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Ausgabe B
Ka|d, den 18. Dezember (921
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für die kakyolischen Gemeinden Kassels
Erscheint jeden Sonntag u. kostet vierteljâhrl. Ausg. A 3.— Mk., B 3.59 Mk. Redaktionsschluß Montag. Anzeigen die einspaltige Kolonelzeile oder deren Raum 53 Pfg. Bei Wiederholung entsprechender Rabatt. Für Offert- und Auskunft-Anzeigen 30 Pfg. extra. Anzeigen müssen spätestens bis Montag morgens im Besttz der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda fein. Größere Anzeigen erbitten wir uns entsprechend freiet. Druck und 3 erlag der Fuldaer Actiendruckerei.
wocheKkalerrder.
^^nlag, 18. Dez. 4. Adventssonntag. Marta Erwartung Wunibald.
'vntan, 19. Dez. Vom Tage.
-n?tnp, 20. Dez. Vicht von ThomaS. Thristian.
■'tt*pod), 21. Dez. Thomas, Apostel.
onncrStag, 22. Dez. Petrus Canisius, Bek. rct;a \ 23. Dez. Vom Tage.
amStap, 24. De.z. Via. v Weihnachten. Adam u. Eva
vierter â-ventrssMtag.
(Evang. Au!. 3, 1—7.)
Im fünfzehnten Jahre der Regierung deS Kaisers ^erinS, als Pontius Pilatus üanöpfleger von Judäa, rewes Vierfürst von Galiläa, Phütpp, fein Bruder, "tfürft von Jtucäa und orr Landschart TrachonitiS, ,o LysanioS Vierfurit von Chilene wor, unter den otzenpriestern AnnaS und ^iphaS, ertrug das Wort r Herrn an Johanrres, den Sohn des ZackariaS, in •i Wüste. Und er kam in cte ganze Gegend 2M Jordan, ^d predigte die Taufe der Butze zur Veti ebun i ver binden, so wie geschrieben stetst :m Buche der Reden saiaS, des Propheten: Die Stimme rines Rufenden der Wüste: Bereitet den Weg deS Herrn machet rade seine Pfade. Jedes Tat soll auSgefüllt, und der Berg und Hü el ab etraaen werden was krumm , soll gerade, was uneben iit, soll ebener Weg werden, nb alles Fleisch wiro das Heil Gottes sehen.
Das Geheimnis der Stärke.
in starker Held ist Samson gewesen, der tausend Philister mit dem Kinnbacken eines E els erschlug, der die Tore der Stadt Gaza mitsamt den Angeln und Riegeln aus dem Boden riß und auf einen nahen Berg trug.
ie listige Delila ober sprach zu ihm: „Wenn du lich lieb hast, so sage mir, worin das Geheimnis 'lner «starke besteht". Nach langem Sträuben gab auifoti das Geheimnis seiner Stärke preis: „Es f .P0.1^ È eine Schere über mein Haupt gekommen, eil ich ein Nazaraer, ein Gottgeweihter bin; würde ) Ö> Idolen, lo wiche von mir meine Stärke und ) würde schwach werden wie andere Menschen" nd als nun Samson eingeschlafen war, nahm das imtückische Weib eine Schere und schnitt ihm die aare vom Haupt und rief: ?,Tie Philister über ch, Samson!" Und er erwachte vom Schlaf und ichte bei sich selber: „Ich werde mir schon zu !fen wissen und mich herausreißen wie ehedem", och die Philister lachten über sein Gebühren, fielen >er ihn her, bemächtigten sich seiner, stachen ihm r Augen aus und führten ihn mit Ketten nach aza, wo sie ihn em sperrten in einem finstern Kerker, n dort nach ^tft~‘-*«toeifc» die Handmühle zu eben. —
Worin bestand nun das Geheimnis der Stärke bei Samson? Nicht in den Haaren, sondern in der Hilfe des Herrn, der ihm seine Kraft lieh, so lange Samson seinem Gelübde treu blieb, so lange er zum Wahrzeichen seiner Treue und Gottverbundenheit die Haare ungeschoren trug.
Seht, darin liegt auch das Geheimnis unserer I Stärke. Ich meine nicht die Körperkraft, sondern die Seelenstärte, das Uebergewicht des Willens über die Leidenschaft, über die Sinnlichkeit, über die Träg- beit, über die Traurigkeit, über die menschlich: Schwäche, mit einem Wort das Uebergewicht, die Herrschaft über die Sünde.
Das Geheimnis unsrer Kraft ist die Verbindung mit Christus, unserm Herrn, ßu ihm will Sank, Johannes in neidlosem Eifer seine Jünger und auch uns schicken: „Ich bin nicht der Christus", spricht er; es wird ein andrer nach mir kommen, der a>ö-ec rst als ich und vor mir gewesen ist. Ich ante nur mit Wasser, er aber wird mit dem hl Geiste und mit Feuer taufen; er bat seine Warf- schaufel in der Hand und wird seine Tenne reinigen: d«m Weizen wird er in seine Scheune führen, die ^pcu aber verbrennen mit unauslöschlichem Feuer- Ec ist das Lamm Gottes, welches hinwegnimmt die Sünden der Welt".
