppbahnen mit schweren Schienen, schweren Lokomotiven treten sei. Weitere Tarifhrrabsitzungm seien demnächst zu ge- unv großen Güterwagen bis zur Tragfähigkeit von 50 Tonnen, j »artigen. Jede Sitzung des Landeseisenbahmaths koste, Nach ihm ergriff der Vizepräsident des StaatS- uuter diesem Gesichtswinkel betrachtet, mehrere Mllionen Ministeriums das Wort behufs Wiederlegung der Tags Mark. Er, der Minister, habe es stets für bederklich er-

aus das Coestner Denkmal b<8 jungen Bitmaick Hingewiesin, zuvor gefallenen Sem in gelungen der Finanzverwaltung und achtet, die Staatsausgaben in besonders hohem Maße auf und gelten b gemacht, daß gerade das Jugendbild des Dichters, ihrer Einwirkung auf die Eisenbahnverwaltung. Minister Eisenbahuüberschüsse gründen zu wollen, sondern sei stets be-

wie es für Snaßburg geplant ist, geeignet sein würde, die Herzen des Volkes dem notienalen Geiste zu gewinnen. Der w... ........ -...,.,...». BMV... ,-.^-"-^ ^»»»jiviui (u^^... ^pi^ - -..... v^^^vu ^u«.-

Anuagsuller, dem vom Abg. Kropats check gemsscruaßen entstanden seien, und zwar theils aus der Initiative deS ziehung die Eisenbohnüberschüsse wie in der Gegenwart so auch

zum Vorwurs gemacht wurde, deß er mit seiner Anregung HauseS heraus, theils unter vlller Zustimmung desselben. Jn der Zukunft rechnen, und könne unmöglich zugegen, daß

einer ideologischen Neigung nachgegedtv habe, will das Deutsche Wenn die 177 Millionen Mark Eiseubahnüberschüsse nicht die Eisenbahnen zu teil allgemeinen StaatSausgaben kün'tig-

$ r. v. M quel führt aus, daß seit 1890 fast 200 Millionen strebt gewesen, daneben ant erweise Einnahmequellen zu er» Mark dauernde Mehr aus gaben für allgemeine Staatszwecke schließen. Indeß müsse man mit ei» er erheblichen Heran-