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Mrlich 9 M.
Im Reklamcntheil die Zeile 20 ^ für Auswärts 30 ^.
@iurüifu»g#- gebühr
für Stadt- und Stufe kreis Hanau 10 4 bis ^gespaltene Aannmrd- zeile oder deren Raum, für Auswärts 15 ^.
•eteeffesben P»gaufschl««.
Die einzelne
10
Zugleich
Amtliches Argau für HtsSt- unS Lauökreis Hanau
Erscheint täglich Mit N^««hme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Mittwoch den 1. März
1899
Amtliches ^faöt&rei# j^attaxt. Bekanntmachungen des Oberbürgermeisteramtes, g^ °|0 Anleihe der Stadt Hanan vom 31. Dezember 1836. Ziehung am 30. September 1898.
Auszahlung am 31. Dezember 1898.
Lit. A. Nr. 39, 65 L 500 fl.
Lit.
B.
G.
D.
42, 95, 110 & 1000 M.
161, 165 ä 500 M.
223 ä 200 M.
Rückständig: Lit. B. Nr. 98 ä 1000 M. und
w 0. W 150 ä 500 M. Hanau den 3. Oktober 1898.
Der Magistrat.
B od e.
58
, B.
„
Hanau den
119, 130, 260, 313, 338, 487, 758, 794, 833 ä 100 fi.
3. Oktober 1898.
Der Magistrat.
Bode
511,
57
Oberförsterei Wolfgang.
Wiesen-Verpachtung.
Am Montag den 6. März e., nachmittags 4 Uhr, mit der Zusammenkunft an Ort und Stelle, soll die 2,27 ha
Parlamentarisches.
Im Reichstage bildete gestern die vorgestern vom Grafen Schwerin-Löwitz beim Etat der Zölle und Verbrauchssteuern angeregte Frage einer Ab- ände-uvg des Abfertigungsoersahrers bei der Ausfuhr von Müllereiprodukten noch weiter den Gegenstand der Debatte. Der von dem konservativen Redner an den gegenwärtigen Bestimmungen geübten Kritik schloffen sich die Abgg. Graf Klinckowstroem, Gamp, Hahn, Roesicke-Kaiserslautern und P a a s ch e an. Der Staatssekretär Freiherr v. T h i e l m a n n bestätigte nochmals gegenteiligen Behauptungen gegenüber seine gestrige Bemerkung, daß eine Schädigung der Reichskasse du ch das bestehende Verfahren nicht nachgewiesen sei, und wiederholte zugleich die Erklärung
seiner Bereitwilligkeit, die von lanswirthschaftlicher Seite gemachten Vorschläge zu prüfen und ihnen nach Möglichkeit
Bekanntmachung über die zur Rückzahlung gekündigten Ha- nauer Stadtobligationen.
Ziehung am 30. September 1898.
Auszahlung am 31. März 1899.
I. Anleihe vom 30. September 1880.
(Privilegium vom 30. Juni 1880, I. Reihe), zu 4°/o (XVIII. Ziehung).
Lit. A. Nr. 115, 139, 158, 167 ä 1000 M.
große forstfiskalische Wiese der Gemarkung Grotzkrotzett bürg, Jagen 12, Abth. h, die sog. Herrettlvieke, in entgegenzukommen, doch glaubte er aus den vorliegenden Kritiken noch keine Aufforderung entnehmen zu können, sofort
10
Parzellen öffentlich meistbietend verpachtet werden. Wolfgang, 27. Februar 1899.
Der Königliche Forstmeister.
Fenn er.
3266
Hoh-Dttkauss KkkamtMlhms.
Kgl. Oberförsterei Wolfgang.
Am Mittwoch den 8. März 1899, von vormit-
, B.
„ 0.
„ 12, 57, 74, 88, 189, 245 L 500 M.
„ 46, 120, 241, 317, 337, 428, 452, 560, 613, 660, 736, 744, 757 ä 200 M.
Rückständig: Lit. A. Nr. 132 L 1000 W.
II Anleihe vom 1. April 1888.
