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Amtliches Organ für 6faöf- unS Landkreis Hanau

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Jm Reklamentheil die Zeile 20 ^, für Auswärts 30 ^.

Nr. 5

Freitag den 6. Januar

1899

Hierzu

Amtliche Beilage" Nr. 2

...................»11I

Amtliches.

^anöRrew ^anau.

Belamitmachmlgen des Königlichen Landrathsamtes.

In einem Gehöft zu Nidda, Kreis Büdingen, ist die Schweinerothlaufseuche ausgebrochen und Gehöstsperre ange­ordnet worden.

durchschnittlich höhere Personexpreise hat, als die schwedischen Staatsbahnen, nämlich 8,94 Pf. Vergleicht man ferner die Tari-e der schwedischen StaatSbahnen auf einzelne Ent­fernungen mit denen der preußischen § taatsbahnen, so ergibt sich, daß auf Entfernungen über 100 km die beiden ersten Wagenklassen in Preußen durchweg billiger sind, als in Schweden. Tie dritte Klaffe in Schnellzügen ist in Schweden etwas billiger, in Perfol enzügen theurer als in Preußen, und Schweden hat keine vierte Wagenklasse mit ihrem sehr niedrigen Einheitssatz von 2 Ps. für das Kilometer. Das

der gleichen Modalität zur Bildung eines Penstonssouds. Dem Hessischen Landesverein vom Rothen Kreuz wurden 30 000 Mk. als Beihülfe an dessen Zweitzverein zu Mainz zu bett Baukosten eines zur Unterbringung und Ausbildung von Pflegerinnen bestimmten Hospitals und dem Landes- »erein im Herzo^-thum Sachsen-Coburg-Gotha für den Ver­band der Samtätskolonnen im Herzoglhum Coburg ein Bei­trag zu den demselben dvrch Abhaltung des II. Führer- und Aerztetages erwachsenen Kosten bewilligt. Nachrichtlich wurde

erwähnt, daß die von dem Zentralkomitee veranstaltete Aus- durchschnittliche Fahrgeld aus allen Klasien ist in Preußen stellung vom Rothen Kreuz einen günstigen finanziellen Ab- zur Zeit um 40 Prozent niedriger als^in Schweden. Eben- schluß gesunden habe. Der Vorsitzende reserirte sodann über

«- »«f» «--^ W'°°r«h°»im Kreis ^'^^Vf^^ r«KT«Ä^^

Büdingen, ist erloschen und sind die ungeordneten Sperr-

maßregeln wieder aufgehoben worden. Hanau am 5., Januar 1899.

Der Königliche Landrath.

V. 117

v. Schenck.

In dem Gehöfte des Müllers Reinhart in Alzenau ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und Gehöftsperre augeordnet worden.

Hanau am 4. Januar 1899.

V. 98

Der Königliche Landrath, v. S ch e n ck.

SlcrHtkveis ^anaxu

Bekanntmachungen des Oberbürgermeisteramtes.

Personertarife habe, ist die, daß Preußen und Norddeutsch- ferenz der Vorstände der deutschen Landesvereine vom Rothen land sich der höchsten Personeutarife erfreuen. Es betrugen, Kreuz. Das Zentralkomitee des Preußischen Landesvereins wie oben gesagt, die DurchschnittSeiunahmen der preußischen vom Rothen Kreuz bewilligte u. a. dem Zweigverein Berlin Staatsbahnen für die Person und das Kilometer, 2,72 Pf., des Vaterländischen Fraueuvereins zu den Baukosten einer in die der badischen 3.12 Pf., der beyerischm 3,22 Pf., der Weiß.nsee zu errichtenden, mit einer Schule für Kranken- württembergischen 2,99 Pf., ebensoviel die der deurschen Pri- Pflegerinnen zu verbindenden Krankenanstalt den Betrag von vatbahnen in eigener Verwaltung, der sächsischen 3,04 Pf, 20 090 Mk; dem Vaterländischen Frauenverein in Gnesen der elsaß-lothringischen 3,11 Pf. Niedriger als die preußi- als Zuschuß zu den Kosten eines bereits fei tiggefteHten scheu sind nur zum Theil die Sätze der österreichisch-un- Krankenhauses den Betrag von 6000 Mk.; dem Kuratorium garischen und der belgischen Eisenbahnen. Was es hiern-ch des Augusta-Hospüals für das Pflegerinnen Asyl in Berlin mit der Behauptung auf sich hat, Preußensei ineisenbahu- einen Jahresbeitrag von 1500 Mk.; dem Wiesbadener Ver- i tariflicher und verkehrserleichternder Hinsicht das reaktionärste ein vom Rothen Kreuz im Anschluß an eine bereits früh:r '8anb Europas", das können unsere Leser sich selbst sagen/ gewährte Beihilfe den Betrag von 3000 Mk. Ein Antrag

