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Auswärts 30 ^
Nr. 47.
1899
Amtliches
cSanÖ^reto ^anau.
Bekanntmachuvgen des Königlichen Landrathsamtes.
Der seitherige Bürgermeister Karl Klein 8 zu Ravolz- hausen ist zum Bürgermeister dieser Gemeinde wieder gewählt und bestätigt worden.
Hanau am 18. Februar 1899.
Der Königliche Landratb.
Wnse, wie von sozialdemokratischer Seite versucht worden der Eisenbahntelezrophisten, Lademe.ster und Werkführer Hersei, die RechlspreKurg der Gerichte zu beurtheile« und zu vor. Seilers der Regierung wurden sie diese Anträge als verurtheilen, sei für Jrdm, der die objtk'.ive Wahrheit ermil- völlig unannehmbar bezeichnet und nach längerer GeschäftS- t^lt svd feftgeftkllt sehen woll«, einfach unerträglich. Im ordnung4debatte darüber, ob § 27 der Geschäftsordnung auf Namen der verbündeten Regi-rungen verwahre er die Justiz diese Anträge anwendbar sei, sämmtlich abgelehnt. Dar Er- dagegm, daß in dieser Form der Reichstag zum obersten gebniß schreckte die Abgg. Schulz und Dr. Wiener nicht Tribunel gemacht werde. Selbst nach der bloßen Kenntniß ab, wiederum handschriftliche Anträge auf Vecbesser«v§ ser der Akten würde man nicht im Stande sein, einen Richter- Gehältter d r Zoll- und Steueraufseher und der Gendarmerie
spruch zu beurtheilen; j des Urtheil nach den Akten sei nach einzabringen, bei welcher Gelegenheit sich Abg. Smulz noch dem Sinne der Gesetzgebung ein gefährliches, weshalb die zum Mundstück von allertn ang-blichor Mißvergnüztheit in mündliche Verhandlung eingeführt sei. Hier aber wolle man den Kreifin der Zoll- und Steuerbeamten machte. Der Vizeurtheilen ohne Akten und ohne mündliche Verhandlung. Präsident des StaatsmiaisterrumS erachtet die preußischen Be- Wmn eine solche Verwirrung der öffentlichen Meinung die amten für zu klug, alS daß sie nicht wissen sollten, wo ihre ' Domänenvächier Gustav Ferdinand Schwärst g,'z Oberhaud gewinnen sollte, dann wäre unsere ganze Rechts- wahren Freunde zu finden säen. Der vert.anliche Erlaß, Gutrrorsicher und der Buchhalter Bernhard Schwarz ^' verloren. Das Haus möge sich nicht durch ein Ein- ,der dem Vonedner den Stoff zu seiner Philippika lieferte, als dessen Stellvertreter- ’ Zehen aus diese Erörterungen zum Mitschuldigen an der Er- war dem Minister unbekannt, doch könne er nur darch groben
2) für ben selbstärdiLen Gutsbezirk Kinzighei«erb»f tze/ Mtterung des fundamentum regni machm. Gegenüber V-rtra» enibruch in die Presse gelangt sehr, urd müsse man ? Oberamtmann Ferdinand Schwarz als ÄutSoorsteher ^er Rede des Abg. Graonauer, der im Tone der sozial- sich die Frage vorlegen, ob e- nicht angezeigt erscheine, gegen - - - - ----- - •- - * - demokratrtchm Presse von einem „Klosteuurthell", einem „evt-! das beamtenseitige Halten von Hetzorganen wie da», »elcheS
setzlichen Schandmal" u. s. w. gesprochen hatte, nahm noch- den in Rede stehenden Erlaß mit dem Ausdruck der Erwar- mals der Freiherr v. Stumm das Wort, und der Geheim» tung, nunmehr noch weitere vertrauliche Erlasse außgeliesert rath Dr. Rüg er fand Veranlassung, die Richtigkeit der zu bekommen, veröffentlichte, vorzugehen. An Wohlwollen in halbamtlichen Darsirllung des „Dresdener Journals" wieder- Ansehung ihrer Beamten lasse sich die Regierung von Nie- um zu bestätigen. Der sozialdemokratische Abgeordnete Heine, Binden übertreffen, den Steuer- und Zollaufsehern stehe eine
