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Hanauer Anzeiger

7 Januar.

3hmI 1892 ist der Kranken- und Sterbe-Kusse der Metall- 1895; Abends 8 U;r; Maskenball in reu Sälenzum deut- arbeiter (E. ß) in Hanau die Bescheinignng ertheilt worden, sch-n Haus". - « den ds 8^, Uhr; Evang. V-reinShaus: Allgemeine Gebetsversammtung (Gebetswoche); Christlicher Arbeiterverein: Monatsversammlung im Vereinslokalezum

arbeiter (E. H ) in Hanau die Bescheinignng ertheilt worden, daß sie, vorbehaltlich der Höhe deS Krankengeldes, den An­forderung« n des § 75 des KrankenversicherungSgrsetzeS ge-

uügt

* Der VereinGeselligkeit feiert am Sonntag dm 22. d. M. seine diesjährige Abendunterhaltung mit Tanz. (S. Ins)

* Gaslichtstärke. Gaslichtstärke in der Zeit vom 16.

Deutsche Vereinskerze

Hefner Licht

16.

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Mithin durchschnittlich 21,, 25,«

P.' A. Carneval in Mainz. Von dem Programm, an dessen Ausarbeitung der großeMainzer Carneval-Ver­ein" feit den ersten Novembertagen in aller Stille thätig war, um das bekannte und beliebte rheinische Volks­fest dieses Jahr mit außergewöhnlichem Pomp zu feiern, sind wir bereits jetzt in der Lage, einige Nummern bekannt geben zu können. Nachdem am Morgen des ersten Januar ein prächtig kostümirtes Musikcorps mit zahlreichem und glänzen­dem Gefolge das Nahen des Prinzen Carneval verkündet, fand nachmittags in der reich geschmücktenStadthalle" das erste carnevalistische Konzert statt, dem am letzten Freitag die erste große, glänzend verlaufene Narhalla-Sitzung folgte. Im Ganzen werden 3 Herrensitzungen, 2 Damensttzungen

und eine Fremdensitzung abgehalten, in welchen die Herren

Alexander, Lembach und Schmitz deu Vorsitz führen. Außer 3,504^50 Mk.; eine Gans, gerupft, das V*_kg 6570 diesen Sitzungen wird eS bis zu dm Fastnachtstagen an

Zerstreuungen und carnevalistischen Unterhaltungen aller Art nicht fehlen. Unter den projektirten Bäll-n verspricht nament­lichDas Fest auf der Alm" verbunden mit derEin­weihung der Mainzer Schutzhütte", eine Glanznummer zu werden. Aus dem Programm für die Festlichkeiten der drei Fastnachtstage, troßdem dasselbe noch nicht endgiltig festgestellt ist, können wir auch schon Einzelnes verrathen. Am Fast- nachtsamstag werden sämmtliche Garden des Prinzen Carne- val Mainz in Besitz nehmen, die bis dahin etwa noch vor­handenen Philister fassen und zur Narrheit bekehren, die Un- vesserlicheu werden nach Köller'schem Muster ausgewiesen bis Aschermittwoch. Ist die Stadt von diesen narrenfeindlichen Elementen befreit, dann wird das närrische Prinzenpaar von der Festung Besitz ergreifen und die Ovationen der hoch­beglückten Bevölkerung huldreichst entgegennehmen. Der Sonntag wird einer großen Parade, festlichen Umzügen, einer närrischen Theatervorstellung, Bällen und dem Genusse aller möglichen Champagnersorten geweiht sein. Der Glanzpunkt

den Festes, der Rosenmontagszvg, wird außer der Ver­körperung des Grundgedankens:Rückblick aus das 19. Jahr­hundert" roch verschiedenen närrischen Gruppen Gelegenheit bieten, sich anzngliederv. An Plänen und Entwürfen fehlt es nicht, und : a auch die Mitgliederzahl eine sehr respektable, ^ly, t <unjcuunyi, x. aa pj$., <2. ^vui -pjy«, ». so ist auch das nöthige Kleingeld vorhand-n, um das Fest Sorte 18 Psg., 4. Sorte 16 Pfg. st, kg.; Stroh glänzender als seit Jahren gestalten zu können. 2-2,50 Mk. und Heu 33,60 Mk. =

Für heute. Turngemein.de : Abends von 7*/s bis 9 holz, der Meter 10,50 Mk. Tannenholz, der Meter 8,50 Uhr: Kürturnen und Borrurnerftunde. Hanauer Ra sport Mark.

lenken ließ, glitten diesem die Zügel aus der erstarrten Hand. Der Vater ging der Sache auf den Grund und erfuhr die Ursache. Er wollte daher die Stiefmutter verstoßen. Sun

aber sagte: So lange die Mutter hier ist, friert nur ein Sohn, wenn aber die Mutter fort wäre, würden alle drei Söhne der Pflege baar sein. Als die Stiefmutter dies hörte, bereute sie und änderte sich.

