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Hanauer Anzeiger

6 Januar.

Volirische «nd unpolitische Nachrichten. mittag nach Pmo am a gereist. Er veradichied-te sip in ^umii«; F . einer Bekanntmachung, in Der er den Bewohnern der Promnz

(Depeschen-Bureau „Herold".)

Berlin. 5. Januar. Der Hofbericht meldet: Im Auf­trage des Präsi'euten Fame degab sich heute der hiesige fran­zösische Botschafter MarqnS de Noailles nach PotSdam, um sich nach dem Befinden des Kaisers zu erkundigen. In PotSdam wurde der Botschafter von der Kaiserin im «tadt- schloffr empfangen. Die Rekonvalesc mz des Kaisers nimmt einen regelrechten und guten Fortgang. Heute empfing der Kai'er den Kommandeur deS 4. Garderegiments zu Fuß,

Oberst Leumant von Plettevbera

Obern Leumant von Plenenoera. for^nhprtmn.pn ausreivrocben '

Berlin 5. Jaguar. Die Uebersiedelung des kaiserlichen s^ Waarmbestellungen" in ’

Hofl^ger-^ von Potsdam nach Ber.in findet endgu tig am ^Erdeorvnung tfi nupi streng worrrrcy zu neumen uno mtyi । » auf die Fäll- zu b lchräukeu, in denen der Händler besondere s

. L Anstrengungen aufwendet, um einen Besteller ausfiadij zu ’

heute Vormittag 10 Uhr dir Konferenz zur Berathung Sachen. ' Der Sinn der Worte ergibt sich vielmehr aus der i medizinischen Prüfungs-Ordnung eröffnet worden. Zusammenstellung mit dem Feilbieien der W mren. Während j

-...Berlin, v. Januar. Der Gouverneur^ von D'usch 2^tzteres dann norliegt, wenn ber Händler durch Berüthalten Ostafnka gedenkt noch einige Zeit hier zu blub-n. Auch der . - en jnaarert Andere zum Ankauf zu veranlassen sucht,

19. b. M. statt.

Berlin, 5. Januar.

stellvertretende Gouverneur von Linrequist, welcher bereits die Reise hierher angetreten hat, wird m Februar hier eintreffen.

Berlin, 5. Januar. Zur Vorbereitung des gesetz­geberischen Materials für den preußischen Landtag sind für nächste Zeit mehrere Sitzungen des Staatsministeriums in Aussicht genommen. Die nächste Sitzung soll bereits am kommrüden Samstag stattfinden.

Berlin, 5. Januar. Von verschiedenen Seiten war die Darstellung verbreitet worden, als ob die von der Ko- lonial-Abtheilung des AuSwärtigen Amtes gefaßte Idee der Tschadiee-Expedttion wieder aufgegeben worden sei. Im Ge­gensatz hierzu erfährt die Post, daß im Auswärtigen Amt in Verbindu z mit dem Komitee der deatschen Kolonial-Gesell- fchast die Vorarbeiten für diese Expedition eifrig gefördert werden. Von dem eiugeschla enen Tempo sei mit Sicherheit darauf zu rechnen, daß die Tschadsee-Expedition im Sommer 1899 sich in Bewegung setzen wird.

Karlsruhe, 5. Januar. Heute früh ist bei Pforzheim kurz nach der Ausfahrt aus einem Tunnel ein Personenzug infolge Bruches einer Weichenzunge entgleist. 15 Wagen wurden stark beschädigt. Personen wurden nicht verletzt, da der Zug sehr langsam fuhr. Die Schaffner konnten, ohne Schaden zu nehmen, absprivgen.

Wien, 5, Januar. Professor Blumentritt veröffentlicht im Nemn Wiener Ta eblatt Mittheilungen, welche Um von einem Mediziner, der zu den Freunden Azuinaldos gehört, zugehen. Danach will der letztere wegen der Freigabe der gefangenen Spanier, welche 11,000 Soldaten, 2 Generale, 440 Offiziere und 1900 Etvilpersonen umfassen, nur mit Spanien direkt verhandeln. Die Freigabe dieser Gefangenen soll nur erfolgen, wenn als Gegenleistung alle von den Spaniern gefangen gehaltenen Philippiner die Freiheit er­halten und die gegenseitigen Verpflegangskosten verrechnet und ersetzt werden. Wegen Freigabe der gefangenen Mönche, welche Aguinaldo nicht als Spanier anerkennt, will derselbe nur mit dem Papst verhandeln und zwar müsse der letztere alle vorher zu Gunsten der Mönche bisher erlassenen Bullen widerrufen und in Zukunft die Bischöfe auS dem weltlichen Klerus entnehmen.