(Privilegium vom 30. Juni 1880, II. Reihe), zu SW/o (IX. Ziehung).
Lit. A. Nr. 56, 65, 152 ä 1000 M.
, b.
„ C.
M
W
100, 143, 322, 323 ä 500 M.
10, 49, 98, 214, 268, 287, 402, 774, ä 200 M.
794
Rückständig: Lit. 0. Nr. 116 ä 200 M.
III. Anleihe vom 1 Oktober 1889, II. Serie,
zu SVs0/o (IX. Ziehung).
Lit. A. Nr. 134, 190 ä 2000 M.
212, 223, 273 ä 1000 M.
231, 269, 287, 359 ä 500 M.
*
B. „
C. „ v. „ .
Rückständig: Lit. C. Nr. 291 ä 500 M.
IV. Anleihe vom 1. Oktober 1889, I. Serie,
zu 3 Va <70 (VII. Ziehung.)
290, 373, 491, 493 ä 200 M.
Lit. A. Nr. 90 ä 2000 M.
I eine Konferenz zur Berathung «euer Bestimmungen einzn- ! berufen. Graf Schwerin-Löwitz stellte hiernach für die
dritte Lesung eine Resolution in Aussicht, die tn der Rich-
tung der landwirthschaftlichen Wünsche eine schleunige Abänderung des Regulativs fordern soll. Den Schluß machte eine längere Zuckerdebatte, in deren Verlauf die Rechte, besonders vertreien durch den Abg. von Standp, und die äußerste Linke, in deren Namen die Abgg. Wurm (Lozd.) und Hermes (Freis. Volksv.) sprachen, einander in der
tags 10 Uhr ab, soll in dem Gasthaus, Zum Forsthans"
bet Hanau nachstehendes Holz aus dem Schutzbezirk Forderung der Beseitigung bezw. Ermäßigung der Zucker-
Lamboybrück Jagen 99a, 101b unb c, 109b und e, steurr begegneten. Aus eine Anregung des Abg. Dr. Paasche
119a, 123b, 124b, 130ä und aus der Totalität; Schutzbe- erklärte der Staatssekretär Freiherr v. Thielmann, daß zirk Nenwirthshans, aus der Totalität und zwar: ; über die Frage der Steuererleichterung für denatarirten
Cicherr: 2 rm Nutzknüppel, 43 rm Scheite, 36 rm Knüp- Zu pel, 33 rm Stockholz 1. Kl., 22,30 Hdrt. Reis ist,
uck-r zur Vieyfütterung bereits ein Einverftändniß erzielt t, ss daß bezügliche Maßregeln baldigst erwartet werden
dürfen. — Heute wird die Etatberathuog fortgesetzt. * *
Das Ab geordnetenhaus befaßte sich in seiner
3. Kl.
Buchen: 17 rm Scheit, 12 rm Knüppel, 2 rm Stockholz 1. Kl., 218 rm Reis 3. u. 4. Kl., 13,20 Hdrt. Reis 3. u. 4. Kl. gestrigen Sitzung zunächst wieder mit dem Anträge Hirsch
And. Lcknbholz: 8 na Scheit, 56 rm Knüppel, 10 rm betr. die Heranziehung von Arbeiterdelegirten zur Kontrole Stockholz 1. Kl., 18,50 Hdrt. Reis 3. Kl. deS Grubenbetriebes. Nach Befürwortung des Antrages
Nsbelholz: 1. Fichten: 29 Abschnitte 5. Kl. mit durch den Abg. Grafen StrSchwitz und" energischer Be- 5,50 fm, 612 Stangen 1. bis 6. Kl., 347 rm Reis kämpfung desselben seitens des Abg. Dr. B e u m e r, welch 3. Klasse. 2. Kiefern: ca. 500 Abschnitte 4. und letzterer die Arbeiter für technisch unzureichend gebildet behufs 5. Kl. mit ca. 120 fm, 27 Stangen 1. bis 8. Kl., 42 Ausübung der Grubenaufsicht und die Arbeiterdelkgationen rm Scheit, 151 rm Knüppel, 26 rm Steckholz 1. Kl. für der Gefahr ausgesetzt erklärte, lediglich zum Spielball und 83 50 Hdrt. Reis 2. und 3. Kl. der Sozialdemokratie herabjusinken und deren Einfluß stärken
öffentlich meistbiktend zum Verkauf ausgeboten werden. zu helfen, wurde der Antrag Hirsch mit erheblicher Mehrheit Die betreffenden Först.r ertheile« über das zum Verkauf gegen die Stimmen der Freisinnigen unb des Zentrums kommende Holz auf Ansuchen mündlich nähere Auskunft, so- a b g e l e b n t und der Rest des Bergetats sowie die zurück- wie die Obersörsterei. 3265 gestellte Position von zwei Millionen Mark zur Errichtung
Ferrittstsn
Hanau, 1. März.
