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Amtliches Organ für StsSt- unS LauöKreis Hanau

Erscheint täglich mit AMKLhMe der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage

Rr. 49

Montag den 27. Februar

Hierzu

Amtliche Beilage" Nr. 16

K

lothringische A'og. Baron de Schmid trat im Interesse der lothringer Zechen für die Beseitigung der für Kohlen einzesührte» Rusnahmerarife ein und lchloß nach einer Er­

SXHHeBi inner» ng an den Diktaturparagruphen mit dem Satze: Ver-

Amtliches» ^anö&rew ^anau. Bekanntmachmgen des Königlichen Landrsthsamtes.

trauen Sie uns, dann werden wir Ihnen gleiches Vertrauen entgegcnbrivgen! Der Minister begründete die avge- sochtene Maßregel mit dem Interesse der Rheinhäfen von Straßburg und Lsnterburg. Die Forderung des reichs-

ländischen Redners fand indessen Untnstützuvp beim Grafen Zwecks Vornahme einer St-Mpel-Kevisiorr ersuch- ich'K an itz. Am Montag sitzt das Haus die Etatsbersthung

die Herren Bürgermeister, alle seit dem 1. M«i 1896

aufgenommenen Protokolle und Verträge über Verkäufe, Ver­pachtung von Grundstücken, Wiesen, Gebäuden, Jagd und Fischerei, über Auktionen, Ausführung von Kirchen-, Schul- und We^ebauien, über Veraklordirung deS Zuchtviehs, über Anstellung von Beamten und Hebammen, über Aversionirung

fort.

Politische und unpolitische Nachrichten.

(Depeschen-Bureau »Herold*.)

Bud-apest- 26. Febr. Das neue Ministerium wird sich am Mittwoch den beiden Häusern deS Reichstages vor-

^.n^^ von Ftkffch, Bier oder Branntwein u. s. w. ohne Men. Ein Komitee von Bürgern und Studenten veran- Rücksicht aus den Gegenstand und den Gell betrag bis ' - - - 8 -

spätestens

den 8. März d. Js.

in Orizinal-Aukfertigung unfehlbar hierher einzureichen.

Sollten Verhandlung-m vo> bezeichneter Art in den Be­schluß-Protokoll-Büchern ober Rechnurgsbelägen eingetragen sein, so sind diese mit vorzulegen.

Hanau am 27. Februar 1899.

Der Königliche Landratb.

A. 863 I. V.: vr. Becker, Reg.-Assessor.

DicnstnaHrichtm aus dem Kreise.

Gesunden: Ein grünlederneS Damen Portemonnaie mit einigen Pfennigen. Eine Schieß Medaille von Kaiser Wil­helm II. Zwei Miethscheine.

Hanau am 27. Februar 1899.

Parlamentarisches.

Bevor der Reichstag am Samstag in seine Tages- ordnu! g eintrat, nahm der Staatssekretär des Reichsmarine­amts Tirpitz, beauftragt von Seiner M j ' m dem Kaiser, das Wort, $m der Theilnahme der verbündeten Regierungen und der Kri gsmsrwe an der Rettung des Dampfers der Hamburg-Amerits-LinieBulgaria" Ausdruck zu gebm und der vom Kapitän und der Mannschaft des Schiff-s bewiesenen außerordentlichen Bravour und Tüchtigkeit warme Anerkennung zu zollen. Bei der Berathung des Etats der (elsüß-lothringi- schen) Reichs - Eisenbahnverwaltung fehlte es nicht an einer langen Reihe von Wünsche«, die sich auf Er­weiterung des reichSländischen Bahnnetzes, auf die Tarife, die Bahnsteigsperre und Anderes bezogen, doch bewegte sich die Kritik der reichsländischen Eisenbahnverhältniffe in mäßigen

staltet morgen einen Fackilzug, dessen Theilnehmer vor dem Opposttionsklub und vor der Wohnung Szilsgpis in Reden ihrer Freude über den Sturz Bariffy- Ausdruck geben werden.

RvW, 26. Febr. Der Vatikan ersuchte den Gesandten Nisard um dir Hülfe Frankreichs in Betreff der in Cyang- yrng in China gegen Die katholischen Missionen stattgehabten Exzesse.