Budapest, 5. Januar. Im Abgeordnetenhause herrscht vollständige Obstruktion. Es wurden bisher nicht weniger als 12 namentliche Abstimmungen vorgenommen.

Aus Stadt und Landkreis Hanan.

Nachdruck unserer Lokalartikel nur mit Quellenangabe „Han. h^". gestattet.

Beamterrperfonal-Rachrichte«.

Gruaullt: t er Privatdozent Dr. N e b e l t h a u zum auRer- ordentlichen Professor in der medizinischen Fakultät der Uni- verfitär Marburg,

der Grrichtsaffrffor Avenarius zum Amtsrichter beti dem Amtsgericht zu Abterode,

der Rechtskauoidat Tromp zum Referendar.

Beauftragt: die Steuerinspektoren S t a d l e r zu Esch- wege mit der Verwaltung des Katasteramtes Berlin I. Süd und Wagner zu GodeSberg mit der zu Eschwege II. vom 1. k. M. ab.

Versetzt: der Gefangeuaufseher Wagner bei dem Ge richtSgesängniß zu HanaualS Kastellan an das Landgericht daselbst.,

Verliehen: dem Oberlandesgerichtsrath, Geheimen Justiz- rath Herz zu Caffel bei seinem Uebertritt in den Ruhestand der Königliche Kronenorden zweiter Klasse,

dem Rentmeister Litze nbaur zu Witzenhausen der Cha­rakter als Rechnungsrath,

dem SpezialkommissionS-Sekretär Ztegner zu Marburg der Charakter als Kanzieirath,

dem Kanzlisten Hübsch bei der Staatsanwaltschaft zu Hanau ber Titel als Kanzleiirispiktor,

dem Förster Scheuerm«nu zuOberkirchcn das goldene Ehrev-Porteep;?.

Penstouirt: der Oberbuchhalter bei der Regierungs-Haupt- kasse zu Caffel, Rechnungsrath Schocke aufNachsucheu unter gleichzütiger Verleihung des Rothen Adler-Ordens vierter Klasse.

Gestorben: der Pfarrer Faulhaber zu Gensungen.

* OberpräsiVittM' Der neue Oberpräsident Graf Zeslitz-Lrützschler ist vorgestern Abend 7 Uhr 38 Min. in Eastel emgetroffeu. Er wurde von Herrn Oberpräsidialrath Polen und dem H:rrn Polizeipräsident Graf Königsdorff emp’anqen. Der Herr Oberpräsident stieg im Hotel du Nord ab. Der frühere Ob-rprastdmt, jetzige Pcästdent der Ober-,^........ uu„.vulullt wuluc, yun oentn einer igm

rechäungskammer, Mazdeburg, ist bereits vorgestern Vor- an den Kopf flog. Für den Augenblick vermochte der Ge-

Hessen-Nassau verzliwes Lebewohl sagt und den Behörden und Braunen seinen ausmittigen Dank «ussorichn.

* Personalien, titriert der Landmesser St«kierski von H»r au in »aS geobämd) technische Bureau der General tommifRoa zu Cafser, überwlrsen -er Generalkommissionsz-ich- rer Verneburg der Speziackomunssiou Hauau.

* Ueber den Begriff des Aufsuchens von

Waarritbestelluttgen yar das Kammergericht sich nach der „Oeutschen Juristenzeituug" (Jrhrgan; 1898, Seite 494)

: Der Ausdruck „Aussuchru

m Paragraph 55 der Reichs--Ge­

werbeordnung ist nicht streng wörtlich zu nehmen und nicht

der fertigen Waaren Andere zum Ankauf zu veranlassen sucht, so ist ein Aufsuchen von Waarenbestelluugen überall dann

anzunehmen, wenn Jemano durch Vorlegen von Mastern oder auf ähnliche Wüse Andere zu v ranlaffeii sucht, Bestellungen bei ihm zu machen. Hierbei ist es gleichgültig, ob der HäaNer an den Ort des Vorganges ooer zu den betreffenden Per­sonen schon in Ber Aostcht kam, Waarenbestellungen aiszu- suchen.

