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men auf die Friedenspräsenzstärke nicht in Anrechnung. In offenen Unteroffisierstellen dürfen Gemeine nicht verpflegt werden." — Der Referent Bassermann (nl) bete.it, an Rekrutenmaterial sei augenblicklich ein Ueberschuß »ou 72,000 Mann, welche nicht zur Einstellung gelangen konnten. Die Etat-erhöhung der Jafa teri: betrage 10,408 Mann, 222 Unteroffiziere, 112 Offiziere. Die Vermehrungen seien zum Theil die Folge der zweijährigen Dienstzeit. Gerade Diejenige«, welche die zweijährige Dienstzrit wollten, müßten in erster Reihe für die Vorlage eintreten. Abj. Gröber (3) erklärt sich gegen die geforderte Bestärkung der Bataillone. Besonders eine Verstärkung der Garde sei nicht nothwendig, in Berlin liege bereit- Militär genug. Auf seine Anfrage theilt General v. d. B s e ck mit, daß die Zahl der Einjährig- Frei»illigen, die in der Bataillonsstärke nicht mitgezählt werden, zwischen 9000 und 10,000 schwanke. Sbg. Graf Stol- berg (t): Vielfach werde behauptet, die Konservativen hätten geheime Absichten gegen die zweijährige Dienstzeit. Diese Annahme sei ganz unbegründet. Seine Freunde seien vielmehr bereit, den Versuch mit der zweijährigen Dienstzeit weiter zu fördern und zu diesem Zwecke Alles zu bewilligen, »as nothwendig sei. Die Versuche, weiterdienende dreijährige Mannschaften zu gewinnen, halte er nicht für auSsichtSvoll. Das Beste sei eine Vermehrung der Unteroffizier stellen. Abgeordneter Richter: Die Garnisoa Berlin- sei wesentlich verstärkt worden durch die Äonj-ntration der 7 Garde-Regimenter in der Hauptstadt. Der Nachtdienst sei vielfach eine Vergeudung militärischer Kraft. Eme Verstärkung der Garde sei nicht nöthig. Wolle man Hrenzbataillone verstärken, so könne man ja unsere Bataillone um so viel schwächer machen. Die Aokommandirungen, worüber ausführliche Nichweise erwünscht wären, könnten verringert werden. Er glaube nicht, daß in der französischen Armee die Mehrzahl der Mannschaften zwei; Jahre diene; die Zahl der Einjährigen in Frankreich betrage 70,000 Mann. Vor Allem aber sei dagegen zu protestiren, daß die zweijährige Dienstzeit als Schraube benutzt werde, nm eine Vermehrung der Mannschafte» zu erlangen. KriezS-
z,Erpressung, begangen an seinem Vetter Christian, wieder auf- der zweijährigen Dienstzeit. Mit Rücksicht auf die finanziell genommen woroen ist. Est-rhazy erklärte, eS gebe in der
minister e. Toßler: Die Vorlage sei die Nachwirkung
erforderUchen Mittel habe man sich auf daS Aeuß-rste, Oreyfu-sffaire noch viele, die vor den Richterstuhl gehörten, beschränkt. Er bitte im Interesse der lop alen Durch- die man aber unbehelligt lasse.
sührung der zweijährigen D enstzeit um Bewilligung Paris, 15. Febr. Gestern hat zwischen eisem Redakteur Abg. Gröber fi»»et die Aeußerung des KriegSministers sdeS „Echo de Paris" «nd einem Redakteur des „D'oit du
über die zweijährige Dienstzeit zu unbestimmt. Daraus lasse peuple" ein Pistolenduell stattgefunden. Beim dritten Kagel- sich auch schließen, daß man an eine Abschaffung derselben' Wechsel erhielt letzterer einen Schuß in den Unterleib. Sein denke. Minister von G o ß l e r wiederholt, daß, soviel sicher ' Zustand ist besorgnißerregend.