--------- - des Provinzialvereins in Danzig aus kostenlose Ueberweisung

i Tagesschau. von Material für den freiwilligen Krankenträgerzug der

®£tttNN^MUttttet» Der Bundesrath hat in seiner gestrigen Plenarsitzung ^^^^"!v ^^ Jn0 Sstnbtre'fe? Elbwg sand gleich-

Das BUHM*» t^ri" für sie Sem md in der Upp-Ich-N rhrM!°Ig-m«-I-,^ Schloffen : 1. baS SJ 3*f»3«^^

geflftelnnc, d-, Mich» J--rMchnuLg-a, liegt »Ä

d. MtS. 14 Sage lang aus zimw-r »r. Li d-i RatShauj-S ^'"ch lipp,H-a R-g>°r»ng das Recht b-stnN.a hat, b« i« Jednmanns Eiastcht -ffm °°d lännen Sinwmdmg-a>A-°»s°l«° m «!°p-,«" d-° »-!-b«°b.adm F-It°r-N °-a^ gegeH baffelSe innerhalb bie er Stift b-i d-m »>,t-,z-ichn-t-n S«!-"-»umS felbparttg ju regelt., nähern ».e gurlt;^ Maaistrate erhoben werden J^PPlsche Regterung abgelrhm hat, diesem Einsprüche der Für,.-

E S 1899 liÄ schaumburg-lippischen Regierung Folge zu geben, unb^

^anau ! nachdem hierauf bte Fürstlich schaumburg-lippische Regierung

nr Kebeickus 360 die Entscheidung des BundeZraths angerufen hat die Zu-

_________ ständigkeit des Bundesraths zur Ciledignug der Streitigkeit

Umaettattuna der Dersonentarife der "^^ Artikel 76 Absatz 1 der Reich-verfassung begründet sei;

desselben werden im Uebrigen bei den bevorftedenden hohen

Ausgaben für Vorbereitungen der Thätigkeit auf dem Kriegs­schauplatz vorerst Geldbewilligungen für Friedenszwecke und die Lazareththätigkeit in den Provinzen, für welche in den letzten Jahren erhebliche »ufwendungeu gemacht wurden, bis auf Weiteres zurückzustellen sein.

Im Dienst der Berliner Stadtmission stehen z. Z. 45 Stadtmissionare, 10 StadtmisstouStch Western, 8 Kaueimien. Die Buchhandlung der Stadtmission zählt un­

gesähr 20 Angestellte. Dieselbe ist Theilhaberin einer Buch- - I 2- laß zur Zeit kein hinreichender Anlaß zu einer sachlichen druckerei, in welcher etwa 100 Personen beschäftigt werden.

^rseNvtlyNbN. Erledigung gegeben sei, da ein mit den Ansprüchen Schaum- Es ist völlig falsch, wenn man meint, daß die Stadtmission