* Naturalien - Ankauf. Das Königliche Proviant­amt in Hanru gibt dekannt, oaß daffrlbe immer noch ge suud en, gut gereinigten Hafer, sowie nach d-m 15. d. M. auch gesundes Roggen- Flegel st roh frei Magazinhof Hanau gegen soforti e Baarzahlung onkonft. Bei Hafer Angeboten ist die Einsendung einer ungeschmeichel ten Probe von reichlich V*ßiter erforderlich. Den Protu- zrnten mirs in j der dienstlich zulässigen Weise eutzegenge- komme«, auch werden auf Wunsch bei Verkäufer Magazin­säcke, jedoch unfrantirt, zur V-rfügung gestellt. Dir Abfuhr von ber Bahn wird auf Wunsch und für Rechnung des Ver­käufers übernommen; der Zentner Hafer kostet 6 Pf. und der Zmtuer Stroh 15 Pf. Ferner kauft das genannte Amt auch gesunden, gut gereinigten und besatzfreien Roggen in Waggouladungen und frei Hanau Bahnhof Nord. Auch bei Roggen-Anpellungen ist die Einsendung ei ver ungeschmeichelten Probe von reichlich */* Liter ndthwindtg. Jede weitere Auskunft wird bereitwilligst von dem genannten Amte mündlich wie schriftlich ertheilt.

* Johanniskirche. Im Jahre 1898 wurden in her Johanmskuche gebaut 63 Paare; getauft 212 Kinder (98 Knaben, 114 Mä'chen) darunter sind uneh-liche Kinder 4 Knaben und 9 Mädchen; korfPmirt wurden 124 Kinder (60 Knaben, 64 Mädchen); genorben sind 132 Person-n (58 müs nli^, 74 weibliche), da< unter sind 42 Kivder (16 männliche, 26 weibliche). — Das heilige Aoendmahl taben empfangen 1153 Perstzyen.

* Familienabend. Nächsten Sonntag Abend 7 Uhr hält bie Weidrachtsgesellschaft der „Brauerei Weismaniel" ihren Fawistenaben^ nebst Verloosung im Saale genannt-r Brauerei ab. Das für diesen Abend ausgestellte abwechse lurigsreichr P ogramm wird nicht verfehlen, den Theilnkhmerv recht frohe und angenehme Stunden zu bereiten. Wie uns mirgetheilt wird, ist auch tie Einführung oon Freunden ge­stattet.

* Verhängnißvojle Bekanntschaft. Gestern Abend ging ein am städtischen Wasserwerk tätiger Arbeiter von der Leipzigerstraße aus in die Stadt. Ein aus der Richtung der Pulverfarrik kommerder Arbeiter strebte demselben Ziele zu und bald war ein Gespräch zwischen den Beiden im Gange. Im Laufe deSscibm bot der ane unbekannt g-bliebeue Arb-i ter dem Waff rwerksarbnter einen Schluck Branntwein an, den dieser auch tceeptirte, sogar in kräftiger Weise. Nach * wenigen Minuten jedoch stellten sich bei dem mit dem Freund- schaftstrunk beehrten Ärbriter derart heftige Leibschmerzen ein, daß er aunazm, in dem Branntweinglase sei Gift enthalten gewesen. *r begab sich schleunigst zu einem Arzt, der den Magen auspuwpte. Heute befindet sich der betreffende Ar beiker wieder wohl und munter.

* Besitzwechsel. Das der Wittwe Farr gehörende Grundstück tn der Nordstraße (frühere Judengaffe) ging zum Breise von 48 000 Mk. käuflich an Herrn Metzgermeister Anthes über.

