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Hanauer Anzeiger
18 Januar.
Ordnung des früheren deutschen Bundesrechts regelmäßig statt- gehabt. Es entspricht auch nur dem Charakter deS Bundes- verhältuisseS, nicht vorzeitig durch Vereinigung der verschiedenen Prozeßabschnitte die Möglichkeit auszuschließen, daß in einem neuen Stadium eine Annäherung der streitenden Theile, sei eS durch eigene Vereinbarung eines AuStragS, sei es in der Sache selbst, eintrete.
Mg. Lieber (Centr.) bezeichnet den schaumburgischen Antrag an den Bandesrath als ganz erstaunlich, er enthalte die stärksten Fußangeln für das Reichs- und Staatsrecht. Es gebe nichts Confuseres als diesen Antrag. Wenn er, Redner, die Zuständigkeit des Bundesraths namens seiner sämmtlichen Freunde durchaus verneine, so müsse er doch ebenso sehr die Zuständigkeit des Reichstags verneinen, sich in Privat- fürstenrechlsfrageu einzumischen. Es sei nicht bekannt, daß in dem Schiedsvertraze die schaumburg-lippische Staatsregierung mitgewirkt habe. Haben sie das nicht, so gebe es nur zwei Möglichkeiten. Entweder der Schieosantrag sei giltig, dann sei der schaumburg-lippische Staat nicht betheilizt. Oder derselbe sei becheiligt, dann wäre der Schiedsautrag ungiltig. Der Bundesrath sei in der That ein Nichts. Dem Bundesrath erwachse ein Vorwurf aus seinem Beschluß, er habe dem Rechtsbewußtsein einen schweren Schaden zugefügr. Und deßhalb habe der Reichstag die Pflicht, Stellung hier zu nehmen und auszusprechen: Recht muß Recht bleiben 1
Abg. v. Dziembowski-Vomian (Pole) beschwert sich über einen Erlaß betr. Behandlung von polnischen Namen seitens der Standesämter.
Staatssekretär Graf Posadowsky erklärt, namens des Bnndesrarhs müsse er entschiedm Einspruch erheben gegen die Kritik, welche der Abg. Lenzmann an einem Bundesraths- beschluffe geübt habe. Er frage, was wohl der Reichstag sagen würde, wenn ein Buvdesrathsmitglied eine solche Kritik an einem Reichstagsbeschlusse üben wollte. Herr Lenzmanu sei weit über das hinausgeganzen, was der Bundesrath ertragen könne.
Abg. v. Levetzow (kons.) betont, sein:Freunde suchten in dem Beschlusse ves Buudesraths niches als die Konsta- tirung der Thatsache, daß nach Anstcht des Brndesraths es sich um einen Streit zwischen zwei Regierungen handele.
Abg. Lenzmanu (freis. Vp.) stellt fest, daß er den Bundesrath uicht habe beleidigen wollen. — Der Etat des Reichskanzlers wird genehmigt. — Cs folgt der Etat des Reichsamts des Innern.
Abg. Molk enbuhr (Soz.) führt Beschwerden über die zu niedrigen Festsetzungen der Seeunfallrenten.
Geh. Rath v. W o e d t k e entgegnet, von irgend einer Gesetzesver.etzung, wie Vorredner behaupte, könne keine Rede sein.
Abg. Beckh (freis. Vp.) wünscht internationale Vogelschutzvereinbarungen.
Staatssekretär Graf Posadowsky bedauert, daß es noch nicht gelungen sei, die bezügliche Pariser Konvention zu ratifiziren.
Nunmehr vertagt sich das Haus auf Mittwoch 1 Uhr. Tages-Ordnung: Anträge, nnd zwar Kliakowström (Bestrafung unbefugter Veröffentlichung von Geheimerlassen), Agster (obligatorische Gewerbegerichte), Rickert (Schutz des Wahlgeheimn sses).
Schluß 4S/* Uhr.
Preußischer Landtag Herrenhaus.
(Sitzung vom 17. Januar.)