Die Zeitungen beschäftigen sich täglich viel mit einer Um- burg-Lippes unvereinbarer Fall der Thronfolge oder Regent-i eine Wohlthängkeitsanstalt sei, welche als solche die Kinder gestaltung der Personentarife der schwedischen Eisenbahnen, schaft in Lippe nicht vorliege; 3. daß durch diesen Beschluß der Provinz in die Großstadt ziehe; die Stadtmission treibt die unter dem Stichwort:Zonentarif" geplanffsein soll. Ueber einer späteren EntfLeidung über die Wirksamkeit er Akte i Seelsorge und kann nur in sehr beschränktem Umfang Wohl- die Herstellung und vor Allem die Preise dieses Tarifs,' der lippischen Landeszesetzgebung gegenüber den von SS aum- thatigk it üben uud zwar nur zum Zweck der Seelsorge; von darüber, ob sie niedriger werden sollen, als die jetzigen burg-Lippe erhobenen Thronfolge- und Regentschaftsansprüchen keiner Seite ist auch wohl so eindringlich vor leichtf tigem Zu- schwedischen Tarife, wiro nichts gesagt und doch wird kühn nicht Vorgriffen werde; 4. daß auf eine Würdigung aller zug in die Großstadt gewarnt wie von feiten der Stadt- behauptet, doß nun auch Schweden seine Personentarife weiteren an den Bundesrath in dieser Sache gelangten An- > mission. Die Auge stell !en der Berliner Stadtmission sind r "" "' t:"' c c träge, Erklärungen und Schriftsätze nicht einzugehen sei. zum allergrößten Theil Familienväter. Seit einer Reihe von

Einem Anträge, betr. die Feststellung des Ruhe^ Halts von; Jahren ist die Stadtmission im Besitz eines Erholun^shauses RcichsbeamltN, wurde die Zustimmung ertheilt und von der-zunächst für ihre Angestellten nud deren Familien, des Nachweisung der Geschäfts- und Rechnungsergebnisse der In- iFerienheims" in Wernigerode a. H. In diesem Heim finden

schwedischen Tarife, wirg nichts gesagt und doch wird kühn

wesentlich verbillige und vereinfache und daß sich die deutschen und vor Allem die preußischen Staatsbahnen daran ein Bei­

spiel nehmen können, wie man es machen müsse, um den wahren Bedürfnissen des Verkehrs eutgegeuzukommen. __________________ . ____,_____a___B,______

Nun liegt, soviel wir unterrichtet sind, die Sache in validitäts- und Altersversicherungsonstalten für 1897, sowie auch andere Erholungsbedürftige für einen sehr mäßigen Schweden so, daß einstweilen ein Ausschuß eine Deukschrist von einer Nachweisung der Veränderungen im Bestände des! Pensionspreis Aufnahme. Alle Erträge fließen natürlich der über Umgestaltung der Personentarife ausgearbeit hat, worin,! als Eigenthum des Reiches festgestellten Grundbesitzes Kennt-; Stadtmission zu. Wenn man jetzt auf eine Erweiterung d-s soviel bekannt geworden, eine allgemeine Ermäßigung der n>ß genommen. Den zuständigen Ausschüsstn wuroen über- Heims und ^«uf Ausbau desselben zu einem Altersheim für Tarife, besonders für weitere Strecken, unter Aufhebung der wiesen: eine Mittheilung des Retchstagsprästdertten, betr. pensionirte Stadtmissionare und deren Wittwen bedacht ist, bestehenden Rückführvergünstigung und anderer Ausnahme- die Denkschrift über die Ausführung der seit 1875 erlassenen so können wir nur wünschen, daß viele Hände sich auch für sätze empfohlen wird. Die Vorschläge dieses Ausschusies Anleihegesttze; der Gesetzentwurf wegen einiger Aenderungen diesen Zweck aufthun, werden von den Beiheiligten, vornehmlich auf den Eisen- von Bestimmungen über das Postwesen; der Entwurf von bahnen geprüft; ob sie angenommen werden, das steht dahin, Vorschrifien über die Zulasiung zur Führvng von Hochsee- ünd wie die umgestalteten schwedischen Personentarife einmal fischereifahrzeugen in kleiner und in der Jslaudfährt; der aussehen werben, das weiß vorläufig kein Mensch. Ehe man Gesetzentwurf wegen Abänderung des Bankgtsetzes vom also die schwedischen Personentarife der Zuluft uns entgegen- 14. März 1875; der Entwurf von Bestimmungen über die hält, sollte man noch etwas warten. ^Beseitigung von Ansteckungsstoffep bri der Beförderung von

