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Nr. 13
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für Stadt- und Landkreis Hanau 10 ^ di« 4ge?valtene Garmond- zeile oder deren Raum, für Auswärts 15 ^
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Amtliches Grgsu für Htsöt- unö LanöKreis Hanau.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage
Amtliches» Slctzdlkveis ^attavt. Bekanntmachungen des Oberbürgermeisteramtes. Bekanntmachung.
Montag den 16. Januar
ur-rrhigen i offen, hängt zum Theil damit zusammen, daß in Mangel eines direkten Kabels zwischen Deutschland und Amerika fast alle europäischen Nachrichten über London gehen und toit für die amerikarische fresse zugerichtet weiden.
i Hierin wird hoffentlich bald Wandel eintreten, und wenn den
_ ■ freien Amerikanern einst znm Bewußtsein kommt, wie sehr
Aus der Leonhard Mager'schin Stiftung soll den Sta- bisher ihre griffe unter fremder Vormundschaft stand, so
tuten gemäß an einen Dimstbcten, der wenigstens 10 Jahre bei einer und derselben Familie in der Stadt Hanau gedient und sich durch Treue, Fleiß und sittliches Betragen ausgezeichnet hat, eine Prämie verabsolgt werden, welche für dieses Jahr 40 M. betragen wird.
Bewerber um dieselbe haben ihre Dienstzeugnisse nebst Gesindebuch bis zum 1. Februar ds. Js. auf dem Rathhause abzugeben.
Hanau den 13. Januar 1899.
werden sie sich auch rasch eine klitischere Prüfung der ungünstig gefärbten oder ganz erfundenen Nachrichten aus und über Deutichland angewi?nen.
1899
Nachrichten zufolge verschiedene Einzeljcharmützel fiatigefanben, welche sämmtlich für Ras Makonnen unglücklich ausfielen. Wie es heißt, soll Makonnen in A^ame einzudringen versuchen unter Umgehung der Stellung Mangaschts. — Wie man sich wohl denken kann, freuen sich die Italiener, die den Herrn Menelik bekanntlich noch in höchst unangenehmer Erinnerung haben, über die Schlappen seines Freundes Makonnen.
Der Magistrat.
Dr. Gebeschus.
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Dienstnachrichten aus dem Kreise. .
Gefunden: Fünf weiße Taschentücher. Eine wasserdichte Pferdedecke auf dem Wege von Oberisstgheim nach Langendiedach; Empfangnahme bei dem Herrn Bürgermeister zu Oberisstgheim. Ein kleiner schwarzer Hslzkasten mit zwei kleinen Schlüsseln, im Schaltervorraum der Post stehen geblieben. Ein Portemonnaie mit 23,03 M. Inhalt. Ein gold.
Tagesschau.
Von der Marine Berlin, 14. Januar. Laut telegrophi ch r Meldung an das Oder-Kommando der Marine beabstchti.r S. M. S. „Prinzeß Wilhelm", mit dem Ch'f des Kreuzer-Geschwaders, Vize-Admircl von DiederichS an Bord, Kommandant: Fregatten Kapitän Trupp;!, am 16. Januar von Shanghai nach Amoy in See zu gehm; S. M. S. „Stofch", Kommandant: Fregatten-Kapüän Ehrlich, ist am 13. Januar in La Luz (Kanarische Inseln) angeko^mn und beabsichtigt, am 16. b. M. nach Tanger (Narokko) in See zu geben.
Die Ausweisungen aus Nordschleswig haben auch im damschen Foikeihing zu einer Debatte Veranlassung gegeben. Wie aus Kopenhagen telegraphirt wird, interpellirte
Politische und unpolitische Nachrichten.
(Depeschen-Bureau .Herold".)