Paris, 26. Febr. Fürst Radziwill äußerte sich einem Diplomaten gegenüber über seine im Auftrag des Kaisers ausgesührte Mission wie folgt: Der Kaiser trlephonirte mir aus HubertuLstock, ob meine Gesundheit mir gestatte, nach Paris zu reisen. Ich bejahte sofort, obwohl mein rhex- matisches Leiden sich gerade in den letzten Tagen unangenetzm fühlbar machte. Der Kaiser ernannte sofort meine Be­gleiter. Fürst Radziwill charakterisirte dem Diplomaten die Vorzüge jedes einzel«ev der Herren. Der Fürst äußerte sich weiterhin, daß der Kaiser die Bestrebungen Frankreich- zur Vervollkommnung feiner Armee schätze, Frankreichs Vergangen­heit ehre und mit lebhaftem Interesse allen Anzeichen folge, welche beweisen, daß die öffentliche Meinung die besten Be-

Sinrück»«ß>.

gebühr

für Stadt- und £a* kreis Hanau 10 ^ Ma 4gefpaltene Garmmed- zeile oder deren Raum, für Auswärts 15 ^

Im Reklammtheil die Zeile 20 ^, fit Auswärts 30 ^.

1899

Wir knüpfen an diese Mittheilung eine anschauliche Schil­derung der SchreckenSszeneo, die sich Mittwoch Nacht i« Manila abgespielt haben. Der Draht berichtet da« über:

Die gestrige Nacht war eine SchreckmSnacht für Tausende von Bewohnern der Stadt. Die Philippiner brachten ihre häufig wiederholte Drohung zur Ausführung und steck.en ganze Stadtviertel in Brand. Ein amerikanischer Offizier und drei Soldaten wurden von den Schüssen, die aus den Fenstern fielen, verwundet. Um 8 Uhr abends steckten die Brandstifter zuerst ein von Chinesen bewohntes HZusergeviert im Santa Cruz Quartier in Brand. Es wehte ein scharfer Wind, und die Flammen verbreiteten sich mit erschrecklicher Schnelligkeit. Da die städtische Feuerwehr völlig ohnmächtig war, wurde die englische Feuerwehr-Brigade von Santa Mesa aufgeboten, die wenigstens eine Dampfspritze be'. Nach vierstündiger Arbeit gelang ei, der Feuer-brunst Einhalt zu thun. Mittlerweile waren aber ein ganzes Häusergeviert und der größere Theil von zwei anderen durch das Wasser der Spritzen beschädigt. Hunderte von obdachlos gewordenen Chinesen und Eingeborenen füllten die anliegenden Streben mit ihren Effekten, während Andere, welche eine allgemeine Einäscherung der Stadt befürchteten, ihr Mobiliar aus dm Häusern schafften. Als zuerst Alarm geschlagen wurde, leitete General Hughes persönlich die polizeilichen Vorkehrungen. Die ganze Stadt wurde abpatrouillirt, und die Posten wur­den verdoppelt, alles verfügbare Militär wurde auf sie Brand­stätte abgesandt. Der Feuenvehr wurden fünfmal die Schläuche abgeschnitten. Darauf mußten alle Eingeborenen die Straßen räumen. Die in unmittelbarer Nähe der Brandstätte «oh- nenden Eingeborenen mußten nach dm Sanft-nett wandern, wo sie bewacht wurden. Vielfach befolgten die Ein-eborenen nicht die erlaffenen Befehle, so daß die Soldaten von ihrem Kolben und Bajonet Gebrauch machen mußten. Wegen der Gefahr, welche von den elektrischen Lichtdrähten drohte, wurde der Strom abgesperrt, worauf der Feuerschein der brennenden Gebäude das einzige Licht in dem Distrikt bildete.