Zunächst wird eine Reihe geschäftlicher Angelegenheiten erledigt und v. A. mitgetherlt, daß durch Niederlegung des
Tagaten durchweg eigenchümlich sind. Neben dem Kauen des Bethels (Buya), den der Tagale passtonirt liebt und in den Kramläden der Bethelmädchen oder Buyeras ersteht, ist da vor allem die Leidenschaft für die Hahnenkämpfe zu nennen, die aber anscheinend nicht den Spaniern in die Schuhe geschoben werden darf, sondern als autochthon anzusehen ist. Sein Hahn ist dem Tagalen das Höchste; ihm widmet er mehr Sorgfalt als seinen Kindern; er ist das Erste und das Letzte, was er am Tage besorgt und liebkost. Er nimmt ihn mit aufs Feld, wo er arbeitet, erlabt sich dort an seinem Anblick und streichelt ihn; er trägt ihn auf seinen Spaziergängen unterm Arme mit sich. Einen Hahu, der schon einige Zeit ihm gehört, verkauft der Tagale nicht mehr; einen Hahn zu kaufen (und ein guter kostet oft 40—70 Pesas) hat er immer Geld, auch wmn er sonst nichts hat. Gelegentlich trai- ntrt er das kostbare Thier in einem kleinen Kampfe mit anderen Hähnen; die großen Hahnenkämpfe aber finden in eigenen Arenen zwischen spornbewaffneten Hähnen statt. Dann ist der pflegmatische Tagale nicht wieder zu erkennen, mit fieberhafter Erregung verfolgt er den „match*, und Hütte die Regierung nicht die Wetten auf ein Maximum von 50 Pesas beschränkt, er verspielte hier, wie weiland die alten Germanen, Kind und Kegel. Mit derselben Leidenschaft stöhnen sie dem Kartenspiele, daS nur zu gewissen Stunden erlaubt ist, weil die Tagalen sonst Tag und Nacht über ben Karten Hocken würden, die schon manchem von ihnen all' lein Hab und Gut gekostet haben. Gerade bei indolenten Rassen findet man ja derlei fanatische Passionen nicht selten. Auch das Theater zählt zu den Leidenschaften der Tagalen. Bei den Kirchenfesten finden unter freiem Himmel die großen Vorstellungen statt, die stets den Kampf der Christen gegen die Mohammedaner zum Gegenstände haben. Tage und i Rechte lang zi-hm sie sich hin, Hunderte von Personen wirken mit, und alles wirv mit der größten Ausführlichkeit dargestcllt, ;o da^ z. B. ein Gefecht mindestens eine Stunde in Anspruch nimmt, wobei denn die Schauspieler immer mchr
Mandats der Oberbürgermeister Zelle ausgeschieden sei. Hierauf wird das neu eingetretene Mitglied Fürst zu Fürstenberg vereidigt.
DaS Haus vertagt sich. Nächste Sitzung unbestimmt.
Abgeordnetenhaus.
(Sitzung vom 17. Januar.)
Alterspräsident Abg. o. Boß eröffnet die Sitzung. Anwesend sind 400 Abgeordnete. Die Wrhlen von 408 Abgeordneten sind geprüft und haben zu Siebenten keinen Anlaß gegeben.
Auf Antrag des Abg. Stengel (frk.) wird das frühere Präsidium: v. K r ö ch e r, Präsident, Frtzr. v. Heeremann erster und Dr. Krause zweiter Vizep ästoeut durch Akklamation wiedergewählt. Die Herren nehmen die Wahl dankend an.
Ja gleicher Weise werden zu Schriftführern gewählt die Abgg. Bock (kons.), v. D ett e n (Ctr.), Im W alle (Ctr.), I ü r g e n s e n (natl.), W e y e r b u s ch (frk.), v. Bocke l- ber z (kons.), W e t d e k a m p (freis. Volkp.)
Hierauf ehrt Präsident v. K r o e ch e r das Andenken des verstorbenen Fürsten Bismarck durch einen längeren Nachruf.