Wie können wir aber in Verbindung mit Christus treten? Einmal durch die Erinnerung, indem ton gern an Jesus, seine Geburt, sein Leben, sein Leden, seine Taren, seine Wunder, seine Lehre, seine Tugen, den denken, gern von ihm hören, gern über ihn leien. Was immer ich lese, sagt der hl. Kirchenlehrer Bernhard, das schmeckt mir nicht, wenn ich nicht den Namen Je us lese. Jesus ist Musik meinem Ohr, Honig meinem Mund, Wonne meinem Herzen.
Abee Christus lebt nicht bloß in der Erinnerung, wie andere Helden der Geschichte! er lebt noch in Wirklichkeit, er wohnt unter uns, er ist nicht fern von uns, „er sieht mitten unter uns, obwohl tob ihn N:cht gebührend kennen", er redet noch mit uns. obwohl wirs mn körperlichen Ohren nicht vernehmen, und ruft uns zu: „Kommer alle zu mir, die ihr mühselig und beloben seid: ich will euch erquicken". Du weißt, welches Geheimnis ich meine: ban Geheimnis des Altars, das Geheimnis der bl. Eucharistie, das Geheimnis des Meßopfers, das Geheimnis der hl. Kommunion. Hebr. 13,10.
Vernimm die Lehre des hl. Paulus im Vries an die Hebräer: „Am besten ist es, das Herz mit der Gnade zu stärken, nicht mit Speisen, die denen nichts genutzt haben, die danach leben; denn wir haben einen Opsercutar, von dem diejenigen nicht essen dürfen, die dem Zelte dienen". Du weißt, daß die alten Juden große Stücke auf die Vcobach- 'ung gewisser Speisegesetze gehalien haben. Sie d âübten stark genug zu werden und im göttlichen Wohlgefallen zu stehen, wenn sie nur den Genuß von Schweinefleisch sich versagten und einige andere Enthaltungen beobachteten. Das genügt nicht, sagt
der hl. Panlus; solche Enthaltung für sich allein kann keine Kraft und keine Gnade bringen. Christus hat uns eine andere Kraftquelle eröffnet, eine Kraftquelle für die Seele, die hl. Eucharistie. Wir Christen, wir Katholiken haben einen Altar, von dem hier jenigen nicht essen dürfen, welche dem Zelte dienen! das sind eben die Inden, die den Dienst des Zeltes, den Dienst des Tenipels so hoch schätzten und darüber die Gerechtigkeit versäumten. Sie besitzen den Opferaltar nicht, weil sie nicht an Christus glauben, weil sie ihn verwerfen. W-r aber haben den Altar und sind stolz auf seinen Besitz. Er ist unser größter Schatz und Reichtum, er ist das Geheimnis unserer Stärke: dieser Altar ist der öpferaitat, auf dem die hl. Messe dargebracht, die Hs. Kommunion ans- geteilt wird. Nichts ei quief t und kräftigt die Seele in dem Giade wie die hl. Kommunion. Sie macht — ivie der hl. Chrhsostomus schreibt — die Menschen zu feuerspeienden Löwen, die wdesmptig kämpfen mit dem Tyrannen, mit den Foltern, mit den Henkersknechten, mit der Sünde und dem Satan. Darum der Eifer der ersten Christen im Empfang der hl. Kommunion, die sie täglich empfingen, die sie auch mit nach Hause nahmen, um jederzeit und allerorts, wenn kein Pliester da wä e, d e yl. Wegzehrung in der Stunde der Gefahr sich selber reichen zu können.
Auch h:ute hat dieses Geheimnis von seiner Kraft noch nicht verloren. Es stärkc den Menschen gegen Kleinmut, Verzagtheit, Versuchung. Es macht ms schier unempfindlich gegen tue Schläge des Sch ick »als und der Sinnlichkeit. In der KriegZzeit überbrachte ein Seelsorger einer Frau seiner Gemeinde die schreckliche Nachricht, daß ihr Mann auf dem Feld der Eyre gefallen toar. Doch diese Frau zeigte nicht die geringste Aufregung, obwohl sie sehr an ihrem Manne hing. „Ich brauche keinen men sch. llchen Trost", sprach sie zuiu Seel orger „ich habe einen göttlichen Tröster in mir, ich komme soeben von der hl. Kommunion". Freund, versäume nicht die Adoenls- ober Werynachtskommunion: stärke dich wieder auf dieser elenden Pilgerreise, mache dem Herz zu einem lebendigen Bethlehem: Wäc Christus rausendmal in Bethlehem geboren und nicht n deinem Herzen: du wärest ewiglich verloren.
Der Burgpsarrer.
Km die weitznachtZKoliekte far üü§ D^W^ UonvM MS die Meins Mai wird hru'e folgende -Ansprache des HsHw. Herrn Bischofs verlesen.
„Wie im vergangenen Jahre, so veranlaßt mich auch jetzt beim Herannahen des gnadenreichen Weih, nachissrstes die größbe Bedrängnis, in der das Bischöfliche & nabens ontntt und unsere Lateinschulen infolge der Teuerung sich befinden, Euch allen die an bh.j.m Tage für die genannetn Anstalten -KizutzaitLnde Kirchen- f oillebte herzlich zu «ew^eblen