der Ve-theidiger im Löbtsner Prozeß, der hiernach bei Wort Gehaltserhöhung von 24 Pro eat, also weit über den Durch-
erhielt, erwies sich als einen geschickten Dialektiker und im sSnitt hinauigehend, in Aussicht. Ueberbem seien 2 Millionen
wciuwet». Bllll «... y^.- Vergleich mit der Mehrzahl der soz-alsemokratischen Parla- Mark zur Erstellung von Dienst»ornunzen für diese Be-
radschraubenschlüstel. Ein Quittuvgrbuch der Ortskrenken- mentarier nicht ganz leicht zu nehmenden Debattenführer. amten im laufenden Etat ««»gebrecht. Sollte das Hau»
käste für den Landkreis Hanau für den Taglöhner -Konrad Eine Mäßigung im Ton und die Verweisung ixtrewer Ur- gegen den Widerspruch der Regierung Gehaltserhöhung ganzer
' rschel zu Ostheim. * theile, wie sie den Begriffsschatz sozialdemokratischer Redner Beamter klaffen über den Nehmen der Vorlage hinau»gehend
Verloren: Zwei Pfandscheine Nr. 5943 und 6381. in der Regel bitten, kann ihm nicht sbgesprcchen werden, ins Auze fasten, so müsse man sich fragen, ob daS nicht mit
A. 671 I. V.: vr. Becker, Reg.-Assestor.
Bestätigt sind:
1) für Kkn selbständigkn Gutsbezirk Bsiersröderhof der
und der Gutsinspektor Michael Leistner als dessen
Stilloertreter.
Hanau am 16. Februar 1899.
A. 738
Der Königliche Landratb.
I. V.: Dr. Becker, Reg.-Asseffor.
DicnpnaHrichtcn aus dem Kreise
Gesunden: Eine leere Kohlensäureflasche. Ein Fahr
Mörschel zu Ostheim.
was nicht susschlteßt, daß unter dem Schilde dieser äußeren Mäßigung erst recht giftig wir kende Ängriffr geführt werden. Er erkannte die vom St wtssekretör vorgezuchnete Linie für die parlamentarische Beschäftigung mit Richter sprächen an, wußte aber, indem er seine Kritik gegen die Veröffentlichung
^c I». vu» ..u. ^^^. Vuv^ »...»des Dresdener Journals richtete, seine Sachwalteraufgabe i«i
Vorlage der Geburts- und Impfscheine in der Zeit vom: Reichstage zu ©unften der Verurteilten fortzusetzen und sein - — - - - - - Urtheil über den Spruch des Geschworenenzericht» anzu-
brinZen. Als Dr. Rüg er ihm den Nachweis führte, daß seine Kritik der Dresdener Veröffentlichusg doch auf nicht ganz wahrheitsgetreuen Voraussetzungen beruhte, erhob sich &ei den Sozialdemokraten, die den sächsischen R-gierung»vrr- treter mit einem besonderen Zorn beehren, wieder ein an
Eine vergoldete Mofaikbrcche. Hanau am 24. Februar 1899.
Schulnachricht
Die Anmeldungen für das neue Schuljahr finden unter
27. Februar bis 4. März d. I»., vormittags von 11—12
Uhr, in den betreffenden Schulgebä»dkn statt und erfolgen für die Knabenmittelschttle bei Herrn
1.
2.
3.
Bart muß, Johanniekirchviotz 1»;
für die Mädchenmittelschnle bei Herrn
Jckler, Bebraer Dahr-hosstraße 9;
für die Knabenvoltsschule bei Herrn Dieterich, Johanniskirchplatz Ib;
4. für die Mädchenvolksschule bei Herrn
Rektor
Rektor
Rektor
Rektor
dauernder Lärm, aus dem Zvischeurufe wie „Frechheit" ge hört wurden. Zufällig fiel die Aufgabe, die Herren in ihre Schranken zurückzuweisen, wieder dem freisinnigen Vizepräsidenten, Herrn Schmidt zu, der nach einem Ordnungsruf mit weiteren Maßregeln drohen mußte, ehe der Lärm sich be-
U m b a ch, Rebcugasse 13 (Neustadt).