Unser Theater-Ensemble, das im Ganzen betrachtet, dem Publikum in dieser Spielzeit in seinem harmonischen Zusammenwirken manche anregende und genußreiche Stunde bereitet, wird in kommender Winter- saison eine wesentlich neue Physiognomie erhalten, ob eine bessere oder doch gleich befriedigende, wird die Zeit lehren. Weitaus der größte Theil unserer Darsteller verlassen uns, und wir sehen manche bewährte künstlerische Kraft ungern scheiden, mit besonderem Bedauern über Frl. Milla Krause, die in allen kecken und naiven Rollen hochgeschätzte Künstlerin, über deren Benefiz und Ehrenabend am letzten Freitag wir heute zu berichten haben. Die liebenswürdige Künstlerin hat in der Zeit ihres hiesigen Wirkens sich die Sympathie des Theaterpublikums m reichem Maße zu erringen und zu erhalten gewußt und ihrer reizenden Darstellungskünst ist auch die verdiente Anerkennung in der Presse geworden. DaS gutbesetzte Haus am Freitag, die reichen Blumen- und Kranzspenden, sowie die übergroße Anzahl sonstiger Geschenke gaben der sympathischen Darstellerin einen neuen Beweis ihrer hiesigen Beliebtheit und des Weiteren, wie sehr map hier ihren Weggang bedauert. Zur Aufführung gelangte an diesem Abend das fünfaktige Lustspiel von E. Henle „Der Erbonkel". Die Verfasserin gehört zu den preisgekrönten Poeten, diese Auszeichnung hat ihr allerdings dieses Lustspiel nicht eingebracht, denn dieses ist wenig geeignet ein Loblied auf die Verfasserin anzu- stimmen. Die Handlung, gerade ausreichend für einen einaktigen Schwank, schleppt sich langsam mit wenig Witz und vielem, Behagen die fünf Akte des Stückes hindurch und nur die paar lustigen Episoden, die die dürftige Fabel des Stückes apsschmücken, unterbrechen zeitweilig das Langweilige derselben. Auf dem Gebiete der heiteren Bühnendichtung sind wir gewohnt, in Bezug auf dichterische Compo- sition große Ansprüche nicht zu stellen, aber eine Handlung von so anspruchsloser Naivetät für ein abendfüllendes Stück auszusinnen, verdient zurückgewiesen zu werden. Der „Erbonkel* ist ein Junggeselle im besten MauneSalter, der von seiner Ehescheu durch die schönen Augen seines Mündels lurnt wird. Als Nebenhandlung findet noch ein zweites Liebespaar seine Vereinigung und ein früherer Kellner, der sich für einen Grasen ausgibt, wird als Schwindler entlarvt.
