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Hanauer Anzeiger
15 Februar.
geleit harke, wollte n»$ schnckl d r Herrschaft eine (evüafchte, Lotterie festgesetzte Strafe lautete bei jedem der Betheiligken
Taste Bsuillon bereites. J i der Eile ergriff sie die Zütuugeu nebst de« Aihi^ein und b achte mit de es Hilfe dar F«er zu bessere« B:;n en. Zr spät bemerkte ssS Dienstmidchen dat U- JSct
Frnnkfttrt a. M., 13 Wr. Hier ist ein neuer Forti^rut er J i; st te zu eerzeichuen. ^E st-ö Frankfurter Hasstuch».''leihua^r - ZuKitut" betitelt sich eit Uuteruehmrn, daS hier ins Leben tritt und lei 'wrisr wS östlich Handtücher an Bureaus, 8a rr u Fsbrikeu zu ei P eife vsu 6 Pfr. für Stück nur Woche liefert.
Vermischte Nachrichten.
_ Ei« Kampf suf Leben unS ^od z^sch-n -mem ^ ^ ,8 Der Speck wird- auf die Axt ge-
Straflm^uno ,-mem Tra sporleur war d^e V-raulaffunz, ^dru. D r Janze sitzt heute noch hinter dem Ofen, hat daß am scnnabend auf der Berit«-Magdeburger W^n bL, ^ m t Speck neben sih liegen uad wa tet bis d-e ein nach Berlin gehender Fernzug zum Halten gebraut wurde. - m
Der Transporleur hatee den Gefangenen, einen schon oft f vorbest'üftcn Schiffer Nrm ns Fischer, in Stendal üoemommen
und ihn an das Brandenburger Zuchtiaas zur Verbüzung einer fLfjährigen Zuchchausstrafe abzuliesecn. F scher, der in Anbetracht seiner Gefährlichkeit aa beiden Händen Feffeln trug, bat in der Nähe von Genchin dm Transporteur, er
möge .p» vvu, cuk^w II« uiarecu, vu « «h «tuu brfiadet. Leopold W rtheim in Cass4, Sahnhosstraßr 10, verzch-.en wolle. In seiner Gutmütigkeit willfahrte dw Be-. oo« 3. Januar^ 1899 ab. — W. 7995. ÄL 38 treffende d.n Litten, worauf ter Gesang ne auschemend mit! Nr. 109 075, Hrash turgsz? äße aas Steingut, Bor- Heißhunger ras Bro« verzehrte. Plötzlich sprang er auf und!pllm orer Glas, ^k^-az ich'-t trg Die D-ck-lZesestizung» matte den Versuch, die Thür zu öffnen, um aus dem Zage! vermittels eine» «m Gefäß drehbar an^b achten und am zu springen. Ese er sein Vorsabeu aus'üire» konnte, harte-D^ckel ssgeschraubten s er awüteten Scharnie S. Dr. R. ihn ser Wacht r schon gepackt. ES echnm sich ein heftiger Ks «ig in Schlierbach b. W^ÄterSbach, som 19. Dezember Kawpf. Der Sträfling packt- den TravSporteur, warf ihn l888 «^ ;— ^- 8641. ÄL 34.
möge ihn doch eine Hand frei machen, da er ein Stück Zrsd
zur Er e und würgte ihn. Nur mit Aufgebot aller Kräfte
gelang es d m Tr nsporteur, sich frei zu machen und die '^ B -iennerg.
Nothbreu-se zu ersässen. Der Zug hi lt sofort auf freiem *•« Salz;aas 3, vom 7. Januar 1899 ab. — R. 6409. Feloe; der Sträfling wurde überwältigt und unter sicherer j Kl. 34.
B-deckang nach Lrandenburg geschafft.