Schulpflichtig wrrren zu Ostern d. JS. alle Kinder, welche . , _ .
das 6. Lebensjahr bereits vollendet haben oder bis zum 30. ■ f^wic^ti^te, und der Abg. O ertel für eine die Unabdingig- --- keit und Gewistenshaftigkeit der sächsischen Richter mit Wärme
September d. Js. vollenden werden. Dieselben sind daher in der ar-gegebenen Zeit ordnungsmäßig zur Schule anzu- melden.
Wenn schulpflichtig gewordene Kinder geistig oder körperlich so wenig entwickelt sind, daß sie an dem Klassenunter- richt noch nicht erfolgreich theilnehmen können, so haben die Eltern oder Vormünder dieselben unter Vorlage der ärztlichen Bescheinigung dennoch zur Schule anzumelden, damit zum Nachweise der erfüllten Schulpflicht das Erforderliche gewahrt werde.
Kleinkinderschulen dürfen Kinder nicht über daS bezeichnete Lebet salter hinaus in Pfl-ge behalten.
Die Unterlassung der rechtzeitigen Einschulung schulpflichtiger Kinder unterliegt den Strafbestim Rungen über unemschuldigte Schulversäumnisse.
Hanau den 20. Februar 1899.
Der Stadtschulinspektor Bungenstab.
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Sollte das Hau»
einer Ablehnung der ganzen Vorlaze gleichbbeutend sei.
Jedenfalls weroe dadurch eine gänzliche Äenderunz des Systems bedingt, die rotbwendiz, eine Verschiebu»g der ganzen Maß-
regel bis ins nächste Jahr zur Folge haben müsse. Der Vizepräsident des Staatsministeriums verwahrte hiernach die Regierung dagegen, daß sie durch parlamentarische Anträge erst zu der GehallSaufbtsterunz angeregt worden sei. Sie habe viel» ehr im Jahre 1890 au« eigener Initiative den
Anfang 'm t einer durchgreifenden Aufbesserung der Gehälter aller ihrer Beamten zemacht, wovon die damalige Ausbeffc- runz der Unterbeamtengrhälten den ersten, und die jetzige Bor- laze den letzten Abschnitt barfleSr. Er müsse daher gerade im Jnttreste der Beamten dringend vor jeder Aenderung der Borlage warnen. Das Haus ging sodann auch über diese Ant-.äze mit großer Mehrheit zur Tagesordnung über. — Fortsetzung der LcrhandlunKM heute Vormittag 11 Uhr.
wahrende Rede Gehör fand. Der Gehaltstitel des Staatssekretärs wurde hierauf genehmigt und die weitere Berathung auf heute vertagt.
*
Politische und «npolitifche Nachrichten.
(Depeschen-Burean .Herold*.)
Berlin, 23. Februar. In Gegenwart des Kaisers hat heute Vormittag in der HedwigSürche die Trauerfeier für den verstorbenen Präsidenten der französischen Republik, Felix Faure, stattgefunden. An bet selben nahmen außer zahlreichen Mitgliedern der französischen Kolonie der französische Botschafter Marquis de Noailles, das BotschaftSperfonal, die Prinzen Friedrich Heimich von Preußen, Herzog Albrecht von Württemberg, Prinz Bernhard von Sächsen-Wrima-, Prinz Ändert von Anhalt, Erbprinz von Hohenzollern, Reichskanzler Fürst Hohenlohe, Staatssekretär von Bülow, Minister von der Recke, Admiral von Knorr und eine Reihe von Herren auS dem Gefolge bei Kaisers theil. Nahezu vollständig vertreten war bat diplomatische Korps. Um 11 Uhr erschien der Kaiser, der von der Geistlichkeit an dem Hauptportal der Kirche empfangen wurde. Der Kaiser nahm links vom Altar Platz, während die rechte Seite für das französische Botschaftipersonal reservirt war. Das Gottes- dans hatte ernsten Trauerschmuck angelegt. Die Wände und
Die in der gestrigen Sitzung bei Abgeordnetenhauses weiter und zu Ende geführte Grneraldebatte über die Denk- fchrift »egru Aufbesserung der Beamten zehälter zerlief in eine Reihe von Einzelaktionen, indem von den Rednern a«» dem Hause für ganze BeMteukategorien eine noch ausgiebigere Gehaltserhöhung für wünschenSwerth bezeichnet, diese Wünsche indessen im Interesse bei Zustande- kommenS der Vorlage zurückgestellt wurden. Gegenüber der Behauptung, alS ob die Unterbeamten im Ganzen zu schlecht so-tgekommen sein, wies der Vizepräsident des StaatS- minifteriumS darauf hin, daß die Unterbeamten zweimal, im Jahre 1890 und jetzt wieder, eine Gehaltsaufbesserung er« „ fahren hätten, und daß sie insgesammt um 20 Prozent bester _ gestellt wären al» vor dem Jahre 1890, während die «vs- besterung bei den höheien und mittleren Beamten durchschnitt lich nur 10 Prozent betrüge. !