Daß in der Sorge um die Mutter alle anderen Empfinoungen zu schweigen haben, soll folgendes Beispiel lehren. Kuotschu lebte zur Z-it der Han Dynastie (25220 n. Chr.) in größter Armuth. Er hatte ein drei Jahre altes Söhnchen und Kuotschus Mutter pflegte sich selber von ihrem kärglichen Essen etwas am Munde abzusparen und es dem Krade zu geben. Da sagte Kuotschu zu seiner Frau:Wir sind so arm, daß wir für den Unterhalt meiner Mutter uicht genügend sorgen können, und nun bekommt gar der Knabe noch einen Theil ab von dem Essen der Mutter. Wollen wir diesen unsern Sohn nicht begraben? Einen Sohn können wir wiederhaben, aber eine Mutter nicht." Die Frau wagte nicht zu wider­sprechen. So fing denn eines Tages Kuotschu an, eine Grube graben, und als er etwas über drei Fuß gekommen war, stieß er dort auf einen Krug mit gelbem Golde. Auf dem Kruge aber stand geschrieben:Der Himmel schenkt dies gelbe Goto dem Konisch a zum Lohn seiner kindlichen Liebe, kein zweiter soll es ihm nehmen, kein Beamter ihn dessm be­rauben. So war dem Knäblein das Leben gerettet.

Der dieser Erzählung beigegebene Spruch lautet;

Mr seine Mutter gibt Kuotschu Das eigne Söhnlein hin, Der theuren Mutter Pflege liegt Ihm früh und spät im Sinn, Der Himmel schenkt ihm gelbes Gold;

Elephanten"; VereinMeicur: Monatsversammlung; Ta gesordnung: Mitgliederaufnahme, Verschiedenes. Abends 9 Uhr: VereinEinigkeit": Vereinsabendzur großen Krone"; KasinoEintracht" (VereinslokalGoldene Gerste"): Vereinsabend. AthletenklubGermania": Abmds von 910 Uhr: Vereinsabend (Restauration Wagenbach, Paradeplatz). FußballklubViktoria": Ebenfalls abends von 9 biS 10 Uhr: VrretnSadend imDeutschen Haus".

Kür morgen« I. Hanauer Fußballklub 1893; Nach­mittags 3 Uhr: Uebuugsspiel.

Versteigernngs- & Verpachtungs re. Kalender für Montag den 9. Januar.

Angebote auf Uebernahme der Lieferung von 550 000 cbm einhäuptigen Pflastersteinen sind bis vormittags 11 Uhr an daS Stadtbauamt II einzuliefern.

9 Hüttengefätz, 6 Januar. Die jungen Burschen von hier, die sich in der Sywesternachl eines schweren Ver­gehens schuldig gemacht hatten, wurden in Haft genommen.

Die städtische Bibliothek

Bangertstraße 2, erster Stock, ist Sonntags, Mittwochs und Samstags von 11 bis 1 Uhr zur kostenfreien Benutzung, das Publikum geöffnet.

Gesammtkataloge sind zu 1.20 Mk., die neuesten Nachträge Nr. 15 und 16 zu je 20 Pfg. in der Bibliothek zu haben.

Marktbericht.

* Hanatt, 7. Januar. (LebenSmittelpreise.) Hülsenfrüchte: Bohnen 3036 Pfg., Erbsen 3038 Psg., Linsen 4048 Pfg. das Doppelliter; Geflügel: Tauben, das Pärchen 90 Pfg. bis 1,10 Mk.; ein alter Hahn 1,20 bis 1,40 Mk.; ein junger Hahn 11,70 Mk.; ein Huhn 1,10-1,40 Mk.; eine Ente 2 20-2,60 Mk; eine Gans