Flucht tintil Betrügers. Großes Aufsehen erregt Ä«4)üge aus dem Rmtsslatt der Königlichen in Haysurg die Flucht des Zigarren andlers Joffel Rapr Revier««, z» Cassel.
port, welcher 100 000 Nk. mit sich nahm und eine Schulden-
Wächtersbüch. Die im Grundbuche von Wächtersbach lan von 300 000 Mk. hinterließ. Derselbe führte ein höchst auf ben Namen des Christop Bold, L-Hrer an der Stadt- ausschweifendes Leben. Sei-e Gläubiger setzten auf die Er-i schule zu Wächters^sÄ, eingetragenen, in der Gemarkung von greisung d-s Flüchtlmzs 1000 Mt. Belohnung aus; zwei Wächt^obach belegenen Grundstück?, soll« auf Antrag der Detektios nahmen die V rfolzung auf. iEhefrau t^ Zugsühre-s Carl Hellwig, Koma in- Mo-
AberglKttbe«. Eine Verhandlung bot der Raums- tät« Elisab-td, «geb. Bold, zu EfSwege, vertreten durch karger StraMmmex warf wieder ein recht schlimmes Licht R-chtsMwalt P^y ser dasilbst'zum Zwecke der Ausemand r- auf den Aberglauben, der noch da und dort im Volke setzung unter den Miteigenthümern am 13. Ä8 1899, herrscht. Zu einer 61 Jahre alten Frau Namens Marianne vormittags 11 Uhr, vor dem Königlichen Amtsgericht zn Mem^ld, deren Vater, Cutter Schwester und Ss-wägerin WäL^erevach zwangsweise versteigert werden.
schon lehrst gestorben sind, kam im November v. Jr. die
Zigeunerin Therese Winter Shirmhä dlersehefrau von Epfen- dorf, und behauptete, alle ihre verstorbenes; Angehörigen seien
im Fegfeuer und sie (die Memhele) selbst und ihre ganze Verwandtschaft seien der ewigen Verdammniß verssllen, wenn sie (die Winter) nicht helfe. Nsr sie fei allein im Stande, die Verstorbenen aus dem F°gfeuer zu retten und die Lebenden vor er ewigen Verdammraß zu bewahren, der Pfarrer könne dies nicht t-un. Aber zu dieser Sache g ore Geld und abermals Gel'. Die Memheld,- eine etwas beschränkte Person, die schon früher einer wahrsagenden Zigeunerin für das Versprechen, den Vater aus dem Fegleuer zu erlösen,
400 Gvlden gegeben hatte, g anbte der Winter sofort und
„™ ;;. ;^ ™ ^ii;.^.; ^ n. D- aber Hefe •* ;« «” binte' I, m Mkr *■ M
Summe zur ^Befreiung" noch nicht reichte, so schwindelte 2ng>-.Lmmen.
gab ihr für das Erlösangswerk 150 Mk.
die Wirt.r rwch einigen Tagen der Memdeld r-chmals 42 Mark, dann später wieder eine kleinere Summe und endlich noch einmal 40 Mk. ab, welche Summe die.einsält ge Frau
entlehnen mußte. Mückücher weise erfuhr jetzt der Bruder der
Mmhelo von der Geschichte und machte der Sache ein f von Huberlusstock aus mit Gefolge einen Ausflug nach der
Ende, indem er die Schwindler n v .haften ließ. Das Ge- etwa drei Stauden vom Jagdschloß belegenen Försterei richt verurtheilte die Betrügerin zu einer Gesärgckstrafe von Düllenkrug, woselbst ein Waldfrühstück stattfand und kehrte
6 Monatm.
Dcks grotze Lsss vsr Gericht. Das Kömsliche;
Landgericht zu Ft n^burg har -ieser Tage in einem Cioil- General-Leutnant und Kommandeur der 14. Division ist nun- prozesse eine Ent'S-eidsnz gefällt, die insofern von allgemeinem: mehr in Gnrehmigung seines Abschiedsgesuches mit Pension
Jutereffe sein dürite, als so m-ch die vulisch bkst-.hcnden i zur Disposition gestellt worden.
Zweifel, ob den preußischen Gerichten über einen in einer j Berlin, 15. Febr. Die Interpellation Johaunsen über verbotenen ausländischen Lotterie kefallenen Gewinnantheil die die Ausweisungen aus Nordschleswig steht zwar als zweiter Rechtsprechung zuste^t oder nicht, beseitigt imb. Der That-' Gegenstand uns der Tagesordnung der heutigen Reichstags- bestand in folgender: Im Rärz v. I. fiel ein erheblicher: Sitzung, wird aber erst morgen zur Besprechung kommen.