Dieses bildet den Inhalt des Stückes, das für die naive Liebhaberin aber eine reizende Rolle enthält, die Frl. Krause bewogen hat, das Lustspiel zu ihrem Benefizabend auszuwählen. Der liebenswürdigen humorvollen Verkörperung der resoluten Amerikanerin ,Carry Johnston' durch Frl. Krause ist es denn auch zu danken, daß das Stück sich immerhin eines gewissen Erfolges erfreuen konnte. Ihr lebhaftes temperamentvolles Spiel, ihr kecker ausgelassener Humor, der in seinem Uebermuth doch stets in den Grenzen des Unmuthigen und Schönen bleibt, fand die gewohnte Anerkennung des Publikums, die sich an ihrem Ehrenabend in lebhaftem Beifall und wiederholtem Hervorruf äußerlich kund gab. Die übrigen Personen des Stückes sind als» mehr oder weniger nach bewährter Lustspielschabloue gearbeitet und fanden gute Darstellung
Die Sonntagsvorstellung brächte uns die alte Nestroy'sche Zauberposse »Lumpazivagabundus" zur Aufführung. Das alte Stück fand unter der Regie des Herrn Gehrmann eine recht gelungene Wiedergabe.
Aus Kunst und Leben.
Offe«bi»cher Stodttheator Vorgestern wurde Gutz- kows „Königsleutnant" mit Herru Hans Schreiner aus Wiesbaden als Thorane gegeben. Das Haus wies leider sehr viele Lücken auf und das war besonders bedauerlich angesichts der vortrefflichen Leistung, die der Gast bot. Zwar ist der Darsteller des Grafen jeder anderen Rolle an herkömmliche Formen gebunden, wie sie Haase, Sonntag und Andere geschaffen haben und dem Künstler bleibt nur ein knapper Rahmen für die Bethätigung seines künstlerischen Gestaltungsvermögens übrig; aber Herr Schreiner stattete seinen Thorane doch mit so warmer Lebensfülle aus, seine Empfindung war so echt und frei von jeder ungesunden Sentimentalität, daß man ihn schon mit btn vorgenannten größeren Künstlern in dieser Rolle vergleichen und gestehen darf, daß der Vergleich nicht zu seinem Nachtheil ausfällt. — Die wichtige Rolle des Wolfgavg Gölhe war Fräulein Köller anvertraut; die junge Dame spielte den genialen Knaben mit ehrlichem Be
mühen und hüvfchem Gelingen, ohne daß sie darum freilich deu Inhalt der Rolle voll hätte erschöpfen können. Die kleineren Rollen des Sergeanten, des Althof, des Seekatz, deS Raths Köche, der Frau Seekatz und der Grethel befanden sich bet den Herren Steingötter, GeyrmaNn, Schön und den Damen M i l l a r und I ü n g l i n g in den besten Händen.
Der März. Der März führte im lateinischen Kalender den Namen Martins. Er war in der altrömiichen Zeitrechnung der erste des Jahres und als solcher dem damals höchst angesehenen Gotte des Krieges, dem Mars, geweiht. Heute kommt dem März insofern noch eine besondere Bedeutung zu, als er uns Frühlings-Anfang bringt; in der Utegel bricht er die Macht des Winters. Obgleich uns der März den Anfang des vielgepriesenen Lenzes brirgt, ist er doch oft ein recht unangenehmer Geselle. Der Kampf zwischen dem altersschwachen, winterlichen Greise und dem leheus frischen Knaben des Lenzes tobt oft gewaltig in den Lüsten und verräth sich durch die dumpfe» Akkorde des Sturmes und durch die flüchtige Eile der Wolken, die in ungezählten grauen Geschwadern oahinzichen. Milder Sonnenschein urd linde Lenzeslüfte von kurzer Dauer wechseln mit rauhen Winden aus Nordwest, die auf unsere Athmungs- organe derart ungünstig einwirken, daß der März allenthalben, auch an Orten mit geschützter Lage, einer der unze- sundesten Monate des Jahres ist. Die Natur rüstet sich zum großen Auferstehungstage. Eine große Zähl unserer kleiren beschwingten Sänger kehrt wieder aus fremden Landen zurück, um den einziehenden Lenz mit Jubelschall zu begrüßen. An Bächen und auf grünenden Wiesen ertönt nun wieder die Schalmei deS Frühlirgs, die Weidenpfeife; Kinder sammeln die Palmen des nordischen Lenze», die silberglänzenden Weidenkätzchen. Während sich Schnee und Eis im Kampfe mit der von Tag zu Tag höher steigenden Sonne befinden