Finanzminister v. Miguel gibt jetzt eine ziffermäßige Darstellung des Ordinariums und deS ExtraordinariumS des EtatS. Die günstigen Ziffern des ExtraordinariumS beeinflußten den ganzen Etat und zeigten das Bild einer günstigen Finanzlage. Unter den Beamten, für welche Gehaltserhöhungen in dem Etat in Aussicht genommen seien, verdienten die Grenzaufsichtsbeimten besondere Erwähnung. Uebrigens gehe die Staatsregierun; von dem Grundsätze aus, daß auch für Unterbeamte die Gewährung von Dienstwohnungen wichtiger sei als Gehaltszulagen. Die Forderung nach Tarifänderungen werde imm.r lauter, aber Niemand könne eine Gewähr dafür leisten, daß durch solche Aenderungen eine Minderung der Einnahmen nicht eintreten werde. Unbegründet seien auch die Klagen, daß für kulturelle Zwecke keine Aufwendungen gemacht würden; gerade daS Extraordinarium weise zahlreiche Posttionen auf, die solchen Kulturzwecken dienen. Für die Aufbesserung der Wittwen- und Waisen-Unterstütz ungen seien 3 Millionen mehr erforderlich geworden. Die Aufbesserungen hätten bei den Unterbeamten 30°/», bei den mittleren Beamten 13°/» ihres früheren Einkommens erreicht. Zur Förderung der Kulturaufgaben gehöre auch die Kräftigung des deutschen Elements in denjenigen Gegenden, wo eine feindselige Strömung der Bevölkerung existire, wie an der Ostgrenze. Die Regierung wolle diese Leute nicht beseitigen, sondern gewinnen (Beifall).
Es entspinnt sich nun eine längere Geschäftsordnung^ bebaue darüber, an welchem Tage die nächste Sitzung statt- finben soll. Der Entschluß geht dahin, die nächste Sitzung auf Sonnabend vormittags 11 Uhr anzuberaumeu. Tages- Ordnung: Erste Berathung des EtatS.
Der preußische Staatshaushattsetat.
Im preußschen Staatshaushaltsetat für das Etatsjahr 1899 sind die Ein na h me n auf 2,326,327,348, die Ausgaben im Ordinarium auf 2,187,175,538, im Extraordinarium auf 139,151,810, zusammen ebenfalls auf 2,326,327,348 Mark veranschlagt. Die Veranschlagungen ergeben für 1899 bei den Einnahmen ein Mehr von 138,799,964 gegen das Vorjahr, und bei den Ausgaben einen gleichen Mehrbetrag, wovon 131,284,158 M. aus das Ordinarium, 7,515,806' M. aus das Extraordinarium ent- fallen. Beiden staatlichen Betriebsverwaltungen ist im Ordinarium ein Mehr Überschuß von 39,264,716 M. veranschlagt. Hierbei ist zu bemerken,
in Wuth gerathen und es oft zu einem sehr realistischen Blutoeraießen kommt. Die Zuschauer aber harren unentwegt — Nachts bei Fackelscheine — aus, essen und schlafen auf ihren Plätzen und weichen nicht eher von der Stelle, als bis die Christen gesiegt haben. Dabei nehmen sie leidenschaftlichen Antheil an dem Stücke, und die Darsteller der Ungläubigen werden mit einem Hagel von Flüchen und Verwünschungen überschüttet.