Mahadsee-Expedition die
sei, man nicht zur vollen dreijährigen Dienstzeit zurückkehren Paris, 15. Febr. Die geographische Gesellschaft hat wolle. Abg. Bassermann erklärt sich gegen die zu zahl- dem General Gallieni für seine Expedition in Madagaskar reichen Abkommandirungen. Die Erklärungen deS Kriegs- und dem Kapitän Ventil für seine Ministers über die zweijährige Dienstzeit hält er für auS- i große goldene Medaille verliehen.
reichend und loyal. Die Anhänger der zweijährigen Dienst-1 Petershttvg, 15. Febr. DaS
zeit müßten vor Alle« für Verstärkung der kleinen Bataillone schloß, sofort nach dem Stapelluuf lintreten. Er beantrage, an der Vorlage für Preußen 2289 Aurora, Diana und Prlles auf der
Mann zu streichen und bei den anderen Kontingenten die neues Kreuzer-Prnzerschiff zu bauen.
:= Tonnen Wasserverdrängung und 18 Knoten Fahrgeschwindig-
entsprechende Verminderung. — Wegen Beginns der Plenao
sträng wurde die weitere Berathung und Abstimmung vertagt und zwar biS Freitag, da Donnerstag der KcisgSminister verhindert ist, theilzunehmen.
Politische «nd unpolitische Nachrichten.
(Depescheu-Bureau „Herold".)
Berlin, 15. Febr. Wie die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" erfährt, ist durch eine kaiserliche Kabinetsordre vom 27. Januar d. J. den Konsuln und Dragomanen des ReicheS an Stelle der bisherigen Uniformen eine neue Dienstkleidung
Patienten zu sein, auch wenn er sich selbst ziemlich wohl- sühlt.
Unentwegt thue man also seine Pflicht nnb setze konsequent daS richtige Verhalten durch: Bettruhe 2—3 Tage lang, leichte Abführung, bei heftigem Katarrh zweistündlich einen lauen Wasserumschlag um Hals und Brust, bei geringerem Katarrh lediglich Auflegen von Flanell; bei Kopfschmerzen kalte Kompressen über den ganzen Kopf; als Nahrung Milch und nahrhafte Suppen (mäßig »arm), allenfalls auch Ei, Cacao oder dergl., sowie Apfelmuß, Limonaden rc. Bei Schwäche ein Gläschen Portwein. WaS aber die Hauptsache ist: Drei Mal täglich 1 Gramm Salipyriu (in Oblate) rasch mit einem Glase Lindenblütheuthee nebst Cttroaeu- faft hintergespült; das Mittel, von dem übrigens bei Kindern die Hälfte (V» Gramm) genügt, hat sich, wenn man eS auch nicht als Spezificum gegen Influenza bezeichnen will, doch als sehr sicher und zuverlässig in der raschen Beseitigung der Erscheinungen, im sogenannten „Coupiren" der Krankheit, bewährt, mehr als sonstige Medikamente. Im Verein mit dem eben geschilderten Verhallen, bal freilich vom ersten Tage ab genau einzuhalten ist, führt eS binnen wenige« Tagen zur Gmesung und verhindert fast immer eine ungünstige Wendung. Hierzu kommt, daß die geschilderte Behandlung sehr einfach und völlig unschädlich ist, und daß sie den Menschen vor den sonst üblichen Nachkrankheiten der Influenza schützt, falls sie nicht zu früh abgebrochen wirb. Wenn man nach einigen Tagen daS Bett verlassen hat, soll man also noch zwei biS drei Tage im Zimmer bleiben und sich erst allmählich wieder, unter entsprechender Achärtung, den Unbilden der Witterung auSsetzen.
Mau vergesse nicht, daß ein Uebrrstehen der Influenza keineswegs gegen eine neue Erkrankung vor derselben schützt, daß vielmehr gerade bei diesem Leiden Rückfälle gern vorkommen, zumal wmn die Symptome noch nicht völlig beseitigt waren. Ungeduldige Patienten, die es nicht erwarten können, „wieder inS Geschäft zu gehen", haben dieses Ueber= ilen oft schwer büßen müssen, indem sie einem Rückfall er
Hanauer Anzeiger
nach dem Schnitt der Uniform der übrigen ReichSbeamten verliehen worden. Auch ist den genannten Beamten in den Tropen der. anderen heißen Gegenden das Anlegen einer besonderen, dem Klima angepaßten Tropenuniform gestattet worden.