Pfg.; Fische: gewöhnliche Sorte 2530 Psg., beffere

Sorte 35-40 Pfg., Aal 11,10 Mk., Hecht 1,10 bis 1,20 Mk., Brisen? 6070 Pfg., Barben 6070 Pfg., Barsch 5070 Pfg. Va kg; Gemüse: Merrettig, die Stange 1020 Psg.; Blumenkohl das Stück 4050 Pfg.; Kopfsalat, das Stück 15 Psg.; Endivien, das Stück 1015 Psg.; Unter-Kohlrabi, das Stück 1012 Psg.; Wirsing das Stück 1015 Pfg.; Weißkraut das Stück 10 bis 15 Pfg.; Rothkrant, das Stück 1525 Pfg.; Sellerie, das Stück 1020 Pfg.; gelbe Rüben das Bund 810 Pfg.; Braunkohl, die Portion 1015 Pfg.; Rosenkohl, die Portion 3040 Pfg.; Schwarzwurzeln, die Portion 3050 Pfg.; Spinat, die Portion 30-45 Pfg.; Schmalzkraut, die Portion 1020 Pfg.; Kartoffel, 1215 Pfg. das Dop pelliter; Obst: Trauben 50 80 Psg. das Vs kg; Aepsel, das Pfund 1220 Pfg.; Birnen, das Pfund 1530 Pfg.; Nüsse, das Hundert 3040 Pfg.; Zitronen, das Stück 8 bis 10 Pfg.; Apfelsinen, vas Stück 510 Pfg.; Paradies­äpfel, das Stück 20 Pfg.; Verschiedenes; Butter das Pfund 95 Psg. bis 1,10 Mk.; Käse, daS Stück 45 Pfg.; Eier, das Stück 910 »Pfg.; Zwiebel, das Doppelliter 2022 Pfg.; Welschkorn, daS Doppelliter 2426 Pfg.; Radies ihm, das Bündel 35 Psg.; Kastanien, das V« kg 1520

Pfz.; Weizenmehl 1. Sorte 22 Pfg., 2. Sorte 20 Psg

3.

2-2,50 Mk. und Heu 3-3,60 Mk.

50 kg.; Buchen-

Da ist die Noth vorbei

Und Glanz erfüllt der Armuth Haus Und Reichthum strömt herbei.

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Zum Schluß noch ei« kurzes Beispiel für die den Eltern zu zollende Liebe. Wu-mong so heißt eS zeichnete sich schon alS achtjähriger Knabe durch aufopfernde kindliche Liebe aus. Seine Eltern waren so arm, daß sie nicht einmal einen Mosquito Vorhang für ihr Bett beschaffen konnten. Da legte sich der Knabe in jeder Sommernacht früh schlafen und ließ sich die Mosquitos an dem süßen Blut seines Körpers nach Belieben sättigen. Und so zahlreich sie auch sein mochten, jagte er sie doch nicht weg, damit sie nicht von ihm fortgingen und sich auf feine Eltern stürzten. So groß war seine kind­liche Liebe.

Aus Kunst und Leben.? '-g

Bernhard Buchbinders neue PosieLeute von heute" konnte bei ihrer soeben stattgehabten Premiöre im Wiener Raimund-Theater einen großen Erfolg nicht er­zielen. Die Handlung war großentheils recht geschmacklos. Die Musik von Helmesberger dagegen gefiel sehr. Die auch in Berlin bekannten und beliebten Mitglieder deS Raimund- Theaterensembles Fräulein Niese und Herr Theller spielten die Hauptrollen unter lebhaftem Beifall des Publikum und retteten den Abend.

Der plattdeutsche Dichter Johann Meyer be- gmg am Donnerstag seinen siebzigsten Geburtstag. Meyer gilt nach Klaus Groth als einer der bedeutendsten Poeten, die in holsteinischer Mundart dichten.

Barometerstand

mittags 12 Uhr am 6./1. 7./1,

Sehr trocken Beständig

Schön Veränderlich

Regen (Wind)

Viel Regen Sturm

Aus der Provinz und den Nachbargebieten.

X. Cafsel, 6. Januar. Die O-tskommission, welche die vorbereitenden Arbeiten für den am 27. und 28. Juni hier stattfindenden Männergesang-VereinS-Wettstreit um den Wan­derpreis deS Kaisers zu besorgen hat, ist bereits durch Kabt- vctsordre vom 28. v. M. berufen und hält morgen ihre erste Sitzung ab. Es gehören derselben 51 Herren aus den Künstler-, Beamten- und Bürgerkreisen an; daS Präsidium führt Oberpräsident Graf Zedlitz. Aus der Reihe der Mit- glieder seien hier nur genannt: Hosth-ater-Intendant Baron d. Gilsa, Akademie Direktor Kolitz, Pros. Knackfuß, Maler Brünell, Hofkapellmetstcr Dr. Beier, Könial. Musikdirektor Brede, Polizeipräsident Graf KönigSdorff, Oberbürgermeister Westerburg und Vic bürgermeister Sanitätsrath Dr. Ende­mann.