Doch lebt unter der Hülle der christlichen Formen das Heidenthum noch immer fort, und oft äußert es sich in geradezu naiver Weise. So, wenn sich die Tagalen für eine Hochzeit vom Geistlichen Weihrauch zu verschaffen wissen und ihn dann unter dem den Ahnengeistern heiligen Baume zu Ehren dieser ^Nonos" verbrennen. Denn die Nonos wohnen nach ihrer Meinung noch jetzt aus Bäumen und Bergen; und wer an einem solchen vorübergeht, wird stets rufen: „Mit Deiner Erlaubniß." Das altheidnische Todtenmahl findet noch jetzt regelmäßig, freilich unter dem Aorwande, Rosenkränze zu beten, statt; neun Tage lang wird es gehalten und artet mit seinen Völlereien und Tänzen oft zur Orgie aus. Dabei wird dem Todten vor's HauS Wasser hingestellt, damit er sich bei seiner am dritten Tage nach dem Hinscheiden erfolgende Rückkehr in seine Hütte die Füße waschen könne. Auch seine alten Götter glaubt der Tagale noch in Wirksamkeit, nur daß sie jetzt zu Gespenstern geworden sind, die in das Leben der Menschen oft feindlich eingreifen. So steigt zum Beispiel, wenn eine Tagalin ein Kind erwartet, ihr Mann auf daS Dach des Hauses und haut und ficht dort mit seiner Lanze eifrig in der Lust herum, um den Unholden Patianac und Usuang, die der Mutter und dem Kinde gefährlich sind, den Zugang zu verwehren. Wunderlich vermengen sich bei den Tagalen »ft christliche und heidnische Anschauungen. So haben sie beispielsweise wieder ganz die spanisch-christliche Vorstellung adop- tirt, daß der Tod eines unschuldigen und darum der Seligkeit sicheren Kindts nur ein Gegenstand der Freure sei und
daß bei dem veranschlagten Mehrbedarf sowohl bei den Betriebs- wie bei den übrigen Verwaltungen für 1899 noch derjenige Betrag hinzuzurechne» ist, welcher auf die einzelnen Verwaltungen von den für 1899 im Etat des Finanzministeriums ausgebrachten Beträgen von insgesammt 12,332,000 M. zu Diensteinkommenverbesserunge» für Unterbeamte und einzelne Kategorien von mittleren Beamten entfällt.
Von den Mehrüberschüssen bei den Betriebsverwaltungen entfallen 15,189,934 M. aus die Eis cnbahv v erw altung. Bei der Verwaltung der direkten Steuern ist ein Mehrüberschuß von 12,313,100 M. veranschlagt; es sind nämlich die Einkommensteuer mit 12,000,000 M., die Ergänzungssteuer mit 500,000 M. und die Steuer vom Gewerbebetriebe im Umherziehen mit 177,900 M. höher in Ansatz gebracht, ebenso aber auch die dauernden Ausgaben mit 421,000 M., welche hauptsächlich zur Personalvermehrung und zur Errichtung neuer Katasterämter bestimmt sind.
Bei der Berg-, Hütten- und Salinen - Ler- waltung ist ein Mehrüberschuß von 5,059,912 M. veranschlagt, bei der F orst o e rw altuu g ein solcher vo» 3,888,970 M. Bei der Verwaltung der indirekten Steuern beträgt der Mehrüberschuß 3,526,000 M. Bei der Domänenverwaltung ergibt sich ein Minderüberschuß von 731,000 M. Die Dotationen und die allgemeine F i n a n z- verwaltung weisen im Ordinarium einen Mehrbedarf von 3,013,352 M. auf. Bei der Verwaltung der öffentlichen Schuld berechnet sich der veranschlagte Mehrbedarf auf 3,787,820 M. hauptsächlich zur Verzinsung neubegebener oder noch zu begcbender Anleihen; der Bedarf für beide Häuser des Landtages ist um 482,029 M. höher angesetzt. Bei der allgemeinen Finanzverwaltung ergibt sich ein Minderbedarf von 1,256,497 M. Die Ueberweisungen vom Reiche sind dem Reichshaushaltsetat für 1899 entsprechend um 21,576,000 M., der Matrikularbeitrag dagegen nur' um 20,542,458 M. höher eingestellt. Bei den eigentlichenStaatsverwaltuugen sind Mehreinnahmen von überhaupt 7,750,505 M. in