Kurz nach Mitternacht brach eine zweite Feuerbrunst im Tondo-Stadtviertel aus, bei dicht von Eingeborenen bevölkert ist. AlS die Feuerwehr und das Militär sich anS Werk br-

Ziehungen Frankreichs zu Deutschland wünsche. Zwischen _

Deutschland und England existirten ja bestimmte Abmachungen, gäbe«, die Flammen zu löschen, wurden sie von einem rich- die aber nnr bestimmte Juteressenfragen berührten. Diese tigen Gewehr- und Revolver-Salvenfeuer empfangen, welches Abmachungen würden eine Annäherung Frankreichs an Deutsch- aus den Fenstern und vvn den Dächern der benachbarten land keineswegs auSschließ-n. Eine Gefahr in ökonomischer Häuser abgegeben wurde. Das Militär mußte re^alb erst

Beziehung drohe den kontinentalen Mächten nur von Amerika. Dies sollten wir alle im Auge behalten. Fürst Radziwill theilte dem Diplomaten ferner mit, daß er dem Kaiser einen besonderen Bericht über seine Misston unterbreiten werde und

dir Häuser räumen, während daS Feuer weiter wüthete. Die

13. Minnesota-Freiwillißen wurden verstärkt von Abtheilungen des 23. Infanterie Regiments, der 2. Oregou-Hreiwilligen, des 3. Artillerie-Regiments und der 10. Pensil» .mischen Frei­willigen. Kugeln flogen in jeder Straße des Tondo- und

er sei gewiß, daß dieser das lebh ffteste Interesse des Kaisers .

erregen werde. Fürst Radziw-ll gab seiner Befriedigung deS Binondo-Stadtviertel? durch die Luft. Kap-tän Robinson Ausdruck, die Pariser Bevölkerung in ollen Schichten wohl von den 13. Minnesots-Freiwilligen und drei Mann wurden GrentiN und die Perionalunisn mit den Presßischen Eisen- gesinnt gegenüber der Deputation des Kaisers gefunden zu verwundet. Aengstliche Leute, welche glaubte«, daß die Jn- Hahnen unter der Leitung des Ministers der öffentlichen Ar- f haben. Er rühmte die gute Heltung der Truppen. I surgenten die amerikanischen Shten durchbrochen hätten, flohen Leiten focht die!mal keiner der elsaß lothringischen Resner an, i Pa*i^, 26. Febr. Der Leiter der Bank für Bau- au8 t nm Wc'nr.ngm und aus den Gasthäusern. An der nur wünschte man, daß der Schwerpunkt der Verwaltung Unternehmer ist seit einigen Tagen nach Unterschlagung nfien straßeuecke wurden sie natürlich von den amenkamschcn mehr nach dem Reichslande gelegt werde. Diesem letzteren von 200 000 Francs verschwunden. Die Polizei ist deriSchil wachen angehalten. Die Panik entstand, weil ein Jn- Verlsnaen gegenüber hielt der Abg. G a m p den els«ß- Meinung, daß der Verschwundene sich in Paris verborgen surgenten - Hornsiznal vor NuSbruch be^ Feuers ertönte, lothringischen Herren mit Hinweis auf daS hessische Beispiel ^«lte. or,?«^

den Vortheil vor, den es ihnen gewährt, von einer so starken Verwaltung, wie der Preußischen nicht unter dem Gesichts-

Eine Schreckensnacht in Manila.

Tausende von Chinesen zogen mit ihren Bündeln nach dem chinesischen Konsulat. Die Feuersbrusst im Tondo-Stadt-