Theil des grozea Lsoses der Kopmhugene^ Lotterie mehreren Berlin, 15. Febr. Professor Runhold Vegas ist vom
Flensburger Bürge n zu. Unter anderem panizipirten an , Kaiser beauftragt worden, für die Sieges-Allee die letzte diesem Gewinn die do^t wohnhafte Wittwe Ralfs und deren Nischengruppe, deren Mittelpunkt Kaiser Wilhelm I. sein soll, Sohn, der C'.garrm^briksnN C.'RalfS, mit reichlich 43 000 auszuführen. Dem Standbilde des letzteren werden die Mark. Bei der Auszatzlurg dieses Gewinnes, der von Ralfs • Büsten Bismarcks und Moltkcs zur Seite gestellt werten, jon. erhobn wurde, stellten sich tun Differenzen Mische«, Berlin, 15. Frbr. Die letzte Nummer deS „Simpli- den beid.n Gewinnern, der 73jätzrigen Wittwe 3t. uns deren vorgenanntem Sohre, heraus, inbern Öfterer zunächst den Versuch wachte, seine alte Mutter mit 200 Mark abzufinden.1 Als er hiermit kein Glück hatte, bot er ihr 10 000 Mark,
um sie zur Perzichtleiäunz auf den ihr zustehenden Antheil zu bewegen; als auch dies-s nüti nutzte, stellte der Sohn die Behauptung auf, seine Mutter habe aas die letzten drei Ziehungen nich s bezrhlt und de halb auch nichts zu verlangen, wie er auch durch seinen Anwalt erklären ließ. Die
Wittwe Rrlfs, welche viele Jahre hindurch das LooS allein o— ......O.T„. ------ ,—,. —________
gespielt und ihren ^oha erst in den letzten drei Jahren als Rettnrgsversuche aufgebm, da seine Boote zerschmettert und
Mitspieler zugelasseu Hütte, stre gte nun, nachdem sie ihrer MitteSostzkeit halber das Armenrecht erhalten, gegen ihren Sohn einen Prozeß an, der damit endete, daß der Kläzerin f
die ihr znkommendm 21000 Mark rebp Kosten und 5 verspürt. Mehrere Häuser wurden stark beschädigt. Einige Prozent seit der Ansjahlung deS Gewinnes anszuhäudigeu Kamine sind umgestürzt.
sind. Das Urtheil wurde für sofort vollstreckbar erklärt. — Wien, 15. Febr. Die Minister Fejervary und Banffy Die seitens des Gerichts wegen Spirleus in einer verbotenen sind hier eingetroffen, um an dem heute Vormittag unter dem
auf fünf Mrrk.
Eine ganj tolle Geschichte wird aus WHKd bei Hoya erzärlt. Ein junger Me 's h vwlchie sih dort vor ewa 14 Tagen durch einen Axthieb dm Fuß. Das Natü.-- lichste wäre nun grw-sm, den Arzt zu Ho'ea. Aber das geschah nicht. Die Gwatterschaft steckw die Köpfe zusammen uns man kan zu dem Schluß den Rah eines Wechg'der weisen Mannes zu befolgen uns dieser Rath bestand darin, daß man auf die Axt mit der sich bet Jaaze ins Bein gehauen hatte, ein Stück «Speck auf 'in )en müsse. W.nu der Sp ck auf der Axt affzetroknet sei, oaun würde auch die Wunbe geheilt fein, und saß rb in habe dieses Synpatsie- Mittel noch die Wirkung, daß die Wunde sich nicht entzünde.
G e b 'r a u ch s - M u st e r.