Berlin, 15. Januar. Zu der heute Vormittag statt- gefundenen Feier des Krönungs- und Ordensfestes hatten sich die hier anwesenden Personen, denen der Kaiser heute Ortens= und Ehrenzeichen verlieh, im königlichen Schlöffe versammelt, um von der Ordens kommission die für sie bestimmten Dekorationen in Empfang zu nehmen. Hierauf begaben sich die Dekorirten in die Schloßkapelle, um -aselbst das Kaiferpaar, die Prinzen und Prixzessinen des königlichen Hauffs zu erwarten. Nachdem das Kaiserpaar beim Eintritt in die Kapelle von der Geistlichkeit empfangen worden war und seine Plätze eingenommen hatte, begann der Gottesdienst. Nach Be- endizuug besserten fand im Weißen Saale in der Bilder- gallerie unb den angrenzenden Gemächern Tafel statt, bei welcher der Kaiser einen Toast auf das Wohl der neuen und
Medaillon mit Photographie und 2 schwarzen Steinen.
in der vorgestrigen Budgetberathung des Folkcthings der Be- der älteren Ritter ausbrachte. Nich Aufhebung der Tafel richterstatter des Budgetausschusses Christopher Hage über bie
begab sich das Kaiserpaar in den Rittersaal, wo es viele der
’ Ausweisungen und über die Beziehungen Dänemarks zum ^eingeladenen Personen durch Ansprachen auSzeichnete.
(Sin oribel Sn ” ^ Minister des Auswärtigen Ravn erklärte,ihaben erhalten: Das Großkreuz des Rothen Adler
«.tuet«: @n brauner Jagdhund mit weiß nnb f®6 b»s Verhältniß ju allen Mächten Ä» srennd-ch-ftlich-S mit Eich-n!aub m>d Schm-„°-n am Ringe:
braun gesprenkelten Beinen, m. Gechl.
Hanau am 16. Januar 1899
Deutschland und Amerika.
Die Beziehungen zwischen dem Deutschen Reiche und den Vereinigten Staaten von Amerika leiden seit Jahr und Tag unter der Wirkung von Tendenz-Lügen, die fortgesetzt über die Haltung Deutschlands verbreitet werden. Wir sprechen hier nicht von den osfiziellen Beziehungen, von Regierung zu Regierung; denn diese sind gut, und es muß sogar anerkannt werden, daß die Regierung in Wastzington wiederholt den Verdächtigungen Deutschlands offen entgegen getreten ist. Vielmehr macht sich in der öffentlichen Meinung Nordamerikas immer wieder eine gereizte Stimmung gegen Deutschland
Es
Adlerordens
von Lignitz,
sei, und führte dann weiter aus: „In Angelegenheit der
Ausweisungen aus Schleswig, weiche auf uns alle einen m. wu.««»F». ^ci wu uCt schmerzlichen Eindruck gemacht haben, hatte die Regierung an Kavallerie und Generalinspekteur der Kavallerie, die deutsche Regierung die Anfrage gerichtet, ob Deutschland i der Planitz, General der Artillerie und Generalinsp;kteur der beabsichtige, die Dänen in Nordschleswig, die gemäß dem ■ Fuß-Artill-rie.
Friedensoertrage von 1864 für Dänemark optirten, im; Berlin, 15. Januar. Der Besuch dcs Kaistrs beim größeren Umfange auszuweisen. Nach der auf diese Anfrage Grafen von der Osten-St elen erfolgte aus Anlaß des i ertheilten Auskunft ist kein „Optant" ausgewiesen worden." russischen Neujahrsfestes. Er währte zirka drei Viertel- ^Ter Minister gab zum Schlüsse tzer Hoffnung Ausdruck, daß standen. Auch der Reichskanzler, brr Staa Ssekretär Bülow, auch die Ausweisungen der anderen Saiten aufhören werden,; sämmtliche Botschafter und zahlreiche andere Persönlichkeüen da ein gutes Verhältniß für Beibe Länder das Beste sei. erschienen bei dem russischeu Botschafter zur Leglück-
Esterhazy's R-lumö. Wie auS Paris berichtzt wünschuvg
wird, hst jetzt ^Este.hazy dem Präsidenten des Kassationshofrs Berlin, 15. Januar. Wie die „Volkszeitung" er- was er als fährt, wird bei der Berathung des Ztats des Reichsamts des
