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Amtliches Args« für Stsöt- unS LsuSKreis Tsusu.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Nr. 41
Freitag den 17. Februar
1899
Hierzu
„Amtliche Beilage" Nr. 12.
Amtliches.
c^anöRrew ^anau.
Bekanutmachuilgen des Königlichen Landrathsamtes.
Unter der auf der Winterweide in Bischofsheim befindlichen Schafheerde des Gerhard Joche aus Niedersseld, Kreis Brilon, ist die Räude ausgebrochen.
Hanau am 16, Februar 1899.
Der Königliche Landrath.
V. 1565 v. Schenck.
des Beurlaubtenstand!s Oäit eine Berfüzung des preußischen ! sympathischsten Weise besprochen wird, diese Aeußerung des Krugsmivisteriums Rechnung, wonach die allgemeinen An- einflußreichsten New-Yorker Blattes fei ein Beweis, daß in Ordnungen und Vorbereitungen für diese Uebungen so früh dm einsichtigen Areijen der Vereinigten Staaten dieselbe Auf- zu treffen sind, daß die Vorfragen für die betr-ffinde Uebung fassung Wurzel schlage, »s» welchen die maßgebenden Kreise einheitlich zum 1. Dezember j den Jahres an die in Frage in Deutschland jedenfalls erfüllt sind.
kommenden Offiziere gerichtet werden können. Diese Vor- Berlin, 16. Febr. Der deutsche Handelitag ist auf frügen sind auch dsnn termingemäß zu erledigen, wenn sich den 2. März einberusen. Auf der Tagesordnung steht außer die genaue Uebungszeit noch nicht fesilezen läßt und deshalb geschäftlichen Angelegenheiten das Gesetz über die Pcivat- nur allgemein mitge heilt werden kann. Befreiungsgesuche versicherung?unternehmungen, die Wasserdau-Ter»altu«g jin der Zollbehörden sind, sofern auf Grund derselben nicht von Preupen, die Schädigungen bei Handels durch KornhauS- dem Einberufungsantrag überhaupt abgesehen wird oder eine Genossenschaften und Landwirthschaff- kammern und Aenderung entsprechende Berücksichtigung hinsichtlich der Zeit der Einbe- des BaukgesetzeS.
Dienstnachrichtm aus dem Kreise.
Gesunden: Eine achteckige Matrosenmütze. Ein großes schwarzes Damenrad.
Entlausen: Ein schwarzer Pinscher w. Geschl.
Vom Wasenmeister eingefangen: Ein schwarzer Dachshund, ein grauer Bastard, ein weißer Foxterrier mit schmerzen und gelben Flecken, sämmtlich m. Geschl.
Hanau am 17. Februar 1899.
SlctHtk^eis ^anau. ^
Bekanntmachungen des Oberbürgermeisteramtes.
Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung
am Montag den 2V. Fedrnar 1899, abends 5 Uhr, im oberen Saale des Rathhauses.
Tagesordnung:
1. Bericht des Magistrats über die Verwaltung und den Stand der Gemeindeangelegenheiten (gemäß $ 66 der Städteordnung vom 4. August 1897).
2. Hauptetat
mit folgenden Spezialvorlagen:
Einstellung von 2400 M. — Anstellung eines weiteren Beamten für die Steuerverwaltung.
Einstellung von 3000 M. — Arbeitsamt.
Erhöhung der Kanzlistengehälter.
Erhöhung deS Titels V 8 2 auf 30 000 M. — Unterhaltung ungepflasterter Straßen.
Erhöhung des Gehalts eines HilfstechnikerS beim Stadtbauamt II.
Kanalbetriebsgebührtn und Zuschlag zu den Rcel- steuern.
Einstellung von 30 000 M. für einen Schulhaus- baufonds.
Erhöhung des Schulgeldes. 2627
Aversionalvertrag mit den Bierbrauern für 1899.
rufur.g erfolgt, grundsätzlich zur Kenntniß der zur Ent-; Berlin, 16. Febr. Die Budget-Kommission bei ReichS- scheidung berufenen obersten Militärbehörde zu bringen. So- tages hat heute die Berathung der Zölle und VerbrauchS- bald die Generalkommandos und Wcfstnbchördm die Anord- steuern vorgenommen und nach längerer Debatte den Etat nung der einschlägigen Uebungen gt hoffen haben, sind die unverändert genehmigt. Reichsschatzsckretär Thielemann er- einschlägigen Offiziere und Aspiranten durch die Bezirks- klärte, es sei ein Irrthum, wenn infolge der Diskussion im kommandoS sofort endgiltig in Kenntniß zu setz-n, um ihnen Abgeordnetenhause von der Presse angenommen worden sei, nochmals Zeit zur rechtzeitigen Einreichung allenfallsizer Be- es beständen zwischen ihm und dem preußischen Landwirth- sreiungsgessche zu geben. schaftsminister Differenzen hinsichtlich der Auffassung der kuba-
Englisches Unterhaus« (Sitzung vom 16. Febr.) Nischen Zuckerfrage. Kvbr werde in absehbarer Zeit kein ParlamentSuntersekretär Biodrick erklärt, die Konferenz zur gefährlicher Konkurrent werben.