** Strafkammer II. (Sitzung vom 5. Januar.) Urkundenfälschung. Der Dienstknecht B. verschaffte sich seine Stiesel auf leichte Art und Weise. Er versuchte es wenigstens. Im vorigen Jahre schrieb er, als seine Fuß­bekleidung erhebliche Mängel aufwieS, einen Zettel des In­halts, ein mit Namen bezeichneter Schuhhändler in Steinau möge dem Überbringer ein Paar Stiefel geben, der Unter­zeichnete werde sie bezahlen. Diesen Zettel unterzeichnete er mit dem Namen seines Dienstherr», ging damit nach Steinau und versuchte hier bei dem Schuhhändler ein Paar Stiefel zu erschwindeln. Das Manöver mißglückte, denn der Schuh­händler schöpfte Verdacht und B. verschwand eiligst aus dem Laden. Durch dieses Mißgeschick ließ sich B. nicht abschrecken und probirte sein Glück ein zweites Mal, aber auch hier war sein Bemühen vergeblich, denn der zweite Schuhhändler ging ebenfalls nicht auf den Leim. Wegen des ersten Ver- inchs erhielt er in einer früheren Sitzung 2 Wochen Ge- sängniß, heute wird diese Strafe unter Einbezug der Strafe für den zweiten Versuch in eine 2 monatliche Gefäugnißstrafe umgewandelt. — Prügel und Messer. An einem Märzabend des vorigen Jahres stand der Schreiner L. zu Gundhelm in seinem Garten, als er plötzlich von unsichtbarer sHand mit Steinen bombardirt wurde, von denen einer ihm

troffene den my lischen Werfer nicht zu emdecken, aber später wurde ihm von einem befreundeten Mädchen, der Margaretha H., der Thäter, der sich b.i ihr mit seiner Heldenthat ge- brüstet hatte, mitgetheilt. Es wir nach ihrer Aussage der Bauernsohn H. und diesen hatte der Bombardirte seinen Streich nicht >o bald vergessen. Als an einem Sonntag Nachmittag im August die jungen Burschen von Gundhelm in der Wirthschaft beisammen saßen, stellte L. den H. zur Rede und suchte ihn zu einem Geständniß zu zwingen, daß er der biuterRftige Werfer an dem Märzabend gewesen sei. „Sag's jetzt, daß Du mich geworfen hast, sonst st-che ich Dich zusammen, mein Messer ist frisch gewetzt!" fuhr er seinen Gegner an, als biejer leugnete. Der Angeredete, der sich bei einer eventuellen Schlägerei so ziemlich allein sah, zog eS vor, wenn auch mit tiefem Groll, zu verschwinden, aber vorher zeigte er ihnen noch an, daß er bereit sei, den Fehdehanstchuh aufzunehmen und mit den Worten „jetzt mache ich nichts, aber heute Abend werde ich fertig mit Euch!" ver­schwand er. Am Abend standen L. und einige Freunde auf der Dorfstraße und das wir für H. der Zeitpunkt, um die ihm am Mittag widerfahrene Beleidigung zu rächen. Mit einem sog. Ochsentreider bewaffnet, ging er auf die Gruppe zu und im nächsten Augenblick hatte L. auch schon sein Theil Prügel weg. Aber auch L. war nicht von Pappe, bmn er machte einen Sprung auf H., versetzte ihm einen Stoß und flog dann in langen Sätzen die Dorfstraße hinab, H. ihm nach, aber ohne ihn noch einholen zu können. Wuth- schnaubend körte H. zu ück und da sich gerade noch ein Kollege des Entflohenen, der Schreiner B. aus dem Platz befand, erhielt auch er noch eine Tracht Prügel mit dem Ochsentreiber. L. hatte bei dem Stoß, den er gegen den H. geführt, ein Messer ober ähnlichen scharfcn Gegenstand be­nutzt, denn am linken Arm hatte dieser eine tiefklaffende Wunde baoongetragen, die ihn mehrere Wochen lang arbeits­unfähig machte. Die beiden gefährlichen Gegner sitzen heute auf ber Anklagebank unter der Anklage der Körperverletzung mittels gefährlichen Werkzeugs. H. wird wegen Körperver­letzung in 2 Fällen zu 2 Monaten, L. wegen solcher in 1 Fall zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. Beiden wurden mildernde Umstände zugebilligt, bei L. aber doch der tückische Gebrauch des Messers erschwerend in Betracht gezogen. — Kirchweihfreuden. Der Maurer K. zu Aufenau kehrte in Gesellschaft vom Kirchweihtanz zurück und als er von einem ihm Begegnenden aus Unvorsichtigkeit angerempelt wurde, ergriff er v»n einem an der Straße lagernden Haufen Holz einen Eichenknüppel und hieb seinem vermeintlichen Gegner damit über den Kopf, daß biejer zusammenstürzte. Die BeidlN haben sich wieder versöhnt, auch wurde dem Ver­letzten sein infolge der Verletzung entgangen er Arbeitsverdienst ersetzt, und da sonst noch verschiedenes mildernd für oetL.S. spricht, kommt er mit 6 Wochen Gefängniß davon.