Darmstadt, 15. Febr. DaS Großherzogspaar hat seine geplante Reise nach Egypten aufgegeben nnb wird demnächst von Koburg hierher zurückkehren.
Wien, 15. Febr. Nachdem im Laufe deS Vormittags der Kaiser nacheinander die ungarischen Minister in Einzel- Andienz empfangen hatte, ist mittags der ungarische Kronrath unter dem Vorsitz dei Kaisers zusammmzetreten. Das „Fremdenblatt" konstatirt in einer hochosfijiöS tnspirirten Mittheilung, daß die ungarische Krisis ihren Kulminationspunkt erreicht und daß der Kaiser wahrscheinlich noch heute seine endgültige Entscheidung treffen werde. Der „Neuen Freien Press:" zufolge ist eine definitive Entscheidung über die Krisis »eder in sachlicher noch in persönlicher Beziehung für heute zu gewärtigen. Bavffy werde heute Abend nach Budapest, die übrigen vom Kaiser empfangenen Persönlichkeiten morgen früh dorthin zurückkehren, um mit der Opposition Verbindung zu suchen.
B«d»pest, 15. Febr. Die Donau-Dampfschifffahrt-- Gesellschaft hat mit dem heutigen Tage den regelmäßigen Schiffsverkehr zwischen Budapest und Semlin sowie auf der Save ausgenommen.
Bttdapest-15. Febr. Die Polizei verhaftete den Ulanen- Oberleutnant Ritter von Tieskowski wegen Wechselfälschungen in Höhe von 28 000 Gulden.
Bttdedpest, 15. Febr. Dem „Pester Lloyd" zufolge ist in dem Wiener Kronrath die Entscheidung noch nicht gefallen und es sei von einem Abbruch der diplomatischen Berhand- Inng*n derzeit noch nicht die Rede. Man will erst noch die Antwort der Opposition erwarten.
Paris, 15. Febr. Esterhazy hat einen Brief an den Präsirenten des Kass»tionShofeS, Maceau, gerichtet, worin er sich darüber beklagt, daß die Untersuchung gegen ihn wegen
Paris, 15. Febr. Gestern hat zwischen einem Redakteur
Marineministerium be» der drei neuen Kreuzer Petersburger Werft ein
Dasselbe wird 12 600
keit in einer Stunde haben.
Aus Stadt- und Landkreis Hanau
Nachdruck unserer Lokalartikel nur mit Quellenangabe „Han. pn?." gestattet.
Beamtenpersoual-Nachrichten.
Erraullt: der Pfarrer Köbrich zu Litbenau zum 1. Pfarrer von Grebenstein und Pfarrer des VikariatS Schachten, der Pfarrer Riebeling zu Merzhausen zum Pfarrer in Liebenau,
lagen. Wer schwächlich oder wessen Lunge nicht ganz intakt ist, «uß sich ganz besonders gut pflegen nnb schonen, weil er noch mehr als der Gesunve durch Influenza gefährdet ist. Für feien aber, ohne Ausnahme, ist die Beobachtung bei vorher geschilderten Verhalten- von Anfang die beste Bürgschaft dafür, daß er eine so unberechenbare Krankheit, wie die Influenza, gut übersteht.
Aus Kunst und Leben.