General der Infanterie und kommandirender
III. Armeekorps.
Edler von der Planitz,
General des
General der
Edler von
Berlin, 15. Januar. Der Besuch des Kaisers beim
geltend, was trotz der loyalen Haltung der dortigen offiziellen Kreise nicht gleichgültig ist. Man weiß ja, welchen Druck die öffentliche Meinung drüben bei Ausbruch des spanischen^n »ie,cm jt-^e, er yaoe aus Veranlassung oes -^verpen KriegeS und in Bezug auf die Friedens-Bedingungen ausübte Sandherr, des damaligen Crefs des Nachrichtenbureaus, mit und wie wenig infolge dessen der ganze Verlauf des Streites dem er in Tunis Brkanntschoft gemacht habe, von 1894 bis ben ersten Anforderungen des Präsidenten Mc. Kivffy ent- i 1895 zu einem fremden Agenten Beziehungen gehabt, über sprach. Ebenso kann die fortgesetzte Irreleitung der öffent-i^" lichen Meinung in Amerika zu beiderseits durchaus unerwünschten Reibungen führen.
Den Amerikanern gefiel es nicht, daß wir zu Beginn des;
Mazean ein Resum« davon zugetzen lasst«,
Zeuge in der Revistonsanzeleoenheit ausgesazt haben würdest Innern von der freisinnigen Volkspartei die Lippe'sche Frage wenn ihm zum Zwecke seines Erscheinens vor dem KassationS- ar geregt werden.
Hofe freies Geleit bewilligt worden^ wäre. Efterha y erklärt Berlin, 15. Januar. Das „Kleine Journal" läßt sich in diesem Resuss,
Berlin, 15. Januar. Das „Kleine Journal" läßt sich er habe auf Veranlassung des Obersten aus Madrid melden, der Verkauf des ganzen noch übrigen
Krieges Schiffe nach den Philippinen und nach Kuba schickten, um die dortigen deutschen Unterthanen, HandelsNieder- lassungen und Fabriken zu schützm. Daß der amerikanische Argwohn, Deutschland wolle sich in den Krieg einmischen, vollständig unbegründet war, hat der weitere Verlauf klar erwiesen. Was Deutschland that, war sein gutes Re t. Gleichwohl sind die Vereinigten Staaten ein fruchtbarer Boden für die Saat des Mißtrauens geblieben. Einmal ist der Bruder Jonathan in reizbarer Stimmung, weil die Besetzung der Philippinen nicht so leicht urb billig vor sich geht, als er es sich wohl dachte; die Unterwerfung der aufständischen Filipinos kann sogar noch theuer zu stehen kommen. Dann aber wird von einzelnen Blättern immer von neuem für Kabel- Meldungen aller möglichen Art mit der gemeinsamen Tendenz der Verdächtigung Deutschlands gesorgt. Bald wird irgend eine MeinungS-Aeußerung irgend eines Deutschen in Manila als Kundgebung des Deutschen Reiches zu Gunsten der Aufständischen aufgebauscht, bald heißt es, Deutschland liefere dem Führer der Aufständischen, Aguinaldo, Kriegs bedarf, bald wieder handelt es sich um eine andere dreiste Erfindung.
Auffällig ist, daß sich besonders englische Blätter dazu hergeben, solche Lügen in die Welt zu setzen, und daß trotz aller Widerlegung früherer Verdächtigungen jede neue doch sofort in Amerika wieder geglaubt wird. Im Interesse der amtlichen englischen Politik, die unlängst eine freundliche Annäherung an Deutschland vollzog, kann es nicht gelegen sein, Deutschland und Amerika zu verhetzen. Daß sich die Ameri- aner so leichtgläubig von jeder beliebigen Zettungsnote be-
die er Aufschluß gegeben haben wurde, wenn er vom Dienstgeheimniß entbunden worden wäre. Dank diesen Beziehnugrn habe er Sandherr Nachrichten von höchstem Interesse zugehen lassen und in nützlicher Weise Um trieze bekämpfen können, benn Urheber wohl bekannt gewesen sei; man habe aber
gegen denselben nicht öffentlich vorgehen könnm. Schon seit 1893 habe Sandherr Spuren feststellen können und er — Esterhazy habe Dank seinen Beziehungen Sandherr werthvolle
Kolonialbesitzes sei grundsätzlich beschlossen. Deutschland kause bestimmt die Karolinen.