KÜtz heute. Sta^tlheater in Hanau: „Das ' tbeN, Schauspiel in 4 Akten von Felix Philippi; Anfang 7 Uhr. — Männerabtheilung der Turngemeinde: Äbmds von 7—8 Uhr: Turnen. — Errang. Vereins- auS: Abends 81/* Uhr; SUgemtine Gbetsversammlung (Gebetswoche). — Turn- u. Fechtklub: Abends von 8—10 Uhr: Fechten. — Abends S UHr: Freie Vereinigung Hanauer Radfahrer: Zusammen­kunft im „Römischen Kaiser"; — Radfahrerverein Hanauer Radsport 1895; VereinSabend im Gasthaus „zum deutschen Haus"; — Verein für Homöopathie und Naturheilkunde in der „großen Krone": VereinSabend; — „I. Hanauer Fuß­ballklub 1893": Versammlung im „Restaurant Kippert"; Hanauer Schützenverein: Zimmerstutzenschießen. — Athleten- klvb „Germania": 9—10 Uhr: Riegenstemmen, 10—11 Uhr : Ringen der 1., 2. und 3. Klaffe (Restauration Wagen­bach Varadeplatz).

© Ravolzhausen, 6. Januar. Der im Kleinbahn- Hofe dahier angeblich verübte Einbruchsdiebstahl wurde von dem Stationsvorsteher D. eingestandenermaßen fingirt, nach­dem er die Stationskasse um den Betrag von 94 Mk. er- erleichtert hatte.

gt. Groß anheim, 4. Januar. Der hiesige Touristen- veretn „Bulaa-Club" hielt am Freitag voriger Woche in seinem Vereinslokal „zum Stern" eine Versammlung ab, die wohl mit zu den interessantesten des ganzen Jahres zählt. Es war nämlich auf freundschaftliches Ersuchen Herr Lehrer Iahn aus Hanau so gütig, für genannten Abend einen Vortrag über seine vorjährige Italien-Reise zu halten. Das sehr zahlreiche Erscheinen der Mitglieder bewies, welches große Interesse man der Sache entgegenbrachte. Mit großer Aufmerksamkeit lauschten daher alle den herrlichen Aus­führungen des Herrn Iahn, der es verstand, in anschaulicher, mit köstlichem Humor gewürzten Weise die Zuhörer 1*/* Stunde lang zu fesseln.

Aus der Provinz und den Nachburgebieten.

Coffel, 4. Januar. Des Kaisers und Königs Majestät haben anläßlich der Rückgabe der Orden und OrdenSsterne Sr. Excellenz des hier verstorbenen Wirklichen Geheimen Raths Freiherr» Juncker von Ober-Conrent mittelst Aller­höchster Ordre vom 12. v. M. Allergnädigst zu bestimmen geruht, daß das dem Verstorbenen in den Jahren 1848 für seine aufopfernde Königstreue und unerschrockene, erfolgreiche Thätigkeit als 26jähriger Landrath inmitten der Polenauf­stände in der Provinz Posen verliehen gewesene Ritterkreuz des Königl. Hausordens von Hohenzollern der Familie des Freiherr« v. Jancker zu dauernoer Erinnerung ausnahms­weise für alle Zsiten belassen werde.

Kritzlar, 3. Januar. In der Neujahrsnacht geriethea in dem nahe gel;genrn Do se Ober«öllcich zwei j mze Barschen, Söhne der dortigen beiden Nachtwächter Koloe und Haupt, aus Veranlassung der zu erwartenden Neujahrsgelder mit einander in Streit, in welcher sich die alsbald herbsigeeilten