........ ^^^..^ .h^^uuv Kandelaber waren mit schw«rzem Tuch behängt, der Altar
, r -.----------o . Was die Frage der Dic«st- war mit Pflanze» geschmückt. Das Traueramt wurde vom
Der „Lobtauer Fall" beschäftigte den Reichstag wohnten anlange, so wird nach Maßgabe der verfügbaren Probst Neuber'zelebrirt.
gestern bet der Berathrnz des Justizetats in einer fünf- Mittel Sorge getragen werden, dort, wo ein Bedürfniß in Berlin, 23. Februar. Die Post ist zu der Erklärung ftunbtgen, theilweff- stürmischen Sitzung. Zunächst knüpften dieser Richtung besteht, mit der Vermehrung der Dienst- ermächtigt, daß die Gerüchte von einem bevorstehenden Rück- an bte vo.gestngen Bemerkungen deS sächsischen Regir- wo-nung-n vorzugehen. Dies gilt insbesondere auch für die tritt des R-ichskanzlers Fürsten Hohenlohe gänzlich erfunden rungSvertreterS Erörterungen über die Grenzen, in denen Gendarmerie, wmnzleich eine noch weiter gehende Aufbefferuvg sind.
Rrchte.sprüche den Gegenstand parlamentarischer Beurtheilung m^^ " ' ‘ ~ ..... — — - - " ‘ '
bilden dürfen. Der Staatsfikretär deS ReichSjustizamtS Dr.
Nieder ding zog diese Grenze dahin, daß der Reichstag wohl aus Anlaß eines bestimmten gerichtlichen Urtheil« über den SttlN und die Tragweite der zu Grunde liegenben gesetz- va.lu, — Vium ^mp vtv otuerttiocDsne traten oie
_Bestimmungen^und über deren etwaige Abänderung Freisinnigen, welche auS der Generaldebatte gemerkt hatten,! — o-..... -........ ^««u l|t ...
? ^nne, daß aber die parlamentarische Erörterung daß sich für gewisse Beamtenkategorien im Hause Sympathien Halsentzündung erkrankt und muß für einige Tage das den R.chter in seiner Weise bestimmen dürfe. Die Art und zeigten, mit tzandfchristlichen Anträgen auf Gehaltserhöhung fiinnner hüten.
Parlamentarisches
wo ein Bedürfniß in
Berlin, 23. Februar. Die Post ist zu der Erklärung
der Gehälter, nachdem die Erhöhung bei dieser Beamten- Berlin, 23. Fekruar. Der Bundesrath ist heute Vor- kategorie schon SSVs Prozent, also weit mehr als der allge- mittag zu einer Plenarsitzung zusammmzetrcten und hat der meine Durchschnitt betrage, mit Rücksicht auf die für die von den betreffenden AuSschüsten angenommenen Novelle zur übrige Beamtenschaft sich daraus ergebende Äonfequew^en ganz! Gewerbeordnunx, betreffend die Stellung der GesindemaÜer unmöglich sei. — Nach Schluß der Generaldebatte traten die i und kaufmännischen Angestellten u. s. w. zugestimmt.
Berlin, 23. Februar. Minister Thielen ist an einer
Berlin, 23. Fekruar. Der Bundesrath ist heute Vor-
von den betreffenden LuSschüffen angenommenen Novelle zur
zeigten, mit handschriftlichen Anträgen auf Gehaltserhöhung' Zinnner hüten.