X Cafsel, 6 Januar. Die Stadtverordnetenversamm­lung stimmte einer Magistratsvorlage zu, betreffend die Er­richtung mn den Betrieb einer Arbettsnachweisstelle auf städtische Kosten dahier.

Cafsel, 6. Januar. Gestein früh 8 Uhr wurde im Gewächshaus zu Wilhelmshöhe eine Reinigung deS Schorn- i steins vorgenommen. Ein dabei beschäftigter Gehilfe, 19 Jahre alt, hatte das Unglück, in den Schornstein hineinzu- stürzen. Nach längerem Suchen fand man den Verun­glückten als Leiche. Der Tod war durch Ersticken ein­getreten.

Orb, 6. Januar. In der gestrigen nichtöffentlichen Sitzung der Stadtverordneten wurde ein vollständiges Ein­vernehmen bezüglich des Salinenverkaufs erzielt, so daß die Verhandlungen zwischen der Stadt und der Käuferin als ab­geschlossen zu betrachten find.

Frankfurt a. M, 6. Januar. Ein hiesiger "Kauf­mann hatte stch mit der Tochter eines Handwerkers verlobt. Später suchten die Eltern des Mädchens die Vollziehung der Ehe zu verhindern, da ihnen das Einkommen des jungen Mannes zu gering erschien. Der Bräutigam entschloß sich deshalb, auf Vollzug der Ehe 00er Zahlung einer Entschädi­gung von 3000 Mark zu klagen. Das Gericht erkannte nach Erledigung der Beweisaufnahme auf eine Entschädigung von 500 Mark oder Heirath innerhalb vier Wochen.

Frankfurt a. M, 6. Januar. Dir Beschluß des Deutschen Immobilien-Maklervereins, der Regelung der Pro- vinzialsätze näher zu treten, wird in allen Interessentenkreisen weit über den Maklerstand hinaus Aufmerksamkeit er­regen. Die Jmmobilien-Makler sind dabei selbstverständlich am meisten interesstrt und sie haben daher hauptsächlich Ver­anlassung sich um die Sache zu kümmern. Das trifft na­mentlich Diejenigen, welche bisher dem Verein noch nicht bei­getreten sind. Wenn diese Herren, schreibt dieDeutsche Jmmobilien-Zeitung", wie bisher sich passiv verhalten, so ist nicht ausgeschlossen, daß ihre lokalen Interessen aus Unkennt- niß übersehen werden, und daß bei der Autorität, die der Verein in maßgebenden Kreisen hat, öffentlich auf Grund der VereinSvorschläge ausgearbeitete Taxen ebenfalls unter Außcr- achtlassen dieser Umstände zur Einführung kommen. Die Makler mögen deshalb ungesäumt im eigenen Interesse den Anschluß an den Verein nicht versäumen.

Darmstadt, 6. Januar. Durch rechtskräftiges kriegs­gerichtliches Erkenntniß vom 21. Dezbr. v. I. wurden sei­tens des GerichtS der Großherzoglich Hessischen (25.) Division drei Reservisten auS dem nahen Weiterstadt zu schweren Zucht­hausstrafen verurtheilt, und zwar Jakob Wagner zu 6 Jahren, Adam Friedrich Wesp zu 5 Jahren 6 Monat« n und Lud­wig Mischlich zu 5 Jahren 1 Monat. Die Betreffenden hatten sich bei der letzten Kontrollversammlang im vorigen Herbst gegen einen Lieutenant und theilweise auch gegen einen Gendarmen frech und widersetzlich benommen. Alle drei sind verheirathet. Möge der Vorgang Anderen zur Warnung dienen I

Vilbel, 4. Januar. Ein bedeutendes Terrain-Geschäft, wie es nicht oft vorkommt, wurde dieser Tage hier abge­schlossen. Die Stadt1 Vilbel verkaufte nämlich das an der Straße Franksutt-Vilbel gelegene sogenannte Rußland, ein Gelände von etwa 1,400,000 Quadratmetern, an ein Frank­furter Bankhaus zum Preis von 1 Mk. für den Quadrat­meter. Dem Vernehmen nach beabsichtigen die Käufer hier Fabriken und Arlseiterwohnungen zu errichten. Die Anlage der neuen Straßen besorgen die Käufer, während die Ver­käuferin die Unterhaltung derselben übernimmt. Die An­zahlung beträgt 400,000 Mk.

Hüngen, 2. Januar. Heute Morgen ViS Uhr ent­zündete sich auf der hiesigen Stativ.1 ein Gaswagen, während die Behälter des Waggons gefüllt werden sollten. Ueber eine Stande zischte die Feuergarbe, bis ein sachverständiger