Ansatz gebracht, doch handelt es sich hierbei zum größten Theile um Mehransätze, welche sich nur infolge der Anwendung des Grundsatzes der Brutto-Etatisirung auf die Einnahmen und Ausgaben der Gefängnisse und der Strafanstalten ergeben und denen demnach auch bei den Ausgaben entsprechende Mehransätze gegenüber stehen. Die dauernden Ausgaben der eigentlichen Staatsverwaltungen erhöhen sich um insgesammt 36,486,063 Mk. Bei b m Finanzmini st erium beträgt die veranschlagte Mehrausgabe 16,699,162 Mk^, Hierin sind die bereits erwähnten 12,332,000 Mk. für Diensttin- kommensaufbesserungen eingeschlossm. Bei der allgemeinen Bauverwaltung sind an dauernden Mehrausgaben 1,387,228 Mk. veranschlagt, darunter 710,000 M. infolge dxr Uebernahme der Kosten für die Verwaltung und Unterhaltung des D o r t m u n d - E m s - K a n a l S auf das Ordinarium des EtatS. Bei der Handels- und Gewerbeverwaltung beträgt die veranschlagte dauernde. Mehrausgabe 1,723,715 M., wovon 1,033,680 Mk. auf die Kosten der Nutzung der Bernsteinwerke entfallen, deren Uebertragung von der Domänenverwaltung auf die Handels- und Gewerbeverwaltung beabsichtigt ist. Dieser Mehrausgabe bei letzterer Verwaltung steht aber aus demselben Posten eine Mehreinnahme von 1,710,000 Mk. gegenüber.
Bei der Justizverwaltung sind die dauernden Ausgaben um 2,612,000 Mk. erhöht, bd der Verwaltung des Innern sind namentlich für die Polizeiverwaltung in Berlin und Umgebung, ferner für die Polizei-
begraben daher die Kinder unter großen Lustbarkeiten und Tänzen. Freilich sind sie überhaupt geneigt, sich Gelegenheit zu derlei Aeußerungen zu schaffen. Sie tanzen gern; ihr Nationaltanz Comintun, der pantomimisch eine Liebeserklärung von dem Ausdrücke des einfachen Wohlgefallens bis zu der heftigsten Leidenschaft darstellt, wird zu einer eigenthümlich romantischen Musik mit Eifer exkutirt; auch die Tänze der Weiße», Bolero, Walzer rc., führen sie gern aus; die Frauen behalten dabei ihre eigenartigen Pantoffeln, die Chinelas, deren Oberfläche kaum die Zehen bedeckt, an den Füßen. Der Musik sind sie sehr ergeben, und die aus Tagalen bestehenden Militärkapellen werden allgemein gerühmt.
Die Tagalen haben eine nicht uninteressante Geschichte hinter sich. Als die Spanier das Land eroberten, waren sie bereits im Besitze einer eigenen, in manchen Beziehungen recht hoch entwickelten Kultur, und es zeugt von dem in neuester Zeit sichtlich gewachsenen Nationalgefühle der Tagalen, daß sie sich in den letzten Jahrzehnten dieser ihrer Vergangenheit mit vieler Liebe angenommen und sich auch wissenschaftlich eifrig mit ihr beschäftigt haben. Welcher Art diese Zivilisation gewesen sei, können wir zum Theil noch bei den Jgorrotos erkennen, die allem Anscheine nichts anderes, als heidnisch gebliebene Tagalen, jedenfalls aber den Tagalen nahe verwandt sind. Wir sinden bei ihnen größere, ziemlich stattliche Dörfer, in denen j-oes Haus von dem benachbarten durch einen viereckigen umwallten Hof geschieden ist. Bewunderung verdient ihre Ackerbaukultur und ihr Berieselungssystem. „Die schroffsten Abhänge sind durch mühseliges Aufthürmen von Felsblöcken in Terraffenfelder verwandelt worden. Den Frlsen wird das Wasser durch ausgezeichnete Kanäle zugrfUhrt, Schluchten und Bergklüfte werven durch primitive Aqrädukte überbrückt, die aas rinnenartig ausgehöhlten Baumstämmen bestehen" (Blumentritt). Ihre Religion steht dem Heldenglauben der Tagalen sehr nahe, und wie früher die Tagalen, so haben die Jgorrotos noch jetzt einen zum Theil weiblichen Priesterstand. Auch die jetzt so