Wien, 18 Januar. Wie das „Amtsblatt" bekannt gibt, sind die Geschworenengerichte im Kreisgerichts-Sprengel Neu-Sandeck aufgehoben worden.
Wien, 15. Januar. Der Grillparzerpreis im Betrage 2400 Gulden wurde wiederum Gcrharct Hauptmann für sein Drama Fuhrmann Henschel zuerkannt.
Wien, 15. Januar. Die Baumwollspinner haben beschlossen, die beabsichtigte Betriebseinschränkung nicht eintreten zu lasten, weil die Absatzverhältviffe sich inzwischen gebessert
Fingerzeige geben können, die als richtig anerkannt worden haben.
seien. Er sei schon einen Monat vorher b nachrichtigt worden, daß er auf Veranlassung B cgaarls von Mathieu Drey- fus werde zur Anze.ge g-bracht werden. Von Siesem Augenblick an habe er nicht ausgehört, in Verbindung mit seinen Vorgesetzten zn sein, von den n er Instruktionen erhalten habe, nach welchen er sich stets peinlich gerichtet hab'. Es, sei am 1. Juli vorigen Jahres gewesen, als der Kriegs-s Hofes darüber, ob der Prozeß Picqaart vor dem Militär- minister plötzlich gegen ihn eine ve,änderte Haltung ange-!o»er Civilgericht durchzuführen sei, wird am nächsten Dienstag nommen habe. Man habe eine neue Untersuchung über bie ■ erwartet.
Klage seines Verwandten gegen ihn eröffnet, um ihn zu ent-^ P«EiA, 15. Januar. Es ist noch unbestimmt, ob die von Esterhazy aus Amsterdam dem Plästdenten deS Kaffstions- hofeS gesandten Erklärungen vom Kaffationshofe geprüft werden. Sollte dieS geschehen, dann sind zahlreiche neue
Wie«, 15. Januar. In der letzten Nacht nahm der Sturm, der im Laufe des gestrigen Tages etnas nachgelassen hatte, wieder an Gewalt zu. Nach den schon heute fiüb aus der Umgegend eingeläufenen Nachrichten ist bedeutender Schaden
angerichtet worden.
Paris, 15. Januar. Die Entscheidung des Kassations-
fernen und ihn zu verhindern, vor dem Kasfationshofc auszn- sagen und ihm alle Glaubhaftigkeit zu nehmen.
Dem Ras Makonnen geht es schlecht, Ras Man-
gascha bekommt Oberwasser. Für diejenigen unserer Leser, welche stch über diese beiden geehrten Herren noch nicht recht „auskennen", wie der Wiener sagt, bemerken wir, baß Ma- konnen ein Vetter des Königs Menelik und dessen „Ras",' d. h. Vizekönig, von Harrar ist. Auch Mangascha ist ein „Ras" und zwar Vizekönig von Tigre, aber Ras Mangascha ist ein böser Bube, der Revolution machen und die Herrschaft Meneliks abzuschütteln bestrebt ist, während RaS Makonnen, der Vetter, sich als loyaler und getreuer Unterthan beweist. Leider ist ihm das Kriegsglück aber nicht hold, denn wie der Agenzia Stesani aus Massauah gemeldet wird, haben neuen
Zeugenvernehmungen zu erwarten.
Toulottse, 15. Januar. Die Dreyfukfreunde, darunter Jamös, Pressend und Mirbeau wollten hier gestern Abend eine groß; Versammlung abhalten, sie blieben aber in Paris, weil sie erfahren hatten, daß die Nationalisten die Versammlung durch Gegendemonstrationen stören wollten. Trotzdem die Versammlung unterblieb, brachten die Nationalisten ihre dreyfus-feindlichen Kundgebungen doch zur Ausführung, und zwar in so tumultuarischer Weise, daß die Polizei einschritt und mehrere der Ruhestörer verhaftete. Die hiesigen Anhänger Jaurös veranstalteten später eine Gegenkundgebung