Nr. 109 089. Auoedmmu von scharfen Eisen'anten auf dem Unfisge des Well mtsei es, w lch r innerhalb einer ro- ti eu^B, zun Eatrin en os Holz dienenden Tronmel sich
svzeschraMen s ec «^nieteten Ächarnie ;. Dr. R. ig in Schlierbsch b. Wächtersbach, som 19. Dezember
Nr. 109 038
Tisch g »räth mit sichibarem Rufzeichen für D. W. R e n t H «ge t h Frankfurt a. M.,
Regierung zs Cassel.
Schiffsbericht.
Der Hamburger Doppelschrauben-Schnelldampfer ^Augnsta
Viktoria" ist am 12. Feö.uar wohlbehalten in Nizzz
eingetroffen.
Hsmburg, 13. Febr. Der Dampfer ^Valencia" von der Haumurg - Amerika- Lichr ist vorzefters in St. Thomas ein^tteffen.
Bremen, 12. Febr. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd § Prinz-Regent Luitpold" ist gestern th Colombo riL e« tröffe-
New-Nork, 12. Febr. Der Dampfer ^Kensington"
Drahtnachrichten des „Han. Anz."
Berlin. 15. F br. Das Kaiserpaar unternahm gestern
am späten Nach mittag nach dem Jagdschloß zurück.
Berlin, 15. Febr. Prinz Heinrich XVIII. Reuß,
cisfimss" wurde gestern Abend hier polizeilich beschlagnahmt.
Berlin, 15. Febr. Das Schicksal des Dampfers Bulgaria ist noch immer nicht hinreichend aufgeklärt. DieHam- burg-Amerikanische Packetfahrt-Gesellschaft nimmt an, daß der Rest der Passagiere und Mannschaften von den beiden andern Dampfern, welche sich noch in der Nähe der Bulgaria befanden, ausgenommen worden sind. Nach einem aus London eingelaufmen Telegramm aus Sanct Michael berichtet der Kapitän des Weehawken, es sei wohl möglich, daß das Wragg
der Bulgaria nicht untergehen werde. Er selbst mußte weitere
der Schiffraum voll Wasser war.
<?Äti#tM^e, 15. Febr. Gestern Nachmittag um 5 Uhr wurde in Leiselheim am Kaiserstuhl ein starkes Erdbeben
Vorsitze des Kaiiers ftatifinbenben Kronratbe theilzunehme». iTrotz der zuversichtlichen Sprache der hiesigen ungsrischm Reg eruug gilt es in eing?wnhten Kreisen für sicher, daß Banffy zurücktritt. Derselbe hat bereits alle Vorbereitungen getroffin, um seinem eoentuetten Nachfolger ba8 Amt ohne Verzögerung zu überleben. Man glaubt hier, daß der Kaiser Fej rva y mit der Kabineisbildung betrauen werde.
Pspis, 15. Febr. Der Matin v-rsichert, daß der Minifterp äsid'ut Dapny sih vor einigen T«zm bei einer AdenKatel mit mehreren Abgeordneten über die F ag! des neuer Gesetzentwaries betreffend das Rwisiansverfahren uater- 1 falten habe. Dryny soll di sem erk ärt haben, die DkeyfaS- angelezerheit würde beendet sein, sobald der neue G.'fchmt- rvarf du^chgeben werde. Auf das Bemerken einiger Abge- ! ordneten, welche an bie^e Verfthernaz nicht glauben wollten, erklärte Dupuy dem Abgeoroneten Hundert ganz besonders, er mähe mit ihn eine W tte um ein Diner von 20 Gedecken, daß der Cassa ionshof sein Urtheil sprteste.is bis zun 20. März gefällt haben werde.
^ariS, 12. Febr. Bei der gestrigen Abfah'-t Ro Heforts vor Algier sind dock keine Kundgebungen vorgekonmen.
Chckrlepoi 15. Febr. D e de no'ransche Vereinigung hat in ihrer Geaecaloersannlurg die Kanckiatur des Anarchisten Moineau abgel-hnt um gegen die Haltung des Gmeralrathes her sozialistischen Partei in dieser Frage pro- testirt. De.' MD-Mstenlührer van der Bilden hält trotzdem seinen Entschluß zu demissio liren aufrecht.
AdsiilMMts-EiMgsg.
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