Bekämpfung bei Anarchismus habe bcsckstossen, die Verhand- i Berli«, 16. Febr. Die jüngsten englischen Meldungen langen als geheime zu betrauten. ES sei daher nicht möglich, aus Apia über die Vorgänge aus Somoa erweisen sich keines- Schriftstücke darüber vorzalegen. UebrigenS hätten bei den wegs als zutreffend. Wie die Nationslzrirung ron zuver- Schlußabsrimmungen die evalischen Delxgirten sich der Ab-! lässiger Seite erfährt, ist es zunächst durchaus unbegründet, stimm nng enthalten. England sei daher durch die verein- daß der deutsche Konful dem Oberrichter Chawbret mit getheilt harten Beschlüsse nicht gebunden. — Buchsnan fragt an, ob habe, seine Regierung halte seinen Protest gegen dessen Berber Sultan von Oman an Frankreich einen Hafen oder eine f halten nicht aufrecht. Vielmehr werde von deutscher Seite Kohlenstation abgetreten habe oder abzutreten im Begriffe fei. f nach wie vor betont, daß die deutschen Staatsangehörigen der BroLrick erklärt, soweit er unterrichtet sei, sei dies nicht der Rechtsprechung des Oberrichters nicht unterstehen. Aus allen Fall. — Lawrer ce fragt an, ob mit Deutschland wegen der zuverlässigen Mittheilungen ergebe sich, daß den amerikani- neutralen Zone im Hinterlonde der Goldküste Verhandlungen, scheu Oberrichter das erste Verschulden für die jüngsten Dor- ftattfinben und ob jenes Gebiet j tzt für den Handel geöffnet -gänge treffe, deren Ausgleichung nunmehr der Diplomatie sei. Brodrick erwidert Verhandlungen fänden gezen»ärtiz der ketheiligten Mächte obliege.
nicht statt, aber das bestehende Abkommen hindere durchaus ~
Rs«r, 16. Febr. Die Anfständischen in Bolivie schlugen nicht, das dort Handel betrieben werbe. Das Haus verwirft nach hierher gelangten Telegrammen die Regierung-truppen ohne Abstimmung den Unterantrag Sexion Karrs zur Adresse, bei Lapsy, ebenso siegten die Indianer, welche furchtbare wonach eine Untersuchung über die steigerte Abhängigkeit j Grausamkeiten unter den Ansiedlern verübten, über die Re- Englands von der Einfuhr von Lebensmitteln a«s dem Aas- i gierungstruppen. Man fürchtet die Besitzergreifung der Minen lande und über die sich daraus erKebenden Zustände angestellt f durch die Jadianer.
T a g e s s ch a «.
Von der Marine Berlin, 16. Febr. Laut telc- grephisSer Meldung cn des Oberkommando der Marine ist S. M. S. „Dentfckland" — Kommandant: Fregatten- Kapitän Müller — am 15. Februar von Hongkong nach Amry in See gegangen; S. M. S. „Gesion" Kommandant: Korvetlen-Kepitän Rollmann — ist am 15. Februar in Amoy angekommen und heute nach Kirutschou in See gegangen; S. M. S. „Kaiserin Angusta" — Kemmondant: Kapitän zur See Gülich — will am 17. Februar von Manila nach Jlo-Zlo in See sehen.
Die Neuord««ng der Wafferba«-B-rwalt«ng. Die Frage der Abtrennung der Wasserbau-Ressorts vom Ministerium der öffentlichen Arbeiten ist bekanntlich im Schoße des Königlichen E matSministeriums schon vor längerer Zeit dahin entschieden worden, daß das Gros der Wasterbau-Angelegenheiten auf das Landwirthschastliche Miuisterium über- gehen soll. Wie der „D. Warte" fitzt von wohlunterrichteter Seite berichtet wird, hat der Beschluß des Königlichen StaatsministerirmS die Königliche Sbnktion erhalten, sodaß mit dem 1. April d. J. das Landwirthschast- liche Ministerium das Ressort der Wasierbausachen vom s Ministerium der öffentlichen Arbeiten übernehmen wird.
Uebungen der Offiziere nnd Offiziers Aspiranten des Benrlanbtenstandes. Den vielseitigen Wünschen nach möglichst frühzeitiger Bekanntgabe der jeweils zur Einberufung gelangenden Offiziere und Ossiziersasp'ranten
werden sollte. In der weiteren Debatte erklärt Ritchic, das! ---------
HaadelSamt, die Admiralität und das LandwirttzschaftS- Aus Stadt- und Landkreis Hanan. Ministerium hätten jene Frage untersucht. Das Ergebniß der । Nachdruck unserer Lokalartikel nur mit Quellenangabe ,Han W' Untersuchung gebe jedoch der Regierung keine Veranlaffung, i gestattet.