Ein neues Mittel bei Hauttuberkulose (Lupus). Dr. Wagner-Leipzig berichtet in der „D. Ztsch. s. Chirurgie" über Kalium hypermanganicum, bei der Behandlung von Tuberkulose der Haut. Der Versaffer konnte die Beobachtung machen, daß das übermangansaare Kalium aus daS Granu- lattonsgewebe intensiv zerstörend wirkt, während es auf bal gesunde Gewebe nicht dieselbe zerstörende Wirkung ausübt. Durch diese Beobachtung kam Wagner auf die Idee, das Kalium bei LupuS (Hauttuberkulose) in Anwendung zu bringen. Der Versaffer der interessanten Arbeit, in welcher eine Anzahl von Krankengeschichten angeführt wird, hat daS Kalium in 34 Fällen, sowohl bei Affektionen der Extremitäten, des Gesichts, des Rumpfes, wie bei tuberkulösen Höhlenzeschwüren angewendet und auch in solchen Fällen Erfolg damit gehabt, wo Ausschabungen mit dem scharfen Löffel ohne Erfolg geblieben waren. DaS Verfahren ist außerordentlich einfach: auf die von Krusten befreite und abgetrocknete Wunde wird eine Schicht von 2—5 Millimeter pulverisirten, trockenen und reinen übermangaasauren KaliumS gestreut. Auf daS pul- verisirte Krystall kommt eine Lage sterilistrter Watte, um bal Pulver vor dem Abfallen z« bewahren. Tuberkulöse Höhlen- geschwüre werben mit dem Pulver gänzlich auSgefüllt. Der Verband muß erneuert werden, sobald er von dem Wundsekret durchdrungen ist Ist die Wände gereinigt, so genügt ein einfacher antiseptischer Verband. Durch daS Aufstreuen des PuloerS entsteht allerdings ein örtlicher Schmerz, der ziemlich lange andauert, im Allgemeinen aber soll er geringer sein, als bei Anwendung anderer Aetzmittel.
___16. Februar.
der RezierungSbaumeister Brzozowski zum Königlichen Kreisbauinspektor zu Schmalkalden,
her Referendar Zimmermann zum GerichtSaffessor.
Uebertragen: dem kommiffartschen Kreistt'terarzt Storch die KreiStdierarztstelle für den KreiS Schmalkalden.
Entlasten: »er Referendar Graf Solms zu Laubach auf seinen Antrag auS dem Justiz)imst behufs Uebertritts zur allgemeinen Staatsverwaltung.
* Normalfpttrige Kleinbahn Wächtersbach-Orb. Born Reglerungdprästörnten wuroe dir Vornahm: von Vorarbeiten für eine normaffpurige Kleinbahn von Wächtersbach nach Orb genehmigt.
* Polizeiverordnung. Das „Amtsblatt" veröffentlicht eine die Sch fffatzrt uuv Flößerei auf dem kanelistrten Main unterhalb der Bürzel - Offeubacher Grenze regelnde Polizeiverordnung des Oberp:äsi eaten.
* Kirchenkonzert. Unser w»stk!iebenLeS Publikum machen wir nochmals auf daS heutige Kovzrrt des Marien- kirchevchores aufmerksam. Lekaoute uns beliebte Künstler sind als Mitwirkeude gewonnen worden. DaS Konzert beginnt präzis 71/« Uhr.
* Der deutsche Werkmeisterverband wird am 1. April in Eisenach seine 11. ordentliche Delegirtenoer- sammlnng abhalten. Im Jahre 1884 auS kleinsten Anfängen in Düsseldorff entstanden, hat der Verband im Jahre 1899 die Zahl von 35 000 Mitgliedern überschritten. Die Zahl der örtlich selbständig organisirten BezirkSvereine ist auf 615 gestiegen. Seinen Wittwen hat der Verband im Jahre 1898 allein 189 000 Mk. an Unterstützungen bezw. Gttt- wengeldern auSgezahlt. Die Leistungen der Sterbekasse betrugen 1898 rund 305 000 Mk. Die Unterstützungen an Mitglieder, Invaliden, Wittwen unb Waisen 337 000 Mk. Die Leistungen biS Ende 1898 betrugen insgesammt 3 884 000 Mk. Das Gesammtveimö;en deS Verbandes einschließlich Sterbekasse betrug Ende Dezember 1898 1937 800 Mark. Seit dem Jahre 1896 hat der Verband auch eine Jnvalidmkasse eröffnet. Ferner besitzt der Verband eine wirksame Stellenvermittlung und ein gutes Verbandsorgan. In der kurzen Zeit seines Bestehen- hat der Verband mehrere Millionen für seine sozialen, al- mustergiltig anerkannten Einrichtungen aufgebracht. Angesicht- dieser Leistungen sind die sozialdemokratischen Angriffe gegen ihn nur dann verständlich, wenn man bedenkt, daß er für Streiljwecke niemals etwas ausgegeben hat und sich aller Hetzereien enthält.