Der letzte Kampf zwischen den Amerikanern und Fili-

Punkte der Konkurrenz, sondern unter dem der Interessen- Der letzte Kampf zwischen den Amerikanern «nd Fili-s gemiinschaft behandelt zu werl-en. Der freikonservative Redner - pinos vor Manila hat mit der völligen Zersprengung der i fand sogar, daß die elsaß lothringischen Verkehrsinterkssenten i Ausständigen geendet, die nach den Berichten deS Generals besser betzondelt würden, als die preußischen. Der Minister! Otis drei Viertel ihrer Gesammtstärke eingebüßt haben sollen, Thielen ging anf die Entwickelung des reichsländischen I während auf Seiten der Amerikaner in den Gefechten am Eisenbahnwesens näher ein und legte dar, daß die aus dem Mittwoch und Donnerstag unr 4 Offiziere und 9 Mann ge- Lande erhobenen Wünsche im Wesenlichen ihre Befriedigung tödtet, 1 Offizier und 34 Mann verwundet worden finb. gefunden haben. Dabei berührte er die Tarifreformfragen im Trotz dieser empfiudlichen Niederlage scheint aber der Muth Allgtmeinm und erklärte, Reformen seien im Sinne der V e r- i der Filipinos noch nicht gebrochen zu sein; denn »ach einem einfachung, ober nicht im Sinne einer Herabsetzung dersdemB. L. A." aus Manila zuzegangeuen Telegramm be- Tarise in ihrer Gesammtheit herbeizuführen. Gegen die Ein-' unruhigten ihre Scharfschützen am Freitag die amerikanischen > führung der Kilometertzefte sprach er sich nach den praktischen Linien den ganzen Tag über, besonders in der Umgegend Erfahrungen, die mit dieser Einrichtung gemacht worden find,' von Caloocan. Auf Seiten der Amerikaner wurden ein entschieden aus. Die Gehaltsverhältnisse der Beamten sind Leutnant und drei Mann verwundet und ein Mann getödtet. beratt verbessert, daß dem Minister bei seiner Anwesenheit Asch die Bitte des Arnürals Dewey um Entsendung bei im Reichslaude überall die Sorge der Kommunen entgegen-: SchlachtschiffesOrezett" deutet nicht auf eine optimistische getreten ist, wie sie ihre Beamte» ohne Gefährdung ihrer Auffassung. Zu Washingto» herrscht einige Besorgniß, ob Finanz,n gleich gut stellen teilen. In Bezug auf die Bahn- Ders'p nicht nach Mitteln sucht, um eine möglicherweise be- steigspeire, die der Abz. Hauß sogar als eine preußische vorstehende Intervention der europäischen Mächte auf den Vergewaltigung der persönlicher- Freiheit behandelte, wies der Philippinen zuvorkommen. Man glaubt, daß bei den letzten Minister darauf hin, daß in Preußen in den Jahren vor Bränden viel fremdes Eigevthum zerstört worden ist, und Einführung der Bahnsteigsperre jährlich 7 bezw. 8 Schaffner daß einige Kommandanten der in den dortigen Gewässern verunglückt sind, im letzien Jahre, nach Einführung der stationirten fremden Kriegss-disfe erklären könnten, daß die Maßregel, nicht einer. Man werde mit der Zeit auch in Interessen ihrer Landsleatr Schutz verlangen. General Eljaß Lothringen sich daran gewöhnen wie anderwärts. Der Otis will in einer Woche 25 000 Mann Verstärkung haben.

viertel wüthete die ga»ze Nacht. Eine Häuserreihe nach der anderen viel dem rasenden Element zum Opfer. ES ist un­möglich, den Schaden abzuschätzen.

Aus Stadt- and Landkreis Hanau.

Nachdruck unserer Lokalartckel nur mit Quellenangabe .Hau. 5m?." gestattet.

Statistisches vom Jahre 1898.

Nach einer Mittheilung bei hiesige» Meldeamts betrug die muthmaßliche Einwohnerzahl unserer Stadt am 31. De­zember 1897 28 951 imb am 31. Dezember 1898 29 573 ! Seelen. Für das Jahr 1898 ist also eine mittlere Einwoh­nerzahl von 29 262 Seelen anzuvehmen.

Lcbend geboren wurden im Jahre 1898 840 Kinder, 426 Kuaben und 414 Mische«, gegen 768 Kinder im Jahre 1897. Die Zahl der Scharten hat sich wohl etwas gesteigert, sie bleibt aber immer noch eine außerordentlich niedrige und steht weit unter dem Durchschuitt der meisten übrigen preußischen Städte.

Die GesundheitSoerhältniffe in unserer Stadt während bei Jahres 1898 waren sehr gute, ber Krankenstand fast während deS ganzen Jahres ein niedriger, die Sterblichkeit eine geringe.

Gestorben sind mit Ausschluß von 23 Totgeborenen 16 Knaben, 7 Mädchen 503 Personen, 250 män«liche» und 253 weiblichen Geschlechts. Aus 1000 Einwohner be-