die vom Antragstillrr erwarteten schlimmen Folgen zu fürchten, f ß Kirchenkonzert. Mit der Bsch'schen „Fantasie und Der Ackerbau sei in England niemals entwickelter gewesen, Fuge in g-moll*’ leitete Herr Organist Paul st ich daS als jetzt. (Rufe: Oho.) Ein Arrangement, durch das Eng-^gestern Abend vom Marienkirchenchor, der sich durch an'sere land eine größere Zufuhr von NahrunZSwitteln auS den Ko-, geschätzte Sänger verstärkt hatte, veranstaltete Kirchenkonzert lonien erhalte, sei wünschenswerth, aber wenn ein solches, ein. Der Vortragende spielte genannte Fuge bei großen und zwar mittelst Einrichtung einer Art von Schutzzöllen Meisters mit technischer Brasour und erzielte einen großen möglich sei, sei dies eine so einzreifende Abweichung von der Erfolg. Das Gleiche gilt von der Schlußnummer „Toccata" Politik, die die große Mehrheit des Landes adoptirt habe,! in ä-moll von Flügel. Dm Flügel'scheu Orgelwerken ge- daß das gewünschte Resultat unerreichbar sei. Eine starke bührt j*on längst ein bevorzugter Platz in unserer Orgel- und mächtige Flotte sei der Haeptfaktor zum Schutze der Le- Litteratur. Der Eindruck und die Wirkung derselben ist um LenSmittelzvfuhr aus dem Auslande. Keine Regierung sei! so größer und sicherer, wenn ihnen die entsprechende Aus- vertrauemwürdig, die nicht die Sicherung der Handeliwege führung zu Theil wird, wie an dem gestrigen Abend. Als zum Havptziele ihrer Politik mache. Was die Kohleuvor- weitere Solisten wirkten in dem Konzerte" mit die Herren räthe betreffe, so würden fremde Kreuzer Schwierigkeiten bei Adolf Müller-Frankfvrt a. M. (Bariton) und Heinrich Erlangunz von Kohlen z« bewältigen haben, womit die bri- Appnnn, hier (Cello). Herr Müller bereitete in tische Flotte nicht zu rechnen brauche. Eugisud müffe, »enn! gewohnter Weise den Zuhörern durch den warmen es blokirt würde, nicht der Gefahr einer Huvgersnoth ausge-und wahr empfundenen Vortr«,, durch den männlichfitzt sein, da die hohen Preise Getreide aus allen Weltthellen kräftigen Ton seines herrlichen Stimmorganes die freund- anlocken werden. So lange nicht Getreide als Kriecskontre- lichsten Eindrücke. Die Lieder, die Herr Müller zum Vor- bände erklärt würde, würde es auf neutralen Schiffen znge- trog brächte und dadurch eine klangschöne und tiefe Wirkung führt werden tönten. Würde eine fremde Macht Getreide erzielte, waren: Rezitation a. d. Matthäus-Passion („Am alS Kriegskontnbande erklären, so würde dies arf die Gegner- Abend, da es kühle war") v. Bach, „Verleih un«, Herr" schaff AnuriM und vielleicht auch auf die anderer Länder v. Händel, sowie je ein Lied v. Huzo Wolf und Raff. An s oßen. Das System für Prämien auf einheimisches Getreide dem Erfolg des Abends partizipirte auch Herr Heinrich sei urpraltisch, auch b?8 Eystem einer nationalen Assekuranz Nppunn, der mit edler,Tonzeb«nz, warm und innig sei undurchführbar. Ritch'c verwirft auch lie Idee der Er- empfuudenem Vortrag seine Künstlerbeanlazung offenbarte richtung nationaler Getreidevorräthe. in den beiden Cellovorträgen: „Andante relizioso" o. Becker
£ > g -------- ;nnb „Arie" v. Bach. Herr Appun, der schon wiederholt
v k seine Tüchtigkeit gezeigt, bekundete wiederum, daß er einem
^Politische tuib unpolitische Nachrichten. ^en ^tele muthig ins Auge schauen kann, »eil er die Mittel F(Depeschen-Bureau.Herold'.)) dazu in kuszitbige» Maße besitzt. Und nun zum konzert-
Beelit», 16. Febr. Der BundeSrath berieth in seiner gebenden Verein! Derselbe thut nicht nur seine Schuldigkeit, heutigen Sitzung bin Aukschusantrsg zu bem Entwurf eines sondern war aufS redlichste bemüht, dem ganzes eine bedent- GefitzrS betreffend die Echlechtv eh- und Fleischbeschauurg und! same Physiognomie zu geben. Wenn auch nicht immer ertheilte iemftlben seine Zustimmung. fdas Ensemble unsere volle Anerkennung fand, so
Berlin, 16. Ftbr. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibtsbrillirte der Chor doch durch durchstchrige Klarheit im Anschluß an eine Notiz im „New-York-Herold", in welcher urd feine Schaiiirungm. Nicht weniger als 8 Chöre brächte die beabsichtigte Herstellung einer direkten Kabelverbindnnz der Verein zu Gehör — theils recht schwierige Kompositionen zwischen Deutsch'ard und ' den Vereirigten Staaten in d>r — «nd bekundete durch den Vortiag Fleiß und emsiges
F (Depeschen-Bureau .Herold'.))
warm und innig
in den beiden Cellovorträge«: „Andante relizioso" o. Becker