Wenn nun aber gar behauptet wird, daß Schweden schon lebendem Geflügel auf Eisenbahnen; die Vorlage, betr. vie jetzt die allerniedrigsten Eisenbahntarife und die geringsten, Verleihung von Korporationsrechten an die mit dem Sitze in Fahrpreise habe, so stimmt diese Behauptung in keiner Weise | Hamburg errichteteGesellschaft Südkamerun"; endlich die mit den Thatsachen. UnS liegen Vergleiche der durchschnitt- Gesetzentwürfe für Elsaß-Lothringen über die Errichtung einer lichen Fahrpreise (Einnahmen aus dem Personenverkehr) für Pensionszuschuß-, Wittwen- und Waisenkasie für die Förster rc., verschiedene europäische Länder für das Jahr 1896 (und seit- über die Disziplin der Richter uno über die Aufhebung der dem sind keine wesentlichen Aenderungen der schwedischen Per- Kautionkpflicht der Landesbeamten. Schließlich wurde über sonentarife erfolgt) vor, aus denen sich ergibt, daß der Ein- eine Reihe von Eingaben Beschluß gefaßt.

Heitssatz der wirklich gezahlten Fahrpreise für die Personen Vom Rothen Kreuz. In der am 23. Dezember abge- unb das Kilometer betrug; in Schwcdm auf den Staatsbahnen halienen Sitzung des Zentralkomitees der deutschen Vereine

Datz fanatische Dänen deutschen Geschäfts-Reisenden die Thür gewiesen haben und die Wiener Handelskammer ihren Mitgliedern mittheilt,infolge politischer Ereignisse seien die Aussichten für die Ausfuhr österreichischer Waaren «ach Dänemark schr günstig*, hat deutsche manchesterliche Blätter dazu bewogen, m Klagen darüber auszubrechen, daß die Ausweisungen den deutsche« Ausfuhrhandel aufs schlimmste schädigten. Man lernt eben nie aus der Geschichte! Es ver­geht kein Jahr, ohne daß sich irgend eine Nation oder Natwn-

3,82 Pfg., dagegen auf den preußischen Staatsbahnen 2,72 vom Rothen Kreuz, in welcher der Vize-Ober-Zeremonienmeister Pfg., auf alle« deutschen Eisenbahnen (einschließlich der preußi- B. von dem Knesebeck den Vorsitz führte, wurde über folgende scheu StaatSbahnen) 2,83 Pfg., daß ferner auch die Sätze Gegenstände verhandelt und Beschluß gefaßt: Aus den Er- der österreich-ungarischen, der niederländischen, der belgischen, gebnissen der drei nächsten Serien der Lotterie bewilligte daS der französischen Hauptbahnen, der norwegischen und der Zentralkomitee dem Vaterländischen Frauenverein (Haupt- dänischen Eisenbahnen niedriger sind, als die der schwedischen verein) den Betrag von 100 000 Mk. in drei Jahresraten, Staatsbahnen, und daß das einzige der Länder, auf die uns ferner dem Verbände deutscher Krankenpflege-Anstalten vom vorliegende Vergleichung sich erstreckt, nämlich die Schweiz, Rothen Kreuz in Cassel die Summe von 200 000 Mk. mit er gern.

chen auf dem Erdball einmal von uns auf die Hühner-Augen getreten fühlt und aus Rache unS wirthschaftlich auszuhungera beschließt. Vor einem halben Jahre versuchten es die Aan- kees, als die englischen Blätter von deutschen Zwischenfällen vor Manila logen, voriges Jahr die Griechen wegen unserer Intimität mit dem Großtürken, vor drei Jahren die Eng­länder, als wir den Buren unsere Theilnahme liehen, aber trotz all dieser Feinde ist unser Ausfuhrhandel ständig ge­wachsen, auch nach diesen uns so ungünstigen rändern. Denn nicht politische Sympathien und Antipathien regeln den Handel, sondern das wirtyschaftliche Gesetz vom preckwerthen Angebot. So lange nur unsere Ausfuhr billig und gut ist, wird es auch von den rabiaten Dänen stets heißen:Herr Hanne- mann mag keinen Deutschen leiden, doch seine Waaren nimmt