* Gegen die Margarine. Die wilchwirihschaftliche Kommission der hessischen LanowiithschaftSkammer beschloß in ihrer letzten Sitzung, bet der Landsirthschaftskammer zu beantragen : a) durch Rundschreiben bei den angeschloffrm» Molkereien dahin zu wirken, »atz dir betheiligten Landwirthe keine Margarine mehr verbrauchen; b) beim Land e-ausschu ß dahin vorstellig zu werden, daß in seinen Anstalten keine Margarine mehr verbraucht werde.
* KreiS.Tnrntag. In Nr. 8 der „Teutschen Turn- zeitung" vrröfftutlicht der geschäft-führende Ausschuß bei Mittelrheiuische« TurnkretseS den Arbeitsplan für 1899. Danach ist für den 15, und 16. April die Sitzung deS KreiS- AsSfchuffeS und der 60. KreiS Turntag im Hause deS Turnvereins in Offenbach a. M. vorgesehen.
* Durchschnittspreise. Der Durchschnitt der höchsten Tagespreise für Fourage beträgt mit einem Aufschlage von 3 Prozent für den Monat Ff druar 1899 in dem Stadt- und Landkreise Hanau für Hafer 7 Mk. 97 Pfg., für Heu 3 Mk. 60 Ps., für Stroh 2 Mk. 55 Pfg. pro Zentner.
* Marktpreise. Im Monat Januar 1899 betrug in Hanau der Durchschnittspreis für 100 kg Weizen Mk. 16.64, Roggen Mk. 14.88, Gerste Mk. 16.55, Hafer Mk. 14.62, Erbsen zum Kochen Mk. 27.21, Speisebohnen (weiße) Mk. 24.46, Linsen Mk. 41.-, Eßkartoffeln Mk. 5.42, Richt- stroh Mk. 4.58, Krummstroh Mk. 3.12, Heu Mk. 6.43, Rindfleisch im Großhandel Mk. 122; für 1 kg Rindfleisch im Kleinhandel von der Keule Mk. 1.44, vom Bauche Mk. 1.25, Schweinefleisch Mk. 1.60, Kalbfleisch Mk. 1.30, Hammelfleisch Mk. 1.04, Speck (geräuchert) Mk. 2.02, Eßbutter Mk. 2.05.
* Stadttheater. (Benefiz Jüngling.) Auch wenn die Wahl des Stückes nicht eine so ungewöhnlich anziehende wäre — denn die melodiöse und humorvolle „Fledermaus" mit 3 Gästen von Renomm4 in den Hauptrollen ist für hier theatralische Extrakost — so könnte unsere beliebte Sondrette sicher auch ohnedies aus ein volles HauS rechnen. Jzre synpathisch; — dezente und dabei doch so wirkungsvolle Darstellungs lunst haben sie in kurzer Zeit zu einem «»gemein gern gesehenen Mitglied unseres EssembleS gemacht. In der schönen Gesangsrolle der Adele hat FrSul. Jüngling die beste Gelegenheit zur Entfaltung ihrer vorzüglichen Stimmmittel und ihres sonnigen Humors und ihre Leistung wird sich sicherlich denen der mitwiilenben Gäste würdig anschließen. Die Rosaltnde gehö t zu den anerkanntesten Darbietungen der gefeiertes Operetten Diva, Fräul. Ravarra von Frankfurt, ebenso zählt Herr Costa, der den Eisenstein singt, zu den ersten Mitglieder« der Mainzer Bühne. ES ist somit ein höchst interessanter Theaterabend zu erwarten.
* Schülervorstellttttg. Die hiesige Theaterdirektion hatte die Güte, am gestrigen Nachmittag den Schülern der unteren und mittleren Klassen beider Volksschulen auch Gelegenheit zu geben, sich bei freiem Eintritt an dem von Herrn Steingötter verfaßten Märchenspiel „Plappermäulchen" ergötzen zu dürfen. Dasselbe verfehlte natürlich nicht seine erheiternde und belustigende Wirkuug auf die froh bewegte Kinderschaar, so daß der verehrlichen Theaterdirektion an dieser Stelle gerne der herzlichste Dank für ihr freundliches Entgegenkommen abgestattet wird.